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Full text of "Deutsch-lateinisches handbüchlein der eigennamen aus der alten : mittleren und neuen geographie"

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DEUTSCH-LATEINISCHES 

HANDBÜCHLEIN 



DER 



EIGENNAJÄEN 



aus der 



alten, mittleren und neuen Geographie 



zunächst 



für den Schiilgebraucli zusam^ngestellt 



i^gngi 



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von .^ • • 

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Dr. Grir §aalfeld, 

• Crymnasial - Oberlehrer. 



Leipzig. 

C. F. Wintersche Verlagshandlung. 

1885. 



1 



Alle Rechte vorbehalten. 



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<5) 



Seinen lieben Prenzlauer Freunden, 

den Herren 

Paul Block, 

Dr. phil.. Gymnasiallehrer, 

Bruno Raettig, 

Gymnasiallehrer, Premierlieutenant und Landwehrkompanieführer, 

Wilhelm Schaeffer, 

Professor , Gymnasial - Oberlehrer, 
und 

Fritz Seyffert, 

Gymnasiallehrer, 

in treuer Erinnerung 

an die 

gemeinsam in Arbeit und Freundschaft durchlebte 

Olympiade 
18T8-188S 



der 



Verfasser. 



Vorwort 



Es sind gerade hundert Jahre darüber hingegangen, dafs ein 
Buch erschien, welches mit Fug und Recht als Vorläufer aller 
geographischen Wörterbücher lateinischer Nomenklatur anzusehen 
ist. Der Titel lautet: 

„Europa latina oder alphabetisches Verzeichnis der vornehm- 
sten Ortschaften etc. nebst ihren lateinischen Benennungen 
und einem Register derselben. Quedlinburg und Blankenhayn. 
1785. 8." • 
Davon erschien im Jahre 1808 (auch in Quedlinburg) eine 
angeblich ,^neue, verbesserte Auflage''; thatsächlich war aber nur 
der Titel umgeändert in: 

„Kleines geographisches Lexikon oder alphabetisches Verzeichnis 
der vornehmsten Landschaften, Städte, Meere, Seen, Berge und 
Flüsse in Europa, nebst ihren lateinischen Benennungen und 
einem Register derselben." 
Keinen Fortschritt bedeutete sodann die folgende Schrift, 
deren Verfasser Ebert selbst ist, obgleich er im Vorwort nur 
sagt, die Sammlung sei auf sein Anraten und unter seiner Mit- 
wirkung von einem jungen Manne angefertigt (und zwar vor- 
züglich wegen der fatalen lateinischen Städtenamen auf den 
Büchertiteln!): 

„Lateinisch-Deutsches Taschenwörterbuch der neuern Geographie. 
Als notwendige Beilage zu den bisherigen lateinischen Wörter- 
büchern. Mit Vorrede von Fr. Ad. Ebert. Leipzig 1821. 8." 
Eine bessere und jedenfalls verdienstliche Arbeit erschien 
aber 11 Jahre später: 

„Vergleichende Darstellung der alten , mittleren und neuen 
Geographie von W. Fr. Volger. Ein Lehrbuch für die obersten 
Gvmnasialklassen. Hannover 1832. 8." 



VI Vorwort. 

Es war dies der 3. Kursus des betreffenden Lehrbuchs der 
Geographie. 

Dagegen ist nur der Vollständigkeit halber hier zu nennen 
ein durch allerlei Verwechselungen und Verstöfse schlimmster 
Art sowie durch eine übergrofse Menge von Druckfehlern heillos 
entstelltes Buch: 

,.Lexicon manuale geographiam antiquam et mediam cum latine 
tum germanice illustrans, in usum schölarum editum a lo. W. 
Mueller, Lipsiae 1831. 8." 

Als zwei wesentlich bessere Bücher sind jedoch zu nennen: 

„Vergleichendes Wörterbuch der alten, mittleren und neuen 
Geographie, von Fr. H. Th. Bischoff und J. H. Möller. 
Gotha 1829. 8'', und 

„Griechisch-Deutsches Wörterbuch der mytholog., histor. und 
geograph. Eigennamen nebst beigefügter kurzer Erklärung und 
Angabe der Silbenlänge, für den Schulgebrauch ausgearbeitet 
von G. Ch. Crusius. Hannover 1832. 8." 

Diese letztgenannten Verfasser haben das grofse Verdienst, 
dafs sie, wie vorher fast immer geschehen, weder aus- noch nach- 
schrieben, sondern die alten Schriftsteller selbst, die Monumente 
und Münzen fleiisig studierten, mithin aus den Quellen selbst 
schöpften und überall ein kritisches Verfahren beobachteten. 
Genannt mögen hier ferner sein: 
„Dufau et Guadet: Didionnaire universel abrege de la geo- 
graphie anctenne et moderne comparee. Paris 1820. 8" auch 
ins Deutsche übersetzt: 

„Vollständiges Handwörterbuch der alten Erdbeschreibung. 
Weimar 1821. 8. 2 Bände", und 
j^Dictionnaire universel des geographies physiqiie, historiqiw et 
politique du monde ancien, du moyen äge et des tewips modernes 
comparees. Paris 1827. 8, mit Karten." 

An älteren, besonders für die Geographie des Mittelalters 
wichtigeren Arbeiten nennen wir: 

„Junker: Zur Geographie der mittleren Zeiten. Jena 1712. 4." 
„J. D. Köhler: Anleitung zu der alten und mittleren Geographie. 
3. Ausg. Nürnberg 1765. 8. 3 Bände." 
„D'Anville: Handbuch der mittleren Erdbeschreibung. Aus 
dem Französischen übersetzt. Nürnberg 1782. 8." 



Vorwort. Vli 

„A. von Wersebe: Beschreibung der Gaue zwischen der Elbe^ 
Saale und Unstrut, Weser und Werra, insofern solche zu Ost- 
falen mit Nordthüringen und zu Ostengern gehört haben, und 
wie sie im 10. und 11. Jahrhundert befunden sind. Gekrönte 
Preisschrift. Hannover 1829. 4." 

' Während aber noch BischofF und Möller nur vom 1. Bande 
der Monumenta Germaniae historica etc." — dieser erschien 1826, 
der 2. 1829 — Gebrauch machen konnten, hat dieses hervor- 
ragend wichtige Werk denn auch im Lauf der Zeit unserem 
Gebiete bedeutenden Nutzen gebracht. Zunächst ist hier ein ganz 
vorzügliches Buch zu nennen, welches alle bisher genannten we- 
sentlich übertrifft: 
„Deutsch-Lateinisches vergleichendes Wörterbuch der alten, mitt- 
leren und neuen Geographie, eine Beigabe zu jedem deutsch- 
lateinischen Wörterbuche. Mit Berücksichtigung der besten 
älteren und neuesten Hülfsmittel ausgearbeitet imd mit der An- 
gabe der Quantität versehen von Dr. Georg Aenotheus Koch, 
Gymnasiallehrer. Leipzig 1835. 8." 
Dieses Buch behielt selbst seinen Wert, als 26 Jahre später 
ein gediegenes Buch veröffentlicht wurde: 
„Orhis latinus oder Verzeichnis der lateinischen Benennungen 
der bekanntesten Städte etc., Meere, Seen, Berge und Flüsse 
in allen Teilen der Erde nebst einem deutsch-lateinischep Ke- 
gister derselben. Ein Supplement zu jedem lateinischen und 
geographischen Wörterbuche von Dr. J. G. Th. ,Graesse, Kgl. 
S. Hofrat, Direktor der K. S. Porz.- und Gef.-Sammlung &c. 
Dresden 1861. 8.'' 

Endlich seien aus der neuesten Zeit noch genannt: 
„Kurzgefafstes Wörterbuch der wichtigsten Eigennamen der 
lateinischen Sprache, ausgearbeitet von Em st Georg es, Pfarrer 
zu Hochheim bei Gotha. Als Anhang zu Georges' lateinisch- 
deutschem Schulwörterbuch. Leipzig 1878. 8." 
Hier hat sich der Verfasser, ein Sohn des Altmeisters K. E. 
Georges, als wackerer Lexikograph bewiesen; unerwähnt soll je- 
doch auch nicht bleiben, dafs der Vater in seinem Riesenwerk: 
„Ausführliches Lateinisch - Deutsches und Deutsch - Lateinisches 
Handwörterbuch. Leipzig 1879-1882" im 2. Band der letzteren 
Abteilung von Spalte 2043 — 2052 einen höchst willkommenen 
geographischen Anhang gegeben hat. 



YIU Vorwort. 

Schliefslich sei noch hingewiesen auf den gediegenen dritten 
und vierten Band des Pap eschen Handwörterbuches der grie- 
chischen Sprache: 
„Wörterbuch der griechischen Eigennamen. 3. Auflage. Neu 
bearbeitet von Dr. Gustav Eduard Benseier. Braunschweig 1884." 

Soviel von den einschlägigen Schriften. Verfasser glaubte zu- 
nächst der Schule einen Dienst zu erweisen, wenn er dem Schüler 
der oberen Klassen diese wesentliche Ergänzung der Lexika an die 
Hand gab. Dafs dabei die geographische Seite in ganz hervor- 
ragendem Sinne Berücksichtigung erfuhr, wird niemand wunder 
nehmen dürfen, der mit dem Verfasser redlich auf diesem ebenso 
wichtigen als bisher vernachlässigtön Gebiete eine Besserung her- 
beigeführt sehen möchte. Semper aliquid haeret! Der Schüler 
wird dies bald merken und seinen Horizont unbewufst erweitem ; 
aber auch für weitere Kreise dürfte der geographische Nachweis 
durchaus kein überflüssiger sein, da er in vielen Fällen erneutes 
Nachschlagen entbehrlich macht. 

Indem Verfasser somit das Resultat einer mehr als 3jährigen 
Arbeit veröffentlicht, glaubt derselbe nicht umhin zu können, der 
verehrlichen Verlagshandlung für die liebenswürdige Förderung 
des Unternehmens auch hiermit öffentlich seinen Dank auszu- 
sprechen. 

Auf absolute Vollständigkeit wird bei dem vorliegenden Werke 
umsoweniger gerechnet werden können, als dieselbe bei einem 
„Handbüchlein" schlecht angebracht wäre; es wäre dann eher ein 
umfangreiches „Handwörterbuch" geworden. Da aber, wie gesagt, 
in erster Linie die Zwecke der Schule ins Auge gefafst waren, 
so bedurfte es gar mancher Einschränkungen, die Verfasser sich 
nach Kräften auferlegt zu haben glaubt. Da endlich das Buch 
von einem Deutschen zunächst für Deutsche geschrieben worden 
ist, so wird die ausführlichere Behandlung deutscher Ortschafts- 
namen etc. keiner weiteren Rechtfertigung bedürfen. 

Wohl aber dürfte für den Schüler eine knapp gehaltene 
Übersicht, betreffend die Regeln zur Latinisierung geographischer 
Eigennamen, nicht überflüssig erscheinen. 



Regeln 

betreffend die Latinisierung geographischer Eigennamen. 



Die Buchstaben IF und F zu Anfang eines Namens gehen 
gewöhnlich in V und I, die Laute ei, ö, ü in /, o, u und die 
französischen Diphthongen at, ei, oi, ui in a, e, ö, u über. 

Die Endungen unterliegen für gewöhnlich folgenden Um- 
wandlungen : 



-ach, -ack 


wird 


ZU 


-äcum oder -achium, 


-ad 




•1 


-adunij 


-ague 




• « 


-ania, 


-ailles 




^ • 


-alia, 


-ain, -aine 




• « 


-ania, -aniunij 


-al 




• « 


-(üium oder -alia, 


-am 




• * 


-amum, 


-aii (ain) 




«« 


-änum, -anium bei Ortsnaiueii, 


n 11 




:i 


-ania bei Tündemaineii, 


aiit, -anz 




*• 


'aiitia, 


-ar 




«« 


-aria, 


-at 




•\^ 


-öLtuni, 


-atsch, -atz 




** 


-atium, 


-au 




•« 


-avittj -oa, -augia bei Oilsnainea, 


n 




•« 


-ovia bei Ländernamen, 


-aux 




^^ 


-ntium, 


-berg 




•« 


-berga, 


-borg 




•• 


-hurgum, 


-borii 




•s 


-borna, 


-bürg 




^« 


-burgum, 


-0 




1^ 


-iäcum, 


-cester, -ehester 




11 


-cestria, 


-dorf 




«* 


'doi'pium, 


-e 




a« 


-a, 


-e oder -e 




'1 


-as, -aeum u. dgl. m., 


-ec, -eck 




*• 


-tcca^ -Eca, 


-eglia 


•^ 


^f 


-elia, 



Kegeln. 



-ei, -ey 


^ird 


ZU 


-eia bei Ortsnamen, 


11 V 


11 


11 


-ia bei Tündemamen, 


-eil, eille 


11 


11 


-elia^ 


-ein 


•« 


11 


-mum, 


-em 


11 


11 


'Bmum, 


-en 


11 


11 


-a, -ena, -um, -tum, 

bei Tiindeniamen auch -ia, 


-ence, -enz 


11 


4« 


-entia. 


-ent 


11 


11 


-entium, 


-er 


11 


11, 


-era. 


-eiiil 


n 


IT 


-ölium. 


-ey, s. ei, 








-feld 


T 


n 


-felda, auch -feldia. 


-fels 


11 


11 


-felsa, 


-ford, -fort 


11 


11 


-fordia, 


-fürt 


%% 


11 


-fuHum, 


-gard, 








-gai-t, 








-garten, ^ 


• « 


11 


-gardia, 


-gorod, 








-grod. 






• 


-gen 


11 


11 


-ga bei Ortsnamen, 


1? 


11 


11 


-ffia bei Tiändeniamen, 


-hafen, \ 
-haven, j 


^% 


11 


-havia, 


-hausen, -husen, 


-hus „ 


11 


-hüsa, -hmium, 


-heim 


11 


11 


'Ivemiiim, 


-hofen 


n 


11 


-hofa, -hovia, -hovium. 


-holm 


n 


11 


-hohnia. 


-holz 


r 


11 


-holtia. 


-hoi*st 


11 


11 


-horstium. 


-hut 


n 


^% 


-hutum, 


-ich, -ick, 1 
-ig, -it, 1 


"}, 


11 


-icum, 


-ie 


11 


<, 


4a, 


-igno 


11 


11 


-inium, 


-im 


• « 


11 


"imum, auch -^ma. 


-in 


11 


11 


-mum, auch -inium, 


-itsch, -itz 


11 


11 


4cium, -itium, -icia, 


-kirchen 


11 


11 


-guerca, auch -kerka, 


-land 


11 


11 


-landia. 


-lehen 


«7 


11 


-iBba, -tehia, 


-mold 


11 


^1 


-inöldia. 


-mond, 
-mont. 


11 


11 


•montium. 


-mouth 


*i 


11 


-muthum. 


-münde 


11 


11 


-munda, 



'^ 







Kegeln. 


-n 


wird 


zu 


-iäcumj 


-0, in romanischen Namen „ 


11 


-um, 


-oglio 


71 


11 


-oleum, 


-ogue 


^7 


11 


-onia, 


-oise 


11 


11 


-osia. 


-oping, \ 
-öiping, 1 


It 


^') 


-opia. 


-onx 


n 


11 


-osum. 


• -0W 


11 


11 


-ovia, -ovitim, 


-pel, 1 
-poli, J 


*■") 


11 


-polis. 


-que 


11 


11 


-ca. 


-r 


» 


^1 


-iäcum. 


-sand 


n 


")•) 


-smida. 


-Stadt, \ 
-städt, J 


'1 


11 


Stadium, 


-stein 


11 


11 


-steiniiim, -stenium, 


-stock 


11 


11 


'Stodiium, 


-t 


11 


11 


-iäcum, 


-thal 


11 


11 


-thalia, -clalia. 


-US 


^1 


11 


-usium^ 


-wegen 


11 


II 


-vegia. 


-wei-th 


11 


11 


-verda. 


-y 


"ii 


^1 


4um, auch, -iäeum^ 
(besonders nach c, n, r, t), 


-Zell 


n 


11 


-cella. 


-zza 


11 


11 


'Ssa. 



XI 



Zusammensetzungen werden häufig durch den Genetiv und 
Dativ gebildet, wobei zuweilen aus Gründen des "Wohlklangs ein 
Yokal eingeschoben wird, z. B. Marienberg Mariaeherga, 
Augustusburg Äugiistohirgum. 

Die von diesen Namen abgeleiteten Adjektiva bekommen 
meist die Endung -ensis, -ensc. Doch sind folgende Fälle zu 
beachten : 

1. Bei den Namen auf -ena wird blols -sis angehängt, wie 
Gtihena, Gxibmisis. 

2. Die auf -a ausgehenden bilden ihre Adjektiva bald durch 
-ensis, bald durch -anus, wie lena, lenensis, und Gotha, Gothänus. 

3. Die auf -hurgum bald durch -ensis, bald durch -icus, wie 
Marburgtim und Marhurgensis^ Hamburgum und Hamhurgicus 
nächst Hamhurgensis. 



XII Regeln. 

4. Die auf -Itusa u. a. durch -ämis, wie NordhusOj Nordhv- 
sänus. 

5. Die auf -Imsiumy -dorphwi und Stadium durch -Imis. 

Dafs .bei den Römern selbst durch die verschiedenen En- 
dungen der Adjektiva häufig zugleich eine verschiedene .Bedeu- 
tung ausgedrückt wurde, sei hier nur ganz kurz erwähnt. So 
wurde Hispaniensis in der Regel nur von Personen gesagt, die 
in Spanien nicht geboren, nicht wirklich einheimisch sind, sondern 
sich nur als Fremde dort angesiedelt haben ; ebenso von Dingen, 
welche nicht von geborenen Spaniern in Spanien oder in spa- 
nischer Sprache verfertigt worden sind. Dagegen bezeichnet 
Hispanus immer den geborenen Spanier und das, was in diesem 
Lande einheimisch, in dieser Sprache verfafst ist. 

Daher heifst es bei Martial. Epigr. lib. XII. in der voraus- 
gehenden Epistula: ne Romam non Hispaniensem librum mit- 
tamus, sed Hispamim. 

Ebenso verhält es sich mit Gallus, Galliens und Galliranvs; 
vgl. Cic. in Pison. Vol. II. P. 2. p. 334. ed. Orell. — 



Dr. Günther Alexander E. A. Saalfeld, 

Gvmn a sial - Oberlelirer. 



Blankenburg am Harz, 
Neujahr 1895. 



A. 



Aa, Jl. (Westfalen und Schweiz) Aa, 
-ae. — Alpha, -ae. 

Aachen, St. (KB. der Rheinprovinz) 
Aquae, -arum. — Aguisgranum. 

— Aquae Grani. — Urbs Aquensis. 
Adj.: Aquensis, -e. 

Aquisgranensis j -e. 

Aalborgr, St. (am Südufer des LymQord, 
Jütland) Alburgum. 

Aalen, St. (Jagstkreis, Württemljerg) 
Ala, -ae. — Ola^ -ae. — AUna, -ae. 

— Iidia Alensis, 

Aar, i. Fl. (1. Nebenflüfschen der Lahn 
ün RB. Wiesbaden, mündet bei Diez) 
Aara, -ae. 

3. Fl. (Schweiz) Arolüy -ae. — 
Arida, -ae. — Arur, -uns. 

Aarau, St. (Schweiz) Araugia. 

Aarbergr, St. (Schweiz) J.r 6 er^a, -ae. 

— ArÖlae Föns. — Arlaburgum. 

Aarburg, St. (Schweiz) Arhurgum. — 
Arolaehurgum. — Arölae Bv/rgus. — 
ArÖlae Mons. 

Aargrau, Kanton (Schweiz) Argoia. 

Aarhuus, 1. St. (östl. Jütland) Arhu- 
sia, -ae. — Bemorum Domus. 
3. Stift. Comitatus Arhusius. 

Abbach, Flecken (bayr. RB. Nieder- 
h&yeTR) Abäcum. — Abodiacum. — 
Abudiäcum Danubiänum. 

AbbeTlUe, St. (frzs. Dep. Somme, am 
SommeksaiBl} Abbau s Villa, -ae. — 
Abbatico -Villa, -«€. — Abbavilla. 
Adj.: Abbainllaeus , -a, -um. 

S a a 1 f e 1 d , Geog^raph. Handbüclilein. 



Abella yeechia, St. (Kampanien) Abella, 
-ae. 
Einw. : Abellüni. 

Abensberg:, St. (bayr. RB. Nieder- 
bayern) Abusina, -as. — AbusBna, 
-ae. — Averdmum. 

Aberdeen, St. (nordöstl. Schottland, an 
der Deemündung) Devüna, -ae. — 
Aberd^öna, -ae. — Aberdonia, -ae. — 
Aberdonium. 

Abo, St. (Hptst. des russ.-finn. Gouv. 
Abo-Bjömeborg, an der Mündung des 
AurjQoki) Aböa, -ae. 
Adj.: Aboetisis, -e. 

Abruzzo, 1. St. (Süditahen) Aprutiu/m. 
3. Prov. Aquila provincia. - 
Provinda Aquilensis. — Abruzzo 
citeriore: Frentani. 

Abukir^ Dorf (b. Alexandria in Ägypten) 
Canöpus oder Canöbus (Kccvwnog 
oder Kdvwßog, ägypt.= Goldene Aue). 
Adj.: Canopicus, -a, -um. 
Canopitanus , -a^ -um. 
Canopitis, -e. 
Einw.: Canopitae, -arum. 

Aeerra, St. (ital. ProY. Caserta, nahe 
bei Neapel) Acerrae, -arum. 

Adamspik (Salmala), (heil. B. auf der 
Insel Ceylon) Malea, -ae. 

Adda, Fl. (schiifb. Nebenü. des l\ 
am Wormser Joch entspringend und 
den Komersee durchfliefsend) Addua, 
-ae. — Abd^a, -ae. — Adda, -ae. 

Adelsbergr, Flecken (Krain, an der 
Eisenb. nach Triest) Pastoina, -ae. 

1 



Adour 



Aire 



Adour, FL (schiffb., Frankr., aus dem 
ber. Kampanerthal in den Oberpyre- 
näen) Ätürus, — Ätur, -üris. — 
ÄturtiM. — Aturts. 
Die Anwohner: Aturenses. 

Adrianopel, St. (türk. Edreneh, Edimo, 
2. Hptst. der Türkei, an der Maritza 
in Rumelien) Ädrianopolis. — 
Hadrianopolis. — Oresta. — Orestias, 
-ädds, — Adia, -ae. 

Adriatisehes Meer, (meerbusenartiger 
Teil des Mittehneeres zwischen der 
Ostküsto von Italien und der West- 
küste des griechisch-türkischen Pest- 
landes, durch den Kanal von Otranto 
mit dem Ionischen Meer verbunden) 
Mare Super um, — MareHadrior 
ticum. — Hadria (Adria) -ae, m. — 
Sinus Hadriattcus. 

Xgilisehes Meer, (Benennung des Insel- 
meeres zwischen der Ostküste Grie- 
chenlands und Kleinasiens, der Archi- 
pelagus) Mare Aegaeum {Alyalov). 

Igratische Inseln (wesÜ. v. Sicilien) 
Aegütes, -l«m, f. (mit und ohne In- 
svXae). 

Xgrina s. Eghina. 

Xgrypten, (Land in Afrika) Aegypttis^ 
-t, f. (AiyvTiToq;). 
Adj. : Aegypttus, -a, -um, ägyptisch ; 
Subst. : , -«, m., ein Ägypter. 

Aolisehe Inseln, s. lipari^che Inseln. 

Ithiopisches Meer (Teil des Atlant. 
Oceans zunächst dem westl. AMka 
unter der Linie), Mare Aethiopi- 
cum. — Oceanus Aethiapicus. — 
Sinus Aethiopicus. 

(Vgl. Aethiops^ -öpis, m., ein Mohi*, 
— Schwarzer, — Äthiopier, Plui-. 
Aethiopes, -um,, m., Bewohner von 
Aeihiopia, -ae, f., der Landschaft 
südhch von Ägypten, welche von 
den Alten in ein westliches und öst- 
liches geteilt wurde.) 

Afgrhanen (Volk in Asien, im NO. des 



Iranischen Hochlandes, zwischeii Per- 
sien und Vöi-derindien) Paropamt- 
sädae (Parap,\ -arum, m. 

Afrika, "Weltteil, Africa, -ae. — ; 
Libya, -ae. — Libye, -es {Aißvrf). 
Adj.: Africanus^ -a, -um. 

Agreu (Hptst. d. fi'z. Dep. Lot-Garonne, 
an der Garonne), Agennum. — 
Aginnum. 
Adj.: AginnensiSj -e. 

Agennois (Landschaft um die St. Agen) 
Tractus Aginnensis. — Civitas 
Aginnensium. 

Agrgrerhuus (noi-weg. Stift) Christia- 
nia^ -ae. 

Agrnauo (kleiner See bei Neapel, auf 
vulkanischem Boden), LacusAnianus. 
Dabei die Schwitzbäder von S. Ger- 
mano: TJiennae Aniatme. 

Agosta (befest. Hafenstadt auf Sicilien, 
nördlich von Syrakus), Augusta, -ae. 

Agram, auch Zagrab, kroat. Zagor 
(Hptst. von Ki'oatien, nahe der Save), 
A gräm um. — 2kigrabia, -ae. — 
Civitas Montis Graccensis oder 
Zagrabiensis. 
Adj.: Zagrabiefisis^ -e, 

Akr (linker NebenÜ. d. Ehein, entspr. 
auf dem Schiefergeb. bei Schmidt- 
heim im Kr. Schieiden, mündet nicht 
weit von Sinzig bei Kripp), Obrincus. 

Ai, s. Ay.- 

AYa-salttk (-solouk), s. Aya . . . 

Aigle, L% St. (in Frankreich) Aquila, 
-€. — Ad Jiquilas. 

Aigaes Mortes (St. in Frankreich) 
Aquae mortuae. 

Aire, !• St. (in Frankreich, im Dep. 
Pas-do-Calais) Aeria, -ae. — Aria, 
-ae. — Heria, -ae. 

2» St. (in Fi-ankreich, im Dep. Des- 
Landes) Adura, -ae. — Adu/rum. — 
Audris. — Atu^ae, -arwm. — Oim- 
tas AUv/rensium. 



AMlo 



jlleazar 



Air61o (auch Eriels, Friek, Friols, 
Orient, Flecken am Südende des 
Gotthardtunnels , Kanton Tessin, in 
der italienischen Schweiz), Ariöla, 
-ae. — Äyrolum. — Oriens. 

Aisne (Aine; Mufs im nördl. Frank- 
reich), Axöna, -ae. — Esna, -ae. 

Aix, 1. St. (in Frankreich, Depart. 
Bouches-du-Ehone) Aquae Sex- 
tiae. — Colonia Aquemis, — Co- 
lonia lulia Augusfa. 

Adj. : Aquensis, -e. 

2« St. (in Frankreich, Dep. Du- 
Mont-Blanc), Aquae Sabauticae. 
— Aquae Gratianae. —' Aquae 
Allobrogum. 

Aja (Flüfschen in Latium), Alliaj -ae, 
Adj.: AlliensiSj -e. 

AJaeeio (Hptst. der Insel u. d. frz. 
Depart. Korsika, an der Westküste), 
Adiacium. — Urcinium. — Viro- 
conium. 

Meerbusen von Ajaccio: Adiacii 
Sinus. 

Aken, St. (an der Elbe, Prov. Sachsen, 
RB. Magdebuig, Kr. Kalbe), Acöna, 
-ae. — Aqua£ Saxonica£. 

Akjermau (auch Akkerman), befest. 
Hafenst. (südruss. Prov. Befsarabien, 
an d.Dnjestrmündung), Alba luJia, -oe. 

Akseheher (oder Ak-Scheher, klein- 
asiatische St. in Karamanien), An- 
tiochta ad Pisidiam. — Ckiesa- 
reae, -arum. 

Ala-Dagrh, hoher Gebirgszug (durch- 
zieht die West- und Südküste von 
Kleinasien und wendet sich am Eu- 
phrat nordostwärts nach Kolchis, 
auch AI- Kurun genannt), Taurus. 

Alais oder Alez, St. (im frz. Dep. Gard, 
am Gard), Alesia, -ae. — Alesium. 

Alba, 1. St. (das alte Pompeja, in der 
oberital. Prov. Cuneo, am Tanaro), 
Mba Pompeia, -ae. 



Alba, S« St. (auch Alba di Marsa, 
uraltes Städtchen am ehemaligen 
Fucinersee in den Abruzzen\ Alba 
Fucentia^ -ae. — Alba Marso- 
rum. — Alba ad Fudnim, Lacum. 

Albanien oder Amaut Vil^eti, wilde 
Gebirgslandschaft (Türkei, am Adriat. 
und Ionischen Meer, die alten Länder 
Ulyrien und Epirus umfassend), II- 
lyria, -ae. — Illyris Graeca. — 
lUyricum. — AJba/nia. 

Einw.: Albanesen oder Amauten, 
Albani, -orum. — F^irötae, -arum. 

Albano, St. (im ehemal. Kirchenstaat, 
südöstl. von Born, am Albanersee), 
Alba Longa. — Albanum. — 
Albanum Pompeii. 

Albl, !• Si (Hptst. -d. fiz. Dep. Tarn, 
am Tarn), Albtga. -■ Albia, -ae. — 
Civitas Albigensium. — Urbs AUn- 
gensis. 

Einw.: Albigenses, -imn. — 
Albienses, -tum. 

2m St. (im Neapolitanischen), AU)a 
Marsorum. 

Albigreois, Landschaft (zu Albi, 1. ge- 
hörig), Pagus Albiensis. 

Albnqnerque, 1. St. (Festung in der 
span. Prov. Badajoz [Estremadural( 
Alba Quercus. — Albu^ercum. 
S. St. . (kl. , nordamerikan. Prov. 
Neu-Mejiko), Albuquercum Anveri- 
canum. 

Alca^ar, s. Alcazar. 

Alcair, s. Kairo. 

Aleala de Henares, St. (span. Prov. 
Madlid, am Henares), Comptutum. 
Adj.: CompltUensis, -e. 

Alcantara, St. (span. Prov. Cäceree 
[Estremadura] am Lage), Norba 
Caesarea, -ae. — Colonia Norben- 
sis, — Colonia Caesariana. — Pons 
Traia/ni. 

Alcazar (arab. =« Schlofs, Burg), spa- 

1* 



Alemtejo 



Alpen 



8 



nischer Städtename: Alcasarium. 
— Älcctöarea, -ae. 

Alemtejo, Prov. (Portugal, jenseits des 
Tejo), Provineia Transtagäna (oder 
Trcmstaiana). 

Aleii<^oD, St. (Hptst. d. frz. Dep. Ome, 
an der Sarthe), Älenconium. 

Aleppo (Haleb, Heibon der Bibel), St. 

im nördl. Syrien, am Knweik), Cha- 

lyhon (Xcckvßcjv). — Beroea, -ae 

{BsQOia). — Berrhoea, -ae (Bbqqoio). 

Einw. : Beroeenses {Be^oiaioi). 

Alessandria della Pagrlia^ St. (Hptst. 
der oberital. Provinz A., am Tanaro, 
stark befestigt), Älexandrla Sta- 
tt cellorum. — Alexandna aPalea. 

Alexandrette oder SkÄndemn, St. 

(in Syrien, am Busen von Sk., Hafen- 
platz von Aleppo), Alexandriola, 
-ae. — AlexandHa ad Issum. 

Alexandria (jetzt Skanderia oder Is- 
kanderieh), St. (in Ägypten, auf der 
Landzunge zwischen dem Meere und 
dem Strandsee Mareotis)^ Alexan- 
drla, -ae. 
Ac^.: AlexandHnus, -a, -um. 

Alfeo, Fl. (Hauptstrom der Halbinsel 
Moroa, der alten Peloponnes), Alpheus. 

Algrän, Allgrau (der alte Albigau, der 
südwestlichste, von der Hier durch- 
flossene Teil des bayerisch«! Kreises 
Schwaben mit den angrenzenden 
Landstrichen "Württembergs und Ti- 
rols , zwischen Ehein und Lech), 
Almangoviay -ae. — Algoia, -ae. 
— Algovia, -ae. — AlgBa, -ae. — 
Alemamma propria. 

Algrarre (arab. : Abendland) oder Al- 
grarbien, Prov. (im Süden von Por- 
tugal), Algarhia, -ae. — Ager 
Ouneus. 

Algrezlras (arab.: die Insel), St. (Hafen- 
stadt in der span. Prov. Cadiz, am 
Golf von Gibraltar), Carteia, -ae. 



Algier, 1. I^and . (fi-anz. Kolonie auf 
der Nordküsto von Afrika, zwischen 
Mai'okko und Tunis), Numidia. 

Einw.: Numidae. 

Adj.: NumidicuSy -a, -um. 

9» St. Arg er 111711. — Algeiium. 
— Algeria, -ae. — Buscurrum. — 
Iidia Caesarea. 

Alhambra (arab. : die Kote), jetzt Cita- 
dello (ehemalige maurische Kalifen- 
burg bei Granada in Spanien), Fla- 
V i um La m In itanum. — Artigi, 
-m'um. 

Alieante, St. (u. gleichnam. Prov. in 
Valencia in Spanien, befest. Hauptst. 
u. wichtiger Seehafen am Mittelmeer), 
Alonae. — Alicantay -a£. — Ali- 
cantium. — iMcentia, -ae. — Lu- 
centum. 

Alise en Anxois (Sainte Keine d'Alise 
oder Aliso), Flecken (Dep. Briennois, 
Göuvemem. Bourgogne), Alesia, -ae. 

Aller, Fl. (r. Nbfl. d. Weser, in den 
Provinzen Sachsen imd Hannover, 
entspringt westL von Magdeburg bei 
Seehausen, mündet unterhalb Verden), 
Aller a^-ae. — Alara, -ae. — Alera,-a£. 

Allier, Fl. (Nbfl. der I^oire in Fi-ank- 
reich, mündet bei No vors), Elaver, 
-eris. — Eläris. 

Alme, Fl. (1. Zufl. Her Lippe in West- 
falen, Quelle bei Alme, nördl. von 
Brilon, Mündung bei Neuhaus), 
Aliso. — EHso. — Alma, -ae. 

Alp, Bauhe, Gebirge (auch Schwäbische 
Alp genannt, der höchste Teil des 
Schwäbischen Jura, im Südwestendo 
mit dem Schweizer Jura und Schwarz- 
wald verknotet), Alpes Suevicae. 
— Alba, -ae. — Alpagovia, -ae. 

Alpen, Gebii-ge (das höchste u. um- 
fangsreichste Gebirgssystem Europas, 
das zwischen dem Rhonethal im W. 
und der Donauebene im 0. Nord- 
italien in breitem Gürtel umzieht). 



Alpnjarras 



Amiens 



10 



Alpes, 'itim. — Alpina luga. — 
Alpmt Montes. 

Adj.: Alpinus, -a, -um, 
(Vgl. CiscUpinus, Transalpinus, Sitb- 
(dpiny^.) 

Alpnjarras, Gebirge (Gebirgsdistrikt 
im südl. Spanien [Granada], dicht 
bevölkerte ThÜler, umschlossen von 
den südl. Vorketten der Sierra Ne- 
vada), Alpuiäri Montes. 

Alsen, 1* Dorf (unweit Paderborn, 
einst -röm. Kastell am Einflufs der 
Alme in die lippc), Allso. 

2. Insel (in der Ostsee, Hauptteil 
des Kr. Sonderburg der Pi'ov. Schles- 
wig-Holstein), Alsena, -ae. — 
Alsa, -ae. 

Alsensund, Meerenge (s. Alson 2), AUa^ 
Fretum. 

Altai, Gebirge (d. h. Goldgebirge^ 
Gebirgssystem Hochasiens, zwischen 
dem oberen Irtysch und dem Baikal- 
see), Altaius Mons: — AUati 
Montes. — Annibi Montes. — Ana- 
rei Montes. 

Alt-Banzlaa, s. Bunzlau. 

Altena, St. (Kreisst., Prov. Westfalen, 
EB. Arnsberg, an der Lenne), Hol- 
te na, -ae. — Altenäcum. — Alte^ 
nachium. 

Altenbnrgr, 1. St. (Herzgt. S.-Altenb., 
Hptst. (unweit der Pleifse), AI dem - 
btirgu m. — AltenbiM'gum. — Palaeo- 
byrgum. 

Adj.: Altehburgensis, -e. 

^» St. (auch Owar, Obar, in Un- 
garn), Ad Fl ex um (sc. Dantdni). 
Fkocwm. — Ovaria, -ae. — Ovarium. 

Alt-Eastilien, s. Kastilien. 

AI t- V ark , Landschaft (altbranden- 
burgisch, 1. v. d. Elbe, begreift im 
wesentlichen die jetzigen Kreise 
Osterburg, Salzwedel, Stendal und 
Gardelegen, d. h. den nördlichsten 



Teil der Prov. Sachsen), Marchta 
Vetus. — Palaeo- Marchta. 

AltmUhl, -¥1. (1. Nbfl. der Donau in 
Bayern, entspringt auf der Hohen 
Ijoite bei Wildbad, mündet mit dem 
Ludwigskanal zusammen bei Kel- 
hoim), Alemana, -«€. — Ale- 
marmus. — AlSfno. — Almünus. 

Alt-Xavarin, s. Navarin. 

Altona, St. (gröfste Stadt der Prov. 
Schleswig-Holstein, an der Elbe, un- 
mittelbar neben Hamburgs Vorstadt 
St. Pauli), Altonavia, -ae. — Al- 
töna, -ae. 

Altorf, St. (auch Altdorf, Hauptorf des 
Kantons Uri, nahe dem Vierwald- 
städtersee), Altorpium. — Palaeo- 
come. — Vicu^ Vetus. 

Alnta, Fl. (auch 01t, 1. Nbfl. d. Donau, 
entspr. auf den Karpathcn in Sieben- 
bürgen, mündet Nikopoli gegenüber), 
Olta, -ae. 

Alzey, St. (Kreisst., hess. Prov. Ober- 
hessen, an der Selz), Alceia, -ae. 
AUso Hassorum. 

Amalfi, St. (am Golf von Salerno in 
Unteritalien), Amalphia, -ae. -- 
Melphia. — Amalphis. 
A^j.: Amalphitanus oder Mel- 
phitanus, -a, -um. 

Amber?, St. (bayer. Bezirksst, RB. 
Oberpfalz, an der Vils), Amberga, 
-ae. — Cantioebis. 
Adj.: Ambergensis, -e. 

Amerika, Weltteil, America. — 
India OccidetUalis. — l'erra Nova. 
Adj.: Americanus, -a, -um. 

Am Hof, Marktflecken (im Salzbui'gi- 
schen), Curia Norici. 

Ainiens, St. (befost. Hptst. d. frz. Dep. 
Somme), Samarobriva, -ae. — 
Ambia/num. -Oivitas Ambianenspum. 
Adj.: Ambianus, a, -«*w. 
Amhianensis, -e. 



11 



Ammer 



Angermttnde 



12 



Amtner 9 Fl. (auch Amper, Amber; 
1. Nbfl. d. Isar in. Oberbaycrn, entspr. 
in den Alpen am Kreuzspitz, mündet 
bei Isareck), Ambra, -«€. — Amber, 
-ri. — Ambro, -onis. 

Ammerland , Bezirk (Oberbayeni), 
Amhria, -oe. 

Ammersee, See (auf d. bayer. Hoch- 
ebene in Oberbayem, von der Anmier 
durchströmt), Ambra e Lacus. — 
Ami)ronis Lacus. 

^mSneburgr, St. (Prov. Hessen-Nassau, 
KB. Kassel, Kr. Marburg, auf einem 
Basaltfelsen), Amoeneburgum. — 
Castra aä Amanam. — Castra ad 
Omam. 

Amstel, M. (in Nordholland, mündet 
in den Busen Het Y), Amstela, -ae. 

Amsterdam, St. (Hptst. und -2. Resi- 
denz der Niederlande, bedeutender 
Handelsplatz am Meerbusen Het Y 
und am Ausflufs der Amstel auf 90 
Inseln gelegen), Amst^lodam'um. 
— Amsteladamum. — Amsterodamwm. 
Adj.: Am^telodamensis, -e. 

Amu-Darja, M. (arab. Oihon; in Turan^ 
entspr. am Belurdagh, mündet in den 
Aralsee), Oscus. 

Amur, Fl. (auch Sachalin oder Kara- 
muren genannt), Hauptstrom im nord- 
östl. Asien (entsteht aus der Vereini- 
gung der Scldlka (aus Sibirien) und 
des Argun oder Kerulun (aus der 
Mongolei), mündet der Insel Krafto 
gegenüber in d. Mamiastrafse), Castus. 

Ahadoli, s. Natolien. 

Anagrni, St. (im ehemal. Kirchenstaat, 
Beleg. Frosinone, einst Hauptort der 
Herniker), Anagnia, -ae. 
Adj.: Atiagmrms, -a, -um. 

Aneona, 1. St. (am Adriat. Meere, 
Festung und Freihafen, Hptst. von 2) 
AncJina, -ae. — Ancon, -önis 
i^yxtov). 
Adj.: Ancomta/ims, -a, -um. 



Aneona, 2. Delegation (ital. Mark oder 
Prov.), MarchiaAnconitäna. — 
PicBnum. — Ager Picsnus. 
Emw.: Picentes, -ium. 

Andalusien, Landschaft; (südl. Spanien, 
zwischen der Sierra Morena und dem 
Mittelmeer, zu beiden Seiten des Gua- 
dalquivir), Baeiica, -ae. — Vcmda- 
licia. — AndaJusia. 

Andernaeh, St. (Rheinpi-ovinz , KB. 
Koblenz, Kr. Mayen, 1. am Khein), 
Andernäcum. — Antannäcum. — 
Antonacense Castrum. 

Andes, Gebirge (CJordilleras de los 
Andes ; in Südamerika vom Kap Fro- 
ward bis fast zum Antillenmeer 
[1 Vr° n. Br.]), Cät enae Andium. 
— Montes Nivosi. 

Andre, Insel (auch Andi-os; eine der 
CyHaden, am Südende von Negro- 
ponte, dem ehemaligen Euböa, im 
Ägäischen Meere), Andrus. — 
Andros, -i (^vö^oq). 
Adj. : Andrius, -a, -^m. 

Andnjar, St. (span. Prov. Jaen, Anda- 
lusien, am Guadalquivir), Anduiara, 
-ae. — Anduiaria, -ae. — IliiMrgis. 
Hiturgi {neutr., indecl.). 

Angeln, Landschaft (in Schleswig, an 
der Ostsee, zwischen dem Flens- 
burger Busen und der Schlei), Anglia 
minor. 

Angrermaneir, Fl. (in Schweden, entspr. 
an der norweg. Grenze, durchströmt 
Angermanland und mündet bei Hemö- 
sand in den Bottnischen Busen), 
Angen7ia/nus fl/uinu^. 

An^ermanland, Landschaft (in Schwe- 
den, am Bottn. Meerbusen, ein Teil 
der Prov. Westemortland), Anger- 
mania, -ae. — Angrimunia, -ae. 

Angrermttnde, St. (Kreisst., Prov. Bran- 
denburg, KB. Potedam, in einer Ebene, 
am See Münde), Virwnwm, 



13 



ÄBurers 



Anlioehia 



14 



Angrers, St (Hptst. d. frz. Dep. Maine- 
Loire [Anjou], an d. Maine), Ande- 
gavi. — Andegavum. — LUio- 
mägus. 
Adj. : Ändegavensis, -e. 

An^lesea oder 

Anglesey, Insel (an der Nordwestküste 
von Wales [Menaistrafee mit der 
Britanniabrücke]),- Änglorum In- 
8ula. — Mona, -ae. 

4 

AngroulSme, St (Hptst. d. frz. Dep. 
Charente, an der Charente, ehemals 
Hptst. des Hzgts. Angoumois), En- 
golisma, -de. — Iculisma, -ae. — 
Aequölesima, -ae. — Agesina, -ae. — 
Matiastum. 
Adj.: EngolismensiSy -e. 

Icülsismensis, -e. 
Einw.: AgesinlUes. 

Ang'oumois, Prov. (in Frankreich, vgl. 
Angouleme), Pagus Engolis- 
mensis. — Provincia Iculismensis . 

Anhalt, 1* Herzogtum (der gröfsere, 
östliche Teil liegt ganz im Nord- 
deutschen Tiefland an der Elbe, 
Mulde und Saale ; der kleinere, west- 
liche zieht sich an der Selke auf den 
Unterharz hinauf), Ducatus An-* 
hatttnus. — Anhaltlnum. — As- 
cania Regio. ; 

Adj.: Anhaltinus, -a, -um. ' 
AscaniensiSy -e. i 

8. Schlofs (Burgreste im Harz, ; 
auf einem Berg am Selkethal, in der 
Nähe von Mägdesprung), Anhaltvrmm 
Vetus. 

Anjou, 1. Provinz (alte Grafschaft im 
nordwestl. Frankreich, jetzt zum 
gröfsten Teile das Dep. Maine-Loire 
büdend, Hptst. Angers), Andegavt, 
-orum, — Comitatus Andigavensis. 
— Tra>€tus Andegavevisis. 
d. St., Castnim de Aniove. 

Anklum; St. (Kreisst., RB. Stettin, 



Prov. Pommern, an der Peene), An- 
clämum. — Andümium. 
Adj.: Anclamensis, -e. 

Aiinaberg-, 1. St. (Amtshauptmann- 
schaft, Sachs. Kreishauptm. Zwickau, 
mit dem höchsten Teile des Erzge- 
birges auf sächsischer Seite, am Ab- 
hang des Pöhlberges und unweit der 
Sehma), 

2. Dorf (Prov. Schlesien, RB. 
Oppeln, 1. Kr. Ratibor, 2. Kr. Grofs- 
Strehlitz), Annaberga , -ae. ~ 
Annaemontium. 

Adj.: Annaher gensis, -e. 

.Vnnobön (Annoböm), Insel (span., im 
Meerbusen von Guinea), Annihoni 
Insula. — Annahoni Insula. 

Ansbaeh (Anspach), St. (unmittelbaro 
Stadt im bayer. RB. Mittelfranken, 
an d. Mund. d. Onolzbachs in die 
Fränkische Rezat), Onolshäcum. 
— Onöldum. — Onoldia, -ae. 
Adj.: Onolshacensis, -e. 
Onöld/lnuSf -a, -um. 

Anse, St. (auch Ance; im frz. Dep. 
Rhone), Ansäe, -ae. — Antium. — 
Assa Pattlina. 

Antakiah oder Antakieh, St. (in 

Syrien, am Asi, dem alten Orontes), 
Antiochla ad Daphnen. — 
AntiocMa ad Orontem. — Antiochla. 
Adj.: Antiochensis, -e. 
Antiochmus, -a, -um. 
AntiochSnus, -a, -%tm. 
Einw.: Antiochenses. 

Antibes, St (befest. Hafen im frz. 
Dep. Seealpen), Antipolis. 
Adj.: Antipolitanus, -a, -um. 

Antillen, Inselgnippe (zwischen Nord- 
und Südamerika, vor und in dem 
Karaibischen Meer oder Antillen- 
meer; besteht aus den 4 grofsen und 
ungefähr 40 kleinen Antillon), Anhl- 
licae Insulae. 

Antioehia, s. Antakiah. 



15 



Antiparos 



Areliipelasus 



16 



Antiparos, Insel (eine der Cykladen, 
westl. von Faros), Antiparos, -i. 
— Oleärus. — Oliärus. 

AntiTÜri, St. (Hafen im türk. Albanien, 
am Adriat. Meer), Äntibärum. — 
Äntivarium. 

Antwerpen, St. (frz. Änvers; Hptst. 
der belg. Prov. an der Scheide, 
Festung mit mehreren detach. Forts, 
Hauptwaffenplatz Belgiens), Ant- 
verpia, -ae. — Anverpia, -ae. — 
Attuituca, -ae. 
Adj. : Antvetpiensis, -e. 

Aosta, !• Herzogt, (ehemal., in Obev- 
itaüen), Ducatus Augtistanus. 

S. St. (uralt, Prov. Turin oder 
Torino, an der Dora Baltea, Schlüssel 
zu den Sti-afsen über den Gr. und 
Kl. Bernhard), Augtista Fraetoria, -ae. 

Adj.: Augustanus. 

A penninen, Gebirge (Hauptgeb.It^ens, 
schliesst sich westl. von Genua an 
die Seealpen an und endet schliefs- 
Hch Sicilien gegenüber, während ein 
niedriger südöstl. Ast durch Apulien 
im Kap di Leuca ausläuft), Apen- 
nlnus (mit u. ohne Mons). — Apen- 
mni Montes. — Apennini luga. 

Apenrade, St. (Kreisst., Prov. Schles- 
wig-Holstein, am tiefen Busen von 
Apenrade), Apenrosa, -ae. 

Appenzell, St. (und Kanton der nördl. 
Schweiz mitlnner-Rhoden und Aufser- 
Rhoden), Ahhätis Cella, -as. — 
Ahhütum Cella. 

Adj.: Abbatis-Cellensis, -e. 

Aquileja (Aglaj oder Aglar), St. (alt, 
im östr. Küstenland [Görz imd Gra- 
diska], an einem in das Va S*- ent- 
fernte Meer fühi-enden Kanal), Aqui- 
leia, -ae. 
Adj.: Aquileiensis, -e. 

Aquino, St. (unterital. Prov. Terra di 
Lavoro), Aquinum. 
Einw. : AquinQtes. 



Arabiseher Meerbasen (Eotes Meer), 
Sinus Arabiens. — Marc Bu- 
brum. 

Aragon, Fl. (1. Nbfl. d. Ebro in Spa- 
nien, entspr. in den Pyrenäen, mün- 
det oberhalb Alfaro; danach benannt 
das Königr. A.), Arago, -Dnis. 

Aragronien, Landsch. (ehemal. Kgr., 
im nördl. Spanien, an Frankreich 
stofsend), Aragonia oder Arra- 
gonia, -ae. — Celtiheria, -ae. — 
Terra Iberia, -ae. 

'Einw.:" Aragünes. — CeltibSri. 

Adj.: Arag^niiiß, -a, -um. 

Aralsee (Steppensee in Asien, östl. 
vom Kasp. M. , mit den beiden aus 
Turkistan einmündenden Zuflüssen : 

» 

Amu und Syr), Lacus Qwrasmius. 

Areadia, 1. Meerbusen von (Golfo di 
Arcadia), Sinus Cyparissius 
oder Cypdrissus. — Sinus Chelo- 
naticus. 

3. St. und Landsch. (Galariza, der 
mittlere Teil der alten Peloponnes, 
ein wald-, quellen- imd üiftenreiches 
Gebii'gsland, mit der jetzigen Haupt- 
stadt Tripolizza), Arcadia, -ae. — 
Oyparissae, -arum. — Cyparissa 
oder Cyparissia, -ae. 

Adj.: Cyparissius, -a, -um. 

Arehangrel, Gouv. und St. in Grofs- 
rufsland (russ. Archangelsk, die 
Hauptst. an der Dwina, unfern deren 
Mündung) , Mi chaelopolis. — 
Fanum Sancti Angeli. — Archangelo- 
pölis. 

Archipelag:us, Meer (abgek. Arclüpel, 
Inselmeer, inselreiche Meergegend, 
dann die Inselgi'uppe selbst, spocieU 
seit den Zeiten des lateinischen 
Kaisertums der Griechische Archipel, 
der zwischen Griechenland, Klein- 
asien und der Türkei liegende Teil 
des Mittelmeers, welcher die Inseln 
KandiÄ, Euböa, die Sporaden und 



17 



Arcis sur Aube 



Arondei 



18 



Cykladen enthalt), Mare Aegaeum 
(ro Alyaiov neXayog). — Archi- 
pelägus. 

Arcis sur Aube, 8t. (frz. Dop. Aub^), 
Artiacay -ae. 

Arcos, 1. St. (in der span. Provinz 
Sevilla), Arcus. — Aracosta, -de. 

2. St. (span., in Aragonien), Arco- 
hriga, -ae. 

3. de la Frontera, St. (span. 
Prov. Cadiz, am Guadalete), Arci, 
-orum. 

Ardea, jetzt Dorf (bei Rom, im Alter- 
tum Stadt der Rutuler in Latium), 
Ard^üy -ae. — Civitas ArdeaUum. 
Adj. : ArdeaSj -ätis. — Ardeatinus, 

-a, -um. 
Einw. : Ardeäfes. 

Ardennen, Gebirge (Eisling, Bergland- 
schaft zu beiden Seiten der Maas in 
Luxembui'g, dem südöstL Belgien 
und den anstofsenden Teilen Frank- 
reichs, zum Teil sehr stark bewaldet : 
Ardennerwald),''St7t7a Ardttemm. 

Arensburg:, St. (Hptst. d. livliind. Insel 
Ösel), Aquilaehurgum. 

Arezzo, St. u. Pi-ov. (ital., Toskana, im 
Altertum eine der 12 ctrusk. Re- 
publiken), Aretiitm. — Munici- 
ptttm Aretmum. 

Adj.: Arctxnus, -a, -um. 

Einw.: Aretini, -arum. 

Argrenteuil , St. 1. (frz. Dop. Yonne), 
Argentolium. 

!3. (an der Seine im frz. Dep. 
Seinc-et-Oise) , Argentolium ad Se- 
quanam. 

Arg:o89 St. (griech., auf Morea, am 
Planitza [Inachus]), Argi, -örum. 
— Ärgos (neiUr.). 
Adj.: Arg Bus, Arglus, Argtvus, 
-a, -um, 

Argryle, Grafschaft (Westküste von 
Schottland, Hptst. Inverary), Ar- 
gathelia. — ErgcUhelia. 



Ariceia (la Riccia), St. (in der Co- 
marca von Rom; eine der ältesten 
Städte Latiums an der Appischen 
Strafse), Aricia Netnoralis. 

Adj.: Arityinus, -a, -um. 

Einw. : Ariclni, -orum. 

Arlber?, Gebirgsstock (der Algäuer 
Alpen, am obera Lech, danach be- 
nannt die Landschaft Vorarlberg)^ 
Arula, -ae. — Mons Aquüarum. 

Arles, St, 1. (Hafen im fi-z. Dop. 
Bouches-du-Rhonc, an der Rhone), 
Arelas, -Utis. — ArelOte (neuir, 
indecl.). — Arelätumißc. Seocta^norum), 

Adj. : ArelutemiSy -e. 

3* (frz. Dep. des Pyrenees-Orient.), 
Arulae, -arum. 

Arlon, St. (Hptst. der bolg. Prov. 
Luxembourg), Arlünum. — Aro- 
launum. 

Armagrnae, Landsch. (Gascogne, Süd- 
• frankreich, Dep. Gers), Comiia- 

tus Armeniacensis: — Ager 

Armenia^is. 

Arnaut Tilajetl, s. Albanien. 

Amheim, St. (holl. Amhem, befestigte 
Hptst. der niederländ. Prov. Geldern, 
am Rhein), Arnemium. — Am- 
hemittj -o£. — Arecänum. 

Arno, Fl. (Italien, der Hauptflufs 
Etruriens, entspr. in den etrusk. 
Alpen, am Falterone, berührt Florenz 
und mündet unterhalb Pisa ins li- 
gurische Meer), Arnus. 
Adj.: Arniensis, -e. 

A)*nstadt, St. (im Fürstent. Schwarz- 
burg-Sondershausen , an der Gera), 
Art Stadt um. — Artiestädum. — 
Arnistädum. — Artistädium. 

Arolsen, St. (Hptst. d. Fürstent. 
Waldeck, Kreis der T^vifte, an der 
Aar), Arothia, -ae. 

Arondei, s. Arundel. 



19 



Arpi 



Asowsches Meer 



20 



Arpi, St (griech. St. in Apulien, einst 
durch Handel blühend), Arpi, 
-ortlw. — Argyrippa, -ae i^^yvQ- 
iTtTta). — Argos Hippium {ji^yog 
^'Inniov). 

Einw.: Arpini. — Arpäni. 

Adj. : Arpä7iu8. 

Arplno, St. (unterital. Prov. Terra di 
Lavoro), Arpinum. 
Einw.: Arpinätes. 

Arras, St. (befest. Hptst. des frz/Dep. 
Pas-de-Calais , an der Scarpe; ehe- 
dem Hauptort der Atrebaten, später 
der Grafsch. Artois), Atrebates, 
-tum. — Airebätae, -arum. — Atre- 
baium. - ■ AtrebaUum. — Origia- 
cum. — Xemetäcum. — Nemeto- 
cennay -ae. 

Adj.: Atrebaticus, -a, -um. 
Atrebatensis, -e. 

Einw.: Nemetacenses. 

Arta, 1. St. (Narda, in Türk.-Albanien, 
am Flusse Arta, unfern dessen Mün- 
dung in den 'Meerb. von A.>, Am- 
hracia, -ae. 
Einw.: AmbraciMae. 

Ambracienses. 
S* Meerbusen (im Tonischen Meer), 
Sinus Ambracius. 

Artern, St. (Prov. Sachsen, RB. Merse- 
burg, Kr. Sangerhauson, an der Un- 
strut), Arttsra, -ae, 

Artois, Grafsch. (oinst, im nordwestl. 
Frankreich, etwa das Dep. Pas-de- 
Galais, mit der Hptst. Arras), Ar- 
tesia, -ae. — Ager oder Comitatus 
Atrebatensis. 
Einw.: AtrebCUes. 

Amndel, St. (Hafen in der engl. 
Grafsch. Sussex. am Arun"), Amn- 
tina, -ae. 

Arzerum, s. Erzenmi. 

Ascalon, s. Askalon. 

'Aseension, (Himmelfahrts-)Insel (.im 



Atlant. Ocean, nordwestl. v. St. He- 
lena), InsiUa Ascensionis. 

Aseliaffenburgr, St. (unmittelbare St., 
•bayr. RB. Unterfranken, BezirksA. A., 
amMain), Asciburgum. — Schafna- 
burgum. 
Adj.: Schaf nabvrgensiSj -e. 

Asehersleben, St. (Kreisst. an der 
Eine, Prov. Sachsen, RB. Magdeburg), 
Ascania, -e. — Ascharia, -ae. 

Ascoli, St. (genau: Ascoh-Piceno, ital. 
St. u. Prov. in Mittelitalien [Marken], 
erstere am Tronto), Asculum. — 
Ascultim PicBnwn. — Colonia Ascu- 
lanarum. 
Einw.: Äsculani, -arum. 
Adj.: Asculänus, -a, -um. 
AscalanensiSj -e. 

AseoH di Pu^lia oder 

Aseoli de Satriauo, St. i^ital., in 
Apulien), Asculum Apulum. 

Asien, Weltteil (gröMer, die östl. 
Hauptmasse der Alten Welt, mit 
seinem Festlande ganz auf der nördl. 
Halbkugel gelegen und vom Äquator 
am wÄtesten gen N. reichend, daher 
alle 3 Zonen der Hemisphäre durch- 
schreitend) Asia, -ae. 
Adj.: Asiaticus, -a, -um. 
Asiänus, -a, um. 

Askalon (oder Djoreh), St. )jetzt Ruinen ; 
einst eine der 5 Fürstenstädte der 
Philister in Palästina, am Mittelmeer), 
Ascäi^i. 

Asow, St. (Festg. im südruss. Gouv. 
Jekaterinoslaw, an einem Mündungs- 
arm des Don), Assovia, -ae. — 
Asovium. — Tanais, -is. 

Asowsches Meer (der hördL Teil des 
Schwarzen Meeres, mit demselben 
nur durch die Strafse' von Kertsch 
verbunden), Palus Maeotis. — 
MaeoUs. — Laciis Maeoiictts. 



21 



Aspem 



Aastralien 



22 



Aspern, Dorf (an der Donau, bei 
Wien), Asp^a, -oe. 

Aspropotamo, Fl. (der gröfste des 
nördl. Griechenland ; entspr. auf dem 
Pindus und ergiefst sich der Insel 
Cefalonia gegenüber ins Meer, an 
der Grenze des alten AJ^amanien 
und'Ätolien), Ächelöus {kx^^fpog). 

Assisi, St. (mittelital. Prov. Perugia), 
Asisium. — Asisinatium Muni- 
cipiitm. 

Assuän, St. (am Nil in Oberägypten) 
und Insel, Syene. 

Asti, St. (oberital. Prov. Alessandria, 
am Tanaro), Asta, -ae. — Asta 
CcHonia. — Asta Pompeia. — Civp- 
tos Astensis. 
Adj.: AstensiSj -e. 

Astorgra, St. (span., im eÄemal. Kgr. 
Leon, nördl. * vom Duero) , Augusta 
Asturica. 
Adj.: Asturicensis, -e. 

Asturien, Landsch. (ehemal. Pürstent. 

an der Nordküste Spaniens, die 

getzige Prov. Oviedo), Asturia, 

-ae. — Asturica {sc. regio). — 

Astünim Begio. 

Adj.: AsttiricuSy -a, -n/m. 

Athen, St. (Hptst. des alten Attika, 
zwischen den Flüfschen Kophissos 
und Dissos, 4 St. vom Saronischen 
Meerbusen), Aihenae, -anim{}id^yvai). 

Adj.: AtJieniensis, -e. 

Einw. : Athenienses, -ium. 

Atlantisches Meer oder 

Atlantischer Ocean (Teil des Welt- 
meers zwischen Europa und Afrika 
im 0. und Amerika im W., nördl. 
u. südl. von den beiden Polarmeeren 
begrenzt, nach der Insel Atlantis be- 
nannt), Marc Externum. — Marc 
AÜanUcum. — Oceanus Atlanticus. 
— Oceanus Occidentalis oder Hespe- 
rius, 

Anbe, M. (r. Nbfl. der Seine, mündet 



unweit MarciUy ; danach benannt das 
Dep. Aube, ein Teil der Champagne 
nüt der Hptst. Troyes), Alba, -ae. 

Aueh, St. (Hptst d. frz. Dep. Gers 
[Gascogne], am Gers), Augusta 
Ausciorum. — Ausci, -orum. — 
Climberis. — Clirnberrum. 
Einw.: Auscenses. 

Ane, Goldene, Ebene (fruchtbare in 
Thüringen, zwischen Harz und Hain- 
leite, von der Helme durchflössen), 
Planities Aur'ea. — TempeAwrea. 

Auersperg*, Mktfl. (Stammschlofs der 
. Fürsten im östr. Hzgt. Krain), Arur 
pinti/m, 

Aufenau, s. Ufenau. 
Augsburg:, St. (unmittolb., bayr. EB. 
Schwaben, auf einer Anhöhe zwischen 
Lech und Wertach; Bezirksamt), 
Augusta Vindelicorum. — 
Vindelica, -ae. 
Adj.: AugtMtanuSy -a, -um {sc. 
in Vindelicis). 

Augrst (Basel -Äugst), Dorf (Kanton 
Basel, an Ergolz nnd Rhein; einst 
Hptst. der Holvetier, unter Augustus 
gegründet), Augusta Bauraco- 
rum. — Colonia Baurica. — Bau- 
ricwm. 

Anmale (^Albemarlo , St. (fiz. Dep. 
Nieder-Seine\ Alba Mala, -ae. — 
AR}amarla. — Albeinale. 

Anrieh, St. iLanddrostei, Prov. Han- 
nover, im alten Ostfriesland, am 
schiffb. Treckfahrtskanal, der nach 
Emden führt),^ uricum.- -Auriacum . 

Aüfsig, St. (^bölmi, Kreis Leitmeritz, 
an der Elbe und Biela\ Usta, -ae. — 
Austa. — AusUa. 

Ansterlitz, St. (Mähren, Kr. Brunn, 
an der Litowa\ Austerlitium. — 
SlatMOvia, -ae. 

Australien, Weltteil (Oceanien, be- 
stehend aus dem Kontinent Austra- 
üen im_SO. der Alten Welt, auf der 



23 



Atttan 



Atou 



24 



Grenze des IndLschen und des Grofsen 
Occans gelegen, und aus zahlreichen 
Inseln und Inselgruppen, die jenem 
nö., ö. und so. vorliegen und zum 
Teil der westl. Halbkugel angehören), 
Australia, -de. — Oceania. 

Antun, St. (frz. Dep. Saone- Loire 
[Burgund], am Arroux\ Augusto- 
dunum. — Äeduorum Civitas. 
Adj.: Augustodunensis, -e, 

Antunois, Landschaft (vgl. St. Autun), 
Pctgus Augustodmiensis. 

AaTergrue^ Landschaft (ehemal. Prov., 
Südfrankreich, die jetzigen Dep. Puy 
de Dome und Cantal umfassend, 
Gebirgsland mit dem Oberlauf des 
Allicr und dem Quellgebiot der Dor- 
dogne), Arvertvia. — Alvernia. 
Adj.: Arvernus, -a, -um. 

Anxerre, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Yonne [Burgund] an der Tonne), 
Autesiodorum. — Altisiodorum. 

Anxerrols, Landschaft (ehem. Graf- 
schaft, vgl. St. Äux;en*e\ Gomitatus 
AUiHtodorensis. 

Anxois, Landschaft (im alten Hzgt. 
Burgund, Hptst. Semur; jetzt zu den 
Dep. Yonne und Cote d'Or gehörig), 
Ager Alesiensis. 

Anxonne, St. (befest., frz. Dep. Cote 
d'Or [Burgund], an der Saone), 
AussÖna, -ae. — ATixonia. 

ATallon, 1. St. (frz. Dep. Yonne [Bur- 
, gund], am Cousin), Ah all o, -onis. — 
AbaUum. 

Adj.: AbaUensis, -e. 
2. Insel (im M. Bret, engl. Graf- 
schaft Somerset), Aballus. 

Ayallonois, Landschaft (s. Avallon 1.), 
Pagus AbaUensis. — Abai- 
lonia, -ae. 

ATeiro, St. (Hafen, portug. Prov. Beira, 
an der Mündung des Youga in den 
Strandseo von A.), Averium. — 
Ercobfiga, -ae. — TalaJbfiga. 



ATellino, St. und Provinz ^unteritaL, 
letztere bisher Principato ulteriore, 
in Eampanien; die Hptst. A. am 
Monte Vergine: vgl. Nuces Avel- 
lanae, die schon im Altertum be- 
rühmten Haselnüsse), AbelMnum. 
Adj.: AbelUniLS, -a, -um. 

Avemo oder Tripergrola, See (kleiner 
S. im alten Eampanien, Lagod^Averno 
bei Cumä, alter Vulkankrater mit 
schauerlicher Umgebung, nach Vei'gil 
der Eingang in die Unterwelt. Nicht 
weit davon die sog. Grotte der Si- 
bylle), Laeus Avernus. — Lacus 
Avemi. 

Aversa, Averse oder S* Arpino, St. 

(^unterital. Prov. TeiTa di Lavoro), 
Atella, -a£. 

Einw. : AUllüni, -orum. 

Adj.: Atellanius, -a, -um. 
Atellänus, -a, -um. 

Avido oder A¥dos, Schlofs (der Darda- 
neUon, vgl. Nagara-Kalessi, St. in 
Kleinasien, am Hellespont), Abydus 
Oißvöoq). 
Ayigrnon, St. (Hptst. d. frz. Dep. Vau- 
clusc, am Rhoneflufs), Avenio, 
-onis. — Avenio Caväm/m. 
Adj.: Avenionensis, -e. 
Avemiicus, -a, -um, 

Avigrnonet, Mrktfl. (S. Avignon), Ave- 
nionetum. 

Afila, St. und Prov. (Altkastilien), 
Albicella, -ae. — Arbaeula. — 
AJMa. 

Avlles, St. (Handelshafen in der Span. 
Prov. Oviedo in Asturien), Avilla 
ae.. — Flavionama. 

Avlona, Avlone, St. (Yallona, türk. 
Hafen in Albanien, am gleichen Golf 
des Adriat. Meeres), AiUon. 

ATon, M. (Name mehrerer Flüsse in 
England u. Schottland; A., derNbfl. 
d. Sevem, mündet bei Tewkesbnry; 



25 



Ayranehes 



Baden 



26 



daran Stratford, i&eburtsstadt des 
„Schwans von Avon", Shakespeares), 
Äufona, -e. — Äutona. — Äntona. 

Ayranehes, St. (uralt, frz. Dep. Manche 
[Nonnandie], früher wichtige Fstg.), 
Abrincae, -arum. — Abrincätae. 

— Ingena, -ae. 

Adj.: AhrincatensiSj -e. 

Axiim, St. (alte Hptst von Abessinien, 
westl. von Adowa), Auocumtim. 

Ay, !• St. (frz. Dep. Marne), Ageiurn. 

— Anisiacum. 

i. Fl. (in Schottland), Ems. 

Aya saluk, s. Aia. 

Ayamonte oder Aimonte, St. (Festg. 
und Hafen, span. Prov. Huelva fAn- 



dalusien] , an der östl. Mündg. des 
Guadiana), Aiamontium. — Ay- 
montium. 

Ayr (Air), St. u. Grafsch. (Westküste 
V. Südschottland, Hptst. A. am Clyde- 
busen, guter Hafen), Aera^ -ae. — 
Aerea. — Engena. 

Azineourt, Dorf (frz. Dep. Pas-de- 
Calais), AzincuHum. 

♦ 

Azoren (Flämische oder Habichtsinseln, 
eine zu Portugal gehörige Gruppe 
von 9 Inseln im Atlant. Ocean, unter 
gleicher Breite mit Lissabon; Haupt- 
inseln: Terceira (Hptst. Angi-a), San 
Miguel, Pico und Fayal), Insulae 
Accipitriim. — AzDres. — Insu- 
lae Ela'ndricae. 



B. 



Baalbeek, Balbek, St. (^„Stadt des 
Baal", einst grofse und reiche Stadt 
in Cölesyrien, zwischen Libanon und 
Antilibanon, jetzt unbedeutender Ort 
mit prachtvollen Ruinen des kolos- 
salen Sonnentempels), Heliopolis 
CHkiovTtolig). — Balbeca, -ae. 

Babadagh, 1« St. (Hauptort der Do- 

brudscha in Bulgarien), Vallis Do- 
mitiana. 

S. Berg (-Gipfel des so. Kaukasus), 

Mons Baba. 

Bal>el, s. Babylon. 

Bab-el-Mandeb („Thor der Gefahr"), 
1. Meerenge (zwischen Arabien und 
•Afrika, Eingang zum Roten Meer, 
dann die von den Engländern be- 
festigte Insel B. oder Perim), Fretum 
BabehnandElum . 

3. Vorgebirge (ebds.), PaJindrömos 
{UaXlvÖQOfjLoq axQa = „Kehrum!"). 

3« Insel (vgl. 1.), Insula Bdbel- 
mandelia. 

Babenhausen, Bebenhausen, St. (hess. 



Prov. Stai'kenburg , Kr. Dieburg, an 
der Gersprenz), Babenhusa. — 
Bebiana. — Castra Fabiana. 

Babylon (Babel), St. (jetzt Ruinen der 
uralten Hptst. von Babylonien, zu 
beiden Seiten des Euphrat, jetzt Iral' 
Arabi)., Bal)ylöny -ö^nis. 

Baeehigrlione, Fl. (Küstenfl. im Vene- 
tianischen, im Oberlauf Timonchio 
genannt, von Vicenza an schiffbar), 
Bacchilio. — Medoäcus (Mt- 
duäous) Minor. 

Bacharaeh, St. (^Rheinpro^dnz , RB. 
Koblenz, Kr. St. Goar, 1. am Rhein), 
Baccharäcum. — Bacchiära. — 
Ära {Ante) Bacchi. 
Adj.: Baccharacensis, -e. 

Badajoz, St. (span, Prov. "und Grenz- 
festg. [Schlüssel zu Portugal], Teil 
von Estremadura, am Guadiana), 
Fax Augusta, — Colonia Paeen- 
cis. — Badia, -ae. — BathEa. 

Baden, 1. Grhzgt. (SW. Deutschlands, 



27 



Badenweiler 



Baja 



28 



8. u. w. vom Rhein begrenzt), Bada, 
ae. — Badena, -ae. 

Adj. : Badensis, -e. 
Badduensis, -€. 

2. St. \in Baden, gew. Baden- 
Baden gen., Er. B., am FuTs des 
Schwarzwalds u, am Oosbach), Ci- 
vitas Aurelia Aquensium. — 
Bada, -ae. — Badeiia. — Aquae. — 
Aurelia Aqu>efisis. — Aqwie Suevi- 
cae. — Thermal Inferiores. — 
CasteUum Aquarum. 

3« St. (in Ostreich), Therm ae 
Austriacae (oder Austriacorum). 

— BadSna, -ae. — Äquale Panno- 
nicae. 

4« St. (Schweiz. Kanton Aargau, 
auch Oberbaden gen.), Aquae Hel- 
vetiae. — Thermae Helveticae. — 
Ad Aquas Helvetias. — TJiermo- 
polis. — Thermal Superiores. — 
Castellum (oder Vicus) Thermarum. 

-Badenweiler, Mrktfl. (bad. Kr. Lörrach, 
Amt Müllheim, am Fufs des Schwarz- 
walds [Blauen] mit wohlerhaltenem 
römischenBade und Schlofstrümmem), 
Badenvilla, -ae. — Castrum 
Bade^iviUense. 

Bafa, St. {Insel Cypom [Kebris], am 
Ostendo des Mittelmeeres), Pap hu g. 

— Paphos {nd<pog). 

BagraDO (Baccano, La Vacca), M. (kl., 
• in Etrurien), Cremera. 
Adj.: Cremere^isis, -c. 

Bagdad (Bagdct, Baldach), St. (asiat. 
Türkei, Prov. Irak Arabi, 1. am Tigris, 
r. am Fl. die Ruinen von Alt-Bagdad, 
der Kalifenresidenz), BagdUduni. — 
Bagd^tum. — Bagdetia. — Babylon 
Nova. 

Bagrnara, St. (unterital. Prov. Calabria 
Ultra I), Port US Orestis. 

Bagrndres, St. und Bad (Grafsch. Bi- 
gorre [Gascogne] in Südfrankreich), 
Aquae Concenarum. — Thermae 
Onesiae. 



Bagrn^res de Bigrorre, St. (Landsch. 
Armagnac, frz. Dep. des Hautes- 
Pyrenees, am Adour und am Aus- 
gang des Kampanerthals), Vicu» 
Aquensis. 

Bagrn<^res de Luehon, St. (Landsch. 
Armagnac, frz. D^. Haute-Garonne), 
Bagneriae (sc, Thermae), 

Bagrnols, Bad (frz. Dep. Ome [Nor- 
mandie]), Balnea, -orum, — Bai- 
neölis. 

Basels -les.-Bains, Bad (frz. Dep. 
Lozere [Languedoc]), Balneölum. 

Bahia oder San Salrador, St (Hptst 
der Prov. B. im so. Brasilion, an 
der Allerheiligenbai, erster Handels- 
hafen und älteste Stadt von Br., 
Festung, Erzbist.), Soteropolis. 

Bahia de Cadiz, Hafen (von Cadiz, 
an der Südsp. von Andalusien), Por- 
tiis Gaditanus. 

Bahia de totes os Santos, St. (s. Ba- 
• hia), Portus omnium Sanctorum. 

Bahr-el-Ablad, Fl. („der Weifse Fluis", 
welcher mit dem Bahr-el-Airek zu- 
sammen den Nil bildet), Astasqbas. 
— Astusapes. 

Bahr-el-Azrek, Fl. („der Blaue Flufe^', 
vgl. d. vor. W.), Astapus. 

Bahr-el-Kolsum oder 

Bahr Assuez, Meerb. (von Suez), 
Sinus Heroopoliticus. -^ Sinus 
Herous. 

Baierii, s. Bayern. 

Bailleul oder Belle, St. (frz. Dep, 
Nord [Flandern]), Balliölum. — 
Balliola. — Belliölum. — Belgiblum, 

Balndt, Weiler (wüi-ttemb. Donaukreis^ 
Obera. Ravensburg, ehem. Cister- 
ciensemonnenkloster) , Abhat ia 
Bintensis. — Horius Floridus. 

Baireuth, s. Bayreuth. 

Bf^a, Baja, St. (einstm., jetzt kl., fast 



29 



Bf^onne 



Barby 



30 



verödeter Ort an der kampanischen 
Küste bei Neapel), Batae, -arum. 
Adj.: Baianus, -a, -vm. 

Bajonue, s. Bayonne. 

Balaton (ungarischer Name dos Platten- 
sees), Sinus Balatinus. — Vol- 
ceae Palus. — Peiso. 

Balbek, s. Baalbek. 

Balearen (Schlenderinseln), Inselgruppe 
(im Mittclmeer, vor der Ostküste 
Spaniens, bestehend aus Mallorca, 
Menorca und Oabrera, bilden mit den 
Pityusen [Iviza imd Formentera] die 
span. Prov. Baleares), Insulae Ba- 
leüres. — Gymnesiae. 

Balfrusch (Barfurusch), St. (pei-s. Prov. 
Masenderan, Handelsstadt [russ. Han- 
del]), Oracana, -ae. — Orocana. 

Balkan (Tschengje), Gebirge (bulgarisch- 
thrak. Scheidegeb. in der Türkei, von 
W. [bei Ichüman] gegen 0. zwischen 
dem Donau- und Maritzagebiet bis 
zum Schwarzen Meer ziehend), 
Haemus (Aifiog). 

Adj.: HaemimontanuSy -a, -um. 

Balkh, St. (in Turkistan, Khanat Kun- 
duz, in fruchtbarer Bewässerungs- 
ebene), Bactr.a, -orum. — Alexan- 
dna {sc, Bactriana)^ -ae. — Za- 
riaspe, -es. 

Balsora, St. (am Pers. Meerbusen), 
Terodmi. 

Baltimore, St. (Hptst. von Maryland 
in Nordamerika, an der Chesapeak- 
bai, 3. Handelsplatz und Hauptsitz 
des Katholicismus in den Verein. 
Staaten, mit der Maryland-Universi- 
tät)^ BalatiniOra, -ae. 

Baltisches Meer, .s. Ostsee. 

Baltiseh-Port, Hafenstadt (am Finn.* 
Meerb. in Estland), Portus Balticus. 

Bamberg", St. (unmittelb., bayr. RB. 
Oberfranken, an der Regnitz, in 
welche daselbst der Ludwigskanal 



tritt), Pabeberga, -ae. — Pavonis 
Mons. — Bamberga. 

Banat, Landsch. (in Ungarn [urspr. 
-überhaupt ein von einem Ban re- 
gierter Bezirk; insbes.] die Komitate 
Temes, Torontal und Krasso um- 
fassend, Hptst. Temesvar), Dada, -a£. 

Banff, St. und Grafsch. (nördl. Schott- 
land, Hptst. B. an der Mündung des 
Deveron),, Banfia, -ae. 

Bangor, St. 1. (nördl. Wales, Gr. 
Caemarvon, an deifMenaistrafse, mit 
der Britanniabrücko), Bonium. 

S. (Hafen im nordamerikanischen 
Staate Maine), Bangoria, -ae. 

Bafios, St („Bäder^^, Name zahlreicher 
spanischer Badeorte, ebenso BaSolas), 
Aquae Calidae. 

Bapauiiie, St. (frz. Bep. Pas-de-Calais), 
Balma, -oe. ^ — Bapalina, -ae. 

Bar, St. (westruss. Gouv. Podolien 
[Ukraine]), Bar um. — Barium. 

Bar (Barois), Hzgt. (ehem., zwischen 
Frankreich und Deutschland, im 
15. Jhdt. mit Lothringen vereinigt, 
das jetzige Depart. Maas, Hptst. Bar- 
le-Duc), Barr um. — Ducatus 
Barrensis (oder Bariolunensis). 

Baranya, St. (in der Baranyer Gespann- 
schaft jenseits der Donau, zwischen 
Drau und Donau), Baranivarium. 
— Baranga, -ae. — Varonianum. 

Baranyer Gespannsehaft (Ungar. Ko- 
mitat, vgl. Baranya\ Comitatus Ba- 
rangensis. 

Barbados, Insel (iQ. Antillen, seit 1624 
britisch, gröfstenteüs Korallenfels; 
Hptst. Bridgotown), Barbäta, -ae. 

Barby, St. (u. bis 1659 Grafsch., Prov. 
Sachsen, RB. Magdeburg, Kr. Kalbe, 
1. an der Elbe, wenig unterhalb der 
Mündung der Saale), Barbium. — 
Comitatus Barbiensis. 



31 



Barcelona 



Basilipotamo 



32 



Barcelona, St. u. Prov. (span., Kata- 
lonien, Hptst. amphitheatralisch am 
Mittelmeer, Vorstadt Barcelonöta 
«^ Barcinona^^ Barcino, -ünis. — 
Faventia, 
Adj.: Barcinonensis, -e. 

Bardowiek, Mrktfl. (Prov. Haimover, 
Landdrostei Lüneburg, an der Il- 
menau, einst der reichste Handels- 
platz Norddeutschlands\ Bardenu- 
vl£um. — Bardovlcum. — Barde- 
mcum. 

Bardges, Thal (frz. Dep. des Hautes- 
Pyrenees\ Baredgina Vallis. 

Barflenr, St. (Hafen, frz. Dep. Manche, 
Halbinsel Cotentui\ Barafletum. 

Bari (Terra di B.), Prov. u. St.^ (Heu 
von Apulien; Hptst. Bari delle Puglie, 
am Meere"), Bai' tum. — Barum. 

Barka (Barguah), Küstenland (Hoch- 
land in Nordafrika am Mittelmeer, 
zwischen der Grofsen Syrte und 
Ägypten bis zur Libyschen Wüste 
reichend, gesegnetes, queUenreiches 
Weideland, mit vielen Kuinen des 
Altertums), Regio Cyrenaica. — 
Fentapolis. — Regio Pentapolitana. 

B«r-le-Duc, St. (^Hptst. d. frz. Dep. 
Maas, am Omain, vgl. oben Bar), 
Barium Ducis. — Barrodücum. 

Barletta, St. (Hafen in der unterital. 
Prov. Terra di Bari, am Adriat. 
M.), Barulum. — Baroltim. — 
Barum. — Barletta, -ae. 

Barrois, s. Barois. 

Barrow, PL (in Mand, entspr. in Kü- 
daro, wird nach Vereinigung mit dem 
Nore und Suir schiffbar, bildet bei 
Waterford einen der besten Häfen 
Irlands), Barroius. — Birgits. 

Bars (.gespr. Barsch^ Gespannschaft 
(Ungar. Komitat, Kr. diesseits der 
Donau, Hptst. KremnitzV Comitatus 
Barsensis. 



Bar-sur-Aube, St. (frz. Dep. Aube 
[Champagne], An der Aube), Barium 
ad Alhulam (odei* Äibam^. — 
Segessera. 

Bar-sur-Seine, St. {hz. Dep. Aube 
[Champagne], an der Seine), Barium 
ad Sequanam. 

Barten, St. (Prov. Ostpreufsen, RB. 
Königsberg, Kr. Eastenburg, alte 
Ordensburg), Bartonia, -ae. — 
Bartmiium. 

Barth, St. (Prov. Pommern, RB. Sti-al- 
sund, Kr. Franzburg, Hafen für kleine 
Schiffe), Barthum. — Bardium. — 
Bar dum. 

Adj.: Bardensis, -e. 

Bartsch, FL (,r. Nbfl. der Oder, entspr. 
in sumpfiger Gegend bei Adelnau in 
Posen, nciündet bei Schwoisen in 
Schlesien), Bartha, -ae. — Barus- 
sus. — Barissus. 

Baruth (in der Mark), St (Prov. Bran- 
denbui-g, RB. Potsdam, Kr. Jüterbog- 
Luckenwalde, am Fufse dos MämingV 
Barutha, -ae. 

Baschkiren (.eigtLBaschkurt == Bienen- 
züchter), Völkei-schaft (^russ. Gouv. 
Perm, Orenburg tmd Samara, am 
Südui-al, tatarischen, nach Neueren 
finnischen Stammes, mit tüi-kischer 
Sitte -und Sprache, teils sefshaft, 
teils nomadisierend), BecMrae. — 
Bechtri. 

Basel, St. und Kanton (nordwcstl. 
Schweiz, am Rhein), BasilSa, -ae. 
— Basilia. — Basula. — Colonia 
Rauracorum. 

Basilicata, Prov. ^und Principato 
Oltra, imteritaL, in Kalabrien, Hptst. 
Potenza) , Provincia Äc k er o n - 
tia. — Lucania. 
Einw.: Liicäni. 
Adj.: Lucanicus.-a, -um. 

Basilipotamo, PI. (^„Königsfluls^S 
Hauptfl. I^koniens, an dem Sparia 



33 



Basken 



Bazas 



34 



lag; mündete in den Lakonischen 
Meerbusen), JEwütas, -ae (Ev^akag). 

Basken (Vasconen), Völkerschaft (ur- 
alt, zu beiden Seiten der "Westpyre- 
näen; in Frankreich im Dep. des 
Basses -Pyrenees, in Spanien die 
Hauptbevölkerung von Navarra und 
den gebirgigen, sogen. 3 Baskischen 
Provinzen: Alava, Guipuzcoa, Bis- 
caya; in ihrer eigenen Sprache 
EuscaMuiiac [das Land ^Euscdleria] 
genannt), Vaacönes, 
Adj.: VasCönicus, -a, -mw. 

Baskisehe ProTinzen, Landschaft 
(s. Basken, bei den Spaniern : las Pro- 
vincias Vascongadas), Vasconiay -ae. 

Bassäno, St. (obental. Prov. Vicenza, 
an der Brenta), Passänum, 

Bassäno, Lagro di — , See (im ehe- 
mal. Kirchenstaat), VadimOnis Locus. 

Bassigrny, !• Landschaft (frz. Dep. 
Haute -Marne, Hauptst. Langres), 
Basstnia, -ae. — Äger Bassi- 
m'acus. 
2. St. (ebds.), Bassiniacum. 

Bastia, St (Fstg. u. Hafen, NOküste 
Korsikas, frühere Hptst. d. Insel), 
Mantinorum opjpidum. — 
Bastia, -ae. 

Bastille, Kastell (von Paris, überh. 
festes Schlofs mit Türmen; das am 
14. JuU 1789 zerstörte Staatsge- 
föngnis), Arx Farisiorum. 

Bastogrne, Bastogmaek, St. (eigtl. 
„Bastnach", im belg. Luxemburg), 
Bastonia, -ae. — BastonüLcum, — 
Belsoviäcum. 

Bath, St. (engl. Grafsch. Somerset, am 
Avon, das berühmteste Bad Eng- 
lands), Bathonia, -ae. — Mons 
Badonius. — Aquae Sölis. — Aquae 
Galida^. — Therm ae Bräannicae. 

Batscher Gespannschaft (ungar. Komi- 
tat), Comttatus Bacsiensis. 

Saalfeld, Geograph. Handbücblein. 



Bantien (Budissin), St (sächs. Kreis- 
hauptmannsch. B., Amtshauptmann- 
schaft, an der Spree, auf einem Gra- 
nitfelsen), Budissa, -ae. — Btidis- 
sina. 
Adj.: Btidissinensis, -e. 

BaTay, St. (kl, frz. Dep. Nord), Bavn- 
cum. — Bagäcwm. — Ba>cäcum 
Nerviorum. 

Bayern, Königreich (der ösüichste und 
gröfste Staat Süddeutschlands, aus 
zwei getrennten Teilen, dem gröfsereu 
östüchen Hauptteil und der Pfalz 
jenseits des Kheins bestehend), Ba- 
varia, -o«. — Baioana. — Boiaria. 
Einw.: Baväri. 
Adj.: BavaricuSj -a, -i*m. 

Bayonne, 1* St. (frz. Dep. des Basses- 
Pyrenees, am Adour, nahe dem 
Meere; Erfindung der BajonetteV 
Baiona, -ae. — Lapurdum. — 
Baiona Aquitanica. 

2« St. (in Spanien, Bayona), Baimma 
ad Minium. 

3« Bayonnisehe Inseln (an der 
S!üste von Galicien in Spanien). 
Deorum Insulae. — Baionae 
Insulae. 
Bayreuth, 1. St. (unmittelb., bayr. 
RB. Oberfranken, am Roten Main 
Bezirksamt), Barüthum. — By- 
rüthum. 
Adj.: Baruthlnus, -a, -um. 

Byrwthensis, -e. 
2. Fürstentum , Marchi&natus 
Cuhnbacensis. 
Baza, St. (span. Prov. Granada), BaMi, 

•orum. 
Bazadois, Landsch.(Frankr., Gascogne), 
Ager Vasatensis. 

Bazas, St. (kl., Gascogne, im Bez. 
Bazadois), Vasätae. — VasOtes. — 
Civita^ Vasatica oder Vasaiium, — 
Cossio, -onis. -*■ Cossium. 
Adj.: Vasaticus , -a, -ww. 
Vasatemis, ^. 
2 



35 



Btem 



BcdfOTd 



36 



B^am, Landschaft (ehem. Fürstentum 
im SW. Frankreichs, etwa'd. heut 
Dep. des Basses -Pyrenees; Hptst. 
Pau), Bearnia, -de. — Beneamia. 

— Beneharma. — Benechamvm. 
Einw.: Benehamii. 

Adj.: Benefiarnensis, -e, 

Beat, St«9 St (frz. Dep. Haute-Garonne), 
Famim S. Beati. 

Beaueaire, St (frz. Dep. Gard [Langae- 
doc], am Rhonefl.), Belloquadrum. 

— Belloquadra. — BeUicadrum. 

Beauee, Landschaft (auch Beausse, 
Pays Chartrain, ehem.. frz. Prov. in 
Orleanais, Hptst Chartres),5cte«a, -ae. 

Beaufort, St (in Anjou, frz. Dep. 

Maine-Loire), Bellumforte. — 

BeUofortium. — BeUofordia, -ae. — 

BeUefordda, 
Beaugeney, St (fr^. Dep. Loiret, sw. 

von Orleans), Balgentiacuvi. 

Beaujea, St. (Hptst. der Landsch. 
Beaujolais, in Lyonnais zwischen 
Loire und Saone), Belliiocum. — 
Belloiocum. — Belloiovium. — Bellu- 
siocus. — Baniovium. 

Beaujolais, Landschaft (s. Beaujeu), 
Ager Belloioviensis. — Äger 
BeUiiocensis, 

Beaulieu, 1. St (an der Loire in 
Frankr.), Bellus Locus ad lAgerim. 

Um St. (Dep. Correze in Mittel- 
frankreich), Bellus Locus ad Dura- 
nium. 

3« St. (frz. Dep. Indre), Bellus 
Locus ad Ingerhn. 

4. Mrktfl. (frz. Dep. Vendee), 
Bellus Locus. 

Beaumaris, St. (Hptst. u. Seebad der 
Insel Anglesea, am Menaykanal), 
Bellomariscus. 

Beaume (Chateau-Landon), St (nach 
andern Montargis, im Lande der 
Senones)^ Vellaunodunum. — 
Vellaudunum, 



BeaaiDMit, 1. Landvogtei (in der frz 
Schweiz), Bonus Mons. 

2* St (niederl. Provinz Hennegau 
[Le Hainaut]), Bellomontium. — 
Bellus Mons. 

3« St. (frz. Dep. Haute-Garonne), 
Bellomontium. 

Beaamont-en-Argone, St (frz. Dep. 
des Ardennes, südl. von Sedan), 
BeUomontium in Argona. 

Beaumont-Ie-Bogrei*, St (frz. Dep. de 
l'Eure), Bellomontium Bogerii, 
Bellamontium. — Bellotnontium. 

Beaamont-le-Ticointe, St. (frz. Dep. 

de la Sarthe)^ Bellomontium Vice- 

cotnitis. 
Beaumont-siir-Oise, St (frz. Dep. 

Oise, am r. Nbfl. der Seine), Bellus 

Mons. 

Beaune, 1. St. (frz. Dep. Cote d'Or 
[Burgund], an d. Bouzeoise), Buna, -ae, 

la Rolande, 2. Mrktfl. (frz. 

Dep. Loiret, nordöstl von Orleans), 
Belna Rolandi. 

BeauTais, !• St (Hptst. des frz. Dep. 

Oise [Isle de France], am Therain), 

Belloväcum. — BeUovacorwm Ci- 

vitas. — Caesaromügus. 
2. Landschaft (s. 1), Agei^ Bdlo- 

vacensis. 
Bebenhausen, !• s. Babenhausen. 
2* Kloster (Dorf,württemb,Schwarz- 

waldkreis, OberA. Tübingen, am Gol- 

dersbach im Rhönbuch), Castra 

Fabiana. 

Beekum (Beckem), St. (Kreisst, RB. 
Münster, Prov. Westfalen, an der 
"Werse, in hoher Lage in der Wasser- 
scheide zwischen Ems und Rhein), 
B ecken a, -as. — Confhtentia West- 
falica. 

Bedford, Grafsch. u. St. (südöstL. Eng- 
land, die Hptst. an dem schiffb. Ouse), 
Bedfordia, -ae. — Lectodurum. 
Adj.: Bedfordtensis, -e. 



37 



Bedfort 



Belvedere 



38 



Bedfort, St (im Sundgau, Ober-Msafs), 
Beforti%im. 

Bediainen (Bedäwi = Kinder der 
Wüste), Völkerschaft (die nomadi- 
sierenden Bewohner der Wüsten- 
länder Arabiens, Syriens und Nord- 
afriias, Bekenner des Islam), Be- 
duini. — Cedrei. — Cedarienses. 
— CedarBni. 

Beilstein, St. (württ. Neckarkreis, 
OberA. Marbach, mit Burgruine), 
Bilestlfmm. 

Beirat, St. (an der syi*. Küste, wich- 
tigster Hafen- und Handelsplatz 
Syriens), Berytus {BriQvxoq). — 
Colonia Felix luUa. 

Bcjja, St (portug. Pi-ov. Alemtejo, 
zahlr. röm. u. maur. Baureste), Fax 
Julia. — Begia, -ae. — Colonia 
Pa^cenßis, 

Bejar, 1. St. (span. Prov. Salamanca, 

am Cuerpo de Hombre), Apiarium. 

2. St. (Amerika, im inneren Texas, 

am San Antonio), Beiarium Sti. An- 

torUi. 

Beiehen, Berg (zweithöchster im 
Schwarzwald, südl. von Freiburg, 
mit dem Belchenpafs, welcher aus 
dem Wiesenthal ins Münsterthal 
führt; auch Name mehrerer Berge 
im Wasgenwald), Beleus. — Peleus. 

BeUm (= Bethlehem), St. (Vorstadt 
von Lissabon, ehedem selbst. Flecken, 
an der Tejomündung, kgL Schlofs u. ' 
ehemal. Kloster, jetzt Waisenhaus), 
BelSmum. — Bethlehemum. 

Belgard, St (Kreisst., RB. Köslin, 
Prov. Pommern, am Einflufs der Leit- 
nitz in die Persante), NandraXba, -ae. 

Beigern, St. (Kr. Torgau, RB. Merse- 
burg, Prov. Sachsen, an der Elbe), 
Belgra, -ae. — Belgora. 
Adj.: BeHgrS/nus, -a, -wm.. 

Belgien, Königreich (an der Nordsee 
zwischen Holland, Preufsen und 



Frankreich, das am dichtesten be- 
völkerte Land Europas), Belgica, 
-oe. — GaMia Belgica. 

Adj.: Belgicus, -a, -um. 

Einw.: Bdgae. 

Belgrad (Griechisch-Weifsenburg), St 
(Hptst von Serbien, am "RinAnfa der 
Sau in die Donau, Festung), Bei- 
gradum. — BeUogradum. — Alba 
Graeca, — Alba BtUgarica. — 
Singidünum. — Tauranum. 
Ad^: Belgradensis, -e. 

Bellegarde, Felsenfestung (frz. Dep. 
des Hautes-Pyrenees, an der von 
Perpignan nach Katalonien führenden 
Pyrenäenstrafoe, deckt den Übergang 
über den Col de Pertui§), Belli- 
gar dum. — Bellegardia, -oe. 

Belle-lJBle, Insel (befest., im Atlant 
Ocean, an der Südküste der Bretagne, 
zum frz. Dep. Morbihan gehörig), 
Bellinsula. — Caiottesus. — 
Pulchra Insula. 

BelliDzona (Bellenz) , St. (Schweiz. 
Kanton Tessin, am Tessin u. an der 
Grotthardbahn), Baltiona, -ae. — 
Belenizofia. — BeUinzonium. — 
Belitionis Castm/ni. 

Belluno, St. u. Prov. (ital., Venetien; 
Hptst. B. zwischen den Flüssen Piave 
und Aldo), Bellunum, — BelununL 
— Bu^lünum. 

Belt, Grofse, Meerenge (zwischen den 
dänischen Inseln Seeland und Fünen, 
trotz Untiefen und starker Strömung . 
ziemlich viel befahren), Fretum BaJ- 
ticuni Maius. 

Belt, Kleine, Meerenge (zwischen der 
dän. Insel Fünen imd dem Festland 
von Jütiand, weniger befahren), Fre- 
tum Balticum Minus. 

Belvedere, !• Ort (Westen Siciliens), 
Bdvedsra, -ae. — Eu/ryältts. 
2« Provinz (auf der Halbinsel 

2* 



39 



Bender 



Berg-helm 



40 



Morea in Griechenland), Eli 8, -is 
tu 'idis, — Ekorwm Begio. 

Adj.: Eleits, -a, -um. 
Wias, -adis. 

3. (Caloscopi) Dorf (auf Morea), 
Caldscopium. — Mis, 4$ u. -w?i«. 

Bender, St. (befest., mss. Gouv. Bess- 
. arabien, am Dnjestr, mit Citadelle), 

Bendra, -ae. — Bendera. — Ti- 

ginwm. 
Adj.: Bendrensis, -e. 

Benediktbeuren, Dorf (bayr. EB*. Ober- 
bayem, BezirksA. Tölz, am Pofse der 
Alpen, mit ehem. sehr wichtiger 
Benediktinerabtei), Ähbatia Buo- 
V eng 18. — Coenohium Benedicto- 
beurense» 

Benerento, St. u. Prov. (ital., Kam- 
. panien , Hptst. B. am Sabate und 
Calore), Beneventum. 
A4j.: Benevewtänus, -a, -um. 

Bengalen, Meerbusen von (Teil des 
Indischen Oceans zwischen Hinter- 
u. Yorderindien), Bengalae Sinus. 
— Sinus Gangeticus. 

Bengrazi, Seehandelsplatz (in TripoUs 
in Afrika, Landschaft Barka), Bere- 
nice. — Hesperis, -idis. — HadrianS. 

Bentheim, 1. Grafschaft (der standes- 
herrlichen Fürsten von Steinfurt-B., 
^ s. 2.), Camitatus Benthemius 
oder BeTvthim^nsis. 

3. St. (Kr. LLngen, Landdr. Osna- 
brück, Prov. Hannover), Benthe- 
mium. — Bentkimia, -ae. 

Berann, St. (Böhmen, am Zusammen- 

flufs'der Beraunka u. litawka; erstere 

ein Nbfl. der Moldau), B§rauna, 

-ae. — Beraunium. — Verona, -ae. 

Adj.: Veronensis, -e. 

Berauner Kreis (s. Beraun), Oireulus 
Veronensis. 

Berberei, Küstenstaaten (des nord- 
westl. Afrika : Marokko, Algier, Tunis 



[Atlasländer] u. Tripolis), Barbar ia, 
-ae. — Berberorum Terra. 

Berehem, s. Bergheim. 

Berei^her Komitat (ungar.. Kr. dies- 
seits der Theifs, in den Karpathen), 
Crnnitoitus Befreghiensis. 

Bereghszäsz, St. (Hauptort des Beregher 

Komitats), Berechia, -ae. 
Ber^, Heiliger (bei Heidelberg), Pirus. 

Berg, Hrzgt. (ehem., umfafst Teile der 
preufs. RB. Arnsberg, Köln und 
Düsseldorf), Ducatus Montanus 
oder Mmvtensis. — Ducatus Ber- 
gensis. 

Berga, St. (an der Elster, Sachsen- 
Weimar -Eisenach, 5. Verwaltungs- 
bezirk [Neustadt a. d. Orla]), Ber- 
ginium. 

Bergamaseo, Landschaft (oberitaL 
Prov. in der Lombardei), Äger Ber- 
gamensis. — Territorium Berga-- 
mense. 

Bergamo, 1. St.. (Hptsi von Berga- 
maseo), Bergomum. — Bergämum. 
Adj.: Bergomas, -ätis. 

Bergomensis, -e. 
Einw.: Berg<ymätes, Bergamasken. 

S. Stadt in Mysien, s. Pergamo. 

Bergen, 1. (auf Rügen), St. (Kr Rügen, 
RB. Stralsund, Prov. Pommern), 
Berga, -ae. 

3* (oder Mons) St. ' (niederländ. 
Provinz Hennegau), Berga, -ae. — 
Montes, -dum. — Mons Hawnoniae. 

Adj.: Montö/nus, -a, -um. 

3« St. (IQ Norwegen, Stift B., an 
der Ostseite desLon^eld), Berga, -ae. 

Einw.: Bergenses, -ium. 

Bergen op Zoom, St. (starke Festg. 
in der holländ. Prov. Nordbrabant, 
am Einflufs der Zoom in die Ost- 
scheide), Berga ad Zomam. — 
BerdzDma. 

Bergheim (Berehem), Mi-ktfl. (Kreisst., 



41 



Betgstrafse 



B«iT]r 



4S 



EB. Köln, Rheinprov., an der'Erft 
und am Fufs dßr Ville) , Tiberiäcum. ^ 

Bergstraf se 9 Strafse (von Dannstadt 
am Odenwald entlang bis Heidelberg, 
12 Stunden lang, in fruchtbarster 
Gegend), Via Montana. 

Bergues, St. (befest., frz. Dep. Nord), 
Bergita, -a£, 

Bergzabern, St. (Bezirksamt, bayr. 
EB. Kalz, am Erlbach und Wasgen- 
wald), Tabema^e Montanas, 

Beria, s. Vena. 

Berlenga, Insel (dürrer Fels an der 
portug. Küste [Estremadura] , , bei 
Peniche), Erythia, -ae. 

Berlin, St. (Hauptstadt des Deutschen 
Eeiches und des Königreichs Preufsen, 
selbständiger Stadtkreis, zu beiden 
Seiten der Spree in einer Ebene), 
"BeroUnum. 
Adj.: BeroUne^nsis, -e. 

Bermudas- (oder Somers-) Inseln 
(Gruppe von über 300 Koralleninseln 
und Klippen im Atlantischen Ocean, 
zu Britisch - Nordamerika gehörig ; 
nur 8 bewohnt, wichtig als Schiff- 
fahrts- und MiÜtärstation; Hauptst. 
Hamilton, ein atlantisches Gibraltar), . 
Insulae Äestivae. — Instüae 

- Someriae. 

Bern, 1. Kanton (zweitgröfster, in der 
Schweiz), Pagus Bernensis. — 
Fa^gus Bemensium, 

Adj.: Bernensis, -e. 

ftm St. (an der Aar, Hptst. der 
ganzen Schweiz), Berna, -ae. — 
Arctopolis. 

Einw. : Bemätes. 

Bemay, St. (frz. Dep. Eure [Norman- 
die]), Berna cum, — Bemaywn, 

Bernbarg, St. (Kreisst, Hzgt. Anhalt, 
zH*beiden Seiten der Saale), Bern- 
bürg um. — Ursopolis, — Arcto- 
polis ad Saiam, 



Bernhard, Grofser, St., Berg (der 
Walliser Alpen, mit stets gangbarem 
Passe zwischen Martigny und Aosta ; 
berühmtes Hospiz), Mons Fen- 
fttnus, — StMiimus Fenmnus, — 
Mons Sti, Bemardi MoAor. 

Bernhard, Kleiner, St., Berg (der 
Grjyischen Alpen , Pafs aus Savoyen 
in das Thal von Aosta, Hospiz), 
Graius Mons. — Mons Sti.Ber- 
nardi Minor. — Mons Columnae 
lovis. 

m 

Bernhardiu, Berg (und uralter Gebirgs- 
pafs in den Graubündner Alpen, über 
welchen die Strafse aus dem Hinter- 
rheinthal nach dem Misoxerthal in 
den Kanton Tessin bis Bellinzona 
führt), Ckdmen Sti. Bemardini, 

Bemkastel, St. (Kreisst., EB. Trier, 
Eheinprovinz , r. von der Mosel), 
Castellum Mosellänum. — 
Tahemae MoseUanicae. — CaMeUum 
Tabemarum. 

Bemried, Dorf (ehem. Probstei, bayr. 
EB, Oberbayem, BezirksA. Weil- 
heim), Beronxcum. — Verrm- 
lacum. 

Bemstadt, St. 1. (Prov. Schlesien, 
EB. Breslau, Kr. Öls, an der Weida), 
Bernstadium. -^ Berolstadia, -ae. 
2* (Kgr. Sachsen, Kreish. Bautzen, 
Amtsh. Löbau, an dei* Plietnitz), 
Berolstadia LusaJtiae. 

Bernstein, Si (in der Neumark, Prov, 
Brandenburg, EB. Frankfurt a. 0., 
Kr. Soldin, ehem Cistercienserkloster 
an einem See), Berostonum. 

Berry (Bern), 1. Landschaft (im mitt- 
leren Frankreich, 1. an der. Loire, 
Dep. Indre-et-Cher; die Einw. Ber- 
riohons oder BeiTuyers), Fagus Bi- 
torinus. 

2. Herzogtum (für apanagierte 
Prinzen), Dueatus Bituricensi9, 



43 



Berwtek 



BldMS6» 



44 



Berwiek, !• Gnifiscliaft (früher Merse, 
südL Schottland, Hptst. Greenlaw), 
VaJenHa. 

9* (npon Tweed) St. (engL Grafisch. 
Northnrnberlaad, am Tweed, Grenz- 
stsAt gegen Schottland), Barovt- 
cum. — Tuesis, 

Besan^^n, St j^Hptst des frz. Dep. 
Donbs, am Donbs, Citadelle), Veson- 
tio, — Visontium. — Bisantitwi. 
Adj.: Vesonticus, -a, ■^tm. 

Besisrheim, St. (Bezirksamt, württ. 
Neckarkreis, auf einem Bergrucken 
an der Mündung der Enz in den 
Neckar), Besighamium, — Besig- 
hemium. 

Bessarabien, Prov. (südruss Gouy., 
zwischen Dnjestr, Pruth u. Schwar- 
zem Meer; Bevölkerung gemischt aus 
Rumänen, Bulgaren, Griechen, Ta- 
taren, deutschen Kolonisten; Hptst. 
Kischinew), Bessarabia, -ae. — 
Getarumi Desertum. 

Bessin, Landschaft (Niedemormandie, 
Dep. Calvados, Hptst. Bayeux), Ager 
Bagisinus, — Ager Bagocasnnus. 
— TractiAS Baiocensis. 

Bethlehem (Haus des Brodes), St. (im 
alten Palästina, 1 Meile so. von Jeru- 
salem, Geburtsort unseres Herrn 
Jesu Christi, auch Davids), Bethle- 
hSmtim, 

Bethune, 1. FL (franz. Dep. Basse- 
Seine), mündet bei Dieppe in den 
Kanal), Bethtma, -ae. 

S* St. (befest, im frz. Dep. Pas- 
de-Calais, an der Brette), Bethtmia, -ae. 

Beuren, Mktfl. (in Schwaben u. Baden), 
Brigobanna, -ae. — Brigabannis. 

Benthen (in Oberschlesien), 1. St. (an 
der Klodnitz, dem sog. Beuthener 
Wasser, Kreisst, RB. Oppeln, Prov. 
Schlesien, auch Ober-Beuthen ge- 
nannt), BewthBna Swpericyr. 
3* (Nieder -Beuthen) St. (an der 



Oder, Kr. Ereistadt, RB. liegnitz, 
Prov. Schlesien. Hauptort des Mediat- 
furstentums Karolath-Beuthen), Beu- 
thenaInferior.~-BffthomaInferior. 
— Bethanta, -ae. — Die mediati- 
sierte Herrschaft Beuthen : Dynastta 
Beuthemana. 

Beyeland, 2 Inseln (des Scheldedeltas, 
holL Prov. Seeland), Nord-Beveland, 
Bevelandia Septentrionalis. — Zuid- 
Beveland, Bevelandia Austrdlis. 

Bevern, Mrktfl. (an der Bevor, Kr. 
Holzminden, Hzgt Braunschweig), 
Bevera, -ae. 
Adj.: Beverllnus, -a, -um. 

Bex, Dorf (und besuchter Badeort im 
schweizer KantonTVaadt,am Aven^on), 
Baccae. — Baccium. — Badiiäcum. 

Beyah (Beypaschah), FL (in Hindostan, 
bei seiner Vereinigung mit dem 
Sutletsch Gorra), Hyphäsis. — 
Hypänis. — Bibäsis. 

B^iers, St. \firz. Dep. Herault, an der 
Orbe), Biterrae. — Beterrae Septt- 
manorum. 
Adj.; Biterrensis, -e. 

Biberaeh, St. (Oberamt, württemb. 
Donaukreis, am Einflufs der Biberach 
in die Rifs), Biberäcum. — Bibrä- 
cum. — Bragodunum. 

Bibra, St (Kr. Eckertsberga, RB. Merse- 
burg, Prov. Sachsen), BiberOha, -ae. 

Biburgr» 1. Dorf (bayr. RB. Nieder- 
bayem, BezirksA. Kelheim; ehemal. 
Benediktinerkloster) , Ep inabur- 
gum. — Bibwgum. 

S. Dorf (Vilsbiburg, bayr. RB. 
Schwaben , »BezirksA. Augsburg), 
Epinahwrgiim ad Vilsam. 

* 

Bieoeea, Dorf (in der Lombardei,. nord- 
östl. von Mailand), Bicoca, -ae. 

Bidassüa, Fl. (Grenzfl. zwischen* Spa- 
nien und Frankreich, entspr. in Spa- 
nien, mündet bei Fuentarabia in den 



45 



Biel 



Bir 



46 



Biscayischen Meerbusen; in der Mün- 
dung die Ea8aneninsel) , Bidossa, 
, -ae. — Vedast€S. — Vidassus. — 
Menlascus. 

Biel (frz. Bienne), 1. St. (industriell, 
schweizer Kanton Bern, am Fufse 
des Jura; nahebei der Bielersee mit 

. der Petersinsel), Biella,' -ae. — 
BieUum. — Bienna. — Bipennitim. 

— Petenisca. 

3. Mrktfl. (in Aragonien in Spa- 

. nien), Biela, -ae. — EbelUnum. 

• 

Bielefeld, St- (eigener Stadtkreis, RB. 
Minden, Prov. Westfalen, an der 
Lutter und am Nordfufs des Teuta- 
burger Waldes), BiUvelda. 

Bielersee (vgl. Biel 1), Lacus B tei- 
len sis. — Lacus Biennensis. — 
Lacus Bipennensis. 

Bielsk, 1. St. (westi-uss. Gouv. Wilna, 
an der Biala; ehem. Hptst. von Pod- 
lachien), Bielca, -ae. 

3. Woiwodschaft,» Pdlatinatus 
Bidcensis. 

Bienne, s. Biel 1. 
Bierneburgr, s. Bjömeborg. 

Bienrliet, St. (Flandern), Birfletum. 

— Birflltum. 

Biesboseh (=^ Binsenbusch), Meer- 
busen von (morastähnlicher, insel- 
reicher Küstensee im südl. Holland, 
so. von Dortrecht, durch die Hol- 
landsdiep und Häringsvliet mit der 
Nordsee verbunden), Bienboseum. 

— lu/ncorum Silva, 

Bigrenis, St. (auf der Insel Sicilien), 

Ahacaena, -ae, — Abaca^num. 

Adj.: AbacaeninuSj -a, -ww. 

Bigrorre (Le), Landschaft (südl. Frank- 
reich, Dep. des Hautes-Pyrenees, 
ehedem zur Gascogne gehörig, mit 
der Hptst. Tarbes), Bigerri, — 
Comitatus Bigerrensis, 



Bihaes (Wihitz), St. (befest. Hauptort 
von Türk. -Kroatien , an der Unna), 
BilMcium. 

Biharer Gespannsehaft (ungar. Komi- 
tat jenseits der Theifs, Hptst. De- 
breczin), Comitattis Bihariensis, 

Bila (Biela), Fl. (Nbfl. der Elbe vom 
Erzgebirge, in Böhmen, mündet bei 
Aufsig), Su/rina, -ae. 

Bilbao, St. (Hptst u. Hafen der span. 
Prov. Biscaya, am Rio Ansa), Bel- 
lum Vadum. — Bilbaum. — 
Flaviobilga, -oe. 

Bilin, St. (und Badeort m Böhmen, 
an der Bila [Biela], nahe bei Tephtz 
und dem Biüner Felsen oder Borzen), 
Beiina, -ae, 

Bille, Fl. (r. Nbfl. der Elbe, auf kurzer 
Strecke schiffbar, mündet oberhalb 
Hamburg), BiUena, -a£. 

Bilsen, St. (belg. Prov. Limbuig, an 
der Demer), Belisia, -as, 

Binaseo, Mrktfl. (ital. Prov. Mailand, 
am Paviakanal), Binascum, — 
Binae. — Ba^iBnae. — Ad Bacena»i 

Binchey St. (belg. Prov. Hennegau), 
Binchium. -^ Bintiwm. 

Binchester, Mrktfl. (England), Bimo- 
nium. — Binonium. — Vinnovium. 
— Vinovia. 

Bingren, St. (1. am Ehein, Kreisst., 
hess. Prov. Rheinhessen, amEinflufs 
der Nahe in den Rhein ^ Rüdesheim 
gegenüber), Bing tum. — Pinga, 
ae. — Vi'ncum. 
Einw. : Bingenses. 

Bingrenheim, Dorf (hess. Prov. Ober- 
hefsen, Kr. Büdingen, an der Hor- 
loff), Castrum Valeriänum. 

Binoesca, St. (Spanien), Visonttum. 

Bi)$rk8, Insel (Schweden), Birca, -ae. 

Bir (Biredschik oder Biridjek), St. 
(asiat. Türkei, in Mesopotamien, am 



4t 



Blrk«Bfeld 



BJSrneliorg 



4» 



Euphrat, an der Strafse von Aleppo 
nach Diarb^ki*), Btrtha, -ae, 

Birkenfeld, St. (^u. Hauptort des 
Grdsshzgt. Oldenburg. Fürstentums 
B., Gebirgsl. an der Nahe, ganz von 
derpreufs. Rheinprovinz umschlossen), 
Bircofeldia. — Bircofdda. 

Birket-al-Cramm (oder Kei-un), See 
(Landsee in Ägypten, auf der West- 
seite des Nil, Prov. El Fayum), 
Moeris, -uUs. — Moeris Locus. 

Bimbaumer Wald, Gebirge (Teil des 
nördl. Karstgebirges mit dem Krainer 
Schneeberg), Alpes Carnicae. — j- 
Alpes Venetae. — Alpes Pcmnoniae, 

Birthelm (Birthelmen oderBerethalom)^ 
Mrktfl. (in Siebenbürgen), Birthali- 
bin um. — Birthalbinum. 

Biseaya (Viscaya), Prov. (inNordspa- 
nien, am Golf von Gascogne oder 
Meerbusen von Biseaya, der Bucht 
des Atlant. Meeres zwischen der 
Nordküste Spaniens und der franz. 
Westküste), Biscaia, -ae. — Can- 
tabria. 

Einw.: Cantabri. 

Adj.: Cantaher, -ra, ■^'uin. 
(Jomtabricns, -a, um. 

Biseaya, Meerbusen von, Oceanus 
Cantabricus. — Mare Canta- 
bricum. 

Biseeglia, St. (Hafen in der unter* 
ital. Prov. Bari), Buxiliae. — Vigi- 
Uae. 

Bisehof sheim (an der Ehön), St. (bayr. 
RB. Unterfranken, BezirksA. Neu- 
stadt a S., an der Brend), Episcopi 
Curia. — Episcopi Domus. 

Bisehofslaek oder Laek, St. (in 
Kämthen), Locopölis. 

Bisehofsiveiler, s. Bischweiler. 

Bisehof8wel*da (in Sachsen), St. (sächs. 
Kreish. u. Amtsh. Bautzen, an der 
Wesenitz), Episcopi Insula. 



Bisehofswerder (in Westpreufsen), St 
(Prov. W., RB. Marienwerder, Kr. 
Rosenberg in Westpr., an def Ossa) , 
Episcopi Verda. 

Blsehofszell, St (schweizer Kanton 
Thurgau, an der Mündung der Sitter 
in die Thur), Episcopi Cdla, 

Bisehweiler, St (u. Kantonshauptort, 
Elsafs- Lothringen, Bezirk Unter- 
Elsafs, Kr. Hagenau, an der Moder), 
Episcopi Vüla. 

Biserta, St (befest Hafeiiort in Tunis 
am Mittelmeer, einst in Africa PrOr 
pria; alte Kolonie der Tyrier), 

. Hippe Diarrhytus. — Colonia 
Hipponensis, — Utica, -ae. 

Bistritz (Nösen), St. (in Siebenbürgen, 
Land der Sachsen,, am Fl. Bistritz, 
einem Nbfl. des Gr. Szamos ; ehedem 
wichtiger Handelsort zwischen Danzig 
und der Levante), Bistricia. — 
Bistricium. — Nentidäva. 
Adj.: Bistriciensis, -e. — 
Bistricia Anada, Miktfl, Klein- 
Bistritz in Siebenbürgen. 

Bitburgr, St (Kreisst., RB. Trier, 
Rheinprovinz , auf der Eifel in der 
Wasserscheide zwischen Kyll und 
Nims), Bedttj -ae. 

Bitetto, St. (im NeapoUtanischen), 
Bitectum. 

Bitonto, St (unteiital. Prov. Bari, 
nahe dem Meere), Bidruntum. — 
Budruntum. — BituMum. — Bu- 
twnti. 

Bitseh, St (u. Kantonshauptort, El- 
safs-Lothringen, Bezirk Lothiingen, 
Kr. Saargemünd; über der Stadt auf 
einem Felsen die Festung B.\ Bici n a. 
— Bidiscum. 

BJSmeborgr, St. (Seehafen in Finnland, 
Gouv. Abo, an der Muhdung des 
Kümo in den Bottnischen Busen), 
Bierneburgum. — Arctopolis. — 
Ursorum Castrum. 



49 



BlMkwater 



Bodeusee 



50 



Blaekwater, Fl. (KüstenfluTs' in der 
engl. Grafech. Essex, bildet an der 
Mündung die wegen ihrer Aus^m 
berülimte Blackwaterbai), Dabrüna. 
— Davrünu. 

Blaisais, Landschaft (mittleres Frank- 
reich, Orleanais; jetzt ein Teü des 
Dep. Loire-Cher, Hptst. Blois), Ager 
Blesekists. 

Biamont, St. (ehem. Grafsch. Mümpel- 
gai-d oder Montbeliard, befestigt), 
Älbiniontium. 

Blankenberghe, Hafen- (u. "Badeort 
im belg. Westflandem, nö. von Ost- 
ende), Blancoberga. — Albinwn- 
tium Flandroruni. 

Blankenburgr, 1. am Harz, St. 

(braunschw. Kr., am Nordfufs des 
Harzes), Bla'ncobti/rgum Hercymum, 
2« in SehwarzbiuiT) St. (schwarz- 
burg-rudolst. LandratsA. Rudolstadt, 
an der Rinne u. unweit der Schwarza, 
am Rande des Thüringer Waldes), 
Blancohurgum Thuringorum. 

Blatnitzsehe Bistrikt, Kreis (in Un- 
garn), Processus Blatnicensis. 

Blaubeuren, St. (Oberamt, württemb. 
Donaiikreis, auf der Alb, im Thal an 
der Ach u. dem Ursprung der Blau 
[Blautopf], die bei Ulm 1. in die 
Donau mündet), Bluhirae. — Blor 
bira, -ae. — Blauburnium. — Bur- 
rhonium. 

Blaye, St. (befest. Handelsst. im frz. ; 
Dep. Gironde [Guyenne], an der 
Gironde), Blabia. — Blavium. — 
Blavatum. — Blaventum. 

Blekingren (Biegen), Provinz (in Schwe- 
den, das Län Karlskrona umfassend, 
der „Garten Schwedens" genannt), 
Blekinga. — Blechingia. 

Blocksberg, s. Brocken. 

Blois, St. (frz, Dep. Loir-Cher, an der 
Loii'e), Blaesae. — Blesae, — 



Blesiae. — Blesum. — Bloesia. — 
Castrum Blesense. 

Blninbergr, Mrktfl. (Elsafs), Hori- 
inordium. 

Blumen tlial, Schlofs (schweizer Kan- 
ton Graubünden), Vallis Florida. 

— FlorivaUis. — Floi'iäcum. 

Bobbio, St. (ital. Prov. Pavia, an der 
Trebbia), Bobium. 

Bobenhansen , Mrktfl. (hess. Prov. 
Oberhessen, Kr. Schotten), Boben- 
hüsa. — Astvia. 

Bober, Fl. (1. Nbfl. der Oder, in Schle- 
sien u. Brandenburg ; entspr. in Böh- 
men, durchfliefst das Landeshuter u. 
Hirschberger Thal, ist weder schiff-i 
noch flöfsbar; mündet bei Kressen. 
Wichtigste Zuflüsse: Lomnitz und 
Zacken vom Riesengebirgfe, Queis vom 
Isergebirge und Tschime), Bobera, 

— Bobrane. 

BoAßa di Bonifaeio, s. Bonifacio. 

Boeea di Cupo, Engpafs (ein 1 Stunde 
langer Pafs in Lokris an der Grenze 
von Thessalien, mit warmen Bädern, 
nach Hellas führend), Th^^mopylae 
{ßeQ/xo7ivXai\ 

Bocholt, St. (Kr. Borken, RB. Münster, 
Prov. Westfalen, an der Aa\ Bochol- 
tia. — Bocholta. 

Bode, Fl. (1. Zufl. der Saale, meistens 
in der Prov. Sachsen, Hauptabflufs 
des Harzes; entspr. bei Königshof 
aus der Warmen und Kalten B., letz- 
tere vom Brockenfeld unter den 
Hirschhörnern. Die Bode empfiingt 
aus dem Harz noch r. die Selke und 
1. die Holzerilme und mündet bei 
Nienburg a. S.), Boda. — Hercy- 
nidus. 

Bodensee (auch Bodmansee, Bregenzer 
und Kostnitzer See, an der Grenze 
des Deutschen Reichs, der Schweiz 
und Ostreichs; aufser dem Rhein* 



55 Borsehoder Gespannsehaft 



Boyne 



56 



Besitztum der Familie Borromeo), 
Insidae Cunieulares. 

Borselioder Gespannsehaft, Komitat 
(in Ungarn, diesseits derTheils, mit 
der Hauptstadt Miskolcz, umfasst 
das wald- und weinreiche Bükk- 
gebirge), Cofnitatiis Borsodiensis, 

Borsod, St. (in der Borschoder Ge- 
spannsehaft in Ungarn), Bazoarium. 

Bosnien (Bosna), Prov. (nordwestlichste 
der europ. Türkei, das eigentL B., 
Türk. -Kroatien u. die Herzegowina 
umfassende, Bosnia. — Bosna. — 
Boshm. 
Einw.: Bosni. 

Boston, St. 1. (Hafen, engl. Grafsch. 
Lincoln, unweit der Whitemündung), 

2. (Hptst. von Massachusetts in 
Nord- Amerika, an. der Bostonbai), 

3. (Republik Liberia in Ober- 
guinea, Afrika), Bostonimn. 

Bottniseher Meerbusen (nördlichster 
Teil der Ostsee, zwischen Schweden 
u. Finnland, mit zahlreichen Eilanden, 
Klippen [Scheeren] u. Sandbänken 
bedeckt; der südl. Teil Botten-Hafvet, 
der nördl. Botten-Viken, dazwischen 
die QuaÄenstrafse), Sinus BoUnicus. 

Botzen, s. Bozen. 

Bonehain, St. (befestigt, frz! Dep. 
Nord, an der Scheide [Escaut]), 
Boclianium. — Buchanium, — 
Buccinium. 

Bondry, St. (schweizer Kanton Neuen- 
burg, unweit des Neuenburger Sees, 
an der Reuse), Bavdna, 

Bouillon (= deutsch Beuhn), St. 
(belg. Luxemburg, an der SemOy), 
Bullio. — Bullonium, . 
Adj.: BuUoniensis, -e. 

Boulogrne, St. 1« ^frz. Dep. Haute- 
Garonne), Bononia Vasconiae. 
— Bolonia ad- Aegyrcimn. 
. 2. (B.-sur-Mer, frz. Dep. Pas-de- 
Calais, an der Mündung der Liane, 



Hafen- u. Handelsst), Bolonia. — 
Bonoma. ^ Oppidkm, Bononiense. 

— Morinorum Portus Britannicus, 

— dresonä<n*m. — Portus Ilius. — 
Portio Icdus. 

Adj.: BononiensiSj -e. 
Gesoria^cus, -a, -um. 
Gesoriacensis, -e. 

Boulonnais, Landschaft (frz. Dep. 
Pas-de-Calais), Morini. — Ager 
Boloniensis. — Ager Bononiensis. 

Bourbon, s. Reunion. 

Bourbon rArehambaud, St. (frz. Dep. 
Allier, bei MouHns; Ruinen des 
Stammschlosses der Bourbonen), Bur- 
honium Arcimhaldi. — Burho 
ArcIietnbaMi. — Aquae Borhonicae. 

— Aquae Bormonis. 

Bourbonnais , Landschaft (mittleres 
Frankreich, nördl. der Auvergne, 
frühere Grafschaft, spätere Provinz 
Frankreichs, welche das jetzige Dep. 
Allier u. Teile des Dep. Cher um- 
fasste), Burbonensis Begio. — 
Borbonensis Provincia. — Boiorum 
Ager. — Boii Celtae. 

Bourbonne-les-Baiiis, St. (frz. Dep. 
Haute -Marne [Champagne], an der 
Apance), Äquale Bwvonis. 

Bourgr-en-Bresse, St. (Hptst. des frz. 
Dep. Ain [Burgund], an der Reys- 
souse), Bwgus Bressiae. 

Bourgres, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Cher, am Auron), Biturigum Op- 
pidum, — Biturtcae. — r Bituricum. 

— Avaricum. 

Adj.: Biturix, -tgis. 
AvaricuSy -a, -um. 
Avaricensis, -e. 

BouTines, Mrktfl. (fr*z. Flandern, so. 
von Lille), Bomnae. 

Boyne, Fl. (in Irland, mündet unter- 
halb Drogheda in die Irische See), 
Buinda. — Buvmda. — Boina. — 
Boandus. 



57 



Bozen 



Bratti^u 



58 



Boasen (ital. Bolzano), St. (in Tirol, 
Kr. Brixen, am Einflufs der Talfer 
in die Eisack), Bauzanum, — 
Boaenum. — Bölzänum. — Bot- 
Sanum. — Batixare. 

BtMj St. (ital. Prov. Turin), Braida. 

— Barderate. 

Bral^ant, Landschaft (in der Mitte des 
holL-belg. Tieflandes, früher eigenes 
Herzogtum, jetzt 3 Teile : holl. Prov. 
Nord-Br., belg. Prov. Süd-Br., belg. 
Prov. Antwerpen; von Maas, Scheide 
u. zahlreichen Kanälen durchzogen), 
Brahantia. 
Einw.: Brahantii. 

Braeciano, 1* St. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Bracciänum — Brygiänum. 

— Ärcennum. 

3* Lagro di B«, See (kreisförmig, 
in Mittelitalien, östl. von Civita- 
vecchia; Abflufs durch den Arrone), 
Ixwus SabaUnus. 

Bradano, M. (in Unteritalien, entspr. 
aus dem Lage di Pesele, so. von 
Malfi, mündet in den Golf von Tarent), 
Bradäniis. 

BrsLgBj St. (portug. Prov. Minho, zwi- 
schen den Müssen Cavado u. Beste), 
Bracära Augusta, — Augusta 
Bra^a/rum. — Bracära. — Bracar- 
augusta. ' 

Bragranza, St. (Hptst. der portug. Prov. 
Tras-os-Montes, am Fervenza), Bra- 
gantia Lusitaniae. — Brigantia. 
Adj.: BrigaMinvLS, -a, -um. 

Braila, St. (Ibrail, Handelsst. in der 
Walaehei, an der Donau ; Freihafen), 
PeristMaba. 

Bndne-le-Comte, St. (belg. Prov. 
Hennegau), Brennia Comitis. — 
Bronium. 

Bramante (Esseilon), St. (neu ange- 
legte Festg. in der frz. Prov. Sa- 
voyen, deckt die Strafee über den 
Mont Cenis), Brammomcum. 



BrandeiSy St. (im böhm. Kr. Prag, an 
der Elbe; gegenüber der Wallfahrts- 
ort Altbunzlau), Brandesium. — 
Brandtisium. 

Brandenbnrgr, 1. Provinz (Stamiii- 
land des Staates Preufsen, besteht 
vorzugsweise- aus altbraudöiburgi- 
scheh Landesteilen: der Mittelmark 
zwischen Havel imd Oder, der Uker- 
mark an der Uker, der Prignitz 
zwischen Elbe u. Bosse, dem grölsten 
Teil der Neumark im 0. von der 
Oder, denen 1816 ansehnliche Ge- 
biete vonSachsen[Niederlausitz u.s.w.] 
hinzugefügt wurden) , Provincia 
Brandenhurgica. — 'Marchta 
Brandenbu/rgica. 

2. B. an der Havel, St. (und 
Stadtkreis, KB. Potsdam, Prov. Br., 
in tiefer Gegend, zu beiden Seiten 
der Havel: im NW. bei der Stadt 
der Marienberg), Brandehurgium. 
— Brandenburgum od Havelam. — 
Brennoburgum. 

Adj.: Brandenburgensis, -e. 
BrandenbwrgicuSy -a, -um. 

3. B.iuOstpreafseii, Mrktfl. (Kr. 
Heiligenbeil, RB. Königsberg, Prov. 
Ostpreufsen, am Einflufs desFrisching 
in das Frische Haff), Brandenburgum. 

Brasilien (ptg. Brazil), Kaiserreich (in 
Südamerika, einzige Monarchie der 
Neuen Welt, am Atlant. Ocean), 
Brasilia. 

Adj.: Brasiliänus, -a, -um. 
BrasiUensis, -e. 

Braslaw, 1. AVoiwodschaft (im west- 

russ. Gouv. Podolien), Palatinatus 

Brazlaviensis oder Braiislaviensis. 

ft» St. das., Braclavia. — Bras- 

lania ad Hypänim. — Bratislama. 

Adj.: BraclaviensiSj -e. 

Bratislaviensis, -e. 

Brassow, s. Kronstadt. 

Brattigrau, der (im schweizer Kanton 



59 



Branliaeli 



Bremerhaveii 



60 



Graiibündeü), Vallis Bhaetic-a, — 
Bhcbetigoia, — Bhetico, 

Braabaeh, St. (Er. Eheingau, RB. 
Wiesbaden , Prov. Hessen - Nassau, 
am Rhein), BmbOcum. 

Braulio, Berg (im oberen Yeltlin, mit 
«der Stilfser Jochstrafse), Mons 
Braulius. — lu^a Barmiäna. 

Brannaii) St. !• (in Oberöstreich, am 
Inn), 

2. (in Böhmen, Kr. Eöniggrätz, 
an der schlesischen Grenze), Bruno- 
dünum. — Bratmodünum. 

Brannsbergr, St. (Kr. Br., RB. Königs- 
berg, Prov. Ostpreufsen, an der Pas- 
sarge, nicht weit vom Frischen Haff), 
Mons BrunDnts. —^ Braunsberga. 
— Brtmsberga, 

Braunsehweig, 1. Herzogtum (besteht 
aus 8 gröfsem und 5 kleinem Stücken ; 
der 1. Hauptteil an der Oker und 
Aller, der 2. am Harz über die Leine 
hinweg bis über Holzminden und die 
Weser hinaus; der 3. Teil fast ganz 
auf dem Unterharz an der Bode), 
Diicattis Brunsvicensts. 

2. St. (Kr. Br., in fruchtb. Ebene, 
an der Oker), Brunonis Vicus. — 
Brunsmcum. — Brunsmga. — 
BrunopöUs. 

Adj.: Brunsvicensts, -e. 
Brunsvige^isiSj -e. 

Brazza, Insel (gröfste der dalmat, 
Hptort S. Pietro), Bracchia. — 
Brachia. — Bractia. — Braüia. 

Breehin (Brechyn), Mrktfl. (in Schott- 
land), Brechlnum. — Brechinium. 

Breeknoek, St. (Hptst. der Grafsch. 
Br. in Südwales, am Usk), Brechinia. 

Breeknoekshire, Grafsch. (s. Breck- 
nock), Ager Brechiniensis. 

Breedevoort (Breevort), St. (in der 
hell. Prov. Gelderland), Brede- 
fortia. — Brefortiim,. 



Bregpe, M. (der eise QueQflufs der 
Donau, entspr. auf dem Schwarzwald, 
nw. von Purtwangen), Briga, 

Bregrel) Thal (im schweizer Kanton 
Graubünden), VaUishnmna, 

Bregrenz, 1. Grafschaft (in Vorarlberg 
in Tirol, mit der Bregenzer Klause, 
dem Br. Wald, einem Ausläufer der 
Algäuer Alpen, und dem Br. See, 
dem so. Teil des Bodensees), Conti-, 
latus Briganftnus. 

S. St. (in 1, an der Mündung der 
Bregenzer Ache in den Bodensee), 
Bregentium. — Brigantia. — 
Bregentia. — Brtgantiwn. 

Einw.: Brigantii. 

Adj.: Briganttnu^j -a, -um. 

3. Bregrenzer Ache (s. 1 u. 2), 
Bregentia. — Briga/ntia. — Pontu^, 

Bregenzer See (s. Bregenz 1), Locus 
Briganitnus. 

Breisach (Alt- u. Neu-Br.), St. (Alt- 
Br., bad. Kr. Preiburg, auf einem 
Basaltfelsen am Rhein; gegenüber 
Neu-Br., Festung u. Kantonshaupt- 
ort, Bezirk Ober-Msafs, Elsafs- 
Lothringen, am Rhein-, Rhone- und 
Neu-Breisacher Elanal), Mo ns Bri- 
sUtCus. — Mons Brisiäcus. — 
Brisücwm. — Brisiäcum. — Brececfia, 
Adj.: Brista>censis, -e. 

Breisgau, Landschaft (im südl. Baden, 
führte ihren Namen nach Alt-Breisach ; 
die Hptst war Preiburg), Brisgavia, 
— Brisgovia. — Brisgoia. — Brisi- 
gavia. 
Adj.: Brisgaviensis, -e. 
Brisgoviensis, -e. 

Bremen, Staat u. St. (freie, 2. Seestadt 
des Deutschen Reichs, an den flachen 
Ufern der Weser), Brema, 
Adj.: Bremensis, -e, 

Bremerhaven, St. (Br., an der sich 
sehr erweiternden Weser u. an der 
Mündg.derGeeste), Porttts Bremensis. 



61 



BreinerrSrde 



Brie 



62 



BremerrOrde, St (Geestkreis Stade, 
Landdr. Stade, Prov. Hannover, an 
der schiffbaren Oste), Vorda Bre- 
m ens is. — Bremerfurda. — Bremer- 
verda. — Bremervorda. 

Brenner 9 Berg (der Tiyoler Alpen 
zwischen Innsbruck u. Sterzing, der 
niedrigsten grofsen Alpensti-afse), 
Mons Brennus. — BJiaeticus. — 
Mons Pt/rtu8. 

Brenta, Fl. (Küstenfl. in T)beritalien, 
entspr. aus dem See Caldonazzo bei 
Thent, durchfliefst das Yal Sugana, 
mündet bei Brondolo bei Venedig), 
Brentesia, — Medoäcus Maior. — 
MedvcLCits. 

Brescia, St. (Hptst. der ital. Prov. B. 
in der Lombardei), Brexia. — 
Brixia. — Ürbs Brexiana. 
Einw.: Brixiani. 
Adj.: Brixianus, -a, -u/m. 
Brixiensis, -e. 

Breseiano (Bressano), Prov. (Gebiet 
von Brescia), Äger Brixianus. 

Breslau (poln. Wraclaw), St. (Stadt- 
kreis u. RB. Br., Jlptst. [u. Residenz] 
der preufs. Provinz Schlesien, zu bei- 
den Seiten der Oder, welche daselbst 
die Ohlau empfangt), Vratislavia. 

— Budorgis. 

Adj.: Vratifilaviensis, -e. 

Brest 9 St. (Seefestung u. stärkster 
Kriegshafen Fi*ankreichs, Bep. Finis- 
terre, am Atlant Ocem) ^Brestia. 

— Brestmn. — Partus Brivätes. — 
Gesoscribate. 

Bretagrne^ Prov. (ehemal., die grofse 
nw. Halbinsel Fi*ankreichs umfassend, 
jetzt in 5 Dep. eingeteilt; im Süden 
das Mündungsgebiet der Loire), 
Britannia Minor. — Britannia 
Cismarina. — Neustria. — Letavia. 

— Tractus Ärmoricänus. — Tractus 
Ärmoncus. — Armortca. — Are- 
morica. — Orae Äremoricae. 



Einw.: Aremorici. 
Armanci. 
Britönes, -um. 
Adj.: Britannicus, -o, -um, 
Arnwrtcus, -a, -um. 
Aremoricus, -a, -um. 

Breteuil, St. (frz. Dep. Eure -Loire), 
Bretalium. — Britclium. — Bre- 
telium. — Bretellium. 

Bretigmy, Dorf (frz. Dep. Eure-Loire), 
Bretiniacwn. 

Bretten, St. (bad. Kr. Karlsruhe, an 
der Saalbach), BrettBna. — Bretta, 

Breuscb, Fl. (bedeutendster Zuflufs der 
• Hl, entspr. am Climont im Wasgen- 
wald, hart an der frz. Grenze, mün- 
det wenig oberhalb Strafsburg), 
Brusca. 

Brian<^on, St (befest., franz. Depart. 
Hautes- Alpes, an der Durance, am 
Mont Genevre [Strafse nach Turin]), 
Brigantium. — Brigantia in 
Alpibus. — Virgantia. — Brigan- 
tio. — Origantium. 
Adj.: Brigantinus, -a, -um. 

BriailQonet, Dorf (bei Brian^on), Arx 
3rianzonia. 

Brian^onois, Landschaft (Gegend um 
Brian^on), Ager Brigantmus. 

Brianzagebirge (in der Landschaft 
Brianza, ital. Prov. Como, dem Para- 
dies der Lombardei ; Hauptort (Jantu), 
M(ynies Briganttni. 

Briare, St. (im frz. Dep. Loiret), 
Briaria. — Bnbodürum. — Bri- 
vodürum. — Brtdobornm. 

Briateste, St. (frz. Dep. Tarn), Bri- 
teocta. 

Bridgrewaterbai,Meerbusen (im Bristol- 
kanal, in welchen der Parret [engl. 
.Grafsch. Somerset] mündet), VextUla. 

Brie (Ohampenoise), 1. Landschaft (in 
Frankr., Champagne; Hptst. Meaux), 



63 



Brie 



BrvndoLo 



64 



Ager Briensis. — SaUus Brai- 
ensis. — Pagus Bvigensis. 

Brie (ehemals Braye Comte Robert), 
9. St. (Brie Fran^aise, Isle de France), 
Braia. — Bria Camttis Roberti. 
Adj.: BraiensiSj -e. 
Brienais, -e. 

Brieg, !• St. (Ereisst., RB. Breslau, 
Pi-ov. Schlesien, an der Oder), Brega, 
— Briga. — Civitas AUae Ripas, 
Adj.: Brigensis, -e. ^ 

2* Fürstentum (ehem., in Schle- 
sien), Principatus Brigensis. 

3. St. (im schweizer Kimton 
Wallis), Pagus Vibericus. — 
Thermae Bregenses. 

Briel, St. (in Holland), Briela. — 
Helium. 

Brienne (-Napoleon) , St. (frz. . Dep. 
Aube, an der Aube), Castrum 
Briennium. — Ca^trwn Brien- 
neme. — Breona. — Brena. 

Brigraeh, Fl. (der eine QueMufs der 
Donau, entspr. sw. von SanM Georgen 
auf dem Schwarzwald), Bngiäna. 

Brindisi, St. (unterital. Prov. TeiTa 
d'Otranto, am Adriat. Meer< mit 
Kriegsreede; Endstation der Über- 
landroute nach Indien; durch das 
Kastell Forte di Mare beschützt), 
Brundisium. — Bnmdusium. — 
Cöloniä Brimdisma. 
Adj.: Brundt Sinus, -a, -um. 
Bi'u/ndusmus, -a, -um. 
Biiindisiünus, -a, -um. 

Brioni- Inseln, Inselgruppe (vor dem 
Hafen von Pola in Istiien), Pidlariae 
Insulae. 

Bristol (Caer-Gwend), St. (Hafen und 
dritte Handelsstadt Englands, am 
untern Avon, Grafschaft Gioucester), 
Venia Silur um. — Bristölia. — 
Bristolium. 

Bristolkanal, Meeresbucht («wischen 
der engl. Grafsch. Devon und Wales, 



in deren Tiefe der Sevem mündet), 
Sabriana. — Siwus Sabrinete, — 
Sinus Sancti Georgii. — Aestuarium 
Sa/ncti Georgii. — Bristoliensis 
Mantca. 

Britannien, s. England. 

BriTes-Ia-Oaillarde, St. (frz. Dep. 
Correze), Briva Curetia. — Vicus 
Brivatensis. 

I Bririesea, St. (in der span. Landsch. 
Alt-Kasfihen), Virovesca. — Bur- 
vesca. 

Brixen (ital. Bressanone), St. (Hptst. 
des Tiroler Kreises Br., an der Rienz 
u. Eisack), Brixia. — Brixinum. — 
Brixina. 
Adj.: Briodensis, -e. 

* Broad Law, Berg (höchster Gipfel des 
Cheviotgebirges in Schottland), Mons 
I Broadius. 

Broekeu (oder Blocksberg), Berg (höch- 
ster Punkt im Harz, imifangi*eiche 
Graniterhebung, mit kahlem, fels- 
bedecktem Scheitel ; Kr. Wernigerode, 
RB. Magdeburg, Prov. Sachsen), 
Mons Bructerus. — Melibocus. 

Brocluner Land (in Ostfriesland), 
Brocmeria. 

Brod, 1. s. Böhmisch-Brod. 

2. St. (in Slavonien), Broda. 

3. (Ungrarisch-B.), St. (in Mäh- 
ren), Hunnobrüda. 

Brod- Nemetzki ( Deutsch - Brod ), 
• Broda Teutonica. — Broda 
Germanica. 

Brodnitz, s. Strasburg in Westpr. 

Brombergr (poln. Bydgoszcz), St. (RB. 
u. Stadtki"., Prov. Posen, an der 
Breche, in welche hier der Brom- 
berger Kanal tritt), Bidgostia. — 
Bromberga. 

Brondolo, Hafenpl. (im Venetianischen), 
Portus Brundulus. 



65 



Brotti 



Baeliarei 



66 



Bronl, Mrktfl. (in Hemont), Blan- 
den o. — Blandenona. 

Bros (Bl-osz), St. (in Siebenbürgen), 
Brossa Frateria. — Saxopölis, 

— Ambrosiopolis. 

Browershafen, St. (in holl. Seeland), 
Bruvari Por*MS. 

Bmek, St. 1. an der Amper (bayr. 
RB. Oberbayem [Fürstenfeldbruck], 
Ambra. — Amha/rum. 

2. an der Leitha (Unteröstreich, 
Kr. Unter - Wienerwald) , Föns 
Leithae.— Motenum. — MutSnum. 

3. an der Mar und Mttrz (Kreis 

des Östr. Hzgt. Steiermark), Prucca, 

— Pons Mn/rae, — Murdepontum. 

— Mu/ripons. 

4* (auch Brogrgr) an der Aar 

(in der Schweiz), Pons Arölae. — 
Pons Arülae. — Bruga. 

Brügge (frz. Bruges), St. (Hptst. der 
belg. Prov. Westflandem, 3 St. vom 
Meere, wohin ein Kanal führt: dort 
der Hafen Sluys), Brugae. 
Adj.: Brugensis, -e. 

Brfiggen, Mrktfl. (Kr. Kempen, RB. 
Düsseldorf, Rheinprovinz, an der 
Schwalm), Mederiaeum. 

Brunn, St. (Hptst. von Mähren, -an der 
Zwittawa u. Schwarzawa; westl. die 
Citadelle Spielberg [Staatsgefiingnis]), 
Bruna. — Brimna. — Brinnium. 

— Brinnum. 

Adj.: BrtmensiSj -e. 

Brünner Distrikt, Kreis (in Mähren), 
Circulus Brimensis. 

Brttssel (frz. BruxeUes), St. (Hptst. 
Belgiens u. der belg. Prov. Brabant, 
an der Senne), Bruxella. — 
BruxeUae, 
Adj.: BruxellensiSj -e. 

Brngres, St. (frz. Dep. des Basses- 
Pyrenees), Brugae Bearniae. 

Bminath (Brumpt), St. (u. Kantons- 

S a a 1 f e 1 d , Geograph. Handbüchleiii." 



hauptort, Bezirk Unter-Elsafs, an der 
Zorn), Brocomägus. — Broco- 
mOcus. — Brocomäcmn. — Breuco- 
mägym. 

Bnineek (Brunegg), St. (in Tirol), 
Brunopölis. — Branecittm. — 
Brcmscum. — Bnmecca. — Brtünum . 

Braneto, St. (im Genuesischen), Bru- 
nei um, — ^^ Brü/niacum, 

BmnsMttel, Mrktfl. (Hafen im Ki\ 
Süderdithmarschen, Prov. Schleswig- 
Holstein), BrtmsbuUa. 

Brnntrat, St. (im schweizer Kanton 
Bern, Hochstiffc Basel), Bnmdusia. 

Bmssa (Bursa), St. (in Kleinasien, am 
Fufs des [mysischen] Olymp, 6 Stim- 
den vom Marmorameer), Prusa, 

Brzese (Brest -Litowski), St. (starke 
Fstg. im kleinruss. Gouv. Grodno, 
am Bug), Brestia ad Hypänim. 

— Bressicia. 

Brzeso Kujawskie, St. (Russ. Polen, 
an der Weichsel), Brestia Cuiaviae. 

Brzeseie, Woiwodschaft (in Litauen), 
Palatinaius Brestiensis. 

Bnehan, Landsch. (der nö. Teil der 
schott. Grafsch. Aberdeen; Buchan- 
I Nefs die östlichste Spitze Schott- 
lands), Buchania. 

Bneliarei, Ijand (der Usbeken, Name 
der von tatarischen Völkern bewohn- 
ten oder beherrschten Länder Mittel- 
asiens zwischen dem Kaspischen 
Meer und den Grenzen Tibets und 
der Mongolei), 

1* Die Grofse Bueharei (West- 
oder eigtl. Turkistan [mit dem mäch- 
tigen Chanat Buchara], Hptst. Jar- 
kand), Sogdiana. — Bocharia. — 
Bactriana (sc. Begio). — Ba^ctria. 

— BactriWnvm (sc. Begnum). 
2. Die Kleine Bueharei (auch 

Turfail, Ost-TurMstan, hohe Tataroi, 
Ost-Tschagatai genannt, bisher chi- 

3 



67 



Bnehsrest 



Biirgr 



68 



nes. Provinz Thian-sclian-nan-lu; 
Hptst. Easchgar), fifocoe. 

Bneharest, s. Bokarest. 

Bnchaii^ 1« Landschaft (altdeutsche, 
zwischen Franken u. Hessen), Fa- 
gonia. — BiKihovia. 

!3. St. (württ Donaukreis, Ober- 
amt Eiedlingen, auf einer Anhöhe im 
Federseeried, imweit des Federsees), 
Buchavia Stiemca, 

3* Dorf (bayr. EB. Oberfranken, 
BezirksA. Kulmbach), Buchavia Ba- 
varica. 

4« St. (in Böhmen), Buchavia 
Bohemica. 

Buehsweiler, St. (u. Kantonshauptort, 
Elsafs-Lothringen, Bezirk Unter-El- 
safs, Kr. Zabem), Buxovilla. 

Badissin, s. Bautzen. 

Badweis (böhm. Budiejowice) , St. 
(Hptst. des gleichnamigen südlichsten 
Kreises Böhmens, an der Moldau), 
Budovicium. — Budovissa. 

Btfehen, Dorf (Kr. Hrzgt. Lauenburg, 
Prov. Schleswig -Holstein, an der 
Delvenau [Steckenitzkanal]), Höh- 
buochi. 

Bdckeburgr, St. (Hptst. des Fürsten- 
tums Schaumburg-Lippe, an der Aa 
u. am Fufse des Harrel), Civitas 
Bocensis. 

Badingren, St. (Ejr. B., hess. Prov. 
Oberhessen, am Seemenbach), Bti- 
dinga. 

Buenos-Ayres, St. (Hptst. des gleich- 
nam. südamerik. Staates, des bevöl- 
kertsten u. wohlhabendsten der Ar- 
gentinischen Republik, am La Plata; 
Schiffsreede), Fanum Sanctae 
Trinitatis. — Bonus Ajsr. 

Büren, Mrktfl. (Kr. B., RB. Minden, 
Prov. Westfalen, am Einflufs der 
jilfter in die Alme), Pyreneschia, 



Blirgel, St. (Grhzgt. Sachsen-Weimar- 
Eisenach,2.Verwaltungsbez. [Apolda]), 
Burgeüa, 

Btttow, St. (Kr. B., RB. Köslin, Prov. 
Pommern, in einem tiefen Thal der 
Bütow), Butama. 

Bfltzow, St. (Ghzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, an der Wamow und am 
Bützower See), Buxonium. — 
Beucinum. — Bucephalea. — Buce- 
phalia. 

Bugr ßog), Fl. (Nbfl. der Weichsel, 
vom galiz. Landrücken, teilweise 
Grenze gegen Russ. Polen; mündet 
bei Modlin), Buga. — Hypänis. 

Bukarest (Bukurescht), St. (Hptst. der 
Walachei, Resid. des Fürsten von 
Rumänien, an der Dumbowitza), 
Thyanus. — Bucaresta. — Buco- 
resta. 

Bal^rel (Bulgarien), Provinz (der 
nö. Teil der Türkei, zwischen der 
Donau u. dem Balkan, das alte 
Niedermösien), Moesia Inferior. 

— Mysia Inferior. — BtUgaria. — 
Vulgaria. 

Ballerbom, Quelle (bei Altenbeken, 
Kr. Paderborn, RB. Minden, Prov. 
Westfalen), Föns Resönus. — 
Föns Tumultuarius. 

Banzlau, St. (Kr. B., RB. Liegnitz. 
Prov. Schlesien, r. am zweiarmigen 
Bober), Boleslavia. — Baleslaria 
Silesiae. 

Bnnzlaa (Alt- u. Jung-), St. (in Böhmen), 
Alt-B.9 Boleslavia Vetus. — 
Boleslai Fanum Vetus. 
Jungr-B., Boleslavia lunior- 

— Boleslai Fanum Novum. — 
Boleslavia Böhemiae. 

Bunzlauer Kreis (in Böhmen), Cir- 
culus Boleslaviensis. — Fro- 
vincia Boleslaviensis. 

Burg: (bei ^Magdeburg), St. (Kr. Je- 



69 



Bunrau 



Cabra 



70 



richow 1., HB. Magdeburg, Prov. 
Sachsen, an der Ihle u. dem Ihle- 
kanal), Burgum. 

Burgraa, St. (bayr. EB. Schwaben, 
BezirksA. Günzburg, an derMindel), 
Burgavia. — Burgo. 

Burghausen, St. (bayr. EB. Ober- 
bayem, BezirksA. Altötting, an der 
Salzach), Burchusa. — Bwrchw- 
sium. — Bidaium. 

Burgrhcto« Mrktfl. (bayr. KB. Schwa- 
ben, BezirksA. Neuburg a. D., an 
der Kleinen Paar), Buncicma, 

Burgos, St. (u. Prov. in Altkastilien; 
Hptst. B. am Arlanzon), Burgi. 

Burgscheldungren, Dorf u. Gut (Kr. 
Querfurt, RB. Merseburg, Prov. Sach- 
sen, an der Unstrut, Kirchscheidungen 
gegenüber), Arx Schidinga. — 
Scheidimga. 

Blirgimd, ehemal. Königreich, Begnum 
Arelaiense. 

Burg^und (Bourgogne) , Landschaft 
(Hrzgt., alte frz. Prov., der centrale 
Landstrich des östl. Frankreichs, im 
Gebiete der Seine, Loire u. Rhone, 
die jetzigen 4 Dep. Cote d'Or, Yonne 
[zum Teil], Saone-Loire u. Ain um- 
fassend), Burgundia. — Bur- 
gimdiae Ducatus. 



Einw.: Burgundiönes. — Mtp- 

gilönes. — Burgundi. 
Adj. : Burgvmdicm, -a, -um. 

Barlos 9 See (in Ägypten), Locus 
Buticus. 

Borriana, St. (in Spanien), Sepelaci. 
— Brtgiana, 

Burtangrer Fort, Festung (in Holland), 
Burtanga. 

Bnrtseheid, St. (Landkr. und RB. 
Aachen, Rheinprovinz), PorCetum. 

Bury, St. (engl Grafsch. Lancaster, 
am Ixwel), Faustini ViUa, 

Burzenland, Distnkt (der südösüichste 
Teil des Sachsenlandes in Sieben- 
bürgen, von der Burza durchflössen, 
welche zur Aluta geht; Hauptort 
Kronstadt), Burcia. — BvHca, — 
Borcia. 

Bnsento, Fl. (Nbfl. des Gratis in Unter- 
italien [Galabria citeriore], mündet 
bei Cosenza), Buxentius (Ilv^ovg). 

Buseto, St. (ital., im Pannesanischen), 
Buxetum. 

Butrinto, St. (in Albanien), Buthrl>- 
tum (Bovd-QCDTog). — Botruntina 
Urbs. 
Einw.: ButhrMii. 



C. 



Cabes, Meerbusen von (Nordafrika), ' 
Syrtis Minor. — Syrtis Parva, i 

€abo de Creuz, Vorgebirge (an der 
NOspitze Spaniens), Pro mün tu- 
rtum Cr u eis. — Promuntnrium 
Aphrödisium. 

Cabo de Finisterre, Vorgebirge (an 
der XWspitze Spaniens), Promun- 
türium N er tum. — Caput Finis 
Terrae. 

Cabo de Gata, Vorgebirge (an der 



SOspitze Spaniens), Promufhtüriuni 
Charidemi. 



Cabo de Palos, Vorgebirge (in der 
span. Prov. Murcia, nö. von Carta- 
gena), Promuntürium Saturni. 
— Sumhrarium. 

Cabo de Silleiros (Cabo Corrovedo), . 
St. (Spanien), Orubium, 

Cabra, St. (span. Prov. Cordova), 
Egahra. — Agahra. — Aegdbra. 



71 



Caeeres 



Calais 



72 



Oaeeres, St. (Hptst. der span. Prov. C. 
im nördl. Estremadura) , Castra 
Caecilia. — Cetecüioma. 

Cadd^ (Gotteshausbund), (Teil vom 
schweizer Kanton Graubünden), Ca- 
sae Bei Foedus. — Foedus 
CatfiedrcUe. — Foedus Bei Bomus. 

Cadiz (frz. Cadix), 1. Meerenge von 
(Golf am Atlant. Ocean), Fretum 
GaditO/mi/m. 

!S. St. (Hptst. der span. Prov. C, 
südL Spitze von Andalusien, auf der 
Nordwestspitze der Insel Leon, durch 
Natur imd Kunst eine der stärksten 
Festungen Europas) , Gades, 4wm. 
— Oivitas Gaditcma. — ÄugiAsta 
lulia Gaditäna. 

Adj.: GaditWnvs, -a, -um. 

Einw.: GadiW/ni. , 

Cadore (la Pieve di), St. (in Friaul), 
an der südl. Nebenkette der Kärthner 
Alpen, ö. vom Piavethal), Cadu- 
hrium, — Castirum Plebis. 

Cadoriiio, Distrikt (um Cadore), Äger 
Cddannus, 

Caen, St. (Hptst. des frz. Dep. Calva- 
dos, am Einfl. des Odon in die Ome), 
CadDmum. — Cadömus. — CaMvm. 

Caer^Gwend, s. Bristol. 

Caerleon (Caerhon), St. (engl. Grafsch. 
Monmouth, am TJsk), Isca Silü- 
rum. — Isca Legio. — Legionis 
Urbs. 

Caermarthen^ 1« Grafsch. (im Fürsten- 
tum Wales), Comitatus Maridimensis. 
S« St. (Hptst. von 1., am Towy), 
Maridunimi. 

Caernarroii) !• Grafschaft (im Fürsten- 
tum Wales), Ärvonia. — Comi- 
tatus Arooniensis. — Snaudonia. 

2. St. (Hptst. von 1., am Südende 
der Memaystrafse und der Mündung 
des Seiont), Seguntium. 

Caerwenty St. (im Fürstentum Wales), 
Ventidunum. 



Cäffia, s. Kaffa. 

Caiaa, St. (in Tunis), Ca^sa. 
Einw.: Capsenses. 

Gagli, St. (im ehemal. Kirchenstaat), 
Call um. — CaUis. — Ad CaUem. 

— Ad Cale. 

Cagrliari, 1. Vorgebirge von (am 
Meerbusen von C, auf der Südküste 
der Insel Sardinien), Promuntü- 
rium Caralttänum. — Carälis. 

9» St. (Hptst. der Insel Sardinien, 
Kastell, Hafen, Universität), Carä- 
lis. — Caroles, -tum. — Carola. 

Einw.: Caraiitdm, 

Adj.: CaraliW,nus, -a, -wm. 

3* Meerbusen von (vgl. 1), /Smt*s 
CaralifWnus. 

CahorSy St. (Hptst. des frz. Dep. Lot), 
Cadurci. — BivJyna Cad/u/rcorum. 

— Cad/wrcmn. — Bihöna. 
Adj.: CaduTcensis, -e. 

Cadurcus, -a, -um. 

Cairo, 1*. s. Kairo. 

2» St. (in Piemont), CamiUcum. 

Caithnefs (Cathnes), Grafschaft (im 
nördl. Schottland, Hptst. Wick), 
Cathanasia. — Cathenasia. 

Cajazzo, St. (im Neapohtanischen), 

CaJatia. 

Calabrien, s. Kalabrien. 

Calagero, St. (auf Öicihen), Schera. 

Calahorra, St. (span., in Altkastilien, 
am Ebro), Calagurris. — Cala- 
güris. — Calagonna. — Nascica. 

— Cdlahorra. 

Einw. : Calaguritäni. — Nascici. 
Adj.: Calagu/ritänus, -a, -um. 

Calais, 1. St. (befest. Hafenst. im frz. 
Dep. Pas-de-Calais, an der gleich- 
namigen Meerenge; kürzester Über- 
fahrtsweg nach England [Dover]) 
CalBsium. — Calisium. — Portus 
Ulterior. — Caletum. 
Adj.: Caletänus, -a, -um. 
Caletensis, -e. 



73 



CAlamiiie 



Campen 



74 



2. Meerenge von (Pas-de-Calais), 
Fretum Gallicum. — Fretiim 
Brtta/nmcum. — Fretum Caletänum, 

— Fretum Morinorum. 

Calamine, Insel (im Archipel, bei der 
Insel Kos), Calymna (KdXvfiva). 

— Calymnia. 

Calatabellota, M. (anf Siciüen), Cri- 
misus, — Ishm/rus. 

Calatafiml, St. (auf Sicilien, Prov. 
Trapani), Longartum. 

Calataglrone, St. (auf Sicilien, Prov. 
Catania), Caläta Hierünis. — 
Hybla Minor. 

^alata Seibetta, St. (auf Sicilien), 
Cailoniana. 

Galatayud, St. (am Jalon, span. Prov. 
Zaragoza, in Aragonien)^ August a 
Bilhilis. — Bilhtlis Nova. — 
Calataiüha. 

Calatraya, St. (in Spanien, ehem. Sitz 
eines span. Ritterordens), Cala- 
trava. — Oretum. 

Galear, s. Kaikar. 

Caldas da Beinha, St. (u. Bad, 
portug. Prov. Estremadura) , Äqua£ 
Cüinorum. 

Caldas de Mombuy, St. (und Bad 
[Therme] in der span. Prov. Barce- 
lona), Aquae Cdlidae, 

Caldas d'Orense, s. Orense. 
Caldem, s. Kaldem. 
Calembergr, s. Kalemberg. 

Califomien, s. KaUfomien. 
Calmar, s. Kalmar. 
Calmlne, s. Calamine. 

Calore, M. (im Neapolitanischen), 

Cälor. 
Caloseopiy s. Belvedere 3. 

Calvi, St. !• (befest. Hafenst. auf der 
"Westseite der Insel Korsika), Cküvium. 

2. (ital. Prov. Terra di Lavoro), 



Cales, -dum,, — C<üe, -es. — Mum- 
cipium Caibsnum. — CalSnum. 
Adj. : CalEnus, -a, -um. 

Calw, s. KäIw. 

Camargrue, Insel (im Delta des Rhone, 
zwischen dem Grofsen und Kleinen 
Rhone ; Hauptort Sainte Marie), Cam- 
pus Marti. — Gai Marti Ager, 
— Camaria., 

Camasb, s* Kamask. 

Camb, s. Kamb. 

Cambay, s. Kambay. 

Cambray (deutsch Kameryk), St. (be- 
fest., frz. Dep. Nord, an der Scheide), 
Cameräcum. — Camaräcum. — 
Camera,censium Civitas. 

Cambresls, Landschaft (in Flandern, 
vgl. Cambray), Ager Cameracensis. 

Cambridge, 1. Grafschaft (in England), 
Comitatus Cantabrigiensis. 

2. St. (das., Hptst., am Camber, 
Universität), Cantahrigia. — Com- 
boricum. — Cambontum. — Cami 
Vadum. 

Adj.: CaMabrigiensis, -e. 

Camenz, s. Kamenz. 

Camerlno, St. 1. (Hafen in der europ. 

Türkei), Cormrus. 
2« (im ehemal. Kirchenstaat), 

Cam^efinum. 
Cammalsa (Kumayta), Berg (im südl. 

Thessalien), Oeta (Oittj). 

Cammln, s. Kanmiin. 

Campagrna, St. (im NeapoHtanischen), 

Cam/pania. 
Campagna di Borna, Landschaft (die 
Umgegend von Rom, den gröfsten 
Teil des alten Latiimi umfassend), 
Latium. — Campania Ro- 
mana. — Territorium Romanum. — 
Latium Novu/m. — Latium Adiectu/m, 
Adj . : Latlnus j-a, -um. — Latius, 
-a, -um. — Latiälis, -e. — 
LatiS/ris, -e. 



75 



Campido^llo 



Capo Corso 



76 



Campen, s. Kämpen. 

Campidogrlio, Platz (in Kom, an der 
Stelle des alten Kapitels), Capitölium. 

Campodoleino (Campdulcin), Gemeinde 
(im schweizer Kanton Graubünden), 
Campus Dulcinus. 

Campo Hazzone (in Neapel), SteUatis 
Ager. 

Adj.: SteUatmus, -a, -^pi. 

Canal &e.^ s. Kanal. 

Canarisehe Inseln, s. Kanarische 
Inseln. 

Oanayese, Landschaft (ehemal. Graf- 
schaft in Hemont, nördl. von Turin, 
zwischen Po, Stura u. Dora Baltea), 
Canapitium. — Comitatus Epe- 
perodiensis. 

Candia, s. Kandia. 

Caneto, St. (in Oberitalien), Behriä- 
cum. — VelHäcum, — CanBtum. 

Cang-as de Oniz (Santillana) , St. (im 
kantabrischen Spanien), Coricäna. * 
Einw.: Concani. 

Canistro, Insel (im Ärchipelagus), 
Ampelusta. 

Canne, Ort (in TJnteritaÜen, am südl. 
Ende der apulischen Ebene, westl. 
vom jetzigen Barletta), Carmae. 
Adj.: Cannensts, -e. 

Cannes, St. (Seebad u. Hafen, frz. Bep. 
Seealpen, am- Golf von Napoule), 
Bufentis. — Ad Horrea. — 
Aegitna. 

Cannstatt, s. Kannstatt. 

Canobio, Mrktfl. (in Piemont), Coeno- 
bium. 

Canösa-di-Pugrlia, St. (unterital..Prov. 
Terra di Bari), Camisium. 
Adj.: Canusius, -a -um, 

Canusinus, -a, -imi. 
Einw.: Canusmi. 
Canossa, s. Kanossa. 
Cantal, Berggruppe (im Auvergne- 
gebirge; danach benannt das frz. 



Dep. C. mit der Hptst. Aurillac), 
Celtorum Montes. 

Cantera, M. (auf Sicilien), Acestnes, 
-ae und -ts. — Abölus. — Aläbis. 

Canterbary, St. (Hptst. der engl. 
Grafsch. Kent, am Stour), Duro- 
vernum. — Darvemum. — Dura- 
verus. — Cantu^ria. 
Einw.: Cantuarii. 
Adj.: Burovernensis, -e.. 
Cantuariensis, -e. 

Cantire, I.Halbinsel (lang u. schmal, in 
" der Schott. Grafech. Argyle), Ccmtiera. ' 

S« Meerenge vx)n (ebendaselbst), 
Cantierae Fretum. 

Canrey (Convey), Insel (an der Themse- 
mündung), Convennus. — Co- 
vennus. 

Caours (Cavours), Mrktfl. (in Piemont). 
Cavortium. 

Capaeio (Capece), St. (im Neapolitani- 
schen), Caput Aqueum. 

Cap . . . . , s^ Kap 

Capellen, s. Kapellen. 

Capestan, Mrktfl. (frz. -Dep. Seine-et- 
Oise), Cap rasiu m. — Caput Sta^i. 

Capitanäta, Prov. (unterital., in Apu- 
lien; Hptst. Foggia), Baunia, 

Capo Campanilla (oder della Minerva), 
Vorgebirge (Sicilien), Promuntü- 
rium Mtnervae. — Atlienaeum. 

Capo Colonni, Vgb. (Südspitze Attikas), 
Sun tum (Sovviov). — Promuntu- 
rium Su/niäcum. 

Capo Cormacheti, Ygb. (Nordküste 
der Insel Cypem), CrommyuAcris 
{KQOfjLfJivov kxQlg).— Promu/iüuriwni 
Cepa/rum. 

Capo Corso, Ygb. 1. (Insel Korsika), 
Promuntürium Sacrum. . — 
Caput Corsum. 
2» Caput Coi'sum Africanum. 



•77 



Capo Figolo 



«Cardigan 



78 



Capo Figrolo, Ygb. (in Albanien [Akar- 
nanien]), Promtmtüriufn Actiwm, 

Capo Janissaro, Ygb. (u. Hafenstadt 
Jenischer in der kleinasiatischen 
Ebene Troas), Ffomwntwrium Signum. 
A(\j. : Sig^uSj -a, -um, 

Capo Litar (lithoda), Ygb. (auf der 
Insel Negroponte), Cenaeum, — 
Cancie. 

Capo Miseno, Ygb. (u. Stadt M. in 
Kampanien), Fromuntürium Mi- 
sin um. — Mons MisEnus. 

Capo Passaro, Ygb. (südl. Sicilien, 

nach Griechenland zu), Promun- 

' turtum Fachynum. — Pachynus. 

Capo de Palos, Ygb. (u. Hafenst. im 
ehem. Kgr. Sevilla in Südspanien, 
am östiichen [Tinto-] Zipfel der 
Huelbabai), Scambraria. 

Capo de Tres Foreas, Ygb. (und 
Häfenst. Cazaca in Marocco, dem 
ehemal. Mauria Tingitana)^ Meta- 
gonium (Mszaycjviov). 

Capo della Chlmera, Ygb. (in Epi- 
rus), Ceraunii Montes. — Acro- 
ceraunn Montes. 

Capo della Testa, Ygb. (Insel Sar- 
dinien), Erebantium. 

Capo di Brussano, Ygb. (UntentaUen), 
Promuntürium Zephyrtum. 

Capo di Faro, Ygb. (Sicilien), Pe- 
lürum {nikioQov axQOv). — Pelü- 
ms, — Proniutvtürium Messänum. 

Capo dl^stria, Ygb. (u. Hafenst. in 
Istrien, südl. von Triest, am Meer- 
busen Yalle Stagnone; einst Hptst. 
des venetian. Istriens), Aegida. — 
Capula Histriae. — lustinopolis. 

Capo dl Santa Croce, Ygb. (Sicilien), 
Tau/rus {Siculoi'um). 

Capo dl Spartivento, Ygb. (Südspitze 
Italiens am Ionischen Meere), Pro- 
muntürium Bruttium. — Her- 
culis Fromuntürium. 



Capn^a, Insel (zwischen der N^ord- 
spitze von Korsika u. Toscana, vul- 
kanisch-gebirgig, nur an der Ostseite 
bei der gleichnamigen, durch ein Fort 
geschützten Stadt zugänglich), Ca- 
prasia. — Aegilon, -Dnis. 

Caprera, Insel (Felseneiland an der 
Nordostspitze von Sardinien), Aegtla, 

— Capraria, 

Capri, Insel (vulkan. Felseninsel, am 
Eingang des Golfs von Neapel; der 
westl. Teil Anacapri, dui'ch steile 
Felswand abgeschieden), Capreae. 

— Capria. 

Adj.: Capreensis, -€. 

Capristano, Lage di (oder Celano), 
See (gröfste im südl. Italierf, im 
ehemal. Marserlande), Lacus Fücinus. 

Capaa, St. (befest., unteiital. Prov. 
Terra di Lavoro, am Yoltumo; die 
alte St. lag etwas östiicher), Captia, 

Einw. : * Capuäni. 

A<y.: Capu>ensis, -e. 

Capaa Nora, s. Nova Gapua. 

Caraeaja, Ygb. (Halbinsel Krim), 
Charax. 

Caramanien, s. Karaman. 

Carapheria, s. Yeria. 

Carasu, Fl. 1. (in Kleinasien [Cihcien]), 
Cydnus. 

2. (europ. Türkei), Athyras. — 
Pydaras. 

Carayagrgrie, Mrktfl. (Oberitalien, bei 
•Bergamo), Caravacium. — Cara- 
vagium. 

Careassonne, St. (Hptst. des ft'z. Dep. 
Aude, an der Aude und dem Süd- 
kanal), Carcäso. — Carcasum 
(Volcai-um). — Carcasso. — Car- 
cassio. 
Adj.: CarcassQnensis, -e. 

Garden, s. Karden. 

Cardigran, 1. Grafschaft (südwestl. 



79 



Cardoiia 



Cartairena 



80 



Wales in England), Comitatm Cere- 
ticensis. 

S. St. (Hptst von 1., am Teify), 
Ceretica. 

Cardona, St. (befest., span. Prov. Bai- 
celoTiaL)^ Jithanagia, — üdara. 

Carentan, St. (frz. Depart. Manche), 
Carento. — CarentHnum. 

Cariati (oder Torre di Fiumeiiica), St. 
iim Neapolitanischen), Paternum. 

— Chariatum. 

Caridia, St. (in Kumelien), Cardia. 

Carigrnano, St. (ital. Prov. Turin, am 
Po), Cariniänum, 

Carinola, St. (im Neapolitanischen), 
Forum Claudii. — Cdbsnwm. 

Caristo, St. (oder Castel Eossa auf 
der Südküste der Insel Negroponte 
[Euböa]), Carystos {Kagvoroq). 
Einw.: Carystii. 

Carltena, St. (auf der Insel Kreta, 
jetzt Trümmer bei Hagios Dheka), 
Gortys (roQtvg, besser Fo^rw). 

Carlburgr, s. Karlburg. 
Carleby, s. Karleby. 

Carlingrford, St. (irische Grafschaft 
Louth, Prov. Leinster), Carlingo- 
fordia. — Btmndwm. 

Carlisle, St. (Hptst. der engl. Grafsch. 
Cumberland, am Eden), Carleblum. 

— Brovoniäcum. — LugovaJlum. — 
lyuguhaMum. — LugubdUia, — 
LuguvaUum. 

Carlopagro, St. (in Dahnatien), Cam- 
pus CaroUnus. 

Carlowitz, s. Karlowitz. 

Carlsbad, s. Karlsbad. 

Carlscrona, s. Karlskrona. 

Carlshafen, s. Karlshafen. 

Carlsrnlie, s. Karlsruhe. 

Carlsstadt, s. Karlsstadt. 

Carmagnola (Carmagnole) , St. (ital. 



Prov. Turin, unfern vom Po), Car- 
maniöla. — Carmanohz. 

Carmona, St. (span. Prov. Sevilla, 
Südspanien), Carmo, -ön«8. — Car- 
mdna. — Carmonia. 
Einw.: Carmonenses, 

Camak, s. Kamak. 

Camero, Meerbusen ' von (Teil des 
Venetianischen Meerbusens), Sinus 
Camarius. 

Caromb, St. (Dep. Vaucluse im süd- 
östl. Frankreich), Cartimbus. 

Caros de los Infantes, Mrktfl. (Spa- 
nien), Ilarcuris. — Larcuris, 

Carpathen, s. Karpathen. 

Carpenitza, St. (Halbinsel Morea in 
Griechenland, yoa. alten Messenien an 
der arkadischen Grenze), Oechalia 
{OlxaXla). • 

Carpentras, St. (frz. Dep. Vaucluse, 
am Auzon), Carpentoracte, — 
Carpentoractum. 

Carpi, 1. St. (ital. Prov. Modena, am 
Secchiakanal), Carpium, 

Carpi, 3. Dorf (bei Verona, an der 
Etsch), Carpium ad Athesin. 

3. ehemal. Fürstentum (Prov. .Mo- 
dena), Frindpatus Carpiensis. 

Carriek (a Eede oder Carrickfergus), 
St. (auf einem Felsen an der Küste 
der irländischen Provinz Ulster, 
durch eine Taubrücke mit dem Fest- 
land verbunden), Caricta. — Fer- 
gusii Bupes. — Fergusii Scoptdus. 

Carrion de los Condes, St. (Spanien), 
Carrio Comitum. 

Cartagrena, St. 1. (bef., span. Prov.. 
Murcia, Kriegshafen), Carthago 
Nova. — Carthago apud Iberos, — 
Spartaria. 

2* (G. de las Indias, Hptst. des 
Staates Boüvar in Neu-Granada, am 



81 



Garasu 



Castel Tiseonte 



82 



Karaibiscli^a Meer), Carthago In- 
dorum. 

Camsu (auch Bazelm*See oder See 
' Unserer Lieben Frau, in Bulgarien), 

Halmyris. — Locus Beatae Ma- 

riae Danubianae, 

Casale, St. (ital. Prov. Cuneo, am Po; 
dtadelle), Bodincomägus. — 
Bodin&ymum, — Cassella. — Casäle. 
— Caaäle Stmcti Evasii. 

Casalmagrgriore, St. (ital. Prov. Gre- 
mona, am Po, mit grofsen Damm- 
werken), Casäle Maius. 

Casan, s. Kasan. 

Caseaes, St. (span. Prov. Estremadura), 
CasceUe. 

Casehau, s. Kaschau. 

Casehmir, s. Kaschmir. 

Casimir, s. Kasimir. 

Casoli, Mrktfl. (im Neapohtanischen), 
CasulcLe. 

Caspisches Meer, s. Kaspisches Meer 

Cassäno, St. (italien. Prov. Mailand, 
an der Adda), Cassänum, — 
Cosänum. — Ccissaniim ad Ä^iMin. 

Cassel, 1. s. Kassel. 

2. (Mont Cassel), St. (frz. Dep. 
Nord), Castdlwin Morinorum. 

Cassis, St. (frz. Dep. Bouches-du- 
Ehone), Carsic i. — Partus Carsicis, 

Casso (Cago), Insel (im Archipel), 
Casus, — Casos. 

Cassopo, Dorf (auf der Ionischen Insel 
Korfu), Cassiope. 

€astagriiatzgrebirgre (QUrop. Türkei), 
Pamgaeus. 

Castel« s. Kastei. 

Castel Aragronese, St (auf der Insel 
Sardinien), Emporiae, — Castru/ni 
Äragonense. 

Castel Baldo, St. (im Venetianischen), 
CasteUum Balduvi. 



Castel Bologrnese, St. (an der alten 
Via Aemilta, zwischen Bologna und 
Eavenna), Casti'um Boloniense, 

Castel Durante, St (im ehemal. 
Kirchenstaat), CasteUum Duran- 

tium, — Urbama. 

• 

Castel Franeo (S. Donino), St. (in der 
Lombardei, ital. Prov. Treviso, am 
Musone), Castrum Francorum. 
— Forum GaXlorum. 

Castel Gandolfo, Schlofs (päpstl. Linst- 
schlofs bei Rom, am Albanersee), 
Arx Gandulfi. 

Castel Geloux (Jaloux), St (frz. Dep. 
Lot-et-Garonne) , Castrum Gelosum. 

Castel Leone, St 1. (Oberitalien), 
Ca^strum Leonis. 

2* (neapolit Prov. Terra di La- 
voro), Castrum Leonis ad Mare. 

Castel Hasrglore, St (ital. Prov. 
Lucca), CasteUum Maius. 

Castel NuoTOy St. (im Mailändischen), 
CaMrum NovUm ad Ädduam. 

Castel NuoTo di Garfagrnana, St. 

(ital. Prov. Modena), CasteUum 
Novum Garfinianum. — Cafe- 
ronianum. 

Castel Nuovo di Scrivia (oder Tor- 
tonese), St. (in Piemont), Castrum 
Novum Dertonense. 

Castel Bampano, St (am griechischen 
Meerbusen Bonchio), Cyparissus. 

Castel B0SSO9 s. Caristo. 

Castel San Pietro, Mrktfl. (im ehe- 
mal. Kirchenstaat) , CasteUum 
Sancti Petri. — Silarum. 

Castel Yeechio Sabreqno, St. (im 

Neapolitanischen), Colonia Super- 
aequäna, — Superequum. 

Castel Yetere, St. (im Neapohtani- 
schen), Castrum Vetrium, — 
Caulonia. 

Castel VJsconte, Schlofs (ital. Prov. 
Cremona), Castrum Vicecomitum, 



83 



Castel Toltttmo 



Castro 



84 



Castel Voltumo, Mrktfl. (Unteritalien, 
am Voltumo), Castrum VoUwnii. 

Castel-a-Mare della Bracca, St. (im 

Neapolitanischen), Eleu. — Helia. 
Velia. — Vdiae. 

Castel-a-Mare dl StSiMa (Castella- 
mare), St. (im Neapolitanischen am 
Meere), Stabiae. 

Castelbranco {Castello Branco), St. (in 
Portugal), Albicastrum. — Castel- 
♦ lum Album. — Castrobrdcum. — 
Castrobracense oppidum. 

Castelcorn, Herrschaft (u. Schlofs in 
Tirol), Castrum Comu. 

Castelholm, s. Kastelholm. 

Castellana (Civita Castellana oder 
Santa Maria di Falaii), St. (im ehö- 
mal. Kirchenstaat), Colonia Fa- 
lisca. — Cölmiia Ivmonia. — 
Falei'ii, — Aequum Faliscum. 

Castellaun, s. Kastellaun. 

Castellazo, St. (in der Lombardei), 
Gamwndium. 

Castello dl Solanto, St. (auf Sicilien), 
Solu 8, -untis {2o?.6eig). — So- 
luntum. 
Einw.: Soluntmi. 

Castello de Ampurias, St. (Spanien), 
Emporiae. 

Castelmagno, Dorf (m Piemont), 
Castellum Maius Fedemontii. 

Castelnaudary, St. (südfrz. Dep. Aude, 
am Ganal du Midi), Castellum 
Arianorum, — Castellum Novum 
Ariani. — Castelavium, — Aura- 
vium. — Sostomagus. 

Castelnau de Medoe, St. (frz. Dep. 
Gironde), Noviomägus. — Neo- 
magus. 

Castlgrllone 9 1. Mrktfl. (am Tusk. 
Meere), Castellio Piscaria. — 
Castüio. 

2» St. (in Piemont), Castellionnm. 



Castlgrllone, 3* St. (Prov. Lucca), 
Castüio Luccensis. 

Castigllone Aretlno (oder Fiorentino), 
St. (im Morentinischen) , Aretium 
Fidens. 

Castlgrllone Mantuano, Mrktfl. (bei 
Mantua), Castüio Mantuana. 

Castlgrllone Marltlmo, St. (im Nea- 
politanischen), Castüio Caläbriae. 

Castlgrllone della Peseaja, See (kl., 
in Etrurien), Locus Frilius. 

Castlgrllone delle StlTlere, Mrktfl. 
(ital. Prov. Brescia), Castüio Stive- 
rorum. 

Castlgrllone dl Cosenz«, St. (bmttische 
Stadt in Unteritalien), Castüio Con- 
sentina. 

Castlllen, s. Kastilien. 

Castlllo, Mrktfl. (Spanien), Fanum 
Herculis. 

Castona la Vleja, Bergwald (Spanien), 
Saltus Castvlonensis. 

Castros, St. 1. (frz. Dep. Tarn, am 
Agout), Castrum AJbiensium. 

2« (frz. Dep. Gironde),* Castra ad 
Garumnam. 

Castrl, Mrktfl. (im jetzigen livadien, 
einst St. in Phokis, am Pamafs, am 
Abflufs der Kastalischen Quelle, mit 
Apollotempel u. Orakelstätte), Delphi, 

Castro, 1. St. (im südl. Morea, einst 
Hafenstadt in Argolis mit dem Tem- 
pel der Demeter), Hermiöne CFq- 

fllOVTJ), 

3. St. (auf der Westseite der Insel 
Lemnos), Myrina (Mvqlvo). 

3. Hz^. (ehem., im einstigen 
Kirchenstaate), Ducatus Castrensis. 

4. St. (in 3.), Castremonium. 
Castricomium, 

5. St. (im Süden der Prov. Neapel), 
Castrum Min erva e. — ArxMiner- 
vae. — Minervium: — Portus Veneris. 

O. (oder (Metelino), St. (u. Hafen 



85 



Castro del Bio 



Cephaloiiia 



86 



auf der Insel Metelino), Mitylene 
{Mirvli^vtj). 

Castro del Bio, Mrktfl. (Spanien), 
Castra Postumiana. 

Castro GioTaani, St. (sicil. Prov. Oal- 
tanisetta, Citadelle), Enna. 
Adj.: Ewnensis, -e. 

Catalonien, s. Katalonien. 

.Catania (Catanea), St. (in der gleicli- 
nam. Prov. auf Sicilien am Ätna u. 
am Meer), Cattna. — Catenu 
(KaxavTi), — Oppidii/ni Catinense. 

Einw. : Catinenses. 

Adj.: CatinaeuSj -a, -um. 

Catanzäro, St. (Hptst. der ital. Prov. i 
Calabria ultra n, am Golf von , 
Squillace), C ata du m. — Catancium. ; 

Catelet (Le), Mktfl. (frz. Dep. Aisne), ; 
CasteUetum. 

Cattaroy St. (in Balmatien, in der 
Bucht Bocche di C, stark bef. östr. ] 
Kriegshafen), CatÄarww(/iCa^a()ov). i 

— Catärum, — Catära. — Äscri- '! 
vturn. 

Cattegat, s. Kattegat. 

Cattwijk op Zee, s. Katt^vijk op Zee, ! 

Caab, s. Kaub. 

Caneasos, s. Kaukasus. 

.Caudebec, St. (Hptst. der Landschaft 
C3LVLKmFYmkreich\ Calidobecum. 

— Latomagus Cäldebeccum. 

Caumont, Mrktfl. 1. (frz. Dep. Yau- 
cluse), Calvimons Provinciae. 

S. (frz. Dep. Calvados), Calvimons 
Normanmae. 

Caux, Landschaft <frz. Dep. Basse- 
Seine, Hptst. Caudebec), Äger Cale- 
tensis. 

Caya, 1. St. (ital. Prov. Principato ^ 
citeriore), Marcina. 

!S. Kloster (berülimte Benediktiner- 
abtei in 1.), Cavea. 

Cayan, Grafschaft (irl. Prov. Ulster, 



Hptst. C), Cavänum, — Brearia. 

— Brenia. — Brefinia. 

Cayeux, St. (frz. Dep. Somme), Setüci. 

Caymaninseln (westindische Insel- 
gruppe, südl. von Cuba; nur eine, 
Gr.-Cayman, bewohnt), OrococUlorum 
Insulae. 

Cazdres, St. (frz. Dep. Gai-onne-Sup.), 
Cälagorris. 

Cedogrna, lia, St. (auch Pandosia, in 
der südital. Prov. Apulien), Aqui- 
lonia. — Herdonia. — Ardoneae. 

— Erdoneae. 

Cefalonia, s. Cephalonia. 

Cefalu (Cifalu), St. (auf Sicilien, Prov. 
PaleiTOO, an der Küste\ Cephal'oe- 
d^is. — C&phaloedium. 

Ceg:ii, St. (im Neapolitanischen), 
Ca eil um, — Cdia. 
Adj.: CaeUmis, -a, -um. 

Celano, St. (ital. Prov. Abruzzo ultra 11; 
nördl. der See von Celano mit dem 
neuerdings wiederhergestellten Ab- 
zugskanal nach dem Meere), Cae- 
länum. — Celanum. 

Celano, Lago di, See (s. St. Celano). 

Lacus F^lc^nus. 

> 

Celle, St. (Kreis C, Landdrostei Lüne- 
burg, Prov. Hannover, an der schiff- 
baren Aller, welche daselbst 1. die 
Fuse und r. die Lachte aufnimmt), 
Cella. — Cellae. 
Adj.: CellensiSj -e. 

Ceneda, St. (in der Lombardei), ÄcB- 
des. — Acedum. 

Cenis, Mont, s. Mont Cenis. 

Centorbe (Ceutorvi), St. (auf Sicilien), 
Centuripaj -onim. — Ceiituripa^. 

— Centimpinum. — Civitas Cen- 
turipina. 

Cepbalonia, Insel (eine der Ionischen, 
vor dem Golf von Patras, bergig: 
Hptst. Argostoli), Cephalenia (Ke- 
(paXlrivla). 



87 



Ceprano 



Ghftlons-Bar-Sadne 



88 



Oeprano, s. Pontecorvo. 

Cerasonde, s. Keresoun. 

Cerda^e, Grafschaft (ehem. in Frank- 
reich und Spanien), Ceredania. — 
Cerritania. — Cardania. 

Ceret, St. (frz. Dep. des Pyrenees- 
Orientales), Ceretvm. 

Cerigo, Insel (griech., südl. bei Mor^a ; 
Hptort Caspali), CythBra, -ac. '— 
Oythera, -orvm. 
Adj.: Cythereas, -a, -wm. 

Cerigrotto, Insel (südöstl. von Cerigo, 
Station der aus der Levante kom- 
menden Schiffe), Aegilia, -ae. 

Cert, M. (in Schottland), Carthus. 

Cervaro, Fl. (im Neapolitanischen), 
Cerbodus. 

Cervcpa, St. (span., Katalonien), Cer- 
varia. — Cerveria. 

Cerreterl (Cerveterre, Cervetro), Dorf 

(einst St. in Etnmen), Caere {n. in- 

decl.) und Caere (itis und Stis). — 

AgyUa (^yvAAa). 

Einw. : Ca£rites oder Caeretes, -tim. 

Adj.: Caeres, -Etis. 

Caeretä/nus, -a, -wm. 

Oerria, St. (im einst. • Kirchenstaat), 

Ficocle. 
€erzn]i, Gemeinde (schweizer Kanton 

[ital. Schw.] Veltlin), CerctmtiM. 

Cesena, St. (ital. Prov. Forli, am Savio ; 
KasteU), CaesSna. — Curva Cae- 
sEna. 
Adj.: GaesEnas, -ätis. 

Cette, St. (bef. See- u. Handelsst. im 
frz. Dep. Herault, an der Mündung 
des Kanal du Midi, auf einer Land- 
zunge zwischen dem Meer und dem 
Etang von Thau; siebenter Handels- 
hafen Frankreichs), Settum. — 
Setiena. — Segium. — Sigium. — 
Messua Collis. 



Genta, 1. St. (span. Festung an der 
Küste von Marokko, Gibraltar gegen- 
über), Septa, -orwm. 
2. Vgb., AhyU. 

CeTennengrebirgre (in Südfrankreich 
[Languedoc], vom Lozeregebirge süd- 
westl. bis zum Canal du Midi),' 
Mons Cebenna. — Montes Ceben- 
nici. 

Ceylon , Insel (britisch, im Indischen 
Ocean, von der NOspitze Yorder- 
indiens durch die Palkstrafse ge- 
trennt) , Taprobane ( TanQoßdvrj 
aus dem arischen Beinamen Täm- 
praparni = locus maior plantis 
rubris plevms). — Ceüänum. 

• 

Chabeuil, St. (frz. Dep. Drome), Cha- 
belli um. — Chaimlium. — Cere- 
bdiaca. 

Chablais (Ciabiese), Landschaft (ehem. 
savoy. Herzogtum, frz. Dep. Haute- 
Savoye, am Genfersee; Hptst. Thonon), 
Ducatus Caballicus. — Äger 
CabelUcus oder Antuatum. 

Chablis, St. (frz. Dep. Tonne, Nieder- 
burgund, 1. Ufer des Serein, ö. von 
Auxerre), Cabelia. — CahUäcum. 

Chaise -Diea 9 St. (frz. Dep. Haute- 
Loire), Ca>sa Dei. 

Chftlonnois, Iiandschaft; (Frankreich, 
s. Chalons-sur-Saone), Ager Cdbülo- 
nensis. 

Chftlons-sur-Mame, St. (Hptst. des 
frz. Dep. Marne, an der Marne; nö. 
das stehende Übungslager der Fran- 
zosen), Catalauni. — Catelauni. — 
Catalaunum. — Civitas CateUau- 
norum, — Du/rocatalay/ni. 
Adj.: Catalav/nicus, -a, -um. 
Catalau/nensis, -e. 

Chftlons-sur-Saöne, St. (frz. Dep. 
Saone-Loire, an der Saone), Cabil- 
iDnum. — CaMüo, -ünis. — Ca- 
billio. — Civitas Cabülonensis. — 



89 



Chalas 



Charlotteaburg 



90 



Cabiüönes, — (JabaMnwm. — Cor i 
hcModwnwm. { 

Chaliis, St. (frz. Dep. Haute- Vieime), 
Castrwm Imcü. 

Cham, St. (Bezirksamt, bayr. KB. Ober- 
pfalz, in einem Thalbecken zwischen 
dem Bayrischen und Oberpfälzer 
"Wald, am Eegen; einst wichtige | 
Festung), Cambum. 

Chamb, M. (r. Nbfl. des Kegen; entspr. 
in Böhmen, mündet ö. von Cham), 
Cambus Bavaricus. 

Chambery, St. (früher Hptst. des sar- 
din. Hzgts., jetzt des frz. Bep. Sa- 
voye, an der Eisenb. von Genf zum 
Mont Cenis), Camer inum Lern- 
niorum. — Camberiäcum, — Cam- 
berianum, — Cambennum. — Cam- ; 
beritmi. ! 

Chambord, Dorf (u. sechstürmiges 
Schlofs im frz. Dep. Loire-Cher, am 
Cousson, unweit Blois), Camho- 
rium. — Chamhordium. — Cham- 
horitv/m. 

Chambre, Mrktfl. (Savoyen), Camera. 
— Cameras Oppidum. 

Chambre, La, Hafenst. (Bretagne), 
Camera Britanniae Minoris. 

Chamouni, Thal (in Savoyen, zwischen 
den Grsyischen und Penninischen 
Alpen, von der Arve durchströmt, 
darin das Dorf C, von wo der Mont- 
blanc erstiegen wird), Campimmi- 
timn. 

Champagrne, Landschaft: (alte franz. 
Provinz, zerfallt in die dürre und 
arme Nordosthälfte [Champagne 
pouilleuse] u. die fruchtbare reiche 
Südwesthälfte; Hptst. Troyes. Jetzt 
die Dep. Ardennen, Aube, Marne u.. | 
Obermame, Teile von Aisne, Tonne, 
Seine-Marne u. Meuse), Campania 
Gallica. — Campania Francica. 
Adj.: Campanus, -a, -um. 



Chanonry (Channerie) of Bosse, 
lilrktfl. (in Schottland), CA anrea. — 
Cha/noricum. — Cammcum, 

ChantiUy, Mrktfl. (frz. Dep. Oise, 
n. von Paris), Chantiliäcum. 

Gbapelle (La) Dom Gillon (oder 
D'angillon), St. (frz. Dep. Cher), 
CapeUa Domini GilOnis. 

Chardak, s. Lapsaki. 

Charente, M. (westl. Erankreich, entspr. 
auf den Limousiner Bergen, mündet 
der Insel Oleron gegenüber in den 
Atlant. Ocean), Carantowus. 

Charentbn, !• Mrktfl. (frz. Dep. Seine, 
so. bei Paris, an der Seine; dabei 
das Fort Ch. zwischen Marne und 
Seine), Carentoniwm, — CarenÜonus. 
S. St. (frz. Dep. CJher), Carento- 
nium Bituricense. 

Charleinont, St. (befest., frz. Dep. Ar- 
dennen), Carolomontium. 

Gharlemount, St. (in Irland), Cardio- 
mcmtium Hibemicum, 

Charleroy, St. (bef., belg. Prov. Henne- 
gau, an der Sambre), Carololesium. 
— Caroloregium. 

Charleston, St. (u. erster Handelsplatz 
in Südkarolina, Nordamerika, am 
Meere zwischen den Flüssen Ashley 
imd Cooper), Carolopolis Americana 
Carölinensis. 

Charlestown, St. (in Massachusetts, 
Nordamerika, Boston gegenüber, am 
Charlesflufs), Carolopolis Americana. 

CharleTille, St. (frz. Dep. Ardennen), 
Carolopolis Campania^. 

Charlieu, St. (frz. Dep. Loire), Cari- 
locus. — Gergobina. 

Charlottenburg, St. (u. Stadtkreis, 
Prov. Brandenburg, RB. Potsdam, an 
der Spree, 6 km von Berlin), Arx 
Carolinae. — CaroUnae Bu/rgum. 



91 



CharoUds 



Chfttelleraalt 



92 



Charolais, Landschaft (ehem. Grafsch. 
ijn Dep. Saone-Loire), Carolestum. 

— Pagus Quadrellensis (oder Quadri- 
geUensis). 

CharolleS) St. (Hptst. d. frz. Dep. 
Saone-Loire, in der ehem. Grafsch. 
Charolais), Caroliae. — QtKidri' 
geüae. 

Charost, St. (frz. Dep. Cherl, Caro- 
phium. — Carovium. 

Chartrain, Landschaft (frz. Dep. Eure- 
Loire), Ager Carnutensis. — 
Terra Carnütum, 

Chartres, St. (Hpist. des irz. Dep. 
Eure -Loire, an der Eure; Hauptort 
der ehemal. Landsch. Chartrain), 
Carentum, — Autrtcum. — Car- 
notena ürbs. — Carnutes. — Ces- 
sero. 
Adj.: Carnutensis, -e. 

Ch&teaubriant, St. (frz. Dep. Nieder- 
loire, am eher), Castrum Brientii, 

Chäteau-Caml^resis (Le Cateau), St. 
(frz. Dep. Nord, am Seiles), Castruni 
Camerace9ise. 

Chfttean-Ceaux, Dorf (frz. Dep.Manche\ 
Castrum Celsum. 

Chftteau-Ohinon, St. (frz. Dep. Nevers). 
Castrum Caninum, 

Chätean-Baupliin, Schlofs (in Pie- 
mont), CaMrum Delphini. 

Chäteandun, St. (frz. Dep. Eure-Loire, 
an der Loire), Castellodünum. — 
Castrodünum. — Dünum. 

Chftteaa-Gontier, St. (franz. Dep. 
Mayenne), Castrum GontJiSri. 

Chäteau-dlf, Schlofs (frz. Dep. Ehone- 
mündungen) , Castru m Iphiu m. 

— CasteUum Iphium. — Ärx Iphia. 

— Ärx Taxiüna. — CasteUum 
Taxiänum. 

Chftteau- Landen, Mrktfl. (frz. Dep. 
Seine-et-Mame) , Castrtim Lan- 



donis, — Vallaudnnum, 
nodünum. 



VeHlaur 



CUteau-Heillant (oder Meylieu), St. 
(frz. Dep. CJher), Mediolänum 
Cuhorum. — Castrum MediolöMt. 

Chftteauneof, St. 1. (frz. Dep. Eure- 

• Loire, s. von Dreux), Castrum Novum, 

IS. (kl., frz. Dep. Mayenne-Loire), 
Castrum Novum ad Sartam. 
— Castrum Nooum Cenomanense. 

S. (kl., frz. Dep. lUe-Yilame), 
CaMrum Novum Aremortcae. 

4. (frz. Dep. Charente), Castrum 
Novum IncuUsmense. 

Ch&teaoneuf-sur-Cher, St. (frz. Dep. 
eher), Castrum Novum ad Ca/rim. 

Chftteauneuf-snr-Loire, St. (frz. Dep. 

• Lorret), Castrum Novum ad Ligerim. 

Chätean-Poreien, St. (frz. Dep. Ai- 
dennen), Castrum Porciö/num. 

Chftteaa-Begrnaud, St. (frz. Dep. 
Indre-Loire), Castrum Reginaldi. 

— Caro^nentum. 

Chäteau-Renard, St. (frz. Dep. Loiret), 
Castrum Vulpinum. 

Chäteanroux, St. (Hptst. d. frz. Dep. 
Lidre, am Indre), Castrum Bo- 
dulphi. — Castrum Budolphmum. 

— Castrum Bufum. 

Chätean-Salins, St. (frz.Dep.Meurthe), 
Castrum Salinarum. — Castel- 
lum Salinarum. 

Chftteau-Thierry, St. (frz. Dep. Aisne), 
Castrum Theoderici. 

Chftteauvillain, St. (frz. Dep. Haute- 
Mame), Castrum Villänum. — 
De Castello Villico. 

Chfttelet, St. (in Belgien [Lüttich]), 
Casselstum. 

Ckfttelleranlt, St. (frz. Dep. Vienne, 
an der Vienne), Castrum Her aldi. 

— Castrum Airaudi. 



93 



ChAtillon 



ehester 



94 



CMtillon, 1. St. (kl., franz. Dep. 
Bouches-iiu-Rhöne), CasteUio. 

8* (franz. Dep. Deux-Sevi-es^, 
CasteUio ad Sepäram Natmetenseni. 

Ch&tillon-de-Medoe, St. (frz. Dep. 
Gironde), CasteUio Medtdci, 

Chfttillon-en-Bazols, Mrktfl. (frz. Dep. 
Nievre), CasteUio Tractus Nivei'- 
nensis. 

Chfttillon-les-Bombes (oder sur Gha- 
laronne), St. (Bourgögne), CasteUio 
Bv/rgundia^e. 

Chfttillon-sar-Cher, Mrktfl. (frz. Dep.* 
eher), CasteUio ad Carim. 

Chfttilloii-siir-lliidre, St. (frz. Dep. 
Indre), CasteUio ad Ingerim. — 
CasteUio ad Äug^rim. 

Chfttillon-sar-Loingr? St. (Orleans), 
CasteUio ad Lvipiam. 

Chfttillon - snr - Loire , St. (Loiret\ 
CasteUio ad Ligerim. 

Cbfttillon- sur -Marne, St. (Mame\ 
CasteUio ad Matrbnam. 

Chätillon - sur - Saöne , St. (Haute- 
Saone), CasteUio ad Ararim. 

Chfttillon-sur-Seine, St. (Cote d'Or, 
an der Seine\ CasteUio ad Sequänam. 

Chätillon-sar-S^yre, St. (Yienne), 
CasteUio Pictaviae. 

Chaud, St. (in Savoyen), Calidum. 

Chaudes-Aigrues, St. (u. Bad, frz. Dep. 
Cantal, and.Tniyere), AquaeCalentes. 

Chanmont, St. 1* (Hptst. d. frz. Dep. 
Haute -Garonne), Calmontium Vas- 
coniae. 

2* (frz. Dep. Oise), Calvimontium. 
— Calvin Mons. 

3* (Savoyen), Calmontium. 

Chamnont-en-Bassigrny, St. (Hptst. 
des frz. Dep. Haute-Mame), Calvus 
Mons Bassiniae. — Ccdmontium 
Bassiniae. 



ChauTigrny , St. (frz. Dep. Vienne\ 
Calviniäcum. 

Chares, St. (portug. Prov. Traz-os- 
Montes, r. am Tamega, r. Nbfl. des 
Douro), Aquae Fl av i ae. — Aqui- 
flavia. — Chavae, 

Clielm, 1. Landschaft (Woiwodschaft 
in Russisch -Polen), FaZatinattiS 
Chehnefisis. 
8* St. (in 1 .), Che Im a. — Chelmum. 

Chelmsford, St. (Hptst. der engl. 
Grafsch. Essex\ Caesaromagus. 

ChemDitz, St. (selbst, Kgr. Sachsen, 
Kreishauptm. Zwickau, an der Chem- 
nitz, welche sich bei Alt-Chemnitz 

. aus Zwönitz und "Würschnitz bildet 
und unterhalb Wechselburg in die 
Zwickauer Mulde fliefst), Chem- 
nitium. — Chemnitium Henrntn- 
durorum. 
Adj.: Cliemnicensis, -e. 

eher, M. (1. Nbfl. der Loire, vom 
Auvergnegebirge, mündet unterhalb 
Tours; danach benannt das frz. Dep. 
eher, mit der Hptst. Bourges), 
Caris, 'idis. — Carus. — Charu^. 
— Chares. — Scara. 

Cheraseo, St. (inPiemont), Clafascum. 

Cherbourg, St. (stärkster frz. Kriegs- 
hafen, Dep. Manche), Caesaris 
Burg US. — Caesar öbwrgum. — 
Caroburgum. — Caröbwgus. — 
Coriallum. 

Cherso, Insel (u. gleichn. Hptst. darauf, 
im Quamerogolf [Istrien], durch 
eine Brücke mit Lussin verbunden>, 
Crepsa. — Cressa. 

Cherson, St. (befest. Hafen u. Hptst. 
[an der Mündung des Dnjepr] des 
gleichn. südruss. Gouv. am Schwarzen 
Meer), Chers o, -dnis. — Chersonium . 

ehester, 1. Grafschaft (Westküste Eng- 
lands), Comitatus Cestriensis. 

2« St. (Hptst. von 1., am Don\ 
Ce Stria. — JJeva. 



95 



Chesteifield 



Chiusa 



96 



Chesterfield, St. ^,im. wesÜ. England, 
Grafsch. Chester), Cesterfida. 

Chiana, FL. (Mittelitalien; sein Thal, 
Val di Chicma, vom Knie des Arno 
bei Arezzo bis zum Tiber, kanalisiert, 
sodafs das Wasser zu beiden Seiten 
abläuft), Clan 18. — Glanis. — 
Glanus. 

Chiana -Palude oder Chiani, Sumpf 
(s. Chiana), Palus Cluslna. — 
Ager Clantius, 

Cliiarenza, 1. Mktfl. (griech. Seehafen, 
auf Morea, nördl. Elis), CyllEne 
{KvkXi^vri), — Clarentia. 

ft. Yorgeb. (ebds.), Mons CyUe- 
ntu8. 

Cliiaretta, Fl. (auf Sicilien), Simaethus 

Cliiari, St. (ital. Prov. Brescia, am 
Oglio), Clarium. 

CldaTarl, St. (Hafen, ital. Prov. Genua), 
Clavarum. — Claveritim. — Cla- 
venimm. 

CldaTeiina (Cläven, Cleven), St. (ital. 
Prov. Sondrio, an der Maira, am 
Fuls des Splügen), Claverma. 

Chiehester, St. (Hptst. der engl. Graf- 
schaft Sussex, unfern der Südküste), 
Cicestria. . 

Cliiemsee (gröfster Landsee in Bayern, 
mit 3 Inseln, unweit des Nordfnlses 
der Alpen, durch grolse Filze pioore] 
getrennt; empfangt die Achen und 
Prien aus den Alpen und entiäfst 
die Alz zum Inn), Lacus Chemi- 
agus. — Lacus Chismus. — Lacus 
Chiemensis, 

Cliieri, St. (ital. Prov. Turin), Carea. 
— Carea Fotentia. — Carium» — 
Chierium. — Chei'ivm. 

Chiese, Fl. (in der Lombardei, von den 
Orteier Alpen, mündet unterhalb 
Asola in den OgHo), Clusius. — 
Clausius. — Clesius. 



Chieti, St. 1. (befest. Hptst. der ital. 
Prov. Abruzzo citra, am Pescara\ 
TeüteMarrucinorum, — Teatea. 
Einw.: Teatmi. 

^» (auf der Südküste der Insel 
Cypem), Citium [Klziov). 
Einw.: Citisi. 
Adj. : CitiBus, -a, -um, 
.Citiäcus, -a, -um. 
CttiensiSf -e. 

Clii^Tres, St. (in Belgien), Cervia. 

Cliimay, St. (in Belgien), Ctmacum, 

— Chimäcum. — Chimaeum. 

Chimera, St. (in Albanien), Acroce- 
raunt a, -ae. — (Jhimaera {Xi- 
fiaiQa), 

Cliimera, Bella- (oder XhimarioliV 
Gebirge (albanische [epirotische] Ge- 
birgskette, mit dem Kap linguetta), 
Acroceraunia, -orum. — Montes 
Acroceraunii. — Montes Cerau/mi. 

— Cefraunia [Ta axQa ra KsQavvia). 

Cliina (Sina, Tschina), Kaiserreich 
(gröfste Land Asiens, besteht aus 
dem eigtl. China u. verschiedenen 
Nebenländem: Mandschurei, Mongo- 
lei, Tibet, Korea, Lieukhieuinseln\ 
Sina, -a£. — China. — Imperium 
Sinense^ — Regio Sinarum. 

Einw.: Sinae. — Chinenses. 

Adj.: Sinensis, -e, 
Cliinensis, -e. 

Chlney (Ciney), St. (in NamuK[Belgien]\ 
Cennäcum. — Chirmvm. 

Chinon, St. (frz. Dep. Indre-et-Loire), 
Caino, -önis. — Chinonium. 

Cliiogrgria (Chiozza), St. (u. Hafen auf 
der gleichn. Insel Ch. in Venetien, 
s. von Venedig, mit steinerner Brücke 
nach der Landenge von Brondolo\ 
Fossa Claudia. — Claudia. 

Cliiiisa (Klause), Gebirgspafs (Ch. di 
Verona, die berühmte Etschklause, 
nördl. von Verona, die alte Haupt- 



97 



Chiusi 



Cilli 



98 



pforte Italiens; befestigt^ Clausa. 

— VerUca. 

Chiusi, St. {itaX. Prov. Siena; einst 
eine der 12 eti-urisclien Eepubliken^ 
Sitz Porsennas), Clusium. — Ca- 
viars, -artis. — Tuscia. 

Chivasso, St. (in Piemont), Clavasium. 

Chiziko, 1. Insel (im Marmoranieer, 
türkisch Aidindschit) , Cyzicus 
{Kvt,ixog). — Doliönis Insula. 

3. St. (mf der Halbinsel Kapu- 
taghi, türkisch Temaschalik), .6\1/'2^^- 
cMS. — Cyzicum. 

Einw. : CyzicEni. 

Adj.: CyzicSnus^ -a, -um. 

Choezlm (Chotin), St. (russische Grenz- 
festung in Befsarabien, am Dnjestr), 
ChoHnu Hl. — Chotimia . 

Chonad, 1. Gespannschaft (in Ungarn). 
Palatinatus Cenadiensis. — 
Comitatus Chonadiensis. 

3. St. (in 1.), Cenadiujn, — 
Chonadia. — Canadium. — Gena- 
dium. 

€horgres, Mrktfl. (frz. Dep. Hautes- 
Alpes), Caturtcae. — Caturigae. 

— Cattt/rtges. — Caturigomägus. — 
Caturigum Oppidum. 

Chrfss^p, Dorf (frz. Doj). Jurai, Cru- 
Hna. — Cnmnia. 

ChristiaDia (Kristiania; Opslo oder 
Anslo), 1. St. (Hptst. von Norwegen 
und vom Stift Chr., Hafen am nördl. 
Endo des Y}Qv^^ von Chr., an Stelle 
der abgebrannten alten Königsstadt 
Opslo von Christian lY. aufgebaut: 
daneben die Festung Akershuus), 
(Christ f'a nia. — An!<l6a. — Ans- 
lo ga. 

2* Stilt iRgbz., s. 1.1, Comitatus 
Aggerh m x / n s. — Fraefectwa 
Aggerhuaia. 

Christianpries, s. Friedrichsort. 

Christianstadt, St. 1. (Kr. Sorau i. 

Saalfeld, (loojfiaph. Haiiühüchlein. 



N.-L., RB. Frankfurt a. 0., Prov. 
Brandenburg, am Bober [Naumburg 
am Bober gegenüber]), Chn'sfiatw- 
ßtadium ad Boheram. 

2. (Kristianstad) (in der schwedi- 
schen Prov. Götaland, spez. Skanen 
[Schonen]), Christtanopölis. — 
Chnstianostadium . 

Christina, Insel (im Mittelländ. Meer, 
in der Nähe der Insel Kandia), Letoa. 

Christinehamm (Kr.), St. (schwed. 
Prov. Swealand, in AVermlands liin), 
Christmae Fortus. 

ChristoTal, St., de la Havana, s. 

Havana. 

Chrudim, 1. St. i^im gleichn. Kreis in 
Böhmen, östl. an der mährisclien 
Grenze; Hptst. C. an der Chrudimka), 
Chrudimium. 

3« Kreis is. l.\ Circulus Chrudi- 
fnensis. 

Chnr (romanisch Quoii-a, frz. Coire), 
St. (Hptst. des schweizer Kantons 
Graubünden, am Plessur), Rhaeto- 
rum Curia. — Coira. 

Chnrkreis, s. Kurkreis. 

Chorwaiden, 1. Landschaft (u. Gericht 
im schweizer Kanton Graubünden), 
Vallis CoiTantiätia. 

!3. Kloster (-Abtei in 1.), Mona- 
ster i u m Co r r antiense. — Curio- 
vallis. ' 

Chusistan, Landschaft (im südwesü. 
Persien, in der Nähe des heutigen 
Töster oder Schoster, des alten Susa), 
Susiäna, -ae. — Susiäne. — 
Susis, -idis. 
Einw.: Susi an i. — Susii. 

Ciabiese, s. Chablais. 

Cigrliano, 1. St. (^im Neapolitanischen), 
Caeliänum. 

S. Mktfl. (im ehem. Füretent. Pie- 
mont), CiUänum. 

Ciili, 1. Bezirkshauptraannsch. (Unter- * 

4 



99 



Cimbrishamm 



Ci?ita di Penne 



100 



Steiermark, Kreis Marburg, Ostreich), 
Comitatus Celeiensis. — Cileia. 
* 13. St. (in 1.), CeUia. — CeUia 
Claiidia. — Cilleia. 

Cimbrisliamm (Kr.), St. (sehwed. Pi*ov. 
Skänen in Götaland, Christianstads 
Län), Fortus Cimhrorum. 

Cimiez (Simie, Cimella), St. (frz. Dep. 
Alpes-Maritimes, nördl. von Nizza), 
Cemelium. — CemenelBum. — 
Cemenelum. 
Adj. : CemenelensiSj -e. 

Cin, Gemeinde (schweizer Kanton Grau- 
bünden), Cinum. — Scinum. 

Ciney, Mktfl. (bei Namui- in Belgien, 
einst eine germanisch - belgische 
Völkerschaft\ Segni. 

Cin^oli, St. (im ehemal. Kirchenstaat \ 
Cingulum. 

Ciotat, La, St. (frz. Dep. Bouches-du- 
Khone), Carstcorum Civitas. 

Cipro, s. Cypern. 

Cireello, St. (auf der Westküste Italiens) , 
Circeii. 
Einw. : Circeienses. 
Adj.: Circa&uSj -a, -tim. 

Cireello, Monte-, Vgb. ("Westküste 
Italiens, im alten Latium, westl. von 
Terracina; Fels mit dem Flecken 
San Feüce), Promunturium Cir- 
caeuvi. ■" Mons Circaeus. 

Cirencester (Oircester), St. (in Eng- 
land), Corinium. — Diirocorno- 
cium. — Circestria. 

Cirie, St. (in Piemont), Cyriäcum. 

Cirisauo, Mktfl. (im südital. Kalabnen), 
Cytkerium {KvO^i^qiov). 

CiriLassier, Völkerschaft (Tscherkessen 
oder Adighe, d. i. Schluchtenbewoh- 
ner; Volk im westl. Kaukasus, vom 
Schwarzen Meer bis au die Vorberge 
der Kabarda wohnhaft, im 0. Mo- 



hammedaner, im W. eine Art Christen), 
Cercetae. — Circassi. — Sahir i. 
Adj.: Cerceticus, -a, -um. 

Cisteanx (Citeaux), Abtei (frz. Dep. 
Cote d'Or), Cistercium. 

Cisterna, Mktfl. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Tres Tabernae. 

Cittadella, St. (im Venetianischen), 
Civitas Tuta. — Civitatula. 

Citta di Castelio, St. (in Umbrien, 
am oberen Tiber), Tifernum Ti- 
ber tti um. — Civitas Castelldna. 
Einw.: Tiberini. — Tiferni. 

Citta NuoYa, St. 1. (in Istrien), Are- 

monia Nova. 
3* (in Calabria ultra I), Civitas 

Nova. 
Ciudadela, St. (Hafen auf der spani- 

schenBaleareninselMenorca), lamna. 

— lamno. 

Cittdad Beal, St. (Hptst. der gleichn. 
Prov. in Spanien), Civitas Begia. 

— Civitas Regalis. 

Ciudad Bodrigro, St. (span. Prov. Sala- 
manca, am Aguleda, starke Grenz- 
festung gegen Portugal), Civitas 
Roderici. — Rodericopolis. — 
Civitas Lancia. — Civitas Trans- 
cudana. — Augustobriga. — Mero- 
hriga. 

Cividale di Friuli, St. (venet. Prov. 
Udfne), Civitas Foro i u liensi s. 

— Castrum Foroiuliense. 

Civita Borella, St. (im Neapolitani- 
schen), BuceUum. 

Civita Castellana (oder Santa Maria 
di Falari), St. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Falls cae. — Fescennia. 

Civita della Piave, St. (im ehemal. 
Kirchenstaat'), Civitas Flebis. 

Civita di Chieti, s. Chieti. 

Civita di Penne, St. (im Neapolitani- 
schen», Vinna. 



V • • 

' W »■ 1. • • 

' w V • • 

«- W «. • * 



101 CiTita di Santo Angrelo 



Clyde 



102 



Ciyita di Santo An^elo, St. (im Nea- 
politanischen), Cimtas Sancti Ängeii. 

Civitas Dueale, St. (im Neapolitani- 
schen), Civitas Bucalis. 

CiTita Indovina (Lavinia), Mktfl. (im 
ehem. Kirchenstaat), Lanuvium. 

CiTita Tecehia, St. (befest. Handels- 
iL Kriegshafen im ehem. Kirchen- 
staat, am Tyrrhenischen Meere), 
Civitas Vetus. — CentumceUae. 

— Traiani Portiis. 

Civitella, St. 1. (im ehem. Kirchenstaat), 
Cape na. — Capenatium Munici- 
pium. — Colonia Capenas. — 
Vitdlia. 

2« (im Neapolitanischen), Belegra. 

— Beregra. — Beretra, 

CläTen, s. Chiavenna. 

Clairraux^ 1. Mktfl'. (fi-z. Dep. Aube, 
an der Aube; ehem. reiche Abtei, 
jetzt Zuchthaus), Claravallense 
Coenohium. — Clarae Volles. 

3. St. (kl., in Luxemburg), Clara 
Vallis. 

Clamecy, St. (fi-z. Dep. Nievre, an der 
Yonne), Clameciäcum. — Cla- 
miäcum. 

Cläre, 1. Grafschaft (irländ. Provinz 
Munster, am Atlant. Ocean, benannt 
nach dem Ort C, früher Hptst.), 
Clara. — Choniondia. 
2» St. (in 1.), TJmetmania. 

Clarenza, s. Chiai*enza. 

Claude, St. (oder St. Ogen), St (frz. 
Dop. Jura), Fanuni Sancti Clau- 
dii. — Fanum Sancti Augendi. 

Clausen, s. Klausen. 

Clauseiil>urgr, s. Klausenburg. 

Clefeii, CleTen, s. Chiavenna. 

Clcrmont, St. (frz. Dep. Auvergne), 
Claromontium. — Arverna. — 



Arvern&rum Civitas. 
Arvernorum. 



Gergovia 



Clermont de LodÖTe, St. (frz. Dep. 
Herault), Claromontium Luterense. 

Clermont en Argronne, St. (uordöstl. 
Frankreich, zwischen Mamc und 
Maas), Clarus Mons Lotharingiae. 

Clermont en BeauToisis, St. frz. 

Dep. Oise), Clarus Mons Bellova- 
censis. 

Clermont -Ferrand, St. (Hptst. der 
Auvergne u. des Dep. Puy de Dume), 
Clarus Mons. — Augnstone- 
metum. 

Clery (Clairy), St. (fi*z. Dep. Loiret., 
Cleriäcum AurelicjLnense. — 
Clariäcum ad higerim. 

CleTe, s. Kleve. 

Clissa (Clütz), St. (u. Felsenschlofs in 
Dalmatien), Andretium. — Ande- 
crium. — Andetrium. 

Clitunno, M. (kl., in Umbrien, mündete 
in den Tinia), Clitumnus. 

Cloney, Kirchspiel (in Irland), Clona. 

— Cluänum. 

Clond, St., s. St. eioud. 

Clugrny (Cluny), Benediktinerabtei (frz. 
Dep. Saone-et-Loire), Cliniäcum. 

— Cluniäcum. — Clu/niniu/ni. 
Adj. : Cluniacensis, -e. 

Clase, La, Mktfl. (frz. Dep. Doubs, 
zwischen Pontarlier ni. der schweizer 
Grenze), Clusa. 

Cluson, 1. Thal (in Piemont), Clusonia 
Vallis. 

2. Fl. (in Piemont), Chisonlus. 

Clyde, Fl. (im südl. Schottland, von 
den Bergen von Lanark, mit dem 
Forth durch den Clydekanal ver- 
bunden, mündet bei Port Glasgow 
durch den Qydebusen in die Irische 

4* 



103 



Clyde 



Colonua 



104 



See), Cludanus amnis. — Cluda. 

— Clota. — Glota. 

Clyde, Firth of — , Meerbusen (an , 
der Südwestküste Schottlands, mit 
vier CJlydeinseln) , Aestuariam 
Glotae. — Aestuarium Varae. 

Clydesdale, Grafischaft (südl. Schott- : 
land), Glotiana. — VaUis Glotana. 

— Clidesdalia. 

I 
Cnido, St. (Häfen in Kleinasien, teils | 

auf dem Festlande, teils auf einer | 

mit dem Festlande verbundenen Insel | 

im einstigen Karlen) , Cntdus'^ 

{Kvldog). — Gmdus. 

Emw. : Cmdii. 

I 

Adj.: Cmdius, -a, -um, i 

Coa, Fl. (in Portugal), Cuda. 
Coblenz, s. Koblenz. 
€ol»nrgr, s. Koburg. 
Coehem, s. Kochem. 
Coehin. s. Kotschin. 

Coekermoutli, St. (in England), Cocer- 
mutium. — Coccymutium. — No- 
cet tilum. 

Coda di Tolpe, Ygb. (in Kalabrien), 
Caiida Vulpfs. 

Codogrno, St. (im Venetianischen), 
CatonEiim. — Cotonetmi. 

CKlleda, s. KöUeda. 

Colin, s. KöUn. 

C81n, s. Köbi. 

Cl^rliii, s. Körlin. 

Coesfeld, s. Koesfeld. 

COslin, s. Köslin. 

COthen, s. Köthen. 

Coeyorden, St. (in den Niederlanden), 
Cavordia. 

Cogrllano, St. i^im Neapolitanischen), 
CosiUnu7n. 

Cogrnae, St. i^frz. Dep. Cliarente, an 
der Charente), Conäcum. — Cog- 
n(lcum. 



Cogni i^Kuniah), St. (in Kleinasien, im 
ehemaL Lykaonien), Icömum. 
Adj.: Iconiensis, -e-, 

Colmbra, St. (Hptst. der portug. Prov. 
Beira, am Mondego), Conimbra. — 
Conimhrica. — Cofiimbria. — Colim- 
hria', — Caetobrix. 

Coin, St. (span. Prov. Malaga), Cohia. 

Colberg, s. Kolberg. 

Colehester, St. (Hptst. der engl. Graf- 
schaft Essex, am Colne), Colcestria. 

— Camalodunum. 

Coldingrham, St. (in Schottland), Col- 
dania. — CoMäna Urbs. — Cola- 
nia. — Coldingämunt . — Colüdi 
Oppiduw. 

Coleab, St. (in Algier), Castra Ba- 
pida. — Busucörrae. — Bus^l,curwm• 

— Busucurium. 

Adj. : BiisucmritomiSy -a, -um. 

Coli (Col\ Insel (eine der Hebriden), 
Cola. 

Colle, St. 1. (in Toskana), Collis. 
S. (im Kgr. Tunis), Collops 
{-opis) Magnus. — Chulli. — 
Chullu. — Cullu. 
Adj.: Cullensis, -e. 

ColUn, s. Kollin. 

Collioure, St. (frz. Dep. des Pyrenees 
Orientales) , Cnucoliberis. — 
Ca'ucoliherum — Cocliberis. 

Colmar, s. Kolmar. 

■ 

Colmars, Mktfl. ibefest., frz. Dep. des 
i Basses- Alpes), Collis Martis. • 

Colombano, Mkttl. (im Mailändischen'-, 
Fanum Divi Columbani. 

' Colombarl di Trepani (Cervoli), Insel 
{jm MittelL'ind. Meer>, C olu m haria. 

— Felias. 

Colommiers, s. Coulommiers. 

Colonna (Tristena\ Dorf (in Gricchen- 
' land, im alten Argohs, zwischen 
I Kleonä und Phlius\ Netnea (Ntfiki). 



105 



Colonna 



Congro 



106 



Colonna, La, Mktfl. (im alten. Latium), 
Lahtci. — Lamci. — LaMcum. 

— Lamcum. 
Einw.: Labiccmi. 

Adj.: Labicantis -a, -wm, 

Colonne, Delle (Capo), Vgb. (im alten 
Bruttimn beim alten Kroton, im 
jetzigen Calabha ulteriore), Lacinitim. 
Adj.: Lacinius, -a, -um. 

Colnmbretes, Las, Inseln (auch 
Schlangeninseln genannt, Gruppe kl. 
Felseninseln im Mittelmeer zwischen 
Spanien und den Pityusen), Cölu- 
hraria. — OphiUsa. 

Golombton (St. Columb), Mktfl. (in 
England), Cohmbus. 

Colnri, Insel (an der Westküste At- 
tikas), Salamis (üakafiiq). — 
Cychria {KvxQ^ta). — Pityusa (IIi- 
rvovoaa). 

Comaechio, St. (befest., ital. Prov. 
Eerrara, in den VaUi di C, den 
Morästen der Pomündungen, 1 Std. 
vom Adriat. Meere), ComacUum. 

— Comaci^lm. — Comaddu/tn. — 
Cimacul'WM, 

Comersee, s. Como 3. 

Comino .(Cumino), Ins(4 ^ zwischen 
Malta 'und Gozo), Hephaestia 
CH(paLarld). — Comlnvfm. — Cu- 
mmum. 

Commenges (Comminges i , Grafschaft 
(ehem. in Frankreich [Gascogne]), 
Tr actus Convenensis. — Con- 
venae, 

Commercy, St. (franz. Dep. Meuse), 
Commerciäcum. — Commercium. 

Oommotaa, s. Kommotau. 

Comp, 1. Delegat, (oberital. Provinz), 
Territorium Cumetense. — 
Territorium Comense {Cometense). 

S« St. (Hptst. der gleichn. Prov., 
am westl. Südende des Comersees; 
über der Stadt die von Barbarossa 



zerstörte Burg Baradello), Comum. 
— NovocDmum. — Novum Comum. 

Einw.: Comenses.' — Novocomenses. 

S. Lagro di Como, See (in der 

oberital. Prov. C, von der Adda 
dui'chflossen ; im Süden durch das 
Vorgebirge BeUaggio in 2 Arme ge- 
teilt, deren östlicher Lage di Lecco 
heifst), Lacus Larius. — Locus 
Com^ensis. — Laeus ComacEnus. 

Comom, s. Komoni. 

Compidgrne, St. (frz. Dop. Oiso, nord- 
östl. von Paris, an der Oise), Com- 
pendium. 

Compostella, Santiagro de, s. Santiago. 

Concarneau, Mktfl. (Fischerort im frz. 
Dep. Finisterre), Concarneum. 

Coneepcion, St. 1. (Hptst. der gleichn. 
Prov. in Chile, welche vom Biobio 
bewässert wird\ Ciritas Conceptionis 
CMlerisis. 

S. La C. de Urug:uay (Hptst. der 
Prov. Entre-Eios in der Argentini- 
schen RepubHk\ CiHtas Conceptionis 
Argentina. 

Coneepeionbai, Meerbusen (an der 
Nordküste der Insel Avalen [New- 
foundland]), Conceptionis Sinus. 

Cond6 (sur l'Escaut), St. (Fstg. im frz. 
Dep. Nord, an der Scheide), Con- 
daeum. — Condätum. — Cmidstum. 
Adj. : Condaeus, -a, -um. 
Condatensis, -e. 

Gond6 sur l^oireau, St. (frz. Dep. 
Calvados), Condaeum ad Nerallum. 

Condros, Landschaft (im Lüttichischen 
in Belgien), Condrusium. — Cmi- 
drusoru/m Regio. — Comitatus Con. 
dorusto. — Co^drusto. 

Conegrliano, St. (in der Lombardei), 
Coneliänum. 

Confolens, St. (frz. Dep. Charente), 
Confluentes Gallorum. 

Congro, s. Kongo. 



107 



CoBi 



Cork 



108 



Coni^ s. Ouneo. 

Coniglieri, Inseln (5 kl., zwischen 81- 
cilien, Malta und Tunis), InsiUa^ 
Pelagiae. 

Conitz, s. Konitz. 

Connaugrht, Provinz (westlichste von 
Irland mit den Grafschaften Leitrim, 
Mayo, Sligo, Galway u. Eosoommon), 
Connacia. 

Conquet, Xe, St. (frz. Dep. Finisterre), 
Conquestus. 

Conserans, Landschaft (mit gleichn. 
Mktfl. iA frz. Dep. Ariege), Ager 
Consercmensis {Conseranum). 

Constantine, 1. Provinz (in Algier), 
Numidia. 

S. St. (in Algier), Ciria. — Cirta 
lulia. — Constomtlna. 

Constantinopel, s. KonstantinopeL 
Constanz, s. Eonstanz. 

Conty, St. (frz. Dep. Somme), Con- 
ti ä cum. — Contium. 

Conventry, s. CJoventry. 

CoüTersano, St. (im NeappHtanischen), 
Conv er Sanum. — Gupersanwm. 

Conway (Aber-), St. (im engl. Nord- 
wales), Conoviwm. 

Conway, Fl. (in England), Connovius. 

Conza, St. (im Neapolitanischen), 
Cmnpsa. 
Einw.: Gmnpsäni. 

Copa, Fl. (in der Lombardei), Oupa. 

Copenhagen, s. Kopenhagen. 

Coraee, Fl. (im Neapolitanischen), 
Crotalus {KQoraXoq). — Corax 
(KoQa^). 

Corl)ach, s. Korbach. 

Corbeil, St. (in Frankreich, an der 
Seine), Corbelium. — CorboUum. 
— Corbelium. — Corbonium ad 
Sequänam. — losedium. 

Corbette, St. (in der Lombardei), 



Curia Beata. — Curia Pietra. — 
C\ma Picta. » 

Corbie, St. (frz. Dep. Somme, mit be- 
rühmter, 664 gestifteter Benediktmer- 
abtei, dem Mutterkloster des deutschen 
Korvei), Corbeia Antiqua. — 
Corbia. 
Adj.: Corbiensis, -e. 
Corbecenais, -e. 

Corbi^res, Landschaft (in den Aus- 
läufern der östlichen Pyrenäen), 
Vdllis Corbaria. 

Corblgmy St» Leonard, St. (frz. Dep. 
Nievre), Corbiniacum Niver- 
nense. — Fanum Sancti Leanardi. 

Corbigrny St. Mareonl, Mktfl. (frz. 
Dep. Marne), Corbiniacum. — 
Vicus Sancti Marculfi. 

Corbon, Mktfl. (franz. Dep. Ome), 
Corbo. — Corbönum. 

Cordes, St. (frz. Dep. Tarn), Cordu,ae. 

Cordova, 1. St. (Hptst. der gleichn. 
'Provinz im andalusischen Spanien, 
am Guadalquivir), Cordüba. — 
Colonia Patricia Corduhensis. 

IS* (Hptst. der gleichn. Provinz der 
ArgentinischenEepublik, am Primero), 
Cordüba Argentina. 

« 

Corfa, s. Korfu. 

Cori, 1. St. (in Dahnatien), Corinium. 
^. Mktfl. (im ehem. Kirchenstaat), 
Cora. 
Adj.: Cwänus, -a, -um. 

Corigrliano, St. !• (neapolitan. Provinz 
Terra d'Otranto), Coriolcmum Cola- 
briae. 

S. (auch Curigliano; neapolitan. 
Provinz Calabria citeriore), Corio- 
länum. — CoriÖlum. 

Corinth, s. Konnth. 

Cork, 1. Grafschaft (in der irländischen 
Provinz Munster) ^Comitätus Cor- 
caginensis. — Comitätus Corca- 
viensis. 



109 



Cork 



Cosne 



110 



S. Cork, St. (Hptst. von 1 , nahe 
der Mündung des Len in die Cork- 
bai, nach Gröfse und Handel die 
2. Stadt Irlands), Corcagia. — 
Corcavia. 

Comieilles, Mktfl. (im frz. Dep. Oise), 
Curmiliaca. — (Jarmeliaca. 

Cormeiy, St. (frz. Dep. Indre-et-Loire), 
Cormaricum. — Cormeriacum, 

Coma, St. (in Assyrien), Apamm 
(kTidfistcc). 

Cometo, St. 1. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Castrum Novum ad Mar- 
ia m, — Corntietum. 

2. (auf der Insel Sardinien), Corni. 
— Cornus. 

Conmaille, Dorf (frz. Dep. Maine-et- 
Loire), Com'MtMn. 

Comwall(Comwallis), Herzogtum (süd- 
westlichste Grafschaft Englands, am 

_ Atlant. Ocean auf einer Halbinsel, 
Hptst. Launceston), Cornubia. — 
ComuwaUia, — Dvmnoniorum Begio. 
Adj.: ComuwalUensis, -e. 

Coromandel, s. Koromandel. 

Coron, Festung (auf der griechischen 
Halbinsel Morea, im alten Messene, 
Westküste), Corona {Koqwvi]). — 
Colone. — Colonides. 

Correggio, St. (ital. Prov. Modena), 
• Corregium. 

Adj.: Corregiensis, -e. 

Correse, 1. Dorf (einst uralte Hptst. 
der Sabiner, im ehem. Kirchenstaat), 
Cures, -tum. 
Adj.: CwrensiSj -e. 

S. M. (ebds.), Owrensis Fluvius. 

Oorröze, 1. M. (Nbfl. def Vezere im 
südwestl. Frankreich, mündet bei 
Oranges; danach benannt das Dep. 
C; Hptst. TuUe), Curetia. 

2. Landschaft (frz. Dep., s. 1), 
Curetiutn. 



Corseult, St. (frz. Dep. C6tes-du-Nord), 

Curiosolttes. -— Fanum Marits . , 
Corsiea, Corsika, s. Korsika. 
Corsör, s. Korsör. 

Corte, St. (befest., im Innern der Insel 
Korsika, am Tavignano), Curia 
Corsorum. — Ceneste. 

Corte di Matarello, s. Domo d'Ossola. 

Cortelazzo, Insel (bei Sardinien)^ Fi- 
caria. 

Corte Maggiore, St. (ifaL Prov. Panna), 
Curia Jüfaior. 

Cortemigrlid, St. (inPiemont), CuHis- 
milium. 

Corte Olonno, Mktfl. (im Mailändischen), 
Olonna Curtis. 

Cortöna, St. (ital. Prov. Arezzo, im • 
Chianathal ; berühmt durch etrurische 
Altertümer), Corinna. — Corythus 
[KoQvd'Og). — Corythi Arx. 
Adj.: CorloniensiSj -e. 

Cortryk, s. Courtray. 

Comiia, La, St. (Hptst. der span. 
Prov. C. in Galicien, Handelshafen), 
Caronium, — Flavium Brigan- 
tium. — Portio Brigantmus. 

Corvey, s. Korvei. 

Corro, Insel (eine der Azoren^, C<yrvi 
Insula. 

Corzola, Corzula, s. Curzola. 

Coseile (oder Sibari), Fl. (im Neapoli- 
tanischen, im alten Lukanien), Syharis 

{SvfiaQtq). 

Cosentin, Landschaft (in der Nonnan- 
die), Pagus Constantinus. 

Cosenza, St. (Hptst. der ital. Prov- 
Calabria citeriore), Consentia. — 
Civitas Consentlna. — Ousentia. 

Cosnae, St. (frz. Dep. Saintonge), Cu- 
sacum. 

Cosne, St. (frz. Dep. Nie vre), Cona. 
— Conada. — Condida, — Con- 
däte Aule^xorum. — Conium. 



111 



€088^ le Tiviers 



Crec 



112 



Coss^ le ViYlcrs, St. (Vivoin), Cos- 
siaeum. 

CossoTa (oder Amselfeld, in Serbien), 
Campus Merulae. 

Costheim, s. Kostheim. 

Costnitz, s. Konstanz. 

Costnitzer-See, s. Bodensee. 

Cotentin, s. Coutances. 

Cotrone, St. (im Neapolitanischen, an 
der Ostküste des ehemal. Bruttium). 
Croto (Kq6z(ov). 
Einw.: Crotonienses. 
Crotoniates. 

Cottbus, s. Kottbus. 

Cotte, La (— St. Andre), Clwus Sa^ncti 
AndrEcte. 

Cottisehe Alpen, Gebirge (Kette der 
"Westalpen, vom Monte Viso bis 
Mont Cenis, mit westlichen Ver- 
zweigungen in der Dauphine ; Haupt- j 
pafs über den Mont Genevre von • 
Brian^on ijach Susa), Alpes Cottiae, 

Coubebi, s. Cubeibi. 

€ouey-le-€hftteaa, St. (frz.Dep. Aisne), 
Cociäcum. — Codiciäcum. — 
Codicicum, 

Coulmiers (Colomiers, CJoulommiers), 
Mktfl. (nördl. bei Orleans), Colo- 
meria. — Colu/mbaria. 

I 

Ooulogne, Mktfl. (Gascogne, in Frank- 
reich), Casinomagttö. 

Couper, s. Cowpar. 

Courpldre (Cropiere), St. (^frz. Dep. 
Puy-de-D6me), Ourtipetra. 

Courtenay, St. (frz. Dep. Loiret), 
Cortintäcum. — Cortenacum. 

Courtray (hoU. Kortryk), St. (belg. 
Prov. Westflandern, an der Lys), 1 
Cortracum. — Corteriäcum. — Cor- > 
toriäcum. 

Coutances (Cotentin), 1. St. (frz. Dep. 
Manche, an der Soule), Constantia. \ 
I3. Landschaft (ebds.), Territo- j 



rium Constantiense. — Cami- 
tatus Constantinus. 

Coutras, St. (frz. Dep. Gironde, an der 
Dronne), Certeratae. — Coträcmn. 

Coventry (Conventry), St. (engl. Graf- 
schaft Warwick, am Sherboume), 
Conventria. — Coventria. 

CoToU (Kofel), Engpafs (tiroler Kreis 
Trient, an der Brenta, mit Sti-afse 
von Tirol nach Italien), (JlatAStrum 
Cubali. 

Cowpar (Couper ), St. (in Schottland), 
Cupra. — Oupi'um. 

Cozzo, St, (in Piemont), Cutiae. 

Craeau, s. Ki-akau. 

Craln, s. Krain. 

Crainbnrgr, s. Krainburg. 

Cri^owa, s. Krajowa. 

Craon, St. (in Anjou in Frankreich), 
Cratumnum. — Credonium. — 
Vicus Oredonensis. 

Craonnois, Landschaft (in Anjou), Ager 
Oredonensis. 

Crati, Fl. (in Kalabrien, mündet in den 
Golf von Tarent; an seiner Mündung 
lag das alte Sybaris), Gratis 

Crau, La, Bezirk (unfruchtbares Kiesel- 
feld in Südfrankreich, im 0. der 
Khonemündungen) , Campi Lapi- 
dei. — Campus Lapideus. — Cam- 
pus Herculßus. ^ 

Creance, s. Krichingen. 

Cr6cy, 1. St. (frz. Dep. Seme-et- 
Mame), Gatiäcum. — Cressiäcum. 
— Ganziäcum, 

S. (Cressy) Mktfl. (frz. Dep. Somme, 
an der Maye, Sieg der Engländer 
über die Franzosen 26. Aug. 1346), 
Carisiäcum. — Cartslcum. — 
Cressia^cum. 

Cree, Firth of — , Meerbusen (in der 
Irischen See), Creae Aestuarium. 



113 



Creil 



Cuen^a 



114 



Creil, St. (frz. Dep. Oise\ Credilium. 

— Creolium. 

Crema, St. (in der Lombardei), Crema. 

— Forum Dhiguntorum. 
Adj.: CremensiSy -e. 

Cremaseo, Gebiet (von Crema), Ager 
• Creniensis. 

Cremieax, St. (^frz. Dep. Isere), Cre- 
miäcum. 

Cremnitz, s. Kremnitz. 

Cremona, 1. Delegat, (ital. Prov. in 

der Lombai'dei), Ager Cremonensis. 

2. St. (Hptst. von 1, am Po), 

Crem(Dna. — Cimtas Cremonensis. 

Crems, s. Krems. 

Cremsmttnster, s. Kremsmünster. 

Crepy (Crespy), 1. Mktfl. (frz. Dep. 

Oise\ Crepiäcum. — Cresj^äcum. 

!S. Dorf.(-en Laonnois, frz. Dep. 

Aisne), Crepiäcum [Crespiäcum,) 

Laudmiense. 

CrSequy, Dorf (und HeiTschaft im frz. 
Dep. Artois), Crequium. 

Crespy, s. Cropy. 
Cressy, s. Crecy. 

Creta, s. Kreta. 
Creus, s. Kap Creus. 

Creuse (Creuze), Fl. (Nbfl. der Vienne 
im Innern Frankreichs, mündet unter- 
halb La-Haye; danach benannt das 
Dep. C. in der Landschaft Marche, 
Hptst. Grueret), Crosa. 

Creufsen, s. Kreufson. 

Creuzburgr, s. Kreuzburg. 

Creuze, s. Creuse. 

Crevacuore, St. (in Piemont), Crepi- 
cordium. — Crepicorium. 

CreTant (Cravant), Mktfl. (frz. Dep. 
Yonne), Crevantium. 

Crevecoeur, 1. Mktfl. (frz. Dep. Nord), 
Crepicordiwm Camerctcense. 
2. Fstg. (in Holland), Crepicordium. 



Crevilly, St. (in Frankreich [Norman- 
die]), Cr oll ei um. — Curleium. 

Criehingen, s. Krichingen. 

Croatfen, s. Kroatien.' 

Croia, St. (in Rumelien), Eriboea 
{^Qißoia). — Clodianae. 

Croix, St. — de Tolesne, s. St. 

Croix — . 

Oromarty (and Rofsi, 1. Grafschaft 
(in Schottland; Hptst. Tain), Comi- 
tatus Cromartmus. 

S. Mktfl. (in 1), Cromartium. 

Cronach, s. Kronach 

Cronenburgr, s. Krononburg. 

Cronstadt, s. Kronstadt. 

Crossen, s. Kressen. 

Crotoy, St. (Fischeroi-t im frz. Dep. 
Sommc, an der Mündung derSomme), 
Corocotinum. ~ CarocoHnum. — 
Castrum Cretense. 

Crou (Crould), Fl. (frz. Dep. Seine-et- 
Oise), Orovus. 

Crouy, St. (frz. Dep. Brie), Croviäcum. 
— Crovyum. 

Croyland, St. (in England), Terra 
Cruda. 

Cruz, Sta., s. Sta. Cmz. 

Csanad, Pfarrdorf (in Ungarn), liori- 
sana Ecdesia. 

Csepel, Insel (auch Mai-gareteninsel 
genannt, in der Donau unterhalb Pest), 
Cepelia. — Insulae Divae Marga- 
retae. — Fanum Sanctae Margaretae. 

Csokakä, Schlofs (in Ungarn), Mone- 
d/ulae Petra. 

CubeiM (Coubebi),' Mktfl. (in Palästina, 
10 km nördl. von Jerusalem), JSmmaus 
CEfifiaovg)^ -untis. — NicopoUs . 
{NixoTtolio}. 

Cueii<^a, 1. St. (Hptst. der gleichn. 
neukastilischen Provinz in Spanien, 
am Jucai" und Hurcai'), 
2m St. (in der südamerikanischen 



115 



Cuenro 



Czirknitz 



116 



Republik Ecuador, im Osten des 
Busens von Guayaquil), Conca. — 
Concha. — Concia. 

Cuervo, s. Corvo. • 

Cflstriii, s. Küstrin. 

Cngrione,Mktfl. (Lombardei), Cusionum. 

CuiTin, Mrktfl. (im Lüttichischen), 
Covtnum. 

Culm, s. Kulm. 

« 

♦ Calmbacli, s. Kuhnbäch. 

Oalmer Land, s. Kulmer Land. 

CnliDore, Fl. (in Irland), Vidim. 

€amaiiieii (Grofs- u. Klein-), s. Ku- 
manien. 

Cumberland« Grafsch. (nordwestlichste 
Englands, Hptst. Carlisle\ Cumhria. 
— Cumberlandia. 

Camino, s. Comino. 

€uneo (Coni), Provinz (in Oberitalien, 
Hptst. C. am Stura und Gesso), 
Cuneium. — Coneum. 

Cnningrham, Landschaft (in Schott- 
land), Cunigamia, — Ganing- 
Jmmia. — Cuninchamia. 

Cnnersdorf, s. Kunersdorf. 

Cureo (^Korghos oder Kara-Hissar), St. 
(u. Vorgebirge Cihciens mit einem 
Hafen unweit der korykischen Safiran- 
grottci, Cor y CMS [KwQvxoq). — 
Corycus Cili^ae. 

Cnrdistan, s. Kurdistan. 

Carigrliano, s. Corigliano. 

Cnrisehe l^ehmngr, s. Kurische Neh- 
rang. 

Curisehes Haff, s.. Kurisches Haff. 



Carland, s. Kurland. 

CnrtakSs, Dorf (in Ungarn), Curla. 

Corzola (Corzola), Insel (bei Dalmatien, 
südl. von Lesina, mit der Hptst. C.\ 
Corcyra. 

Curzolari, Inselgruppe (9 kleine Inseln 
an der Mündimg des Achelous im 
Ionischen Meere an der Küste von 
Alis^maxden^EchinädesCEj^ivddeg). 
— Echmae i^yjvcci). 

Cykladen, Inselgruppe (60 Inseln im 
Ägäischen Meere, südöstl. von Euböa, 
eine besondere Nomarchie bildend, 
Hptst. Syra; zerfallen in nördliche, 
mittlere und südliche), Cyelädes 
(sc. Insulae, Kvxkddeg = cci tv 
xvxkio [um Dolos herum] v^ooi). 

Cypern (türk. Kebris oder Kibris, ital. 
Cipro), Insel (türkisch mit englisclier 
Oberhoheit, im Nordostwinkel des 
Mittelmeeres ; Hptst. Levkosia; Haupt- 
handelsplätze: Lamakau. Famagusta), 
Cyprus (KvTiQog). 

Einw.: Cyprii. 

Adj.: Cyprtus, -a, -um. 

Czaslan, 1* Kreis (in Böhmen), Cir- 
culus Czaslaviensis. — Pro- 
vincia Czaslaviensis. 

2» St. (Hptst. von 1), Czaslaina. 

CzenstoehoTra (Jasnagöra), St. (im 
russ. Gouvernement Warschau, an 
der Warta), Czenstochovia. — 
Clarus Mons Czenstochoviensis. 

Czepel, s. Csepel. 

Czirknitz, s. Zirknitz. 



117 



Daehan 



Danewerk 



118 



D 



Dachau, Mktfl. (bayr. Bzksamt KB. 
Oberbayem, an der Amper), Dacha- 
via. — Dachänum. 

Dachstein, Doif (Elsafs- Lothringen, 
Bezirk Unterelsals, Kr. Molslieim), 
Dagoberti Saxum. — Daclir 
stentum. 

Dänemark, Königreich (eines der 3 
skandinavischen Königreiche in Nord- 
europa, bestehend aus dem Haupt- 
lande D. zwischen Nord- und Ostsee 
[Halbinsel JüÜand mit den dänischen 
Inseln] u. denNebenländem: Faröer, 
Island, Grönland u. St. Croix), Dam'a. 

Einw.: Dani. 

Adj.: Danicus, -af -um. 

Dänholm, Insel (kl., befest., im Strela- 
sund, bei Stralsund), Dania Parva. 

Dänischwohld (Dänischwald), Halb- 
insel (zwischen dem Busen von Kiel 
und Eckemförde, mit zahlreichen 
Gütern; gehört zum Kreis Eckem- 
förde der Prov. Schleswig-Holstein), 
Silva Danica. 

Dafar, Landschaft (fruchtbar, in Ara- 
bien [Hadramaut] mit den Ruinen 
von M-Beläd), Sephar. 

DagS (Dagden), Insel (russisch, an der 
Küste von Estland), Dagoa. 

Dahlak (Daholak), Inselgruppe (im 
Roten Meer, an der abessinischen 
Küste), Onne. 

Dalame (DalekarKen), Gebirgslandsch. 
(in Schweden, umfassend das Län 
Kopparberg), Dalecarlia. — Dalia. 

Dalelf, M. (Hauptflufs der Landscliaft 
Dalame in Schweden, entsteht aus 
dem Öster- und Westerdalelf und 
mündet unterhalb Gefle in den Bott- 
nischon Meerbusen), Dalecarlius. 



Dalia, Mktfl. (Lisel Cypem). Idali%im. 
Idalia. 

Dalkeith, Mi-ktfl. (Schottiand), Dal- 
cethum. — Dalkethum. 

Dalmatien, Königreich (östreichisches 
Kronland; schmales, 52 Meilen langes 
Küstenland am Adriatischen Meer, 
von Zweigen der Dinarischen Alpen 
durchzogen und von kurzen Küsten- 
üüssen [Zermagna, Kerka, Cettina, 
Narenta] bewässert, die Küste von 
einer Kette langer und schmaler 
Insehi umsäumt), Dalmaiia. 

Damala, Dorf (Ruinen der einstigen 
Stadt Tqoi^i^v in ArgoUs, mit dem 
Hafen Ilayyejv^ Residenz des nizS^evg)^ 
Troezen. 
Einw.: Troezenii. 

Damaskus (türk. Dimeschk) , « St. (ur- 
alte Hptst. Syriens, am Fufse des 
Antilibanon), Damascus. 

Damsrhan (Dameghan), St. (in Iran 
[Taharistan]) , He catompylos. — 
Tagae. 

Damiette (arab. Damyat), St. (einst 
blühenden Handels, in Unterägj'ptcn, 
2 St. vom Ausflufs des östl. Nil- 
arms), Damiüta. — Dimiäta. — 
TdmiUJtis. — Pelusiana. 

Damm (Alt-), St. (Kr. Randow, RB. 
Stettin, Prov. Pommern, am Einflufs 
der Plöne in den Dammschen See), 
Dammet. 

Dammartfn, St. ifrz. Dep. Seino-et- 
Mame ) , Dammaiiinrnn . 

Damme, St. (in Mandem), Dammum. 

DamTille, Mrktfl. (ftz. Dep. Eure\ 
Damovilla. 

Danewerk (Dauavirke), Grenzwall (aus 
alter Zeit, in Schleswig, von der 



119 



Bangeau 



Dax 



120 



Schlei nach der Eider hin\ Dano- 
rum Valium. — Danortim Opus. 

Dangeau, Mkttl. (frz. Dep. Perche\ 
Dangelium. — Damolimn. 

Danzigr (pohi. Gdansk\ St. (Stadtkreis, 
EB., Hptst. der Prov. Westpreufsen, 
Festung, am Einflufs derEadaune in 
die Mottlau, welche wenig unterhalb 
in den westhchen Weichselann geht), 
Dantiscum. — Gedänum. 
A^j. : Dantiscänus, -a, -um. 
Gedanensis, -e. 

Daottletabad, St. (in Vorderindien 
[Dekap]), Tagara. 

Darah, Provinz i von Marokko i, Darae 
GaetuU. 

Darband, s. Derbend. 

Dardanellen, 1. Strafse der — , Meer- 
enge (welche — 12 Stunden lang — 
in das Marmorameer führt ) , He lles- 
pontus CElXriGnovToq). — Fretum 
Hellesponticum. — Fretum Darda- 
nellaALm. — Fretum GaUtpolitamim. 

Adj.: HeUesponticus, -«, -ww. 
Hellespontiäcus, -a, -um. 

3. Schlösser (4 feste, zu beiden 
Seiten des Hellespont, in strategischer 
Hinsicht die Schlüssel von Konstan- 
tinopel. Am, ersten Eingang aus dem 
Ägäischen Meere die neuen Schlösser 
Sedil-Bahr auf europ. u. Kum-Kaleh 
auf asiat. Seite ; 4 St. nördl. die alten 
Schlösser: Kiüd-Bahr in Europa u. 
Sultani - Hissai- in Asien), Are es 
quattuor ad Hellespontum. — 
Arces ad Angustias Hellesponti sitae. 

3* die kleinen oder 

Dardanellen Ton Lepanto, Vgb. (in 
Achaja und gegenüber an der Grenze 
von Ätolien u. Lokris, jetzt Castello 
di Morea mit dem gegenüberliegenden 
Castello di Romelia), Bhhim et Antir- 
rhtum Prom u nfuria . 

Dariel, Engpals im Kaukasus\ Pyla^' 
Gfiucasine. 



Darmstadt, St. (Hptst. des Grofsher- 
zogtums und der hess. Prov. Starken- 
burg, Kreisst., an den äufsersten Aus- 
läufern des Odenwaldes, an der Darm), 
Darmstadiwn, 
Adj.: Darmstadietisis, -e. 

Dame, St. (in Tripolis), Barnis. 

Dartmonth, St. (in England), Tre- 
mutida. 

Damsen, See (in Westpreufsen), La^us 
Drusi's. 

Dattenried loder Delle), St. (im Elsafs),. 
Datlra. — Dela. 

Dattolo, Insel (= Dattehnsel, eine 
der Äolischen Inseln, so genannt 
nach den Palmen), Phoenicusa 
< 4»oivtxovoaa). — PhoenicTides 

Danlia (oder Anakris), Dorf (in Phokis, 
an der böotischen (xrenze), Daulis 
iJav/Jc;). — Daulia. — Daulium. 

Dann, Mrktfl. v^reisst., EB. Trier, 
Eheinprovinz , an der Lieser; auf 
einem Basaltfelsen die ehemalige 
Reichsburg D.), Dumnus. 

Danphin^, Provinz (ehemal. in Frank- 
reich, mächtige Gebirgslandschaft, die 
Dep. Isere, Drome und Hautes- Alpes 
umfassend), Delphin fit us. — Del- 
fniätus. 
Einw. : Delphi nätes. 

DaTids, St., St. (in England [Süd- 
wales]), Fanum Davidis. — 
Menevia. 

Davids, St. — Head, Vgb. (in England 
fWales]), Octapitarum.. 

Dayisstrafse, Meei-enge (zwischen 
Gröpland und der Cumberlandinsel, 
führt vom Atlantischen Ocean zur 
Baffinsbai), Fretum Davisii. 

Dax (Acqs), St. (u. Badeort iift frz. 
Dep. l^andes, am Adour), Aquae 
Ta rhellae. — Aqu^e Tarbellicae. — 
Aqttae Augustae. — Civiias Aquen- 



121 



Deal 



Delmont 



122 



sis. — Civitas Aquariwi Tarhelli- 
carum. 
Adj.: Tarbellicus j -«, -um. 
Äquensis, -e. 

Deal, St. (an der See, engl. Urafsch. 
Kent, einer der ,,Fünfhäfen"), Dolo. 

Debreeadn, St. (kgl. Freistadt und 

Hauptort des ungarischen Komitats 

Bihar, in der fruchtbaren Debrecziner 

Heide), Debrecinium. — Debre- 

. mnum. 

Deeize, St. (frz. Dep. de la Nievre, an 
der Loire;, Decetia. — Decitia. 

Dee, 1. Fl. (Name mehrerer Flüsse in 
Groföbritannien ; die bedeutendsten : 
1. D. in Nordwales, mündet in die 
Irische See; 2. D. in Schottland, 
kommt von den Caimgormbergen, 
Grenzflufs der Grafsch. Aberdeen u. 
Kincardine, mündet bei Aberdeen in 
die Nordsee), Dera. — Daea. — 
Divü. — Dea. 

2. Meerbusen (in England), Derae 
Äestuar iiim. — SeteiaeAestiiarium. 

Dees, St. (m Siebenbürgen i , Desium. 

Beg'tiizzi, St. (in Anatohen), Li/cus. 
— Lechus. 

Deir, St. (phönizisch =-^ Furt, in Syrien 
am Euphrat, das Tiphsach des Alten 
Testamentes), Thapsacus ißcixpaxoc). 

Dekan (Dekhan, sanskr. Dakschinai, 
Halbinsel i\jorderindien südl. vom 
Yindhy agebirge , im W. von den 
Westghats, im 0. von den Ostghats 
durchzogen u. vom Nerbudda, Tapty, 
Mahanadi, Godavery und Krischna 
bewässert; gröfstenteils englisch), 
Dachinabades {/taxtvaßdSrjg, sanskr. 
Dakshiniipathas -= SüdlandX 

Delaware, M. (in Nordamerika, entspr. 
auf den Catskillbergen im Staat 
Newyork, mündet unterhalb Phila- 
delphia in die Delawarebai> , Deia- 
varus. 



Delbrfiek, St. (Ki-. Paderborn, RB. 
Minden, Prov. Westfalen), Ddhruggla. 

Delebio, Mktfl. (in der Schweiz), Ale- 
bium. — Dalebium. 

Delfino, 1. Hafen (an der Ostküste der 
Insel Chios), Delphinium. 
S. St.'(ebds.), Gythanae. 

Delft, St. (niederländ. Prov. SüdhoUand, 
an der Schie, mit der Hafenstadt 
Delfshaven an der Maas), Delfi. — 
Delfum. — Deljla. — Tablae Bafd- 
vm'tim. 

Delftland, Landschaft (in Südholland), 
Ager Delforum. — Delfolandia. 

Delftshafen (Delfshaven), Mktfl. (vgl. 
Delft), Delfoi-uvi Portus. 

Delfzljl, St. (Hafen, befest., in der 
niederl. Prov. Groningen, am Dollart, 
der Schlüssel von Groningen u. Fries- 
land), Arx Delfzilia. 

Delhi, 1. St. (in der brit.-ostind. Prä- 
sidentsch. Agra, am Dschumna, einst 
die gröfste u. prachtvollste Stadt In- 
diens, Kosidenz der Grofsmoguln), 
Clisobora. 

S. Provinz (ebds.), Dell in m. — 
Surasenorum Regio. 

Deli, Insel (im Archipelagus), Bhe- 
naea. — Bhenia. — BJietie. 

Deliehi, Fl. (in Livadien, im nörd- 
lichen ( i riech enland), Achero^i Ci/J- 

Delitzseh, St. (Kreisst., RB. Merse- 
burg, Pi'ov. Sachsen), Del itium. 

— Delitschia. 

Delle, s. Dattenried. 
Delle ColoBne, s. Colonne. 

Delmino, St. (in Bosnien), Dalmiuw. 

— Delmium. — Delminimn. — 
Dehnatarum Urbs. 

Delmont (Delsberg, Telsbergt, St. 
(schweizer Kanton Bern), D eie- 
rn ont i nni. — Telam ontiu m . 



123 



Delos 



Detmold 



124 



Delos, s. Dili. 
Delphino, s. Delfino. 

Delvlno, Sandschak (in Epiius ), Chamvia 
{Xaovia). 

Demirkarpu <,d. i. Eisernes Thor), 
1. Felsenge (von der Donau durch- 
flössen, auf der serbischen Grenze, 
südl. von Drenkowa), Caiaractae 
Daniibii. 

2. Pafs (Bab el Abuab, d. i. Thor 
der Thore ; zwischen dem Kaspischen 
Meere und dem Lesghischen Gebirge, 
einst die grofse Völkerstrafse für die 
Einwandei-er nach Europa), Fotia 
Caspia. 

Deinmin, St. ^Kioisst. , RB. Stettin, 
Prov. Pommern, an der schiffbaren 
Peene, welche oberhalb r. die Tollense 
und unterhalb 1. die Trebel aufhinunt, 
wohl die älteste Stadt von Pommern), 
Dem min um. — Timlna. 

Demona, s. Val di Demona. 

Demotlka, s. Dimotika. 

Demses, St. (Küstenstadt in Afrika, 
auf einer Landspitze, beim Vergeh. 
Ras el Dimas\ Thapsus. 

DeuMgrh, Grafschaft üni engl. Fürsten- 
tum AVales, am Irischen Meer, mit 
der Hptst. D. am Clwydi, Denbtga. 

— Denlnghum. 

Deiider, s. Dcndrc. 

Denderah, Dorf (Oberägypten, nördl. 

von Theben, am Nil\ Tcntyra. — 

Tentyris. 

Deudernionde iTermondei, St. (befest., 

■ bclg Prov. Ostflandem , am Einflufs 

der Dender in die Scheide», Tenera- 

munda. — Teneraemonda. — Ten- 

remonda. — Mundatenercie. 

Dendre iDendor', Fl. (Nbfl. der Scheide 
in Belgien), GalthEra. — Dendera. 

— Tenera. 

Deuia, St. (in Spanien"), Artemi- 
stum. — 1) tan tum. — Heuiero- 
scoplou. 



Denis, s. St. Denis. 

Densen, St. (in Algier), DesStm. 

Deols, Mkttl. (frz. Dep. Indre», Castrum 
Doiense. 

Der, Fl. (in Schottland), Den. — Dira. 

Derbent (Derbend), St. (befest. Hptst. 
von Daghestan u. Engpafs in Trans- 
kaukasien, am Kaspischen Meen, 
Portae Alhaniae. — Pylae AI- 
hanicae. — Porta Ferrea. — Portae 
Ferreae. — Alexatidria Alba/nia^. 

Derby, 1. Grafschaft im nördl. Eng- 
land, Hptst. D. am Derwent», Cowi- 
tatus Derbicensis. . 
2. St. (in 1), Derrentia. 

Dergh (Deai-g), See (in Irland [Galway], 
vom Shannon durchflössen), Lacus 
Dergus. 

Derry, s. Londonderry 2. 

Derwent, Fl. (in der engl. Grafschaft 
Derby\ Darventus. — DeftDentua. 

— Derventrio. 

Desagruadero, Fl. (Abfluls des Titicaca- 
sees in Bohvia, mündet in den Pansa- 
see oder See von Aullagas, der höchst- 
fliefsende Strom der Erde», Fmis- 
sarius. 

Desenzano, St. (in Oberitahen am Süd- 
ende des Gardasees), Decentia- 
ntim. — Desentianum. 

Desmound, Grafschaft (in Irland\ 
Dcsmonla. — Comitatiis Des- 
monüw. 

Despoto-Dagrh, Gebirgskette (m der 
Türkei, zwischen dem Struma und 
der Maritza in mehreren Zügen süd- 
östl. streichend), RJwdöpe CPoöoti?^. 

Dessau, St. (Ki*eisst. u. Hptst. des 
Herzogtums Anhalt, 1. an der Mulde), 
IJessavia. 

Detmold, St. (Hptst. des Füi-stontums 
lippe, an der AVeiTO), Dietmelluvi. 

— Diethmeltum. — Detmoldia. — 



125 



JDeutiehem 



Biemel 



126 



Detmolda. — T?ieotmalUs. — Theot- 
niala. — Teutohurgium. 

Deütichem,. St. (in den Niederlanden), 
Dot^cum. 

Deutschberg' (Diestalden), Berg (in der 
Schweiz), Mons Dei. 

Deutsch- Brod, s. Brod-Nemetzki. 

Deutsehendorf, Dorf (Kr. Preufsisch- 
Holland, EB. Königsberg, Prov. Ost- 
preufsen), Popradum. 

Deutsches Meer, s. Nordsee. 

Deutsch-Eylau (Ilawa), St. (Kr. Rosen- 
berg in "Westpreufsen , RB. Maiienr 
wei-der, am Ausflufs der Eilenz aus 
dem Gesericlisee), Gilavia Germanica. 

Deutschland, Germania. 
Einw. : Germani. 
Adj. : Gernianicus, -a, -um. 

Deutsch Nofen, Gericht (in Tirol), Nova 
Teutonica. 

Deutit (Duiz), St. (Landkr. u. RB. Köln, 
Rheinprovinz, am Rliein, Köln gegen- 
über), Duitium. — Tuitium. — 
Diutia. — Diuza. — Divltia. — 
Divicia. — Manumentum Dimtense. 

Deira (Diemerich, Dynirich oder Dyeva), 
Schlofs, Pafs u. Mrktfl. (in Sieben- 
bürgen), Decidava. 

Deventer (Demter), St. (befest., meder- 
länd. Pi'ov. Obeiyssel, an der Yssel), 
Daventria. — Devonturum. 

De?on (Devonshii'e), Grafschaft (Süd- 
west!. England, Hügelland, von der 
Exe und dem Tamer bewässert, 
Hptst. Exeter), Devonia. — Comi- 
tatus Devoniensis. 

Dezise, s. Decise. 

Diadin, St. (in Kleinasien, Paschalik 
Erzeinim), Daudyana. 

Diala, Fl. (in der asiatischen Türkei), 
Delas. — Sellas. Silla. 

Diano, Mi-ktfl. (im Neapohtanischen). 
Dianum. 



Diarbekir (Diarbekhi-, Diai-bekr), St. 
(befest., asiat. Türkei, am Tigiis), 
Amida. 

Diar Modhar, Landstrich (im westl. 
Mesopotamien), Osroene i^OaQOrjvfj 
oder ^OöQorivrji). — Osdroena. 

Dlaskili (Diaskillo), St. (einst Residenz 
der Satrapen von Bithynien u. Klein- 
phrygien an der Propontis), IJascy- 
Uum {Jcioxvkeiov), — Dascylos 
{Jaaxv/.og). — DascyUiim {.daoxv- 
Xiov). 

Dictamo, St. (auf der Nordküste der 
Insel Kandia), Dicta m n u m {Ji^rc:- 
fjLvov). — Dictynna {Alxxvvva). 

Didier, s. St. Didier. 

Didschle (Diglath), Fl. (grofser Strom 
Asiens, der in Armenien entspr. und 
mit dem Euphrat* gemeinsam im Per- 
sischen Meerbusen mündet, nachdem 
er Mesopotamien durchströmt), Tigris 
{'is und -Mis) {Tly^Tjg, -yrog und 
TlyQiq, -löog und -fö>^). 

Didymo, Mktfl. (im ionischen Klein- 
asien, ber. Orakel des Apollo ), Didymi 

iJlÖVflOl). 

Diö, St. (frz. Dep. Drome, an der 
Dröme'), Augusta Dea. — Den 
Vocontiorxmi. — Dea. — Dia. — 
Civitas Deensium. — Augusta Dia. 

Diebsinseln (Ladronen oder Marianen , 
Inselgi'uppe (spanisch, zu Australien 
gehörig, östl. von d«n Philippinen, 
eine von N. nach S. langgestreckte 
Reihe von ungef. 16lnseln\ Latranmu 
Insiilae. 

Diedenhofen (ThionviUej, St. (befest., 
Kantonshauptst., Bezirk Lothiingen, 
an der Mosel), Divo durum. — 
TJieodönis Villa. — llieudonis Villa. 
— Theodumulla. 

Diemel, Fl. (1. Nbfl. der Weser, entspr. 
auf dem Hohen Pön in AValdeck 
dicht an der westfälischen Grenze, 



127 



Diemensland 



Dinkelsbfihl 



128 



durchströmt ein tiefes Thal, nimmt 
r. die Twiste, Warme u. Esse, 1. die 
Hoppoko auf u. mündet bei Kails- 
hafen), Diwäla. — Dimola. 

Diemensland, van, s. Yandiemensland. 

Diemerich, s. Deva. 

Diepholz, 1. Kreis i^ehomal. Grafschaft, 
in der Prov. u. Landdrostei Hannover, 
an der Hunte, mit grofsen Mooren 
und bedeutender Heidschnucken- imd 
Bienenzucht) , Comitätus Diephol- 
tn/nus. 

Ä. St. (Hptst. der ehemal. Grafsch., 
jetzt Mktfl. mit Stadtrecht, an. der 
Hunte), Diepholta. 

Dieppe, St. (befest. Seestadt im frz. 
Dep. Niederseine, am Kanal i, Deppa. 
— Dieppa. 

Diesdorf, Mkttl. (mit ehem. Augustiner- 
Nonnen-Kloster, Kr. Salzwedel, RB. 

■ Magdeburg, Prov. Sachsen, an der 
Molmke), Insula Sanctae Mariae. 

Diefseu^ Mktfl. (bayr. RB. Oberbayern, 
Bezirksa. Landsberg i. Bayern, am 
südl. Ende des Ammersees), D a ma- 
xi a. — Pontes Dessenri. 

Diefsenhofen, St. (Schweiz, Thurgau), 
Darnasia. 

Diest, St. (in Brabant), Distemium. 

Diestalden, s. Deutschberg. 

Dietfart, St. (bayr. RB. Oberpfalz, 
Bezirksa. Beilngries, au der Laber 
und unweit des TiUdwigskanals), 
TheodopUorum. — Theodönis 
Vadnm. 

Dietramszell , Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayern, Bezirksa. München 11, ehem. 
Probsteil, Theodorämi Cella. 

Dietz, s. Diez. 

Dien, Isle — , Insel (in Frankreich), 
Insula Dei. 

Diene, Dorf (im frz. Dep. Meuseu 
Dycia. 



Dienze (Dieusei, St. (frz. Dep. Meuithe), 
Decem Pagi. 

Diez, St. (Kl-, ünterlahn, RB. Wies- 
baden, Prov. Hessen-Nassau, am Ein- 
flufs der Aar in die Lahn), Decia. 
— Dietia. — Diza. 

Digrne, St. (Hptst. des frz. Dep. Nieder- 
alpen, an der Bleone), Dinia. — 
dvitas Diniensium . — Dina. — 
Digna. 

Dijon, St. (Hptst. des frz. Dep. Cote 
d'Or, am Zusammenflüsse der Ouche 
u. des Suzoni, Dibio. — Divio. — 
Diviodünum. — Dimonum. — 
Gastrum Divionense. 
Einw.: Dibionenses. * 

Dijonnois, Landschaft (.im frz. Dep. 
Cöte d'Or), Pa gus Biviodikne n - 
sis. — Pagus Oscarensis. 

Dili (auch Sdille), Insel (Cyklade im 
Ägäischen Meer"», Delus. — Delos 

Dillin^en, St. (unmittelbare, ba^T. RB. 
Schwaben, an der Donau), DilUnga. 

Dillsboo, Mktfl. (in Schweden), D^Z/'s6o«. 

Dimitzana iDhim.- oder Azikolos), Fl. 

(auf der Halbinsel Morea in Giiechen- 

land, auf der Grenze vom alten Elis, 

in den Alpheios fallend), Kiymanthus 

\ {*E^t\uavi)-ogK 

I Dimotika (Demotika), St. (in RumelienJ, 
i D-idymotichus. 

Dinant, St. (ehemals bed. Handelsst. 
der belg. Prov; Namur, an der Maas), 
' Dinantium. — Dinänum. 

Dingrolfing, St. (Bezirksamt, bayi*. RB. 
Niederbayern, an der Isar). Di ngol- 
innga. — Dingelfmga. 

Dinkel sbiihl, St. (unmittelbare, Bezirks- 
amt, bayr. RB. Mittelfranken, im 
fruchtbaren Yimgrund an der Wör- 
' nitz), Tri colli s. — Zeacollis. — 
Dunkelspnla. —. Dinkelsjmla. — 
Zeapolis. 



129 



Diots 



Doesbnrf 



130 



Diofs, Landschaft ^^in Fraiikreich\ 
Tractus Diensis. 

Dionant, St. (in Belgien), Dionan- 
tum. — Dinondiwn. — Dinocmtum. 

— Demnantium. — Sanctae Mariae 
Monasterttim. 

IHpso, St. (auf der Insel Negi'oponte), 
Ae dep SU 8 {Ai6i]tpog oder Al6rjtp6g). 
Aedepsum. — Aedipsum. — Thermae 
Aed^si. 

Dlsentis (roman. Mustär), Mktfl. (Kan- 
ton Graubünden, am Vorderrhein), 
Desertlna. — Disenttum. — D^- 
sentina. — Dissertinum. 

Dithmarschen (= deutsche Marschen), 
Landschaft (in der Prov. Schleswig- 
Holstein zwischen den Mündungen 
der Elbe und der Eider; jetzt in 
zwei Kreise zerfallend: Norder- und 
Süder-D.), Ditmarsia. — DitJi- 
marsia. — Dittmarsia. 
Einw. : Ditmarsi. 

Diu, Lisel (in Ostindien), Boeonus, 

Diva, s. Thiva. 

Dive, Fl. (frz. Dep. Calvados), Deva. 

— Diva. 

Dixmuyden, St. (in Flandern), Dis- 
muda. — Dixmuda. 

Djebel, St. (im alten Phönicien), Byhlos 
(ßvßXoq). 

DJebel Auras, Gebirge (Teil des Atlas- 
gebirges in Constantine) , Mons Au- 
rasius. 

Djebel Kebir, Gebirge (Bergkette in 
Afrika), Catabathmus magnus. 

Djebel Kuriu, Gebirge (Bergkette in 
Kleinasien), Taurus {TavQoq). 

^Jebeltak, Gebirge (Bergkette in Ara- 
bien), Mmis Zagras. 

Djelem, Fl. (auch Behat, Behut und 
Djenab gen., grofser Flufs im Pend- 
schab in lxi6im)^Hydaspes ( ^Yöaanri q). 

Djenmouti, St. (in Ägypten), Sehm- 
nytus. 

S a a 1 f e 1 d , Geog^raph. Handhüclileia. 



DJerede (Gerida), St. (in Anatolien), 
Flaviopolis. — Cratea. 

DJerrah, St. (in Palästina), Gerasa. 

Bjeziret-el-Sagr, Lisel (Nilinsel in 
Oberägypten) , Elephantina (jEle- 
(pccvrlvij). 

Djihoun, 1. (Amou-Daria) Fl. (in 
Innerasien), Oxus (*'0|ö^). 

S. Fl. (in Cihcien), Fyramüs 
{IIvQafiog). 

DnJepr, Fl. .(Strom in Südi-ufsland, 
entspr. auf dem Wolchonskywald, in 
der Nähe der Düna- und Wolga- 
(i[uelle; erweitert sich bei Cherson zu 
einem seichten liman, der sich l)ei 
Oczakow zum Schwarzen Meere öff- 
net), Bor.ysthenes [Bo()vo^8V7]g). 

— Danapris. 

Dnjestr, FL (Strom in Südrufsland, 

entspr. auf dem Kai-path. Waldgel)irge 

in Galizien, mündet bei Akjerman in 

das Schwarze Meer), Tyras (Tv(>a(?l 

' — Tyra. — Danaster. — Danastris. 

— Danastrus. — Danasterrus. 

Doberaii, St. (\m Grhzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, unweit der Ostsee und des 
Seebades .Heiliger Damm), Doberä- 
num. — DöbränwM. 

Doboker Gespannsehaft, Landscliaft 
(in Siebenbürgen), Cainitatus J)oho- 
censis. 

Dobrzyn, St.' (im nissischen Polen), 
Dohrinia. — Dobnnum. — l)o- 
Imznum. — JJehridmum. 

Dockum (l)okkum), St. (im niederl. 
Friesland, Märtyrerstätte des Boni- 
facius^, Doccomium. — Doceü- 
mum. — Dochzstum. — Dockzetum 

DOmitz, St. (Grhzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, am Einflufs der Neuen 
Eide in die Elbe), Domümm. 

Doesburgr, St. (in Geldern), IJoes- 
hurgum. — Arx Drusiana. — 
Drusöburgum. 





131 



Poleeaqoa 



Donnersbergr 132 



Dolceaqua, Mktfi. (in Fiemont), Ihücis 
Aqua. 

Bolcigno, St. (in Albanien), Vokki- 
nium. 

B61e, St. (frz. Dep. Jura, ain Doubs)', 
Dola Sequanorum. — Didattium. 

Dollart, Bucht (der Nordsee an der 
Grenze des Deutschen Reiches, zw. 
Ostfriesland u. der holländ. Provinz 
Groningen, in welche die Ems mün- 
det), Sinus Dollarius. — Sinus 
Emdänus. 

Boinbasle, Dorf (frz. Dep. Meui-the), 
DomfiJnuS'Basolus. 

Dombes, Fürstentum (ehem., im frz. 
Dep. Ain), Dumhae. — Principaius 
Dumbarum. — Principatus Dum- 
bensis. 

Dombesehgerthal, Distrikt (schweizer 
Kanton Graubünden), VcUlis Donie- 
stica. 

Bom^Tre, Dorf (frz. Dep. Meurthe) 
Dominus-Äper. 

Domfront, St. (frz. Dep. Ome), Donni- 
frons. — Dumfronium. - Dun- 
fronium in Aulercis. 

Dommartin, Dorf (frz. Dep. Somme), 
Dom[i]nuS'Martinus. 

Domo d^Ossola, 1. Mktfl. (in der 
Ix)mbardei\ Domoduscella. 
S. s. Corte di Matarello. 

Domr^my la Pueelle, Dorf (frz. Dop. 
Vogesen, bei Neufchateau, an der 
Maas), De Domo Remigii. 

Don, M. 1. (im südl. Rufsland, entspr. 
südöstl. von Tula aus einem kleinen 
See, mündet unweit Taganrog ins 
Asowsche Meer\ Tanais {Tavatc"^. 
Anwohner: Tanaitae. 
Die Donscheii Kosaken, Cos- 
sacci Donnenses. — Cossacci 
Tanaitae. — Essedones CEaar^Sopfg). 

* ftm (in der schott. Grafsch. Aber- 
deen, mündet in die Nordsee), Donus. 



Donato, Mktfl. (in Kalabrien), D o na- 
tu s. — Evoria. 

a 

Donau, M. (Hauptstrom für Süddeutsch- 
land, Ostreich u. Ungarn u. s. w., 
entsteht in dem Kessel von Donau- 
eschingen am Ostrand des Schwarz- 
walds aus dem Zusammenfluijs der 
Brege u. Brigach; sie mündet in 
3 Hauptarmen in das Schwarze "Meer : 
Kilia, Sulina [Schiffahrtsstrafse] u. 
Georgiewska) , Danubius. — Dar 
nuvius. ^- Danoviu8. — Abnobius. 

— Ister {^loTQog, so genannt vom 
Wasserfall bei Orsova bis zum Aus- 
tlufs). 

Donauesehlngren, St. (,bad. Ki*. Vil- 
lingen, an der Brigach, die sich imter- 
halb im Becken von D. mit der Brege 
zur Donau vereinigt), Do ticscÄ inga. 

— Vicus Eschingänus. 

Donauwörth, St. (unmittelbare, Be- 
zirksA. , bayr. RB. Schwaben, am 
EinfluTs der Wömitz in die Donau), 
Donaverda. — Vertia. — Da- 
nubii Insula. — Donaberga. — 
Dotiavertia. 

Donawitz, Donauarm, Danubii Brac- 
cliium. 

Donehery, St. (frz. Dep. Ardennen\ 
Doncheriacum. — Doncherium. 

Donegal (Dunegal oder Tyrconel\ 
!• Grafschaft (in der irischen Prov. 
Ulster, an der Donegalbai am Atlant. 
Ocean, Hauptort lifford), Comita- 
tus Dungalensis. — Comitatus 
Tyrconensis. 

3* St. (in 1), Dungalia. — 
Conatia, 

Donnan, St. (in Irland\ Donum. 

Donnersbergr, !• Berggruppe (in 
Rheinbayem, bei Kirchheimbolanden), 
S« Berg (im Böhmischen Mittel- 
gebirge, auch Milischauer genannt, 
bei Teplitz), Mons lovis. 



133 



Donnersmark 



Doulens 



134 



Donnersmark (oder Stwartek), St. (in 
Ungam\ Oppidum Ladislavii. 

— Quintoforum, 

Doorniek tToumay), s. Domik. 

Bora Baltea, M. (Nbfl. des Po in 
Piemont, entspr. am Montblanc), 
Duris Maior. — Doria Maior. 

— Dora Baltea. 

Dora Riparia, Fl. (Nbfl. des Po in 
Piemont, .kommt vom Monte Viso, 
mündet bei Turin), J) u r i s Mi n o r. 

— Doria Minor, — Dora Riparia. 

Dorchester, St. (Hptst. der englischen 
Grafsch. Dorset, am Fi'ome\ Dur- 
nium. — Durnovaria. — Dumo- 
varium. — Damovardß. — Dor- 
cestria. 

Dordogne, PI. (südwestL Prankreich, 
entspr. im Dep. Puy de Dome am 
Mont d'Or, aus den Quellflüssen Dore 
und Dogne, vereinigt sich unterhalb 
Bourg mit der Gai'onne zur Gironde; 
danach benannt das Dep. D. mit der 
Hptst. Perigueux), Duranius. — 
Turanius. — Durantia. — Drona. 

— Drononia. — Dordonia. 

Bordreeht, s. Dortrecht. 

Dormagren, Dorf (Ki-. Neufs, RB. 
Düsseldorf, Rheinprovinz), Durno- 
mägus. 

Domegg: (Domach oder Domeck\ 
Schlofs (schweizer Kanton Solothum), 
Dornäcum. — Domea^cum. 

Dornik (auch Doomick [fläm.], frz. 

Toumay), St. (befest., belg. Prov. 

Hennegau, an der Scheide), Tor- 

näcum. — Turnäcum, — Turris 

Nerviorum. 
Dornoch, St. (Hptst. der schottischen 

Grafsch. Sutherland am Firth of 

Domoch), Dornücum. — Domo- 

dünum. — Dunrodünum. 

Dornstetten, St. (württcmb. Schwarz- 
waldkreis , Oberamt Freudenstadt\ 
AcantJiopolis. 



Dorpat (russ. Dörpt, Derpt), St (im 
russ. Gouvernement livland, an der 
Embach), Derpatum. — Dorpatum, 

— Torpätum. — Derbätum. — 
Derpitum. — Derptum. 

Dorset, Grafschaft (im südl. England, 
am Kanal, Hptst. Dorchester), Cömi- 
tatus Dorcestriensi'S. — Dor- 
cestria. — Dorsetia, 

Dorsten, St. (Kr. Recklinghauseu, Rß. 
Münster, Prov. Westfalen, andlippe), 
Dorsta. — Dosta. 

Dortmund, St. (Stadtkreis, RB. Arns- 
berg, Prov Westfalen, unweit der 
Emscher), Tremonia. — Dormunda. 

Dortrecbt (Dordrecht, Dort), St. (in 
der niederländ. Pi'ovinz Südhojland, 
auf einer voh der alten Maas, der 
Mei*we und dem Biesbosch gebildeten 
Insel), Dordräcum. — Dortrechtum . 
Adj. : DortracEnus, -a, -um. 
Dortracensis, -e. 

Dotis (Data oder Tata), Mktfl. (Wai-m- 
bad u. Schlofs in üngani), Deo- 
dätum. — Theodata. — Theodota. 

Douarndnes, Mktfl. (in Frankreich 
[Bretagne]), Dovarn^na. 

Douay (fläm. Dauwey), Festung (^im 
frz. Dep. Nord, an der Scarpe und 
dem Kanal Sensee), Catuäcum. — 
Diiäcum. 

Einw\: Catuäci. 

Adj.: Duacensis, -e. 

D<)Ul[>s, Fl. (Nbfl. der Saone, in Fiank- 
reich, entspr. auf dem Juragebirge, 
mündet bei Verdun ; danach benannt 
das Dep. D. mit der Hptst. Besan9on), 
Duhis. — Älduadübis. — Älduabis. 

Dou6, St. (frz. Dep. Maine -Loire), 
Doädum. — Dova^um . — Dua^urn. 

— TJieodoaduvi. 

Douglas, St. (Hptst. der Insel Man in 
der Irischen See), DugUisium. 

Doulens (Doullens), St. (franz. Dep. 



135 



Dour 



Drdme 



136 



Somme), Donincum. — Donicum. 

— DuUneum. — DuUngium. 

Dour, St. (in Belgien), Dura. 

Dourdan, St. {frz. Dep. Seine), Dor- 
dänum. — Dordiäcum. — Dor- 
dinga. — Dovdineum. — Durdämmi. 

]>oiiro, s. Buero. 

Bouzy, St. (frz. Dep. Somme), Dici- 
äcum. — Duciacum. — Duode- 
ciäcum. 

BoYer, St. (befest., engl. Grafech. Kent, 
zwischen Kreidebergen an der Meer- 
enge von Calais), Partus Dubris. 

— Dtibris. — Duhrae. — Duhri. 

— Davonia. — Portus Davemus. 

riown, !• Grafsch. (in Irland, Prov. 
Ulster, Hptst. Downpatrick), Comi- 
tatus Dunensis. 
3« St. (in 1), Dunum. 

Draas, Mktfl. (in Siebenbürgen), Daro- 
cinium. 

Drae, Fl. (bei Grenoble in Frankreich), 
Drdcus. 

Dragonara, St. (im Neapolitanischen), 
Ger oniu m. — Gerunium.. — 
Gerion. 

Dragraigrnan, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Var, an der Pis), DracEnae. — 
Dracenum. — Draguignianum. — 
Dra^onianum. 

Drahisz, St. (in Böhmen), Dragus. 

Drama, St. (in Macedonien), Dra- 
bescus. — DrahescMS Edmiica. 

Drapano, s. Trapani. 

Drau (Drave), Fl. (Nbfl. der Donau, 
entspr. am Toblacher Felde im Puster- 
thal in Tirol, mündet unterhalb Essek 
auf der Grenze von Ungarn und 
Kroatien), Dravus. — Draus. — 
Drabus. — Trabus. 

Drenthe, Provinz (in Holland, meist 
aus grofsen Veenen, Torfmooren und 
Sümpfen bestehend, Hptst. Meppel), 
Dreatia, 



Dresden, St. (selbst, u. Hauptst. des 
Königreichs Sachsen, an der Elbe, 
welche daselbst r. die Priesnitz und 
1. die Weifseritz empfängt), Dresda. 

— Dresena. 

Adj. : Dresdensis, -e. 

Dreux, St. (ft-z. Dep. Eure-Loire, ?in 
der Eure), Drocae. — Drocum. — 
DruodGrum. — Durocasses , 4um. . 

— Durocassae. — Durocassiu/m. — 
Fanum Druidum. 

Driburgr, St. (und Bad, Kr. Höxter, 
RB. Minden, Prov. Westfalen, am 
östl. Fufs der Egge, an der Aa), Drl- 
burgum. 

Driesen, St. (Kr. Friedeberg in der 
Neumark, RB. Frankfui-t [Oder], Prov. 
Brandenburg) , Dresseniu m. — 
Dnessena. — Driessa. 

Drin (Drilo), Fl. (Küstenflufs in Ober- 
albanien, entsteht aus dem Weifsen 
u. Schwarzen D., aus dem Seo 
Ochrida\ Caradrma. 

Drina, Fl. (Nbfl. der Save, entspr. in 
* Montenegro, bildet die Grenze von 
Bosnien und Serbien), Drinus. — 
Drüo Minor. 

Drino Bianco, Fl. (s. Drin), Drilo. 

— Drüon. — Drinus Albus. 

Drino Negrro, Fl. (Drin), Drinus. — 
Drinius. — Drinus Niger. 

Drogrheda (Tredagh), St. (Seehafen in 
der irischen Grafschaft Louth, Prov. 
Leinster, nahe der Mündung des 
Boyne in die D.bai), Droghdaea. 

— Pontana. — Drogeda. 

Droissj, Mktfl. (bei Soissons in Frank- 
reich), Truccia. 

Drdme, Fl. (Nbfl. des Rhone im süd- 
östl. Frankreich, kommt von den 
Alpen der Dauphine, mündet unweit 
Valence; danach benannt das De[». 
D. mit der Hptst. Yalence), Drum (f. 

— Druna. 



187 



Dromi 



Duleigno 



138 



Dromi, Insel (im Arciiipelagus), HciUy- 
nesus CAlov[v]riaoq). 

Dronero, Mktfl. (in Piemont), Draco- 
nerium. 

Drontheim (Trondhjem), St. (bef^st. 
Hptst. des norwegischen Stiftes D. 
am Einflüsse des Nidelf in den Fjord 
von D.), Nidrosia. — Dront- 
hemmm. — TrovUhemimn. 

. Druisheim (Drüsen), Dorf (bayr. RB. 
Schwaben, Bezirksa. Donauwörth), 
Drusomägus. 

Dcummore, St. (in Irland), Droma- 
ria. — Drwmoria. 

Bnisenlieim, Dorf (Msafs-Lothringen, 
Bezirk ünterelsafs. Kr. Hagenau, im- 
weit des Eheins an der Moder), 
Concordia. 

' Dsehebel • • •, s. Djebel ... 

Dseherdsehel 9 St. (an der Küste von 
• Algier), lulia Caesarea. 

Bschamiiah (Djonmah, Jumnah), Fl. 
(in Hindostan), lomanes. — Dia- 
müna. 

IhiMin, St. (Hptst. von Irland sowie 
der Grafschaft D., an der Mündung 
des liffey in die Dublinbai), Dubli- 
num, — Dtiblinium. — Ihddinia, 
— Ihcblana. — Porttts Eblana. 
Adj.: Dublinensis, -e. 

Daehs, s. Dux. 

Duderstadt, St. (Kr. Osterode am 
Harz, Landdrostei Hildesheim, Prov. 
Hannover, an der Hahle), Duder- 
stadium, 

Dttben, St. (Kr. Bitterfeld, RB. Merse- 
burg, Prov, Sachsen), Duba. — 
Dubina. -^ Thehae Sa^omcae. 

Dtllkeii, Si (Kr. Kempen, EB. Düssel- 
dorf,, Rheinprovinz), Duläcum. 

Düramersee, See (an der Hunte in 
Hannover, an der oldenbui^schen 
Grenze), Dummera. 

Bttna (bei den Russen: Westliche 



. Dwina), Fl. (in Westrufsland, entspr. 
auf dem westl. Waldaiplateau, mün- 
det unterhalb Riga in den Rigaischen 
Busen der Ostsee), Buna. — Ta- 
rtmtus. 

DBneii, Meereshügel, 1. (Downs-Hüls, 
an der Küste von Kent und Sussex 
in England), Cantii Litora. — 
Sussexiae Litora. 

S* (an der flandrischen Küste 
zwischen Dünkirchen und Nieuw- 
poort), C olles Harenacel Mari- 
timi. — Syrtes et Vada Harenojcea 
Maris BaUimni. 

Dttnkelsbttlil, s. Dinkelsbühl. 

i BUnkirehen (Dunkerque), St. (See- 
festung, frz. Dep. Nord, an der Nord- 
see), Dunkerka. — Du/nquerca. 

Dttren, St. (Kreisst., RB. Aachen, 
Rheinprovinz, an der mehi-armigen 
Ruhr [Roer]), Marcodürum. — 
Marcomägus. 

Duero (in Spanien; in Portugal Douro), 
Fl. (entspr. im NW. von Soria, mün- 
det bei Oporto in den Atlant. Ocean), 
Dur i US. — Dorius. 

DOssel, Fl. (Nbfl. des Rhein), Dvssela. 

Düsseldorf, St. (Stadtkreis u. RB. in 
der Rheinprovinz, r. am Rhein und 
an der Dussel, welche hier in den 
Rhein mündet), Dusseldorpium. 
— Dusseldorvum. 

Bugny, Mrktfl. (frz. Dep. Meuse), 
Dongei Villa. 

Bnino, St., s. Pedena. 

Bnisburgr, St. (Stadtki-., RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, am Rhein-Ruhr- 
Kanal in einer Ebene zwischen Rhein 
u. Ruhr), Duisburgum.—- Duiczi- 
burgum. — Teutoburgum. — Tuisco. 
burgum. 

A(^j.: DuisbwrgensiSj -e. 

Buiz, (S. Deutz. 

Baleilpiio, St. (in Albanien), Ol eint u m. 



139 



Dambarton 



Dyksand 



140 



— Dolchdnium. — Olchinmm. — 
Uldnium. 

Einw. : Olciniätae. 

Dumbarton, 1. Grafschaft (auch 
Lenox, in Südschottland, gebirgig - 
mit dem Loch Lomond, dem gröDsten 
See Schottlands; Hptst. D.)> Levinia. 

S« St. (Hptst. von 1 , am Leven), 
Dumbritonium. — Britanno- 
dünum: — Castrum Britonum. 

Damblain, St. (in Schottland), Dum- 
blänum. 

Dumfries, 1. Grafschaft (im südl. 
Schottland), Comitätus Dtmfreiensis. 

2* St. (Hptst. von 1^ am Nith), 
Dunfrei a. 

Dammersee, s. Dümmersee. 

Dunbar, St. (Hafen in der schottischen 
Grafschaft Haddington) , Dumba- 
rum. — Vara. 

Dimcaster, St. (in England), Came- 
lodunum. — Danum. — Don- 
castria. — Denocestria. 

Dundalk, St. (Hptst. der irischen 
Grafschaft Louth, Provinz Leinster), 
jyiinkeränum. — Eblana. 

Dundee, St. (Fahrikst. in der schot- 
tischen Grafschaft Forfar, am Tay- 
busen), Donum Dei. — Toadünum. 

— Allectum. 

Dung:8bybead, Vgb. (in Schottland), 
Fromunturium. Beruvium, — 
Fromunturium Veruvium. — Orcas, 
-adis. — Orchas, -ädis. 

Dunkeid, St. (in Schottland), Castrum 
Caledoniu m. — Duncaledonia. — 
Duncheldmum. — CaUdonia, 

Dun le Bol, St. (in Frankreich), 
Castrum Duni. 

Dunois, Landschaft (üi Frankreich^, 
Tr actus Dunen st 8. — Tunen- 
sium Begio. 



DunoYer, St. (in Schottland), Dwno- 
verum. 

Duns (Dunse), St. (in Schottland), 
Dusium. 

Dunstafnagr, Mktfl. (u. Schlofs in 
Schottland), Stephanodünum. — 
Evonium. 

Dnranee, Fl. (reifeender Nbfl. des 
Rhone in Frankreich; kommt vom 
Mont Genevre in den Kottischen 
Alpen, mündet unterhalb Avignpn), 
Druentia. — Druentius. 

Durazzo(ital.; türk.Duradsch, Dratsch), 
St. (befest. Hafen in Türkisch-Alba- 
nien, am Adriatischen Meer), Dyr- 
r h a cht um {Jvqquxlov). — Epidijimr 
nus CEniöafjivoq). 
Adj.: DyrrhaxihmuSy -a, -um. 

Durbuy (Durby), St. (im Lüttichischeri), 
Durbutum. — Durbis. 

Dureta], St. (frz. Dep. Anjou), Dura- 
st eil um. — Dwrestallum, — Dur- 
stallum. 

Durham, 1« Grafschaft (im nördlichen 
England\ Comitätus Dundm^isis. 

3. St. (Hptst. von 1 am AVear), 
Dunelmum. — Dunhelmum. — 
Duremufii. 

Durlaeh, St. (bad. Kr. Karlsruhe, an 
der Pfinz u. am Füfse des Berg- 
landes), Durlüeum. — Turris ad 
Lacum. 

Duttlingren, s. Tuttlingen. 

Dnx, St. (im böhmischen Kreise Saatz), 
Duxönum. 

Dwina, Fl. (gröfster schiffbarer Strom 
im nördl. Bufsland, entsteht im Gouv. 
Wologda aus der Suchona und dem 
Jug, mündet unterhalb Archangelsk 
ins Weifse Meer), Duina, — Ca- 
rambis. 

Dyksand, Insel (an der holsteinischen 



141 



Dyla 



£der 



142 



Küste bei Helgoland), Scuconum 
Insvla. 

Dyla (Dyle), Fl. (in Holland), Thüia. 

Dymrich (Deva), Mrktfl. (Pafs und 



Schlofs in Siebenbürgen), Deci- 
dava. 

Dysart (Dyfs), St. (in Schottland), 
Dysartum. — Desertum, 



E. 



fiarne, See (in Irland), Lacus Er n u 8. 

— Lacus Dernus. 

fiast-Meath, Grafschaft (in der ir- 
ländischen Provinz Ulster, Hptst 
Trim), Media. — Midia. 

Eaton, s. Eton. 

Eanze, St. (frz. Dep. Du Gers), Elilsa. 

— Elusaben's. 

Ebeltoft, St. (in Dänemark), E hel- 
lo ftia. — Fomagrium. 

EbenheiiD, s. Obemheim. 

Ell>eraeb, s. Erbach. 

Ebersberg, Mktfl. (Bezirksa., bayr. RB. 
Oberbayem), Eburobergömum. 
Ebersperga. 

Ebersdorf (in Reufs j. L.), Mktfl. (und 
Schlofs, Oberländischer Kreis des 
Fürstjent. R. j. L., an der Friesa), 
ÄtUa Nova. 

Ebersheimmttiii^ter (Ebersmünster), 
Dorf [u. ehemal. Benediktinerabtei 
an der 111, Elsafs-Lothringen, Bezirk 
Unterels^s, Kr. Schlettstadt), Apri- 
moruisterium. 

Eberstein, Grafschaft (ehemal., in 
Baden), Comitatus Ebtrtinus. 

— Comitatus Ebersteniensis, 

Eberstelnscblofs (Neu - Eberstein), 
Schlofs (bad. Kr. Baden, Amt Rastatt, 
zum Dorf Obertsroth, auf einem Fel- 
sen, 1. am Murgthal), Ehertinum. 

— Eberstenium. 

Ebl (Äbi), Mktfl. (in der Schweiz), 
Planti/ra. 

Eboli, St. (im Neapolitanischen), Ebiiri. 



Ebreail (Ebreville), St. (frz. Dep. AUier), 
Ehrolium. — Ebrolodunum. — 
Ebrelodünum. 

Ebro, Fl. (in Spanien, entspr. auf dem 
Kantabrischen Gebirge, strömt süd- 
östl. durch Navan-a [Tudela] und 
Aragon [Zai*agoza] und mündet unter- 
halb Tortosa ins Mittelländische 
Meer), Iberus. 

Eehelles, Les, St. (Grenzstadt im frz. 
Dep. Savoyen, an der Strafse nach 
Lyon; berühmter Engpafs: der 
Schlüssel von Savoyen), Seal am m 
Oppidum. — Scalorum Oppidum. 

Eehtemaeb, St. (in Luxemburg, an 
der Sauer, grenzt an den RB. Trier 
der Rheinprovinz), Epternäcum. 
— Andethanna. 

Eeija, St. (in der spanischen Provinz. 
Sevilla; heifsester Ort Spaniens), 
Astigi, — Colonia Astigitana. — 
Astygis. — Colonia Augusta Firma. 

Eekartsbergra, St. (Kreisst. an der 
Finne, RB. Merseburg, Pi*ov. Sach- 
sen, mit altem Schlofs), Eccardi 
Mons. — Eccardiberga. 

Eeouen (Ecouis, Escouis), Mktfl. (fiz. 
Dep. Seine-Oise, bei Paris, mit Lust- 
schlofs), Escovium. 

Eden (Eder), Fl. (in England^, Itüna. 

Eder (Edder), Fl. (1. Zuflufs der Fulda, 
entspr. auf dem Ederkopf in West- 
falen, fliefst durch Hessen - Nassau 
u. Waldeck, nimmt r. die Schwalm, 
1. die Nuhne, Orke, Elbe u. Ems auf 
und mündet oberhalb Guntershausen ; 



143 



Ederneh 



Eider 



144 



nach ihr henannt der Ederloreis in 
Waldeck mit dem Hauptort Nieder- 
Wildungen\ Ädrana. — Ädra/nus. 

üderneb, s, Adrianopel. 

Edfii (Atfieh, koptisch Atho), St. (in 
Oberägypten, am Nil), Äpollino- 
polis Magna. — ApoUinis Urbs 
Magna. — ApoUönos Superior. 

fdiDburgrh, St. (Hptst. von Schott- 
land, unweit des Firth of Forth, am 
Leith, mit der Hafenstadt Leith), 
Castra Aläta. — Edet^m/rgym. 

— Edinburgum. — Castra Pueh 
larum. — Edinum. — Bwrgus 
Alatus. — Bwrgus Alaru/in. 

Edreneh, s. A4rianopel. 

Edalo, Mrktfl. (in der Lombardei), 
EdtUwni. 

Edyssa, St. (m Macedonien), Aegae. 

— Aegaea. 

Egrelflüiren, * Dorf (württemb. Donau- 
kreis, Obera. Riedlingen), Egolvinga. 

Eger, 1. St (Kreishptst. im westL 
Böhmen, an der Eger, im sog. Eger- 
lajide), Egra. — Oegra. 
Adj.: Egrensis, -e. 

2. M. (Nbfl. der Elbe, entspr. auf 
dem Fichtelgebirge unweit des 
Sohneeberges, mündet bei Theresien- 
stadt in Böhmen), Agara. — Egra. 

3. Fl. (r. Nbfl. der "Wömitz, entspr. 
w. von Bopfingen in "Württemberg 
u. mündet im Nördlinger Ries in 
Bayern), Egra. 

4. St. (in Ungarn), s. Erlau. 

E^treri) Dorf Cschweizer Kanton Zug), 
' Aqiio^ Regiae. 

Egrhina (Engia), Insel (im einstigen 
Saronischen Meerbusen Griechen- 
lands, mit der St. E.), Aegtna 
{Atyiva). — Myrmidonia {Mv^fii- 
doula). — Oenone (Oivwvt^). 
Einw.: AeginBtae. 
Aeginenses. 



Adj.: Aeginensis, -«. 

Aeginettcus, -a, -um. 

Eirhiiia, Golfo di, Meerbusen (bei der 
Insel Eghina), Sin%i^ Saronicus 
(KoXkoq SaQCDVixSg). 

Egly, Fl. (in Languedoc in Frankreich), 
Eglis. 

Egmont, St. (in Holland), Edmon- 
tium. — Egmcntium. 

EgTibos (Emipo, Negroponte), 1. Insel 
(griech., im Ägäischen Meer, durch 
den Egribos [Euripus] vom Festland 
getrennt), Euboea {EvßoiaY. 
Adj.: EuhoicuSy -a, -um. 

Eüboeus, -a, -tmi. 
2. Meerenge (s. 1), Eimpus 
(EvQiTiog). 

Egrjpten, s. Ägypten. 

Ehenheim, St. (im Elsafs), Ohe^'naca. 

Ehingen, St. (württ. Donaukreis, Ober- 
amt, an der-Schmiechen und unweit 
der Donau), ])ra,cmfia. 

Ehrenbergr, Festung (eigü. Ehrenberger 
Klause, ein früher stark befestigter 
Punkt an der Nordgrenze Tirols, am 
Lech, oberhalb Füfsen), Mons Ho- 
n^is. 

Ehrenbreitstein, St. (u. Festung [als 
diese zum gegenüberliegenden Koblenz 
gehörig], Kr, u. RB. Koblenz, Rhein- 
provinz, r. am Rhein), Ehrenberti 
Sa^ocum. 

EhstenbergT) Berg (in Tirol), Estionum 
Mons. 

Eich, Mktfl. (im Limburgischen), Echa. 

EiehstStt, St (unmittelbare, bayr. RB. 
Mittelfranken, in einem tiefen Thal 
1. an der Altmühl), Aichstadium. 
— Areätu/ni. — Aureätum. — Ald- 
moenmn. — Alcimunnis. — Aipja 
Narisca. — Dryopolis. Eustadium. 

Eider, Fl. (in Schleswig-Holstein, ent- 
springt nö. von Neumünster, tritt 
schiifbar auf dje alte Grenze von 



145 



Eiderstedt 



Elbe 



146 



Holstein u. Schleswig und mündet 
busenartig erweitert unterhalb Tön- 
ning in die Nordsee), Eidera. 

Eiderstedt, Kreis (Prov. Schleswig- 
Holstein, eine Halbinsel zwischen 
der Eidermündung und dem Schles- 
wigschen "Wattenmeer, umfafst die 
alten friesischen Eilande Alt-^E. im 
0., Everschop im N. und ütholm im 
SW. und besteht fast nur aus Marsch- 
land [Greestrücken Hitzbank längs der 
Nordsee]), Praefectura JBpidorensis. 

Eifel, Bergland (in der Form einer 
Platte auf der 1. Seite des Rheins u. 
der Mosel in der Rheinprovinz), 
Ei fall a. 

Eilenburgr? St. (Kr. Delitzsch, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen, an der 
Mulde), Ileburgum. 

Einrieh, Gegend (bei Wiesbaden, 
Provinz Hessen - Nassau) , Henrici 
Pagus. 

Einsheim, s. Ensisheim 

Einsiedeln, Mktfl. (u. Benediktiner- 
abtei im schweizer Kanton Schwyz), 
Eremitarum Coenobium in 
Helvetiis. — Ei'emitarum Mona- 
sterium. — ErEmus Deiparcte Ma- 
tris. — ErEmus Divae Virginis. — 
Eremus Heivetorum. — Monasterium 
in Silva. — Meginardi Cella. 

Eisaek (Eisach), M. (Nbfl. der Etsch 
in Tirol, entspr. am Brenner, mündet 
unterhalb Bozen), Isocus. — Ei- 
sacus. "7 Hisarcus. — Itargus. — 
Atägis. 

Eisenaeh, St. (3. Verwaltungsbezirk 
des Ghzgt. S.-W.-E., an der Hörsei 
u. am Thüringer Wald), Isenacum. 
— 'Isnäcum. 

Eisenbergr, St. (Westkreis des Hzgt. 
S. -Altenburg, in hoher Lage an einem 
Bache), Isenberga. - Eiseöberga. 

* — Eisenberga. 



Eisenburgr, Mktfl. (im gleiclm. Komi- 
tat in Ungarn), Castrum Ferreum. 

— Castrum Ferri. 

Eisenburgrer Oespannschaft, Kreis 
(in Ungarn, jenseits der Donau, 
Hauptort Steinamanger) , Comita- 
tus Castriferrensis. — Castri- 
ferrei Comitatus. 

Eisernes Thor, s. Demircarpi. 

Eislehen, St. (Seekreis Mansfeld, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen, an einem 
Bach, in der von zwei Ausläufern 
des Harzes eingeschlossenen Eisleber 
Mulde), Islebia. — IsUba. 

Eismeer (Polarmeer), Nördliches (das 
Meer um den Nordpol, von den 
nördlichen Küsten der Alten und 
Neuen Welt wie ein Binnenmeer 
umschlossen), Mare Congelatum, 

— Mare Cronium. — Mare Con- 
cretum. — Mare Figrum. — Mare 
Hyperboreum. — Mare Scythicum, 

— Mare Gladale. — Mare Sar- 
maticum. — Mare Moscoviticum. 

Ekenäs, St. (in Finnland), Quer- 
cuum Paeninsula. — Eketiesium. 

EkesJ5, St. (in Schweden), Ekesioea. 

— Ekesium. 

Eksenideh (Essenideh), Fl. (in der 
kleinasiatischen Türkei, im fdten 
Lycien), Xa^thus {Sav^og). 

Elha, Insel (ital., im Mittelländ. Meer, 
durch den 15 km breiten Kanal von 
Piombino vom Festlande getrennt, 
Hptst. Porto-Perrajo), II va. — lloa. 

— AetJmlia {Aid-dksid). 

Elhe, Fl. (einer von den 7 Haupt- 
strömen des Deutschen Reichs, um- 
fafst mit ihrem Gebiet etwa die 
Mitte von Norddeutschland; sie ent- 
steht auf der böhmischen Seite des 
Riesengebirges aus zwei Quellbäohen, 
dem Weifswasser von der Weifsen 
Wiese und dem Eibbach, mündet 



147 



Elbingr 



Elster 



148 



bei Kuxhaven in die Nordsee), 
AI bis. — Alba. — Albia. — 
Albtus. 

Elbingr, St. (u. Stadtkreis, RB. Danzig, 
Prov. Westpreufsen, am Rande der 
Niederung und am Mufs Elbing), 
Eibinga. — Urbs Drusiana. 

Elboeaf, St. (,frz. Dep. Basse -Seine, 
an der Seine), Elbovium. -r- EUe- 
borium: 

Elehe, St. (span. Prov. Alicante, am 
Tarafa), Ilice, -es. — Ulice. — 
• lUid. 

Eide, Fl. (schiffbarer Nbfl. der Elbe 
im südwestl. Mecklenburg, entspr. 
bei der Darzer Mühle und mündet 
bei Dömitz), Elda. 

Elfeld, s. Eltville. 

Elgr (.Ellgöw, Heliigau), Mktfl. (im 
schweizer Kanton Zürich), Elgovia. 

— Eligovia. — Atigia Sacra. — 
Pagus Sacer. 

Elgrin, St. (in Schottland), Elgina. 

— Elgis. 

Eliasberg*, 1. Gipfel (der Seealpen im 

. nordamerikan. Territorium Alaschka, 

nahe am Grofsen Ocean), Eliae Mons. 

S. Berg (auf der grieoh. Insel Chios), 

Pelinaeus {ne).iv[v]atov , to oqoq), 

— Pellenaeus (Jltlkrivalov). 

Ellenborongh, St. (in England), Ole- 
näcum. — OUnagum. — Virosidum. 

EUrieh, St. (Kr. Nordhauson, RB. 
Erfurt, Prov. Sachsen, an der Zorge 
u. am Südfufs des Harzes), Elncwn. 

Ellwangen, St. (Oberamt, Hptst. des 
württemb. Jagstkreises , im Vim- 
grund an der Jagst), Elephan- 
tiäcum. — Elvanga. 

Einbogren, St. (in Böhmen), Ctibttus. 

— Elnböga. 

Elnbogrner Kreis nn Böhmen), Cir- 
culus Cubitanus. — Territorium 
Cubitense. — Zedlica. 



Eine, St. (frz.Dep.Pyrenees-Orientales), 
Helena. — Eliberri. — Tliberi. — 
lUiberis. — Elna. — Civitas He- 
lenensis. 

Elsafs, Reichsland (mit Lothringen zu- 

sanmien; das „Land der Sassen am 

Bl", zwischen dem Rhein und den 

Vogesen, von der Dl, Breusch und 

Lauter nebst Saar bewässert, vom 

Vogesengebirge durchzogen) , Al- 

satia. — Elisatia. — Elisgaugium. 

Einw. : Alsäta^. — Triboci. — 

Tribocci. — Tribuci. — 

Tribodii. 

Adj.: Alsaticxis, -a, -um. 

Elsafs-Zabem, s, Zabem. 

Else, Fl. (1. Zuflufs der Wen-e in West- 
falen; mündet bei Löhne), Elsa. — 
Olsa. — Olsus. 

Elsen, Dorf (Kr. Paderborn, RB. Min- 
den, Prov. Westfalen), Ali so. — 
Aliso Romanorum. 

El Senn, St. (in Mesopotamien), 
Caene. — Coene. 

Elsfleth, St. (Amt im Grhzgt. Olden- 
burg, in fruchtbarer Marschgegend, 
am Einflufs der Hunte in die Weser), 
Alisni. 

Eisgrau, Distiikt in der ehem. Graf- 
schaft Mömpelgard [s. Montbehard]), 
Comitatus Alsaugiensis. — 
Pagus Alsatiensis. 

Elster, FL 1. (Sehwarze, entspr. auf 
dem Sibyllenstein unweit Elstra im 
Kgr. Sachsen, mündet beim Dorf E. 
[bei Wittenberg] in die Elbe), Eli st er 
Niger. — Elyster Niger. — Elster a 
Nigra. — Elstra Nigra. 

2. (Weifse, entsteht auf dem 
Elstergebirge bei Asch in Nordwest- 
böhmen, geht an Leipzig vorüber 
und teilt sich unterhalb dieser Stadt 
in dem sumpfigen Thal in die E. und 
Luppe [südl.]; beide Anne münden 
zwischen Merseburg und Halle r. in 



149 



£lt«ii 



Emmerich 



150 



die Saale), Elister Albus. — 
Elyster Albus. — Elstera Alba. — 
Elstra Alba, 

Blten, Mktfl. (Kr. Rees, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, in der nördlichen 
Spitze der Rheinprovinz), Alttnae, 

— Eltenum. 

EltTille (Elfeld), St. (Kj. Rheing^iu, 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau), 
AÜavilla. 

EUa?, St. (Grenzfestung in der portu- 
giesischen Provinz Alemtejo), Hel- 
vae, — Elva. — Alba. 

Elvira, St. (Vorstadt von Granada in 
Andalusien), Eliberi (w. inded.). 

— Hiberi {n. indecl.). — Illiberis. 

— lAberini (n. inded.). — Eliberis. 
Adj.: EliberlnuSf -a, -um. 

Eliberitänus, -a, -um. 

ElTfend (Erwend), Gebirgspafs (.in Iran 
in Asien, südl. von Hamadan), Moiv- 
tes Ceraunii. 

Ely, St. (und Insel, am und im Fl. 
Ouse in der engl. Grafschaft Cam- 
bridge), Hdia. 

Eltz, Schlofs (zum Dorf Wierschem 
bei Mayen in der Rheinprovinz), 
EUzia Rhenana. 

Elz, 1. Mktfl. [Kl. Oberlahn, RB. 
Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau), 
Elzia Nassoviensis. 

2. M. (r. Nbfl. des Rheins aus 
dem Schwarzwald, mündet unweit 
Wittenweier), Alisontia. — Ali- 
zunta. 

3» Fl. (r. Nbfl. des Neckar aus 
dem Odenwald, Mündung bei Neckar- 
elz), Elzia Ottonica. 

4. Fl. (1. Nbfl. der Mosel, in der 
Rheinprovinz, entspr. auf der Eifel 
unweit des Kelbergs und mündet bei 
Moselkem), Elzia Eifalica. 

Elze, St. (Kr. Marienburg L H., Land- 
dtostei Hildesheim, Prov. Hannover, 



an der Saale und unweit der Leine), 
Auliea. — Aula Begia ad Lynum. 

Embden, s. Emden. 

Em^boli, St. (in Macedonien), Amphi- 

polis (AfKplnolLq). — Christopolis. 

Ein w. : A mp hipolitae. — Amphi- 

politäni. 
Adj.: Amphipolitanus, -a, -um. 

Embro, s. Imbro. 

Embriuiy St. (frz. Dep. Hautes- Alpes), 
Eburodnnum. — Castrum Ebre- 
dunense. — Eburunum. — Eboro- 
dünum. — Ebi'edünum. — Emboro- 
dunum. — Embrodünum Catwngum. 

Embs (Hohenembs), Mktfl. (in der Graf- 
schaft Tirol), Am ade s. — Amedes. 

— Amisium. 

Emden, St. (Kr., Landdr. Aurich, Piov. 
Hannover, an einem für gröfsere 
Seeschiffe fahrbai'en Kanal, in den 
daselbst der Treckfahrtskanal von 
Aurich, das Fehnker Tief von Grofse- 
fehn u. a. Kanäle münden), Em da. 

— Embda. — Emetka. r— Amasia. 

— Amisia. 

Emelj (Awn), Mrktfl. (in Irland), 
Emelia. — Emilia Hibeiiiiae. 

Emmeli, St. (in der Schweiz), Emilia 
Helvetica. 

Emmen (Grofse E., Emmat), Fl. (Nbfl. 
der Aai*, im Kanton Bern, entspr. 
am Brienzergrat, durchfliefst das 
Emmenthal und mündet bei Solo- 
thurn), Amma. — Emmana. 

Emmenthal (schweizer Kauton Bern), 
Ammae Vallis. — Emmanae Vallis. 

Emmer, Fl. (Nbfl. der Weser, entspr. 
auf der Egge, Mündung bei Emmern), 
Ambra. — Emmlira. 

Emmerich,^ St. (Kr. Roes, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, r. am Rhein), 
Embrlca. — Emmenca. — Eme- 
ricum. — Asciburgum. 



151 



Empoli 



£ns 



152 



Empoli, St. (sw. von Florenz, unweit 
des imo), Emporium. — Empoka. 

Ems, 1« Fl. (KüstenfluTs im nordwestl. 
Deutschland, in Westfalen und Han- 
nover, durchfliefst von seinem Ur- 
sprung in der Senne bei Hövelhof 
auf der Grenze gegen lippe ab nur 
Flachland; mündet in den DoUart 
und fllefst als Oster- und Wester- 
Ems in der Breite der von beiden 
Armen eingeschlossenen InselBorkum 
in die Nordsee), Amisia. -- Ami- 
sius. — Amasts. — Atnasia. — 
Aniasius. 

2. St. (u. B^, Kr. Unterlahn, 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau, 
r. an der Lahn), Emhasis. — 
Tliernme Emsienses. 

Emscher, Fl. (r. Nbfl. des Rheins in 
Westfalen und der Rheinprovinz, 
zwischen Ruhr und Lippe, der eigtl. 
Hauptflufs des Ruhrkohlengebietes: 
Quelle bei Rausingen, Mündung bei 
Alsum), Amsara. — Eimscfiema. 

Enadieh (Ginossa), St. (auf der- Insel 
Kandia), Cnossus {Kvwa[a]6g). 

Engadin, Alpenthal (im SO. vom 
schweizer Kanton Graubünden, in 
nö. Richtung bis zur tiroler Grenze 
ziehend, vom Inn durchflössen, 
mattenreicher Thalgrund mit Be- 
wohnern romanischen Ursprungs), 
Caput Oeni. — Aeni VaMis. — 
Aengadina. — lapödum VcUlis. 

Engrelbergr, Abtei (der Benediktiner 
im gleichn. Thal im schweizer Kan- 
ton Unterwaiden [Ob dem Wald]), 
Ingelherga. — Angelorum Mons. 

Engelport, Kloster (im ehemal. Erz- 
stift Trier), Porta AngeUca. 

Engrelsbnrgr, Citadelle (und Staatsge- 
fängnis, turmartiger Rundbau mit 
viereckigem Untersatz, urspr. Mauso- 
leum Kaiser Hadrians), Castruni 
An geh cum. — Castellum AngÜi. 



— Turris Crescewtii. — Hadricmi 
Möks. 

Enger, Mktfl. (Kr. Herford, RB. Min- 
den, Prov. Westfalen), Angria, — 
Angaria, 

Engliien,'St. (im belgischen Hennegau), 
Angia. — Angiarmm, 

Engia, s. Egina. 

England (Grofsbritannien), Kgr. (nach 
den Angeln genannt, die südliche 
gröfsere Hälfte der Insel Britannia, 
mit dem Fürstentum Wales), Bri- 
tannia. — Anglia. — Albion, 
'önis. 
Einw.: Britanni. — Brittones. 

— Angli. 
Adj.: Britannicus, -a, -um. 
AnglicfiSf -a, -um. 
Afiglicänus, -a, -um. 

Enied (Sti-afsburg) , Mktfl. (in Sieben- 
bürgen), Entedinum. — Enye- 
dmum. — AgneWinum. 

Enipeo, Fl. (in Thessalien, Nbfl. des 
Apicjanos, mit welchem er in den 
Peneios fällt, der jetzige Saltadsche 
Potamos oder Flufs von Pharsala, 
oder Sophaditiko), Enipeus, -ei und 
-eos CEviTievg). 

Eniskilling, St. (in Irland), Arx Kel- 
lina, 

Enkhuyzen, St. (niederl. Prov. Nord- 
holland, am Zuidersee), Enchüsa. 

— Enchüsia. — Encusa. — EnJchüsa. 

— Macüsa. 

EnkSping, St. (in Schweden), En- 
copia. — Enecopia. 

Enos (Eno), St. (im jetzigen Romanien), 
dem alten Thracien, an der Mündung 
des Hebros), Aenus (Alvog). — 
Aenos. — Absynthumi. 

Einw.: Aen^i. 

Adj.: Aenius, -a, -um. 

Ens, 1. Fl. (Enns, Nbfl. der Donau in 
Oberöstreich , kommt von den Rad- 



153 



Ens 



Erft 



154 



Städter Tauern ; an der Mündung die 
Stadt E.), AnB8U8. — Anästis. — 
Anlsus. — Onäsus. 

Ens, 2« St. (s. 1), Änassiänum. — 
Anäsum. — Onäsum. — • Anisia. 

Ensenek, St. (an der Südgrenze von 
Mittelägypten, am östliehen Nilufer; 
die Ruinen der alten Stadt beim 
Dorfe Scheikh-Abadeh), Antinoe 
(hvzivoeia), — Antinai Urbs. — 
Ajitinopolis. — Besä. 

Ensisheim (Einsheim, Enzen), St. (und 
Kantonshauptort, Elsafs-Lothringen, 
Bezirk Oberelsafs, Kr. Gebweiler), 
Ensishemium. — Enshemium. 

Entella, Buinen (der alten Stadt E. 
am Krimissos in Sicilien), Eni eil a 
CEvxeXXa). 
Einw.: EntelUni. 

Entraigues, Dorf (im frz. Dep. Isqre\ 
Int er aqua e. — Interamna. 

Entre Douro e Miiiho, Provinz (in 
Portugal), Extrem a Minii. — 
Portugallia Interamnensis, — Pro- 
vincia Interamnensis Lusitamae. 

Entremont, St. (in Savoion), Inter- 
montium. 

Entreyaux, St. (frz. Dep. Basses-Alpes), 
Intervallium. — hiteirallis. — 
I'pvt^rvalles. 

Enz (Ens), Fi. (Nbtl. des Neckai-, vom 
Schwarzwald, nimmt die Nagold auf 
imd mündet bei Besigheim), Entius. 

Eperies, St. (Hauptoi-t des ungarischen 

, Komitates Sai'os an der Tarza), 

Ep eriesinti m . — Apenessium. — 

Aperiascio. — Epiei'essium. — 

Eperiae. 

Eperleeques, Dorf (frz. Dep. l*as de 
Calais), Sperleca. 

Epemay, St. (frz. Dep. Marne, an der 
Marne), Asperencia, — Asprencia. 
— SpUrnäcum. — Espernaeum. 

Epemon^ St. (frz. Dep. Eure et lioire^. 



Sparno. — Sparnonum. — Sper- 
n&num. 

Epinal, St. (Hptst. des frz. Dep. Yos- 
ges, an der Mosel), SpinaHwm. 

Epinay, Mktfl. (frz. Dep. Pas de Ca- 
lais), Espinoium. — Spimtum. 

Epomeo (Monte San Niecola), Vulkan 
(auf der Insel Ischia; an seinem 
Fufse bis zum 28. Juli 1883 der 
Badeort Casamicciola) , Epoemeua 
Mmis. 

Epsoin (Epsham), Mktfl. (unmittelbar 
südl. von London, einst Badeort), 
Ebeshämum. — Thermae Ebes- 
hamenses. 

Epternaeh, s. Echtemach. 

iirbaeh, 1. St. (Kreisst., hess. Pi-ov. 
Starkenburg, im Odenwald an der 
Mümling), Erpä cum. — Erpachdum. 
S« Dorf (Württemberg. Donaukreis, 
Obera. Ehingen, an der Donau, der 
Mündung der Westemach und 'Rotli 
fast gegenüber, mit Bergschlofs), 
Erb ä cum. — Ebi-äcum. 

Erbil, St. (in Kurdistan, im N. des 
alten Assyrien), Arbela Ck^ßi^Xa). 

Erden! Tsehao, St. (in der Mongolei», 
Kara]corum. 

ErdSd, Mktfl. (in Ungarn), Erdodium. 
Erekli (Akserai), St. (in Kappadocien), 

Archelais QiQx^Xf^'k)- — HeracUa 

Fontica. 

Eresenna (Arlanzon), FL (in Spanien), 
Areva. 

Eresso (Erissi, Hiersi), St. (auf der 
Westküste der giiech. Insel Lesbos , 
Eres SU s (^Qf-anoq). — Eresos 

CEfJfOOQ). 

Erft, Fl. (1. Nbfl. des Rheins in der 
Rheinprovinz, entspr. auf der Eifcl 
und mündet bei Grinüinghausen ; 
entsendet einen Arm nach Neuis, 
welcher von dieser Stadt ab als Erft- 
kanal- zum Rhein führt), Arnapha. 
— Erfta. — Errates. 



J55 



Erfurt 



Esaro 



156 



Erfart, ßt. (und Stadtkreis, eigentliche 
Hptst. von Thüringen, RB., Prov. 
Sachsen, an der dreiarmigen Gera), 
Erfordia. — Er furtum. — Erphes- 
furdum. — Erfesfurdum, — Jero- 
fordia. — Hieranofordia. — Hercyni- 
phordia. 

Adj.: Erfordtensis, -e. 
Erfurtensis, -e. 

Ergrers, Fl. (im Elsafs), Ergitia. 

Eriels, s. Airolo. 

Erimo Kastro (Bimokastro oder Neo- 

korio), Mktfl. (in Griechenland, im 

alten Böotien am Helikon, mit einem 

Tempel desikx)s), ThespiaeiSeonicci). 

Einw.: Tliespieiises. 

Eriols, s Airolo. 

Erissi, s. Eresso. 

Eriwan (pei-s. Rewan), 1. Gouverne- 
ment (russ., in Ti'anskaukasien, mit 
der Hptst E. am Zenghi\ Tu/rco- 
mania Orientalis. 
S* St. (s. 1), Eroänum. 

Erkelenz, St. (Kr., RB. Aachen, Rhein- 
provinz), HerctdBum. 

Erklin (Erklia), St. (in Afrika), Hor- 
rea Caelia, -orum. — Ad Horrea. 

— Horrea. — Horrea Caeliae. 
Adj.: OreocelensiSy -e, 

Erlaeh, Mktfl. (in Ostreich), Elegium. 

— Erläcum. 

Erlaf, Fl. (Nbfl. der Donau aus Steier- 
mark, mündet bei Ips), Erlaphus. 

— Arläpa. 

Erlangen, St. (unmittelbare, bayr. RB. 
Mittelfranken, am Einflufs der Unteren 
Schwabach in die Regnitz und am 
Ludwigskanal), Erlanga. 

Erlau (Ungar. Eger), 1. St. (Hptst. 
des Ungar. Komitates Heves, am Fl. 
E.), Agria. — Erla. 
!3. FI. (s. 1), Agria. 

Ermeland (Ermland), Landschaft (und 
Bistum, althistorischer Name eines 



, ■ 

Landstrichs im preufs. RB. Königs- 
berg i. Pr., umfafst die Kreise 
Braunsberg, Heilsberg, Röfsel und 
Allenstein, an der Passai'ge und Alle 
bis zur Frisching>, Varmia. 

Erment (Ermonth), St. (in Ägypten), 
HermonthiSf -is imd -^is. — 
HermunthiSy -is. — Hemiüthis, -is.' 

Ermita de los Palaelos, St. (in Spa- 
nien), Flavium Vivitänuni. 

Ermita de Nuestra Senora de Tier- 
mes, St. (in Spanien), Termantia. 
-7 TermESy -Etis. — Tei'mEsus. 

Eme (Eam), Fl. (im nördlichen Irland, 
durchfliefst den inselreichen Doppel- 
see Eame, w. m. s. , in* der Graf- 
schaft Fermanagh, mündet in die 
Donegalbai), Ertia. 

Em^e, St. (frz. Dep. Maine), Eremum. 

Erpaeh, s. Erbach. 

Erzan (Erzen, Arzen), See von — , (in 
Armenien),'!rÄ osnites. — Thospites. 

Erzeram (Arzerum, Ersirum), St. 
(Hptst. von Türkisch -Armenien, an 
den Quellen des Karassu), Arzes, 
— Arzen. — Atranu^tzin. — Bo- 
manorum Arx. 

Erzgrebirgre, Geb. (nebst dem Lausitzer 
Gebirge das Verbindungsglied zwi- 
schen den Sudeten und der südlichen 
Reihe des Hercynischen Gebirgs- 
systems, Hauptgebirge im Königr. 
Sachsen, ei-streckt sich von dem 
Quellgebiet der Gottleuba auf der 
Grenze gegen das Eibsandsteingebirge 
bis zu den Quellen der Zwickauer 
Mulde und der Zwota in der Rich- 
tung von NO. nach SW.), Metalli- 
feri Moni es Misniae. — Me- 
talliferi Montes Saxoniae. — Hegio 
Metallifera Saxoniae. 

Erz Inghian, St. (in Kleinannenien), 
Satala. 

Esaro, Fl. (bei Crotona im alten 



157 



Eschborn 



Estland 



158 



Bruttiuni). Aesärus XAi'aaQoq). — 
Aesäris. 
Eschborn, Dorf (Landkr. u. EB. Wies- 
baden, Prov. Hessen-Nassau), Asga- 
hrunnum Villa. 

Eschwegpe, St. vKreis^t., RH. Kassel, 
Prov. Hessen -Nassau, 1. an der 
Werra), Schuvegia. 

Escorial (Escurial), Kloster (u. Schlofs 
in Spanien, im Guadärramagebirge 
in Neukastilien) , Mo nasteriti m 
Scorialense. — Escuriäcum. — 
Escuriäle. — Scoriule. — Scoriäcum. 

Escottis, s. Ecouen. 

Esens, St. (Lianddr. Aurich, Prov. Han- 
nover, am Rande der Marsch ; Haupt- 
ort des Harlingerlandes), EsSna. — 
Essnae. 

Esl (Esino), Fl. (in Italien, im alten 
Umbrien), Aesis (Alaig). — Aesmus 
{Aloivog Tiotccfjiog^. 

Eskdale, Landschaft (in Schottland), 
Escia. 

Eski-Hissar, St. (in Kleinasien, im 
alten Phrygien, am Lykus\ Lao- 
dicea ad Lycutn {AaoSlxeia tj 
Tt^bg ry Avxcp). — Trimetaria. — 
Strätonlce {SrQarovlxtj). — Strato- 
nicSa (STQaTOvlxeia\ 

Eski-Shehr, St. (in Kleinasien, in der 
alten Phrygia Epiktetos), Dorylaetim 
{AoQvXdeiov). 
Einw. : Dorylenses. 
Adj.: DorylaeuSj -a, -um. 

Eski-Stamhul, Ruinen (in Kleinasien 

bei Tioas), AlexandrBa Troas 

{hke^ävS^sici 71 TQipdg). 
Eski-Zagra, St. (im türkischen Ejalet 

Adrianopel, an der Tundscha), Be- 

roea (Bs^oia). — Beraea. 

Eski-Upschi, St. (in Kleinasien, im 
mysischen Troas), Scepsis (Sx^xpig). 
Einw.: Scepsii. 

Esla, Fl. (Nbfl. des Duero im spani- 
schen Kgr. Leon\ Estola, 



Esneh, St. (in Oberägypten), LatopoUs. 

Espernon, s. Epemon. 

Espidres, Baronie (in Belgien), Spira, 

Esplnal, s. Epinal. 

Espinoy, s. Epinoy. 

Esprit, St., s. St. Esprit. 

Essek (ungar. Eszek), St. (Hptst. von 

.Slawonien, an der Drau, einst vom 

Kaiser Hadrian zur Metropole von 

Ünter-Pannonien erhoben), Mursa 

Maior. — Myrsa. — EssBcum. 

Einw.: Mursaeu 

Essen, St. (Stadtkr. , RB. Düsseldorf, 
Rheinprovinz, an der Ruhr), Asni- 
dia. — Essendia. — Essena. 

Essenberg:, Dorf (Kr. Mors, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz), Ascibm-gium. 

Essen greanx, s. Issengeaux. 

Essenide (Etschen), 1. El. (in Klein- 
asien, im alten Lycien, entspr. auf 
dem Taurus), Xanthus (AcivS-og). 

2» St. (ebds.), Xanthus {Sdy&og). 

Einw.: Xanthii. 

Essex , ^ Grafschaft (im östlichen Eng- 
land, Hptst. Colchester), Essexia. 

— Drinobantum Begio. 

Efslingren, St. (Oberamt im württemb. 
Neckarkreis, am Neckar\ Ezelinga, 

— Eslinga. 

Estaires, St. (fi-z. Dep. Nord), Mina- 
riacum. 

Este, 1. St. (in der ital. Prov. Padua, 
an den Euganeischen Hügeln), 
Ateste. — Ateste Colonia. — Atestum . 
Adj.: Atestinus, -a, -um. 

S. Fl. (im Lüneburgischen, 1. Nbtl. 
der Elbe, von Buxtehude ab schifi- 
bar, mündet bei Kranz), Escheda. 

— Esta. 

Estella, St. (im span. Kgi*. Navan-a), 
Stella Carnovium. — SteUa 
Carnonium. — Alba. 

Estland, GouveiTiement (eine der drei 



159 



Estrella 



£uropa 



160 



russischen OstseepVovinzen , Hptst. 
Reval), E Stoma, — Estenia. — 
Aestonia. — Aestkt. 
Einw.: Astmies. 

Estrella, Serra de, Gebirge i^in Por- 
tugal, zwischen den Quellbezirken 
des Mondego und Zezere, ein Plateau- 
gebirge, welches steil nach Süden 
[Serra Brava] und sanft nach Norden 
[Serra Mansa] abfällt ; höchster Punkt 
Malhao.de Serra), Mons Hemiinitis. 

Estremadura, Provinz 1. (und Land- 
schaft im westlichen Spanien, an 
der portugiesischen Orenze, vom 
Ta,jo und Guadiana durchflössen, mit 
den beiden Provinzen Badajoz und 
Caceres, Hptst. Badiijoz), Ext r ein a 
Burii Castelläna. — Extrema- 
dura. — Estremadura. — Eoctre- 
madura Legimiensis. — Betonia. 

IS. (in Portugal, am Atlantischen 
Ocean, mit den drei Distrikten Ix)ira, 
Santarem und lisboa [Lissabon]\ 
Extrema Durii Lusitanica. 
— Extremadurn Lusitaniae. 

Estremoz, St. (portug. Dep. Evora. 
Prov, Alemtejo). Extrema. — 
Strettimitium. 

Etal, s Ettal; 

Etaples, St. (frz. Dep. Pas do Calais), 
Stapulae. 

Etienne, St., s. St. Etiemie. 

Eton (Eaton), St. (engl. Grafscliaft 
Buckingham, an der Themse, mit 
der berühmten Gelehrtenschule Eton- 
CoUege), EtDna. — Aethonia. 

Etseh (ital. Adige), Fl. (entspr. in 
Tirol auf der Malser Heide aus dem 
Rescherseo, durchfliefst die ital. 
Provinzen Verona, Padova und Ro- 
vigo und -mündet bei Fossone ins 
Adriatischc Meer), Athesia. 

Etsehland, liandschaft (in Tirol). 
Athesia. 

Etsed, Schlofs (in Ungarn), Ecfiedum. 



Ettal (Etal), Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayern, Bezirksamt Garmisch, mit 
ehemal. Klosterabtei), Coenobium 
AttcUense, 

Ettersberg:, Bergrücken (bewaldet, in 
Tliüiingen, zieht in westöstlicher 
Richtung nördUch an Weimar vor- 
über), Mons Aethereus. 

Eu, St. (frz. Dep. Basse-Rhin, an der 
Breßle), Auga. '— Atigium. — 
Augae. — Augur. — Auca. 

EabVa, s. Egribos. 

Eofemia, 1* St. (im alten Bnittium. 
Crotona gegenüber, am Fl. Lamato, 
der in den Meerbusen von E. mün- 
det), Lametta (Aafjirjtog). 

IS« Meerbusen von (Golfo di E.. 
s. Ti, Sinus Lameticus (() 
AtxfiTjtixbg KoXnoq), — Sinus Vi- 
bonensis. — Sinu^s Hipponiates, 

Eugeniasberg (Eugenisches Vorge- 
birge), Berg (in Ungam), Eugenius 
Hyge. 

Eugabio, s. (lubbio. 
Eupatoria, s. Koslow. 

Euphrat (arab. Erat), Fl. (gröfster 
Vorderasiens, entsteht im Hochlande 
Armeniens aus zwei QueMüssen, 
fliefst nüt dem Tigris bei Kornali 
vereinigt als Schat-el-Arab und mün- 
det imterhalb Bassora in den* 
Pei-sischen Meerbusen) , Euphrates 
{EvipQarriQ). 

Eure, Fl. (1. Nbfl. der Seine, kommt 
von den Perchehügeln, mündet ober- 
halb Ronen; danach benannt das 
Depart. E. mit der Hptst. Evreux, 
und das Dep. E. et Ijoir, mit der 
Hptst. Chartres), Au iura. — Au- 
dura. — EfMra. 

Euripo, s. Egribos. 

Europa, Weltteil (der kleinste, aber 
wiclitigste der Alten Welt, Mittel- 
punkt des Weltverkehrs und der 



161 



£iitin 



Falaise 



162 



Kultur, eigentlicli nur die nordwest- 
liche Fortsetzung Asiens, gehört fast 
ganz der gemäfsigten Zone an und. 
wird vom Nördlichen Eismeer, dem 
Atlantischen Ocean, Mittelmeer und 
Schwarzen Meer umschlossen), Eu- 
ropa {EvQWTtTj). 

Adj. : Europaeus, -a, -um 
{EvQWTKxXoq). 
Europensis, -e. 

Eutin, St. (Hauptort des oldenburgi- 
schen Fürstentums Lübeck, in an- 
mutiger und fruchtbarer' Gegend 
zwischen dem Grofsen und Kleinen 
Eutiner See), OHna. — Ütlna. — 
Oitinum. — Oümum. — EuMnum. 

— Eidina. 

Eväs (EfPas), Gericht (bei Brixen in 
Ostreich), Avisium. 

ETian, St. (frz. Dep. Haute-Savoie, am 
Genfersee; dabei die Bäder Amphion 
und Cachat), Aquiänum. 

ETora, St. (Hptst. der portugiesischen 
Provinz Alemtejo), Ehüra. — 
Ebora. — Eburia. — LiberaUtas 
ItUia. 

Evreux, St. (Hptst. des frz. Dep. Eure, 
am Itön), Eburovicum. — Ebo- 
ricae. — Eborica, -ae. — Eboricum. 

— Ebrcücum. — Ebröicae. — Eburo, 
-ünis. — Eburonicjim. — Oivitas 



Ebrocensis. — Mediolanum Auler- 
corum. 
Adj.: EbroicensiSy -e. 

Exe (Ex), Fl. (in England in der Graf- 
schaft Devon; daran die Hptst. 
Exeter), Isaca. — Isca. — Usca. 

Exeter (Exester, Exon), St. (Hptst. der 
englischen Grafschaft Devon, 'an der 
Exe), Isca Dumnoniorum, — 
-Exonia. — Uxela. — XJzela. — Isca. 

Exideuil, St. (im frz. Dep. Dordogne), 
Eoddolium. 

Exiles, s. Houlx. 

Extersteine, Felsenbildungen (im Sand- 
stein des Teutoburger "Waldes, bei 
Hom in Lippe, ,mit schönen Anlagen 
und einem an die ältere christliche 
Zeit erinnernden Grottenheiligtum), 
Hwpes Picarum. 

Eyer, St. (asiatische Tüi-kei), Thospia. 
— Arzaniorum Oppidum. 

Eylau, s. Preufsisch-Eylau. 

Eylaa (Gilowey oder Eule), Mktfl. (in 
Böhmen), Gilovia. 

Eymoutiers, St. (frz. Dep. Haute- 
Yienne), Acuti Monastenum. 

Eyndhofen, St. (in Holland), Eindovia, 

Eysaeh, Eysack, s. Eisack. 

Eythra, Dorf (sächs. Kreish. u. Amtsh. 
Leipzig), Itero. 



F. 



Fabregraes, s. Frontignan. 

FabrianOy St. (in der italienischen 
Provinz Ancona), Fdbirarmm. 

Faenza, St. (in der italienischen Pro- 
vinz Eavenna, am Lamone; nach 
dem Namen der Stadt ist dasMajoUka- 
geschirr Fayence benannt), Faven- 
tia. — Faventmum Oppidum. 

Einw.: Faventmi. 

Adj.: Faventtnus, -a, -um. 

Saalfeld, Geograph. Handbächlein. 



Fär((er, s. Faröer. 

Fagrne, La (= Venu), Landschaft (in 
der belgischen Provinz Namur), 
Fania Silvn. — Fania. 

Fair Head, Vorgebirge (auf der Lisel 
Fair oder Faira In dem 70 bis 80 km 
breiten Sunde zwischen Orkneys und 
Shetlands) , Fromumtu/rium Bobog- 
dium. 

Falaise, St. (Fabrikst. im frz. Dep. 

6 



163 



Falasia 



Farnasu 



164 



Calvados, an der Ante), Faläza, — 
Falesia. 

Falasia, Vorgebirge (an der Nordwest- 
seite der Insel'Euböa), Phalasia, -ae 
{^a}M[o]ala axQa). 

Falkenbergr, St. 1. (oder Niomondin, 
m Oberschlesien, Kreisst., RB. Oppeln, 
an der Steine), Falconuyi/Uium. 

IS« St. (in Schweden), Fäleoberga. 

3* (oder Fauquemont, St in den 
Niederlanden) , Coriovallum. — 
Coriomttium. — Falcohurgum. — 
Fakiönis Mons. — Valcönis Mons. 

Falkenburgr, St. (Kr. Dramburg, EB. 
Köslin, Prov. Pommern, an der 
Drage), Falcohurgum. — Falco- 
nis Mons. 

Falkenstein, 1. St. (im Kgr. Sachsen, 
Kreish. Zwickau, Amtsh. Auerbach, 
auf einer Anhöhe an -der Göltzsch), 
Falcönis Fetra Saxjynum. 

2. Mktfl. (bayr. RB. Oberpfalz, 
Bezirksa. Roding), FoH&^is Fetra. 

3« Ort (in der Schweiz), Falco- 
steinium. 

Falkirk, St. (in der schottischen Graf- 
schaft Stirling), D avium Sacel- 
lum. -^ Fcclesbrae. 

FalkSpingr, St. (in der schwedischen 
Provinz Götaland [West-], Skaraborgs 
Län), Falcopia. — Focopia. 

Falmonth, St. (Hafen in der enghschen 
Grafschaft Comwall, an der Mündung 
des Fal), Falmutum. — Ostium 
Cenionis. — Portus Volüha^. — 
VoUba. — Valemütum. — Vole- 
mUtum. 

Falster, Insel (dänisch, in der Ostsee, 
südl. von Seeland, Hptst. Nykjöbing), 
Falstria. 

Famagrusta, St. (an der Ostküste der 
Insel Cypem), Fama Augusta. 
— Famagusta. 

Famars, Dorf (frz. Dep. Nord), Fanum 
Martis. 



Fam^oe, Landschaft (im Luxembur- 
gischen), Fagus Falmiensis. 

Famieh, St. (in Syrien, am Orontes, 
von Seleukos Nikator nach seiner 
Gemahlin Apameia benannt), Apa- 
mBa Syriae (Änafisia z^gSv^iaQ). 

Einw.: Apam>Bni. 

Adj.: Apamiensis, -e. 

Fanagoria (Taman), St. (am Kimme- 
rischen Bosporos, in der Nähe des 
See'sIimanKubanskoi), Corocondäma 

{KOQOXOVÖdfJLTl). 

Fanas(Fenas), Gemeinde (in d. Schweiz), 
Fa^mteium. 

Fangron, St. — , s. St. Fangen. 

Fanjeanx, Dorf (frz. Dep. Aude), 
Fanum lovis. 

Fano, 1. Ort (auf der Insel Sicilien), 
Befugium Apöllinis. 

d. St. (in der Delegat. Ancona, 
ital. Prov. Pesaro, am Adriatischen 
Meere, zwischen der Mündung des 
Arzillo und Metauro, auf der flami- 
nischen Strafse), Colonia lulia 
Fanestris. — Colonia Fanestris. 

— Fanum Fortunae. — Fanum. 

Farades, St. (in Tunis), Aphrodi- 
st um {jiipQoöLaiov). — Veneria. 

Farbeit, Mktfl. (ehemal. Hptst. eines 
Nomos in Unterägypten), Pharhaethus 
i^aQßaid^oq). 

Farfa, M. (im ehemal. Sabinerlande), 
Fa bäris Sabinor'um. — Fabäris. 

— Farfarus. 

Fargeao, St. — , s. St. Fargeau. 
Farigrlioni, Felseninseln (bei der Insel 

Sicilien), Cydopum Scopuli {KvxX(6- 

TicDV Sxonekoi). 

Farmoutier, Dorf (frz. Dep. Brie), 
Monasterium Farense. — Mo- 
nasterium Brigense. 

Famasu, Inseln (an der Mündung des 
Bosporos in das Schwarze Meer), 



165 



Famese 



Fehmam 



166 



Erühlni Scopuli CEqIS^ivoi ol 

Famese, Mktfl. (in Italien), Castrum 
Famesium. 
Adj.: Farnesiänus, -a, -um. 

Famham, Si (in England), Vindo- 
mum, — Vindomus. 

Faro, St. (Hptst. der portugiesischen 
Provinz Algarve), Esu/ris. 

Fard, II — dl Messina, Meerenge 
(Strafse von Messina), Fretum 
Siculum. — Fretum Mamertinum. 

Faro, Capo di, s. Capo di Faro. 

FarSer (== „Federinseln" ; nach andern 
Färöer [= Färeyjar] = „Schafinseln" ; 
eine zu Dänemark gehörende Gruppe 
von 14 bewohnten und 8 unbewohn- 
ten Inseln im Atlantischen Ocean, 
zwischen Schottland und Island), 
Faroae Insulae. — Insulae 
Faroenses, 

Farra, St. (der Paropanisaden in 
Mittel-Asien), Pjrsia {Ila^ola). 

Fars (Farsistan), Land (Persien, im 
engem Sinne bei den Alten das 
Land zwischen Karmanien. Medien 
und Susiana, dann aber auch ganz 
Persien; heute eine persische Pro- 
vinz, östl. yon Khusistan, am Per- 
sischen Golf; Hauptort im Innera 
Schiras, Hafen Abuschehr), Persis 
(üeQölg). 

Farsa, St. (im alten Thessaha Phthiotis 
am Enipeus, sw. von Larissa), Phar- 
Salus (^(XQaakoq) 

Fasaneninsel (in der Mündung des 
Grenzflusses Bidassoa zwischen Spa- 
nien und Frankreich, bei Fuentarabia 
in den Biscayischen Meerbusen), 
Phasicmorum Insula. 

Fassathal (Alpenthal in Tirol, bildet 
den oberen Teil des Meimserthales), 
Fascia. . 

Fasi (oder Eione), Fl. (in Kleinasien, 



im alten Kolchis, welcher im Arme- 
nischen Gebirge entspringt und in 
das Schwarze Meer mündet), Phasis 

Faneigrny (Fossigny), 1. Landschaft 
(frz. Dep. Haute-Savoie, umfafst das 
Arvethal), Falciniäcum. — Fa- 
dniäcum, — Fodniäcum. — Focur 
natium. — Tragus Fociniacensis. 
— Ager Fossigniäcus. 
S. Schlofs (ebds.), Fossiniäcum, 

Fanles Meer (Siwasch), (sehr seichter 
Teil des Asowschen Meeres, zwischen 
der Krim und der Landzunge von 
Arabad), Mare Pigrum. — Mare 
Putridum. — Sinus Immwndus, — 
Sinu>s Impurus. 

Fanqnemont, s. Falkenberg. 

Favara, 1. Fl. (auf Sicilien) , Dianae 
Föns, 
3. Mktfl. (Sicilien), Dianae Fanum. 

Favigrnana, Insel („Ziegeneiland", an 
der "Westküste Siciliens), Aegttsa 
(Atyovaaa ^ v^aog). 

Fayence, St. (frz Dep. Var), Faventia. 

F^, Santa — , s. Santa Fe. 

F6camp (Fescamp), St. (Seestadt an 
der Mündung des Fl. F., frz. Dep. 
Basse-Seine) , Fi sei Campus. — 
Fiscamnum. — Fiscamum. 

Federsee, See (württemb. Donaukreis, 
in der Nähe von Buchau, eingebettet 
im Federseeried zwischen Höhen der 
Schwäbischen imd Bayrischen Hoch- 
ebene), Lacus Plumarius. — 
Federzea. 

Fehmarn, Insel (in der Ostsee, an der 
Nordostspitze von Holstein, zum Kr. 
Oldenburg der Provinz Schleswig- 
Holstein, durch den Fehmamschen 
Sund vom Festland getrennt ; Haupt- 
ort ist die St. Burg), Cimbria 
Parva. — Fimhria. — Imbria. — 
Femara. 

6* 



167 



Fehmamsiuid 



Fert^-Alais 



168 



Fehmamsund (Femersee) , Meerenge 
(s. Fehmam), Fimbriae Fretum, 

Fehrbellin, St. (Er. Osthavelland, 
EB. Potsdam, Prov. Brandenburg, 
am Rhinluch und Alten Rhin), Fer- 
beIMnum. 

Feira, St. (portug. Prov. Beira Mar), 
Langobnga. 

Feldkirch, St. (in Vorarlberg, östr. 
Tirol, am Ausgang des Ulthals in die 
Rheinebene), Velcuria. — VcU- 
circutn. — Clunia. 

Feldspergr, Gemeine und Dorf (schwei- 
zer Kanton Graubünden), Fagonivm. 

Felenk-Bumn, Vorgebirge (auf der 
Halbinsel Krim, nach einem Tempel 
der UaQ^ivoq \^Qrs(iLq\ benannt), 
Farthenium {Ua^S-iviov). 

Felep-Szalas, St. (in Ungarn), Phi- 
lippi Mansio. 

Felicudiy Insel (eine der liparischen 
Inseln), Her ade a ('HQaxXeia), — 
Herculis Insula. 

Feltre, St. (ital. Prov, BeUuno, Teü 
der Tarvoser Mark in Venetien), 
Feltria. — Feltrium, — Feltrtmi. 
Einw. : Fdtnni. 

Feltrino, Landschaft (vgl Feltre), 
Äger Feltnnus. 

Fernern, s. Fehmam. 

Femersund, s. Fehmamsund. 

Fenestrelles, Dorf (frz. Dep. Dauphine), 
Fenestrellae, 

Fdre, La, St. (Festung im frz. Dep. 
Aisne, an der Oise), Fara. — Fera. 

Fdre-€hampeiioise, St. (frz. Dep. 
Marne), Fera Campaniae. 

Ferentino, St. (im ehemal. Kirchen- 
staat), Ferenttnum. 
Einw.: Ferentlni. - Ferenti- 

nCLtes. 
Adj. : FerentlnuSj -a, -um, 
Ferentinas, -Otts. 

Fermanagrli, Grafschaft (irische Prov. 



Ulster, Hptst. Enniskillen), Comita- 
tu8 Fermanagensis. 

Fermo, St. (ital. Provinz Ascoli Piceno), 
Firma. — Firmium. — Firmum, 
— Firmus. — Firmum FicSrhum. 
Einw.: Firmüni. 
Adj.: FirmänuSj -a, -um. 

Fermosella, St. (in Spanien, Provinz 
Zamora, in Leon, auf der 1. Seite des 
Duero), Ocellum Durii. 

Fernando-Po, Insel (eine der Guinea- 
inseln an der Küste Westafrikas, in 
der Biafrabai, Hauptort Clarence- 
Cove), FercUnandi hisula. 

Ferrah, Festung (in Afghanistan), 
Parra. 

Ferrara, !• Provinz (in Italien, in der 
Emilia, ehedem selbst. Herzogtum), 
Ducatus Ferrariensis. 

2m St. (befest. Hptst., an einem 
Arme des Po), Ferraria. — Fer- 
rara. — Forum Ällieni. 
Adj.: Ferrariensis, -e. 

Ferreira, St. (in Portugal), Barapia. 

Ferrete, s. Pfirt. 

Ferridres, 1. Mktfl. (frz. Dep. Isle de 

France), Ferrariae. 
• 2. Mktfl. (frz. Dep. Lot), Ferrara. 
3. St. (in Frankreich), Aquae 
Segestae. 

Ferro (span. Hierro), Insel (kleinste 
der Kanarischen Inseln; galt früher 
als äufserster Westpunkt der Alten 
Welt, weshalb der erste Meridian 
darüber gezogen wurde), Insula 
Ferri. 

Ferro], El — , St. (befest. Seestadt u. 
Kriegshafen in der spanischen Prov. 
CJoruna), Far, 

Fert^, St. (in Luxemburg), Firmitas. 

Fert^-Alais, La — oder Aleps, St. 
(frz. Dep. Seine et Oise), Firmitas 
Adelheidis. — Firmitas Balduini. 
— Firmitas Alepia. 






169 



Fert^-Anrain 



Fidonisi 



170 



Fert^-Aurain, St. (frz. Dep. Loire et 
Cher), Firmita s Auraniensis. 

— Firmitas Äu/rBni, 

Fert^-Bernard, St. (frz, Dep. Maine), 
Firmitas (Sancti) B^mardi. 

Fert^-Gaueher, Mktfl. (frz. Dep. Seine 
et Mame), Firmitas ÄucuJphi. 

— Firmitas Gualterii. — Firmitas 
Qualquarii. 

Fert^-Lonpii^re, St. (in Frankreich), 
Firmitas Lupera. 

F^*t^-Hiloii, La — , St. (frz. Dep. 
Aisne), Firmitas Milonis. 

Fert6 8t, Aubin, La — , St. (frz. 
Dep. Loiret), Firmitas Naherti. 

Fert^ sous Jouarre, St (Frankreicli), 
Firmitas ad lotrum. 

Fert^ sar Anbe, St. (frz. Dep. Haute- 
Mame), Firmitas ad- Albulam. 

Ferrnerep, St. (in Belgien), Fura. 

— Fura Duds. 

Fesa (Pasa), St. (in Persien), Pasar- 
gadae. 

Feseamp, s. Fecamp. 

Fesensae, s. Fezenza. 

Fenehtwangren, St. (bayr. Bezirksa., 
EB. Mttelfranken, an der Sulzacli), 
Hydropolis. — HygropoUs. 

Feuerland (spanisch Tierra dd Fiiego, 
auch König Karls Südland), Insel- 
grappe (von 11 grofsen und einigen 
20 kleinen felsigen Inseln an der Süd- 
spitze von Amerika, von Pescherähs 
bewohnt), Terra Ignium. — Ignis 
Terra. 

Feuillants, Abbaye — , Kloster (der 
Cistercienserbrüderschaft in Frank- 
reich), Äbbaiia Fuliensis. 

Feurs, St. (in Frankreich), Forum 
Segusiaaiorwn. 

Feystritz, St. (in Unter- Steiermark), 
Bistricia. 

Fez (Fes), !• Sultanat (ehedem selb- 



ständig, jetzt zum Kaisertum Marokko 
in Nordafrika gehörig), Begnum 
Fessänum. — Begnum Feezänum. 

— Begnum Fessense. — Begnum 
Fezense. — Fessa. — Fezza. 

IS. St. (Hptst. in 1, wichtigster 
Ort Marokkos, in einem herrlichen 
Thal, im Gebiet des Sebu), Fessa. 
-7 Fezza Völuhilis. 

Fezenza (Fesensae), Mktfl. (in Frank- 
reich), Fidentia. — Fidentiacum. 

Fezzan (Fessan), Landschaft (in Nord- 
afrika, das alte Garamantenland, zu 
Tripolis gehörig, aus .einer Beihe 
von Oasen bestehend; Hauptort 
Murzuk), Fha^nia. 
Einw.: Phazanii. 

Fiaeeone, St. (in ItaUen), Alio/nus, 

Flano, St. (im ehemaligen Kirchen- 
staat), Flavianum. — Flaviniänum. 

Fianona, St. (in ülyrien), Flanüna. 

— Flanon, -öms. 

Fiaseone, St. (in Italien), Colonia 
Ferentinensis. — Municipium 
FererUis. — Ferentlnum. — Mons 
Fiasconis. — Flasco, -önis. 

Fiehtelgebirge, Gebirge (klein, aber 
wichtig, im nordöstl. Bayern, in der 
südlichen Reihe des Hercynischen 
Gebirgssystems zwischen dem Bay- 
risch-Böhmischen Waldgebirge und 
dem Thüringer Wald (Frankenwald), 
der Mittelpunkt der deutschen Län- 
der, mit EinschluDs Ostreichs, etwa 
450 km vom Anfang des ßheindeltas, 
von den Mündungen der Weser und 
Oder und von den Städten Prefsburg, 
Trient, Basel und Strafsburg ent- 
fernt), Mons Pinifer. — Fickteli 
Mons. — Sudeta, -orum. — Sudeti. 

— Sudsti Montes. 

Fidonisi, 1* (Schlangeninsel, im 
Schwarzen Meer), Leuce {Aevxij). 

— AcMllis Insul>a. — AchilUa. 

2. Landzunge (ebd.), Ou/rsusAchillis. 



171 



Fidulsa 



Firth of Solway 



172 



Fidalsa, Insel (eine der Sporaden bei 
Thera), Hipparts, 4$ und -xdis 
ClTiTiovQlg, 'löoq). 

Fiesole, St. (in Etrurien), Faesulae. 
— Faesula, -ae. 
Adj.: FaesulänuSj -a, -um. 

Fife, Grafschaft (in Schottland, an der 
' Nordseeküste; Hptst. Cupar), Otho- 

lonia. — OtheVma. 
Figrnae, St. (in Frankreich), Ftgiäcum. 

Figueiras oder Figrueras, St. (span. 
Provinz Gerona, mit der Festung 
S. Fernando, Hauptschlüssel Spa- 
niens), Ficaria. — Ficuaria. 

Filek, Distrikt von — (Ungarn), 

Processus Füehiensis. 

Filib^, St. (im türkischen Ejalet 
Adrianopel, an der Maritza), Fhi- 
UppopoUs {4^ili7i7t67coXig), 

Filieari, Insel (= Palmeninsel, eine 
der äolischen Inseln vor der Nord- 
küste Siciliens) , Phoen icüsa 
(4»oivixovaaa), — Phoemcodes 
{^oivixwöijg). 

Filippo d'Argrirone, San — , St. (auf 
Sicilien), Agyrium {ÄyvQiov). — 
Agwrium. — AgyrSna. 

Adj.: Ägyrtnus, -a, -um, 
Agyrinensis, -e. 
Fils, Fl. (r. Nbfl. des Neckar in 
Württemberg, entspringt im Jura 
oberhalb Wiesensteig, mündet bei 
Plochingen), Vilisia. 

Finale, Mrktfli. (im Genuesischen), 
Finarium. 

Finisterre, 1. Capo F., Vorgebirge 
an der Nordwestspitze Spaniens), 
Promunturium Nerium, — 
Finis Terrae Caput. — Pr(ymuntu- 
rium Ultimum. — Promunturium 
Celticum. — Promunturium Arta- 
brum. 

2« Finistdre (das westlichste Dep. 
Frankreichs, Teil der Niederbretagne ; 
HptsiQuimper),F«msTerra€G^aW^cae. 



Finnen, s. Finnland. 

Finning:en, Dorf (bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Neu-Ulm), Piniäna. — 
Faeniü/na. 

Finnischer Meerbusen (Teil der Ost- 
see zwischen Finnland und Estland, 
mit den Kriegshäfen u. Seefestungen 
Eeval, Kroiistadt und Sweäborg), 
Sinus Finnicus. 

Finnland, Grofsfürstentum (in Ruß- 
land mit eigener Verwaltung und 
eigenen Gesetzen), Finnia. — 
Eningia. — Fenningia. — Finnonia. 

— Finnlandia. 

Einw. : Finni, — Femvi. 
Adj.: Finnicus, -a, -um. 

Finnmarken, Amt (im norwegischen 
Stift Tromsö, das norwegische Lapp- 
land begreifend, der nördlichste Teil 
Europas), Finnomar chia. — 
Finnmarchia. 

Fiora, Fl. (in Toskana), Flora. — 
Armemta. — Amtna. 

Fiorenzo, San — , s. San Fiorenzo. 

Fiorenzuola, St. (in Parma), Floren- 
tiöia. — Fidentiöla. 

FIrmiano, St. (in Itahen), Firma- 
norum Castellum. — Firmum 
Castellum. 

Firth of Clyde, Meerbusen (der Irischen 
See, im südlichen Schottland, in 
welchen der Clyde mündet), Glotae 
Aestuarium. 

Firth of Cromartie, Meerbusen (in 
der schottischen Grafschaft Rofs and 
Cromarty), Varae Aestuarium. 

— Vara. 

Firth of Forth, Meerbusen (in Schott- 
land, durch welchen der Forth in die 
Nordsee mündet) , B odotriae 
Aestuarium. — Boderia. 

Firth of Solway, Meerbusen (der 
Irischen See, an der Grenze von Eng- 
land und Schottland; 90 km tief ein- 
dringend), Itünae Aestuarium. 



173 



Firth of Tay 



Fleurus 



174 



Firth of Tay, Meerbusen (in Schott- 
land, durch welchen sich der Tay in 
die Nordsee ergiefst), Tai Ae Stu- 
art um. — Tava. 

Fisardo, Berg (in Kalabrien), ElibäMua 
Mons. 

Fiseha, die Grofse^ M. (in Ostreich), 
Fi 8 ca. — Vischa. 

Fischamend, Mktfl. (in Ostreich unter 
der Enns), Äequinoctium. 

Fischen, Dorf (bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Sonthofen, an der Eier in 
den Alpen), Viscon. 

Fiseliingen, Kloster (und Dorf, bad. 
Kr. und Amt Lörrach), Piscina. 

Fismes, St. (in Frankreich), Fimae. 

— Fima, -a^. — Fines, -ium. — 
Ad Fines. 

Firnne, 1« Komitat (in Kroatien, an 
der kroatischen Küste des Adriati- 
schen Meeres; die Hptst. F. (St. Veit 
am Flaum oder Eeka genannt) an 
der Mündung der Fiumara in den 
Quamerobusen, Freihafen mit Schiff- 
bau und bedeutendem Handel), Cir- 
culus Flavoniensis. — Circu- 
lus Flamoniensis. 

'3. St. (Hptst., s. 1), Fanum Sancti 
Viti Flumoniensis. 

Fiame della Cane, Fl. (in Itahen), 
(Jena. 

Fimne della Madalena, Fl. (Italien), 
SebBthus. 

Fiame della Posta, Fl. (ItaUen), 
Fibrenus. 

Flame dl Bagrasa, Fl. (Sicilien), 
Motychänus (Morvxavoq). — 
Motycö/nus. 

Flame dl Terra Naoya, M. (auf der 
Südküste SiciUens), Gelas, -ae 
{rikaq). — Gela, -ae. — GeWa, -ae. 

— Cela, -ae. 

Flame Grande, Fl. (Nordküste Sici- 



hens, beim jetzigen Termini), Himera 

Flameslno, s. Pisatello. 

Flamlnale, Fl. (auf der Insel Korsika), 
Voleriu^. 

Fivel, FL (in Holland), Dammonus. 

Fläseh, Gemeinde (schweizer Kanton 
Graubünden), Falisca. — Falistum. 
Flascis, -is. 

Flandern (flämisch Ylaenderen, spa- 

. nisch Flandes) , Grafschaft (ehemal. 

niederländische, begriff Teile vom 

jetzigen Belgien (Prov. Ost- und 

Westflandem), Holland (südl. Teil der 

Prov. Seeland — das sog. Staats- 

flandem) und Frankreich (westliche 

Hälfte der Depart. Nord und Pas de 

Calais; Hptst. lille), Flandrae. — 

Flandria. — FlandHae Comitatus. 

Einw.: Flandri. — Flandrenses. 

— Flanderes.^-Flamingi. 

Adj.: Flandricus, -a, -um. 

Flandrensis, -e. 

Flandrische Inseln, s. Azoren. 

Flarehhelm (Flachheim), Dorf (Ki*. 
Langensalza, RB. Erfurt, Prov. Sach- 
sen), Fladichhemium. 

Flayigrny, St. (in Frankreich), Fla- 
viäcum. — Flaviniäcum. 

Fl^he, La — , St. (frz. Dep. Sarthe), 
Fixa. — Flexia. 

Flelms, Thal (in Ostreich), Vallis Fle- 
marum. 

Flensbnrgr, St. (Kreisst., Prov. Schles- 
wig-Holstein, am Flensburger Busen), 
Flenopolis. — Flensburgum. 

Flensharger Wyk, Meerbusen (vgl. 
Flensburg), Fleni Sinus. 

Flers, Mktfl. (in iPrankreich, im einsti- 
gen belgischen GaUien, in der Nähe 
von Breteuil, an Stelle der Ruine 
Bratuspante), Bratuspantium. 

Flearas, St. (in Belgien), Floriacum 
Monasterium. 



175 



Fleury 



Fontarabia 



176 



Flcnry, %. St. (in Burgund), Flo- 
riäcum ad Oscarum, — Floren- 
tmus. 

ft. Mktfl. (frz. Dep. Loiret), Flo- 
riäcus. — Mondsterium Sancti 
Benedicti. 

Fliefsingren, s. Vliefsiiigen. 

Flims (Flimbs), Gemeinde (Schweiz), 
Flemium. 

Florenhergr, St.« — , s. St. Florenberg. 

Florennes, St. (bei Lüttich in Belgien), 
Flor in ae. — Florinkingae. 

Florensac, St. (in Frankreich), Floren- 
tiacfwm. 

Florentin, St. — , s. St. Morentin. 

Florenz (ital. Firenze), St. (mit dem 
Beinamen „La .Bella", Hptst. der 
gleichnamigen Provinz und^ von Tos- 
kana, frühere Eesidenz des Königs 
von Italien, zu beiden Seiten des 
Arno), Florentia, — Florentia 
Tuscorum. — Florentia lulia. — 
Florentia Pulchra. — Florentina 
Urbs. 

Einw.: Florentini. 

Adj.: FlorentinitSj -a, -um. 

Flores, Insel (eine der Azoren), Florum 
Insula. 

FloriTal, Abtei (in Brabant), Florida 
Vcdlis. 

Flour, St. — , s. St. Mour. 

Flams, Mrktfl. (schweizer Kanton ; 
St. Gallen), Flemma. — Fluminis, -is. 

FluTia, Fl. (in Katalonien), Clodia- 
nus. — Cluviänus. — Fluviänus. 

Fl^cklabmck, s. Yöcklabruck. 

Ff^hr, Insel (in der Nordsee, zur Prov. 
Schleswig -Holstein, Kr. Tondem, 
unter dem Schutz von Amrum im 
Schleswigschen Wattenmeer; Haupt- 
ort Wyck an der Ostküste), Fora. 
— Foera. 

Fogarasch, 1. Distrikt (in Ungarn), 
Ager Fogarasinensis. 



ft. FogTeschmarkt, Ort (in i)y 

Fogarasinum. 

Fogrgia, St. (Hptst. der unterital. Prov. 
Capitanata, am Cervaro), Fovea. 

Fo^lia, Fl. (im ehemal. Kirchenstaat), 
I säur US. — Pisaurus. — Foglia, 

Foirnano, St. (in Italien), Ustügum. 

Foigrny, Abtei (in der Picardie in 
Frankreich), Fusniacum. — Fus- 
ndanum. 

Foix, 1. Grafschaft (ehemal., jetzt das 
frz. Dep. Ariege, am Fufse der Py- 
renäen und an der Ariege), Comi- 
tatus Fuxensis. 

3* Hptst. (in 1), Fuxum. — 
Foxum. — Fuxinum. 

Fokia, St. (in Kleinasien, einst blühende 
Kolonie der Athener auf der ionischen 
Küste, unfern Smyma, nördlich vom 
Hermosflusse, berühmt durch die 
grofse Zahl ihrer Kolonieen), Phocaea 
{^(oxaia). 

Folgaria, s. Yilgreit. 

FoligTio (Fuligno), St. (ital. Provinz 
TTmbrien), Fulginia. — Fulgi- 
nium. — Fullinium. 

Einw.: Fulginätes, -um. 

Adj.: FulginaSj -ätis. 

Fondi, St. (ital. Provinz Terra di La- 
voro oder Caserta), Fundi. 
Einw.: Fundani. 
Adj.: Fimdäwus, -a, -um. 

Fontaine Andr6, Mktfl. (in Frank- 
reich), Föns Sancti Andreae. 

Fontaine de MerTeille, QueUe (in 
Frankreich), Föns Admirationis. 

Fontaine PETesque, St. (in den 

Niederlanden), Föns Episcopi. 

Fontainebleau, St. (frz. Dep. Seine et 
Marne, links von der Seine in einem 
berühmten Walde), Föns Bella- 
queus. — Föns Bliaudi. — BeUo- 
fontänum. 

Fontarabia, s. Fuenterabia. 



477 



Fontenay 



Fort Louis 



178 



Fontenay, Dorf (frz. Dep. Yonne), 
Fonteniacum, — Fantaneum. — 
Fontenaeum. — Fontänae. — Fon- 
tanstum. — Fontaniäcum, — Fonti- 
näta. 

Fontenay le Com[p]te, St. (in der 

Vendee oder Nieder-Poitou in Frank- 
reich; der Ort hiefs in der ersten 
Eevolution F. le Peuple), Fonte- 
naeum Comitum. — Fowtenaeum 
Capitum. 

Fontenelle, St. (und Abtei in Flan- 
dern), FontaneUa. 

Fontenoy, Dorf (in der belgischen 
Provinz Hennegau) , Fonteniacum 
Belgarum. 

Fonteiraud (Fontevrault) , St. (frz. 
Dep. Maine et Loire, südöstl. von 
Saumur), Föns Ebraldinus. — 
Föns Ebraldi. — Föns EvraMi, — 
Föns Clarus. 

Fontibre, Mktfl. (in Spanien), F(ms 
Iberi. 

Fooslit, Insel (im Arabischen Meer- 
busen), Cardamlne (KaQÖafilvi]). 

Forat, s. Euphrat. 

Forbat, Vorgebirge (in Spanien), Tene- 
hrium Promimturium, 

Forealqnier, St. (frz. Dep. des Basses- 
Alpes), Forum Neronis. — 
Forum Calcarium. — JFbrco^wc- 
rium, 

Forehheim (in Bayern), St. (Bezirksa., 
RB. Oberfranken, am Ludwigskanal 
und an der Regnitz und unweit der 
Mündung der Wiesent\ ForchSna. 
— Locoritum. — Trutavia. 

Foreone, St. (im Neapolitanischen), 
Furcona. 

Fordon, St. (Kr. und RB. Bromberg, 
Prov. Posen, an der Weichsel), For- 
donium. 

Fordun, Mktfl. (in Schottland), For- 
dunium. 



Forenza, St. (in Apulien), Foren- 
tum. — Ferentum. 
Einw.: Ferentäni. 
Adj.: Ferentänus. -a, -um, 

Forez, Landschaft (altfranzös., jetzt der 
nördhche Teil des Dep. Loire, zwi- 
schen Loire und Allier, vom Forez- 
gebirge ausgefüllt), Ager Segusiä- 
nu8. — Territorium Segusianum. 

• — Pagus Forensis. — Frovinda 
Forensis. 

Forfar, St. (in Mittelschottland irii 
Strathmorethale, in der gleichnamigen 
Grafschaft), Orrhea. 

Forgres le8 Eanx, St. (Frankreich), 
Forgiae. 

Forli, St. (an der Ronca in der gleich- 
namigen mittelitalienischen Provinz 
der Emilia), Forum Livii. — 
Forlinium, 

Forum popoli, St. (in der mittelital. 
Provinz Forli), Fo r u m Pomp i l i i. 

— Forum Popilii. — Forum Po- 
puli. 

Formentera, Insel (eine der Pityusen, 
südl. von Iviza; beide von den Spa- 
niern zu Las Bale&res gerechnet); 
Coluhr aria. — Ophitisa 
CO(piovaaa}.-Hydru88a(Y6QOvaaa). 

Formigrnano, St. (in Italien), Fir- 
m>ö,num. 

FomoYO, St. (in der ital. Prov. Parma), 
Forum Novum. 
Einw.: Foronoväni. 

Foron, Mktfl. (in Belgien), Furonis, -is. 

ForstenbergT) Dorf (bei Xanten in der 
Rheinprovinz), Vetera {Castro). 

FortaTentnra, s. Fuertaventura. 

Fort de France, s. Fort Royal. 

Fort Louis, Dorf (ehem. wichtige 
Festung, Kr. Hagenau, Kanton Bisch- 
weiler, Bezirk TTnter-Elsafs, Elsafs- 
Lothringen), Castrum Ludovici. 

— Ärx Ludomci^ — Fortalitium 



179 



Fortore 



Franken 



180 



Ludovici. — Fortalttium Ludovi- 
cianwin, 

Fortore 9 M. (im südöstl. Italien, im 
alten Samnitergebiet), Frento, -onis. 

Fort Boyal, St. (in der Revolutions- 
zeit Fort de France genannt, befest. 
Hptat. der frz. Insel Martinique in 
"Westindien), Arx Begia, 

Fort Slio Migruel, Kastell (auf der 
gleichnamigen Insel, der gröfsten der 
AzoTen^FortalitiumSancti Michaelis. 

Forza, La — 9 St. (auf Sicilien), For- 
talitiuni. — Mons Fortis. 

Fos di NoYa9 St. (im Genuesischen), 
Fossae Fapirianae. 

Fo8sa9 La — 9 Mktfl. (im Neapolitani- 
schen), Forum Pompilii. 

Einw.: Föropopilienses. 

Fossana Paltana, M. (in Yenetien), 
Togisanus. 

FoS8an0 9 St. (in Hemont), Fo'^s 
San US. — Fossänum. 

Fosse, St. (in Belgien), Fossae. 

Fossombrone9 St. (im ehem. Kirchen- 
staat), Forum Sempronii. 
Einw.: Forosempronienses. 

Fouah9 St. (in Niederägypten, zum 
alten Nomos Sais gehörig, nicht weit 
vom Meere am rechten Ufer des 
kanobischen Nilarms, eine Gründung 
der Milesier), Naucrätis{NavxQarig). 

Fougr (Fau), Mktfl. (frz. Dep. Bar), 
Fa^s. 

Foagi^reS9 St. (in Frankreich: Bre- 
tagne), Fulgeriae. — Filiceriae. 

Foy la Grande, St. —9 s. St. Foy la 

Grande. 

Fränkischer Kreis (einer der 10 deut- 
schen, auf den Reichstagen zu Worms 
und Nürnberg bestätigten Kreise, 
dessen kreisausschreibende Fürsten 
der Bischof zu Bamberg und die 
Mai'kgrafen zu Brandenburg-Bayreuth 



und Ansbach waren: die Kreistage 
wurden zu Nürnberg gehalten), Cir- 
culus Franconicus. 

Fragra9 Dorf (in der spanischen Pro- 
vinz Zaragoza in Aragon), Flavia 
Gallica. 

Frane9 Le —9 Distrikt (Frankreich), 
Fr aneonätus. — Franconätum 
Diclo. — Terra Franca. 

Franee de Bmgres9 La —9 Gegend 

(Frankreich), Franconätus Bru- 
gar um, — Äger Brugensis. 

Franclie-Comt^9 Provinz (ehem. Fi*ank- 
reichs, die „Freigrafschaft Burgund" 
oder „Oberburgund", umfafst das 
französische Juraland im W. der 
Schweiz mit hohen Bergketten im 
0. imd Ebenen im W., Dep. Doubs, 
Haute -Saone imd Jura; Hptst. Be- 
sanpon), Burgundia Süperior. 
— Comitatus Burgundias. 

Franebemont, Marquisat (im Lüt- 
tichischen), Pagus Tectensis. 

Franeoli, Fl. (in Katalonien, an dessen 
Mündung die Stadt Tarragona), Subi, 
-orum. — Tulcis. 

Fräne(e)ker9 St. (im niederländischen 
Friesland), Franequera. — Fran- 
chera. — Frane(c)kera. 

Franken9 Landschaft (ehem., seit Grün- 
dung des Fränkischen Reiches die 
Sitze der Franken am Rhein, Main 
und Neckar; Franken blieb auch 
nach der Trennung Frankreichs von 
Deutschland ein grofses Reichsland 
und wurde die Heimat der fränki- 
schen Kaiser. Später zerfiel es in 
Rhein- und Ostfranken, wovon erate- 
res 1155 die Unterlage der Rhein- 
pfalz wurde, während sich im letz- 
.teren selbständige Landeshoheiten 
[die Bischöfe von Bamberg, Würz- 
burg, Fulda, die Grafen von Henne- 
berg u. s. w.] ausbildeten), Francia 
Orient alis. — Francia Süperior. 



181 



Frankenbergr 



Freibergr 



182 



— Fromda Antiqua, — Francia 

* Teuitonica. — Franconia. 

Einw.: Fr an ct. — Francönes. 
Adj.: FVanconictis, -a, -iim. 

FrankenbergT; 1. Berg .(im Elsafs), 
Mons Ferratus. 

2. in Sachsen, St. (sächs. Kreish. 
Zwickau, Amtsh. Möha, ini Thal an 
der Zschopau), Francoberga. 

Frankenhausen, St. (Schwarzburg- 
Eudolstadt, Unterherrschaft, in einem 
breiten Thal zwischen dem Kyff- 
häuser und der Hainleite, an der 
Kleinen Wipper), Francohusa. 

9 

Frankenstein in Schlesien, St. (Kreis- 
stadt, RB. Breslau, Prov. Schlesien, 
amEinflufs des AVeigelsdorfer Wassers 
in die Pause), Francosteinium. 

Frankenthal, St. (Bezirksamt, bayr. 
RB. Pfalz, an der Isenach und dem 
Prankenthaler Kanal, der, 6 km lang, 
zum Rhein führt), Francodalia, 

Frankfurt am Main, St. (Stadtkreis, 

RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau), 
Francofurtum ad Moenum. — 
Francofordia. — Franconofurtum. 
Franconofordum. — Francofurdum. 

— Franconoväda, 

Adj.: Fr ancofurtänus, -a, 

Francofordiensis, -e. 

Franl^furt an der Oder, St. (Stadt- 
kreis, RB. , Prov. Brandenburg, 
gröfstenteils auf dem linken hohen 
Ufer der Oder), Francofurtum 
ad Viädrum, — Francofurtum 

• ad Oderam, — Traiectum ad Oderam. 

Franlureich (La France), ehem. Kaiser- 
reich, jetzige Republik (eines der 
europäischen Hauptländer, im W. des 
Erdteils, vom Kanal, dem Atlanti- 
schen Ocean und dem Mittelmeer 
bespült), i^r an co^ an* a. — Franco- 
gallia Ocddentalis. — Francia Oc- 



ddentalis. — GaXlia, — Gaüia Ul- 
terior. — Gallia Trßnsälpina. 
Einw.: Franzosen, Franco- 

galli. — ! Galli, 
Adj,: firanzQsisch, Francogal- 
Heus, -a, -um. 
GaUicus, -a, -um. 
Frascati, St. (in ^cf Comarca di Roma, 
am Sabinergebirge ; dabei die Ruinen 
von Tusculum), TusdUum. 
Adj.: Tusculänus^ -a, -um, 
Tusculanensis, -e. 
Frat, s. Euphrat. 

Frauenalh, Weiler (bad. Kr. Karlsruhe, 
Amt Ettlingen,, an der Alb, ehemal. 
Benediktiner - Nonnenkloster), Alba 
Dominarum. 

Frauenbergr, Schlofs (in Böhmen), 
Prinda. 

Frau(en)hrunnen, Ländvogtei (im 
schweizer Kanton Bern), Föns Beatae 
Virginis. 

Frauenhurgr, St. (Kr. Braunsberg, RB. 
Königsberg, Prov. Ostpreufsen, am 
Frischen Haff, 2 km von der Mün- 
dung der Baude), ürbs Drusiäna. 
— Frauenburgum. 

Frauenpriersnitz, Dorf (im 2. Ver- 
waltungsbezirk Apolda des Grhzgtö. 
Sachsen- Weimar-Eisenach), PrtsweWa 
Dominarum. 

Frauenthal, Kloster (in der Schweiz), 
Vallis Dominarum. — Vdllis 
Beatae Marias. 

Fraustadt, St. (Kreisst, Prov. u. RB. 
Posen), Fraustadium. — Gynae- 
copolis. 

Freddo, Fl. 1. (oder Freddana, in 

Toskana^ Frigidus. 
S* (auf Sicilien, auch Fiume di 

Noto genannt) , Asinärius {o Äol- 

vaQibg norafiog). — Asvnes, -ae. 
Freel, Thal (in der Schweiz), Vallis 

Fera. — Vallis Ferrea. 

Fretbergr, St. (Amtshauptmannsch. F., 



1 



183 



Freiborf 



Frlaul 



184 



Sachs. Kreish. Dresden, an der Frei- 
berger Mulde auf dem Erzgebirge), 
Fribergcr. — Fribergum. — Fri- 
bergum Hennundurorum. 

Freibnrgr^ 1* St. im Breisgau (Kreis- 
stadt, Grhzgt. Baden, an der Dreisam 
und dem Schwarzwald), Friburgum 
Brisgoviae. 

2. Mktfl. an der Elbe (Marsch- 
kreis und Landdrostei Stade, Prov. 
. Hannover), Friburgum ad Älbim. 

3* St. in Schlesien oder unterm 
Fürstenstein (Kr. Schweidnitz, RB. 
Breslau, Prov. Schlesien, am Gebirge 
und an der Polsnitz), Friburgum ad 
Windam. 

4* St. in der Schweiz (Kantons- 
hauptstadt, im Westen der Schweiz, 
im Üchtland, an der Saane), Fri- 
burgum Nuithonum, 

5* St. an der ünstrat (1. an der 
U. in tiefem Thal , Kr. Querfurt, 
RB. Merseburg, LG. Naumburg an 
der Saale, Prov. Sachsen), Nova 
Curia Numburgensis. 

Freienwalde, St. 1. an der Oder 

(Kr. Oberbamim, RB. Potsdam, Prov. 
Brandenburg, am schiffbaren Land- 
graben, 2 km von der Oder), Frien- 
waMa ad Viadrum. 

2» in Pommern (Kr. Saatzig, RB. 
Stettin, Prov. Pommern, an einem 
See und unweit der Krampehl), 
Frienwalda Pomeranica. 

Freisach, s. Fnesack. 

Freising, St. (unmittelbare St. u. Be- 
zirksamt, bayr. RB. Oberbayern, auf 
der Grenze der Moose [südl.] und 
des Hügellandes [nördl.] an der Isar), 
Frisinga. — Frixinia. — Fraxi- 
nia. — Fraxinum. — Frusmum. 
— Fruxinia. — Fruxinium. — 
Fruxinum. 
Adj.: Frisingensis, -e. 
Fruxinensis, -e. 



Freistadt, St. 1. in Niedersehlesien 

(Kreisst., RB. Liegnitz, Prov. Schle- 
sien, am Fufs eines Höhenzuges), 
Freistadium Orientale. — 
FJleutheropoUs. 

2* in Westpreufsen (Kr. Rosen- 
berg i. W.,, RB. Marienwerder, Prov. 
"Westpreufsen, an der Gardenga), 
Freistadium Occidentale. 

3« in Bayern (Bezirksamt Neu- 
markt i. Oberpf., bayr. RB. Obei5)fälz, 
an der Hintern Schwarzach), Frei- 
Stadium Bavaricum. 

4. in Östreichisch - Schlesien, 

Eleutheropolis JSessinensis. 

5* in Ungarn, Eleutheropolis ad 
Vagum. 

Freistädtl, St. (in Ungarn), Palgscium. 

Frejenal de la Sierra, St. (inSpanien), 
Nertobriga. 

Fr^jas, St. (frz. Dep. Var, am Mittel- 
meer; einst Hauptstation der römi- 
schen Flotte in Gallien), Forum 
lulii. — Foroiulium, — Cokmia 
Forotuliensium. — Coloma lulia 
Octavianorum. — Colonia Classensis. 

Freudenthal, !• Kloster (in Krain in 
Ostreich), Vallis lucunda. 

3« St. (in Östreichisch -Schlesien, 
am Schjvarzwasser), Vallis locosa. 

Frey • • • ., s. Frei .... 

Friaul, Landschaft (ital. Friüli, vor- 
mals selbständiges Herzogtum, die 

venetianische Provinz Udine, die 
Grafschaft Görz und Gradiska und 
den Idrianer Bezirk des Grofsherzog- 
tums Kraih umfassend; die Ein- 
wohner — Furlaner — meist Ita- 
liener, mit besonderem Diatekt), 
Fori lulii Ducatus. — Foro- 
iüUmorum Ihicatus. — Marca 
Foroiuliensis. 

Einw. : Foroiuiienses, -ium, 

A4i.: Foroiuliensis, -e. 



185 



Frteenti 



Frisches Haff 



186 



Frieenti) St. (im Neapolitanischen), 
Frequenti^m. — Fricentum. 

Friderieia (Priedrichsodde) , St. (imd 
Festung der Dänen in Jütland, am 
Kleinen Belt), Friderid ,Oda. 

Friederielisbttliel, Schlofs (bei der Stadt 
Gertnersheim in Eheinbayem) , • Fri- 
derid Collis. 

Friedland in BSlimen, St. (im böh- 
mischen Kreise Bunzlau, an der 
Wittich; Hauptort gleichnamiger 
Herrschaft, welche dem „Friedländer", 
Albrecht von Waldstein, gehörte; 
über der Stadt gut erhaltenes Berg- 
schlofs Friedland), Irenopyrgus. 

Friedrichsburgr (Frederiksborg), Lust- 
schlofs auf Inseln in einem See der 
dänischen Insel Seeland [SjaeUand]), 
Fridericohurgum. 

Friedrichsliafen, 1. (Frederikshamm, 
finnisch Hamina), St. (iiissische 
Festung und Hafenstadt im finnischen 
Gouvernement Wiborg, am Finnischen 
Meerbusen), Friderid Portus Fin- 
nicus. 

'8. St. (württembergischer Donau- 
kreis, Obera. Tettnang, am Bodensee), 
Friderid Portus. 

Friedrielisort, s. Christianpries. 

Friedriclistadt, St. 1. (Kr. Schleswig, 
Prov. Schleswig -Holstein, in der 
Marsch, am "Rinflufs der Treene in 
die Eider), Fridericopolis. 

3« (Frederiksstad, Festung im nor- 
wegischen Stift Christiania, an der 
\ Mündung des Glommen), Friderico- 
stadium. 

FriedrieliSTfertli, Dorf (Landratsamt 
Waltershausen, Hzgt. Sachsen-Gotha, 
an der Nesse), Erfa. 

FriesaelL in der Marie (Freisach),. St. 
(Kr. WesthaveUand, RB. Potsdam, 
Prov. Brandenburg, am Kleinen 
Hauptkanal, 3 km vom Rhin), Fri- 
säcum. — Noreia. 



Friesland, 1. (hell. Vriesland) Pro- 
vinz (ehem., in den Niederlanden; 
das germanische Volk der Friesen 
wohnte im äufsersteü NW. Deutsch- 
lands, von Jütland bis Flandern und- 
auf den Inseln zwischen den Mün- 
dungen des Rheins, der Maas und 
dex Scheide, geschieden durch die 
Zuidersee in West- und Ostfriesland), 
Frisia. — Fresia. — Phrisia. 
Einw.: Frisiäni. — Frisii, — 
Frisiönes. — Fresiönes. — 
FresÖnes. — Friociönes. — 
Frixbnes. — Fresd. — 
Phrisönes. 
Adj.: Frisiäcus, -a, -um. 
Frisius, -a, -um. 

3. Landstrich (längs der west- 
lichen Küste Schleswigs), Frisia 
Cimbrica. — Frisia Minor. 

3* = Ostfriesland, Fürstentum 
(ehem. , in Hannover) , Frisia 
Orientalis. — Comitatus Embda- 
nus. — Prindpatus Fmbdanus. 

4, r« Westfriesland, Provinz (der 
nördliche Teil vom Gouvernement 
Nordholland, Hptst. Leeuwarden, 
wichtigste Seestadt Harhngen), Frisia 
Ocddentalis. 

Frigento, St. (im Neapoütanischen), 
Frigentium. — FriquerUum. — 
FJcolarium. 

Frique, St. — , s. St. Frique. 

Frisches Haff, Meerbusen (Strandsee 
in Ost- und Westpreufsen , von der 
Ostsee durch die 52 km lange, 1 bis 
2 km [breite Frische Nehnmg, eine 
Halbinsel, welche vorzugsweise aus 
Dünen besteht und nur im breiteren 
Südwesten, wo sie sich an das Fest- 
land anschhefst, Waldungen und 
Ackerland enthält, geschieden, mit 
derselben aber durch das Tief von 
Pülau verbunden. Durch das Haff 
fliefsen der Pregel, Frisching, die 
Passarge, der Elbiijg, der Weichsel- 



187 Frisehe Nehrang 



Fulda 



188 



arm Nogat, die liege u. s. w. zur 
Ostsee), Sinus Venedicus. — 
Ilabus. — Locus Becens. 

Frische Xehran^, Halbinsel (vergl. 
Frisches Haff), Paeninsula Ve- 
nedica, — Nenmgia. 

Frisoyta, s. Oythe. 

Fritzlar, St. (Kreisst., RB. Kassel, 
Prov. Hessen-Nassau, 1. an der Eder), 
Fricdislaria, — Friteslaria. — 
Frideslaria. — Fritzlaria. 

Frobergr, Grafschaft (ehemalige Basei- 
sche, am Doubs), Montisgaudium, 

FroideTal, Thal (im Elsafs), VaUis 
Frigida. 

Fromentera, s. Formentera. 

Fronsae, Herzogtum (und Ort in der 
Gironde, Frankreich), Fronciacüm. 
— Franciacum. — Fronciacus. — 
Francicum. — Franciänum, — 
Fronsäcum. 

Front, St. (in Piemont), Villa Fron- 
tensis. 

Frontigrnaii,' St. (frz. Dep. Herault), 

Forum Domitit. — Forum Do- 

mitiO/num, — Frontinianum, — 

Frontiniäcum. — FrontignUcum, 

Adj.: Frontiniänus^ -a, -um. 

Frontinianensis, -e. 

Frosinone (Frusinone, Frusilone), St. 
(im ehemal. Kirchenstaat), Frusino, 
"Onis. 
Einw.: Frusinätes, -um. 

Fünen, Insel (Hauptbestandteil des 
dänischen Stiftes F., zwischen Grofsem 
und Kleinem ßelt; Hptst. Odense), 
Fionia. 

Fflnfkircheii, St. (Hptst. des ungari- 
schen Komitats Baranya, Kr. jenseits 
der Donau), Quinque Ecclesiae. 

Fuente Orejana, Mktfl. (in Spanien), 
V Mel(l)aria. 

Fnenterabia (Fontarabia), St. (in Spa- 
nien), Föns Bapidus. 



Faentes, St. (u. Festung in der Lom- 
bardei), Ärx Fontana, 

FnertaTentora (Fortaventura) , Insel 
(auch Lancerota genannt, eine der 
Glücklichen Inseln auf der Westseite 
Afrikas), Aprosttos (kn^Soitog 
v^oog), 

Fiirstenbergr, St. (und ehemal. Graf- 
schaft, mit dem verfallenen Stamm- 
schlofs der Fürsten von F. und den 
Ruinen der alten Stadt, bad. Kr. 
Villingen, Amt Donaueschingen), 
Furstemberga. 

Ffirstenfeld, Kloster (in Steiermark), 
Cella Principis. 

Fttrth in Bayern, St. (unmittelbare, 
bayr. RB. Mittelfranken, an der Reg- 
nitz, die hier aus dem Zusammen- 
flufs der Pegnitz und Rednitz ent- 
steht, und unweit des Ludwigs- 
kanals), Furthum, 

Fttssen, St. (Bezirksamt, bayr. RB. 
Schwaben, 'am Ausflufs des Lechs 
aus den Alpen), Faucenae. — 
Abudiacum. — Sancti Magni Coe- 
nobium. 

Falda, 1. Fl. (ein QueMufs der Weser, 
meistens in Hessen -Nassau, ent- 
springt an der Kleinen Wasserkuppe 
auf der Hohen Rhön, fliefst meist 
durch ein ziemlich tiefes Thal über 
Gersfeld, Fulda, Hersfeld und Kassel 
und vereinigt sich bei Münden mit 
der viel stärkeren Werra zur Weser ; 
sie empfängt neben vielen kleinen 
Flüssen und Bächen 1. die Eder), 
Fuldaha. — Fulda. 

2» St. (Kreisst., RB. Kassel,' Prov. 
Hessen-Nassau, zwischen der Hohen 
Rhön im 0. und dem Vogelsberg im 
W., in einem Thal an der Fulda), 
Monasteriutn Sancti Boni- 
facti, — MonaMerium FuMense. 
— Coenobium FuMense. — Fulda. 

Adj.: Fuldensis,-e. 



189 



FuligTio 



Oalieien 



190 



FuligTio, 6. Foligno. 

Famay, St. (u. Herrschaft in dem frz. 
Dep. Ardennes) , Fumücum. — 
Fumctea. 

Fumel, St. (frz. D.ep. Lot et Garonne), 
Fumellum. 

Furehie, Pafs (im Neapolitanisohen), 
Furcae Caudtnae. — Caxidium, 

Fnrka (Furten- oder Gabelberg), Berg 
(an der Grenze der schweizer Kan- 



tone WaUis, Bern xmd TJri, mit dem 
Furkapafs, ans dem Eeufs- zum 
Ehonethale), Ädüla. — Bicomis. 
— Furca. — Furcula. — Furcella. 

Farnes (Foumes), s. Veume. 

Fnsaro, Lagro dl — , See '(in Kam- 
panien bei Kumä), Palus Acherusia, 

Fiise, Fl. (1. Nbfl. der Aller in Han- 
nover, entspringt nordöstlich von 
Salzgitter und mündet bei Celle), 
Fustis. 



G. 



Gabel, s. Gablonz. 

Gal)elbergr, s. Furka. 

Gabina, s. St. Gabina. 

Gablonz (Gabel, Jablona), St. (im böh- 
mischen Kr. Bunzlau, an der Neifse), 
Gahlüna. — lablöna, 

Gabriel, St. — , s. St. Gabriel. 

Gadebuseh, St. (Grhzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, an der Radegast), Dei 
Locus. 

Gudes, s. Cadiz. 

Gltetrikland, s. GestriMän. 

GaSta, St. (starke Festung in der süd- 
ital. Prov. Terra di Lavoro, am Golfo 
di G.), CaiBta. 
Adj. : Cai€tänus, -a, -um. 

Gagliano, Mktfl. (auf Sicilien), Gala- 
ria. — Galanna. — Galena. 
Einw.: Galartni. — GäUrmi. 

Gail, Fl. (Nbfl. der Dran in Kämthen, 
entspr. an der tiroler Grenze, mün- 
det unterhalb Yillach), lulia. — 
Zea. 

Gaillae, St. (in Frankreich), Galliäcum. 

Gaillon, Mrktfl. (frz. Dep. Eure), 
Castrum GaUiünis. — Gallio. 

Gl^ola, Insel (bei Neapel), FJuploea 
(EvTikola). 



Gais, Dorf (Molkenkurort im schweizer 
Kanton Appenzell), Cas'a. 

Galaso, Fl. (im Neapolitanischen), 
Galesus. — Gdkiesus. 

Galäta, Stadtteil (Konstantinopels, von 
den Genuesen angelegt, Hauptsitz 
des Handels), Chälcis Byzantia. 

Galatz (Galacz), Handelsstadt (in der 
Moldau, an der Donau), Axiopölis. 

Galanre, Fl. (in Frankreich), GaJäber, 
-bri. 

Galaxidi, St. (einst der ozolischen 
Lokrer, am Meerbusen von Lepanto), 
Euanthia (EvavS^la). — Oeanthe 
(OldvS-SKx). 

Galera, St. (in Spanien), Galeria. 

Galicien, Landschaft (im nordwest- 
Uchen Spanien, ehemal. Königreich, 
die Provinzen Coruna, Lugo, Orense 
und Pontevedra umfassend; Hptst. 
San Jago di ComposteUa, feste Hafen- 
plätze La Corun a und El Ferrol) ^Cal- 
laecia. — Galaeda. — Galatia. 
— Gallecia. — Gallicia. — Calaicum. 
Einw.: Gallegos = Callaeci. — 

Gallaeci. 
Adj.: CallaicuSy -a, -um. 
CallaecuSj -a, -um. 



191 



Galleffo 



Garonne 



192 



Oallegro, Fl. (1. Nbfl. des Ebro in Spa- 
nien), öalUcus Fluvius. 

Gallen, Sankt — , s. St. Gallen. 

Gallese, Mktfl. (In Italien, nördlich von 
Rom\ Gallesium. — Falisca. 

Galllpoli, St. 1. (feste See- u. Handels- 
stadt in der süditalienischen Provinz 
Terra d'Otranto, am Meerbusen von 
Tarent, auf einer Felseninsel), Calli- 
polis. — Tarentina. — Änxa. 

2» (Keliboli, befestigte türkische 
Stadt in der europäischen Türkei, in 
Thracien, am Hellespont, Haupt- 
handelsplatz der Provinz), Calli- 
polis. — Gallipölis. 

Gal(l)way, 1* Landschaft (in Schott- 

. land, auchNeu-Galloway), Gallovtdia. 

2. St. (Hptst. der gleichnamigen 

Grafschaft G., an der Galwaybai des 

Atlantischen Oceans), Gallovidia. 

3* Grafschaft (in Irland), Duäca 
Gallica] — Comitatus GaUivensis. 
4* Halbinsel (in Irland), Cherso- 
nesus Novantwm. 

Gamaehes, Mrktfl. (in Frankreich), 
Gamapium. '— Gamachium. 

Gam(b)s, Dorf, 1. (im Gebiete gl. N.\ 
Campsum Stiriae. 

IS. (im schweizer Kanton St. Gallen), 
Comesianorum Conventus. — 
Campsum. — Campso. 

Gamln^, Kloster (in Ostreich), Gern- 
micense Coenobium. 

Gandershelm, St. (Kreisst. im Herzog- 
tum Braunschweig, an der Gande, 
mit ehem. reichsunmittelbarer Bene- 
diktinerabtei), G ander sium. — 
Gandesium. 
Adj.: Gandershemensis, -e. 

Gandewary, Fl. (in India intra Gangem, 
der in den Sinus Gangeticus mün- 
det), Tyndis (Tvvöiq). 

Gangres (sanskr. Ganga), Fl. (Haupt- 
strom Vorderindiens, entsteht in der 
Landschaft Gurwal aus den beiden 



QueUflüssen Baghirati im W. und 
Alakananda im 0. und mündet, in 
mehrere hundert Neben- und acht 
Hauptarme geteilt, in den Bengali- 
schen Meerbusen), Ganges, -is. 
Adj.: Gangeticus, -a, -um. 

Gannat, St. (frz. Dep. Allier), Gan- 
natum. — Gamiapum. 

Gap, St. (Hptst. des frz. Dep. Hautes- 
Alpes, an der Luie), Vapincum. — 
Civitas Vapincensium. 

Gapen^ais, Landschaft (im frz. Dep. 
Hautes- Alpes, vgl. Gap), Tractus 
Vapincensis. 

Gar, Fl. (in Frankreich), Gardo. 

Garabusa, Insel (bei Kandia), Cara- 
biissa. 

Garda, Dorf (uralt, an der Ostseite 
des Gardasees), Benäcum. 

Gardasee (Lago di Garda), Gebirgssee 
(im Norden von Oberitalien, im Ge- 
biete von Verona, mit dem Nord- 
ende zu Tirol gehörend, empfängt 
die Sarca und hat den Mincio zum 
Abflufs), Lacus Benäcus. 

Gardon, Fl. (in Frankreich), Vardiis. 

Garessio, Mktfl. (in Piemont), Garetium. 

Gargräno (San Angelo), Gebirgsgruppe 
(isoliert, in Unteritalien, auf der in 
das Adriatische Meer vorspringenden 
Halbinsel im N. des Golfs von Man- 
fredonia), Gargü/nus {Mons). 

Garigllano, Fl. (in Unteritalien, ent- 
springt auf dem Monte Passero, mün- 
det in den Golf von Gaeta), Liris. 
— Clanis. — Glanis. — Garillianus. 

Garonne, Fl. (Strom im südwestlichen 
Frankreich, entspringt in den Pyre- 
näen auf spanischem Gebiete im 
Thale Arran, bei Muret schiffbar, 
empfängt Ariege, Tam^ Lot und Dor- 
dogne, heilst nach dem Zusammen- 
flufs mit dieser Gironde (s. d. W.) 
und mündet 100 km unterhalb Bor- 
deaux in den Atlantischen Ocean), 



193 



Garnsey 



Geisenfeld 



194 



Garumna. — Gßronna. — Gor 
ronda. — Calarona. — Varwmna. 

Garnsey, s. Guemsey. 

Oarz, St. 1. an der Oder (aus der 
sich daselbst die Gi-ofse Keglitz ab- 
zweigt; Kr. Eandow, RB. Stettin, 

Prov. Pommern), Gart tum, — 
Gartia. — Garsa. 

S. auf BUgren (Kr. Rügen, RB. 
Stralsund; nahebei Burgwall der 
alten Wendenfeste Charenze, wo ein 
1168 von den Dänen zerstörter be- 
rühmter Heidentempel stand), Cor 
rentia, 

Gaseogrne, Landschaft (in Südfrank- 
reich, die Departements Landes, 
Hautes-Pyrenees, Gers und die süd- 
lichen Teile von Haute-Garonne, Tam- 
Garonne und Lot-Garonne umfassend ; 
im Westen die unfrachtbare Fläche 

' der „Landes"), Vasconia. — Ga- 
scogna, — Gascugna, 
Einw.: Cctdi^rci. 

Ckiseognisehes Meer 9 Meerbusen (ge- 
wöhnlich von Biscaya, w. m. s., ge- 
nannt), Oceanus Aqmtanicus. 

Oastein, Dorf (und Wildbad am Grau- 
kogl mit Heilquellen im Gasteiner 
Thal, einem Hochthale im Salzbur- 
gischen, von der Gasteiner Ache 
durchflössen), Augusta Antonini, 
— Gdstanium. — Gastenium. — 
Gastmum. 

Gastelen (Ober- und Nieder-), Dorf 
(im schweizer Kanton Wallis), Castellio 
Siiperior et Inferior. 

Gaster (Gastal), Landvoigtei (in der 
Schweiz), Castra Bhaetica. 

Oastinois, s. Gatinois. 

Gates (Ghauts, Gattamgebirge), Gebirge 
(in Lidien), MalBus. — Adisathrus. 
. — Bettigus. 

Gateshead, St. (in der englischen Graf- 
schaft Durham, am Tyne, Newcastle 
gegenüber), Gabrosentum, 

Saalfeld, Geograph. Handbücliloiiu 



Gatinois (Gastinois), Landschaft (in 
Frankreich, teils in Isle de France, 
teils in Orleanais), Comitatus 
Va stinensis, — Gatinensis Pagus. 

Gaudens, St. — , s. Si Gaudens. 

Gave d'Öleron, Fl. (Bergstrom in den 
Pyrenäen), Gabärus Oleronensis. 

Gave de Pan, Fl. (bedeutendster Berg- 
strom in den Pyrenäen, Nbfl. des 
Adour, entspringt am Mont Perdu 
imd mündet oberhalb Bayonne), 
Gabärus PaJensis, 

Gavrios (oder Mawroneri), Fl. (in 
Griechenland, im alten Phokis, mün- 
det in Böotien in den Kopaissee), 
Cephisus {KTi<pLo6q). — Cephissus 
{Kri<piaa6q), 

Geba, 1. Ort (portugiesischer Handels- 
posten in Guinea, auf der Nordseite 
des Golfs von G.), G^a. 

I3« Berg (zur vorderen Rhön ge- 
rechnet, westlich von Meiningen), 
Mons Geba. 

Gebseh, St. (in der asiatischen Türkei), 
Libyssa. — Libissa. — Livissa, 

Geentsbergrhe (Geersbergen oder Gram- 
mont), St. (in Ostflandem), Gerar- 
dimontium. — Mons Gerardi, — 
Fawwm Sa^ncti Adriani. 

Gefle, St. (Hptst. der nordschwedischen 
Provinz Gestrikland, an der Mündung 
des Flusses G. in den Bottnischen 
Busen), Gevalia. 

Gebren in ThUrlngren, St. (und Amt, 
Fürstent.Schwarzburg-Sondershausen, 
•am Thüringer Wald), GerEna, 

Geiersbergr, Gipfel (des Spessai-t, bei 
Rofsbrunn im bayrischen RB. Unter- 
franken), Mons Vulturius. 

Geisbergr, Berg (bei Heidelberg), Mons 
Caprarius. 

Geisenfeld, Mktfl. (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Pfaffenhofen, an 



195 



Geldern 



Genua 



196 



der Um, ehem. Benediktiner-Nomieii- 
kloster), Grisonis Castra. 

Geldern, 1. Herzogtum (ehem. deut- 
sches zu beiden Seiten des Nieder- 
rheins, wovon der nördl. Teil — das 
sog. Nieder -O. — zu den General- 
staaten gehört, während der südl. 
an Preufsen — Kreis G. — abge- 
treten wurde), Ditcatus Geldrianus. 

!3. Gelderland (niederländ. Pro- 
vinz, Hptst. Amhem), Geldria 
Provincia. — Gelria. 

3. St. (Kreissi, EB. Düsseldorf, 
Eheinprovinz , an der Niers), Gel- 
dria. — Guddria. 

Gembloux (Gemblours), Si (belgische 
Prov. Nämur, mit einer berühmten 
Benediktinerabtei), Gembläcum. 
Adj.: Gemblacensis, -e. 

G^mlngen, St. (in Holland), Geminga. 

Gemflnd, 1. an der Elf el, St. (Kr. 
Schieiden, EB. Aachen, Eheinpro- 
vinz, am Einflufs der Oleff in die 
Urft), Gemunda Eifaliae. 
3. s. Gmünd und Gmunden. 

Genais, St. — , s. St. Genais. 

Genappes, Mktfl. (früher St., in der 
belgischen Provinz JBrabant, an der 
Dyle), Genapinm. 

Geneyais, Gebiet (von Genf, früher 
eigene Grafschaft, jetzt dem frz. Dep. 
Obersavoyen einverleibt), Ducatus 
Gebennensis. — Ducatus Geben- 

' nesiu/m. 

Genf, 1. St. (Hptst. des schweizer 
Kantons G., zu beiden Seiten des 
Rhone, an dessen Ausflufs aus dem 
Genfersee gelegen), Augusta Allo- 
brogum. — Colonia Allobrogum. 

— Geneva, — Cebänum. — Gebenna. 

— Gennäba. — lanoba. — lanua. — 
Genäbum. — Genna. — Genava. 

Adj..: Genevensis. 
3. Kanton (südwestlichster, der 
Schweiz, am Genfersee; Hügelland, 



vom Ehone bewässert), Ager Gens- 
vaa (-atis). — Comitoitus Genevensis. 

Genfersee, See (im südwestlichen 
Winkel der Schweiz, zwischen dem 
Kanton Waadt und Sävoyen, vom 
Ehone durchflössen), Laeus Le- 
rn änus. — Lacus Lausannius. — 
LojCus Losanne. 

Gengenbaeh, St. (badischer Kreis, 
Amt Offenburg, .an der Kinzig in 
einem breiten Schwarz waldthal, mit 
früherer reichsunmittelbarer Bene- 
diktinerabtei), Gengtbäcum. 

Gengour le Boyal, St. — , s. St. Gen- 
gour Ic'Eoyal. 

Gennep, St. (in Belgien), Cen^butn. 

— Cenobum. — GennSpum. 

Gent (frz. Gand), St. (Hptst. der bel- 
gischen Provinz Ostflandem, am Zu- 
sanmienflufs der Lys und Scheide, 
durch Kanäle in 26 Inseln geteilt), 
Gandavum. — Ganda. — Gantum. 
Clarinea. — Gessorium. — Gonduni, 
-orum. — Gundn/ni, -orum. — Mo- 
noMerium Sancti Bavoms. 
Adj.: Gandavensis, -e. 

Gentllly, Ort (Fabrik-, frz. Dep. Seine), 
Gentiliäcum. 

Genna, 1. Herzogtum (mit dem Kgr. 
Sardinien 1815 vereinigt, jetzt ober- 
italienische Provinz) , Ducatus 
Genuensis. — Ligwria. 
Einw. : Ligv/res -um. 
Adj.: Ligusticus, -a, -mn, 
Ligustlnus, -a, -um. 
LigunnuSj -a, -um. 
3. St. (Hptst. obiger Provinz; 
„Genova la Superba", am Golf von 
Genua, amphitheatralisch an den 
Bergterrassen des Apennin aufstei- 
gend), Genua. — Genua Superba. 

— lanua Ligurum.- 
Einw.: Genuätes, -um. 
Adj.: Genuensis, -e. 

Genuas, -ätis. 



197 



Oenzano 



Gertmidenberg: 



198 



3. Golfo di Genua, Meerbusen 
(des Mittelländischen Meeres), Sinus 
Ligusticus. — Ma/re Ligusticwm. 

Genzano, Mktfl. (bei Rom), Cyn- 
tiänum. — Gentianum. 

Georgrenbergr, Mktfl. (Kr. Tamowitz, 
RB. Oppeln, Prov. Schlesien), Mons 
Sancti Georgii. 

Georgrenthal, Dorf (mit Resten eines 
ber. Klosters, Hz^. Sachsen-Gotha, 
Landratsa. Gotha, am Austritt der 
Apfelstedt aus dem Thüringer "Wald), 
Vallis Sancti Georgii. 

Georgien (pers. Gurdschistan, russ. 
Grusien), Landschaft (asiat.-russ., in 
Transkaukasien, die jetzigen Gouver- 
nements Tiflis und Kutais umfassend, 
vom Kur und dessen zahlreichen 
Nebenflüssen bewässert ; Landes- 
hauptstadt Tiflis), Georgia. — 
Iberia. — CambysBne. 
Einw. : Georgi. — GeorgiUm. — 
IbBres, -irni. — IbBri. 

Gera, 1. M. (r. Zuflufs der Unstrut 
im Thüringer Land, kommt in zwei 
Bächen, der Wilden und Zahmen G., 
von der Zentralregion des Thüringer 
Waldes [Schneekopf]), fliefst über 
Erfurt und mündet bei Gebesee mit 
einem Nebenarm (der Schmalen G.) 
unweit Straufsfurt. Die G. empföngt 
1. die Apfelstedt, r. die Wipfra), 
Gera Fluvius. — Huitteus. — 
Himteus. 

2. St. (Hptst. des Fürstentums 
Reufs.j. L., in einem Thale an der 
Weifsen Elster), Gera. ■ 

Adj.: Geränus, -a, -t*m. 

Gerace (Giraci), St. (im Neapolitani- 
schen), Geratia. — Geracium. — 
Hieradwm. — Giraecum. 

Gerberoy, St. (frz. Dep. Oise), Ger- 
boräcum. — Gerberäcum. — Ger- 
borEdvm. — GerborEtum. 

Geren, s. Gehren. 



€^renzia (Cerenzia), St. (im Neapoli- 
tanischen), Geruntia. — Cerenthia. 

Geres, Mktfl. (in Ostreich), heraus. 

Gergreau (Jargeau), St. (bei Orleans), 
Gergobina. 

Gergrenti, s. Girgenti. 

Gerisan, s. Gersau. 

Germain, St. — , s. St. Germain. 

Germano, San — , s. San Germano. 

Germersheim, St. (und Festung, Be- 
zirksamt, bayr. RB. Pfalz, am Ein- 
flufs des Queichs in den Rhein, in 
wiesenreicher Gegend), Vicus lulius. 

Gemrode am Harz, St. (Kr. Ballen- 
stedt, Hzgt. Anhalt, am nördhchen 
Fufse des Unterharzes), Gerninge- 
rDda.— Geronisroda. — Gernroda. 

Gernsey (Gamsey), s. Guemsey. 

Gemsheim, St. (hess. Prov. Starken- 
burg, Kr. Grofs-Gerau am Rhein), 
Gerineshemitdm. 

GerolzhofeD, St. (Bezirksa., bayr. RB. 
Unterfranken, an der Volkach und 
am Steigerwald), Gerlocu/ria. 

Geronn, St. (am Ter, befestigt, Hptst. 
der gleichnamigen spanischen Küsten- 
provinz in Katalonien), Gerunda. 

— Gerunda ad Tambrocam. 
Adj.: Gerundensis, -e. 

Gerpinnes, Mktfl. (in Belgien), Ger- 
pinis. 

Gers, M. (l. Nbfl. der Garonne in 
Frankreich, mündet unterhalb Agen; 
davon benannt das Dep. Gers, mit 
der Hptst. Auch, welches einen Teil 
der Gascogne umfafst), Aegircius. 

— Aegyrdus. 

Gersaa (Gerisau), Dorf (schweizer 
Kanton Schwyz, am Fufse des Rigi), 
Gersovia. 

Gertroidenbergr, St. (in Holland), 
Mons Sanctae Gertrudis. — 
Bergae Divae Gertrudis. — Ger- 
trudeberqa. 



199 



Gertrildiii 



Olenpietra 



200 



GeetrikllB (Gastrikland) , Landschaft 
(Provinz in Nordschweden, östL von 
Dalame; fiptst Gefle), Gestricia. 

Gets, FL (in Brabant), Geta. 

Genie, El. (in Westflandem), Gulia. 
— lugila. 

G^TftadftB, Landschaft \frz. Dep. Lo- 
zere; fiptst Mende; die Gebirge des 
0. bilden einen Teil der Cevennen), 
Provincia Gahalensis, — For 
gu8 Gabalicus. — Fctgus Gavdti- 
td/nus. — Pagus , Gavaldönus, — 
Begio Gabalitäna. 

Gex, 1« Landschaft (einst znm Reiche 

von Arelat gehörig, in Frankreich, 

Dep. Ain), Ager Geslnus. — Ager 

Gesiensis. 

3. St. (in 1), Gesia. — Geaivm. 

Geziret-el-Heif (oder £1 Birbe), Insel 
(kleine, im Nil an der Südgrenze 
Ägyptens mit einer gleichnamigen 
Stadt, wo Osiris und Isis begraben 
sein sollten), Philae {^IXai), 

Ghants, s. Gates. 

Ghftriponr, Insel (im Meerbusen von 
Bombay), Elephcmta. 

Ghazna, St. (in Indien), Gauzaca. 

Ghazzah (Ghazze), St. (in Südpalästina 
[Syrien] , Karawanenstation) , Gaza 
(ra'ga). 

Ghdib-el-Ziekar, Gebirge (Bergkette 
in Marokko), Gara/phi Montes, 

Gherzeb, St. (in der Asiatischen Tür- 
kei am Schwarzen Meere), Camsa. 

Ghiera d'Adda, Landschaft (in Ober- 
itaiien), Addüa Glarea, — Ful- 
cheria. 

Ghio (oder Eemlik), St. (in Anadoli 
oder Kleinasien), Cius. 

Ghivira, St. (in der Lombardei), Ga- 
viratium, 

Gharia (Ghuriel), Provinz (in Trans- 
kaukasien, am Schwarzen Meer), 
Colchia {KoXxlg)' — Gtma. 



Gkvzel Hiflsar, St ( in Anadoli oder tuiic. 
Eleinasien, im alten Karien), Magne- 
sia ad Maeandrum {Mayrrjala ^ 
jiaiav^). 

Gianniitri ^Gianuti oder Januti), Insel 
(bei Toskana, nebst der I. Giglio dem 
Vorgebirge Monte Argentaro gegen- 
über), Di an tum. — Artemisia 
(k^TSfiiaitz). 

Giaretta, FI. (an der Ostküste Sici- 
liens, GrenzfluJs zwischen Leontini 
und Katana), Symaethus (Zvfiai^og), 

Giaveno, St (in der piemontesischen 
Provinz Turin), lavennum. 

Gibraltar (arabisch Gebel - al - Tarik 
= Felsgipfel des Tarik), 1. Vorge- 
birge (an der südlichsten Spitze der 
spanischen Landschaft Andalusien, 
an der 15 km breiten Meerenge von 
Gibraltar, welche das Atlantische mit 
dem Mittelländischen Meer verbindet, 
ein 452 m hoher, nur von der West- 
seite ersteigbarer, mit dem Festland 
durch einen schmälen Isthmus ver- 
bundener Felsen, von den Fngiändem 
zu einer unüberwindlichen Festung 
umgeschaffen. Am Fufse die Stadt 
G. ; Freihafen), Mons Calpe (KdXnri 
xo OQoq), — Gibraltaria. 

S. Strafse von Gibraltar, Meer- 
enge (s. 1), Fretum Gaditänum, 

— Fretum HercuUum, — Fretum 
HispOnum. — Fretum Columnarum. 

— Oceani Ostium. 

Gien, St (frz. Dep. Loiret), Gianum. 

— GiBmüm. 

Giens, Halbinsel (frz. Dep. Var), Pom- 
poniana. 

Gieraei (Giraci), s. Gerace. 

Gierapietra (Girapetra), St. (auf der 
Insel Kreta), HierapytHa (isQci- 
nvTva), — Hiera Petra (lega 
nirga). — Cw^ha (KvQßa). — 
Pytna (IlvTva). — Camirus {-08, 
KdfxeiQoq). 



201 



Giers 



Glams 



202 



Oiers, s. Gers. 

Giefsen, St. (Kreisst., Hptst. der hes- 
sischen Provinz Oberhessen, am Ein- 
flufs der Wieseck in die Lahn), 
Giessa. 

Gifoni (Gifuni), Mktfl. (in Itaüen), 
Geofänum. — lovis Fanum, 

Giglio, Insel (toskanische , vgl. Gian- 
nutri), Igilium. — Egilium. — 
Aegilium. 

Gihaud, Mktfl. (in Frankreich), Ubtnmm. 

Gijon, St. (in der spanischen Provinz 
Oviedo am Atlantischen Ooean, 
Hanpthafen- imd Handelsplatz von 
Asturien), Gigia. 

Gilles, St. — , s. St. Gilles. 

Gilles, St. — les Boueheries, s. 

St. Gilles les ßoucheries. 

Gilma, St. (in Tunis), Cilma. — Op- 
pidum Cilmanense. 

Ginos(s)a, St. (auf der Nordküste der 
Insel Kreta, jetzt Buinen bei Cunea), 
Cnosus {KvcaaSg). — Cnassus \ 
(Kv(oaa6g). 

Einw.: Cnoaii, — Gnosaii. 

Adj.: Cnosius, -a, -ww. 

Gioja, St. (im Neapolitanischen), Tau- 
riänum. — Tattroentüm. — Iota. 

Giorgrio, San — , s. San Giorgio. 

Giovenazzo, St. (Hafenst. im Neapoli- 
tanischen), Natiolum. — luvena- 
cia. — In/vefmdum, — Iiwenacus. 
— Gnatia. 

Giraei (Gieraci), s. Gerace. 

Girgrenti, 1. M. ^auf der Südküste 
Siciliens, jetzt San Biago), Äcrägas 
{kxQciyag). 

2. Provinz (u. St , Hptst. der 
Prov. auf Sicilien, auch Girgenti 
Vecchio genannt) , Agrigentum 
{kxQayag). — Acrägas. 
Einw.: Agrigentini, 
Adj.: Agrigen^ni*8, -a, -um» 



Girmasti (auch Bakirtschai genannt), 
Fl. (in Jfysien), Caxcus (Kdixog). 

Glrona, s. Geroba. - 

Gironde, Fl. (Name des Unterlaufs 
der Garonne, w. m. s., nach dem 
Zusammenflufs mit der Dordogne; 
danach benannt das frz. Dep. G., 
Hptst. Bordeaux), Girundia. 

Gislain, St. -, s, St. Gislain. 

^isors, St. (in Frankreicji) , Caesa- 
rot tum. — Caesortium. — Gisor- 
tiu/m. — Giso. 

Gitschin , Kreis (und St. [Hptst.] an 
der Cydlina im östlichen Böhmen), 
Gitmiacxnum. — Gitzlnum. — 
Medintumum. 

Giudecea, Laguneninsel (Teil von Ve- 
nedig, der Hauptinsel Kiälto im 
Osten parallel laufend; auf dieser 
langen, schmalen, wie eine Messer- 
klinge gebogenen Insel durften seit 
1152 nur die Juden wohnen), 
iudeca. 

Glamorgan, Grafschaft (im englischen 
Fürstentum Wales; Hptst. Cardiff), 
Clamorgania.. — Oivitas Glor 
morgcmiensis. — Comitatiis Clamor- 
gäniensis. 

Glan, Fl. (r. Nbfl. der Nahe, meist im 
bayr. RB. Pfalz, entspr. am Höcher- 
berg westlich von Waldmohr und 
mündet imterhalb Staudemheim), 
Gl an i 8. — Glanis. 

Glanddves, St. (frühere, in Frankreich), 
Glanum Livtt. — Glamnateva. 
— Glannata. — GUmdeva. 

Glanio Yeeehio, Fl. (ital., in Etruiien, 
entspr. im Gebiete von Arezzo und 
mündet in den Tiber, vgl. La Chiana), 
Clänts. — Glanis. — Glamis, 

Glaras, 1* Kanton (der östlichen 
Schweiz, Alpenland, mit trefflichen 
Weiden, von der linth bewässert; 
an den Grenzen der Züricher-, Zuger- 



203 



Olas^oi 



Goar 



204 



und Vierwaldstättersee), Pa^rttö Glch 
ronensis. 

2« St. (Hauptort von 1 , französisch 
Glaiis, an derlinth), Glarüna. — 
Glarizium. 

GlMgrow, St. (gröfste Handels- und 
Fabrikstadt Schottlands in der Graf- 
schaft Lanark, am Clyde), Glasgua. 

— Glasco^ium. — Glascum. — 
Glasoa, — Glasquum. — Glacoa, 

Glastonbnry, St. (in England), Ava- 
lonia. — Glasconia. 

Glatz, 1. Grafschaft (umfafste die 
3 Kreise G., Habelschwerdt und Neu- 
rode, gehörte meist zu Böhmen und 
kam 1742 mit Schlesien an- PreuJJsen, 
wo sie heute den südöstlichsten Teil 
des RB.s Breslau bildet), Comitatus 
Gldcenais. 

S« St. (und Festung, RB. Breslau, 
Prov. Schlesien, an der Neüse), 
G lad um. — Glocium. 

Gleichen (die drei G.), 3 Burgen (in 
Thüringen, zwischen Gotha und Arn- 
stadt: Burg GL, ehedem Sitz der 
Grafen von G., 1630 ausgestorben; 
Mühlberg u. Wachsenburg), Gltcho. 

— Glico. 

Gleink (Glunick), Kloster (in Ostreich), 
Coenobium Glvmicense. 

Glioubatia, Bergkette (welche Serbien 
von Albanien trennt), Mons Scordus. 

Glizbergr, Ort (in Luxemburg), Glich- 
herga. 

Glocester, s. Gloucester. ^ 

Glogau BB. Lie^itz, St. (wichtige 
Festg., Kreisst. an der Oder, auch wohl 
„Grofs-Glogau" genannt, Prov. Schle- 
sien), Glogavia Maior, — Glo- 
govia. 

Gloucester (Glocester), 1. Grafschaft 
(Herzogtum, im südwestl. England), 
Comitatus Glocestriemis. 
9^ Si (Hptst. von 1, am Sevem), 



Claudia Castra. — Glocestria. — • 
Clevum'. 

3» St. (Seest. in Massachusetts, 
Nordamerika), Glocestria Americana. 

Glflckstadt, St. (Kr. Steinburg, Prov.' 
Schleswig-Holstein, in tiefer Marsch- 
gegend an der Elbe, die daselbst den 
Rhin aufnimmt), Fanum Fortu- 
na e. — Tychopolis. 

Glurenz, St. (in Tirol), Gelurnum. 
— Glorium. — Gloriae Vällis. — 
Glurnium. 

Glykeon, Hafen (in Epirus), Dulcis 
Port US. — Glykys lÄme^i (TXvxvq 
AifjLriv). 

Gmünd in Wfirttembergr (Schwäbisch- 

Gmünd), St. 1. (Oberamt, württemb. 
Jagstkreis, an der Eems), Gemimda 
Suevica. 

2. in Kftrnthen (Kr. Villach), 
Gemunda Villacensis. 

3. in Ostreich, s. Gmunden. 

Gmnnden (Gmünd), St. (in Oberöst- 
reich, Hausruckkreis, am Ausflufs 
der Traun aus dem Traunsee (oder 
Gmundenersee , Hauptort des Salz- 
kanmierguts), Gemwnda ad Traunum. 

Gnadenbergr, Dorf 1. (Kr. Bunzlau, 
RB. liegnitz, Prov. Schlesien ; Herm- 
huterkolonie), Gratiae Mons. 

2. (bayr. RB. Oberpfalz, Bezirksa. 
Neumarkt i. Oberpf.), Gratiaemon- 
tium. 

Gnadenthal, Kloster (im schweizer 
Kanton Aargau), Gratiarum VäUis. 

Gnadenzeil, Kloster (in Württemberg), 
Gratiae CeTla. 

Gnesen (polnisch Gniazno ==* Nest), 

St. (Kreisst., RB. Bromberg, Prov. 

Posen, an einem Zuflüsse der Welna), 

Gnazna. — Gnassna. — Gnesna. 

Adj.: Gnaznensis, -e. 

Gnaesnensis, -c. 

Goar, St. — , s. St. Goar. 



205 



Godmanchester 



Golfo di Coloehinna 206 



Godmanehester, St. (in England), 
Duroli Föns. 

Godmonham, St. (in England), Bd- 
gavicta. 

G5iii9rer Gespannschaf t, Eomitat (in 
Ungarn, Kreis diesseits der Theiüs, 
das nnfrachtbare Quellgebiet der 
Flüsse Sajo, Hemad, Gran; Hauptort 
Eosenau), Comitatua Goemoriensis. 

Goeree (Goedereede) , Insel (in Süd- 
holland an der Maas), Goderea. — 
Goerea. 

GSnningeii, Dorf (württemb. Schwarz- 
waldkreis, Oberamt Tübingen, am 
Fufs der Alb), Ägennum. 

GSppingren, St. (Oberamt, württemb. 
Donaukreis, an der Fils), Goppinga. 

Görlitz, St. (und Stadtkreis, RB. lieg- 
nitz, Prov. Schlesien, an der Lausitzer 
Neifse), Gorliciu m. — (Jah/ncorum. 

G9rz, 1. (und Gradiska), gefürstete 
Grafschaft (Kreis des östreichischen 
Küstenlandes), Comitatus Gor- 
ziensis. — Pagus Goritiensis. • 
2* St. (Hptst. von 1 , am Isonzo, 
Sitz des Fürsterzbischofs), Goritia. 

GStaborgr (Gotenburg), St. (Hptst. der 
schwedischen Landschaft Westgot- 
land, an der Mündung der GötaeK, 
2. Stadt Schwedens), Gotoburgum. 

CU^taelf) Fl. (im südwestlichen Schwe- 
den, kommt aus dem Wenemsee und 
mündet in das Kattegat), Gotius 
Fluvius. 

G9takanal, Kanalsystem (in Schweden, 
führt mittelst 58 Schleusen von Söder- 
köping [Ostsee] durch verschiedene 
Seeen zum Wettersee, von da durch 
den Botten- und Wenemsee in die 
Götaelf [Nordsee]), Fossa Got&rum. 

GOtaland (Göta Rike » Gotland), 
Provinz (der südlichste, fruchtbarste 
und bevölkertste der drei Hauptteile 
Schwedens), Gotia, — Chutia. — 
Gotorum Terra. 



GSttingen, St. (Kreisst., Landdrostei 
Hildesheim, Prov. Hannover, an der 
Leine\ Gotinga. — GotUnga. — 

. Tultphardium. 

Adj.: Gotingensis, -e. 

G»ttweih (Gottwich), Kloster (her. 
Benediktinerabtei in Unteröstreich, 
an der Donau), Monasterium 
Chotwicense, — Godeicicum. — 
Gottv^cum. 

GogTBh (Sardjou oder Deva), Fl. (in 
Hindostan), Elgoramis. 

Goleonda, s. Golkonda. 

Goldbergr in Sehlesien, St. (Kr. 
G.-Haynau, RB. liegnitz, Prov. 
Schlesien, in einem Thal an der 
Katzbach), Äurimontium. — 
Goldberga. 

Goldene Aue, Landstrich (durch 
Fruchtbarkeit ausgezeichnetes Thal 
in der Provinz Sachsen, von der 
Helme durchflössen, zwischen Harz 
und Thüringer Terrassenland [Kyff- 
häuser. Hainleite]), Äurea Tempe. 

Golfo d'Alomama, Meerbusen (in 
Macedonien), Sinus Toronaicus. 

Golfo de Alieante, Meerbusen (in 
Spanien), Sintts IRicitänus. 

Golfo di Areadla, s. Arcadia (1, Meer- 
busen von A.). 

Golfo di Arta, s. Arta (2, Meerbusen 
von A.). 

Golfo di Balsora, Meerbusen (Persi- 
scher), Sinus Persicus. 

Golfo di Carnero (Quamero oder 
Quamerolo), Meerbusen (im NO. 
des Adriatischen Meeres, zwischen 
Istrien und Kroatien, darin die quar- 
nerischen Inseln, zu Istrien gehörig), 
Sinus Flanaticus. — Sinus 
Carnivorus. — Sinus Polanus. — 
Sinus Fla/nionicus. 

Golfo di Coloehinna, Meerbusen (in 
Macedonien), Sinus Laconicus, 



207 



Golfo di Contessa 



Gotteszeil 



208 



Golfo di Contessa, Meerbnsen (in 
Macedonien), Sinus Strymonicus. 

Golfo de Coron, Meerbusen (in Mes- 
senien), Sinus Messeniacus. 

Golfo di Genora, s. Genua 3. 

Golfe de Griinaud (oder St. Tropez), 
Meerbusen (in der Provence in Frank- 
reich), Sinus Samhracitanus. 

Golfo di Lepanto, Meerbusen (in li- 
vadien in Griechenland), Sinus 
Corinthiacus. — Sinus Nau- 
pactinus. 

Golfo di Manfredonia, Meerbusen 
(an der Küste von Apulien in Ita- 
lien), Sinus ürias. 

Golfo di Honte Santo, Meerbusen 
(in Macedonien), Sinus Singiticus. 

Golfo di Ifapoli, Meerbusen (von 
Neapel), Sinus Neapolitanus, 
— Sinus Puteölanus, — Sinus 
Crater. 

Golfo di Saloniehi, Meerbusen (in 
Macedonien), Sinus Thermaeus. 

Golfo dl Saros, Meerbusen (im Ar- 
chipel), Sinus Melas. 

Golfo della Spezzia, s. Spezzia 2. 

Golfo di Trieste, Meerbusen (des 
Adriatischen Meeres bei Triest), 
Sinus Tergestinus. 

Golkonda, St. (in der ostindischen 
Provinz Hyderabad, mit gr. Fort; 
fi-üher Hptst. des Kgrs. G.), Dachinor 
bädes (sanskr. Dakskinapathas, d. i. 
Süd, vgl. Dekan). 

Gollin, St. (in Polen), Gcäli Castrum, 

Gollnow, St. (Kr. Naugard, EB. Stet- 
tin, Prov. Pommern 5 an der Ihna), 
Golnovia. 

Gombs, Bistrikt (im schweizer Kanton 
Wallis), Gomesianorum Conventus. 

Gomora, Insel, 1. (eine der Kanarien), 
Aegusa. — Capraria. 
I3. (befest., an der Küste von 



Marokko, den Spaniern gehörig\ 
Goni&ra. 

Gondok, Fl. (in Tibet), Ckmdahates, 

Gondrecourt, St. (frz. Dep. Maas), 
Gundulphi Curia. — Gondre- 
curtium. 

Gondreyille, St. (in Frankreich), Gun- 
dolfi Villa. — Gundülfi Villa. — 
Gundulphi ViUa. 

€k>nfaron (oder Le Canet), Dorf (frz. 
Dep. Var), Forum Vo conti. -^ 

Camberiacum. 

Gongra, s. Ganges 

Gorinehem, s. Gorkum. 

Goritza (Gritsa oder Paleopoli), St 
(in Arkadien in Griechenland), Moffhn 
tinm {Mitvrlveia}. 

Gorkum (Gorinehem), St. (Festung in 
der holländischen Provinz Südhol- 
land, an der Merwede), Goriche- 
mium. — Gorcomium. 

Gritsa, s. Goritza. 

Goseek, Dorf (und Rittergut, Ki*. Quer- 
furt, EB. Merseburg, Prov. Sachsen, 
unweit der Saale), Gozeka. 

Goslar, St. (Kr. liebenburg, Land- 
drostei Hildesheim, Prov. Hannover, 
- an der zur Oker fliefsenden Gose 
und am FuTse des Oberharzes 
[Rammeisberg]), Civitas Impe- 
rialis ad Gas am. — Goslaria. 

Gotenburgr, s. Götaborg. 

Gotha, St. (Hptst. des Hzgts. Sachsen- 
G., an der Leina), Goiha. 
Adj.: Gothänus, -a, -um. 

Gotland, s. Götaland. 

Gottesgab, St. (in Böhmen), Theo- 
dosium. 

Crotteshansband, s. Gadde. 

Gotteszell (Gutenzell, Guttenzell), Dorf 
(bayr. RB. Niederbayem, Bezirksamt 
Viechtach), Dei Cella. — Bona 
Cella. 



209 



Ootthardt 



GrauTÜle 



210 



Gotthardt, St. — , s. St. Gotthardt. 

Oottland, Insel (schwedische in der 
Ostsee, das Län Wisby bildend; 
Hauptort Wisby), GotÜandia, 

Gottorp (Gottorf), Schlofs (bei der 
Stadt Schleswig in Schleswig - Hol- 
stein, jetzt Stadtteil), Gottorpia. 

— Gottorpium. 

Goitwieta, s. Göttweih. 

Gouda (Ter Gou^i, St. (in der nieder- 
ländischen Provinz Südholland, am 
holländischen Yssel), Gouda, 

GoTemolOy Mktü. 1« (in der Lombar- 
dei), CasteUum Gubernium. 
ftm (in Venetien), Gubernula, 

— Ambuletuin. 

GrOZZO) Insel (den Briten gehörig, im 
Mittelländischen Meere, bei Malta; 
Hauptort Roboto), Gauios (Favlog). 
Einw.: Gaulonitae {ravUrai). . 

Gral>S9 Dorf (schweizer Kanton St. 
Gallen), Quaradaves. 

Gradiska, St. 1. (in Macedonien), 
Gortynia(roQTvvla). — Gordynia 
(roQÖvvlä). — Gordenia^roQÖfivld). 
. IS* (in Ulyrien), Graft an a, — 
Gradiscia. 

Gräfenhainiehen, St. (Kr. Bitterfeld, 
RB. Merseburg, Provinz Sachsen), 
Haga Comitum, 

Gräfenthal, St. (Kr. .Saalfeld, Hzgt. 
Sachsen -Meiningen, an der Zopte), 
VcUUs Comitum, 

Grtttz oder Graz, s. Graz. 

Grafen-Kastell (in der Stadt Gent in 
Belgien), Petra Comitis, 

Graramont) s. Geentsberge. 

Grampian- Gebirge (der höhere Teil 
der schottischen Hochlande, mit 
2 Ketten; die südlichen eigentlichen 
Grampians mit dem Ben Macdui in 
der Cairngormgruppe; die nördlichen 
[Gebirge von Invemefs] mit dem 
Ben Nevis, dem höchsten Berge der 



britischen Inseln), Moni es Grani- 
pii, . — Mons Grampius. 

Gran 9 1. Fl. (in Ungarn, mündet in 
die Donau), Granu 8. — Granu^M, 
-ae. — Granua. 

It. Komitat (in Ungarn, Kreis dies- 
seits der Donau), Comitatus Strigo- 
niensis, 

3. St. XHptst. des Komitats G., 
an der Mündung des Fhisses G.), 
Strigonium. — Ad Herculem. 

Granada, 1. Provinz (ehemal. mauri- 
sches Königreich in Südspanien, 
Oberandalusien, die heutigen Pro- 
vinzen G., Malaga und Almeria um- 
fassend), Begnum Granatense. 
— Granätum. — GranOta. 

2* St. (gleichnamige Hptst. des 
einstigen Königreichs und der jetzigen 
Provinz G. , am Fufse der Sierra 
Nevada und am Müsse Jenil gelegen ; 
auf einem Felsen die Alhambra), 
Granada. — Gh-anOta, 

3« (in Nicaragua in Zentralamerika, 
am Nicaraguasee), Granoda Nica- 
raguae. 

Grancey le Castel (oder en Mon- 
tagne), St. (in Frankreich), Castrum 
Grancemm. 

Grande Chartrense, Hauptklost«r (bei 
Grenoble, frz. Dep. Isere), Carthu- 
sidGrandis. — Carthusia Magna, 

Grandpr^, St. (in Frankreich), Grandi- 
pratum. 

Grand-Serre, Le — , St (in Frank- 
reich), Castrum Serris. 

Granson (Grandson, Grausen), St. 
(schweizer Kanton "Waadt, am Neuen- 
burgersee), Grandisonum. — 
Grandisonium. 

Granyille (Grandville), St. 1. (in der 

Normandie in Frankreich), Gra/ndis- 



2. (befest. Seestadt, frz. Dep. 
Manche), Grrannonium, 



211 



Grosse 



Greifswalder Boddeu 212 



Grosse, St. (frz. Dep. Alpes-Maritimes), 
Grassa. — Graca. — Grinnicum. 
Adj. : Grassensis, -e, 

Granbttnden, Kanton (der südöstlichen 
Schweiz, Alpenland, von den Rhäti- 
schen Alpen erfüllt; Hptst. : Chur), 
Grisonia. — Grisönum Pagus. - 
Grisonum Res publica. — Grisönum 
Liga£ Tres, — Curiavdllis Ligae 
Tres. -^ Bhaetia Swperior. 

Graabttndner Gebirge, Alpen (Rhä- 
tische, mit dem Piz linard und Piz 
Bemina), Alpes Bhcteticae. 

Graadenz, St. (Kreisst., Festg., EB. 
Marienwerder, Prov. Westpreufsen, 
auf dem r. hohen Ufer der Weichsel, 
hart am Strom), Graudentium. 

Graupen, Mktfl. (im Gebirge in Böh- 
men, Crupna. 

Grayellnes (Gravelingen, Grevelingen), 
St. (Seesi, befest., frz. Dop. Nord, 
an der Mündung der Aa\ Novum 
Oppidum Gravelingense. — 
Graevelingia. — Gravelinga. — 
Gravetina. 

Groyelotte, Dorf (Kani Gorze, Land- 
kreis Metz, Bezirk Lothringen, Elsafs- 
Lothringen, westl. von Metz), Grave- 
lottia. 

Groventhal, Kloster (in der Schweiz), 
Vallis Gratiarum. 

Gravesend, St. (in der englischen 
Grafschaft Kent, an der Themse), 
Gravescenda. — Gravesinda. 

Groy, St. (frz. Dep. Haute -Saone), 
Gradicum. — Graium. — Graeum. 

Graz (Gratz, Grätz), St. (Hptst. von 
Steiermark, an der Mut), Graec ium. 
— Graetia. — Graezium. — 
Graiäcum. — Gratiwm. 

Grazalema, St. (in Spanien^, Lacidvr 
lemium, 

Great-Berkhamsted (Caster, auch 



Brigh-Casterton), 'Mktfl. (in England), 
Durobrivae. 

Greden, Thal (in Tirol), Gardma. 

Greenwieh, St. (engl. Grafsch. Kent, 
an der Themse, an London stofsend; 
im Park die her. Sternwarte, über 
welche die Engländer den 1. Meridian 
[17" 39' 38" östl. von Ferro] ziehen), 
Gronvicum. — Gronaicwm. — 
Grenovium. 

Gregrorsmflnster, Kloster (im Elsafs), 
Sancti Gregorii Monasterium. 

Greifenbergr? St. 1. (in Pommern^ 

Kreisst, EB. Stettin, an der Regal, 
Gryphimontium Ponieranorum. 

S. (in Schlesien, Kr. Löwenberg, 
RB. liegnitz, am Queis), Gryphi' 
monti'u/m Süesiorum, 

3. (in der UlLermark, Kr. Anger- 
münde, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, an der Samitz), Gryphimon- 
tium ad Sarnitiam, • 

Greifensee, 1. St. (schweizer Kanton 
Zürich), Gryphaeum. 
IS» See (bei 1), Lacus Gryphaeus» 

Greifsifald, St. (Kreisst., RB. Stral- 
sund, Prov. Pommern, am Rykgraben, 
der in den Greifswalder Bodden 
mündet), Gripeswolda. — Gryphis- 
walda. 

Greifsiralder Bodden, Meeresteil (an 
der vorpommerschen Küste, zwischen 
dem Festland und der Insel Rügen 
[hier auch Rügenscher Bodden], 
greift mit der Dänischen Wiek in 
das Festland hinein und steht im 0. 
durch -das Landtief mit der Ostsee 
in Verbindung, während im W. aus 
ihm die Meerenge Strelasund zwischen 
Rügen und dem Festland zu den 
westlichen rügenschen Gewässern 
leitet. Im 0. vor dem Bodden und 
bereits in der Ostsee die kleine Insel 
Greifswalder Oie), Sinus Gripes- 
woldensis. 



213 



Greiz 



Gron 



214 



Greiz, St. (Hptst. des Fürstentums 
Eeufs ä. L., an der Weifsen Elster), 
Grecium, 

Grenadillen, Eilande (4 Felsen — , 
nördlicli von der Meinen Antillen- 
insel Grenada), InstUae Grrenadinae. 

Grenoble, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Isere, an der Isere; feste Citadelle), 
Gratianopolis. — Äccusiorum 
Colonia. — CtUaro, -önts. 

Gr^siTaadaD, Landschaft (ein Teil der 
Dauphine in Frankreich), Pagits 
Gratianopolitanus: 

Greiino (Ganina), St. (in Macedonien), 
Elyma CEkvfia), — Elimia 
CElifila). 

GreHfsen, St (Landratsa. Sonders- 
hausen, Fürstent. Schwarzburg -S., 
an der Helbe), Crozina. 

GreTelingen, s. Gravelines. 

Grevesmtthlen, St. (Grhzgt. Mecklen- 
burg-Schwerin), Comitis- Mola, 
— Comitatis Mola. 

Grieehenland, Königreich (umfafst das 
alte Mittelgriechenland [Hellas oder 
Eomanien], die Peloponnes^ [Morea] 
und das Inselgebiet Euböa, die Cy- 
kladen, die Nordsporaden und die 
Ionischen Inseln ; Bevölkerung: Neu- 
griechen, d. h. Abkömmlinge der 
alten Hellenen mit slavischer Bei- 
mischung; dazu Albanesen [Pelo- 
pounes und Westlivadien], Walachen 
[Ostlivadien] und zahlreiche Franken, 
d. s. Deutsche, Engländer, Franzosen, 
besonders aber Itahener [Ionische 
Inseln]), Graecia. 

Einw.: Graset. 

A(y.: Gruecus, -a, -um. 

Grieehiseh-Weifsenbarg, s. Belgrad. 

Griers (Greiers, Gruyere), St. (schwei- 
zer Kanton Freiburg), Grueria. 

Grignan, St. (in Frankreich), Gri- 
niäcum. — Grigniäcum. 



Grintaki Kaiki, Fl. (auch Bakirtschai, 
in Mysien in Kleinasien), Caicus 
{Käixog). 

Grimaad, !• Meerbusen (in Frank- 
reich, Dep. Var), Siwus Gambradus. 
^. St. (frz. Dep. Var), Sembra- 
cia. — Sambrada. — Olbia. — 
AthenopoUs. 

Grimbergen, Mktfl. (in Belgien), Gren- 
hergis. 

Grimma in Saelusen, St. (Amtshaupt- 
mannschaft, Sachs. Kreish. Leipzig, 
im Thal an der Mulde), Grimma. 

— Grima. — Crimina. — Grema. 
A(^.: Grimmsnsis, -e.. 

Grimmen, St. (Kreisst., RB. Stralsund, 
Prov. Pommern, an der Trebel), 
Grimiis. 

Grisano, St. (in Macedonien), CUhnenae 
iKtijfisvai). 

Gris Nez, Vorgebirge (in Frankreich, 
am Pas de Calais, nördlich von 
Boulogne sur Mer), Itium. 

Grodno, St. (Hptst. des gleichnamigen 
westrussischen Gouvernements, am 
Niemen), Grodna. — Grodno. 

Groningen (Groningen), 1. Provinz 
(im Nordosten der Niederlande), 
Frovincia Groningensis. — 
Ager Groningensis. 

2. St. (Hptst. der Prov. G., an der 
Hunse und Aa, durch Kanäle mit 
dem Dollart und der Zuidersee ver- 
bunden), Groninga. — Groeninga. 

— Carbulonis Monumentum. 
Adj.: Groningensis, -c. 

Gr((nland, Nordpolarland (zwischen 
der Baffinsbai uiid dem nördlichen 
Eismeere, wahrscheinlich Insel; im 
Innern ein Tafelland, von mächtigen 
Eismassen übergletschert und von 
Gebirgen umsäumt), Gronia. — 
Gronlandia. — Groenlandia. 

Gron, Mktfl. (im schweizer Kanton 
Graubünden), Grünum. 



215 



Grondel 



GaacUJ 



216 



Orondel, Hafenort (in Ägypten, am 
Koten Meer), Daneon Portus. 

Grors-Andaman, Insel (der Anda- 

manen, einer britischen Inselgruppe 

im BengaUschen Meerbusen, von 

Negritos bewohnt), Bonae Fortimae 

• InsiUa. 

Grofs-Britannien, s. Britannien. 

G^ofs-Delofi, Insel (4 Stadien westlich 
von Dolos und Begräbnisplatz der 
Delier), BJime CPi^vti), 

Grofsenhain, St. (Amtshauptmann- 
schaft, säch§. Kreish. Dresden, an 
der Röder), Haganoa. — Haina. 

— Hayna. — Indago Marchionis. 

— Apud IndaginetH Marchionis. — 
De Foresto. 

Grofser St. Bernhard, s. Bernhard, 

St. — . 
Grossetto, St. (Hptst. der gleichnam. 
mittelitalienischen Provinz ,G. in 
Toskana), Besäum, 

Grofs-Kumanien, Landschaft (in Un- 
garn, Disüikt der [Jazygier imd] 
Kumanier; früher zum Heveser Ko- 
mitat gerechnet) '^Cumania Ma i o r, 

— Gumanorwni Maiorum Begio, 

Grofs- Bohrheim, Mktfl. (Kr. Bens- 
heim, hess. Provinz Starkenburg), 
Bara. 

Grofs-Strehlitz, St. (Kreisst, EB. 
Oppeln, Prov. Schlesien), Strelicia 
Maior. 

Grofs- Wardein (Nagy-Warad), St. 
(Hptst. des ungarischen Komitates 
Bihar, am Sebes), Varadtnum 
Mains. — Varad/tnum, 

Grotte del Monte di Pausilippo 

(G. di Napoli), Berg (mit natürlichem 
Tunnel, bei Neapel), Pausilypus 
(IlavolXvTtog). — Orypta Neapoli- 
tana. 
Grottkan, St. (Kreisst., EB. Oppeln, 
Prov. Schlesien), Grotgavia, — 
Grotcovia, 



Grab, Landschaft (in der Schweiz)^ 
Fovea Helvetiorum. 

GrIInberg, St. 1. in Schlesien (Kreis- 
stadt, EB. Liegnitz, Prov. Schi., an 
der Lunze, ganz von Weinbergen 
umgeben), PrasiaElysiorum Silesiae, 
2« in Hessen (Kr. Giefsen, hes-^ 
sische Provinz Oberhessen), ThaUo- 
ris Hassorum. 

GrOningren, s. Nürtingen. 

Grüscli, Dorf (im schweizer Kanton 
Graubünden), Omcium. 

GrOssau, Kloster (Kr. Landshut, EB. 
Liegnitz, Prov. Schlesien, in einem 
Thal an der Zieder), Grissomum. 

Gruyöres (Greierz), s. Griers. 

Guadalavlar (Turia), M. (in Spanien, 
mündet unterhalb Valencia ins 
Mittelmeer), Durias. — Turia. — 
Turius. 

Guadalajara, St. 1. (Hptst. der gleich- 
namigen spanischen Provinz in Neu- 
kastilien, am Henares), Arriaca. 
— Cara^cca. — Guadaiaiara. 

d« (Hptst. des mexikanischen Staates 
Jalisco), Guadaiaiara Meica/na. 

GnadalquiTir, FL (im südl. Spanien^ 
entspr. in der Provinz Jaen, an der 
Sierra Cazorla, mündet bei San Lucar 
in den Atlantischen Ocean; hat die 
Nbfl. Guadalimar u. Jenil), Baetis. 
Betis. — Certis. — Tartessus. 

Guadalupe, St. (in der spanischen 
Provinz Cacores in Estremadura), 
Aquae Lupiae. — Aquaelupae. 

Gnadiana, Fl. (im mittleren Spanien, 
entspr. in der Provinz Albacete, auf 
der Sien-a von Aloarraz, durchfliefst 
Neukastilien und Estremadura, mün- 
det auf der Grenze von Spanien und 
Portugal in den Atlantischen Ocean), 
Anas, -ae. 

GuadiJ, St. (in der spanischen Prov. 
Granada, am Flusse G.), Acci. — 



217 



Gnagrlda 



Gaipuzcoa 



218 



CoUmia Äccitäna Gemeltensts. — 
Colonia lülia GerneUa AcdtU/na. — 
Guadidum. — Ghuadicia. 

Ouagrida, St. (in Algerien), Ladigara. 

dnarda, St. (in Portugal), Lancia 
Oppidana. — Garda. — Guarda, 

^nardafui (Gardafui), Vorgebirge (die 
östlichste Spitze Afrikas), Aromata' 

— Guarddfuium Caput. 

Ouastalla, St. (in der italienischen 
Provinz Reggio, am Einflüsse des 
Crostolo in den Pa; Hptst. des ehe- 
maligen, zuletzt zu Modena gehörigen 
Fürstentumes G.), Gardistallum. 

— Guardistallum. — GuadisMlum. 

— Vastalia. 

€raasto (Vasto di CUmone), St. (im 
NeapoUtanischen), Amonium, 

€labblo (Eugubio), St. (in der mittel- 
italienischen Provinz Perugia, nord- 
östlich vom Trasimenischen See), 
Iguvium, — Aguvtum, — Egu- 
hivm. — Eugubium, — Inginium. 
Mnw.: Iguvini. — Iguvinätes. 

mm (Közeg), St. (kgl. Freistadt im 
ungarischen Komitat Eisenburg, am 
Flusse G.), Ginsium. 

'€^ttiitringr, Mktfl. (in Kämthen), Fer- 
rariae Carnorum. 

•Oflnz, 1. St., s. Güns. 

2. Fl. (r. Nbfl. der Donau in 
Bayern, entsteht aus der Westlichen 
imd Östlichen G. und mündet bei 
Günzburg), Cruntius. 

fifinzburgr, St. (unmittelbare, bayr. RB. 
Schwaben, am Einflufs der Günz in 
die Donau), Guntia. 

Gaerande, St. (in Frankreich), Aula 
Quiriaca. — Aula Quiriaci. 

Gueret, St. (in Frankreich), Gar ac- 
tum. — GuerUum. — War actus. 

Guemsey (Gamsey), Insel (norman- 
nische, den Engländern gehörig, im 



Kanal), Garnia. — Gameseia. — 
Gemseia. — Sarnia. 

Guesear, s. Huescar. 

Güstrow, St. (Grhzgt. Mecklenburg- 
Schwerin, Vorderstadt des "Wendi- 
sehen Kreises oder des Hzgts. Meck- 
lenburg-G., an der schiffbaren Nebel), 
Gustrovia. — Gustrovium. 

Gatzkow, St. (Kr. Greifswald, RB. 
Stralsund, Provinz Pommern, am 
Swinower Bach xmd unweit der 
Peene), Gotzgaugia. 

Gugrl, Fl. (in Tirol), Zea. 
Goieh-Alet, St." (in Frankreich), 
Aletum. 

Guiehe, Grafschaft (in Frankreich), 
Guis8u/num. 

Guienne, Landschaft (= frz. Dep. 
Aveyron), Aquitania. — Novem- 
populania. — Provincia Aquitanica. 

— Aremorica. 

Guildford, St. (Hptst. der engUschen 
Grafschaft Surrey, am Wye), Gil- 
fordia. 

Gallon -Mare 9 Meerbusen (der west- 
liche Teil des Asowschen Meeres), 
Sinus Cor et US. — Sapra. 

Gulmaraens, St. (in Poi-tugal), Virna- 
ränum. — Guimarümum. 

Guinea, Küstenland (Teil von West- 
afrika, vom Kap Verga bis Kap 
Negro, zerfällt in Ober- oder Nord- 
guinea und Nieder- oder Südguinea, 
letzteres mit den Landschaften Ben- 
guela, Angola, Kougo, Loango; die 
Küste umschliefst den grofsen Meer- 
busen von Guinea, mit den Golfen 
von Benin und Biafra und den vier 
Guineainseln), Aethiopia Occi- 
dentalis. — Guinea. 
Einw.: Aähtöpes Occidentales. 

Gnlnes, St. (in Frankreich), Guinae. 

— Gisnae. — Guisnae. 

Gaipuzcoa, Provinz (in Spanien, eine 



219 



Gaise 



Haiti 



220 



der 3 baskischen Provinzen; Hptst. 
San Sebastian), lupuscoa. — Le- 
puisca. — Lipttscoa, — Vandüli. 

Guise, St. (in Frankreich), Castrum 
Guts tum. — Gusgia. — Guisia, 

Guissona, St. (in Spanien), Cissa. — 
Oissum. — Scissum, 

Gumenik (Tokat), St. (in Karmanien), 
Comana Pontica. — Berisa. 

Gondis, Dorf (im schweizer Kanton 
Wallis), Contegium. 



Gark, t. M. (Nbfl. der Drau in 
Kämthen, mündet bei Stein; daran 
der Flecken G.), Noaras, -ae, 

ft. Mktfl. (s. 1), Gwca. 

Gnrrea, St. (in Aragon in Spanien), 
Forum GaUorum, 

Gatenzell, s. Gotteszell. 

Guyenne, s. Gnienne. 

Gyala, Schlofs (und Mktfl. in Ungarn), 
lülia. 



H 



Haagr (der, eigentlich 's Gravenhage, 
frz. la Haye), St. (in der nieder- 
ländischen Provinz Südholland, kön. 
Residenz, 1 Stunde von der Nord- 
see), Haga Comitis. — Haga 
Comitum. — Haga. 

Haal, s. Hall. 

Habran (arab. El Khaüb), St. (alte, in 
Palästina [Stamm Juda], südl. von 
Jerusalem, einst Wohnsitz Abrahams, 
eine Zeitlang auch Residenz Davids), 
HEbron, 'ünis. — Chebron. 

Habsburg', Burg (Stammburg des 
gleichnam. Fürstenhauses, im schwei- 

' zer Kanton Aargau, rechts an der Aar, 
auf dem Wülpelsberge) , Habes- 
burg um. — Habsbwrgum. 

Hadamar, St. (Kr. Oberlahn, RB. 
Wiesbaden, Prov. Hessen - Nassau, 
am Eibbach), Hadamaria. — 
Hademarum. 

Haddingi;on, St. (Hptst. der gleich- 
namigen Grafschaft H. im südöst- 
lichen Schottland, an der Tyne\ 
Ha dl na. — Hadintona. 

Hadeln, Landschaft (Prov. Hannover, 
Landdr. Stade, am Ausflufs der Elbe ; 
begreift jet^t den Kreis Ottemdpif 
mit dem gleichnam. Hauptort. Die 



Bewohner sind Abkömmlinge der 
Chauken), Hadel'ia. — Hadaloha. 
— HadtUla. — Adaloha. 

Hadramaut. (und Hadschid), Küsten- 
landschaft (in Arabien, am Golf von 
Aden ; Haupthändelsplatz Makolla), 
Catabania. 

Hadsji-Ogrlu-Bazardsjlk, St. (in Bi- 
thynien) , Parthenopölis {IlaQS-svo- 
nokiq). 

HSgrer, s. Haiger. 

Hafnerzell, s. Oberzell. 

Haff, Frisches — , s. Frisches Haff. 

Haff, Kurisehes — , s. Kurisches HafP. 

Hagenau, St. (und Kantonshauptort, 
Bezirk Unterelsafs, Elsafs-Lothringen, 
an der Moder), Hagenöa. 
Adj.: Hagenoensis, -e. 

Haigrer, St. (Dillkreis, RB. Wiesbaden, 
Prov. Hessen-Nassau, an der Dill), 
Haigera. — Heigera. 

Haimbargr, s. Hainburg. 

Hain, s. Grofsenhain. 

Hainbnrg*, St. (in Unteröstreich, an 
der Donau), Hainburgum Au- 
striae. — Camuntum. — Camus. 

Haiti (Hayti oder San Domingo), Insel 
(der Grofsen Antillen, mit einer 



221 



HaiTali 



Hamburg 



222 



N6ger- und einer Mnlattenrepublik ; 
von Kolumbus bei der Entdeckung 
Hispaniola genannt), Hispamola. 

Halyali (oder EidoDia), St. (in Ana- 
doli), Heraclea. 

Halberstadt, St. (Kreisst., EB. Magde- 
burg, Prov. Sachsen, auf der Nord- 
seite des Harzes, an der Holzemme), 
Halber Stadium. — Hdlberstädum. 

— Halverstadium, — Hemipölis. — 
Civitas Antiqua. — Halapia. — 
Fheugarum. 

Adj.: Halber stadie^siSy -e. 
Halber stadensis, -e. 
HdlverstadiensiSy -e. 

Halbinsel der Dardanellen, Landenge 
(auf der thrakiscben Halbinsel am 
Hellespont), ChersonSsus Thra- 
ciae CH ßgccxla ÄeQQovijaog). 

Halb-Thom, Mktfl. (in Ungarn), Hemi- 
pyrgum. 

Haleb, 1« St., s. Aleppo. 

S« PaschaHk (im nördlichen Syrien), 
Praefectura Alepensis. 

Haiente, Fl. (bei Eolophon im alten 
Lydien, den jetzigen Euinen bei Zille ; 
auch Tartalu oder Havagichay ge- 
nannt), Haies, -Stis (^Aj^c;, -svtoq). 

— Älgathos. 

Haliez (Halitsch\ St. (in Galizien, am 
Diyestr; einst Hptst. des Grofs- 
fürstentums H., woraus der Name 
Galizien entstand), Halicia. — 
Halica. — Galicia. 

Hall, 1. St. (im tiroler Kreis Inns- 
bruck, am Inn), Hala ad Oenum. 

2* Mktfl. (auch Bad im östreichi- 
schen Traunkreise), Ernolatia. 

3. Schwäbisch — , St. (württem- 
bergisches Oberamt, Jagstkreis, zu 
beiden Seiten des Kochers in einem 
tiefen Thal), Hala Suevorum. — 
Hala Suevica. — Hallos Suevorum. 

Einw. : Hallenses, -tum. 

Halle, St., 1. an der Saale (Stadt- 



kreis, RB. Merseburg, Prov. Sachsen, 
r. an der mehrarmigen Saale), Hala 
Saxönum. — Hala Hermu/ndu- 
rorum. — Hala Magddmrgica. — 
Hala ad Salam. — Hala Salica. 
Adj.: HaUnsiSy -e. 

2.. in Westfalen (Kreisst., EB. 
Minden, am Teutoburger Wald), 
Hala Westfalica: — Hala 
Westfalorum. 

3. im Hennegran, Halae Hanno- 
nia£. 

Hai lein, St. (im östreichischen Herzog- 
tum Salzburg, an der Salzach, am 
Dümberg), Ha liola. — Hallüla. — 
Saltna. 

Halmstad, St. (Hptst. des schwedi- 
schen Läns H. oder Hailand, einer 
südschwed. Landschaft am Kattegat), 
Halmostadium. 

Harn, St. (frz. Dep. Sonmie, an der 
Somme<; festes Kastell, jetzt Staats- 
gefängnis\ HamEtum. — Hamum. 

— Hamus. 

Hamadan, St. (in der persischen Pro- 
vinz Irak Adschemi, am Mwend- 
gebirge, an der Stelle des alten Ek- 
batana), Ecbatana(*ExßaTava). — 
Amadia. 

Hamamet (oder Susa), St. (in Tunis), 
Hadrumetum. — Adrumetum. — 
Putput. — lustiniana. 

Hamath (Hamah, Aman), St. (befest., 
in Syrien, im Ejalet Damask, am 
Orontes), Ep iphanEa{ ^ntipaveia). 

— Epiphanla. — Amätha {kfxd&rj). 
Einw.: Epiphaneenses, -ium. 

Hamburg:, St. (und Bundesstaat, Freie 
und Hansestadt, erste Seestadt des 
Deutschen Kelches, erster Handels- 
platz auf dem europäischen Konti- 
nent, r. an der Elbe, welche daselbst 
Bille und Alster aufnimmt, und an 
welche unterhalb ein ansehnlicher 
Höhenrücken tritt; der Staat H. be- 



223 



Hmnedan 



Uarderw^k 



224 



steht aus dem Hauptgebiet an der 
Elbe mit mehreren Elbinseln, teils 
sehr fruchtbares Marschland, teils 
aber auch Geestland umschUefsend, 
und aus mehreren kleineren Stücken 
innerhalb der Provinzen Schleswig- 
Holstein und Hannover; das Land 
Kitzebüttel liegt 1. am Ausfluls der 
Elbe\ Hamburgum. — Hambur- 
gium, — Hammonia. — Mariönis, 
'idts. 

Hamedan, s. Hamadan. 

Hamel (Hami\ St. (in China), Äsmiraea. 

Hameln, St. (Kreisst., Landdrostei und 
l^rovinz Hannover, am Einflufs der 
Hamel in die Weser), Hamsla. — 
Hamelia. 

Hamilton, St. 1« (in der schottischen 
Grafschaft Lanark, am Einflufs des 
Avon in den Clyde; dabei der durch 
seine Gemäldesammlung berühmte 
Hamilton Palace), Hamiltonium. 

2* (Hafenstadt in "Westkanada, am 
Westende des Ontariosees) , Hamil- 
tonium Canadense, 

Hamise, St. (in Algier), Tibilia. — 
Thibilis. 
Adj.: TibilitanuSj -a, -um. 

Hamm, St. (Kreisst., RB. Arnsberg, 
Prov. Westfalen, am Einflufs der 
Ahse in die lippe), HammDna. 

Hamma, £1 — da Cabes, St. (in 

Tunis), Äquae Tacapinae. 

Hamme, Mktfl. (belg. Prov. Ostflandem, 
an der Scheide), Äquae Calidae. 

Hammerfest, St. (im norwegischen 
Finnmarken, die nördlichste Stadt 
Europas, auf der Insel Kvalö), 
Hammaria. 

Hamont, St. (im Limburgischen), 
Hamons, -tis. 

Hampshire (auch Hants), Grafschaft 
(im südöstlichen England; Hptst. 
Winchester), Hanonia. 



Hamptoneourt, Lustschlofs (und'Dorf 
an der Themse, westlich bei London), 
Hamptonicuria. 

• 

Hanau, St. (Kreisst., RB. Kassel, Prov. 
Hessen-Nassau, an der Kinzig imd 
unweit des Maines), Hanavia. 
Adj : Hanovia. 

Handahor, St. (Ruinen der Hptst. des 
einstigen Sebennytischen Nomos im 
Delta Ägyptens), Pa^ihnamunis, -tdis 
{Ilaxvevfiovvlq ^ Uaxvaiiovvlq). 

Hanebont, s. Hennebon. 

Hannover, St. (Hptst. der Landdrostei 
und Provinz H., Stadtkreis, an der 
I^ine und Ihme), Hanovera, — 
Hannavera. 
Adj.: HannoverU/nus, -a, -um. 

Hansestildte, die (jetzt noch 3 : Ham- 
burg, Bremen, Lübeck, w. m. s.; 
einst über 90 See- und Binnenstädte 
von Reval bis Amsterdam), Urhes 
Hanseaticae. 

Hanz, St. (in der Schweiz), Äntium. 
— Hantium. 

Hapsal, St. (in Estland), Hapselia. 

Harbert, St. (in Kleinasien), Sätam- 
bona. 

Harbourgr, s. Horbourg. 

Harburg, St. 1. an der Elbe (Kreis- 
stadt, Landdrostei Lüneburg, Prov. 
Hannover, an der Süderelbe, aus 
welcher daselbst ein Eibarm [Reiher- 
stieg] nördlich nach Hamburg führt), 
Harburgum, 

2* in Bayern (bayr. RB. Schwa- 
ben, Bezirksa. Donauwörth, an der 
Wömitz\ Biriciän a. — Biriciünae. 

Hareourt, St. (in Frankreich), Har- 
curtium. — Harcursium. — Hare- 
cortis. 

Harderwijk, St. (befest. Hafen, nieder- 
ländische Provinz Geldern, an der 
Zuidersee), Harderovtcum. — 
Hardervtctdm. — Ärdevtcum. 



225 



Harfleur 



Hassani 



226 



Harfleur, St. (stark befestigter Haupt- 
hafen an der Seine im frz. Dep. 
Lieuvin, Haute -Normandie), Are- 
f lud US. — Harflorium. — Har- 
flevium. 

Haiford, s. Hartford. 

Harlem (Haarlem\ St. (in der nieder- 
ländischen Provinz Nordholland, an 
der Spaame\ Harlemum. 

Harling'eu (Haarüngen), St. (befestigte 
See- und Handelsstadt in der nieder- 
ländischen Provinz Friesland, an der 
Zuidersee), Harlinga, — Har- 
lingis. 

Harlingrerland, Landschaft (nach dem 
Müfschen Haile benannt, eine Land- 
schaft an der Nordsee in der jetzigen 
Landdrostei Aurich, Prov. Hannover, 
welche die ehemaligen Herrschaften 
Esens, Wittmund und Stadesdorf und 
die InseÜi Spikeroog und Langeroog 
umfafste), Harlingia. 

Haro, St. (in Spanien), CastrumBüium. 

Haromszetdscher Stuhl, Kreis (im 
Szeklerland in Siebenbürgen), Sedes 
Haromszekiensis. 

Harran i^Charran), St. (in Mesopota- 
mien), Carrae. — Carrhae, — 
Charranj -änis. 

Hartherg, St. (in Untersteiermark in 
Ostreich), Heortis Mons. 

Hartenburg, Schlofsrmne (bayr. ßB. 
Pfalz, am Hardtgebirge bei Dürk- 
heim, zerfallene Stammburg der 
Grafen von Leiningen), Duroburgum. 

Hartenfeld (Hartfeld), das (im Württem- 
berg. Jagstkreis), Du/rus Campus, 

Hartford (.Hertford, Haiford), 1. St. 
(in England), Durocobrivae, — 
Durocobnvis, — Äreconium. 

2* (Hptst. von Connecticut in Nord- 
amerika, am Connecticut), Hart- 
fordia. — Harfordia. 

Hartland, s. Kap Hartland. 

Saalfeld, Geograph. Handbüchlein. 



Harwieh (Hartwich), St. (befest. Seest. 
in der englischen Grafechaft Essei, 
an der Mündung des Stour), Har- 
viäcum, — Harmcum. 

Harz, Gebirge (waldiges Massengebirge 
in Norddeutschland, zwischen Leine 
und Saale; zerfallt in den Oberharz 
im NW., mit dem Brocken und dem 
Oker- und Ilsethal, und den Unter- 
harz im SO., mit der Viktorshöhe 
und dem Bodo- und Selkethal: der 
Harz gehört ungefähr y^ zu Preufsen, 
Ya zu Braunschweig, der Rest zu 
Anhalt), Silva Hercynia. — 
lugum Hercynium. — SaJtus Her- 
cynius. — Mons Harthicus. 

Harzg:erode, St. (Hzgt. Anhalt, Kr. 
Ballenstedt, auf dem südösthchen 
Plateau des Unterharzes), Saltus 
Venatorius. 

Hasbain, Grafschaft (ehemaHge, in 
Belgien), Comitatus Hasbanien- 
sis. — Pagus Haspanicus, — 
Pagus Haspannicus. — Hasbania. 

— Hasbanium. 

Hasbella, Ort (an der nördhchen Grenze 
Palästinas), Dan. 

Hase (Haase), FL (r. Nbfl. der Ems in 
Hannover, entspringt im Teutoburger 
Walde, mündet bei Meppen), Hasa. 

— Assa. 

Haslaeh, Dorf (in Franken), Avel- 
lana. — Avellanum. 

Haslithal, Thal (im schweizer Kanton 
Bern, von der Aar durchströmt, vom 
Brienzer See bis zum Grimselhospiz ; 
Hauptort Meiringen am Hasüberg), 
Valli s Haselina. — Vallis 
Haselia. — Hasselia. 

Hassani, Insel (im Arabischen Meer- 
busen; möglicherweise auch die Insel 
Ed-sjeder oder die Insel Adun ebds.), 
Timagenis Insüla (Tifjtccyevovg 
N^aoq). 

8 



227 



Hassankaleh 



Heidenheim 



228 



Hassankaleh 9 St. (in der asiatischen 
Türkei\ TheodostopoUs. 

Hasselt, St. !• (Hptst. der belgischen 
Provinz Limburg), HasselBtum ad 
Demeram. 

2. (in der holl. Provinz Oberyssel)^ 
HasselBtum, — Hassdtum, 

Hastenbeek, Ebene von (beim Dorf 
H., Landdrostei und Provinz Han- 
nover, an der Haste, unweit Hamehi), 
Campus Idistamsus. 

Hastidre LaTaux, Dorf (in Belgien^, 
Hasteria. 

HastingSy St. (engl. Grafschaft Sussex, 
am Kanal\ Othna. — Astingua. 

Hattonehatel, St. (in Frankreich), 
HaUönis Casirum. 

HatTan, St. (in Ungarn), Hatuünum. 

Haor&n, 1. St. (Handelsstadt im Ge- 
biete der alten Nabatäer am Arabi- 
schen Meerbusen), Leuce Come 
[Asvxf] KwuTJ). 

3* Landschaft (in Syrien, südl. 
von Damaskus, zwischen dem See 
Tiberias und dem Gebirge Hauran, 
mit zahlreichen Stadtruinen), Awra- 
nitis. 

Hautecomb, St. (Steingutfabrik in Sa- 
voien), Altacumba, — Ältae- 
cumhae. 

Haute BiTe, St. (in Frankreich), AUa 
Bipa. 

HaTana, s. San Christoval de la H. 

Havel, Fl. (r. Nbfl. der untern Elbe, 
entspringt 10 km nordwestiich von 
Neu-Strelitz, wird bei Fürstenberg 
schiffbar, berührt Spandau, Potsdam 
und Brandenburg und mündet unter- 
halb Havelberg. Die H. bildet 
gröfstenteils eine Kette von Seeen 
und steht durch den Finowkanal in 
Verbindung mit der Oder, durch den 
Plauenschen Kanal mit der Elbe: 
sie umschliefst das aus Brüchen und 



Mooren bestehende, wenig kultivierte 
Spreeland. Zuflüsse: Ehin, Dosse 
und Spree), Habala. — Hahola. — 
Havela. — Havalis. — Albola. 

■ 

Havre de Graee, St. (befest. See- und 
Handelsstadt im französischen Dep. 
Basse-Seine, an der Mündung der 
Seine), Gratiae Portus, — Fran- 
eiscopolis. — Caracotinum. 

HaTre de Longraeyille, St. (in der 

Normandie in Frankreich), Legedia. 

Haye, La — , s. Haag. 

Haynau (Hainau), St. (Kr. Goldberg- 
H., KB. Liegnitz, Prov. Schlesien, 
an der Schnellen Deichsel), Hainovia. 

Hebriden (Western Islands) , Inselgruppe 
(von ungefähr 300 — darunter 87 
bewohnten — felsigen Inseln an der 
Westküste von Schottland, zu den 
Grafschaften Argyle, Invemefö und 
Eofs gehörig, besteht aus 4wei, durch 
den Minchkanal getrennten Gruppen : 
1. westl. oder äufsere Gruppe = 
oceanische Inseln; 2. östliche oder 
innere Gruppe = Gestadeinseln), 
Ebüdae Insulae. — Ebudes. — 
Hebüdes. — Hebrides. 

HMin, s. Hesdin. 

Heers, Dorf (in der niederländischen 
Provinz Limburg), Heerevilla. 

Hegau, Landschaft (alte, gröfstenteils 
in Baden, zwischen Bodensee, Donau 
und Rhein, reich an mit Burgruinen 
gekrönten vulkanischen Kegelbergen ; 
der Kanzleisitz der Reichsritterschaft 
des Hegaus befand sich zu Radolf- 
zell\ Hegovia. 

Heidelberg, St. (Kreisst. im Grhzgt. 
Baden, lang gestreckt längs der süd- 
lichen Seite des Neckar), E d ei- 
ber ga. — Heidelberga. — Myrtil- 
iBtum. — MyrtiUorum Mons. 

Heidenheim, 1. in Bayern, Mktfl. 
(bayr. RB. Mittelfranken, Bezirksamt 
Gunzenhausen , an der Rohrach und 



229 



Heilbro nn 



HelsingSr 



230 



am Hahnenkamm, mit altem Bene- 
diktinerkloster) , Hedenhemia Bava- 
rorum. 

2. in Württemberg, St. (württem- 
bergisches Oberamt im Jagstkreis, 
an der Brenz. 
Hedenhemia. — Äquileia, 

Heilbronn, St, (württembergisches 
Oberamt im Neckai'kreis, am Neckar), 
Heilbro nna. — Alisium. — AU- 
8um. — Föns Salutis. 

Heiligenbeil, St. (Kreisst., EB. Königs- 
berg, Prov. Ostpreufsen, an der Jarft), 
Sancta Cimtas, 

Heiligenberg, Dorf 1. in Baden 
(badischer Kreis Konstanz, Amt 
Kullendorf, auf dem Bande der nach 
S« steil abfallenden linzgauer Berge), 
Sanctus Mmis Badensis, 

2« im Eisafs (Kreis und Kanton 
Molsheim, Bezirk Unterelsafs, Elsafs- 
Lothringen, an der Breusch im 
Wasgenwald) , Sanctus Mons Alsa- 
ticus. 

Heiliger Berg (bei Heidelberg), Pirus. 
— Mons Sanctus Edelbergensis. 

Heilig-Kreuz (Heiligenkreuz), 1. MktfL. 
(in ünteröstreich bei Wienerisch 
Baden, Viertel unter dem Wiener 
Walde, mit alter Cistercienserabtei), 
Fanum Sanctae Orucis. 

d. Mktfl. (Kreis und Kanton Kol- 
mar, Bezirk Oberelsafs, Elsafs-Loth- 
ringen), Sanctae Orucis Oppidum. 

Heimbnrg (oder Deutsch -Altenburg), 
St. (in Ungarn), Carnuntum, 

Heimsheim (Heimsen), St. (württemb. 
Oberamt Leonberg, Neckarkreis, am 
Gotzenbach), Heimbodeshemium. 

Heis, Insel (in der Vendee in Frank- 
reich), Hericus. — Herne. 

Helgoland, Insel (Felseneiland in der 
Nordsee, den Mündungen der Elbe 
und Weser gegenüber; Einw. : Friesen. 
Früher den Herzögen von Holstein- 



Gottorp gehörig, 1712— 1807 dänisch, 
seitdem britisch und von einem Gou- 
verneur regiert), Insula Sacra. 

— Insula Sancta. — Terra Sacra. 

— Terra Sancta. — Helgolandia. 

Helläda (Agiiomela), Fl. (auch Ala- 
mani genannt, inlivadien in Griechen- 
land, mündet in den Golf von Zeitun), 
Sperchtus {UnsQx^iog). 

Hellebrann, Lustschlors(ander Salzach 
in Ostreich), Palatium Clarofan- 
tanum. 

Hellespont, s. Dardanellen. 

Hellin, St. (in Spanien), Hu/num. 

Helmstedt, St. (Kreisst., Hzgt. Braun- 
schweig, an einem Bach in einer 
weiten Thalsenkung zwischen Lapp- 
wald und Elm), Helm Stadium. — 
Helmostadium. — Halmostadium. — 
Athenae ad Etmum. 

Heloni Mon, Ort (im alten Epirüs am 
Tomaros , altberühmte Orakelstätte 
des Zeus), Dodöna {A(d6wvti). 

Helore, St. (auf Siciüen), Helorum. 

Helsingborg, St. (Hafenst. in der 
schwedischen Landschaft Skäne 
[Schonen], am Sund, dem dänischen 
Helsingor gegenüber; Überfahrtsort 
nach Dänemark), Heisinga. — 
Helsingdburgum. 

Helsingfors, St. (stark befestigte Hptst. 
von Finnland, am Mnnischen Meer- 
busen; wichtiger See- und Handels- 
platz), Heisingo forsa. — Hei- 
singfordia. 

Helsingland, Landschaft (in Süd- 
schweden), Helsingia. 

Helsing0r, St. (Handelsstadt auf der 
dänischen Insel Sjaelland [Seeland], 
am Sund, dem schwedischen Helsing- 
borg gegenüber; Überfahrtsort nach 
Schweden. Dabei Festung Kronborg), 
Elsenora. — Helsingora. 

8* 



231 



Helraux 



Heristall 



232 



HelTaux (Hevaux), Mktfl. (frz. Provinz 
limousin), Helvatium. 

Hemadan^ s. Hamadan. 

Hems, 8. Homes (Homs). 

Henares, Fl. (Nbfl. des Jarama, des 
bedeutendsten und entwickeltsten 
rechten Zuflusses des Tajo in Spa- 
nien), Taganius, 

Hendu Khos, s. Hindukhu. 

Henin-Li^tard, Mktfl. (in Artois in 
Frankreich), Hemiiacum LitardL 

Hennebersr» Grafschaft (ehemalige ge- 
fiirstete, in Franken, benannt nach 
der 2 St. südwestlich von Meiningen 
Hegenden, im Bauernkrieg zerstörten 
Burg H. ; infolge der Teilxmgen unter 
den sächsischen Häusern gegenwärtig 
unter PreuTsen, Sachsen -Weimar, 
Sachsen-Koburg-Gotha imd Sachsen- 
Meiningen, welches den gröfsten Teil 
davon besitzt, verteilt), Comitatus 
Hennebergensis, — ComitattiS 
Hermeber gicus. — Hennehergia. 

Hennebon (Hannbont), St. (in Frank- 
reich), Hannebotum. 

Hennegrau (frz. Hainaut, hoU. Henne 
Gouwen), Provinz (ehemalige Graf- 
schaft im nordwestl. Deutschland, 
schon im 9. Jhdt. im Besitze des 
mächtigen Grafengeschlechtes der 
Eainer; der südliche Teil mit Valen- 
ciennes wurde 1649 im pyrenäischen 
Frieden französisch (ein Teil des 
jetzigen Dep. Nord), das übrige Land 
bildet seit 1815 den Hauptteil der 
heutigen belgischen Provinz H. : 
Hptst. Mons [Bergen]), Hannonia. 
— Hanonia. — Haginoia. — Hagi- 
novia. — Coniitatus Hanogavensis. 
Einw.: Wallonen, Hannonii. 

Henriehemont, s. Boisbelle. 

Heraklitza, St. (in der türkischen 
Lancischaft Eumelien, Ejalet Edreneh 
oder Adrianopel), Heracka Cherso- 
nesi Thraciae, 



Herat (Heri), St. (im heutigen Chora- 
san, dem altpersischen Hariwa, im 
Osten von Persien), Arla (k^la). 

— Ntsaea {Nlaociä). 

H^rault, Fl. (Küstenflufs in Südfrank- 
reich, mündet unterhalb Agde; da- 
nach benannt das Dep. H. am Mittel- 
meer, Teil von Languedoc, Hptst. 
Montpellier), Ärauris. — Ärauriits. 

Herbolzheim, St. (bad. Kr. Freiburg, 
an der Elze), Heribodeshemium, 

Herbom, St. (Dillkreis, RB. Wiesbaden, 
Prov. Hessen-Nassau, an der Dill), 
Herboma. 

HereolanOy St. (einst eine der bedeu- 
tendsten Städte Kampaniens, zwischen 
Neapel. und Pompeji, nahe der Küste, 
79 nach Chr. nebst Pompeji und 
Stabiä bei einem Ausbruch des Vesuv 
durch einen Lavastrom und Aschen- 
regen verschüttet; 1720 wieder ent- 
deckt und zum kleineren Teil aus- 
gegraben. Auf H. Hegt jetzt Portici), 
Herculan^um. — Hermtanium. 

— Oppidum Herculanense. 

Hereford, 1. Grafschaft (im westlichen 
England), Comitatus Herefordiensis. 
2m St. (Hptst. von 1 , am Wye), 
Herefordia. — Acriconium. 

Herford (Hervorden), St. (Kreisst., EB. 
Minden, Prov. Westfalen, am EinfluTs 
der Aa in die Werre), Herfordia. 

— Hervordia. 

Herl, Fl. (im jetzigen Chorasan, dem 
alten Hariwa oder Aria in Ostpersien), 
Anas (kQslag). — Afius. 

Herisau (Herrisau), Mktfl. (schweizer 
Kanton Appenzell, Aufserrhoden, an 
der Glatt), Augia Domini. 

Heristall ^HerstaU), Mktfl. (belg. Prov. 
Lüttich, an der Maas, gew. das 
fränkiscbe H. genannt, zum Unter- 
schied vom Sachs. H., dem jetzigen 
Dorf Herstelle an der Weser, w. m. s.), 



233 



Herjeadalen 



Hessen 



234 



Heristallum Francorüm. — 
Haristdlle, — HeristcUlium. — Heri- 
stellium, — AristaUium. 

Heijeädalen, Gebirgslandschaft (im 
nördlichen Schweden, Teil des Öster- 
sundläns), Herdälia. 

Herkla, St. (in Tunis), Hadrume- 
tum. — Ädrumetum. 

Hermann-Miestitsch, St. (in Böhmen), 
Miestecium Hermannt. 

Hermannstadt, St. (ungarisch Szeben 
Szeke, Hptst. von Siebenbürgwi und 
insbes. des siebenbürgischen Sachsen- 
landes, am Zibin), Cibinium. — 
Contra Acincum. — Hermannopölis. 

— Hermanni Villa. 

Uermannstadter Gespannschaft, 

Kreis (in Siebenbürgen), Comitatus 
Cibiniensis. 

Herrenalb, Dorf (mit Klosterruine, 
württemb. Schwarzwaldkreis, Ober- 
amt Neuenburg, an der Alb im 
Schwarzwald), Alba Dominorum. 

— Coenöbiüm Herrenalbense. 

Herrenanrach, Kloster (bei Würzburg 
in Bayern), üra. 

Herrengrand (Spana Dollina), Berg- 
flecken (in Ungai'n), Vall:s Domi- 
norum. 

Herrera del Daque, St. (in Spanien), 
LeucioMa. 

Herrnhut, Mktfl. (sächs. Kreishauptm. 
Bautzen, Amtsh. Löbau, am Hut- 
berg ; Stammort der Brüdergemeinde), 
Custodia Dei. — Herrnhütum. 

Hermstadt, St. (Ki-. Guhrau, RB. 
Breslau, Prov. Schlesien, an der 
Bartsch und Orla), Kyriopolis. 

Hersfeld (Hirschfeld), I.Fürstentum 
(ehemaliges Reichsfürstentum, urspr. 
Benediktinerabtei), Herocampia. 

2. St. (Eieisst., KB. Hessen-Kassel, 
Prov. Hessen -Nassau, am Einflufs 
der Hanno und Geis in die Fulda), 



Heresfelda. — Heresfeldia. — 
Hersfelda. 
Adj. : Heresfeldensis, -e. 

Herstall, s. Heristall. 

Herstelle, Dorf (Kr. Höxter, RB. Min- 
den, Prov. Westfalen, an der Weser, 
unweit Karlshafen, das sächs. H. 
[vergl. Heristall]) , He r ist all um 
Saxonum. — Haristellum, — 
Heristellum. 

Hertford, s. Hartford. 

Hertogrenrade, s. Herzogenraid. 

Herrorden, s. Herford. 

Herzegowina, Landschaft (dem Namen 
nach der Türkei, den südwestlichen 
T. von Bosnien umfassend, mit der 
Hptst. Mostar; frühere Prov. Kroa- 
tiens, später selbständ. Herzogtum, 
seit 1878 unter östreichischer Ober- 
hoheit), Arcegovlna. — Ducatus 
Sanctae Sabae. 

Herzogenaoraeh, St. (bayi*. RB. Ober- 
franken, Bezirksa. Höchstadt a. A., 
an der Aurach), Auracum Ducis. 

— Auria-cum. 

Herzogrenbuseh (holl. 's Hertogenbosch, 
Den Bosch), St. (stark befestigte 
Hauptstadt der niederländischen Pro- 
vinz Nordbrabant, am Zusammenflufs 
der Dommel und Aa), Buscoduca. 

— Buscoducum. — Boscoducum. — 
Buscum Ducis. — Silva Ducis. 

Herzogrenraid (Hertogenrade oder Rol- 
duc), St. (und Schlofs im Limburgi- 
schen), Bhodia Dticis. 

Hesdin, St. (frz. Dep. Pas de Calais), 
He den a. — Hisdinum. 
Einw. : Hosdenenses. 

Hesn-Kaifa (Hhassn-Keifa), St. (im 
Gebiete von Bagdad in der asiatischen 
Türkei), Cephae. — Ckistrum Cepha. 

Hessen, Kurfürstentum (ehemaliges, 
jetzt ein Teil der preufs. Provinz 
Hessen -Nassau, xmgefähr der RB. 



235 



HeTes-Ssolnok 



Hita 



236 



Kassel), Hassia. — Hassorum 
FagiAS. — Cattorum Begio. — Cat- 
torum Terra. 

Einw.: Catti. — Hassi. 

Adj.: HasstcuSy -a, -um. 
Hassiäcm, -a, -um. 

Heyes-Szolnok, Mktfl. (im ungarischen 

Komitat diesseits der Theife; Hptst. 

Erlau), Hevesia. 
Hexham, St. (in Northumberland in 

England), Axel odünum. — Älexo- 

dünum. 

Hhassn-Keifa, s. Hesn-Kaifa. 
Hierisclie Inseln, s. Hyerische Inseln. 
Hierro, s. Ferro. 

HildburgrhanBen , St. (Kreisst, Hzgt. 
Sachsen -Meiningen, an der "Werra), 
Hilpertohusa. — Hilpershusia. — 
Hilperusia. 
Hildesheim, St. (Kreis u. Landdrostei, 
Prov. Hannover, an der Innerste), 
Ascalingium. — BennopoUs. — 
HennepoUs. — Hildesia. — Hildes- 
hemium. 

Adj.: Hildesiensis, -e. 
Hildesianus, -a, -um. 
Hildeshemensis, -e. 

Himalaja, Gebirge (höchstes der Erde, 
= Schneewohnung : der Südrand von 
Hochasien, zwischen den Strömen 
Indus und Brahmaputra; Grenzscheide 
des Klimas, der Pflanzen- und Tier- 
welt, der Völker und der Kultur 
zwischen Central- und Südasien: 
höchste Gipfel Mount Everest und 
Kintschindjnga) , Mo nie 8 E'müdi 
CHfioSbv OQog). — EmOdus. — 
Imaus. 

Himmelkron, Dorf (und ehemaliges 
Cist^rcienser - Nonnenkloster, jetzt 
Schlofs, Bezirksa. Bemeck, bayr. 
EB. Oberfranken, amWeifsen Main), 
Caeli Corona. 

Hims, s. Homes. 

Hindmend (Hihnend), Fl. (Zuflufs des 



Steppensees Zareh in Iran in Asien^ 
im Gebiete der alten Dranger oder 
Euergeten) , Etymander i^Exviiav- 
ÖQoq). 
Hindu -khn (Hindukusch oder Hendu 
Kosch = Indischer Kaukasus), Ge- 
birge (in Asien, Nordrand des Hoch- 
landes von Iran, die westliche Fort- 
setzimg des Himalaja [Karakorum]; 
wildes, fast unübersteighches Alpen- 
land [Kaferistan], gegen N. nach 
Turkistan [Pafs Bamijan], gegen S. 
zum Kabulthal abfallend, mit den 
höchsten Gipfeln Kund und Kuhi- 
Baba), Paropamisus Mons {Uago- 
nafiLOov OQog). 

Hiniesta, Mktfl. (in Spanien), Segestica. 
Hippoljte, St. — , s. St. Hippoljte. 

Hirsaa, Dorf (Württemberg. Schwai'z- 
waldkreis, Obera.Kalw, an der Nagold, 
mit Ruinen eines alten Benediktiner- 
klosters), Sancti Aurelii Mona- 
sterium. — Hirsavia. — Hirsaugia. 

Hirschau, St. (bajr. RB. Oberpfalz, 
Bezirksa. Amberg, an einem Weiher), 
Hirschavia. — Hirschaugia. 

Hirschbergr, 1. St. in Schlesien 

(Kreisst., RB. Liegnitz, Pi'ov. Schle- 
sien, am Einflufs des Zacken in den 
Bober), Cervimontium Sites iae. 

— Hirschberga Silesiae. 

^. St. an der Saale (Fürstent. 
Reufs j. L., Oberländischer Bezirk, 
in einem Thal an der Saale), Hirsch- 
berga ad Salam. 

3. Dorf in Westfalen (Kr. imd 
RB. Arnsberg, Prov. Westfalen, auf 
einem Berg am Ursprung der Heve), 
Cemmontium Westfdliae. 

4. St. (in. Böhmen), Dona. 

Hit, St. (in Mesopotamien), Is. — 

Aiopolis. — Idicara. 
Hita, St. (in Kastilien in Spanien), 

Cessäta. — Caesata. — Caesada. 

— Cesada. 



237 



Hitzaeker 



Hohentinlel 



238 



Hitzaeker, St. (Kr. Dannenberg, Land- 
drostei Lüneburg, Prov. Hannover, 
am EinfluTs der Jeetze in die Elbe), 
Hidonis Ager, — Hizgera, 

Bjo, St. (in Skaraborgs Län, Prov. 
Göta Kike in Schweden), Hiovia, 

Hoangr-ho (Gelber Flufs) , M. (grofser 
und sehr reifsender Strom in China, 
entspringt in Innerasien an der öst- 
lichen Verlängerung des Küen-lün, 
durchbricht das chinesische Alpen- 
land, bildet einen nördlichen Bogen 
mit doppeltem Knie, fliefst gen 0. 
durch das chinesische Tiefland zum 
Gelben Meer), Bautisus {Bccvriaog 
TtoxafjLoq), 

Hobro, Mktfl. (in Jütland in Dänemark), 
Hobroa. — Hopontum. 

Hochkireh, Dorf (sächs. Kreish. Bautzen, 
Amtsh. Löbau in Sachsen), Älta- 
querca. 

Hodeida, St. (in Arabien), Sacatia. 

H^^ehst am Main, St. (Landkreis u. 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau, 
am Einflufs der Nidda in den Main), 
Hoechst a. — Hoesta. — Traiani 
Monumentum, 

HSehstädt an der Donau, St. (bayr. 
RB. Schwaben, Bezirksa. Dillingen), 
AUostadium. 

HShe, Die (oder Der Heirich), Berg- 
rücken (zwischen "Wiesbaden und 
Homburg vor der Höhe), Taunus. 

HSrselbergr, Vorberg (kahler, des Thü- 
ringer Waldes, zwischen Eisenach 
und Gotha, längst dem Hörselflufs, 
welcher zur "VVerra fliefst), Horri- 
sonus Mons. 

Höxter, St. (Kreisst., RB. Minden, 
Prov. Westfalen, 1. an der Weser), 
Huxaria. 
Adj.: HuxariensiSj -e. 

Hof, 1. St. in Bayern (unmittelbare 
Stadt, bayr. RB. Oberfranken, im 
ehemaligen Vogtland, in einem Thal 



an. der Saale), Curia ad Salam, 
— Ou/ria Variscorum. — Curia 
Begnitiana. — Curia Begnitiorum. 

2. Mktfl. (in Ostreich unter der 
Ens), Curia Pannoniae Inferioris. 

3. St. (in Mähren), Curia Mo- 
ravica. — Curia ad Margum, 

4. Stadt am — , s. Stadtamhof. 

Hoi&iungr, Kap der Guten — -, Vor- 
gebirge (an der Südspitze AMkas), 
Bonae Spei Promunturium. — 
Bonae Spei Caput. 

Hohenberg, Grafschaft (ehemal., und 
altes Schlofs im württembergischen 
Schwarz waldkreis ; Hptst. Rotenburg), 
Ältitö^ia. 

Hohenelbe, St. (im böhmischen Kreis 
Gitschin, an der Elbe), AlbipoUs. 

Hohenembs, s. Embs. 

Hohenfüed(e)berg, St. (Ki-. Bolken- 
hain; RB. liegnitz, Prov. Schlesien, 
am Striegauer Wasser), Alta Fried- 
berga. 

Hohenfort, Mktfl. (in Böhmen), Alto- 
vadum. — Vadum Altum. 

Hohenkrähen, Berg (mit Burgruine, 
im Juragebirge, badischer Kreis Kon- 
stanz, Amt Engen), Graea. 

Hohenlobe, Grafschaft (früher, dann 
Fürstentum im fränkischen Ki*eise, 
dui'ch die Rheinbundsakte mediatisiert 
und gröfstenteils unter württember- 
gische Hoheit gestellt), Principa- 
tus Hohenloicus. — Coniitatus 
Holacheus. 

Hohenmanth, St. (in Böhmen, Kreis 
Chrudim, an der Lautschna), Alta 
Mauta. 

Hohenstaufen , Berg (steiler Basalt- 
kegel im württembergischen Donau- 
kreis, bei Göppingen, mit der Ruine 
der 1525 zerstörten Stammburg des 
Kaisergeschlechts der H.) , Alta 
Staufa. — Arx Hohenstaufia, 

Hohentwiel, Burgruine (Phonolithkegel 



239 



Uohenwsrt 



Honfleur 



240 



im Juragebirge, nordwestlicli über 
Singen, eine württembergische Ex- 
klave [Domäne] innerhalb des badi- 
Bchen Kreises Konstanz, Sohwarz- 
waldkreis, Obera. Tuttlingen), Tuila 
Alta. — HoJiendueüium, — Duel- 
lium. — Duellum. — 2Wto. 

Hohenwart, Mktfl. (ehem. Benediktiner- 
kloster, bayr. RB. Oberbayem, Be- 
zirksa. Schrobenhausen, an der Paar), 
Alta Specula. — Summonttmum. 

Hohenzollem, !• Bergschlofs (auf 
einem Bergkegel der Rauhen Alb, 

I St. von Hechingen, Stammburg 
des hohenzollemschen Fürstentumes), 
Zollernum. — Zolnemum. 

3. Fürstentum (in Süddeutsch- 
land, von badischen und württem- 
bergischen Gebieten begrenzt, bestand 
bis 1849 aus den beiden Fürsten- 
tümern H. -Hechingen und H.-Sigma- 
ringen imd bildet gegenwärtig den 
preufsischen RB. Sigmaringen), Frin- 
dpcUus Hohenzöüeranvbs. 

Holar (Holum), Flecken (im Norden 
von Island), Holis. — Holum. 

Holland, Königreich (der Niederlande, 
insbes. die alte Grafschaft H., welche 
die beiden jetzigen Provinzen Nord- 
holland [Hptst. Amsterdam] und Süd- 
holland [Hptst. Haag] umfafste, der 
blühendste und bevölkertste Teil des 
Königreiches. Das Königreich der 
Niederlande [ = Nederlande] liegt an 
der Nordsee, zwischen Belgien und 
Pi-eufsen, und macht den nordwest- 
lichen Teil des germanischen Tief- 
landes aus, von Scheide, Maas und 
Rhein nebst vielen kleineren Flüssen 
bewässert imd im N. und W. gegen 
das Meer durch Dünen geschützt, in 

I I Provinzen eingeteilt ; Hptst. Amster- 
dam, 1 . Residenz Haag), Ho llandia. 
— Batavia. — BcUavium. — Ba- 
tavorum Affer. 

Einw.: Hollandi. — Batävi» 



Adj.: Hollandicus, hi, -um. 
Batävus, -a, -um. 
Batavicus, -a, -um. 

Hollenstedt, Dorf (Kr. Einbeck, Land- 
drostei Hildesheim, Prov. Hannover^ 
an der Leine), Holdtstede. — 
Holdunstede. 

Holme, Kloster (ehemaliges, auf der 
dänischen Insel Fünen), Insula Dei. 

Holstebro, St. (Amt Ringkjöbing, Stift 
Ribe, im jütischen Dänemark)^ 
Holstebroa. — Holzepontum. 

Holstein, Herzogtum (ehemaliges, in 
Norddeutschland, zwischen Ost- und 
Nordsee, durch den Eiderkanal von 
Schleswig getrennt, seit 1866 Bestand- 
teil der preufsischen Prov. Schl.-H.), 
HoUatia. 
Einw.: Hölsati. 
Adj.: Holsaticus, -a, -um. 

Holum, s. Holar. 

Holy-Island, Insel (bei der enghschen 
Grafschaft Northumberland), Insula 
Sancta. — Hau^astaldium. 

Holz, Kloster (in Schwaben), Mona- 
sterium Sancti loannis. — 
Baptistas in Suva. 

Holzkreis (im Magdeburgischen), Sinu^ 
Silvaticus. 

Holzminden, St. (Kreisst, Hzgt. 
Braunschweig, am Einflufs der Holz- 
emme in die Weser), Holzminda. 
— Holtesminna. 

Homburg: vor der HOhe, St. (Kreis 
Obertaunus, RB. Wiesbaden, Prov. 
Hessen-Nassau, am FuDs der Taunus- 
höhe und an der Eschbach), Hom- 
burgum ad Taunum. 

Homs (Homes, Hems oder Hims), St. 
(in Syrien), Emesa, -ae CEfisoa, 
-Tjg). — Enilsa. — Emesus. — 
Emessa. .— Emissa. 
Einw.: EmesEni. 

Honfleur, St. (Hafenst. im frz. Dep 



241 



Honneeourt 



Humber 



242 



Calvados, südöstl. von Havre, an der 
Seinemündung) , Ho nflevius. — 
Honflorium. 

Honneeourt 9 Mktfl. (in der Hcardie 
in Frankreich), Hunnicuria. — 
Hun(n)(mi8 Curia. 

Honorät, St. — , s. St. Honorat. 

Honorato, San — , s. San Honorato. 

Honther Gespannschaft, Komitat (in 
Ungarn, Kreis diesseits der Donau; 
Hauptort Schemnitz), Comitatus Hon- 
tensis. 

Hör (oder Artabah), M. (im alten 
Gedrosien, demheutigen Beludschistan 
entsprechend), Artäbis Cligraßig), 

— Artahius. — Aräbis. — Arabius. 

— Tonderus. — Tuberus, — Tuhero. 

Horburgr, Dorf, 1. (ehemals eine Graf- 
schaft, Kr. Kolmar im Elsafs, Bezirk 
Oberelsafs, Elsafs-Lothringen, an der 
Hl), Argentaria. — Argentuaria. 

— Argentovaria. 

3. (Kr. und RB. Merseburg, Prov. 
Sachsen, an der Luppe, imweit 
Schkeuditz), Horburgum. 

Horehid, ¥i. (im Pontus, mündet in 
das Schwarze Meer), Ryssus (Yaaoq). 

Hormus (Ormus) , Insel (einst portu- 
giesischer Handelsplatz, in der Meer- 
strafse vom P^sischen Golf in den 
Arabischen Meerbusen) , Harmozia 

Hornaehos, St. (in Spanien), Furnacis, 

Horsens, St. (Hafenst. im dänischen 
Jütland, Stift Aarhuus, am Horsens- 
fj ord) , Ho rsnesia. — Hothernesium. 

Hort-Diea, L' — , Gegend (in Frank- 
reich), Hortus DeL 

Hospieio, San — , s. San Hospicio. 

Hoszskzu-Mez9, Mktfl. (in Ungarn), 
Campus Longus. 

Houat, Insel (kleine, französische), 

Siata. 
Houdan, St. (in Frankreich), Hosdencum, 



Houlx, St. (in Piemont), Ocelum, — 
Martis Statio. 

Hradiseh, St. (in Mähren), Hradisca 

— Hradistia. 

Hradiseher Kreis (in Mähren), Circu- 
lus Hradistietisis. 

Uroehow Teynetseh, Mktfl. (in Böh- 
men), Teynecium Bochi. 

Hu, St. (in Ägypten), DiospoUs Parva, 

Habertusburg, Schlofs (sächs. Kreish. 
Leipzig, Amtsh. Oschatz, immittelbar 
bei Wermsdorf), Huhertibwrgum. 

Hüfingren, St. (bad. Kr. Yillingen), 
Brigobanna. — Brigabannis. 

Huelra, St. (Hptst. der gleichnamigen 

spanischen Provinz in Andalusien am 

Atlantischen Ocean, zwischen der 

•Mündung des Odiel und Tinto), 

Onoba. 

Httningen, 1. St. (und Kantonshaupt- 
ort, Elsafs-Lothringen, Bezirk Ober- 
elsafs, Kr. Mülhausen i. E., am Rhein), 
Huninga. 

2» Kloster (ehemaliges, in der 
Grafschaft Leiningen), Monasterium 
Hegenense. 

Huesea, St. (Hptst. der gleichnamigen 
spanischen Provinz im NO. von Ara- 
gonien, am Isuela), Osca. — Osga 
Hergetum. — Faventia Hosca, 

Einw.: Oscenses. 

Adj.: Oscensis, -e. 

Huesea^r (Guescar), St. (in der spani- 
schen Provinz Granada), Calicula. 

Huete, St. (in Spanien), lulia Opta. 

— Opta. 

Hugrshofen, Kloster (ehem., im Elsafs), 
Hugonis Curia. 

Hiiisne, Fl. (in Frankreich), Idonia. 

— Vinca. 

Humber, 1. Fl. (in England, entsteht 
aus dem Zusammenflufs des Trent 
und der Ouse, mündet in den Meer- 



243 



Handertbfleheln 



Jaen 



244 



busen H. unterhalb Hüll in die Nord- 
see), Äbus. — Umber. 

3« Meerbusen (s. 1), Aestuarivm 
Ahum. 

HundertbUeheln (Zaslialon), Mktfl. (in 
Siebenbürgen), Centumcollis. — 
Centum Cölles. 

Hundskap, Vorgebirge (bei der alten 
Seestadt 'Pwooq in Syrien am Issi- 
schen Meerbusen), Bhosus. 

Hunsriick (-en, d. h. Hoher Bücken), 
Gebirge (wildes Grauwackenplateau ' 
in Rheinpreufsen , zwischen Nahe 
und Mosel, Rhein und Saar, im SW. 
Hochwald, in der Mitte Idar und im 
0. Soonwald genannt), Hunnorum 
Tr actus. — Pagus Hn/nnicus. — 
Sauromätum Regio, — Tergum 
Caninum. 

Hurepoix, Landstrich (am rechten 
Seineufer in der Normandie, um 
Rouenherum), Velocassium Ager. 
— Hurepoesium. — Tractus Hv/re- 
poisius. 

Husat, Bergschlofs (inUngam), Hustum. 

Hassein Abad, St. (in der türkischen 
Provinz Asien, einst Bergfeste im 
Gebiete der Tikmier), Mithridatium 
(Mi&QidccTiov). 

Husnin, St. (Ej'eisst., Provinz Schles- 
wig-Holstein, an der Husumer Au 



und am Rande der Marsch), Ho- 
sEtnum. — HusBmum. 

Huy (Hoye'), St. (m der belgischen 
Provinz Lüttich, an der Maas ; starke 
Citadelle), Hu um. — Huyum. — 
Huyemum. — Huyomum. 

Huyden, St. (in Holland), Heudena. 

Huyts the Britten, Schlofs (in Eng- 
land), Arx Britannica. 

Hween, Insel (schwedische, im Sund), 
Huena. 

Hyderabad (Haiderabad, d. i. Löwen- 
stadt), St. 1. (eine der bedeutendsten 
Städte Ostindiens, Residenz des Ni- 
zam, inmitten des Dekan, am Mussy), 
Hippoeura. 

2* (in der Präsidentschaft Bombay, 
am Anfang des Indusdeltas), Leonto- 
polis. 

Hydra (Hydria),Felseninsel (griechische, 
an 'der Südostküste der Landzunge 
von Argohs mit gleichnamiger Hptst., 
einem trefflichen Hafen), Hydroa 
CYÖQEia). — Hydrea CYS^ia). 
Einw. : Hydreatae CYS^eazai). 

Hyöres (Hieres), St. (frz. Dep. Var, 
3 km vom Mittelmeer) , Olhia 
(OXßla). — Ohia. — Areae. 

Hydrisehe Inseln (4 sterile Inseln vor 
der Reede von Hyeres), Stoechädes 
Insulae [Sroixciösg ai vrjaoi). — 
Hieriae Insulae. 



I. 



Jaca (Jacca), Gebirge (im nordöstlichen 
Spanien), Edulius Mons. 

JaeqaeYille (oder Brouage), St. (in 
Frankreich), Broagium. — Bni- 
agium. — lacopoUs. 

Jägemdorf,' St. (Hauptort des teils 
zum preufsischen Regierungsbezirk 
Oppeln, teils zu Ostreich. Schlesien 
gehörenden Fürstentumes , ehedem 



eines Teiles des Herzogtums Ratibor- 
Troppau. Die Stadt J. liegt in dem 
östreichischen, jetzt dem Fürsten von 
Liechtenstein gehörenden Teil, an der 
Oppa), Carnovia. — Camuma. — 
lagerodorpium. 

Jämtland, Landschaft (in der schwe- 
dischen Provinz Norrland), lemtia. 

Jaen, St. (Hptst. der gleichnam. span. 



245 



Jajffa 



Japan 



246 



Prov. in Andalusien, ehem. mauri- 
sclies Königreich; am Jaen, welcher 
in den Guadalqnivir mündet), Jaena. 

— Aurgi. — Flavium Argitanum. 

— Gienna. — GiEnum. — Gietmum. 

— Oningis. — Oringis. — Aurinx, 

Jaffa, St. (das Japho der Bibel, befest. 
Küstenstadt im asiatisch -türkischen 
Paschalik Damask, der Hafen für 
Jerusalem; s. Z. Hauptlandungsplatz 
für die Kreuzfahrer), lopp e CloTiTtrj). 
lope. 
Adj.: loppicus, -a, -um. 

Jago, San — di Compostella, s. San 

Jago di Compostella. 

Jagrodna, St. (in Serbien), lagodlna. 

— lanuaria. 

Jalk (oder Uralflufs), M. (in ßufsland, 
entspringt im südlichen üralgebirge, 
strömt, die Grenze gegen Asien bil- 
dend, südlich mit einem grofsen 
Bogen gegen W., mündet in 5 Armen 
in das Kaspische Meer), Daix, 
'tcis. — Oarus. — Bhymnus. 

Jakob, St, — , s. St. Jakob. 

Jalomitza (oder Proava), M. (Nbfl. der 
Donau in der Walachei, entspr. am 
Törzburger Pafs, mündet unterhalb 
Hirsowa), Naparis. 

Jalon (Xalon), Fl. (Nbfl. des Ebro in 
Spanien), Bilbilis. — Salo, -ünis. 

Jaloux, s. Castel Geloux. 

Jalowa, St. (Hafenst. Thraciens an der 
schmälsten Stelle des Hellesponts, 
Abydos gegenüber), Sestus {Ur^oxog). 

Jamaika, Insel (der Briten, Grofse 
Antille, südl. von Kuba; Sitz des brit. 
Gouverneurs: Spanish-Town ; Haupt- 
hafen: Kingston), lamaica. — 
Imaica. 

Jambo (Yambo), St. (Hafen am Arab. 
Meerb., in Hedjaz [Hedschas], dem 
nördl. Teil der Westküste Arabiens, 
mit den Städten Mekka, Medina, 



Dschidda und Yambo), Ckarfnüthas, 
-ae (XaQ/jioS-ag oder Xcc^fiov^ccg 

Jamboli, 1« St. (in Macedonien, am 
Struma oder Karasu, dem Strymon 
der Alten), Amphipolis {kfnpl- 
noXiq), — DiampoUs, 
3. Gebiet, Ager lambolensis. 

Jamesborougrh, St. (in England), 
lacöbipolis. 

Jamestown, St. 1. (Hptst. der briti- 
schen Insel St. Helena im Atlanti- 
schen Ocean), lacöbipolis Sanctae 
Helenae. 

S* (auf der östlichsten britischen 
kleinen Antilleninsel Barbado[e]s), 
lacöbipolis Americana. 

Jamez (Jamets), Dorf (frz. Dep. Moselle), 
Gemmacum. — Gemmatium. 

Janina, 1. Ejalet (Statthalterschaft der 
europäischen Türkei : Süd - Albanien), 
Epirus (^HneiQOg). 
Einw.: Epirotae (^HneLQZxai). 
Adj.: Epiroticus, -a, -um {'Hnei- 
Q(j)xix6q). 
Epirensis, -e. 
2* St. (Hptst., am See von J.), 
lamna. 

Jani-Sou, St. (in der asiatischen Tür- 
kei), Gallus. 

Janitza, St. (alte Residenzstadt Mace- 
doniens), Pella {IlslXa). — Buna- 
mia (Bovvo/xEia). 

Jantra (oder Otzuma), Fl. (Nbfl. der 
Donau), latrus. 

Januti, s. Gianuti. 

Japan, Inselreich (Kaiserreich in Ost- 
asien, zwischen dem Japanischen 
Meer und dem Grofsen Ocean, um- 
fjifst die Inseln Nipon, Jeso, Sikok, 
Kiusiu nebst den beiden Kurilen- 
inseln Iturust und Kunasiri, sowie 
aufserdem mehrere Tausend kleinere 
Eilande), laponia. 
Adj.: laponicus. 



247 



Japara 



Jelsa 



248 



Japara, Berg (in der altgriochischen 
lÄndschaft Phokis, dem Apollo und 
den Musen heüig, mit den Gipfeln 
Tithorea und Lykorea, jetzt liakura; 
am Südabhang war das delphische 
Orakel imd die kastalische Quelle), 
Parnasus {IlaQvaaoq), 

Jaretta, Mktfl. (auf der Insel Sicilien), 
Symethes. 

Jargreau, s. Oergeau. 

Jaromierz, St. (im böhmischen Ki-eise 
Königgrätz an der Aupa imd an der 
Elbe), laromirium. — laromiersa. 

Jassy (Jaschi), St. (Hptst. der Moldau, am 
Baglui), las s tum. — lassum. — 
lassiorum Dacorum Munictpium. 
— Petrodava. 

Jati (oder Trimesteri), Fl. (auf der Insel 
Sicilien), Bathys (BaS-vq). 

Jatiya (vollst.: San Felipe de Jativa), 
St. (in Yalencia in Spanien), Seta- 
bis. — Saetäbis. — Setabis Äugusta- 
norum. 
Einw. : Setabitäni. 

Jauehe, Dorf (in Belgien), lacea 
Castrum. 

Jauer, St. (Kreisst., RB. liegnitz, Prov. 
Schlesien, an der Wütenden Neifse), 
Iura via. — lauravia. — laK/ra- 
vium. — lavoria. — lavarium. 

Jaansteitt, Mktfl. (in Krain in Ost- 
reich), Iu£nna. 

Jaya, Insel (eine der 4 Grofsen Sunda- 
inseln, in Ostindien, östl. von Suma- 
tra, zum gröfsten Teil im Besitz der 
Holländer; Haupthäfen: Batavia, Sa- 
marang, Surabaya und Tjelatjep), 
labadice (laßaöiov oder Saßaölov 
t] vr^aog). 

Jayols (Javoulx, Javoux), Mktfl. (frz. 
Dep. Lozere), Änderttum. — 
Anderidum. — Gdbäli. — Civitas 
Gdbalitäna. 
Einw.: Gabales, -um. 



Ibeiisehes Meer (der Spanien bespü- 
lende Teil des Mittelländischen Mee- 
res), Mare Hispänum. — Oceämts 
Hispaniensis. 

Ibiza, s. Iviza. 

Ibrahim -Nähr, Fl. (in Phönicien, 
welcher auf dem Libanon entspringt), 
Ad^ynis 0i6a)vig). 

Ibura, St. (in der Landschaft Pam- 
j)hylien an der Südküste von Klein- 
asien), Cibyra Minor {Kißvga ^ 
MiXQo). — Cibyra Parva, 

Iburgr, Mktfl. (Kr. Melle, Landdrostei 
Osnabiück, Prov. Hannover, am Süd- 
abhang des Teutoburger "Waldes), 
luburgum. — luberga. 

lehoroi? (Icborow), St. (in der eng- 
lischen Grafsch^t Norfolk), Iciäni, 

Idanha a Yelha, St. (in Portugal), 
ÜJquitania. — Igaedita. — Egi- 
ditania. — Igiditania. 

Idro, 1« See (itaUenischer Alpensee, 
westl. vom Gardasee, vom Chiese 
durchflössen), Lacus Edrmus. 

d. Mktfl. (an 1), Edrum. — 
Idrlnum. — Idrus. 

Jean d'Acre, 8t. — , s. St. Jean d'Acre. 

Jean de Losne Belle Defense, St. — , 

s. St. Jean de Losne Belle Defense. 

Jean de Luz, St. — , s. St. Jean de 
Luz. 

Jean Pl^ de Port, St. — , s. St. Jean 
Pie de Port. 

Jeeker, Fl. (im Lüttichischen), lecöra. 

Jederen, Yogtei (in Norwegen), Eegio 
ladrensis, — lathria. 

Jedo (Jeddo), s. Jeso. 

Jehudieh, El — , Ort (in der Begio 
Augustamnica in Ägypten), Castra 
ludaeorum. — Vicus ludaeorwm, 

Jekil-Irmek, Fl. (in Kleinasion), Iris 
Jelsa (Xelsa), Mktfl. (in Aragonien in 



249 



Jelsawa 



Igrlesiss 



250 



Spanien), Celsa, — Colonia Victrix 
lulia Celsa, 
Einw.: Celsenses, -ium, 

Jelsawa (Jölswa), St. (in Ungarn), 
Alnovia. 

Jem, El — , St. (in Afrika), Tysdrus. 

Jena, St. (Grhzgt. S. -Weimar-Eisenach, 
2. Verwaltungsbezirk [Apolda], 1. an 
der Saale), Äthenae ad Salam, 

Jenfsehehr, !• St. (türkisch, in Thes- 
salien, am Salembria), Lartsa 
{AaQLoa). — Lansa Thessala, 
Einw.: Larisa^i {AagiaalOL). — 

Larisenses. 
2« Dorf (in Trons, der Nordwest- 
spitze von Kleinasien), SigBum 
{Slyeiov). 

Jeniseiy Fl. (Strom in Sibirien, ent- 
springt unter dem Namen Kem auf 
chinesischem Gebiete, durchbricht 
das Sajanische Gebirge, durchfliefst 
das Gouv. Jeniseisk und mündet 
unterhalb Dudsinskoja in das Nörd- 
liche Eismeer), lenisia, 

Jeraki, St. (in Lakonien in Griechen- 
land), Geronthrae {re^ovd^Qai). — 
Geranthrae {reQavd-Qai). 

Jerez (Xeres)" de Badajoz, St. (in 
Spanien), Xera Equitum. — lera 
Equüum, 

Jerez (Xeres) de la Frontera, St. (in 

der spanischen Provinz Cadiz, un- 
weit des Guadalete), Asta Regia. 
— Xera, — Jera. 

Einw.: Astenses, -tum, 

Adj.: Astensis, -e. 

Jerez (Xeres) de los Gaballeros, St. 

(in Spanien), Seria. — Esuris 
Hispaniae, — Fama lulia, 

Jerieho, Trümmer (der im Altertum 
blühenden Stadt J. in Palästina, 
nördl. vom Toten Meere; auf seinen 
Trümmern jetzt das Dorf Eriha), 
Pälmarum Civitas, 



Jersey, !• Insel (gröfste der britischen 
Kanalinseln, an der Westküste des 
frz. Dep. Manche ; Hptst. St. Helier), 
Ca^arEa, 

3. (Jersey-City) St. (im nordame- 
rikanischen Staate New -Jersey, am 
Hudson, New- York gegenüber), Cae- 
sarea Nova, 

Jerusalem, St. (Je Kadosch = Heilige 
Stadt; Hptst. des alten Palästina, auf 
mehreren Hügeln am Bache Kidron), 
Hi erosolym a, -orum ClsQoaolvfxa, 
-<av). — Hierosolynia, -ae {^Isqooo- 
Xvfxa, -rjg). 

Jesd, St. (in der persischen Provinz 
Khorasan, nahe der grofsen Salzwüste 
und Mittelpunkt der Karawanen- 
strafsen; Hauptsitz der Parsen), 
lesseda, — Yesda. 

Jesi, St. (im ehemaligen Kirchenstaat^, 
Aesis, — Colonia Aesis. — Aesium, 
Einw.: Aesinates, 

Jeso (Jesso, Jeddo, Yeddo), Insel (nörd- 
liche Hauptinsel von Japan; an der 
Südküste der Traktatshafen Hako- 
dadi), lessum. — ledum. 

If , Insel (Felseneiland im Golf von 
Marseille in Frankreich, eine der 
strochadischen Inseln der Alten) ^ 
Hypaea CYnala), — Sphia. 

liferteii (Yverdon, Yverdun), St. (im 
schweizer Kanton Waadt, am Neuen- 
burger See; im Schlofs 1805—25 
Pestalozzis Lehranstalt), Ebrodü- 
num. — Castrum Ebredünum, — 
Efiburodünum, 

Iffezlieim, Dorf (badischer Kr. Baden, 
Amt Rastatt, in sumpfiger Gegend 
unweit des Rheins), Bibium, — 
BibiBna. 

Iglau, St. (Kreishauptstadt in Mähren, 
an der Iglawa, einem Nbfl. der Thaya), 
Iglavia. — Giglavia, 

Iglesias, St. (Industriestadt auf der 
Westseite von Sardinien\ Ecclesiae. 



251 



Igrlo 



Imbro 



252 



Iglo (Neudorf), St. (in Ungarn), 
Iglovia. — Giglovia. — Neoco- 
mium, 

Igualada, St. (in der katalonischen 
Prov. Barcelona in Spanien), Er- 
gavia Vasconum. — Ergavtca 
Vasconum. — Latae Aquae. 

Jijonia (Xigonza), St. (in der spani- 
schen Provinz Alicante (Talencia]\ 
Saguntia. — Seguntia, 

Jissel, s. Yssel. 

Ilanz, St. (im schweizer Kanton Grau- 
bünden; roman.: Glion; am Vorder- 
rhein), Ilantium. — Aniium. 

Ilawa, s. Deutsch-Eylau. 

Ilehester, St. (in England), Iscälis. 
— Ischalis. 

lle de Besdane, Seineinsel, Oscellum. 

Ile Dieu (oder I. d'Yeu), Insel (an der 
Küste der Vendee in Frankreich), 
Ogia Insula. — Oya. 

Ilha de Fuego, Insel (portugiesische, 
beim Grünen Vorgebirge), Ignium 
Insula. 

111, Fl. (der eigentliche Hauptflufs des 
Elsafs, entspringt ganz im S. des E. 
auf dem Jura bei Winkel, von Kol- 
mar an schiffbar, mündet bei Strafs- 
burg in den Rhein), Ella. — Licia. 

Hier, Fl. (r. Nbü. der Donau in Bayern 
und "Württemberg, entsteht in den 
Allgäuer Alpen nördlich von Oberst- 
dorf aus der Breitach, Stillach und 
Trettach, verläfst bei Immenstadt die 
Alpen, durchfliefst die Voralpen in 
engem Thal bis über Kempten hin- 
aus und mündet südwestlich von 
Ulm), II arg US. — Ilärus, — 
IMra. — Itargus. 

Illertissen (Tussen), Mktfl. (Bezirksa., 
bayr. RB. Schwaben, an der lUer), 
Tussa. 

lUeseas, St. (in Spanien), Tiruacia. 

lUmttiister, s. Bmmünster. 



Illok (Ujlak), Mktfl. (in Ungarn), Bo- 
nonia. — Milatae. 

Illyrieii, Küstenland (am Adriatischen 

Meer), Uly ri cum CI^?.vqix6v). — 

lUyria (*/AAi;()/a). — Illyns, -tdis 

ClXkvQig). 

Adj.: Illyricus, -a, -um Cl^^V' 

QLXOq). 

Illyrius, -a, -um ( ^I?.kv^iog). 

Um, !•• Fl. (1. Nbfl. der Saale und ein 
Hauptflufs in Thüringen, entsteht bei 
Stützerbachr auf dem Thüringer Wald 
aus dem Freibach, Taubach und der 
Lengwitz, tritt bei Ilmenau aus dem 
Gebirge, durchfliefst bei Berka ein 
liebliches Thal, geht an Weimar vor- 
über und mündet bei Grofs-Heringen), 
Uma. 

3. Fl. (r. Nbfl. der Donau in. 
Bayern, entspringt westl. von Pippins- 
ried, mündet westlich von Neu- 
stadt a. D. und verstärkt sich links 
durch den Gerolsbach bei Pfaffen- 
hofen und r. durch die Wollnzach 
bei Königsfeld), Bmus. 

Ummttnster, Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayern, Bezirksa. Pfaffenhofen, an der 
Um [s. Um 2], mit ehemal. Abtei), 
Ilm>o Monasterium, 

IIb, s. Bz. 

Ilsstadt, s. Ilzstadt. 

Ilz, Fl. (1. Nbfl. der Donau in Bayern, 
bildet sich xmterhalb des Schlosses 
Fürsteneck aus der Bayrischen und 
Hochstiftischen [Passauischen] Bz, 
durchfliefst den Bzgau und mündet 
bei Passau; die beiden QueUflüsse 
entstehen wiederum aus Bächen, die 
der Höhe des Böhmisch-Bayrischen 
Waldgebirges entfUefsen), Usus. — 
Uissus. 

Ilzstadt, Vorstadt (von Passau, auf 
der 1. Donauseite), Oivitas Uzensis. 

Imbro (Embro), 1. Insel (türkische, 
im Ägäischen Meere, nordwestl. von 



253 



Immenstadt 



Ingrolstadt 



254 



der Dardanelleneinfahrt ; Hauptort 
Kastro), Imbrus ("Ifißgog). 

Einw.: Inibrii Clfißgiot), 

Adj.: Imbrius, -a, -um, 
' Z. Mktfl. (auf 1), Imln-us Clfiß^og). 

Immenstadt, St. (bayr. HB. Schwabesn, 
Bezirksa. Sonthofen, am Austritt der 
Hier aus den Alpen), Vemania. — 
Vimania, 

Imola, St. (ital. Prov. Forli, am San- 
temo), Forum Cornelii. — 
Imölae. — EtnuJa. 
Einw.: Forocornelienses. 

Imperiale, M. (im Gebiete von Genua 
in Oberitalien), Imperius. 

Imst, Mktfl. (in Tirol), Umhista. 

Ineisa, Mktfl. (in Piemont), Ad Incisa 
Saxa. 

Indien, 1« Ostindien, Land (jenseits 
des Indus, nach der Entdeckung 
Amerikas Ostindien genannt; jetzt 
als Gesamtname für Vorderindien, 
fiinterindien und den Indischen Ar- 
chipel, im engeren Sinne nur Vorder- 
indien; enthält die Alpen- und Ter- 
rassenländer des südlichen Himalaya, 
die Tiefebene des Ganges und des 
Indus [Hindustan] und die Halbinsel 
Dekan nebst der Insel Ceylon), In- 
dia Orientalis. — India. 

Einw.: Indi, -orum. 

Adj.: Indicus, -a, -um. 

SS. Westindien (mittelamerikani- 
scher Archipel, umschliefst von den 
Halbinseln Florida und Yukatan an 
bis zur Orinokomündung das mittel- 
amerikanische Binnenmeer und zer- 
fällt in die 3 Hauptgruppen der 
Grofsen und Kleinen Antillen und 
der Bahamas), India occidentaJis. 

Indjeh-Eussasou, M. (gröfster in , 
Macedonien, auch Jenicora genannt), 
Haliacmon CAkidxfiwv). 

Indjeb-Limen, Fl. (kl., in der Thraki- 



schen Chersones) , Aegospotamos 
(Ätybg TtozccfjioQ, gewöhnl. norafioi). 

Indischer Ocean, Weltmeer (eins der 
5 Hauptmeere der Erde, auf der östl. 
Halbkugel zwischen Asien imd dem 
Südlichen Eismeer, Afiika und dem 
Grofsen Ocean; durch den südlichen 
Wendekreis in eine nördliche und 
eine südliche Hälfte geteilt; erstere 
auf 3 Seiten von Landmassen ein- 
geschlossen und im N. 3 grofse Golfe 
[Rotes Meer, Persischer und Ben- 
galischer Meerbusen], im NO. ein 
vielgegliedertes Inselmeer bildend), 
Oceanus Indicus. — Mare In- 
dicum. — Mare Erythraeum. 

Indre, Fl. (Nbfl. der Loire im mitt- 
leren Frankreich, mündet unterhalb 
Tours; danach benannt die französi- 
schen Departements: Indre [Hptst- 
Chateauroux] und Indre-Loire [Hptst. 
Toui's]), Anger. — Andria. — 
Ingeris. — Augeris. — Alere. 

Indsje, Landspitze (Vorgebirge Paph- 
lagoniens), Syrias CH ^vQiäg 'Äxqo). 

Inebazar (Inckbazar), St. (in Karien 
am Mäander), Magnesia ad Masan- 
drum {MayvT^ala ^ Äaiavij). 

Ingrelheim, Mktfl. (Kieder-I., Kreis 
Bingen, hessische Prov. Rheinhessen), 
Fn gilinhemium. — Ingelhemium. 
— Ingulinhemium. 

Ingelmttnster, Landschaft (in Flan- 
dern), Anglomonasterium. 

Ingrermanland, Gouvernement (die 
östUchste der 4 russischen Ostsee- 
provinzen; Hptst. St. Petersburg: 
benannt nach den Ingriem, den ur- 
sprüngHchen finnischen Bewohnern), 
Ingria. — Ingermania. — Inger- 
manlandia. 

Ingresu, St. (Kappadokiens in der Land- 
schaft Garsauritis), Tetrapyrgia 
{TexQCiTtvQyia). 

Ingolstadt, St. (unmittelbare, Festung, 



255 



IniehiB^ 



JoloTille 



256 



bayr. RB. Oberbayem, in einer Ebene 
an der Mündung der Schütter in die 
Donau), In gol Stadium. — : Änffdo- 
Stadium, — AripoUs, — AurMum. 
Acy.: Ingolstadiensis, -e. 

Inichingr (Innichen), Mktfl. (in Tirol\ 
Äguntum. — AguiVitus. — Intica. 

— India, 

Inisowen, Halbinsel {der Prov. Ulster 
in Irland), Eugenii Insula. 

Inn, Fl. (gröfster Nbfl. der Donau von 
den Alpen, entspr. im Oberengadin- 
thale aus dem Limginsee am Sep- 
timer, durchfliefst als Sela die Ober- 
engadinseen, dann in Tirol das Ober- 
und Unterinnthal, wird bei Hall 
schiffbar, durchbricht bei Kufstein 
die Kalkalpen, mündet bei Passau; 
Hauptnebenfl. die Salzach\ Oenus, 

— Aenus. — Enus. 

Innielieii^ s. Iniching. 

Innsbruck (Innspruck), St. (Hptst. von 
Tirol, inmitten hoher Kalkfelsen am 
Inn), Oenipontum. — Oenipons. 

— Aeni Föns. 

lonstadt, Vorstadt (von Fassau in 
Bayern), Boiodurum. — Batorum 
Traiectum. — Botorum Castnim. — 
Civitas Oenona, 

Innthal, s. Engadin. 

Inoboli, St. (in Paphlagonien am 
Schwarzen Meer), AhDni Tichos 
{kßiovov TeTxog). — AhTyni Castrum. 

— lunopölis. 

Einw. : Abonitichttae {jißfovo- 
rsix^zai), 

Inowladislaw (Inowlocz), 1. Woiwod- 
schaft (in Polen), Palatinatus luni- 
cladislaviensis. 

2. St. (Hptst von 1), lunicla- 
dislavia. — Inolocza. 

Inseln des Grttnen Torgrebirgpes (Kap- 
verdische Inseln, den Portugiesen 
gehörig, von einigen zu Afrika — 
530 km von der senegambischen Küste 



entfernt — , von andern noch zu Eu- 
ropa gerechnet; Hauptinsel San Jago 
mit dem Hafen Porto Praya), Gor- 
gädes Insulae, — Gorg&num In- 
sulae. — Divitis Capitis Insulae. 

Inyemefs, !• Grafschaft (im nordwest- 
lichen Schottland, einen grofsen Teil 
der flebriden umfassend, mit gröfsten- 
teils gälischen Bewohnern), Comita- 
tus Invemianus, 

2. St. (Hptst. von 1, an der Mün- 
dung des Nefs in den Morayfirth, 
Hauptmarktplatz für die Bergschotten) , 
Invernium, — Innemium, 

Joaehimsthal, St. 1. in der Vker- 
mark (Kr. Angermünde, RB. Pots- 
dam, Prov. Brandenburg, zwischen 
dem Grimnitz- und 'Werbellin-See: 
von 1607—1650 Stätte des jetzt im 
Westen Berlins befindl. Joachims- 
thalschen Gymnasiums) , VaUis 
loachimica. 

3* (im böhmischen Kreise Eger, 
an der Weseritz; von dieser Berg- 
stadt haben die „Thaler" ihren 
Namen: „Joachims-Thaler"), VaUis 
loachimica Boemias, 

JOnkSpingr« St. (im südlichen Schwe- 
den, am Südende des Wettemsees), 
lencopia, — lenecopia, — Jwne- 
copia. 

Johanngeorgrenstadt, St. (sächs. Kreis- 
hauptmannschaft Zwickau , Amtsh. 
Schwarzenberg, in waldreicher und 
sehr rauher Gegend des Erzgebirges 
am Schwarzwasser), loannis Georgii 
Oppidum. 

Johann, St. — , im Tanrn, s. St. Jo- 
hann im Taum. 

Johns Point, St. — , s. St. Johns 
Point. 

Joigrny, St. (frz. Dep. Tonne), lovi- 
niäcum. — luiniäcum. — Ivi- ^ 
niäcum, 

Joinville, St. (frz. Dep. Haute-Mame, 



257 



Ionisches Meer 



Isehia 



258 



an der Mame), Intra Fluvios. 

— lovis Villa. — loanviJla. 

Ionisches Meer (Teil des Mittelmeers, 
zwischen Griechenland und Sicilien, 
mit der Inselgruppe der Ionischen 
Inseln), Mare lonium, — Pelagus 
lonium. 

Jordan (Nahr-el-Ai-den oder Scheriat- 
el-Kebir), Fl. (bedeutendster Palästinas, 
entspringt südlich am Hermon, fliefst 
durch den Schilfsee Marom und den 
See Genezareth und mündet in das 
Tote Meer), lordänes. — lordänis. 

Josse sur Mer, St. — , s. St. Josse 
sur Mer. 

Jonare 9 Abtei (der Benediktiner im 
frz. Dep. Seine et Mame), lovUra. 
lovis Ära. — loärum. 

Jouschia^ St. (in Cölesyiien am Liba- 
non), LaodicEa ad Libänum 
(Accodlxeicc tj TtQog Aißdvo)). — 
Laodicea Scahiosa. — Colonia Lao- 
dicEna. 
Einw.: Laodiceni ad Libanum, 

Joux, Mktfl. (franz. Dep. Doubs), 
lovium. — Iitca. 

Jony sur Morin, Dorf (frz. Dep. Seine 
et Marne), Gaudiäcus. 

Joyense, St. (frz. Dep. Ardege), Gaur 
diosa. 

Ips, !• Fl. (in Ostreich unter der 
Enns), Isis. 

S8« St. (Ostreich. Kreis ob dem 
"Wiener "Walde, Ostreich unter der 
Enns), Ad Fonte/m Isis. — Ibissa. 

— Isipontum. — Ipsium. — Uspinm. 

Ipsalla, St. (Thrakiens am Hebros), 
Cypsela {KvxpeXa). — Cypsella. 

Ipsira, St. (und Landschaft in Arme- 
nien), jSispiriatis. 

Ipswich, St. (Hptst. der engl. Graf- 
schaft Suffblk am schiffbaren Orwell), 
Gippemcum. 

Irak Aräbi, Landschaft (in der asiati- 

S a a 1 f 1 d , Geograph. Handbüclilein. 



sehen Türkei, die Tiefebene am imte- 
ren Euphrat und Tigris umfassend; 
Hptst. Bagdad und Basra), Bdbylonia 
{Baßvlwvla). 

Iri (am unteren Ende, sonst: "VS^asih 
[BasiliJ-Potamo), Fl. (in Morea, im 
alten Lakonien), Eurötas {Eigmaq). 

Irische See (Irländisches Meer, Teil 
des Atlantischen Oceans, zwischen 
Irland und England), Mare Hiber- 
nicum. — Oceanus Hibemicus. 

Irland, Königreich (mit Grofsbritan- 
nien vereinigt, die westliche der bei- 
den grofsen britischen Inseln), Hi- 
bernia. — Ibernia. — luvema. — 
Scotia Maior. 

Einw. : Hiberni. 

Adj.: Hibernicus, -a, -wn. 

Irsee, Flecken (bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Kaufbeuren, an der Wert- 
ach, mit ehem. Benediktinerkloster), 
Ursinum. 

Isabelle 9 Fort (in Nordbrabant), Isa- 
bellae Arx. 

Isar, Fl. (r. Nbfl. der Donau in Bayern, 
entspringt am Lavatscher Joch in 
Tirol, durchbricht die Kalkalpen in der 
Porta Claudia, tritt bei Tölz schiff- 
bar aus dem Gebirge, strömt durch 
das Dachauer und Erdinger Moos 
und mündet bei Isargrund unterhalb 
Deggendorf; Hptzufl. Amper), Isära. 

— Isärus. — Urusa. 

Ischa, 1* St. (in Bulgarien), Escus. 
S« Fl. (auch Isca oder Ischu ge- 
nannt, ebds.). Es Camus. — Escus. 

— Oescus. 

Isehia, 1. Insel (vulkanisch; im Tjt- 
rhenischen Meere, am Eingange des 
Golfs von Neapel; die Hptst. I. mit 
Kastell), Aenaria {Alvagla). — 
Pithecüsa {nid^7]xovo[a]a). — Ae- 
neae Insula. — Isda. — Yssche 
Insula. 

9 



259 



Isen 



Isnik 



260 



2. M. (in Bulgarien), Ciahrus. 

— Ciambrus. — Cebrus, 

Isen, 1. FL (1. Nbfl. des Inn in Bayern, 
mündet nordwestl. von Neuötting), 
Isia, — Isinisca. 

2« Flecken (bayr. RB. Oberbayem, 
Bezirksa. Wasserburg, an der Isen, 
ehem. KoUegiatstift), Isäna. — Isi- 
nisca. — Isimisca. — Isarcorum 
Capui. 

Iseo, Lagro d' — , See (vom Oglio 
durchflossener Alpensee in der Lom- 
bardei; am Südende der Flecken Iseo), 
Lacus Sebtnus. — Locus Iseus. 

Iser, Fl. (in den Niederlanden), Isra, 

— Isera. 

Is^re, Fl. (1. Nbfl. des Ehone, entspr. 
am Mont Iseran in Savoyen, mündet 
oberhalb Valence; danach benannt 
das frz. Dep. Isere, ein Teil der 
Dauphine, mit der Hptst. Grenoble), 
Isära Allohr ogica,^ — Isar, -äris. 

Isernia (Sei-gna), St (im Neapolitani- 
schen), Äesernia. — Esernia. 
Einw.: Aesernini. — Esemmi. 
Adj.: Aesemlnus, -a, -um. 

Isgaur (Iskuriah), St. (Hauptort der 
Prov. Mingreüen oder Imerethien, 
des alten Kolchis, Teil des trans- 
kaukasischen Gouvernem. Kutais), 
Dioscurias {dioaxovQidq) — 
Dioscorias. — Sebastopolis (Seßaato- 
noXiq). — Soteriopolis {Scoztj^io- 
Tiokig). 

Iskanderieh, s. Alexandria. 

Isker, Fl. (in EumeUen), Oesus. 

Iskuriah, s. Isgaui*. 

Isla, s. Islay. 

Isla del Hierro, Insel (eine der Kana- 
rien), Pluvialia. — Ombrios. 

Isländisches Meer (Teil des Atlanti- 
schen Oceans), Oceanus Ducale- 
donius. — Oceanus Deucaledonius. 

Island, Insel (dänische, im hohen Nor- 



den, zwischen Norwegen und Grön- 
land; Hptst. Reykjavik), Islandia. 

— Gardari Insida. — Snelandia. — 
? Thule ißovkti). ■— Thyle. 

Islandji, St. (in Bulgarien), Selymnia. 

— Selimno. 

Islay (Isla), Insel (eine der südl. He- 
briden), Epidia. — Epidiwm. 

Isle, L' — , Fl. (in der Gironde in 
Frankreich), Insula, 

Isle Boaehard, St. (in Frankreich), 
Bocardi Insula. 

Isle de Franee, Provinz (altes fran- 
zösisches Herzogtum, mit Paris als 
Hptst., das Erbland der Kapetinger 
und so der eigentliche Kern des fran- 
zösischen Reiches, umfaföt die jetzigen 
Dep. Seine, Seine-Oise, Oise, Aisne 
und Seine-Marne), Insula Frandae. 

Isle de B^, Insel (bei Guienne in 
Frankreich), Bea Insula. — Begis 
Insula. 

Isle Dien, s. Dieu. 

Isle du Levant (I. du Titan), Insel 
(eine der Hyerischen Inseln), Hypaea 

CYitala). 

Isle Joordain, L' — , St. (frz. Dep. 
Gers), Ictium Castrum. 

Islote, Insel (vor der Bucht der Süd- 
küste von Spanien), Scomhraria 
{SxofißQccQia). — Herculis Insula. 

Ismeno, Fl. (in Böotien, urspr. Ladon 
genannt), Ism^nus Clafxtjvog). 

Ismid (Isnikmid), Ruinen (der St. Nixo- 
fxijSeia in Bithynien in der Propon- 
tis\ Nicomedia. 

Ismir, St. (türkischer Name für Smyina, 
wichtige Handelsstadt in Kleinasien, 
an der gleichnamigen Bucht des 
Ägäischen Meeres) , Z m y r n a 
{ZfivQva oder HfivQva). — Smyrna. 
Einw.: Zmyrnaei (SfjivQvaloi). 

Isnik (Isnich), St. (in Bithynien, welche 



261 



Isny 



IstYandi 



262 



vorher Äyxcl>Qfj und dann kvti- 
yöveia hiefe), Nicaea (Nlxaia). 

Isny, St. (württemb. Donanfareis, Obera. 
Wangen, an der bayrischen Grenze 
und am südlichen Rand eines weiten 
Thalbeckens, ehem. Benediktinerabtei, 
frühere freie Reichsstadt), Isna. 

Isola, St. 1. (in Istrien), Älistum. 
SS« (ini Gebiete von Neapel), In- 
Bula BruUiorum. 

Isola dl Figro, Insel (zwischen Sardi- 
nien und Korsika), Phintonis In- 
sula {^[vTwvog Nrjaoq), — Fhi- 

. tonia, 

Isola del Toro, Insel (italienische), 
Molybüdes, — Plumbea. 

Isola degrli Magnisi, Halbinsel (an 
der Ostküste SiciHens), Thapsus 
(ßd^oq), — Tarsus. 

Isola di Cerri, Insel (italienische), 
Teganüsa, 

Isola dl Ponza, Insel (Hauptinsel der 
Pontinischen Inseln im Tyrrhenischen 
Meere, südwestl. von Gaeta), Fontia. 

Isola dl San Fletro, Insel (bei Sar- 
dinien), Hieracum Insula 
Cle^dxwv N^aog). — Accijoitrum 
Insula. 

Isola Farnese, Oi*t (im ehemaligen 
Kirchenstaat, im alten Etrurien), 
Veit. 

Isola Grossa (oder Arl>e), Insel (an 
der Küste von Dalmatien), Scardona 
{JlxaQÖiäva). 

Isonzo, M. (in der östreichischen Graf- 
schaft GÖrz, entspringt am Terglou, 
mündet als Sdobba in den Golf von 
Triest), Isontius. — Sontius. — 
Sontus. 

Ispahftn (Isfahan), St. (in der persi- 
schen Provinz Irak Adschemi, am 
Zajen de Rud ; ehedem Residenz der 
Sofidynastie, seit der Zerstörung 
durch die Afghanen zum gröfseren 



Teile Ruinenhaufe), Aspadüna. — 
Aspahämum. — Aspa. 

Issengeaux (Issagneaux, Essengeaux), 
Mktfl. (frz. Dep. Haute-Loire), Ensi- 
gausium. — lUigusium. — Icid- 
mägus. 

Issolre, St. (in Prankreich), Issio- 
durum. — Isiodürum. — Icio- 
dürwm. 

Issoudun (Issodun, Yssodun), St. (frz. 
Dep. Indre; in der Nähe Druiden- 
denkmäler), Anxellodünum. — 
Exelodünum. — Exoldnnum. — 
Ossoldünum. — Issoldünum. 

Jssjj Dorf (und Schlofs bei Paris), 
Fiscus Isiacus. — Fiscus Isia- 
censis. 

Isthmus, Landenge (im Altertum vor- 
zugsweise I. von Korinth, zwischen 
der Peloponnes und Hellas), Isthmus 

Istlb, St. (türk., in Rumelien, im IJ'alet 

UsMup [altmacedonische Landschaft 

Päonien], am MuTs Istib, welcher 

zum TVardar geht), Stobi {Sxoßoi). 

Adj.: Stobensis, -e. 

Istmo (Panama), Staat (der Föderativ- 
republik Neugranada in Südamerika, 

• mit der Hptst. Panama), Isthmus 
Panamensis. 

Istres, St. (frz. Dep. Embouchures du 
Rhone), Ostrea. 

Istria, Capo d' — , s. Capo d'Istria. 

Istrien, Markgrafschaft (in Ostreich, 
Teil des sog. Küstenlandes : Halbinsel 
zwischen dem Golf von Venedig und 
dem Quamero; dazu die 3 grofsen 
Inseln: Cherso, Veglia und Osero; 
Städte: Capo d'Istria, Rovigno xmd 
der Kriegshafen Pola), Istria' 
CIotqIo). — Histria. 
Einw. : Istri i^IaxQOi). 

IstYandi, Mktfl. (in Ungarn), Limüsa 

(Aifiovaa), 

9* 



263 



Isiromik 



Jura 



264 



Iswoniil^ 8. Zwomik. 

Italien, Königreich (umfafet gegen- 
wärtig die ganze Apenninenhalbinsel 
zwischen dem Adiiatischen und 
Mittelländischen Meer [ausschL Ke- 
publik San Marino und des an Frank- 
reich abgetretenen Savoien und Nizza] 
nebst den grofsen Inseln Sicilien und 
Sardinien sowie vielen kleineren In- 
seln\ Italia. — Ausonia (Avaovlcc). 
Einw.: Itäli. 
Adj.: ItoMcus, -a, -ww. 

Itbaka, s. Theaki. 

Itri, Mrktfl. (im Neapohtanischen), 
Itrium. — Mamwrra. — Lamu- 
ränum, ' 

Itzehoe, St. (Kr. Steinburg, Prov. 
Schleswig-Holstein, auf einer Anhöhe 
an der schiffbaren Stör und am 
Rande der Marsch), Itzehoa. — 
Esesfeldum. 

Itzing, Mktfl. (bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Donauwörth, mit vielen 
römischen Altertümern), Idniacy/m. 

Juan de Puerto Rico, San — , s. 

San Juan de Puerto Rico. 

Jublains, Dorf (frz. Dep. Mayenne), 
Diablintes. — Noeodünum. — 
Novodunum. 

Jucar (Xucar), 1. Fl. (Küstenflufs im 
östhchen Spanien, entspringt an der 
Muela de San Juan, mündet unter- 
halb Cullera in das Mittelmeer), 
Sitcro {'Dnis) Fitmus. 
3« Mktfl. (ebds.), Sucro Oppidum. 

JudenbUrg:, St. (ia Steiermark in Ost- 
reich), Idünum. — Varünum. — 
ludenbK/rgum. 

Judoigrne (Geldenacken), Mktfl. (in 
BTa}>mt\ ludonia. — Gildonäcum. 

Jülich, 1. Herzogtum (vormaliges, in 

der preufsischon Rheinprovinz, auf 

dem linken Rheinufer, seit 1814 

preuTsisch), Dtccatiis lüliacensis, 

ftm St. (Kreisst., RB. Aachen, 



Rheinprovinz, an der Ruhr [Roer]), 
luliäcum. — luUa. 

Jttterbogr^ St. (Kr. Jüterbog -Lucken- 
walde, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, in einem Kesselthal an der 
Nuthe), lutrebocnm. 

Jfttland (dän. Jylland), Halbinsel (der 
zu Dänemark gehörige nördliche Teil 
der sogen, cimbrischen Halbinsel, 
zwischen Kattegat und Kordsee, zer- 
fallt in die 4 Stifter: Aalborg, Aar- 
huus, Ripen und Wiborg), Gimhro- 
rum Promunturium. — Cher- 
sonssus Cimbrica. — lutia. — lut- 
landia. 
Adj.: luticus, -a, -um. 

Julierbetgr (in den Alpen mit Pafs- 
höhe zwischen dem Oberengadüi und 
dem Oberhalbsteinthal in Graubün- 
den), Mons lulius. 

Jumii^gres, St. (in Frankreich), Gerne- 
ticum. — Gementicum. — Gern- 
meticum, — Gemedium, — Gemeti- 
«*w Monasterium. 
Adj.: Gemeticensis, -e. 

Jnmllla, St. (in Spanien), Gemellae. 

Jumna (Dschamna, Dschumna), Fl. 
(r. Nbfl. des Ganges, entspr. am 
Himalaya westl. vom Ganges, fliefst 
mit diesem parallel durch die Pro- 
vinzen Delhi und Agra, mündet, 
durch zahlreiche Zuflüsse aus deni 
Vindhyagebirge verstärkt, bei Alla- 
habad so wasserreich als der Ganges : 
zwischen beiden das Duab oder Zwei- 
stromland) , lomänes ( ^Iiofjidvrj g). 
— lobOres Clojßa^Tjg). — Diamüna 
{Aiafxovvaq). 

Jungr-Bunzlau, s. unter Bunzlau. 

Junnan, St. (in China), lunnania. 

Junquera, St. (befest., in Spanien), 
lu/ncaria, 

Jupille, St. (in Bdgien), lopini Villa. 

Jura, 1. Gebirge (Kalkgebirge, das 



265 



Jnrghan-Ladik 



E8smark 



266 



sich vom Rhonedurclibruch in den 
Westalpen in nordöstlicher Eichtung 
über 750 km weit bis gegen das 
Fichtelgebirge und Mainthal erstreckt; 
besteht aus dem schweizer, deutschen, 
schwäbischen und fränkischen Jura), 
lurassus, — lurus. — Itira. 

2m Departement (in Frankreich, 
Teil der Franche - Comte , vom Jura 
durchzogen ;Hptst. Lons-le-Saulnier), 

Jnrgrhan-Ladik (Jurekiam-L.), St. (im 
alten Lykaonien, im südlichen Klein- 
asien, zwischen Kappadokien und 
Pisidien), LaodicEa Combusta (Aäo- 
Slxeia Tj KarccxsxavfievT^). 

Juvia, Fl. (in Spanien), Ivia. — 
luvia. — Nablus. 

Juvigmy, Abtei (in Frankreich), Äb- 
batia luveniacensis. 



lylza (Ibiza), Insel (span., gröfste der 
Pityusen; Hptst. L), Ebüsus. — 
Ebusia. — Ebosia. — Pityüsa Maior. 
Adj. : EbustUl/nus, -a, -um, 

ItoIx, St. (in Frankreich), Ivodium. 

iTrea, St. (Citadelle in der oberitalie- 
nischeu Provinz Turin, an derDora; 
Hauptort der früheren Markgrafschaft 
L), Eperodia. — Eporedia. — 
Eporegia. — Eboregia. ^- Iporegia. 
— E^orea. 
Adj.: Eperodiensis, -e. 

Ivry, Mktfl, (frz. Dep. Eure), Huegium. 

Ixworth, St. (in England), Icenorum 
Oppidum, 

Jyhoon (Geihun, Dyhoonod.Dschechun), 
Fl. (in CJihcien), Pyramus {TIvQa 
fiog). — Leucosyrus (AevxoavQoq), 

Izingr, s. Itzing. 



K 



Kaaden *(Kaden), St. (im böhmischen 
Kreis Saaz, an derEger), Caäanum. 

Kabarda, Landschaft (Bergland am 
NordfuTs des Kaukasus, von Tscher- 
kessen und Kabardinern [Tataren] 
bewohnt, zerfällt in die Grofse [westl.] 
und Kleine [Östl.] Kabarda), EuUsia. 

Kabul, Fl. (Nbfl. des Indus, entspringt 
in Afghanistan, bildet den berühmten 
Kheiberpafs, mündet Attok gegen- 
über; daran die Stadt K., Residenz 
und Citadelle des Schahs von Afgha- 
nistan), Cophes {Kwipriq). — Cophen 

Eaehe Skale, Felsen (im südlichen 
Livadien, dem nördl. Teil Griechen- 
lands), Saxa Scironia. — Petrae 
Scironides. 

Kadan, ) 

Tr a ^ } s. Kaaden. 
Kadeli, j 



Kadi (Keui), St. (türk., am Marmara- 
Meer, Konstantinopel gegenüber), 
Chalcedon {XaXxriöiav). 

Kadzand, Dorf (in Holland), Casandria. 

Kärnthen, Herzogtum (östreichisches 
Kronland, Bergland, zum Teil der 
Alpem-egion angehörig; Hauptflüsse: 
Drau mit der Moll, Gurk, Lavant, 
Gail u. s. w.; Seen: Klagenfurter, 
Ossiacher und MiUstädter See), Ca- 
rinthia, 

Einw.: Carinthi. 

Adj.: Carinthicus, -a, -um. 

Kärnthner Alpen (Teile der Hohen 
Tauem, der Steierischen und Kami- 
schen Alpen mit den Karawanken), 
Alpes Ca/rnicae. 

Käsmark (Kaisersmark), St. (in Un- 
garn), Caesareopolis. — Caesar eo- 
forum. — Setuia, 



267 



Kaffa 



Kalama 



268 



Kaffa, 1. St. (auch Feodosia oder 
Theodosia genannt; Hafenstadt im 
rassischen Gouvernement Tauiien, 
auf der Ostküste der Halbinsel Krim, 
mit Citadelle), Theodosia. — Capha» 

— Cavum. 

3. Strafse Ton — (Meersund 
zwischen dem Asowscfien und 
Schwarzen Meere; auch Stra&e von 
Kertsch, Feodosia oder Jenikaleh ge- 
nannt), Bosporus Cimmerius 
(BooTtOQog KifjtfiBQiog). — Fretum 
Bosporänum. 

Kaffemland (auf der Ostküste Süd- 
afrikas, von der Grenze des Kap- 
landes bis zum Kap Belgado, mit 
den 4 Völkerschaften: Amakosa, 
Amatemba (Tambuki], Amagonda 
[Mambuki] und Amazulah [den Zulu- 
kaffem, dem mächtigsten Stanmi 
nördlich von der Kolonie Natal]), 
Caffaria. 

Katalenberg (Kaienberg), Gebirge (der 
nordösthche, bis an die Donau 
reichende Ausläufer der Norischen 
Alpen in ünteröstreich, zum Teil 
auch Wiener Wald, mit dem 17« St. 
von Wien entfernten Kahlenberg), 
Ceti US Mons, — Cesius Mons. — 
Mons Cdlvus. 

Kaifa, St. (in Ägypten), Sycaminon 
{HvxdfjLivov), — Hepha, — lebba. 

KaihwareS) Dorf (auf der Halbinsel 
Morea in Griechenland, im alten La- 
konien beiTainaron), Caene {Kaivri). 

— Caenepolis (Kaivi^TtoXig). 

Kains, Dorf (in Tirol), Camina, 

Kairo (Kahira), St. (Hptst. Ägyptens, 
r. am Nil, zerfäUt in Alt-K. [Fostat, 
Mahr el Atikah], Neu-K. [Mahr el 
Kahira] und Hafenstadt Bulak), 
Calrus Magna. — Cairum. — 
Charras. 

Kairwan (Kairouan, Kirwän), St. (im 
Innern von Tunis; heilig, jedem 



Andersgläubigen unzugänglich). Vi- 
cus Augusti. — Viüa 



Kaisarieli, St. (in Kleinasien, im alten 
Kappadokien, nördl. von Erdschisch), 
Caesarea Eusehia. — Caesarea 
Pala^stinae. — Caesarea. 

Kaiserslierg, s. Kaysersberg. 

Kabersheim , Abtei (in Schwaben), 
Abbatia Caesariensis. 

Kaiserslaatem, St. (Bezirksa., bayr. 
RB. Pfalz, an der Lauter und dem 
westlichen Abfall des Wasgenwalds), 
Caesareopolis. — Caesaropolis. 
— Caesarea - iMthera. — iMtra 
Caesarea, -ae. 

Kaisersmark, s. Käsmark. 

Kaiserstuhl, 1« Gebirge (isoliertes im 
südl. Baden, zwischen Dreisam und 
Rhein), Caesaris Sedes.- 

2« St. (im schweizer Kanton Aar- 
gau am Rhein), Caesaris Tribu- 
nal. — Cassaris Praetorium. — 
Forum Tiberii. — Tiberii Tribwnal. 

Kaiserswerth, St. (Landkr. u. RB. 
Düsseldorf, Rheinprovinz, ain Rhein), 
Caesaris Insula. — Ckiesaris 
Verda. — Insula Eheni. — Kaisers- 
wertha. — Sancti Swyberti Castra. 

Kakosla (Kokosi), Dorf (in Böotien am 
Helikon), Thisbe {ßlaßrj). — 
Thisbae. 

Kalabrien, Halbinsel (südwestliche 
Itaüens ; Berg- und Hügelland [Sila- 
wald, Aspromonte], vom Crati, Neto 
u. s. w. bewässert, mit den 3 Pro- 
vinzen: C. citeriore [Cosenza], C. ul- 
teriore I [Catanzaro] undC. ulteriore H 
[Reggio]), Bruttium. — AgerBrut- 
tius. — BruUiorum Begio. — Bruttia, 

Kaiabsehe, St. (der Blemmyer im 
alten Dodekaschoinos am 1. Nilufer), 
Talmis (TdXfiiq). 

Kalama, Fl. (in Albanien), Thyamis 
{ßvccfiiq). 



269 



Kalamata 



Kamask 



270 



Kalamata 9 St. 1. (in Lakonieu in 
Griechenland, einst mit einem Tem- 
pel der Dioskuren), Therapne 
(ßeQanvri). — Theramnae. 

2* (Kalamai, Hptst. der griechi- 
schien Nomarchie Messenien), Pharae 

Kalbe, 1. an der Saale, St. (Kreisst., 
EB. Magdeburg, Prov. Sachsen), 
Calba ad Salam, 

S. an der Milde (Er. Salzwedel, 
KB. Magdeburg, Prov. Sachsen, in 
wiesenreicher Gegend am Zusammen- 
flufs der Milde und Biese), Calha 
FalaeO'Marchiae. 

Kaldem, Dorf (Kr. Marburg, RB. 
Kassel, Prov. Hessen-Nassau, an der 
Lahn; ehemaliges Nonnenkloster), 
Caldarium. 

Kalembergr (Kaienberg), Fürstentum 
(altwelfisches, zum preufsischen RB. 
Hannover gehör.), Principatus Cdlem- 
hergiensis. 

Kalemon,Dorf(inPhönizien), Calämos 
(Kdlafiog). 

Kalenbergr, s. Kahlenberg. 

Kalifornien, Länderstrich (an der 
"Westküste von Nordamerika, zerfallt 
in 2 Teile: Alt- oder Niederkalifor- 
nien, d. südl. Teil, eine lange schmale 
Halbinsel, bildet ein zu Mejiko ge- 
höriges Territorium, Hptst. La Paz; 
imd Neu- oder Hochkalifornien, der 
nördl. Teü, nordamerikan. ünions- 
staat, Hptst. San Francisco), Cali- 
fornia, 

Kaliseh, St. (im russischen Gouverne- 
ment Warschau, an der Prosna), 
Calisia. — Calissia, — Cälissium. 
— CaJissum. — Canisia, — Kalis. 

Kaikar (Calcar), Mktfl. (Kr. Kleve, RB. 
Düsseldorf, Rheinprovinz), Calcaria, 
. — Cdkarium. 

Kallama, s. Kalama. 

Kallnndborg, St. (auf der dänischen 



Insel Seeland, Amt Holbeck, am Ein- 
gang in den GroDsen Belt), Call%mda, 

Kalmar, St. (See- und Handelsst. in 
der schwedischen Landschaft Smä- 
land, auf der Lisel Quamholmen am 
Kalmarsund), Calmaria, 

Kalmarsund, Meerenge (zwischen dem 
Festland von Schweden und der 
langen Gestadeinsel öland), Fretum 
Calmariense. 

Kalminz, St. (in Ungarn), Celema^tia. 

Kalmius, Fl. (in Südrufsland, mündet 
in das Asowsche Meer), Lycus 
(Avxog). 

Kalmtteken (Kalmyken), Völkerschaft 
(mongolische, in Asien, bewohnt 
nomadisierend die weiten Steppen imd 
Gebirge der Bucharei, Dsungarei, 
Mongolei und des südlichen Sibiriens, 
teils selbständig, teils unter russischer 
und chinesischer Oberherrschaft ; 
4 Hauptstämme: Koschoten, Dsun- 
garen, Derbeten, Torgoten), Galacto- 
phagi (FaXaxxoipdyoi), 

Kalmttnz, Mktfl. (im Herzogtum Neu- 
burg), Calmunda. 

Kaloskopi, s. Belvedere 8. 

Kalpaki, St. (und Landschaft auf Mo- 
rea, im alten Arkadien), Orcho- 
menus Ärcadiae ('0();cOjtefvo$ 6 
k^xaöixog), — Orchomenum, 

Kalw, St. (Oberamt, Württemberg. 
Schwarzwaldkreis, im engen Thal an 
der Nagold), Calva. 

Kalwarya, Mktfl. (in Galizien), Mons 
Calvariae, 

Kalymno, Insel (griechische bei Kos, 
im Dtarischen Meere), Calymna 
{KdXvßva), — Galymna. 

Kamari, Dorf (im türkischen Ejalet 
Janina, im alten Magnesia in Thes- 
salien), Demetrias {drifxriTQLaq). 

Kamask (Camasch), Landschaft (die 
nordöstlichste Prov. Syriens), Com- 



271 



Kamb 



Kanarisehe Inseln 



272 



magBne (Kofifiayrivi]), — Cama- 
gsne. — Euphratensis (sc. Pro- 
mnciä). 
Einw.: CommagBni {Kofifiayri- 
vot). — Comageni, — 
GammagSnu 
Adj.: Cammagenus, -a, -um. 

Kamb, s. Kamp. 

Kambay (Khambayat), 1. St. (alt und 
verfallen, in der ostindischen Land- 
schaft Gudscherate, am Golf ron K.), 
Monoglo88um{Mov6yl(oaaov). — 
Canibaia, — Cairus Indiae. 

2. Landschaft (in Ostindien, s. 1), 
Cambaiae Begnum, 

8* Meerbusen von — , Golf (in 
Ostindien, s. 1), Sinus Barygazenus 
(KoXtcoq BaQvyaC,fiv6q). 

Kamen (Kameh oder Khonar), M. 
(^Nbfl. des Kophen in Ostindien), 
Malantus {MdXavrog). — Malor 
mantus {MakdfJLavxoq). 

Kamenez, s. Kamieniec-Fodolsk. 

Kamenz, 1« in Saehsen, St. (Amts- 
hauptmannschaft, Sachs. Kreishaupt- 
mannsch. Bautzen, an der Schwarzen 
Schöps), Camentia. 

S. in Schlesien, Dorf (und Gut, 
ehem. Cistercienserkloster, Kr. Fran- 
kenstein, RB. Breslau, Prov. Schle- 
sien," an der Pause und unweit der 
Neifse), Canientia ad Nissam, 

Kamieniee-Podolsk (Kamenez), St. 
(Hptst. des westrussischen Gouverne- 
ments Podolien, nahe der Mündung 
der Smotritscha in den Dnjestr; 
früher her. Festung), Camenecia. 
— Camtnidum. — Camiemcum, — 
CameMcum Podöliae, — Clepidäva. 

Kamin (Camin) in Westpreufsen, St. 

(Kr. Flatow, RB. Marienwerder, Prov. 
"Westpreufsen, an der Kamionka), 
Caminium, 

Kaminitza, St. (auf Morea, im alten 



Achaja), Byrne {Avfiri). — Dymcte 

Kammin in Pommern, St. (Kreisst., 
Rß. Stettin, Prov. Pommern, auf 
einer Anhöhe am Kamminer Bodden, 
durch welchen die Dievenow fliefst), 
Caminum. 

Kamp (Kamb), Fl. (1. Nbfl. der Donau, 
z^^'ischen Krems und March), Cambus, 

Kampanien, Landschaft (auf der West- 
seite Süditahens, die jetzigen Pro- 
vinzen Terra di Lavoro, Napoli, Prin- 
cipato citeriore und ulteriore, sowie 
Benevento umfassend), C a mp ania. 

— Regio Felix, 
Einw.: Campäni. 

Adj.: Campänus, -a, -um. 

Kampen, St. (Hafen- und Handelsstadt 
in der niederländischen Provinz Ober- 
yssel, am Yssel, unfern der Zuider- 
see), Ca mp i. — Campania ad Isalam. 

Kampolongro (Langenau), St. (in der 
Walachei), Campus Longus. 

Kamtsehatka, Halbinsel (russisch, im 
äufsersten NO. Asiens ; Hauptnieder- 
lassung der Russen: Peterpaulshafen 
[Petropawlowsk]), Camschadalia,' 

Kanal, Meerenge (vorzugsweise der 
Canal de la Manche, zwischen Frank- 
reich und England, im Pas de Calais 
nur 37 kni breit, das befahrenste 
Stück Meer des Erdballs), Oceanus 
Britannicus. — Mare Britanni- 
cum. — Namca. 

Kanarisehe Inseln, Inselgruppe (von 
7 gröfseren: Hierro [Ferro], Palma, 
Teneriffa, Gran Canaiia, Gomera, 
Fuerteventura, Lancerote, und 5 klei- 
neren imd unbewohnten Inseln an 
der Westküste vonNordafiika, 110 km 
vom Kap Bojador, den Spaniern seit 
1478 gehörig), Insulae fortu- 
natae. — Insulae Canariae. — 
Insulae Ätlantica£. — Atlantldes. 

— Hesperidum Insulae. 



273 



Kandia 



Kap Guardafui 



274 



Kandia (iieugr. Kriti, türk. Kiiid), 
Insel (türk., im Mittelmeer, südlich 
dem Agäisolien Meere vorgelagert), 
Creta (K^t^ttj). — Crete. — Aeria. 
Einw.: Mask. Cres, -etis {KQijg, 
K^rjTog). — Fem. Cressa, 
-ae (KQijaaa). 
Adj.: Creticus, -a, -wm. 
Cretensis, -e. 

Kandjes-Borun (Capo Crio), Vorge- 
birge (an der südwestlichen Spitze 
Kretas), Oriuinetüpon {Kqlov Me- 
xwnov). 

Kane (Kan, Ken), Fl. (in Ostindien, 
Nbfl. des Ganges), Cainas {Kai' vag 
o nozafjtog). — Caina. 

Kanem, St. (in Innerafrika), Thum^ 
litha (SovfjiekiS^cc). 

Kanlzsa, St. (Festung in Ungarn), 
Canisia. 

Kannstatt, St. (Oberamt, wüi-ttem- 
bergischer Neckarkreis, am Neckar), 
Gantaropolis. — Canstadium. — 
Cana. — Canum. 

Kanogre, St. (in Ostindien), Pazalae 
(ndiC,aXai). 

Kanossa, Schlofsmine (in Mittelitalien), 
südwestl. von Reggio nell' Emüia in 
Modena), Canosium, — Conosium. 

Kanuat, St. (nnd Gegend in Arabien, 
im alten Cölesyrien), Canatha, 
-aruni (Kdva^cc), — Canatha, -ae. 
— Nahathölia, 

Kap Baba, Vorgebirge (westlichster 
Punkt von Asien, in Kleinasien, 
nördl. von der Insel Lesbos, einst 
westlichster Ausläufer des Ida in 
Troas), Lectvm (Aexrov). 

Kap Bianeo, Vorgebirge (auf der Süd- 
we&tseite der Insel Cypem), Drepa- 
nwm Fromimturium {AQiTtavov). 

Kap 'Bianeo, Vorgebirge (das nörd- 
lichste von Afrika), Fromunturium 
Ocmdidum. 



Kap Bojador, Vorgebirge (in Nord- 
afrika) , Atlas Ma ior, — Soloentia. 

— Sölventia. 

Kap Bon, Vorgebirge (an der kleinen 
Syrte in Nordafrika, Sicilien gegen- 
über), Hermaea i^EQfiala), — Her- 
maeuni Promunturium, — Merewrii 
Prmnunturtum. — . Promunturiimi 
Pulchrum. 

Kap Cantlre, Vorgebirge (auf der 
Westküste von Grofsbritannien), Epi- 
dium Promwntwium. 

Kap Colonna, s. Capo Oolonni. 

Kap Dncato, Vorgebirge (im Südwesten 
der Ionischen Insel Santa Maura), 
Leucate Pr omunturium (Aev- 
xdxa). — LeuiMa. — Saxum Album. 

Kap Finisterre, Vorgebirge, 1. (süd- 
westlichste Spitze Kalabriens, auch 
Capo di Leuca genannt), lapygium 
Promunturium. — lapygia Acra 
ClccTivyia jixQa). — Salmtmum 
Promu/ntu/rium. 

2. (oder Capo Sanjago, im Nord- 
westen von Spanien), Caput Finis 
Terrae. — Artabrum PromuMu- 
rium. — Celticum Promunturium. 

— Promunturium Nerium. — Pro- 
muntu/rium Ultimum. 

3. (oder The Lands End, in Com- 
wallis in England), Bolerium Pro- 
munturium. 

Kap Formoso, Vorgebirge (in Äthio- 
pien), Baptum Promunturium^ 

Kap Gargrano, Vorgebirge (in Italien, 
bei Neapel) , Garganum Promuntu- 
rium. 

Kap Gata, Vorgebirge (auf der Ost- 
küste von Spanien), Charidemi Pro- 
munturium {XaQiSijf^ov Äx^cDTi]- 
. Qiov). 

Kap Gnardafui, Vorgebirge (östlichster 
Punkt Afrikas), Caput Aromatum. 

— Aromatum Promuntwrium. 



275 



Kap Hoom 



Kapellen 



276 



Kap Hoom, Vorgebirge (südlichster ' 
Punkt des Feuerlandes und damit i 
südlichster Punkt Amerikas), Ca^mt 
Homanum. 

Kap Lizard, Vorgebirge (der eng- 
lischen Halbinsel Comwall), Ocri- 
num Promunturium. — Dam- 
nonium, — Dammonium. 

Kap Lopez de GonsalTa, Vorgebirge 
(am Westrande von Südafrika), Caput 
I/wpi Gwndisalm. 

Kap Mastiko, Vorgebirge (auf der 
Insel Chios), Fhanae {^avala üixQ«). 

Kap Matapan, Vorgebirge (auf der 
mittleren Südspitze der Halbinsel 
Morea), Taenarum (TalvaQov). — 
Taenaria {Taiva^la ^qo). 

Kap Monastlr, Vorgebirge (in Tunis), 
Dionysii Promunturium. 

Kap Nun, Vorgebirge (an der Grenze 
der Sahara in Afrika), Chawnaria. 

Kap Oby, Vorgebirge (in Sibirien), 
Lytarmis PromunturiKm. 

Kap Palinuro (oder Punta dello Spar- 
timentb), Vorgebirge (an der West- 
küste von ünteritalien, im alten 
Lukanien), PalimirumPromuntimum 
{UaXlvovQoq). 

Kap Papa (oder Kalogria), Vorgebirge 
(auf Morea, im alten -Elis), Araxos 

Kap Patanl (oder Bragu), Vorgebirge 
(in Ostindien), Magnum Promimtu- 
rium Indiae. 

Kap Raso Colmo, Vorgebirge (auf der 
Nordküste Siciliens) , Phalacrium 
Promunturium {^aldxQiov ^xqov). 

Kap da Boea, Vorgebirge (in Portugal), 
Lmuie Promimturium, 

Kap Boeea dl Sintra, Vorgebirge (in 
Portugal), Magnum PromuMurium. 

Kap Sfto Ticente, Vorgebirge (der 
südwestlichste Punkt der Pyrenäi- 
sch^i Halbinsel sowie des europäi- 



schen Festlandes überhaupt), Sacrum 
Promunturium. 

Kap San Martin, Vorgebirge (im Osten 
von Spanien, Denia oder Artemus), 
Hemeroscoplum CHfisQoaxo- 
nelov). — Artemisium. 

Kap Sidani, Vorgebirge (auf der Insel 
Korfu) , Phalacrum {^aXaxQov 
^!ixQ0v). 

Kap Spartel, Vorgebirge (in Afrika), 
Ampelusia PromvMu/rium. 

Kap Tomese (Jardan), Vorgebirge (auf 
der Halbinsel Morea, im alten Eüs, 
der Insel Zante gegenüber), Chelo- 
nates (Xekiovarag). — Chelonitis 
{XeXfjDViTLq jixQo). 

Kap Trafalgrar, Vorgebirge (in Spa- 
nien, am Atlantischen Ocean, südöstl. 
von Cadiz), lu/n^ynis Promuntu/rium. 

Kap Trapani (Trepani oder San Alessio), 
Vorgebirge (mit gleichnamiger Stadt 
u. Seehafen auf einer sichelförmigen 
Landzunge der Nordwestspitze Sici- 
liens), Drepanum Promunturium 
(J^enavov). 

Kap Verde, Vorgebirge (der westlichste 
Punkt von Afrika, zwischen Senegal 
imd Gambia), Arsinarium Pro- 
munturium. — Caput Viride. — 
Surrentlnum Prmnunturium. 

Kap Vono (Sivas oder Jasun), Vorge- 
bii-ge (am Schwarzen Meer, an der 
Küste von Kleinasien, im alten 
Pontus) , lasonium Promunturium 
Claaoviov ^xqov). 

Kap Zanehi, Vorgebirge (auf der Halb- 
insel Morea, im alten Elis), Ichthys 

Kap Zonchio, Vorgebirge (auf der 
Halbinsel Morea, im alten Messenien), 
beim heutigen Alt-Navarin), Cory- 
phasium {KoQV(p&aiov). 

Kapellen, Dorf (Kr. u. BB. Koblenz, 
Eheinpro\'inz , mit Burg Stolzenfels, 



277 



Kapoall Derbent 



Karlshamm 



278 



1. am Ehein), Capella. — Vicus 
ÄTrdntannus. 

Kapoall Derbeut, Engpafs (in Bul- 
garien), Porta Traicmi. 

Kappel, Mktfl. (in Eämthen), Tcmne- 
tnetum. 

Kaproaozlseher IHstrikt (in Kroatien), 
Caproniensis Processus. 

Kapstadt (engl. Cape Town), St. (stark 
befestigte Hauptstadt des Kaplandes 
in Südafrika, an der Tafelbai), 
Castrum Bonae Spei. 

Kara, St. (in Mesopotamien, südL von 
Edessa), Carra {KdgQo). 

Karabon, Euinen (der zu Mysien einst 
gehörigen, an der Propontis gelegenen 
Stadt), Priapus {TlQlänoq). 

Karabosa (Garabusa), Insel (mit gleicb- 
nam. Vorgebirge bei Kandia im Mit- 
telmeer), Cimarus (Klficc^og). 

Karadja-Dagrh, Bergkette (in Mesopo- 
tamien), Mons Masius. 

Karadje-Boran, s. Kandjes-Borun. 

Karadschefa, St. (in der kleinasiati- 
schen Türkei, im alten Karien), Tror 
pezopolis {TQanet^oTtoUq). 
Einw.: TrapezopoUtae. 

Karadsjagr, Gebirge (bei dem alten 
Arbela in Assyrien), Nicatorium 
{NixaxoQiov). 

Karahlssar, 1. St. (auch Murten ge- 
nannt, in der kleinasiatischen Türkei, 
im alten PamphyHen, am Karahissar- 
flufs, früher Kestros, mit einem ber. 
Axtemistempel), Perga {U^Qyrj). 
2. M. (s. 1), Cestros {Kiazgog). 

Karak Sarai, Ort (am Bosporus), 
DamcUis (Jdfiakiq). 

Karamanien (Karaman-Bi), Ejalet 
(türkisches, in Kleinasien, das süd- 
östliche Viertel der Halbinsel um- 
fassend; die St. Karaman, das alte 
Laranda, nördlich am Taurus), Cili' 



cia {KiXixla). — Cappadocia (Kan- 
Tiaöoxla). — Carama/nia. 

Karamassal, St. (in der kleinasiatischen 
Türkei, im alten Bithynien), Pro- 
nectus iJlQovexxoq), — Praenetus 
{UQaivsxoq). 

Karaasebes, Festung (in Ungarn), 
Carencebae. 

Karasa, M. (in der asiatischen Tür- 
kei, im alten Kappadokien) , Melas 
(Mikag). 

Kardett,Dorf(Kr.Kochem,RB. Koblenz, 
Rheinprovinz, an der Mose\)^Cardonia. 

Karem, St. (am Persischen Meerbusen, 
an der Mündung des Tigris), Charax 
Pasini {Xaga^ Ilaalvov). 

Karklssa, s. Kirkesieh. 

Karkaf, St. (am Tigris, in Kurdistan 
in Vorderasien), Sittäce {Uittccxti). 

Karlbarir, Mktfl. (in Ungarn), Geru- 
lata, -ae. — Gerülata, -orwm. — 
Castra GenUata. 

Karleby (Alt- und Nea-), St. (in 
Finnland), Carolina Antiqua. — 
CaroUna Nova oder CarolopoUs. 

Karlowltz, St. (in der serbisch-banat. 
•Mihtärgrenze, an der Donau), Caro- 
lovicia. — Carolovitium. 

Karlsbad, St. (ber. Bad im böhmischen 
Kreise Eger, unfern der Mündung 
der Tepl in die Eger), Thermae Ca- 
rolinae. 

Karlsborg, St. (ehedem Weifsenburg, 
Festung in Siebenbürgen, am Marcs), 
Alba Carolina. 

Karlshafen, St. (1699 an Stelle des 
Dorfes Syburg angelegt. Kr. Hofgeis- 
mar, RB. Kassel, Prov. Hessen-Nassau, 
am Einflufs der Diemel in die Weser), 
Caröli Portus ad Visurgim. 
Syhurgum. — Siburgum. 

Karlshamm, St. (45 km w. von Karls- 
krona, am EinfluTs des Myenflusses 
in die Ostsee, in der schwedischen 



279 



Karlskrona 



Kasehaa 



280 



Provinz Götaland, Blekinge Län), 
Caroli Portus. 

Karlskrona, St. (Hptst. von ßlekinge 
Län oder Blekingen in der schwedi- 
schen Provinz Götaland, fester Haupt- 
kiiegshafen, auf 5 Staren angelegt), 
Caroli Corona, 

Karlsnüie, St. (Hptst. des Grofsherzog- 
tums Baden), Caroli Hesychium. 

— Ca/rolina Hesychia. — Caroli- 
ruha. — Carolsruha. 

Karlstadt, St. 1« (Bezirksa., bayr. 
RB. Untei-franken, am Main), Carolo- 
Stadium. 

S* (in der schwed. Prov. Swea 
Rike oder Swealand, am Eintritt des 
Klaraelf in den Wenersee), Carolo- 
stadium Siiecicum. 

3. (Karlovac Gamji, Festung in 
Kroatien, Komitat Agram, an der 
Kulpa), Carolostadium ad Co- 
lapin. — 3ihiwm. 

Karmel, Gebirge (in Palästina, von 
den Quellen des Kison bis zum Yor- 
gebirge K. an der Südseite des Golfes 
von Acca reichend; darauf das Nonnen- 
kloster des Kanneliterordens), Carme- 
lus {Kd^fjuj?,og). 

Karmelis (Karmely), Mktfl. (in Assy- 
rien), Gaugamela {TavydfiriXa). 

Kamak, Dorf (nebst dem dazugehöri- 
gen Luxer in Oberägypten, rechts 
am Nil, ringsum die Ruinen des 
alten Theben), Thehae Aegyptiae. 

Karoly, Mktfl. (in Ungarn), Carolium. 

Karpathen, Gebirge (das in einem 
1200 km langen, nach SW. geöffaeten 
Bogen die ungarische Tiefebene um- 
schliefst und aus 3 Teilen besteht: 
1. eigentliche K., bestehend aus Hoher 
TatraundVorkarpathen; 2. Karpathi- 
sches "Waldgebirge; 3. Hochland von 
Siebenbürgen), Carpätes. — Alpes 
Bastarnicae. — Ca/rpatici Montes. 

— Sarmatici Montes. 



Karpatho (Skarpanto), Lisel (türkisch, 
im Ägäischen Meere, zwischen Kreta 
und Rhodus, mit dem Hafen ArkassaX 
Carpäthus {KaQnad-oq). 

Karpfen (Karpona), St. (in Ungarn), 
Carpona. 

Kars, St. 1. (befest., in Türkisch- Ar- 
menien, an einem Quellstrom des 
Aras), Chor 8 a {XoQoa). — Carse. 
S. (in Unterägypten), Nicopolis 
{NixoTiolig). 

Karschi, St. (in der persischen Provinz 
Sughda in Innerasien, dem alten 
Sogdiana), Nautäca (Navraxa). 

Karschut, Fl. (in Syrien), Tripolis 
(TQiTioXtg). 

Karst (ital. Carso), Gebirge (im weite- 
ren Sinne s. v. a. Julische oder Krainer 
Alpen, Teil der Alpen, vom Terglou 
gegen SO. ziehend, umfafst zunächst 
das kahle, höhlenreiche Krainer Kalk- 
plateau, dann das Felsplateau des 
eigentlichen Karstes, mit schroffem 
Abfall zum Golf von Triest; Aus- 
läufer bis zum Meerbusen von Fiume), 
Carniadius {sc. Mons). — Caru- 
sadius. 

Karthagrena, s. Cartagena 1. 

Karzen, Dorf (Kr. Nimptsch, RB. 
Breslau, Prov. Schlesien), Casurgis. 

Kasalmafr, Fl. (im Pontus, an seiner 
Mündung Yekil-Irmak), Iris {'iQig). 
— Eridius CEglöioq), 

Kasan, St. (Hptst. des ostruss. Gou- 

vemem. K. an der Kasanka, 2 Std. 

von der Wolga), Casänum. — 
Ca^äna. 

Kasanka, Fl. (im ostrussischen Gou- 
vernement Kasan), Casancius. 

KasMn, St. (im NW", von L-an, im 
alten Medien), Vesaspe. — Vesappe, 

Kasehan, St. (Hptst. des ungarischen 
Komitates Uba-Ujvar, am Hemad; 
dabei Bad Banko), Cassovia. — 
Caschovia. — Borma/num. 



281 



Kaschem 



Kastilien 



282 



Kasehem (Kesem), St. (Handelsplatz 
u. Vorgebirge im Glücklichen Ai*a- 
bien, mit dem Hafen Hissa Ghorab), 
Cana (Kavri), 

Kasehen (Keschin), Ort (im Glück- 
lichen Arabien, im alten Adramiten- 
gebiet), Eristhe CEqlo^^\ 

Kaschmir (Kaschemir oder Cashemere), 
1. Alpenlandschaft (im westl. HLma- 
laya, vom Dschelam bewässert; 
Hptst. K. oder Srinagai-), Caspiria 

{KaansiQla). -Caspirus{Kda7$6iQog). 
3* St. (Hptst. von 1, auch Srinä- 
gar oder Serinagai* genannt), Cana- 
göra {KavayoQo). 

Kasimir, 1« St. (poln. Eazimierz, bei 
LubUn in Russisch -Polen, an der 
Weichsel), Casimiria ad Vistülam. 

3. St. (bei Kaiisch in Euss.-Polen),. 
Casimiria Calisiensis Palatinatus. 

3* St. (in der russ.-poln. Land- 
schaft Masovien), Casimiria Masoviae. 

4. Fl. (auch Casmy gen., in Phö- 
nizien), Letane, 

5* Fl. (auch Kasmie u. Kasemiesch, 
sowie Nehr el Kebir gen., an den 
Grenzen von Syrien und Phönizien), 
Ekutheros (^ksv&s(jog). 

Kaskon, Berg (und Mufs in Thiakien), 
Cogaeonos {Kwyalovov). 

Kaspisehes Meer (Kaspisee), Binnen- 
see (gröfster der Erde, auf der Scheide 
Europas und Asiens, zwischen Rufs- 
land, Persien und Turkistan, mit den 
[wichtigsten] Zuflüssen : "Wolga, Ural, 
Kur, Terek, Kuma), Mare Caspium 
(Kaanla). — Caspium Pelagus 
(KaanLOv Ilikayoq). — Mare Hyr- 
canium CYQxdviog Ilovxoq). 

Kassel, St. (Hptst. der Prov. Hessen- 
Nassau, Stadtkreis und RB., in einem 
weiten Thalbecken, das im N. vom 
Habichtswald, im W. vom Reinhards- 
wald und im 0. von der Söhre be- 
grenzt wird, an der Fulda), Cassella. 



— Cassellae. — Cassilium, — Cas- 
selium. — CasseUetum. — Cassüla, 

— Castellum ad Fuldam, — Castel- 
lum Cattat^m. 

Adj.: CassellänuSy -a, -um, 
Casselö/nus, -a, -i*w. 

Kassr Antar, St. (in Kanaan), Asorus 

Kastamuni (Kastamoni), St. (Ejalet 
Anadoli, am Gök- Irmak, in der asia- 
tischen Türkei), Germanicopölis. 

Kastania, St. (in der europ. Türkei, 
im alten Thessalien), Castanaea 
{Kaaravala). 
Adj. : Castana>€U8, -a, -ww {Kaaxa- 
valoq). 

Kastei, St. (hess. Provinz Rheinhessen, 
r. am Rhein und Mainz gegenüber, 
wenig nördlich von der Mündung 
des Mains, als Festung zu Mainz ge- 
hörig), Castellum. 

Kasteibell, Dorf (in Tirol), Castrum 
Bellum, 

Kastellaun, Mktfl. (ehem. Kastelhun, 
Kr. Simmern, RB. Koblenz, Rhein- 
provinz), Castellum Hu/nnorum. 

Ka8telrat(h), Herrschaft (in Tirol), 
Castrum Buptum. — Castel- 
rottum. 

Kastilien (Castilla), Landschaft (ehem. 
Königreich, der Kern des spanischen 
Reiches, zerfallt in die 2 ehemaligen 
Königreiche: 1. Altkastilien , die 
Nordhälfte von Mittelspanien , mit 
den 8 Provinzen: Burgos, Logrono, 
Santander, Soria, Segovia, Avila, 
Valladolid und Palencia; 2. Neu- 
kastilien, die Südhälfte von Mittel- 
spanien, mit den 5 Pro^inzen: Ma- 
drid, Toledo, Guadal^ara, Cuenca 
und Ciudad Real. Beide Teile ge- 
trennt durch das Kastüianische 
Scheidegebirge, mit der Sierra Gua- 
darrama), Celtiberia. — Castella. 



283 



Kastri 



Kehl 



284 



— CastiUa. — Castilia Vetus. — 
Castüia Nova. 
• Adj. : Castellanus, -a, -um, 

Kastri, Dorf (griech. Nomarchie PhoMs, 
mit altem Kloster, an der Stelle des 
alten Delphi), Delphi (dek^of). 

Kastro, St. (Hptst. der türk. Insel 
SMo [Chios], an der Ostküste), 
Castrum Chtum. 

Katalonien» (span. CJatäluMa aus Gota- 
lonia), Landschaft (ehem. Fürstentum 
im nordöstlichen Spanien, Gebirgs- 
land, mit den 4 Provinzen: Barce- 
lona, Gerona, Tarragona, Lerida; 
Hptst.: Barcelona), Hispania Tar- 
raconensis. — CatcHonia, — Cata- 
launia. — GotcUania. — Gotalonia. 

Kathay, Reich (in der Grofsen Tatarei), 
Cataya. — Catayum. 

Kato-Aehaia und Apano-Aehaia, 

Dörfer (zwei auf, Morea, im alten 
Achaia), Pherae {^equI). — ^agal 

Kattegrat, Meerenge (zwischen Schwe- 
den und Jütland, die durch Untiefen, 
Strömungen und Stürme gefahrliche 
Verbindung der Nord- xmd Ostsee), 
Sinus Codänus, — Mare CocUl- 
num. — Sirnis Scagensis, — Mare 
Suemcum, 

KatTf^k op Zee, Dorf (in der Provinz 
Südholland, mit berühmtem Kanal, 
der den Alten Ehein in das Meer 
führt), CaUorum Vicus. 

Katzbach, M. (1. Nbfl. der Oder in 
Schlesien, entspringt auf dem Blei- 
berg im Katzbachgebirge, fliefst an 
liegnitz vorbei und mündet unweit 
Leubus ; sie empfängt r. die Wütende 
Neifse und 1. die Schnelle Deichsel), 
Cattus. 

Katzenelnbogren , Mktfl. (Kr. ünter- 
lahn, RB. Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau, am Dörsbach, mit altem Berg- 
schlofs), Cattimelobocum. 



Kauby St. (Kr. Rheingau, RB. Wies- 
baden, Prov. Hessen-Nassau, r. am 
Rhein), Ctiba. 

Kau el Kubara, Dorf (mit alten Rui- 
nen der alten Hauptstadt des antäo- 
politischen Nomos in Oberägypten), 
AntaeopoUs (kvraiovTiolig). 

Kaofbeuren, St. (unmittelbare, bayr. 
RB. Schwaben, an der Wertach), 
Kau f hur a. — Kaufbeura. — 
Kaufbyra. 

Kaofungen, Stift (in Hessen-Nassau, 
RB. Kassel), Capungum. — Cau- 
funga. — Confugia. — Confugium. 
— Confu/nga, 

Kaukasns, Gebirge (Alpen, auf der 
Landenge zwischen dem Kaspischen 
und Schwarzen Meere, von SO. nach 
NW. ziehend, zerfällt in den Hohen 
K. und die Kaukasischen Vorberge), 
Caucasus Mons (Kavxaaov ^Oqoq). 

Kaunitz, s. Konitz. 

Kaurzimer Kreis (in Böhmen), Pro- 
vincia Gurimensis, — Circulus 
Caurzimensis. 

Kaydt (Kayst), St. (in Siebenbürgen), 
Kisdemum, 

Kaysersbergr, St. (Kantonshauptort, 
Elsafs-Lothringen, Bezirk Oberelsafs, 
Kr. Rappoltsweiler, in einem Thal 
des Wasgenwaldes an der Weifs), 
Mons Caesaris. 

Kazimierz, s. Kasimir. 

Kebrinaz (Girmeh oder Germe), St. 
(Ruinen, in Kleinasien am nördlichen 
Abhang des T3i\irus)^Cremna{K^rjfjiva). 

KeduS) St. (in Kleinasien, im alten 
Mäonien), Codi (Kaöoc), 
Einw.: CadEni (Kaötjvol)' — 
Cadimi (KaöorjvoO' 

Kehl, St. (badischer Ki\ Offenburg, am 
Rhein und an der Kinzig), Kehlae 
Castrum. — Kehlae Muni- 
nientumi. 



285 



Keiseh 



Kerkah 



286 



Keiseh (Eas), Insel (bei Kanuanien), 
CcUaea (Kazaltj). 

Keisehme (Eislim oder Brokt), Insel 
(im Persischen Meerbusen), Oarcicta 

KekkS) Schlofs (in Ungarn), Kekkoia. 

Eekksiseher Bistrikt, Kreis (in Un- 
garn), ^ocessiLS Kekkoiensis. 

Kelendri (£alandria oder Gulnar), St. 
(in Kleinasien, im alten Kililden), 
Celenderis {Kskivös^ig). 

Kelheim, St. (Bezirksa., bayr. EB. 
Niederbayem, in einem Thalkessel an 
der Mündung der Altmühl [des Lud- 
wigkanals] in die Donau), Celtae 
Domus. — Celeusum. — Celeusus, 

— Kelhemium. 

Keliboli, s. Gallipoli 2. 

Kellen, Dorf (Kr. Kleve, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz), Castra Ulpia. 

— Colonia Traidna. — Trtcesimae. 

Kellmttnz, Mktfl. (bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Hlertissen, an der Hier), 
Caelius Mons, — Caelitts. 
Adj.: Caelimontänus, -a, -um. 

Kembergr, St. (Kr. Wittenberg, RB. 
Merseburg, Prov. Sachsen), Came- 
racum. — Kemperga. 

Kemlik, s. Ohio. 

Kemnade, Dorf (und Kloster, Kr. Holz- 
minden, Hrzgt. Braunschweig), Cami- 
nata. 

Kempten, 1. St. (unmittelbare, Bezirks- 
amt, bayr. RB. Schwaben, an der 
flöfsbaren Hier), Campidüna. — 
Cambodünum, — Campodüntim. — 
Campiduänum. — Drusomägus. — 
Augusta Drußi. 

Um Abtei (bei 1, ehem., von Hilde- 
gai-d, der Gemahlin Kaiis des Grofsen, 
gestiftetes Benediktinerkloster), Ab- 
batia Campid onensis. — Ab- 
batia Campodunensis. , 



Kenehester, St. (in der engl. Grafschaft 
Hereford), Aricontum, 

Kendal (Kiskby-), St. (Fabrikst., in 
der engl. Grafschaft Westmoreland, 
am Kent), Concangium, 

Kenghever (Kongaver), Ort (in Asien, 
im alten Oberraedien), Concohar 
{KoyxoßdQ). 

Kenkrie, St. (der östliche Handels- 
hafen von Korinth), Cenchrecie 

Adj.: Cenchreensis, -e. 

Kenneh (Kinneh oder Ghinna), St. (in 
Oberägypten, r. vom Nil; Stapelplatz 
für den Karawanenhandel über Kos- 
seir), Caene {Kaivri). — CaenepöUs 
{Kaivr^noliq). 

Kent, Grafschaft (im südöstlichen Eng- 
land, am Meer; Hptst. Canterbury), 
Cantium, — Cantia. 

Kenyer-MezO, Ebene (in Siebenbürgen), 
Campus Panis, 

Kepil, St. (im asiatischen Rufsland, 
am Kimmerischeh Bosporus), Cepi 
{KrjTtoi). — Cepi Milesiorum, 

Kepse, St. (in Syrien, im alten nord- 
syr. Bezirk Pieria am Orontes), Se- 
leuCBa Pieria {Selevxeitc IIieQicc). 

Kept (Keft), St. (in Ägypten, im alten 
Oberthebais), Coptos (KoTttog). 

Kerbeh (Kerpeh), M. (in Kleinasien, 
im alten Bithynien, zwischen Chalke- 
don und Herakleia), Cälpas (KdkTiag). 

Kerei, St. (in der Kleinen Tatarei), 
Cercum. 

Kerempi Bnkua (Kenne), Vorgebirge 
(Nordspitze Kleinasiens, im alten 
Paphlagonien), Carambicum Pro- 
munturium. — Carambis (Kd- 
QafißLq). 

Kerent (Kerend), St. (in Asien, im 
alten Medien), Carine {Ka^hrj). 

Kerkah (Kerah), Fl. (in Persien, an 



287 



Kerkeni 



Khabonr 



288 



welchem im alten SusianaSasa lag), 
Choa^pes {XodoTifjq). 

Kerkeni (Kerlone, Kerkein oder Cher- 
kara), Insel vor der afrikanischen 
Küste am Anfang der Kleinen Syrte, 
mit einer Stadt gleichen Namens), 
Cercina {Ksqxlvo). — Cercinna 
{Kt^xivva). 

Kerkh, Wüste (in Persien, welche an 
Parthia, Ariana und Drangiana stiefs), 
Carmania Deserta C^E^r^fAog Kag- 
fjLavLa). 

Eerkuk, St. (in der asiat. Türkei, 
Ejalet Bagdad, am Kisseh-Su; Haupt- 
markt für das südliche Kui-distan), 
Corcwra {Koqxovqo), 

Kerrnftn, 1. Prov. (südöstliche Per- 
siens, auch'Kirmun und Karamanien 
genannt, meist öde, mit dem heifsen 
Küstenstrich Mogistan), Carmania 
(KciQfjLavla). 

Einw.: Carmäni {KccQfiavoL), — 
Carmänii {KaQfxdviot). 

S. St. (Hptst., auch Sirdschan ge- 
nannt, am Südrande der Wüste K. 
und am "Westende einer fruchtbaren 
Ebene), Carmäna {KaQfiava). 

Kerpen, Mktfl. (Kr. Bergheim, EB. 
Köln, Eheinprovinz, an der Staffel 
und unweit der Erft), Carpio, 

Kerrah, s. Kerkah (Kerah). 

Kersehowa (Hirsowa oder Hursowa), 
St, (in Südrufsland), Carsium: — 
Cassum. 

Kertsch, 1. Landzunge (im Osten der 
Halbinsel Krim, an der zwischen 
dem Schwarzen und Asowschen 
Meer gelegenen Stralse von K. [s. 
auch Käffa]), Panticapaeutn {TlavTi- 
xccTtaiov). 

S* St. (auch Wosfor oder "Wospor 
genannt, die Hauptstadt einst des 
bosporenischen, dann des pontischen 
Reiches, an der Ostseite der Halb- 
insel Krim; bildet mit dem nahen 



Jenikale ein Stadtgouvemement), 
Bosporus [BoanoQog). — Panti- 
capaeum. — Panticapaea. 

Kerzers, Dorf (in der Schweiz), Ad 
Carceres. 

Kesehin, s. Kaschen. 

Kesehiseh-Bagh, Berg (in Kleinasien; 
an der Grenze vom alten Mysien, 
Phrygien und Bithynien; in seinen 
östhchen Teilen im alten Bith^TÜen 
und an der Nordgrenze Phrygiens 
Toumandji-Dagh) , Olympus Mysius 
Co Mvoiog ^OkvfiTioq). 

Kesdiseher Stuhl (in Siebenbürgen), 
Sedes Kesdiensis. 

Kesem, s. Kaschem. 

Kessel, St. (im Gebiete von Limburg 
in den südlichen Niederlanden, an 
der Mosel), CasteUum Menapiorum. 

Kestenholz, Mktfl. (Kr. Schlettstadt, 
Bezirk Unterelsafs, Elsafs-Lothringen, 
dkl "Wasgenwald und am Eingang in 
das Weilerthal [Leber und Gleisen]), 
CastinBtum. 

Ket, El — , St. (in Tunis), Sicca 
Venerea. 

Ketrina, St. (in Macedonien am Athos, 
beim alten Vorgebirge Platy am 
Busen Erisso), Ditmi {Atov). 

Ketseh, St. (auch Nikdeh, nach andern 
Kara Hissar genannt, in Karamanien), 
Tyana {Tvavcc), 

Ketskem^t, St. (in Ungarn), Aego- 
polis. — Egopolis. 

Ketskemetiseher Bistrikt (in Ungarn), 
Processus Ketskemetensis, 

Keuln Hissar, M. (Nbfl. des Iiis in 
Kloinannenien), Lycus (Avxog). 

Keupreli, St. (im alten tüi-k. Mace- 
donien [Emathien] am Axius), Euro- 
pus ad Axiwm (EvQmnoq). 

Khabour (Chabur), El — , M. (Nbfl. 
des Euphrat im mesopotamischen 



289 



Ehonar 



Kiiioli 



290 



PaschalikReha), Äborra »{^ßoQQaq). 

— Chaboras (XaßwQag). 

Khonar, s. Kamen. 

Khorasan, Landschaft (in Innerasien 
zwischen Baktrien und Hyrkanien), 
Margiana (Ma^yiavi^), 

Khorrenabad, St. (in Persien), Cor- 
biena {Kogßictvri), — Corbiene. 

Khuslstan (Khouzistan), Provinz (in 
Persien, mit der alten Hptst. Susa), 
Susiana (Sovaiccvi^). 

Kiada Bamn, Vorgebirge (türk., im 
■ alten Thrakien), Thyniaa (Ovvidg). 

— Thywnias. 

Kiangrari (Changreh), St. (in Klein- 
asien, im alten Innerpaphlagonien), 
Gangra {Fay/Qo), 

Eidjeh, St. (in Karamanien), Chodda 
{Xoööa), 

Kidonia, St. (an der Küste vom äoli- 
schen Kleinasien), Heracka AeoUdis 
CHQcixXsia AloXlöog). 

Kiel, St. (Kr., Prov. Schleswig-Hol- 
stein, am westl. Ufer des Kieler 
Busens), Chilonium. — Kilonium. 
Kilonia. — Kielia. — Kilia, 
Adj.: Chiloniensis, -e. 
Kiloniensis, -e, 
KiUensis, -e. 

Kienzheim, Dorf (Elsafs- Lothringen, 
Kr. Eappoltsweüer, Bezirk Oberelsafs, 
Kanton Kaysersberg, am Austritt der 
"WeiTs aus dem Wasgenwald), Ckmo- 
nis ViUa, 

Kierteminde, St. (in Dänemark), Carte- 
rmmda. 

Kiew (Kijew, poln. Kijow), 1. Gouver- 
nement (kleinrussische Woiwodschaft), 
Palatinatus Chioviensis. — 
Fdlatinatus Kiioviensis. — Palati- 
natus Kioviensis. 

2« St. (Hptst. von 1 , am Dnjepr, 
zerfallt in die 4 Städte: Thalstadt 
Podol, Altkiew, Petschersk und Neu- 

Saalfeld, Geograph. Handbüchlein. 



kiew), Chiovia, — Kiiovia. — 
Kiovia, 

Kieydany, St. (in Eussisch- Polen), 
Caiodu>num. 

Kilbegs, St. (in Lrland), Caleba^chus. 

Kilkenny, 1. Grafschaft (in der iri- 
schen Provinz Leinster), Comitatus 
Kilkennensis. 

3. St. (Hptst. von 1, am Nore), 
Cella Sancti Canici. — Fanum 
Sancti Canici. — Kilkenia, — KU- 
ken/na. — Osepia, 

Killair (Keils), St. (befest., in Mand), 

LabBrus, 
Killaloe, St. (in Irland), Killaloa. 

— Laona. — Allada, 

Killis (KHs), St. (in Syrien), Oiliza. 

Kilmalon, Mktfi. (in Irland), Killo- 
cia, — Kilmalochia. — Macoltcum. 

Kilinare, Fl. (in Irland), lernus. 

Kilmore, Mktfi. (und Kii-chspiel in 
Irland), Chilmoria. — Kümora. 

Kiml)oltoii, Mktfl. (in England), Cinni- 

bantum. 
Kimolo (Argentiera) , Insel (griech., 

eine der Kykladen, nordöstl. beiMilos), 

Cimölos (KifKoXog). 

Ktngrs-County, Grafschaft (in der iri- 
schen Provinz Leinster; Hauptort 
Tullamore), Comitatus Begis. 

Kingrstown, St. (Hafenst. in der iri- 
schen Grafschaft Dublin, mit schwe- 
bender Eisenbahn nachDublin), Hegio- 
polis. 

Kinnairdshead, Vorgebirge (im Nord- 
nordwesten von Schottland),ra€^^aZww. 

Kinnesrin (Chalkos), St. (in der phö- 
nizischen Ebene zwischen AntUiba- 
non und Kasios), Chalcis Syriae 
\XaXxlq SvQlccg). — Chalcis ad 
Belum {Xalxlq inl Bi^Xw). 

Kinoli (Kinolu), St, (in Kleinasien, im 
alten Paphlagonien), Cinolis {Klvw- 
)uq). — Cimolis {Kl/uwliq). 

10 



291 



Klage 



Kistnah 



292 



Kl0gre, St (dän. Stift Seeland, Amt 
Kopenhagen), Congia. — Coagium. 
— Coagia, — Kiogia, 
Adj.: Congiensis, -e. 

KJSlen, Gebirge (nach welchem Skan- 
dinavien auch die Ejölephalbinsel 
heilst; höchster Gipfel Syltoppen), 
luga Suevonis Montis, — Sevo 
Mons, — Suavo Mons. 

Kioutahla, s. Kiutahia. 

Kirehdorf, St. (in Oberungarn), Varal- 
lium. 

Kirchenstaat, Landschaft (das ü-ühere 
päpsthche Gebiet in Italien, seit 1860 
auf Rom mit der Comarca di Roma 
imd die 4 dem Mittelmeer zunächst 
hegenden Delegationen Civita Vecchia, 
Velletri, Viterbo und Frosinone be- 
schränkt, seit September 1870 gänz- 
hch dem Königreich Italien einver- 
leibt), Dicio Pontificis Maxi- 
mi. — Terra Papae. 

Kirchheim unter Teeli:, St. (Oberamt, 
württemb. Donaukreis, am nördhchen 
Fufse der Alb, an der Mündung der 
Lindach in die Lauter), Clarenna. 

Kirghiskaisalc, Völkerschaft (der Kir- 
gisen in Russisch -Asien, zwischen 
der untern Wolga, dem Kaspisee, 
Sibirien, China und Turan; Nomaden 
ohne eigentliche Städte. Man unter- 
scheidet von W. nach 0.: 1) die 
kleine Horde [Orenburger Kirgisen]; 
2. die mittlere Horde [sibirische Kir- 
gisen]; 3. die grofse Horde (Distr. 
Semipalatinsk] , deren südl. Teil seit 
1867 zum Gouvernement Turkistan 
geschlagen wurde), Cachassae. 

Kiriaki, s. Sikiriaki. 

Kirkhy-Kendal, St. (in England) 
Concangium. 

Kirkesieh (Karkissa), Kastell (in der 
asiatischen [Türkei, im Gebiet von 
Mesopotamien) , Circesium. — 



Circessum, — C^cusium, — Kir- 
kesia. — Carchemis. 

Kirkwall, St. (südliche Orkneys, bei 
Schottland), Carcoviäca. — Car- 
coviana. 

Kirpeh, Insel (an der kleinasiatischen 
Küste, beim alten Bithynien), Daph- 
nusa {Jafpvovala). — Thynias 
(ßvvidg). — ApoUonia (ÄTtokkcavla). 

Kirseheher, St. (in Karamanien), Dio- 
caesarea {JioxaiaaQsia). — Andrapa 
C^vÖQaTia). 

Kisamo Kasteli, St. (auf der Insel 
Kandia, dem alten Kreta), Cisamus 
(Kia[o]afiog). — Cysamus. 

Kisch - Toboltsehaniseher Bistrikt 

(in Ungarn), Districtus Kis-TopoUa- 
nensis. 

Kisil-Irmak, M. (bedeutendster Strom 
Kleinasiens , entspr. am Ildisdagh, 
mündet östl. von Sinope ins Schwarze 
Meer), Halys {%Xvg). 

Kisil-Kubat, Landschaft (im südwest- 
hchen Assyrien um das Zagrosgebirge 
herum), Chalonitis {Xalmvlriq). 

Kissal^os (Kissavo oder Kissovo), Berg 

(in Griechenland, in der altthessah- 

schen Landschaft Magnesia), Ossa 

C'Oooa). 

Adj. : Ossaeus, -a, -um ( ^Oaaatog). 

Kissia (Kephisia), St. (in Griechenland), 
eine der alten 12 kekropischen Städte 
in Attika), Cephisia {Ktjfpiaici). 
Einw.: Cephisienses (Kriipiaislg). 

Kissingen, St. (Bezirksa., bayr. RB. 
ünterfranken, an der Fränkischen 
Saale), Kizinga. — Chissinga. — 
Chizzichhemium. 

Kistnah (sanskr. Krischna), M. (Strom 
des Dekan in Yorderindien , entspr. 
an den Westghats, strömt in tiefem 
Bett durch weite Stufenländer ins 
Indische Meer, südwestüch von Ma- 



293 



Kitsehik Meinder 



Koohelsee 



2S4 



sulipatamX Ma esölus (Maiaaikog). 

— Mesülus, 

Kitsehik Meinder (auch Eutschuk 
M. und Karasu genannt), Fl. (in 
Kleinasien, im alten Lydien), Gay st er 
iKavaxQoq). — Caystrus. 

Eitzbtthel (Kitzbichl), St. (in Tirol, an 
der Kitzbühler Adie), Haedi colli s. 

— Haedtopolis. 

Kiordistan, s. Kurdistan. 

Kiutahia (Kiutahya, Kutahja), St. (in 
Türkiscli-Kleinasien, am Pursek, im 
alten Phrygia Epiktetos), Cötiaeum 
(KoTidsiov). — Cotyaeum. — 
Cotzianum. 

Kizil-Onsen (oder Sefid Rud), M. (in 
Iran, im alten Derkebier- und Baktrer- 
gebiet), Mardus {Md^öog), 

Eladrau^ St. (in Böhmen), Cladrubum. 

Klagrenfurt, St. (Hptst. von Kämthen), 
an der Glan, nahe dem Klagenfurter 
oder Wörther See), Virünum. — 
Varünum. — Claudia. — Clagen- 
furtum. 

Klattau^ St. (im böhmischen Kr. Pil- 
sen), C lato via. — Glatovia. — 
Brodentia. 

Klausen, St. (in Tirol), Clausina. 
Clausium. 

Klausenburgr, St. (auch Kolos genannt, 
Hptst. des Klausenburger Komitats 
in Siebenbürgen, am Kleinen Szamos), 
Colosvaria. — Colosia. — Colo- 
sium. — Claudiopolis. — Claudiano- 
poUs. 

Klausenburgrer Gespannsehaf t, Komi- 
tat (in Siebenbürgen), Comitatus 
Colosvariensis. 

Klegrgau, s. Klet(t)gau. 

Kleinmariazell, Kloster (in Ostreich), 
Cella Sanctae Marias. 

Klet(t)grau (Kleggau), Landstrich (Land- 
grafschaft in Baden, der am ösÜ. 
Rheinufer bef. Donaukreis; Hptst. 



Thiengen, Amt Waldshut, Residenz 
der Fürsten von Sohwarzenberg), 
Pagus Latobrigicus. 

Kleve, 1. St. (Kreisst., RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, am schiffbaren 
Spoykanal [Kennisdal]), Cliviä. 

Einw. : Clevenses. 

S. Herzogtum (ehem., im West- 
fälischen Ki-eise, zu beiden Seiten des 
Rheins; nach Napoleons L Sturz 
wieder [zuerst 1609] preufsisch), Du- 
catus Cliviensis. 

Klostemeuborgr, St. (inUnteröstreich), 
an der Donau, mit her. Augustiner- 
stift), Claustrilmrgum. 

Knapdale, Landschaft (in Schottland), 
CnapdaMa. 

Knin (Tinen), St. (Festimg in Dalma- 
tien), Arbuda. — Tininium. — 
Tihinium. 

Knockfergrus, St. (in Irland), Bu^es 
Fergusii. 

Koblenz, 1. St. (RB. u. Kreisst, 
Rheinprovinz, am Einflufs der Mosel 
in den Rhein), Confluentes. — 
Conflu^entes Mosellae et Bheni. — 
Confluens. — Confluentia. 

S. Mktfl. (in der Schweiz), Con- 
fluentes Helvetiorum. — Con- 
fluentia Helvetiorum. 

Koborg, St. (Hptst. des Herzogtums 
Sachsen -Koburg, in einem Thal an 
der Itz, dem alten Idisbach), Co- 
burg um. — Coburgium. — Devüna. 

Koehel, 1. Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Tölz, unweit des 
Kochelsees am westlichen Fufs der 
Benediktenwand), Coveliäcae. 

S« Fl. (in Siebenbürgen), Cove- 
liäcus. 

Koehelsee (in Oberbayem, am Fufs 
der Alpen, im Flufsgebiet der Loisach, 
auf der Seite gegen die Ebene sehr 
versumpft [der ausgewachsene Rohr- 

10* 



295 



Koekem 



KOnigsstithl 



296 



See und das Haselmoos aa der 
Loisach]), Sinus CoveUeuxnsis, 

Koekem (Kochheim), St. (Ereisst., KB. 
Koblenz, Rheinproviiiz , 1. an der 
Mosel), Cochemium. — Cochima, 

Koekelbarger Clespannsekaft, s. 

Eokelbnrger Gespannschaft;. 

Kodseha- Sehehr (Sidighasi), St. (in 
Eleinasien, im alten Phrygia Epildie- 
tos), NacolBa (NaxSXsia), — Na- 
cölia (Naxokia). 

KSben, St. (Er. Steinau a. 0., BB. 
Breslau, Prov. Schlesien, 1. an der 
Oder), Cobena, 

KSlleda, St. (Er. Eckartsberga, KB. 
Merseburg, Prov. Sachsen, am Frauen- 
bach), Colonia ad Wind am. — 
Coleda, 

K511n an der Spree, Stadtteil (alter 
Berlins), Colonia Marchica, — 
Colonia Brandenburgica. — Colonia 
ad Spream. 

KOln, St. (Ereis, KB., Rheinprovinz, 
wichtigste Stadt am 1. Kheinufer, 
Festung ersten Kanges), Colonia 
Agripptna. — Colonia Agrippina 
JJbiorum. — Colonia Agrippinensis. 

— dvitas Agrippüna, — Übiopolis. 
Adj.: Coloniensis, -e. 

KSnigrirrfttz, St. (Hptst. im gleichn. 
böhm. Ereis, an der schlesischen 
Grenze; an der Mündung der Adler 
in die Elbe), Gradium Beginae. 

— Gradium Begium. — Begino- 
gradedum. — Beginae Gradecium. 

— Crradedwm, — Grecium. 

KVnigrlnhof, St. (im böhm. Er. Eönig- 
grätz, an der Elbe), Curia Begis 
ad AI bim. — Beginaecuria. 

KVnigrshergr, 1. Berg (in Friaul), Mons 
Begius. 

Ä.Bergschlofs (in Schlesien), Begio- 
montium. 

3. Mktfl. (in Böhmen, auch Prag 
genannt), Marobodum. 



4* St. (in Ungarn), Nova Fo- 
dina. — Begiomontum Hu/ngaria>e. 

5* St. (Hptst. der Provinz Ost- 
preufsen, Festung ersten Kanges, 
Stadtkreis, KB., zu beiden Seiten des 
Pregels), Begiomontum, — Mons 
Begius. 

6. St. (in der Neumark, Ereisst., 
KB. Frankfurt a. d. 0., Prov. Branden- 
burg, in einem Thal an der Körike), 
Begiomontum Neomarchiae. 

K9nis:sfeldeii, Mktfl. (u. ehem. Abtei 
im schweizer Eanton Aargau, bei 
Brugg), Campus Begius. 

KSnigrshofeii, 1. in Baden, St. (bad. 
Er. Mosbach, Amt Tauberbischofs- 
heim, an der Tauber), Curia Begis 
Badensis. 

2. in Bayern (im Grabfeld), St. 
(Bezirksamt, bayr. KB. ünterfranken, 
an der Fränkischen Saale), Curia 
Begia in Ar vis. — Cu/ria Begis. 
— Cu/ria Begia. — Koenigshofa. 

Königslutter, St. (Er. Helmstedt, 
Hzgt. Braunschweig, an der Lutter 
und dem Bergrücken Elm, mit ehem. 
Benediktinerabtei und der schönsten 
Basilika in Norddeutschland), Lut- 
ter a Begia. — Irntteria. — Lo- 
theria Begia. 

KSnigrsmaehem, Mktfl. (ElsaTs-Loth- 
ringen, Bezirk Lothringen, Er.Dieden- 
hofen, EAnton Metzerwiese, an der 
Eanner und unweit der Mosel), 
Machera Begis. 

KSnigssaal (Zbraslaw), Stift (u. Eloster 
in Böhmen), AuJa Begia. 

KSnigrsstädtl, St. (in Böhmen), Anaxi- 
polis. 

Königsstuh], 1. Gebäude (von Quadern 
errichtet, auf 7 Schwibbogen ruhend, 
bei Kense am Rhein, wo sich (zu- 
letzt 1496) die Eurfürsten versam- 
melten), Thronus Begalis. — 
Ambiatinum. 



297 



KOnigsteiii 



KoUln 



298 



2. (Kaiserstuhl) Berg (bei Heidel- 
berg; an dessen Abhang das Heidel- 
berger Schlofs), Mons MyrtiUonum 
Begius. 

3« Berggipfel (der Kreidefelsen^ auf 
Stubbenkammer, Insel Rügen), Sedes 
Begis CaroU nominis XIL 

Onigrstein, 1. Festung (auf 374 m 
hohem Sandsteinfelsen oberhalb des 
1. Eibufers sich erhebend; gilt für 
uneinnehmbar), Begis SoLxwm, 

2. St. (in Sachsen, Kreish« Dres- 
den, Amtsh. Pirna, im Mbsandstein- 
gebirge, 1. an der Elbe, unterhalb 
von 1), Lapis Begius. 

3. anf dem Tannns (Kr. Ober- 
taimus, RB. "Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau, mit SchloDs), Casteüum Brust 
et Germcmici. 

K9nigrswart, Mktfi. (Hauptort und 
Schlofs einer förstl. mettemichschen 
Herrschaft im böhm. Kr. Eger), 
Marabodui Castellum, — Ma- 
rabodui Castrum, 

KSnigswinter, St. (Siegkreis, EB. 
Köln, Rheinprovinz, r. am Rhein imd 
am Siebengebirge: unter demDrachen- 
fels), Hibema Begia. 

KOping, St (in der schwed. Proy. Swea 
Rike, Westmannlands Län, früher be- 
festigt), Copinga. 

K9rlin, St. (Kr. Kolberg-Körlin, RB. 
Köslin, Prov. Pommern, am EinfluTs 
der Ratüe in die Persante), CorUnum. 

KVr9s, M. (in Ungarn, 1. Nbfl. der 
Theifs, entsteht aus der Weifsen, 
Schwarzen und Schnellen K., mündet 
bei Chongrad), Chr ysius, — 
Chrysus. 

K9r9s-Banya, Mktfl. (im ungar. Komi- 
tat Pesth), Crysii Auraria, 

KVsehiBiT (Kesching), Mktfl. (bayr. RB. 
Oberbayem, Bezirksa. Ingolstadt), 
Aelia Flavia Caesarea, — 
Germanicum, 



KOsen, St. (Kr. Naumburg an der Saale, 
RB. Merseburg, Prov. Sachsen, in 
einem Thal an der Saale, mit den 
Ruinen der Burgen Rudelsburg und 
Saaleck), (Jusne, 

Koesfeld, St. (Kreisst., RB. Münster, 
Westfalen, an der Berkel), Cosfeldia, 

Oslln, !• Regierungsbezirk (Prov. 
Pommern, mit 12 Kreisen und den 
Hauptflüssen Persante, "Wipper [mit 
Grabow], Stolpe, Lupow xmd Leba, 
die zur Ostsee, Küddow und Drage, 
die zur Netze fliessen), Comitatus 
Cosliniensis. 

• 2m St. (Hptst. des gleichnam. RB.s 
u. Kreisst, am westiichen Fufs des 
GoUenberges imd am Mühlenbach), 
CosUnum, 

Käthen, St. (Kreisst, Hzgt. Anhalt, an 
der Ziethe), Cothena, — (Jothenae, 
— Cothenium, — Gotha, 

KOvar, Schlofs (altes, in Siebenbürgen), 
Covaria. 

Ovar-Yid^ke, Distrikt (in Sieben- 
bürgen), Distridus Covariemis, 

Kohlenwald, Gebirge (Teil der Arden- 
nen), Silva Carbonaria. — ScU- 
tus Carbonarius, 

Kehren, St. (sächs. Amtsh. Borna, 
Kreish. Leipzig; Schlofsruine), Cho- 
riam Villa, 

Kokelliargrer Gespannsehaft (in Sie- 
benbürgen), Comitaius KukoUensis, 

Kokosi, s. Kakosia. 

Kela, St (Hafen im grofsruss. Gouv. 
Archangelsk, auf der Halbinsel K., 
unweit der Kolabai; Hauptort des 
altrussischen Lappland), Cola Lop- 
parum. 

Kolbergr» St. (Kr. Kolberg-Körlin, RB. 
KösHn,^ Prov. Pommern, an der Per- 
sante, 3 km von deren Mündung in 
die Ostsee), Colberga, 

Kellin, St (im böhm. Kr, Czaslau, an 



299 



Kolmar 



Konstanz 



300 



der Elbe), Colonia iuxta Alhim. 

— CoUwum, 

Kolmar, St. (Hptst. des Bezirkes Ober- 
elsafs, an der Lauch und dem Logel- 
bacb, einem aus der FecM abgelei- 
teten Kanal, 2 km westL von der 
Hl), Columbaria. — Cokmbanum. 

— Cölobwrgum. — (Mmaria, — 
Choilembra. 

Adj.: Cölmariensis, -e, 

Koloeza (Eolotscha), St (in Ungarn), 
Colocia. — Colozza, — Colocza, 

Kolomea, St. (in Galizien), Colomia, 

Kolosch (Kloosmarkt), Mktfl. (in Sieben- 
bürgen), Colosia. 

Koloseher Gespannschalt (in Sieben- 
bürgen), Comitatus Cölosienais, 

Kolotseha, s. Koloeza. 

Kolsam, Kastell (mit einem Hafen in 
einem Meerbusen des Roten Meeres), 
Clysma {KXvoijm). 

Kom (Koum), St. (in Persien), Choama. 

— Chaona. 

Kommotan, St. .(Bergstadt im böhm. 
Kr. Saaz, am EuTse des Erzgebirges), 
Helcipoliß, — Commotovia, — 
Commotovium, 

Komom, St. (Hptst. des gleichnam. 
Komitats in Ungarn, Kr. jenseits der 
Donau; auf der Insel Schutt), Co- 
mära, — Coma/rnum, — Comaronia. 

— Comaronium, — Comorra. — 
Crurnenum. 

Komomer Gespannsehaft (in Ungarn), 
Comitatus Comaroniensis. 

Kongayer, s. Kenghever. 

Konggrebirgro (im westl. Nordafidka, 
zwischen Sudan und Oberguinea, 
Quellgebiet des Senegal, Gambia und 
Niger), Mandras. 

Kongo, 1* M. (auch Zaire genannt, 
gr. Strom in Niederguinea in Afrika), 
Congus. 
Um Landschaft (afrikanisches König- 



reich im Süden des Kongoflusses), 
Congum. 

Kon-Hissar, Ort (im Innern von Klein- 
asien, im alten Lykaonien), Coro- 
passus {KoQOTtccaaog). 

Konleh, St. (Hptst. des alten Lykaoniens 
im Innern von Kleinasien), Iconium 
Clxoviov)* 

Konitz, St. 1« in Westpreufsen 

(Kreisst., EB. Marienwerder), Choi- 
nitia. — Coniza. — Conimbra. 

2. in Mähren (Kr. Ohnütz, Be- 
zirkshauptmannschaft Schönberg), Co- 
niza Moraviae. 

Konkun (Bender — ), Ort (an der Küste 
von Persien), Gogana (Tfoyava). 

Konstadt, St. (Kr. Kreuzburg, EB. 
Oppeln, Prov. Schlesien, an einem 
Zuflufe der Stober; zum Mediat- 
fürstentum Öls gehörig), Leucaristus 
{Asvxd^iarog). 

Konstantinopel, 1. St. (türk. Stam- 
bul, Istambul; Hptst. des osmanischen 
Eeiches, am südl. Eingange zum Bos- 
porus amphitheatrahsch auf drei- 
eckiger Landzuiige zwischen dem 
Goldenen Hom und dem Marmara- 
meer), Byzantium {Bv^txvtiov). 
— Constantinopolis {Kovaravrivo- 
nokig). — Borna Nova, 

Adj.: ByzantinuSy -a, -um. 
Byzantius, -a, -um. 
Constantinopolitanus , - a, 
-um. 

Einw.: Byzantmi. 

2. Strafse von — , Meerenge (am 
Nordende des Marmarameeres, wo 
sich die Ufer Europas und Asiens 
begegnen), Bosporus Thracius 
{BoaitoQoq ßQaxioq). — Bosporus 
Thra^cia^. — Os Ponti. — Os Pon- 
ticum. — Fretum Constantinopoli- 
iawum. 

Konstanz (Kostnitz), St. (Kreisst., im 
südöstlichsten Teil des Grofsherzog- 



301 



Kopenhagren 



Kosseir 



302 



tums Baden, am Ausfluis des Bheins 
aus dem' Bodensee und unmittelbar 
an den schweizer Kanton Thurgau 
angrenzend), Constantia. — Gano- 
dürum, 

Kopenhagren (Kjebenhavn), St. (Hptst. 
u. Residenz, zugleich bedeutendste 
Festung von Dänemark, auf der Ost- 
küste der Insel Seeland, am Sund, 
durch schmalen Meeresarm von der 
Insel Amanger getrennt; aufser 3 
Vorstädten (08ter-, Norre-, Vester- 
bro) 3 von Festungswerken einge- 
schlossene Hauptteile : westl. Altstadt, 
nordwestl. Neustadt mit der Citadelle 
Frederikshavn, und südl. Christians- 

- havn auf Amager), Havnia. — 
Haunia. — Hafnia. — Codania. — 
Codonia. 

Koradsehe, Fl. (in Phönizien, der 
nördl. von Kaisarije [Ruinen von 
Cäsarea] ins Meer ßQlt), Chorseas 
{XoQoiccg). — Cherseas (Xe^asccg). 

Korbaeh, St. (Fürstent. Waldeck, Kr. 
des Eisenbergs, an der Itter), Cor- 
bdcum. 

Korezyn, St. (an der Weichsel, in 
Russisch-Polen), Neocordnum. 

Korfu, Insel (und St. darauf; eine der 
Ionischen Inseln im Ionischen Meer\ 

/ 7 

Corcyra {Ki^xv^a, von den Einge- 
borenen s.'Z. KoQxvQa genannt). 
Einw.: Corcyraei (KtQxvQaXoi). 

Korinth (Konnte), St. (türk. Gereme, 
aufMorea, im alten Argohs, auf dem 
Isthmus von K.; das heutige K. ist, 
bes. seit dem Erdbeben von 1858, 
eine grofse Trümmermasse; nur die 
' Citadelle Akrokorinth ist noch sehr 
fest), Corinthus {KoQivd-og). 
Einw.: Corinthit {KoQlvd^ioi). 
Adj.: Corinthius, -a, -um. 
Corinthiäcus, -a, -um, 

Komelym finster, Mktfl. (Landkr. u. 
RB. Aachen, Rheinprov., am Münster- 



bach, mit ehem. Benediktinerabtei), 
Inda, 

Koromandelf Küstenland (der südl. 
Teü der Ostküste des Dekan), Coro- 
mandEla. — Sorarum Meffio, — 
Soretanorum Megio. 

Korsa, St (in Bithynien), Ästacus 
i^rccxog). 

Korsika (frz. Corse) , Insel (französ., 
im Mittelmeer, bes. Dep.; Hptst. 
Ajaccio), Cor 8% ca. — Cymua 
{KvQvog). — Terapne. 
Einw.: Corsi. 

Adj.: Corsicanus , -a, -um. 
Corsicus, -a, -um. 

Korser, St. (dänische Hafenstadt auf 
Seeland, am Grofsen Belt; überfahrt 
nach der Insel Fünen [Fynen] und 
nach Kiel), Crucisora. 

Korrei, Abtei (ehem., gefürstete Bene- 
diktinerabtei im preufs. RB. Minden, 
Kr. Höxter, an der Weser in West- 
falen; Kolonie des Klosters Corvde 
in der Picardie : Hauptausgangspunkt 
des Christentums für das nördliche 
Deutschland und Pflegstätte der Bil- 
dung und klassischen Wissenschaft; 
jetzt im Besitz des Hauses Hohen- 
lohe-Schillingsfiirst,Mediatfürstentum 
des Herzogs von Ratibor), Cor&eia 
Nova. — Corheia Saxonica. — 
Carhona^cum. — Tanfanae Lucus. 

Kosah (Kosi), Fl. (in Ostindien), Cos- 
soagus, — Cossoanus. 

Kosel, St. (Kreisst * RB. Oppebi, Prov. 
Schlesien, in tiefer Lage an der 
Oder), Coselia. 

K0SI0W9 St. 1. (auch Eupatoria gen., 
Hafenstadt im russ. Gouv. Tauiien 
auf der Westküste der Krim), JEu- 
patoria {ßvnaxoQla). — Cherrone 
(XsQQÖvriaog).— Cherson (Xi^amv). 
ftm (im grofsrass. Gouv. Tambow, 
am Lessnoi-Woronesch), Coshvia. 

Kosseir, St. (Hafenstadt in Ägypten), 



303 



Kossir 



l£reiii8mllB8ter 



304 



Berenice (Bsgevlxij). — Myos 
Hormos {Mvbg %Qfioq). 

Kossir (Eozir), St (in Eoilesyrien), 
Philotera (^iXcar^Qa). — Fhilo- 
teria (^ikforsgla). 

Kostendil (Ghiustendil), St. (in Eume- 
lien), ülpianum. — ülpiana. — 
lustintana Secunda. 

Kostlieim, Dorf (Er. Mainz, Provinz 
Rheinhessen, Grhzgt. H.-Dstdt.. am 
Main), Cufßnstanitim, 

KostnitZy s. Konstanz. 

Kotseh (Kutsch), Heerbosen Ton — 

(an der Westküste von Vorderindien), 
Canthi Colpus (Kav&l KoXnog). 

— Irinus, 

Kotseldn (Cochin), Schutzstaat (engl., 
in Asien, westl., auf der Südspitze 
Ostindiens; Hptst. K. am Meer), 
C Otttara {KorxiaQo). — CoUiaria, 

Kottbus , St (Kreisst, HB. Frankfurt 
af. d. 0., Prov. Brandenburg, an der 
Spree), Cothusium. — Cotvitivfm, 

Kottiselie Alpen, s. Oottische Alpen. 

Koukla, St. (auf der Insel Cypem), 
Golgi {TokyoC). — Goigum. — 
Gölgm, 

Koam, s. Kom. 

Kour, !• (Metvori), ¥1. (im türk. 
Paschalik Erzerum in Annenien), 
Cyrus (KvQog), 

3. M. (in Karamanien in Persien), 
Corius {KÖQiog). — Saisos, 

Koutais, St (im*transkaukas.. Gouv. 
K., dem alten Imerethien), Cotatis, 

— CtUacium. 

Kraiburgr, Mktfl. (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Mühldorf^ unweit 
des Inn), Carrodümim, 

Krain, Herzogtum (Ostreich. Kronland, 
im N. von den Kamisohen Alpen mit 
Terglou, im S. vom Kai-st [Krainer 
Alpen] durchzogen; von der Save 
mit Kulpa, Faistritz, Gurk u. s. w. 



bewässert ; mit den Seen : Czirknitzer-^ 
Fddeser- imd Wocheinersee; Hptst. 
Laibach), Carnia. — Camiola. — 
CarnioUa, — Cra/nia, 

Krainburgr, St -(in Krain [Oberkrain] 
in Ostreich), Carniohurgum. — 
Cariniöbwgwm, 

Kr%jöwa, St. (Hptst der Kleinen 
Walachei), Drubetis. — Drwphegis, 

Krak, s. Krakh. 

Kraltau (Krakow), 1. St (Hptst. des 
Kgr. Galizien [Westgalizien], an der 
Weichsel ; zerfällt in Altstadt [linkes 
Weichselufer], Podgorze [rj und 
Judenstadt Kasimierz [Weichselinsel] 
nebst 14 Vorstädten), Carodünum, 
— Ciucoma. 

2. Gebiet (Regiei-ungsbezirk, s. 1), 
Palatinätus Craccmensis, 

Krakh, St (Hptst. der Nabatäer in 
Arabien, auch Wady Musa genannt), 
Fetra {UsxQa), — Araceme (liga- 
x^firi).—Characmoba {XccQdxfiatßa}. 

Krakow in Meeklenborgr, St. (Grhzgt. 
M.- Schwerin, am Krakower See), 
Crocconis Castrum, 

Krasnislaw, St (in Russisch-Polen), 
Crasnoslavia. — Crastnostavia, 

KraDsner Gespannsehafl, Komitat (in 
Ungarn, jenseits der Theifs; Quell- 
gebiet des Flusses Krafsna; Haupt- 
ort Szilagy - Somlyo) , Comitatus 
Krasznensis. 

Kravada (Karyes), Mktfl. (auf Morea, 
im alten Lakonien, an der arkadischen 
Grenze), Caryae {KaQvai). — 
Carya (KaQva), 

Kremnitz, St (Bergstadt im ungar. 
Komitat Bars, in tiefem Thale), 
Cremnicium. 

Krems, St (in Unteröstreich, am £in- 
flufs der Krems in die Donau), Cre- 
mesia. — Cremsa. — Cremisium. 

Kremsmttnster, Mktfl. in Oberöstreich, 



305 



Kreta 



Kronstadt 



306 



an der Krems; Benediktinerstift), 
Chremissae Monasterium, — 
Cremisanum Monasteriu/m, 

Kreta, s. Kandia. 

Kreufsen, St. (bayr. RB. Oberfranken, 
Bezirksa. Pegnitz, am Roten Main), 
CrusBna, 

Kreutz (Koros), St. (früher Hptst. von 
Kroatien), Crtsium. 

Kreutzer Gespannsehaft, Komitat (in 
Kroatien), Comitatus Crisiensis, 

Kreuzburgr, 1. in Obersehlesien, St. 

(Kreisst., RB. Oppeln, Prov. Schle- 
sien, an der Stober), Cruciburgum, 

— Creuzberga. 

2. in Ostpreufsen (Kr. Prenfsisch- 
Eylau, RB. Königsberg, am Pasmar), 
Crudhwrgum Venedicum. 

3. an der Werra (Grhzgt. S.- 
Weimar-Eisenach, 3. Verwaltungs- 
bezirk [Eisenach]), Crudhurgum ad 
Vierram, 

Krenznaeli, St. (Kreisst., RB. Koblenz, 
Rheinprovinz, am Einflufs des Fisch- 
bachs in die Nahe), Crucenacyfm. 

— Crudniäcum. — Cruci'n^lcum, — 
Crucianiacum, — Cruconflcum. 

Adj.: Crucenacensis, -c. 
Oruconacensis, -e. 

Kriebstein, Dorf (und Schlofs von 
1390, auf einem Felsen an der 
Zschopau, Sachs; Kreish. Leipzig, 
Amtsh. Döbeln), Crybenstentum, 

Krieehingen, Dorf (Elsafs-Lothringen, 
Bezirk Lothringen, Kr. Bolchen, 
Kant. Falkenberg, an der Deutschen 
Nied; früher franz. in Greange oder 
Creance verstümmelt). Creance, — 
Creanche, 

Krim, Halbinsel (Taurische, in Süd- 
rufsland, zwischen dem Schwarzen 
und Asowschen Meere, durch die 
schmale Landenge von Perekop mit 
dem Festland zusammenhängend), 
Cherronesus (Chers,) Taurica 



{XeQQOvriaoq tj TavQixr^). — Cher^ 
ronesus (Chers.). — Taurica, — 
Cherronesus (Chers.) Magna. — 
Cherronesus {Chers.) Crima>ea. — 
TaJtaria Crimaea. — Tataria Pre- 
copensis. 
Einw.: Tauri (TavQoi), — Tati- 
rici {TavQixof). 

Kriok (Kringa), Mktfl. (in Krain, Ost- 
reich), Coriticum. 

Krishna, s. Kistnah. 

Kroatien, Königreich (bildet mit Sla- 
vonien ein östreichisches Kronland; 
Einw. vorzugsweise Kroaten und 
Raizen [Serben]. 4 Komitate: Agram, 
Fiume, Warasdin, Kreutz [Koros]), 
Croatia. — Chrobatia. — Croatia 
Cis-et-Trans-Savana, 
EiQW.: Croatae. — Chrobati 
(aus Horwaten == Bewoh- 
ner der Karpathen). 

Kroja, s. Kroia. 

Kroman, Httliriseh- (Krumlau, 
Krumau), St. (in Mähren), Crunilavia. 

Kronaeh (Cranach), St. (Bezirksamt, 
bayr. RB. Oberfranken, an der Mün- 
dung der Hafslach in die Rodach; 
mit der ehemal. Festung Rosen- 
berg), Cronachium. 

Kronenborgr (Kronborg), Festung (auf 
der dänischen Insel Seeland, zur Be- 
festigung des Sundes), Corona^- 
burgum. 

Kronmetz, St. (in Tirol), Medium 
Coronas. 

Kronstadt, St. 1. (russ. Seestadt und 
Festung auf der Insel Kotlin im 
Kronstädter Busen, östl. Teil des 
Finnischen Busens, erster Hafenplatz 
des Reiches, Station der russischen 
Ostseeflotte, zugleich Vormauer und 
Seehafen für Petersburg; auf einer 
nahen Insel das Fort Kronslot), 
Corona Finnica. 



307 Kron-Weifsenburgr 



Knlmbach 



308 



S* (ungar. Brasso, erste Fabrik- 
uud Handelsstadt Siebenbürgens, im 
Land der Sachsen), Corona, — 
Stephanopolis, — Brassovia. 

Kron-WeiTsenbiirgr» s. Weifsenburg 
im ElsaTs. 

Kressen, 1* an der Oder, St. (Kreis- 
stadt, RB. Frankfurt, Prov. Branden- 
burg, am Einflufs des Bober in die 
Oder), Orosna. 

2. Mktfl. (Kr. Zeitz, RB. Merse- 
burg, Prov. Sachsen, an der "Weifsen 
Elster), Orosna ad Elystrum. 

3* St. (in Galizien), Crosna Sar- 
matica. 

Kroman, St. (in Böhmen), Crumavia, 

— Cromena. 

Kmswiee, St. (in Russisch -Polen), 
Crusvicia. — Crusvicum, 

Ktypo (Khtypa), Berg (im nördlichen 
livadien in Griechenland), Messa- 
pium (MeaaccTiiov), 

Kuban, Fl. (in Kaukasien, kommt vom 
Elbrus, fliefet erst nördl., dann westl., 
mündet in vielen Armen ins Schwarze 
Meer. Die Kubanische Steppe reicht 
vom K. bis zum Manytsch), Hypa- 
nis C^Tiavig). — Bardanias, — 
Vardanus. 

Knbbet- Jambo, Insel („Haüischland^^, 
im Roten Meere), Zygaena (Zv- 
yaiva). — Zygena. 

Knehl, Mktfl. (im Salzburgischen), 
^Cuculle. — Cucullae. — CviculU. 

— Castellum Cucullis. 

Kudak, Ruinen (bei Ilinsky im 'Kaxx.- 
l^asMS^BoryisthenisiBoQvod^svlg). 

— OlUa COlßla). — OlUopolis 
( 'Okßi67Colig).-Miletopoli8{MilriT6- 
noXtq), 

Kndros (Kütros, Kidros, Kidra,Quitros), 
St. (in Natolien), Cytüros (Kvro)- 
Qoq). — Cytörus. — Cytörum [Kvx- 

(OQOV). 



Kttblis, Mktfl. (im schweizer Kanton 
Graubünden), ConvalUum. 

KUTsnaeht, Mktfl. (im schweizer Kan- 
ton Schw^'^z, am Rigi und an einer 
Bucht des Vierwaldstätter Sees [Küfs- 
nachter See]), Cussena^Mm, 

Kfistrin, St. (Kr. Königsberg in der 
Neumark, EB. Frankfurt, Prov. Bran- 
denburg, Festung am Einflui's der 
Warthe in die Oder), Costrinum. 

Kuf stein, St. (im tiroler Kr, Innsbruck, 
am Inn, mit der Feste Josefsburg 
[Staatsgefangnis]) , Älbiänum. — 
Kufstenium. 

Kohestan, Land (der Parther im Süden 
und Südosten des Kaspischen Meeres), 
Parthia {Ila^^la), 

Knjawien, Landschaft (altpolnisches 
Fürstentum, in Posen, umfafste den 
gröfsten Teil des heutigen Regierungs- 
bezirks Bromberg [den ehem. Netze- 
distrikt] und von Westpreufsen die 
Kreise Flatow und Deutsch-Krone; 
Hptst. Inowraclaw), Cuiavia. 

Knilenburgr (oder Grave), St. (in Hol- 
land), Caruo. 

Knllen, die — , Vorgebirge (aus weit 
in das Kattegat vorspringenden Gra- 
nitfelsen bestehend, in Schonen in 
Schweden, mit einem Leuchtturm), 
KoUoe. 

Kulm, 1. St. (Ki-eisst., RB. Marien- 
werder, Prov. "Westpreufsen, V/^ km 
von der Weichsel auf dem Höhen- 
rand am Weichselthal), Culma. — 
Cvlmia. — Chelmnum, 

Adj.: Culmensis, -c. 

d* Mktfl. (auch Marienkulm gen., 
in Böhmen), Mariaechelmum, — 
MariaectUmia, 

Kulmbaeh, 1* St. (Bezirksa., bayr. 
RB. Oberfranken, am Weifsen Main), 
Culmba,cum. 

2* Fürstentum (ehemal. in Ober- 
franken, mit der ehemal. Festung 



309 



Kulmer Land 



Kurland 



310 



Plassenburg [jetzt Strafanstalt]), Prin- 
cipatus Culmbacensis, 

Kulmer Land, Landschaft (altpreuTsi- 
sehe, zwischen Weichsel, Drewenz 
und Ossa, mit unbestimmten Grenzen 
gegen 0.; zeitweilig wurden dazu 
auch das Löbauer Land, Sassen bis 
zur Drewenzquelle und Michelau im 
S. von der Drewenz gerechnet), 
Culmigeria, 

Kulpa, !• M. (Nbfl. der Save, kommt 
vom Krainer Schneeberg, wird bei 
Karlstadt schiffbar, mündet bei Sissek), 
Colapis (Kolccnig), — Colapius. — 
Culpa. 

2m Distrikt (jenseits 1 in Ungarn), 
Processus Transcolapianus, 

Kumanien, Name zweier Distrikte (im 
mittleren Ungarn). 

1. Grofs- Kumanien (östl. von 
der Theifs, im Komitat Aufser-Szol- 
nok), Cumcma Maior. 

2. Klein -Kumanien (zwischen 
Donau und Theifs, im Komitat Buda- 
pest-Pilis) , Cumanorum Minorum 
Begio. 

Kumis, Landschaft in Khorasan in Per- 
sien, im alten Parthien), Comisene 
. {Ko/itOTjvij), 

Kunersdorf, Dorf (Kr. "Weststemberg, 
EB. Frankfurt, Prov. Brandenburg; 
Schlacht 12. Aug. 1759), Conradi 
Vicus, 

Kunselyseg, Mktfl. (in Ungarn), Cu- 
norum Sedes. 

Kupferberg, 1. in Sehlesien, St. 

(Kr. Schönau, EB. Liegnitz, auf 
einem vom Bober umflossenen Berge), 
Cuprimontium. 

2. in Bayern, St. (EB. Ober- 
franken, Bezirksa. Stadtsteinach), 
Owprimontium Hermionum. 

3. in Sehweden, Mktfl. (in 
Gestriklän), Cuprimontium Gestridae. 



4* in BSluneD, St., Cuprimontium 
Bohemiae. 

Kur, s. Kour. 

Kurden, Völkerschaft (in Vorderasien, 
zwischen Armenien und Mesopota- 
mien, iranischen Ursprungs), Car- 
duchi (KaQÖovxoi). — CctrduBni. 

Kurdistan, Landschaft (der Kurden in 
Asien; Hptst. des türk. Teils: Bitlis; 
des persischen: Kirmanschah), Cu/r- 
dia. — Curdistania. 

Kurisehe Nehrungr, Landzxmge (1 20 km 
lang, 2 — 3 km breit, trennt das Kuri- 
sche Haff von der Ostsee; der ganzen 
Länge nach von Ketten von Sand- 
dünen [bis 62 m Höhe] durchzogen; 
die Unterlage der Nehrung besteht 
aus Thon- u. Lehmschichten, welche 
teilweise der Tertiärformation ange- 
hören und alsdann sehr reich an 
Bernstein sind, der bei Schwarzort 
in grofser Menge im Haff gefischt 
wird), Baeninsula Curonensis. 
— Elixoia. 

Kurisehes Haff, Strandsee (in Ost- 
preufsen, das gröfste der 3 deutschen 
Haffe an der Ostseeküste, reicht von 
Labiau bis Memel, von S. nach N. 
98 km lang, im S. 45 km breit und 
hat einen Flächeninhalt von 1620 qkm. 
Mit der Ostsee verbunden durch das 
6 m tiefe und 250—600 m breite 
Tief von Memel, femer durch meh- 
rere Kanäle. In das K. Haff fliefsen 
die zahlreichen Arme der Memel, 
die Minge, Dange, der Nemonien und 
der Pregelarm Deime), Lacus Cu- 
ronicus. — Sinus Curonicus. — 
Sinus Curonensis. — Sinus Cur- 
landiae. 

Kurkreis (ehem., im Kgr. Sachsen), 
Ducatus Saxoniae. 

Kurland, Gouvernement (eine der rus- 
sischen Ostseeprovinzen; Einw. in 
den Städten fast nur Deutsche, auf 



311 



Kus 



Laghetto 



312 



dem Lande deutschfeindliclie Esten 
und Litauer, Hptst Mitau; nrspr. 
2 Herzogtümer: K. [sw.] und Sem- 
gallen [so.]), Curonia, — d*r- 
landia. 

KuS) St. (auch Sytfah gen., in Ägypten), 
ÄpoUinopolis Parva. 

Kutais, s. Koutais. 

Katseh, s. Ketsch. 

Kuttenberg-, St. (Bergstadt [Kupfer 
und Blei] im böhm. Kr. Czaslau), 
Cut t na. — Cutna. — Hora. — 
Kuttefiberga. 

KuxhaTeii, St. (u. Hafenort im Ham- 
burger Amt Ritzebüttel, 1. an der 
Eibmündung), Cuxhavia. 

Kyburg, Mrktfl. (in der Schweiz), 
Chuigeburgum. — Kyburgum. 

Kyffhäoser, Gebirge (kleines, meist 
im Schwarzburgischen, bildet das 



nördlichste Glied der Thüringer Ter- 
rasse und wird durch das Thal der 
Goldenen Aue an der Helme vom 
Harz geschieden. In seiner Grund- 
lage besteht es aus Granit und Syenit, 
worüber Hotliegendes und Zechstein 
lagern; durch die Ruinen Kyffhäuser 
[470 m] über TiUeda und Rotenburg 
[439 m] über Kelbra besonders be- 
kannt), Castrum Cuphese. — 
Mons Kiphhusanus. 

Kyle, Provinz (alte, in Schottland), 
Covalia. -^ Coila. 

Kyll, Fl. (1. Zufl. der Mosel aus der 
Eifel, entspringt auf dem "Wiesen- 
stein, mündet bei Ehrang), Celbis. 
— Gelbis. 

Kyritz, St. (in der Prignitz, Kr. Ost- 
prignitz, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, an der Jägiitz), Kiritium. 



L. 



Laab (Laa), St. (in Ostreich, Land 
unter der Ens), Laha. — Lava. 

Laaeh, Kloster (Abtei, Kr. Mayen, RB. 
Koblenz, Rheinprovinz, am Laacher 
See), Abbatia Lacensis. — Mo- 
nasterium ad Lacum. 

Labiau, St. (B^reisst., RB. Königsberg, 
Prov. OstpreuTsen, an der Deime, 
aus welcher daselbst der Grofse 
Priedrichsgraben abgeht, 3 km vom 
Kurischen Haff), Labiavia. 

Labonrdan, Landschaft (in Südfrank- 
reich [Niederpyrenäen] und Spanien, 
meist von Basken bewohnt; Haupt- 
ort Bayonne), Tragus Lapurdensts. 

Laeedogna, s. Cedogna. 

Laeha, Berg (in der Türkei, im alten 
Thessahen), Olympus C^kvfjiTtog). 



Laehen, Mktfl. (in der Schweiz), Ad 
Lacum. 

Ladenborg, St. (bad. Kr. und Amt 
Mannheim, am Neckar), Civitas 
Lobodüna. — Lobdünmm. — Lu- 
podu/num. — LaUnobv/rgwm. — 
Ladevibwrgfum. — Leodius. 

LadUdeh (Lataklah), iSt. (Hafen- und 
Handelsstadt in Syrien, Hafen für 
Aleppo), Laodtcsa {AaoSlxeia). — 
Laodicea Syriae (A. ^ tcqoq d-a- 
Xazxy). — LaodicBa SepUmii. 
Einw.: Laodicenses. 

Ladronen-Inseliiy s. Diebsinseln. 

Lagan, M. (in Irland), Logia. 

Lagerthal (in Tirol), VaUis Lagwrina. 

Laghetto, See (kleiner, östlich von 
Rom, in der Gegend von Valle d'Isi- 
doro), Lacus BegiUus. 



313 



Laimy 



Lahn 



314 



Como 3. 



Lagrny, St. (frz. Dep. Seine-et-Mame), 
Xjotinicuiuni, 

Lagro Castello, See (südöstL von Born, 
im ehem. Kirchenstaat), Locus Al- 
bamts. 

Lasro Contigrliano, See (im ehemal. 

Kirchenstaat), Lacus Cutiliensts. 
Lagro dl Bagrni, See (in der Campagna 

von Rom), Lckms Albuneus. 

Lagro di Bassano^ s. Bassano. 
Lagro di Bolsena, s. Bolsena. 
Lagro di Braeeiano, s. d« Bracciano. 

Lagro di Gamarana, Sumpfsee (bei 
der Stadt Gamarana auf Sicilien), 
Tcü'us Camarma. 

La^o di Gapistrano (oder Gelano), s. 
Gapistrano oder Gelano. 

Lagro di Castigrlione, See (im' Gebiet 
des ehem. Kirchenstaates), Locus 
Gahinus, 

Lagro di GhiaTenna, 

Lagro di Gomo, 

Lagro di Garda, s. Oardasee. 

Lagro d'Idro, s. Idro. 

Lagro d^Iseo, s. Iseo. 

Lagro di Lesina, s. 2. Lesina. 

Lagro di Luerina, s. Lucnna. 

Lagro di Lugrano, s. Lugano. 

Lagro di Nemi, s. Nemi. 

Lagro di Ochrida, s. 1. Ochrida. 

Lago d'Orta, s. Orta. 

Lagro di Faola, s. Paola. 

Lago di Patria, See (im Neapolitani- 
schen), Lintema Palics. 
Lagro di Perngria, s. 2« Perugia. 
Lagro di Pico, s. Pico. 
Lago di Boneigrlione, s. Ronciglione. 
Lagro di Salpi, s. 2. Salpi. 

Lagro di Santa Prasseda, See (kleiner, 
östl. von Rom), Locus Begillus. 

Lagro di Sentari, s. 3. Scutari. 
Lagro di Topoglia, s. lopoglia. 



}•■ 



Lagro di Yieo, s. Yico. 

Lagroi, See (in Rumelien, Lagos Buru 
bei Kumulshina), Bistönis {-tdis) 
Locus {Biarovlg Ai/ivjf). — Bisto- 
num Stagnum. — Bistonts Bolus. 

Lagro Magrgioie, See (am SüdfoTse der 
Alpen, teils zum schweizer Kanton 
Tessin, teils zu Italien gehörig, vom 
Tessin durchströmt; dmn die Bor- 
romeischen Inseln), Locus Verla- 
nus, — Locus Moior, 

Lagro Salso (oder d'Andoria), See (im 
NeapolLtanischen),Xacu8J.n<2unantc8. 

Lagro StiTa, See (in Griechenland, im 
alten Böotien) , CopoiSj -idis 
KwTtatg, sc. AlfivriX — Cephissis 
(Kfjfpiaalg). — HoUartis CAXLOQxlq 
Aifivt]). — Onchesti Bolus CH iv 
^Oyxi]OT(p Alfivrj). 

Lagros, 1. St. (in Portugal, Prov. Al- 
garve), Locohrtgo. — Latöbrigo. 
3« s. Lagoi. 

Lagruna de la Junda, Fl. (in Spanien, 
auch Barbate), Bodon (Balkiov). 

Lagrnna di Orao, St. (in Eriaul), 
Aquoe Grodatae, 

Lagrunen, Küstenniederungen (sumpfige, 
mit Inseln, am nordwestl. Gestade 
des Adriatischen Meeres, von der 
Isonzomündung bis zum Podelta, in- 
mitten deren Venedig, die „Stadt der 
Lagunen", liegt), Poludes Vene- 
toe. — Baludes GaUicae. 

Lagrosta (Lastre), Insel (an der Küste 
von Dalmatien), Lodesio, — Gla- 
dusso. 

Lahn, M. (r. Nbfl. des Rheins, ent- 
springt auf dem Lahnkopf bei dem 
Forsthof Lahnhof in "Westfalen in 
waldreicher Gegend, fliefst zuerst 
östlich, wendet sich oberhalb Mar- 
burg nach S. und strömt von Giefsen 
ab nach WSW. bis zur Mündung 
bei Niederlahnstein; die wichtigsten 
Zuflüsse sind; 1. die Ghm mit der 



315 



Laholm 



Land ob der £ns 



316. 



Wohra, der Weilbach, die Ems und 
Aar; r. die Dill), Lagana. — La- 
hana, — Lana, — Lanus. — Lau- 
gona. — Logana. — Loganus. — 
Londha. — Lonus. 

Laholm, St. (in Schweden), Lagor 
holmia. 

Lahore (Lohari), St. (brit-ostind. , im 
Pendschab, ehedem Eesidenz des 
Grofsfiirsten der Sikhs, am Eami; 
Festmig), Lahorium. — Lahora. 

— Alexaaidna ad ConfluenUs Ace- 
sinis. — Bucephala. 

Laibaeh, 1. (slav. Ijubljana), St. 
(Hptst. von Krain, am Flusse Laibach, 
nahe deren Mündung in die Save), 
Aem^na. — EmDna. — Erna. — 
Colonia Tauriscorum. — Ldf^icum, 

— Lubiana. 

2« Fl. (in Krain, s. 1), Labachus. 

— Corcoras. 

Laino, 1« Fl. (im Neapolitanischen), 
Lätis. 
ft. St. (ebd.), Laus. 

Laittoure (Leictoure), St. (in Frank- 
reich), La dura. — Lactora. — 
Lectora. — Civitas LactoraJtiufn, 

L^Jiura, St. (am Arab. Meerb., im 
alten Äthiopien), AduUs (jiSovXiq). 

— AdüU (jiöovXrj). — Ojßpidum 
AduUtarum. 

Einw.: AduUtae {köov^.izcci). 
Adj.: Adulicus, -a, -um {Äöov- 
?.ix6g). 

Lakene, Dorf (im SW. des türkischen 
Kleinasiens, im alten Karien), Lagina 
(Adyivcc). 

Lambacb, Mktfl. (,in Oberöstreich, an 
der Traun; Benediktinerabtei), Lam- 
hacum. 

Lamballe, St. (in Frankreich), Lam- 
balium, 

Lambese^ St. (in Frankreich), Lam- 
besca. 



Lambessa (Lambese), St. (in Algerien, 
am Auresgebirge; seit 1852 franz. 
Strafort), Lambaesis. — Lawr 
baesa. — Lambaese. — Lambese. — 
Lampaesa ad Ampsägam Flu/cium. 

Lambista Ambelia (auch Lambirio 
oder Lampiri), Hafenort (in Griechen- 
land, im alten Achaja), Erin^us 
Fortus{^QLveoqAtfir^v). — Er Mo. 

Lambro, Fl. (in Spanien), Lambrus. 

Lamego, St. (in der portugiesischen 
Provinz Beira), Lam^ca. — La- 
mBcum. — Lamacenorum Urbs. — 
Lamecenorum Urbs. — Lama. 

Lamina, St. (in der Türkei, im alten 
Magnesia in Thessahen), Hamdium 
COfiokiov). 

Lampednsa (Lampadosa), Insel (an der 
Nordküste von Afrika), Lopadusa 
{Ao7caöovo[o]a). 

Lampta^ St. (im Königreich Fez), 
Vobrix. 

LamuzO) Distrikt (Gegend von An- 
tiochia in Kleioasien, im alten Isau- 
rien), Lamütis {AafjtwTlq). — 
Lamusia. 

Laneaster, St. 1. (Hptst. der gleichn, 
Grafsch. im nordwestl. England, am 
Lune und Lancasterkanal) , Alau- 
num. — Alöne. — AUiyi^e. — Lon- 
govicum. — Lancastria. — Langinia. 
S« St. (in Pennsylvanien in Nord- 
amerika), Longovicum Americanum. 

Laneeröta, Insel (östlichste der Kana- 
rischen Inseln, mit Vulkan), Lan- 
celota. — Lancellotta. 

Laneeston, s. Lauston. 

Lanciano (Vecchio), St. (ital. Prov, 
Abruzzo citra, am Foltrino), Anxä- 
num. — Lancianum. 
Einw.: Anxäni. 

Land der Saehsen, Provinz (in Sieben- 
bürgen), Fundus Begius Saxonicus. 

Land ob der Ens, Erzherzogtum 



317 



Land unter der Ens 



Laneboorgr 



318 



(oder Ober-Östreich, Hptst. Linz an 
der Donau), Äustria Su/perior, 

Land unter der Ens, Erzherzogtum 
(oder Nieder -Ostreich, Hptst, "Wien 
auf dem r. Ufer der Donau, wo das 
Müfschen Wien mündet), Äustria 
Inferior. 

Landaff, St. (in Südwales in England), 
Fanum ad Taffum. 

Landau, St. 1. in der Pfalz (Bezirks- 
amt, bayr. RB. Pfalz, an der Queich), 
Landavia. — Landavium. — 
Landavum. 

2« an der Isar (Bezirksamt, bayr. 
RB. Niederbayem) , Landavium ad 
Isaram. 

3. In Waldeek (Fürstentum W., 
Kr. der Twiste, an der TVatter), 
Landavum Valdecense. 

Landeck, St. 1. in Schlesien (Kreis 

Habelschwerdt, RB. Breslau, Prov. 
Schlesien, an der Biele zwischen 
dem Glatzer Schnee- und dem 
Reichensteiner Gebirge), Landecca. 

S« in Westpreufsen (Kreis 
Schlochau, RB. Marienwerder, Prov. 
Westpreufsen, an der Küddow, welche 
daselbst Zier und Dobnnka auf- 
nimmt), La/ndecca Borussias Occi- 
dentalis. 
Landes, Les — , Landstrich (nur 
Steppen und Heiden längs der Küste 
des Biskayischen Meerbusens m 
Frankreich, zwischen der Gironde 
und den Pyrenäen; Name eines frz. 
Departements, Hptst. Mont de !Mar- 
san), Landarum Tractus. — 
Ager Syrticus. — Landau Burdl- 
galenses. — Tesqua Aquitanica, 
-orum. — Tesca Aquitanica. — 
Sabuleta BurdigaJensia. 

Landeshut, St. (Kreisst., RB.'Liegnitz, 
Prov. Schlesien, am Einflufs der 
Zieder in den Bober, westl. vom 
Landeshuter Kamm), Landishütum 
Silesiae. — Landishüta Süesiae. 



Landquart, Fl. (Nbfl. des Rheins im 
Kant. Graubünden, durchfliefet den 
Prättigau, mündet oberhalb Maien- 
feld), Langarus. 

Landreey, Festung (im frz. Dep. Nord, 
an der Sambre), Landrecium. — 
Landresium. — Landräcum. 

Lands End, The — , Vorgebirge (süd- 
westUchste Spitze Englands), Pro- 
munturium Antivestaeum. — 
Bolerium. — Belerium. 

Landsberg, St. 1« an der Warthe 

(Kreisst., RB. Frankfurt, Prov. Bran- 
denburg, am Einflufs der Kladow in 
die Warthe), Landsberga ad VaHam. 

2, in Ostpreufsen (Kr. Preufs.- 
Eylau, RB. Königsberg, Prov. Ost- 
preufsen) , Landsberga Borussias 
Orientalis. 

3« in Obersehlesien (Kr. Rosen- 
berg, RB. Oppeln, Prov. Schlesien, 
an der Prosna, hart an der russischen 
Grenze), Landsberga Silesiae. 

4. BB. Merseburg (Kr. Delitzsch, 
Pi'ov. Sachsen, am Strengbach), 
Landsberga Saxonica. 

5. in Bayern (unmittelbare St., 
bajT. RB. Oberbayern, r. am Lech), 
Lamlsberga Bavarica. 

Landserona, s. Landskrona. 

Landser, Doi-f (und Kantonshauptort, 
Elsafs-Lothnngen, Bezirk Oberelsafs, 
Kr. Mülhausen), Decus Begionis. 

Landshut, St. (unmittelbare, Hptst. 
von Niederbayem, an der Isar), 
Landishütum. — Landshutum. 
— Landshüta. — Consuanetes. 

Landskrona, St. (befest. Hafen in der 
schwedischen Provinz Schonen, am 
Sund; gegenüber im Sund die Insel 
Hveen mit den Ruinen des Schlosses 
Üranienborg, einst Tycho de Brahes 
Sternwarte), Coronia, 

Lanebourg, Mktfl. (in Savoien), Lan- 



319 



Laneift 



Larfitzen 



320 



cioburgum. — Lcmeburgum, . — 
Lamburgum. 

Lanerk, St. (in England), Colanica, 

— Colania. — Cwria, — Lanarcus. 

Lang:eland, Insel (dänische, im Grofsen 
Belt), Langelandia. — Terra 
Longa. 

Laiig(e)iiaa, Mktfl. (Hauptort des 
Emmenthals im Kanton Bern), Cam- 
pus Longus. 

Langrensalza, St. (Ereisst., RB. Erfurt, 
Prov. Sachsen, an der Salza und un- 
weit der ünstrut), Longosalissa. 

— Salca. 

Langrenzenn, St. (bayr. RB. Mittel- 
franken, Bezirksa. Fürth, an der 
Zenn), Cenna. — CHnna. 

Langrets, St. (in Frankreich"), Lange- 

sium. 
Langron, St. (in Frankreich), Alingo. 

— Älingonis Portiis. 

Lances, St. (befest., frz. Dep. Haute- 
Mame, auf dem eisenreichen Plateau 
vonLangres), Lingönum Civitas. 

— Andomatimum. — Andemaitmum 
Lingönum. — Antematunum. — 
Lingones. 

Adj.: Lingonensis, -e. 
Lingonicus, -a, -um. 

LaniniedoC) Provinz (ehem., des südl. 
Frankreichs, jetzt die 6 Dep. Haute- 
Garonne, Tarn, Aude, Herault, Gard 
und Ardeche bildend; benannt nach 
der südfranz. Mundart (Langue d'oc) 
im Ggstz. zur nordfranz. (Langue 
d'oui): Hptst. Toulouse), Langfuje- 
docia. — Langedücum. — Occi- 
ta/nia (Provincia). — Fagus Tolo- 
sünus. — Volcarum Begio. 
Adj.: Occitänus, -a, -um. 

Langraes, Landschaft (in Savoien), 
Langae. — Langarum Tractus. 

— Langoa. 

Lanquart, s. Landquart. 



Lan-Sn, Fl. (im nordwesÜ. Kleinasien, 
im alten Bithynien) , El aeu 8 
OSXaiog). — Elatas CEkaxaq). 

Lanzo^ St. (in Piemont), Axima. 

Laon, St. (befest. Hptst. des frz. Dep. 
Aisne), Laudünum. — Lugdünum 
Clavatum. — ürbs Laudunensis. — 
Laodünum. 
Adj.: Laudunensis, -e. 

Laonda (Leda), St. (auf der Südküste 
von Kreta), Leb Ena (Asßijva). — 
Lebin (Asßijv). 
Adj. : Lebenaeus, -a, -um. 

Laonnois, Landschaft (um Laon, 
w. m. s.), Tractus Laudunensis. 

Lapitho (oder Lapta), St. (auf der 

Nordküste der Insel Cypern), La- 

päthos (Adnad'og). — LapEthus 

{AanriS^oq). - Lapithus {Aani^oq). 

Acy.: Lapithius, -a, -um. 

La PoUonia (oder Vojussa), Fl. (in 
Albanien), Adus. — Laous. — 
Aeas, -antis. 

Lappland (Sameland, nördl. p!eil der 
skandinavischen Halbinsel, zwischen 
dem Bottnischen Meerbusen, dem 
Nördlichen Eismeer und dem Weifsen 
Meer; die Bewohner zerfallen in Renn- 
tier- oder Berglappen und Fischer- 
oder Küstenlappen. Lappland ist 
politisch geteilt zwischen Schweden 
— Lappmark — , Norwegen — Finn- 
marken — und Rufsland — Teil von 
Finnland), Lapponia. — Lappia. 
Einw.: LappJines. — Lappi, 
Adj.: Lapponicus, -a, -um. 

Lapsaki, St. (in Türkisch-Kleinasien, 
in Klein -Mysien am Hellespont), 
Lampsacus {Adfixpaxog). 

Lar, St. (Hptst. der persischen Land- 
schaft Laristan), Laria. 

Laraehe (oder El Arisch), St. (Seestadt 
in Marocco), Lixus. 

Largritzen, Dorf (Kanton Hirsingen, 



321 



Larino 



Lausitz 



322 



Kr. AltMrcli, Bezirk . Ober-Elsafs, 
Elsafs-Lothiingen), Larga, -ae. 

Lariii»9 St. (im Neapolitanisclien), 
Lartnum. — Alcmnum, 
Adj.: Lannas, -ätis. 

Larissa, s. Jenischelir 1. 

Laristan, Landschaft (persische, der 
südöstl. Teil der Prov. Fars; Hptst. 
Lar), Elymais, -idis CEXvfiätq). 

Actj.: Mymaeus, -a, -um (^Xv- 
(Jialoq). 

Larizo, St. (in der Türkei, im alten 
Thessalia Phthiotis, beim j. Gardhiki), 
Larissa PensiUs (AaQiaaa ^ Kge- 

Larma, s. Kastri. 

Lamaka, St. (auf der Insel Cypem), 
CUium {Klriov). 

Lasthi, Gebirge (im Osten der Insel 
Kreta, einst dem Zeus heilig). Biete 
{dixTtj). — Dictaeus Mons (Jix- 
ratov ^O^og). 

Latakleh, s. Ladikieh. 

Latik, Ort (im südl. Kleinasien, im 
alten Lykaonien), Lystra, -ae und 

Einw.: Lystreni, 

Latzfafs, Mktfl. (Gericht in Tirol in 
Ostreich), Föns Latius. 

Laubaeh, 1« s. Laibach 2. 

2. St. (Kr. Schotten, hess. Prov. 
Oberhessen, an der Wetter), Lern- 
hUcum, 

Lauban, St. (Kreisst., EB. liegnitz, 
Prov. Schlesien,amQueis), Lauhäna. 
— Lau^anum. — Lauba. 

Laadun, Mktfl. (in Frankreich), La- 
da num, — LaudumAm. 

Lauenbnrgr, !• Herzogtum (ehemal., 
jetzt Kreis, Prov. Schleswig -Hol- 
stein, an der Elbe, Delvenau, Stecke- 
nitz und Steckenitzkanal, mit dem 
Katzeburger und Schoolsee), Duca- 

8 n a 1 f e 1 d , Geograph. Handbüclilem. 



tus Lauenburgicus. — Comi- 
tatus Lauenbwrgensis. 

2. an der Elbe, St. (Kreisst., 
s. 1, an der Mündung der Delvenau 
[des Steckenitz-Kanals] in die Elbe), 
Lauenburgum, *— Ledbu/rgwm. 
— Coenoenwm, 

3. in Pommern, St. (Kreisst., 
RB. Köslin, Prov. Ponmiem, an der 
Leba), Lavtenbwrgwm Fomeranortmi. 

Laufen, 1. in Bayern, St. (bayr. BB. 
Oberbayern, an der Salzach), Arto- 
briga, 

2. an der Eyaeh, Dorf (Württem- 
berg. Schwarzwaldkreis, Oberamt 
Balingen), Lußna, 

Laufenburg, St. (eigentlich Klein- 
laufenburg, Kr. Waldshut, Amt 
SäcMngen, Grhzgt. Baden, am Ehein 
und Grofslaufenburg in der Schweiz 
gegenüber), Gannodürum, — 
Laufen^rgum. 

Lauffen am Neekar, St. (württemb. 
Neckarkreis, Obera. Besigheim, am 
Einfluls der Zaber in den Neckar), 
Laviäcum, — Jjwpha. 

Lauingren, St. (bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Dillingen, an der Donau), 
Lauginga. — Lavinga, 

Lauis (Lavis), s. Lugano. 

Laune, St. (in Frankreich), Ladona, 

Lauraeh, s. Lorch 2. 

Lauragrnais, Grafschaft (in Oberlaaigue- 
doc in Frankreich), Ager Lauri- 
äcus. — Ager Lawriacensis. 

Laurana, St. (in Krain in Ostreich), 
Tirana. — Laura/nvm, 

Lausanne (dtsch. Losen), St. (Hptst^ 
des schweizer Kantons Waadt, Va Std. 
vom Genfer See ; Seehafenort Ouchy), 
Lausanna.' — Lausonium. ^- 
Lausodünum. — Lausona. — Lau- 
sonna. 

Lausitz, Landschaft (im mittleren 

11 



323 Lausitzer Gebirgre 



Leeee 



324 



Deutschland, zerfiel ehedem in die 
beiden selbständigen Markgrafschaften 
Ober- und Niederlausitz, welche 
beide im 13. und 14. Jhdt. durch 
Kauf und Heirat an Brandenburg 
fielen. 1815 kam der nordösti. Teil 
der Oberlausitz sowie die ganze 
Kiederlausitz an Preulsen [BB. Frank- 
furt]; der sächsisch gebliebene Teil 
bildet die Kreishauptmannschaft; 
Bautzen), Lusatia, — Lusatia 
Su/perior. — Lusatia Inferior. 

Einw.: Lusati. 

Adj.: Litsaticus, -a, -um. 

Lansitzer Gebirge, Sandsteingebirge 
(Teil des Sudetensystems im König- 
reich Sachsen imd Böhmen, trägt an 
der Elbe den Namen Eibsandstein- 
gebirge oder Sächsische Schweiz, er- 
reicht im Jeschken [965 m] in B. 
seine gröfste Erhebung und schliefst 
in . der Zittauer Gegend in sich den 
Aussichtspunkt Oybin sowie die 
Phonolithkegel des Hochwalds und 
der Lausche), Moni es Lusatici. 
— Semama. 

Lauston (Lanceston), Mktfl. ^n Eng- 
land), Fanum Sa/ncti Stephani. 

Lamterburg, St. (Kantonshauptort, Kr. 
"Weifeenburg, Bezirk ünterelsafe, 
Elsafs-Lothringen, an der Lauter), 
Ltdrae CaMrum. 

LaTagrna, 1. Fl. (im Gebiete von 

Genua), EnteUa. 
2. Mktfl. (im Gebiete von Genua), 

Lavania. — Lehonia. 
Layal, St. (bef. Hptst. des frz. Dep. 

Mayenne, an der Mayenne), Vallis 

Cruidonis.^ 

Layant, Fl. (1. Nbfl. der Drau, ent- 
springt am "V^enzelalpenkogl, durch- 
fliefst das Lavantthal in Kärnten 
und mündet bei Lavamünde), La- 
ventus. 

Lavaux, St. (frz. Dep. Tarn, am Agou), 
Vaurum. — Vauricum. — Vera. 



LaTedan, Thal (in Frankreich), L&m- 
iania. 

Larello, St (in der neapolitan. Prov. 
Basilicata), Lahellum. — LaveLlum. 

LaYemttnde (Lavamünd), Mktfl. (im 
östr. Herzogt. Kärnten, an der Mün- 
dung des Lavant in die Drau), La- 
V entin a. — Laverdi Ostium. 

LaTigrna, Ort (an Stelle des alten La- 
vinium, nordwestl. von Laurentum, 
in Latium), Lavininm. 

La?ls, 1. Fl. (1. Nbfl. der Etsch in 
Tirol, durchfliefst das Fassa- und 
Fleimserthal, mündet beim Flecken 
L.), Ävisio. 

2« Mktfl. (vgl. 1). Luganum. — 
Inniänum. 

Layonr, s. Lavaux. 

Laybach, s. Laibach. 

Laye, Wald (in Frankreich: Isle de 
France), Ledia. 

Lebedah, St. (in TripoHs), Leptis 
Magna. — L^tis Altera. — Nea- 
polis Tripolitana. 

Lebedigrli, St. (in Türk.-Kleinasien, an 
der einstigen ionischen Küste), Lebe- 
dtis (AeßeSog). 

Leberthal (Leberachthal), Thal (von 
Markirch, von der Leberach, einem 
r. Zufl. des Giefsen aus dem Wasgen- 
wald im Elsafs, durchströmt), Vallis 
Leporacensis. — Leporea. 

Lebida, s. Lebedah. 

Le Blane, St. (im frz. Dep. Indre), 
Oblincum. — Oblimum. 

Lebrfja (Lebrixa), St. (in der südspan. 
Prov. Sevilla), Nebrissa. — Colo- 
nia Venerea Nebrissa Aitgtista. 

Lebas, St. (Kreisst, EB. Frankfurt, 
Prov. Brandenburg, an der Oder), 
Jjebusium. 

Leeee, !• Provinz (Terra d'Otranto, in 
Süditalien), Calabria. — I^ovin- 
da Hydruntina. — Ager Hydrun- 



325 



Leeeo 



Leiden 



326 



tinua. — Alettna Provincia. — 
Sälentina, 

Einw. : Cdlabri. 

Adj.: CcUäbricus, -a, -um, 

ft. St. (Hptst. von 1), Aletium. 
— jüupia. 

Einw.: Äletlni. 

Leeeo, St. (und Hafen in der lombar- 
dischen Provinz Como, am östl. Arme 
des Comersees), L eucum. — 
LecciMn, 

Leeeo 9 Lagro di — , See (östl. Arm 
des Comersees in der Lombardei), 
Locus ComadBnus. 

Leeh, FL (r. Nbfl. der Donau in Bayern, 
entspringt aus dem Eormaninsee in 
Vorarlberg, tritt unterhalb Eeutte 
nacb Bayern über, verläfst bei Füssen 
die Alpen xmd durchströmt fortan 
die Bayrische Hochebene, bis Augs- 
burg das Lechfeld und mündet unter- 
halb Eain bei Lechsend; bedeutend- 
ster Nbfl. die Wertach), Lichus. — 
lAcas. 

Leehenieh, Mktfl. (Kr. Euskirchen, 
EB. Köln, Kheinprovinz, am Eotbach), 
Legioniacum. — Legnicium. 

Leetafeid, Landschaft (38 km lange 
Ebene zwischen Lech und "Wertach, 
als Schlachtfeld historisch berühmt), 
Lydorum Campus. 

Leehsend (— gemtind), Dorf (an der 
Mündung des Lech), Ostia lAci. 

Leehthal (s. Lech), ValUs Licada. 

Leek (Lek), Fl. (Hauptarm des Eheins 
in den Niederlanden, zweigt sich un- 
weit der deutschen Grenze ab, führt 
ursprgl. den Namen Ehein bis Duur- 
stede, bildet die Grenze zwischen der 
Provinz Utrecht und der Grafschaft 
Culenborg, vereinigt sich bei Krim- 
pen mit dem Noord und fliefst als 
Neue Maas weiter nach Kotterdam), 
Fossa Corbulünis, — Lecca. 

Leetonre, s. Laittoure. 



Ledesma, Mktfl. (span. Prov. Sala- 
manca, 1. am Tormes), Blettsa. — 
Eletisa. 

Lee, Fl. (in der irischen Grafschaft 
Ck)rk, kommt aus einem See und 
mündet, den Hafen von Cork bildend, 
in den Atlantischen Ocean), Lea. — 
Savenus. 

Leeds, St. (Hauptort des West-Riding 
der engl. Grafsch. York, am Aire, 
durch einen Kanal mit Liverpool 
verbunden), Ledesia. 

Leewarden (Leeuwarden), s.Leuwarden. 

Legrion, Ort (im Mailändischen), Legio- 
dünum. 

Legrnano, Mktfl. (der lombardischen 
Provinz Mailand, an der Olona), 
Leoniacum, — Leonicum. — 
lAgnanum. 

Legrad, Mktfl. (im kroatischen Komi- 
tat "Warasdin, unweit der Mündung 
der Mur in die Donau), lovia. — 
Lovia. — LegraMnum. 

Legrrano, Ort (mit 10 km langem Ge- 
birge im Süden von Attika, mit einst 
ergiebigem Silberbergwerk der Athe- 
ner), Laurium (AavQiov). 

Leibnitz, Mktfl. (im steiermärkischen 
Kreise Graz, am Zusammenflufs der 
Sulm und Lafsnitz, mit Schlofs 
Seckau; die Umgebung, das sogen. 
Leibnitzerfeld, enthält viele römische 
Altertümer, Reste der Stadt Solva), 
Laihnitia. 

Leieester, 1* Grafschaft (in Mitteleng- 
land, von WeUand, Avon und einigen 
Nebenflüssen des Trent bewässert, 
vom Leicesterkanal u. a. durch- 
schnitten), Comitatus Leicestriensis. 
2. St. (Hptst. von 1, am schiff- 
baren Soar und Leicesterkanal), 
Leicestria. — Licestria. — 
Legecestria. — Leogara. — Batae. 
— Batis. — Bata^ Coritanorum, 

Leiden, s. Leyden. 

11* 



327 



Leigrlüliibiidgre 



Lendinara 



328 



Leiirlilinbridgre, St. (in Irland), Lech- 
linia. 

Leine, FL (1. Nbfl. der Aller, meist in 
der Prov. Hannover, entspringt in der 
Nähe von "Worbis bei Breitenbach 
auf dem Eichsfeld, fliefet zuerst west- 
lich, bald aber nördl. und über Göt- 
tingen und Hannover zur Mündung 
bei Eickeloh; sie empfimgt r. die 
Euhme und die Innerste, 1. die Thme 
und die "Wunstorfer Aue), Leinius, 

— Ijynius, — Lynvs, 

Leinin^en, Fürstentum (mediatisiert; 
das gräfl. Haus L.-Westerburg teilt 
sich seit 1695 in die Linien Alt-L.- 
"Westerb. und Neu-L-Westerb., z. T. 
im Grhzgt. Hessen), Princtpatys lA- 
nanganus, 

Leinster, Provinz (im südöstl. Irland, 
enthalt 12 Grafschaften), Lagenia. 

— Langenia. 

Leipzig, St. (Sitz einer d^ 4 Ereis- 
hauptmannschaften im Königreich 
Sachsen, selbst. St., am Einflurs der 
Pleifse und Parthe in die "Weifse 
Elster), Lipsia. 
Adj.: Lipsiensis, -e. 
Lipsiäcus, -a, -um. 
lApsicus, -a, -um. 

Leiria, St. (im gleichnam. Bezirk der 
portugiesischen Provinz Estremadura 
am ZusammenfluTs der liz und Lena), 
Collippo. — Mwnidpium Cöllippo- 
nense. — Leiria. — Lewra, 

Einw.: Cöttipponenses, 

Adj.: Leiriensis, -e. 

Leisnig, St. (sächs. Ereish. Leipzig, 
Amtsh. Döbeln, an der Freiberger 
Mulde), Leisnicium, 

Leith, St, (schott. Qrafech. Edinburg, 
Hafen letzterer Stadt, am Firth of 
Forth), Letha, 

Leitha (Leytha), FL (r. Nbfl. der 
Donau, entspringt bei Haderswerth 
in XJnteröstreich, zum Teil Grenze 



gegen Ungarn — daher die neuere 
Bezeichnung eis- und transleithani- 
sches Ostreich — mündet bei Unga- 
risch- Altenburg in die Kleine Donau; 
am r. Ufer auf der ungarischen 
Grenze das Leithagebirge), Lita, — 
lAtdha, — lAUis. — Scamiwnga, 
Leitmeritz, St. (Hptst. des gleichnam» 
Kreises im nordwestl. Böhmen an 
der Elbe), Litomerium» — iMUh 
mericum. — Litomericum, — lAta- 
meridw/n, 
A^.: Litomeriensis, -e. 

Leiten, Mktfl. (in England), Du/roUtum. 

Lek, s. Leck. 

Lemberg (pohi. Lwöw), St. (Hptst des 
östr. Kronlandes und Königreichs 
Gahzien, in tiefem Gebirgskessel am 
Peltew, Sitz der Statthalterschaft), 
Leo p oll s, — Lemberga, 
Adj.: LeopölüQnvus, -a, -mn. 

Lemene, Fl. (in Yenetien, entspringt 
oberhalb San Vito in der Prov. Udine 
und mündet nördlich vom Hafen von 
Falconera in den Golf von Venedig), 

Lemgro, St. (Fürstent. lippe, an der 
Bega), Lemgovia. — Lemgoa. 

Lemno, St. (auf der Westseite der tür- 
kischen Insel Lemni oder Stahmene), 
Myrina {Mvqivo), 

Lerne, Fl. (im Genuesischen), Lemuris, 
Lemta, St. (in Tripolis im nördl. Afrika), 
Leptis Minor. — Leptis Parva. 
— Leptis. — Lepteminnus. 
Einw.: Leptitäni. 
Adj.: Lepticus, -a, -um. 
Leptiminensis, -e. 

Lemyigr, St. (im dänischen Amte 
Kingkjöbing in Jütland am lijmflord), 
Lern Olga. — Lemmcum. 

Lenezigr, s. Lentschitz. 

Lendinara, St. (in der venetianischen 
Provinz Rovigo, am Adigetto), Len- 
äinaria. 



329 



Lenham 



Lerma 



330 



Lenham, Mktfl. (in England), Bwo- 
lenum, 

Lenox (Lennox), Grafechaffc (in Schott- 
land), Levinia. — Elgovia. 

Xens, St. (frz. Dep. ' Pas-de-Calais), 
Lentium, — Lentiacum. — Len- 
dwm, — Castrvm Lenense. — He- 
lenae Vicus, — . JßZenoe. 

Lent-en-Domhes, St. (in Frankreich), 
Lefduhbrn. 

Lentagrio, St. (in Italien), Tagina, 

Lentini, St. (in der sicil. Prov. Noto; 
am gleichnam. Mufs, im Val di Noto), 
Leontini (Aeovrlvoi). — Leon- 
tiwm (Aeovriov), 

LeBtsehitz (Lenczig), St. (in Russisch- 
Polen), Lancicia, — Lancicium. 

Leon, ' 1. Landschaft (Königreich im 
nordwestl. Spanien, mit den 3 Pro- 
vinzen: Leon, Zamora und Sala- 
manca), Beg'num Legionense. 

— Regnum Legionis. 

3« St. (in 1, an der Bemesga mid 
dem Torio, Hauptst. des gleichnam. 
Kgrs.), Legio Septima Gemina, 

— Legio, 

3* St. (ehemal. Hptst. von Nica- 
ragua in Centralamerika , zwischen 
dem Managuasee und dem Stillen 
Ocean), Legio Ämericana, 

4. Lisel (Isla de Leon, im Atlan- 
tischen Ocean, an der Südwestküste 
von Spanien, mit dem Pestlande 
durqh die Brücke del Suaza verbun- 
den, hat mit der Landzunge, auf 
• deren nordwestl. Spitze die Stadt 
Cadiz liegt, eine Länge von 23 km), 
Erythia {^gvS^SLCc). — Cotinussa 
{KoTLVOvaa), — Aphrodisias {/ig)^o- 
öiaidg), — Insula lunonia, 

Leonard, St. — , s. Corbigny St. 
Leonard. 

Leondari, 1« St. (in der griech. Nom- 
archie Arkadien, an dem Grenzpafs 
nach Messenien, Hdisson CEliaa<&v), 



2. M. (im alten Elis), Hdisson 
Fluvius CEkinaotv Ilozafiog), 

Xeopoldstadt, 1. Vorstadt (nördlidiste 
und gröfste von Wien, auf einer 
Donauinsel und mit der Stadt durch 
Brücken verbunden), Leopoldanum. 

2m Festung (im ungarischen Komi- 
tat Neutra, an der Waag), Leopolde- 
polis, 

Lepanto, !• St. (von den Neugriechen 
Epakto oder Nepako, von den Tür^ 
ken Ainabekti, Ainabachti genannt), 
in der griechischen Provinz Ätohen- 
Akamanien), Naupactus (Nccv- 
Tfaxtoq). — Naupactum, 
Adj.: Naupactius, -a, -um 
(NavTidxTiog). 
Naupacüöus, -a, -um, 
S. Meerbusen von — (oder von 
Korinth, s. 1), Sinus Corinthiaeus 
{Koknog KoQivS-iaxog), 

Lepe, St. (im südwestlichen Spanien), 
Laepa, — Laepa Magna. 

Lepsina, s. Lessina. 

Leriei (Lerice), St. (in der ligurischen 
Provinz Levante, am Golf von Speazia), 
Bryx CEqvS). 

Lerida,. St. (Hptst. und Festung der 
gleichnam. span. Provinz in Kata- 
lonien, am Segre), Her da. — ürbs 
Herdensis. 
Einw.: llerdenses. 

Lerln, s. Tolosa. 

Lerinisehe Inseln, Gruppe (kleiner 
Inseln, frz. Lerins, im Mittelmeer, 
an der Küste der Provwice, Cannes 
gegenüber und zum Dep. Seealpen 
gehörig; die gröfsere St. Marguerite, 
die kleinere St. Honorat [im Alter- 
tum Lerina]), Lerinae, 

Leriz, Fl. (in Spanien), Laerus, — 
La£ro8, 

Lerma, St. 1. (span. Prov. Burgos, 
Stammschlofs der gleichn. Herzöge), 
Libarna. — Libamum, 



331 



Lero 



LeTant 



332 



S. (in Mejiko, am Südufer des 
gleichnam. Sees), lAhama Meiiccma. 

Lero 9 Insel (türkisch, an der klein- 
asiatischen Küste vor dem Golf von 
Mendeha, mit der gleichnam. Stadt), 
Lerus, — Leria. 

Lers, El. (im südl. Frankreich, ent- 
springt an den Pyrenäen, mündet 
nach 90 km zwischen Anterive und 
Saverdun in die Ariege), Ircius. 

— Lerttus. 

Lesear (Lascar), St. (frz. Dep. Basses- 
Pyrenees), Lascara Bearnen- 
8 tum. — Benehamentium Civitas. 

— Beneharnum. — Lescuria. 

Lesehe, M. (im Luxemburgischen), 
Letia. — Lieta, 

Lesgrhier (Lazen oder LeM), Völker- 
schaft (kaukasisch, in Daghestan, 
meist Mohammedaner), Lazi. 
Das Land Lesghistan: Lazica. 

Lesina, 1« Insel (slav. Far, östr. Insel 
im Adriatischen Meer, Kreis Spalato, 
an der dalmatischen Küste; bedeu- 
tendster Ort Cittavecchia), Pharus 
{^(XQog), — Pharos. — Pharia, 

2. Lagro dl — 9 See (im Gebiete 
von Neapel), Locus Pontemus. 

Lessina (Lepsina, Letsina, Levsina), 
Mktfl. (in Griechenland, einst attischer 
Demos und St. zur hippothoontischen 
Phyle gehörig), Eleusis CEXevalg), 

— Eleusin i^Xsvalv). 

Lessiii(ii)eS9 St. (in der belg. Provinz 
Hennegau, an der Dender), Lessinae, 

Lesuza (lizuza), St. (in Neukastilien), 
Colonia Libisosanorum, — 
LibisDca. — Idbisosa. — Libiso- 
söna. 

Lette, St. (in Languedoc), Latera. 

Letten 9 Yolksstamm (in Kurland und 
im südl. livland, den litauem und 



alten Preufsen [Porussen] verwandt), 
Letti. 

Lettland: Lettia. — Littia, — 
Litlandia, 

Lettere, St. (in der neapohtan. Prov. 
Neapel, Distr. Castellamare), Lette- 
ranum, — Lycterae. — Letter a, 

Lettseherthal (schweizer Kanton Wal- 
lis), Letschia Vallis, 

Leuhus (Lubens), Mktfl. (ehem. ÖLster- 
cienserkloster, Kr. Wohlau, ßß. Bres- 
lau, Prov. Schlesien, an der Oder), 
Leobusium, — LubWi/ium. — iMÖa, 

Leueate, Mrktfl. (frz. Dep. Aude), 
Leocata. — Locata. 

Lenk (frz.Loueche), Mktfl. (und Bezirks- 
hauptort im schweizer Kanton Wal- 
lis, am ßhone), Leucia. 

Leukerbad (bei Leuk), Therm ae 
Leucenses. — Thermae Leucerae, 

Leuse (Leuze), St. (belg. Prov. Henne- 
gau, an der Dender), Letüsa, — 
lAAsa. 

Leutklreh, St. (Oberamt, württemb. 
Donaukreis, an der Eschach), Ecto- 
durum. — Letdkerka. — Leut- 
kircha. 

Leutmerltz, s. Leitmeritz. 

Leutomlsehl, St. (in Böhmen), lAto- 
mislium. 

Leatsehau, St. (ungar. Löcse, königl. 
Freistadt im Zipser Komitat), Leu- 
conium. — Leutschovia. 

Leuwarden (Leeuwarden), St. (Hptst. 
der niederländ. Prov. Friesland, an 
der £e und am ZusanmienfluJB meh- 
rerer Kanäle), Leovardia. — Leo- 
vardium. 

Lenze, s. Leuse. 

Levadla, s. livadia. 

Levant, Isle dn -:-, Insel (eine der 
Strochaden bei Marseille), Bypiiea 
CYnala). 



333 



Levante 



Liddesdale 



334 



LeTante (ital. II Levante, sc. Sole, 
„das Morgenland^^, umfäiJBt im wei- 
teren Sinne alle von Italien aus nach 
0. zu Hegenden Länder am Mittel- 
ländischen Meer bis zum Euphrat 
und Nil, deren Haupthandelsplätze 
deshalb von den Itahenem Scale di 
Levante, von den Franzosen Echelles 
du Levant [d. h. Staffeln des Mor- 
genlandes] genannt werden. Im engem 
Sinne versteht man unter Levante 
die Küsten Kleinasiens, Syriens und 
Ägyptens), Orten 8, — Terrae 
Orientales. 

LeTendal, MkM. (in Holland), Laeve- 
fanum. — Levefanum, — Levae 
Vcdlis, 

Levenzo, Mktfl. (im &z. Dep. Seealpen, 
Grafsch. Nizza, am Vesubia), Buc- 
et na. — Phorbantia. 

LeTif , s. Lewig. 

LeTitha (Lebitha), Insel (eine der 
Sporaden), Lebinthus (Aißcv^og). 

Levroax, St. (frz. Dep. Indre), Lepro- 
sium. 

Lewenz, Mktfl. (in der Barcser Ge- 
spannschaft in Nieder-Ungam), Leva, 
— Levia. 
Aä^.: Leviensis, -e. 

Lewes, St. (Hptst. der engl. Grafisch. 
Sussex, an der schiffbaren Ouse, mit 
dem Hafenplatz Newhaven), Lesua, 

Leidg, Mktff. (in Ostreich), Levico. 

Lewis , Insel (aus der Gruppe . der 
nördl. Hebriden, mit Harris durch 
einen schmalen Isthmus verbunden), 
Ehuda Occidentalis. — Leögus, 

Leidseher Distrikt, Komitat (in 
Ungarn), Processus Levensis. 

Leyden (Leiden), St. (in der nieder- 
ländischen Provinz Südholland, ober- 
halb der Mündung des Alten Ehein 
in die Nordsee), iMgdrjwmm Bator 
vorum. 



Leye (Lys), Fl. (Nbfl. der Scheide in 
Frankreich und Belgien, entspr. bei 
dem Städtchen Lysboury im frz. Dep. 
Pas-de-Calais, bei Marville schiffbar, 
mündet bei Gent in die Scheide), 
Legia. 

Leytlia, s. Leitha. 

Lez, FL (in Frankreich), Laedus. — 
Ledus. — lAdericus. 

Lezina, s. Lesiua. 

Liaka, Gebirge (der nördl. Teil des 
Pindus, zwischen Thessalien und 
Macedonien, der sich nach Atollen 
erstreckt), La.cmon {Aaxfiwv). 

Liakura, s. Lyakura. 

Liamone (oder Talaro), Fl. (auf der 
Westküste von Korsika), Cercidius. 

— Locra. 

Lian(n)e, Fl. (im frz. Dep. Pas-de- 
Oalais, mündet bei Boulogne in den 
Kanal), Elna. 

Libau, St (Hafen imd wichtigste See- 
handelsstadt in Kurland, am Ausffufs 
des libauschen Sees in die Ostsee), 
Libavia, — Liba. 

Libesade, s. Stavro. 

Libetlien, Si (kgl. freie Bergstadt im 
ungarischen Komitat Sohl), lAbetha, 

Lieenza, Bach (im alten Sabinergebiet 
in Itahen), IHgentia, 

Lielifleld (litchfield), St. (engl. Grafsch. 
Stafford), Etocetum, 

Lielistall, s. liestall. 

Lielitentlial, Kloster (und Dorf, bad. 
Kr. und Amt Baden, am Oosbach, 
mit Cistercienser-Nonnenkloster), Lu- 
cida Vallis. 

Lieosia, Insel (in Italien, Lukanien 
gegenüber), Leucothea (AsvxoS'ia). 

— Lmcosia (Asvxoola und Asv- 
xütala). — Leiicasia {Aevxaaioc). 

Liddesdale, Landschaft (in Schott- 
land), Lidalia, — Liddesdalia. 



335 



LidlLSpingr 



Uml^iirr 



336 



LidkVping, St. (im schwed. Län Marie- 
stad, an der Mündung der Lid& in 
den Wenemsee), Lidcopia. — 
Licapia. 

Liebenthal, St. (Er. LÖwenberg, RB. 
liegnitz, Prov. Schlesien, am Ötebach, 
welcher zum Queis geht), LeovaUia. 

Liebenau, Mktfl. (Kr. Nienburg, Landdr. 
u. Prov. Hannover, Grafisch. Hoya, 
an der Aue), AUsni, 

Liefland, s, livland. 

Liegmitz, St. (Stadtkreis und RB., 
Prov. Schlesien, an der Eatzbach), 
Lignitium. — Ligmtia. — lAgm, 

— iMgidimum. — Hegetmatia. — 
Egitmatia, — Itigitmatia. 

Llenz (Lüenz), St. (ini tirol. Kreis 
Brixen), Loncium. — Lencium, 

Lier (lierre), St. (in Brabant, in der 
belg. Prov. Antwerpen, am Zusammen- 
flufs der Grofsen und Kleinen Nethe), 
Lyra. — Ledi. 

Llestall (lichstall), St. (und Hauptort 
des schweizer Kantons Basel -Land- 
schaft, an derErgolz), JLeucostabulwm, 

LieuTin, Le — , Landschaft (in Frank- 
reich, in der Normandie, die Um- 
gebung von Lisieux), Lexovii, — 
Pagus Lesumus, 

JAttejj M. (in Lrland, mündet bei 
Dublin in die Lische See), Även- 
lifnius. — Lifnius, — Libnius, 

Ligrne, Dorf (in der belg. Prov. Henne- 
gau, Bez. Toumay), lAgniaeum. 

Llgrnidres, St. (in Frankreich), Lina- 
rium, 

Ligrny, 1« St. (frz. Dep. Maas, am 
Omain), Lignium. — Ligniäcum. 

— Lincium. — lAncymn. — Fo- 
Uchnium, 

S. Dorf (belg. Provinz Namur), 
Lignium Belgarum, 

LymQord, Meeresarm (an der Ost- 
küste Jütlands, 158 km lang; die ihn 



von der Nordsee trennende Nehrung 
ward 1825 vom Meer durchbrochen, 
sodafs Nordjütland seitdem Insel ist), 
SinusLim icus. — Sinus Lymicus, 

Lilienfeld, ' Kloster (in Ostreich), 
Campililitfm, 

Lille, 1. St. (niederl. Ryssel, Hptst. 
des frz. Dep. Nord, sehr wichtige 
Festung am schiffbaren Deulekanal, 
der hier in die Lys mündet). In- 
sula. — Insu^ae. — Isla, 

Adj.: InsuUnsis, -e. 

2. Fl. (im westi. Frankreich), 
Ella. — Bla. 

Liliebonne, St. (frz. Dep. Niederseine), 
luliobana. 

Lillers (Lilliers), St. (frz. Dep. Pas- 
de-Calais), Lillerium. — Lüertium. 

Lillo, Festung (in Holland), Lilloa. 
— Liloa. 

Lima, 1. Fl. (entspr. in Galicien im 
westl. Spanien, durchströmt Portugal 
von 0. nach W. und ergiefet sich 
bei Yiana in den Atlantischen Ocean), 
Belio. — Limia. — Limius. — 
Oblivionis Fluvitis (oder Flnmen). 

2. Ponte de Lima, St. (in der 
portugies. Prov. Minho, am Lima), 
Forum Limicorum. — Limia. 

3« St. (Hptst. des ehemal. span. 
Vicekönigreiches, der jetzigen Repu- 
blik Peru, am Rimac), Lima. 

Limagne, Landschaft in der Auvergne 
in Frankreich), Alimania. — Li- 
mania. 

Limbach, 1* Dorf (sächs. Kreish. 
Zwickau, Amtsh. Chemnitz), Idm- 
bäcum. 

flm St. (und Bergschlofs in Ungarn, 
auch Lindva genannt), Lindua. — 
Olimacum. 

Limburg, 1« Landstrich (ehemal. 
Herzogtum: jetzt 1. holl. Prov. L. 
zwischen Nordbrabant , Geldern, 
Rheinpreufsen und den belg. Prow. 



337 



Lime 



Linz 



338 



L. und Lüttich ; Hptst. Mastricht. — 
2. belg. Prov. L., zwischen Nord- 
brabant, holl. L., Lüttich, Südbrabant 
und Antwerpen; Hptst. Hasselt), 
Provincia Transmosäna. — 
Transmosäna Diclo, 

2. St. (ehedem Hptst. des gldchn. 
Hzgts., jetzt zur belg. Prov. Lüttich 
gehörend, anderWeeze), Liniburgum. 

3. an der Lahn, St. (Kr. Unter- 
lahn, RB. Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau), Limbu/rgwm ad Laganam. 

Lime, s. Lyme. 

Limenille, St. (in Frankreich), Limo- 

Limisso, St. (an der Südküste von 
Cypem), AnuxthtiS (kfjiad^ovg), 

Limmat, n. (Nbfl. der Aar, Abflufs 
des Zürichersees, durchströmt Zürich, 
mündet unweit Brugg), Ltmaga, 
— Limagus. — Lindemagus. 

Limne Btiya, See (kleiner in Griechen- 
land, nördlich Yom alten böotischen 
Theben, auch Kephissis genannt), 
Hylice CYXix^ Al/ivi^), 

Limoges, St. (Hptst. des frz. Dep. Ober- 
vienne, an der Yienne), Augusto- 
ritum, — Lemotncum. — Lemo- 
mca, -ae. — Lemovtcae, 

Einw. : Lemomces, -um, 

Adj.: Lemovicensis, -e, 

Limousln, Provinz (ehem. in Frank- 
reich, mit der Hptst. Limoges, ent- 
spricht dem jetzigen Dep. Obervienne 
und Creuse), Provincia Lemovi- 
censis, — Lemomces, -um, 

Limoux, St. (frz. Dep. Aude, am Aude), 
Lim(l>sum, 

Linäres, St. (Blei- und Kupferbergwerk 
in der span. Prov. Jaen), HeUanes. 

Lincoln^ 1. Gra&chaft (im ösÜ. Eng- 
land, mit den 3 Distrikten Lindsey, 
Kesteven und Holland), Comitatus 
Lincoimensis, 
2. St (Hptst. von 1, am schiff- 



baren Witham), Lincolnium, — 
Lincölonia, — Civitas LindocoHna. 

— Lindu/m Colonia, 

Lindau, St. (immittelbare, bayr. KB. 
Schwaben, auf einer Lisel im Boden- 
see, durch eine 330 m lange Brücke 
mit dem Festiande verbunden), Lin- 
davia, — Lindaugia, — Lindoa, 

— Lintoa. — PMlyraea, 

Lindesbergr (auch blofs linde), St. 
(Bergst. im schwed. Län Örebro)- 
lAndesberga, 

Lindo, Dorf (auf der türit. Insel Eho- 
dus), Lindus {AtvSog). 

Lindva, s. Limbach 2. 

Lingen, 1. Grafschaft (im ehemal. 
westfäl. Kreise; die obere zum Kreis 
Tecklenburg, RB. Münster, Prov. 
Westfalen, die niedere zur Land- 
drostei Osnabrück, Prov. Hannover, 
gehörig), Lingo, -onis. 

2« St. (Kreissi, Landdr. Osna- 
brück, Prov. Hannover, am Ems- 
kanal und unweit der Ems), Linga, 

Linidres, St. (inFrankreich), Lina/rium, 

Link((pingr, St. (Hptst. des gleichnam. 
schwed. Län oder ÖstergöÜandslän 
am Südende des Roxensees), Lin- 
copia, 

Linlithgow, 1. Grafechaffc (auch West- 
Lothian genannt, eine der kleinsten 
Grafschaften in Südschottiand), Comi^ 
tatus Lindensis. 

2« St. (am gleichn. See, Geburts- 
ort Maria Stuarts), Lindum, — 
Lindünum, — Limnüchus. 

Linnhe-Loch, Fl. (in England), Ijmgus, 

Linz, St. 1. in Östreieh (Hptst von 
Ostreich ob der Enns, r. an der 
Donau), Are data, — Aredatum. 

— AwdiUwum, — Gesodünum, — 
Lentia, — Lentium, — Linea, — 
Linda. — Lindum, 

3. am Bhein (Kreissi, BB. Koblenz, 
Rheinprovinz), Lindum Rhenanum, 



339 



Linza 



LissB 



340 



Linza, M. (im NeapoKtanischen), 
Lenda. 

Lions, St. (frz. Dep. Eure, am Bach 
Orleans), Lionium. 

Liparl, 1. Isoli dl — , Inselgruppe 
(auch Äolische Inseln gen., 11 vul- 
kanische Inseln nö. bei SiciHen, das 
Verbindungsglied zwischen Yesuv 
imd Ätna: die nördlichste, Sfrom- 
boli, mit immer brennendem Yulkan), 
Aeoli Insulae (Atolov Nijaoi). 
— Aeoliae Insulae, — Äeoliae, — 
ÄeoUdes (Aloklöeg). — Hephaestictdes 
CH(paiaridösg). — Vulcaniae. — 
Lipärae {AinaQcci). — Liparaeorum 
Insulae. 

S. Insel (die gröfste der lipari- 
schen Inseln), Lipära {AinaQo). 
Lipäris, — MeligUniSj 4dis {MsXi- 
yovvig). 

3« St. (auf 2), Lipära {AmaQa), 

Einw. : Lipardei, -orum, — Li- 
parenses, -tum. 

Adj. : Liparaeus, -a, -um {Ai- 
Ttcc^alog). 
Uparensis, -e. 

Llpese, s. liptau. 

Lipnik/ Mktfl. (im galizischen Kreis 
Wadowice), Prista, -orum. 

Lippe 9 1. M. (r. Nbfl. des Rheins in 
Westfalen und der Eheinprovinz, 
entspringt unweit lippspringe in der 
Senne, fliefst nach W. und mündet 
bei Wesel; Nbfl.: 1. die Alme, Ahse 
und Seseke, r. der Haustenbach und 
die Stever), Lippia. — Lipia, — 
Lupia, — Luppia. 

2* Fürstentum (ehem. Grafsch., 
westl. von der Weser, gröfstenteils 
von Westfalen eingeschlossen, vom 
Teutoburger oder lippeschen Wald, 
auch Ofsning genannt, durchzogen; 
Hauptflüsse: die Werre mit Bega, 
die Exter undEmmer), Frincipa- 
tu8 Lippiensis. — Ckymitatus 
lAppiensis. 



Lippspringre, St. (Ex. Paderborn, RB. 
Minden, Prov. Westfalen, an der 
lippe, nähe ihrem Ursprung [beim 
Gute Dedinghausen]) , L ipp iae 
Fontes. — Lippebnme. — Lippui- 
hrv/rma. 

Lippstadt, St. (Kreisst., EB. Arnsberg, 
Prov. Westfalen, an der lippe), 
Lipstadium. — Ldppa. — Lu- 
pias, -ae. 

Lipsokatalia, Insel (kleine in Griechen- 
land, zwischen dem Piräus und Sa- 
lamis), Fsfßala {WvTT dXri). 

Liptau (lipese), Mktfl. (ungar. lipto, 
im gleichn. Komitat), Liptavia. — 
Liptovia. 

Liptauer Gespannsehaft, Komitat (in 
Ungarn, von der Waag durchflössen, 
von Ausläufern der Karpaten, den 
sog. Liptauer Alpen, erfüllt; flaupt- 
ort: Szent-Miklos), Comitatus 
Liptaviensis. — Comitatus Ldp- 
toviensis. 

Lipuda, La — , M. (im Neapolitani- 
schen), Crimisus (K^ifiiaSg). 

Liria, St. (in der span. Prov. Valencia), 
Leria. — Lau/ro. — Laurona. — 
Ec^a. 

Lisieux, St. (im frz. Dep. Calvados in 
der Normandie, am Touque), Lexo- 
viorum Civitas. — Lexovium. 
— Lexöbium. — Lexübium. — 
Noviomägus. 
Adj.: Lexoviensis, -e. 

Lisogno, St. (in Oberitalien), Lisonius. 

Lissa, 1« Insel (und Mktfl. in Dalma- 
tien, zum Kreis Spalato gehörig), 
Issa Insula. — Hissa. 
Einw.: Issenses, 4um. — Issaei, 

-orum. 
Adj.: Issensis, -e. 
Issaeus, -a, -um. 
Issdicus, -a, -um. 
2. in Posen oder Polniseli-L., 
St. (poln. Leszno, Kr. Fraustadt^ RB. 



341 



Lissabon 



Loearno 



342 



und Prov. Posen), LimiosalBum. 

— lAssa Pohnica. 

3. in Sehlesien, Mktfl. (u. Bitter- 
gut, Kj. Neumarkt in Sohl., RB. 
Breslau, Prov. Schi., an der Wei- 
stritz), Lissa Silesiaca, 

Lissabon, St. (portug. Lisböa, Hptst. 
Portugals, Centrum des portugiesi- 
schen Handels und Kolonialverkehrs, 
amphitheatralisch am rechten Tajo- 
ufer, unweit dessen Mündung ge- 
legen), Felicitas lulia. — Oli- 
sipo. — Olisippo. — ülissipo. — 
OUssipum. — OUssippo, — ülissaea. 

— Ülis8ia, — Ülisbona. — TJUssi- 
polis, — Ltssdbona. — Lishona, — 
Lisboa. 

Litauen, Landschaft (ehem. poki. 
Grofsherzogtujn, aus dem eigentl. L. 
pLitwa], Samogitien und dem litau- 
ischen Eufsland bestehend, von Düna, 
Dnjepr, Niemen und Bug bewässert ; 
kam bei der Teilung Polens teils an 
Rufsland [Gouv. Wilna, Grodno, 
Mohilew, "Witebsk und Minsk] und 
an Preufsen [EB. Gumbinnen]. Die 
Litauer bilden mit den Letten und 
alten Preufsen die lettoslawische 
Völkergruppe), Lituania. — Li- 
thuania, 

Einw.: LMucmi, 

Adj.: lÄtucmicus, -a, -um. 

Little ehester (oder Auldby), St. (in 
England), Derventio. 

Livadia, St. (in der griech. Nomarchie 
Attika, am Fufse des Helikon und am 
westlichen Rande der Kopaisebene), 
Lebadea (Aeßdösia). 

Livadien, 1* Landschaft (der nördl. 
Teil Griechenlands [Romanien], nach 
der Stadt livadia benannt), Graecia 
Propria. — Hellas CEXkoig). — 
Achaia {)ixä.ta). 

2« See von L. (Sumpfsee, auch 
See von Topolias genannt, in der 



griechischen Nomarchie Böotien; seit 
1857 trocken gelegt), Copa'is, -^idis 
{KcttTtatg, 'iöog, sc. AlfJLvri). — Ce- 
phissis, -^dis {Kfj<piaalg). — HcUiar- 
titts {jLXiccQTiog). — Haliartia Palu>8 
CAkiccQzlg Alfivri). — Onchesti Pdlus 
CH iv ^Oyx^oz(p AifxvTj). — Liva- 
diae Palus. 

Li?anitis, Mktfl. (in Griechenland, 
einst St. und Hafenplatz der opun- 
tischen Lokrer auf "einer Landspitze), 
Cynos (Kvvog). — Cynus Locridis, 

Livenza, Fl. (schiffbarer, in Yenetien, 
entspr. bei Polcenigo in der Prov, 
TJdine und mündet nach 75 km 
nördl. von Caorle in das Adriatische 
Meer), Liq^uentia. — Ldquetia. 

LiTinerthal (in der Schweiz), Vallis 
Lepontina. — Lepontiorum Vallis, 

Livland (Kefland), Gouvernement (in 
Rufsland, eine der Ostseeprovinzen; 
Hptst.: Riga), Livonia, 
Einw.: Livünes, -^um, 
Adj.: Livonicus, -a, -um. 

LiTomo, St. (beföst. Hptst. der gleioh- 
nam. mittelitalien. Prov., wichtigster 
Handelshafen Italiens, am Mittel- 
meer), Ad Herculem. — Portus 
Liburnicus. — HercuUs Libwmi 
Portus. — Herculis Labronis Por- 
tus. — Libu/rnus. — Libu/ma. — 
Liburnum. — Lavur. — Labro. 

Lizier, St. — , s. St. lizier. 

Lizuza, s. Lesuza. 

Llerena, St. (in der span. Prov. Bada- 
joz), Begiana. 

Llobregat, M. (in der span. Pi-ov. 
Barcelona, mündet nach 105 km 
südl. von Barcelona in das Mittel- 
meer), Bubricatus. 

Lo, St. — , s. St. Lo. 

Lobbe, Mktfl. (in Belgien), Labieni 
Castra. — Laubium. 

Loearno, St. (deutsch Luggarus, im 



343 



Loehaber 



Loiret 



344 



schweizer Kanton Tessin, am Nord- 
ufer des Lago Maggiore, dem sog. 
Lago di Locamo), Lucarnum. — 
Locamum. 

Loebal^er (Locliabar) , Grafschaff; (in 
Schottland), Lochabria. 

Loches, St (frz. Bep. Indre-Loire, am 
Indre), Luccae. — Lochia. 

Loclnim, s. Lol±am. 

Lodesano, Landschaft (in der ital. 
Prov. Mailand, vgl. Lodi), Ager 
Laudensis, — Comitatus Lau- 
densis, 

Lodl^Ye, St (im frz. Dep. Heranlt, am 

Fufse der Cevennen und der Ergue), 

Luteva. — iMtevensium Civitas, 

— Leuteva. — Forum Neronis. 

Einw.: Lutevani. — Foronero- 

nienses, 

Lodi, St. (in der ital. Prov. Mailand, 
an der Adda), Laus Fompeia 
Nova. — Laudwm, 

Lodi Yeeehio, St. (3 Miglien westl. 
von Lodi), Lauß Fompeia. — 
Laus. — Laudwm Vetus. 

L)51>aa, 1. in Saelisen (Amtsh., 

Kreish. Bautzen, am Löbauer Nasser, 
das r. zur Spree fliefst), Lohavia 
Saaconum. 

2, in Westpreufsen (Kreisst., 
RB. Marienwerder, Prov. West- 
preulsen, an der Sandelle), Lohavia 

Borussorum. 

« 

LSeknitz, 1. M. (L Zuflufs der Eide, 
unweit deren Mündung in die Elbe, 
mündet unterhalb Lenzen in Branden- 
burg), Lochenitia. 

2. Dorf (Kr. Randow, RB. Stettin, 
Prov. Pommern), Lochenitium. 

L)5wen, St 1. in Belgrien (vläm. 

Leuven, frz. Louvain, in der belg. 

Prov. Südbrabant, an der Dyle), 

Lovania. — Lovanium. 

2. in Schlesien (Kr. Brieg, RB. 



Breslau, Prov. Schi., an der schiff- 
baren Neifse), Lovania Silesiae. 

L9wenherg, !• in Schlesien, St 

(Kreisst., RB. Liegnitz, Prov. Schi., 
1. am Bober in einem Thal), Leo- 
rlnum. -^ Leüris. — Leopolis. 

2. in d^r Mark, Dorf (und Ritter.- 
gut, Kr. Ruppin, RB. Potsdam, Prov. 
Brandenburg; ehemals Stadt), Zcöns 
Marchica. 

L)(wenstein, Grafschaft (nach der 
gleichn. St. im württemb. Neckar- 
kreis), Leostenii Comitatus. 

Ll(wenthal, s. Liebenthal. 

Logrono, St. (Hptst. der gleichnam. 
spanischen Provinz in AltkastUien, 
am Ebro), luliobriga. — Lu^cro- 
nium. 

Lohe, M. (1. Nbfl. der Oder in Schle- 
sien, entsteht bei Bohrau aus der 
Grofsen und Kleinen L. und mündet 
8 km nö. von Breslau), Lavus. 

Loing, Fl. (Nbfl. der Seine, entspringt 
bei St. Colombe en Puisaye ober- 
halb Auxerre im Dep. Yonne; an 
seiner Seite hin bis zur Seine führt 
der schiffbare Kanal von L. oder 
Montargis), Lupia. — Lupa. — 
Luna. 

Loir (Le), M. (in Erahkreich, entspr. 
im Dep. Eure-Loir, im Weiher von 
Cemay, und mündet nach 277 km 
oberhalb Angers in die Sarthe), 
Laedus. 

Loire (La), M. (gröfster in Frankreich, 
entspr. am "Westabhang der Cevennen 
im Dep. Ardeche, wird oberhalb 
Roanne schiffbar, nimmt eine grolse 
Anzahl von Nebenflüssen auf und 
mündet nach 1012 km (wovon 772 
schiffbar) bei Paimboeuf in das At- 
lantische Meer), Liger, -^m. — 
Lig^ra. — Ligära. 

Loiret, Fl. (klein, aber schiffbar, im 



345 



Loisach 



Lons le Sanlnier 



346 



gleichn. Dep., mündet unfern Orleans 
in die Loire), Ligerula, 

Loisach, n. (1. Nbfl. der Isar in 
Bayern, entspringt in Tirol südl. vom 
Wettersteingebirge, durchströmt in 
Bayern das Alpenthal von Garmisch, 
nach dem Austritt aus den Alpen 
grofse Moose und mündet unterhalb 
"Wolfratshausen) , Lyubasa, — 
Loysa. 

Loitz, St: (Kr. Grimmen, EB. Stral- 
sund, Prov. Pommern, an der Peene), 
Z/utitia. 

Lokeren, St. (Fabnkst. in der belg. 
Prov. Ostflandem, an der Durme), 
Locri, 

Lokkiim (Loccum), Dorf (Kr. Nien- 
burg, Landdr. und Prov. Hannover, 
au der Fulde ; her. Kloster), Abbatia 
Loccensis. — Abbatia lAiccensis, 
— Abbatia Locumensis. 

Lomagne, Landschaft (in der Gas- 
cogne in Frankreich), Leomania, 

Lomliaerdhyde, Mktfl. (in Brabant), 
Longobardorum Ida, 

Lombardei, Landstrich (der westl. Teil 
der nordital. Tiefebene, benannt nach 
den Longobarden, welche 568 hier 
ihrKeich gründeten; umfafst gegen- 
wärtig die 8 Provinzen Bergamo, 
Brescia, Como, Cremona, Mantua, 
Maüand, Pavia, Sondrio), Boius 
Ager, — Botcm Ager, — Lomr 
bardia, — Longobardia, — Lemgo- 
bardia, 

Einw. '.Long ob ärd i. — Lombardi. 

Adj.: Lonibardicus, -a, -wm, 

Lombez (Lombes), St. (frz. Dep. Gers, 
an der Save), Lombaria. — Lom- 
batia. — Berslnum. 

Lomello (LumeUo), Mktfl. (in der sog. 
LomeUina, vor- 1859 Prov. der sar- 
din. Division Novara, seitdem ein 
Bezirk der ital. Prov. Pavia, Hptst. 
Mortara), LamneUum, 



Lomm atzseh 9 St. (sächs. Amtshaupt- 
mannsch. Meifsen, Kreish. Dresden, 
an der Jahne in der Lommatzscher 
Pflege, der fruchtbarsten Gegend im 
K^, Sachsen), GlonMcium. 

Lomme, Grafschaft (und Dorf im frz. 
Dep. Nord), Lomacia. 

London, St. (Hptst. des Britischen 
Reiches, gröfste Stadt und wichtig- 
ster Handelsplatz der Erde, in den 
3 Grafschaften Middlesex, Surrey und 
Kent, zu beiden Seiten der Themse), 
Londtnum. — Londiniwm, — 
Longidinium, — Lu/ndinium. — 
Lundonia. — CHvitas Lundonia. — 
Augusta Trinöbantwm. 
Adj.: LondinemiSj -e, 

Londonderry, 1. Grafschaft (in der 

irischen Prov. Ulster), Londino-Deria. 
2. St. (Hptst. von 1 , am Foyle, 

auch blofs Derry genamit), Deria, 

— Derra, — RoberEtum. 
Longenieo (oder Miraka), St. (auf der 

griech. Halbinsel Morea), Olympia 

COkvfjinla). 
Longford, 1. Gra&ch. (in der irischen 

Prov. Leioster; im nördL Teü die 

Caimclonhughberge), Comitatus Lon- 

gofordiensis. 
2. St. (Hptst. von 1, wichtiger 

militärischer Posten), Longofordia, 

Longo Sardo, St. (befest., auf der 
Nordküste Sardiniens, Sitz des Bi- 
schofs von Amburias, mit kleinem 
Hafen), TibiOa, 

Longwy, St. (Grenzfestung im frz. Dep. 
Mosel, an der Chiers), Longovicus. 

Lonigo, St. (in der venet. Prov. Yi- 
cenza, an der Gua), Leonicenum. 

Lonjumeau, Mktfl. (im frz. Dep. Seine 
et Oise), Longum Gemellum. 

Lons le Saulnier, St. (im frz. Dep. 
Jura), Ledo Salinarius. — Le- 
dum SaJariwn. — LonsaUnum. — 
Lugdünum SaUnatorium. 



347 



Loön op Zand 



Loua 



348 



LooB op Zand, Mktfl. (in der niederl. 
Prov. Nordbrabant, Bez. Herzogen- 
busch), Lona. 

Loos, Dorf (Fabrikd. im frz. Dep. Nord, 
nnweit Lille, mit alter Abtei), Lossa, 
Adj.: Lossensis, ■»€. 

Loqualiyr, Landschaft (in Schottland), 
Äbria, 

Lora 4el Rio, St. (in der span. Prov. 
Sevilla, r. am Guadalqnivir), Axa- 
lita. — Fanum AxoUitanum. — 
Flavium AxdUtawwm. 

Lorca, St. (in der span. Prov. Murcia), 
Ilorci, -orum. — Uorcum. 
Einw.: llorcitani. 

Lorcb, 1. in Wflrttembergr, St. 

(württ. Jagstkreis, Obera. Welzheim, 
an der Eems, mit uraltem Benedik- 
tinerkloster auf dem Marienberg), 
Laureäcum, — Laurissa. 

2. am Bhein, Mktfl. (Er. Ehein- 
gau, EB. "Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau, am Einflufs des Wisperbachs 
in denEhein), LayreäcumBh&nanum. 

S. in Ostreich, Mktfl. (auch 
Laurach gen., im östr. Traunkreis, 
unweit Enns, uraltes christl. Bistum 
mit ber. Kloster), Lauriäcum. — 
Colonia Aureliana Lauracensis, — 
Laureäcum, — Bldboriäcwm. 

Lor^to, St. (in der mittehtal. Prov. 
Ancona, am Musone, nahe dem Adria- 
tischen Meer), Fanum Mariae 
Lauretanae. — LaiirEtum. — 
Oppidum Lau/retanum. 

Lorgnies, St. (im frz. Dep. Var), Leo- 
mcae. 

Lonis, St. (frz. Dep. Loiret), Lori- 
äcum. — Laurisamum, — Lauris- 
sanum. 

Lorsch, Mktfl. (hess. Prov. Starken- 
burg, Kr. Bensheim, unweit der 
"Weschnitz, mit Euinen der 764 ge- 
gründeten und 1021 zerstörten gleich- 
nam. fürstlichen Abtei), Monaste- 



rium Laureacense, — Monaste- 
rium Laureshamense. 

Losclionz (Losoncz), Mktfl. (im ungar. 
Komitat Neograd), Losontium. 

Losclionzer (Losonczer) Distrikt (in 

Ungarn), Processus Losonztensis. 

Losdre, Berg (in den Cevennen), 
Lesora. 

Losoncz, s. Loschonz. 

Lossie (oder Struth), M. (in der schot- 
tischen Grafschaft Moray, mündet bei 
dem Seehafen Lossiemouth), Loxa, 

Lot, M. (auch Olde oder Oulde gen., 
im südl. Frankreich, entspringt auf 
dem Westabhange der Cevennen im 
Dep. Losere, wird bei Entraigues 
schiffbar und mündet bei Aiguillon 
in die Garonne; danach benannt das 
Dep. Lot, Hptst. Cahors), Loda. — 
Lata. — Oltts. — Olitts. — Olda. 

Lothian, Grafschaft (ehemal., in Schott- 
land, im S. des Forthbusens), Lau- 
dania. — Laudonia. — Lothiama, 

LotliriDgren, Landschaft (ursprünglich 
deutsch, seit 1766 französisch [Lor- 
raine], die Dep. Maas, Mosel, Meurthe, 
Yogesen und einige Kantono vom 
Dep. Niederrhein umfassend, wovon 
jedoch der Teil mit deutsch redender 
Bevölkerung 1871 an Deutschland 
zurückg^ommen ist: der jetzige 
deutsche Eeichs -Bezirk Lothringen 
bildet ein mäfsig hohes Bergland von 
dem Charakter eines Plateaus, das von 
der Mosel, Ome, Seille, Nied und 
Saar durchströmt wird, und zerfällt 
in die 8 Kreise: Bolchen, Chäteau- 
Salins, Diedenhofen, Forbach, Stadt- 
und Land-Metz, Saarburg und Saar- 
gemünd; Hauptort Metz), Lotha- 
ringia. — Mediomatrica {Terra), 

Einw.: Lotharingi. 

Adj.: Lotharingicus, -a, -um, 

Lona, St. (in Fez), Garra, 



349 



Loudin 



Ludd 



350 



Louain, FI. (in Frankreich), Luvia, 

Loudun, St. (im frz. Dep. Vienne, un- 
weit der Dive) ^ luliodunum. -^ 
Losdunum, 

Lonrdes, St. (im frz. Dep. Hochpyre- 
näen, am Ausgang des Layedanthales), 
Lapurdum. 

Louth, 1« Grafschaft (im nördl. Teil 
der irischen Prov. Leinster; Hptst. 
Dundalk), ComitcUus Ludensis. 

S. Mktfl. (mit den Euinen einer 
ehemals her. Abtei, 1 1 km westl. von 
Dundalk in der Grafsch. L.), Lutum. 

3« St. (in der englischen Grafsch. 
lincohi, mit der Nordsee durch den 
gleichnamigen Kanal verbunden), 
Ludum. — Lutha. 

Loutra, Ort (in livadien in Griechen- 
land), Ldmnaea {Aiixvala). 

Louvain, s. Lö^en. 

LouTiers, St. (frz. Dep. Eure, an der 
Eure), Luparia, -ae. — Lupariae, 

Louvre, Palast (in Paris, durch Gale- 
rien mit den Tuilerien am Karussell- 
platz verbunden, 1871 zum grofsen 
Teil niedergebrannt), Jjupara, 

Lowiez (Lowitsch), St. (im russ.-poln. 
Gouvem. Warschau, an der Bzura), 
Lomtium. 

Loyes, St. (im frz. Dep. Ain), Loia, 

Lozi^re^ s. Losere. 

LubenSy s. Leubus 

Lublan (magyar. Lublo), St. (Alt-L., 
Kronstadt im ungar. Komitat Zips, 
am Poprad, 7* St. davon Dorf L. und 
Heilbad L.), LMavia, 

Lublifly St. (Hptst. des gleichn. Gouv. 
in Russ.-Polen, an der Bistrzyca, 
nächst "Warschau der wichtigste 
Handelsplatz R. -Polens), iMbUnum, 

Luc, St. (in der Dauphine in Frank- 
reich), Vacontius. — Lucas Au- 
gvisti. — Imcms. — TeWinum. 



Lue en Diois, St. (im frz. Dep. Drome), 
Locus Vesontiorum, 

Luear de Barrameda, San — , s. San 

Lucar de Barrameda. 

Lueea, St. (unweit des Serchio, Hptst. 
des ehemal. souvei-änen Herzogtums, 
seit 1860 Italien. Prov., zu Toskana 
gehörig), Luca/ — Lucca. 
Adj.: Lucensis, -e. 

Luecedio, Abtei (im ehemal. Herzogt 
Montferrat, jetzt Prov. Turin), Ah- 
batia Mariae Lu^cediae. 

Lueena, St. (in der span. Prov. CJof- 
dova), Elisana, 

Lucera, St. (und Bischofssitz in der 
neapol. Prov. Capitanata), Nuceria 
Apulorum, — Ln^ceria Apula. — 
Luceria, 

Lueiensteigr, Engpafs (befest., im 
schweizer Kanton Graubünden, am 
Rhein bei Mayenfeld ; verschlofs das 
Land gegen Deutschland), Clivus 
Sancti Lucii. 

Lueiol, St. (in Frankreich), Lopho- 
sagium. 

Luek (Luzk), St. (Grenzfestung im west- 
russ. Gouv. Yolhynien, am StyrQ.), 
Luceoria. 

Lueka, St. (im Herzogt. Sachsen- 
Altenburg, Ostkreis, an der Schnauder), 
Lucca, — Luccavia. - 

Luekau in der Lausitz, St. (Kreisst., 
RB. Frankfurt, Prov. Brandenburg, 
an der Berste), Luccavia, — Lucoa, 

Lucmanier, s. Lukmanier. 

LuQon, 1. St. (im frz. Dep. Yendee, 
Bischofssitz am gleichnam. schiff- 
baren Kanal), Lucio, — Luciona. 
— Liidonum, 
2. (Luzon), s. Manüa. 

Lucrina, Lage di ^, See (an der 

Küste Kampaniens), Lacus Lucnnus. 

Ludd (Loddo), St. (in Palästina), 



851 



Lude 



Lalea 



»52 



Lydda, -orum {AvSScc). — Luddis. 
Diospolis, — lovis CivitM, 

Lude, La —9 St. (frz. Dep. Sarthe, 
am LoirX Ltmktm. 

Ludwigsburgr, St. (Oberamt, württemb. 
Neckarkreis, 2 km vom Neckar), 
Zmdovici Ärx. 

Lttbben, St. (Ereisst., RB. Frankfurt, 
Prov. Brandenburg, am Einflufs der 
Berste in die Spree, zwischen dem 
Ober- und Unterspreewald), iMbdna. 

Lfibeek, St. (und Bundesstaat mit re- 
publikanischer Staatsform, an der 
Trave und Ostsee; die Hauptstadt 
am Einflufs der "Wakenitz in die 
Trave, 20 km von deren Mündung 
bei Travemünde), Lubeca. — Jjubecca. 

— LMbEcum. — MariDnis Altera, 
Adj.: Lubecensis, -c, 

Lubicensis, -e, 

Lttbtheen, Mktfl. (Mecklenb.-Scbwerin), 
Leuphcma, 

Lflders, Stift (ehem. Abtei, Mktfl. im 
Elsafs), Lau der a. — Lutra. 

Lttirde, St. (Ej. Höxter, KB. Minden, 
Prov. "Westfalen, an der Enmier in 
einer Exklave zwischen Lippe und 
Pyrmont), Luda ad Ambram, — 
Lugda, — Luyda. 

Lttgumkloster (Lygum- oder Löhm- 
kloster)^ Mktfl. (Kr. Tondem, Prov. 
Schleswig-Holstein, an der Lohbek, 
ehem. Cistercienser- Mönchskloster), 
Luctis Dei. 

Lflneburgr» St. (Ereisst. und Landdr., 
Prov. Hannover, an der schiffbaren 
Ilmenau), Luneburgum. — Lunae- 
burgum, — Selenopolis. 

Lttttieb, St. (Hptst. der gleichn. belg. 
Prov., vläm. Luyk, frz. Liege, am 
Einflufs der Ourthe in die Maas), 
Leodium. — Leodicum. — Legia, 

— Vicus LeudÜcus. — LeuMcfum, 
Adj.: Leodicensis, -e. 

Ltttzelstein, St. (und Schlofs, Eantons- 



hauptort. Kr. Zabem, Bezirk XJnter- 
Elsafs, ElsalJs-Lothringen, im nördl. 
"Wasgenwald), Parva Petra, 

Ltttzen, St (Er. und EB. Merseburg, 
Prov. Sachsen), iMCBna, 

LugaHo (deutsch Lauis), 1. St. (gröfste 
des schweizer Eantons Tessin, am 
Luganersee), lunianum, — Lu^ 
ga/num, 

2. Lago di — , See (am südl. 
Abhang der Alpen, 75 dem Eanton 
Tessin, */ö der ital. Prov. Como an- 
gehörend, bis 1 St breit, 6 St. lang), 
Laeus Cerusius. — Lacus Cere- 
8iiM, — Stagnum Ceresvwm, — 
Stagfnum Coresiwm. — Imcus Im- 
gänus, 

Lugrnetzerthal (im Bez. Glenner des 
schweizer Eantons Graubünden, zieht 
sich zu beiden Seiten des Glenner- 
stroms 11 Stunden' in die Länge), 
VaUis Leguntina, 

Lugo, St. (Hptst. der gleichn. span. 
Prov. L. in Gaücien, Bischofssitz am 
Minho), Lucus Augusti. — Au- 
gusti Turris. — Arae Septianae, 

Lugodori, St. (auf der Lisel Sardinien), 
Luquido, -^ynis, 

Lugos, Mktfl. (im ungar. Eomitat 
Erasso, zu beiden Seiten der Temes, 
griech. -kathol. Bischofssitz), Lugo-. 
siwm. 

Lukan, AI — , Berg (in jEleinasien, 
Ausläufer des Taurus, "Wasserscheide 
zwischen Cilicien und Syrien), AmJO,- 
nu8 Mons {kfiavov ^Opoq). 

Lukm anler, Bergpafs (in den Schweizer- 
alpen, führt aus dem Medelser Thal 
in Graubünden in das Blegnothal 
und das Thal des Tessin, sowie zur 
alten Gotthardsstrafse), Lucomünis 
Mons. — Adüla, 

LuleS, 1« M. (in Schweden, entspringt 
in der Nahe der Sulitelma, bildet 
ungeheure "Wasserfalle und eine Eette 



353 



Lmmello 



Lnzon- 



354 



von Landseen und mündet bei der 
Stadt L. in den Bottnischen Meer- 
busen), Lula Flumen. 

2» St. (im schwed. Län Norbotten, 
s. 1), Lutea. 

Lumello, Mktfl. (iü der ital. Prov. 
Mailand), Laumel lum. — LomeUum. 
Adj.: Laumelltnus^ -a, -wn. 
LomeUinus, -a, -um.. 

Luna, s. Lerica. 

Lund, ät (in der schwed. Provinz 
Schonen, Bischofssitz und Universi- 
tät; Äcademia Carolina Gotorum 
[1668]), Londlnum Gotorum, — 
Lvmda Gotarum. — Lnmd/inum 
Scanorum. — JjunMnum Scandi- 
norum. 
Adj.: Lundensis, -e. 

Lanel, St. (im frz. Dep. Herault, an 
der Vidoude und am gleichnamigen 
Kanal oder Robine-de-L.), Lunäte. 

— iMnelium. — LuneUum. 

Luneville, St. (im frz. Dep. Meurthe, 
am Zusammenflnfs der Meurthe und 
Yezouze, deutsch Luenstadt), Ijuna- 
ris Villa, 

Lunigiana (Luni), St. (und Landschaft 
in der ital. Prov. Modena, an der 
Ostküste des Golfs von Genua), 
Luna. — Lunensis ürbs, 

Lunga, Insel (die gröfste von drei 
kleinen Inseln an 'der Südküste von 
Kampanien), Sirenunt Petra e. — 
Sirenum Sedes. — Sirenum Scopuli. 

— Sirenusa^. 

Lapad (Lupati), M. (in Eleinasien, 
mündet in das Marmarameer; heilst 
nach seiner Yereinigung mit dem 
Megistos Mohalidsch, MehuUitsch 
oder Mikalitza), Bhyndacus CPvv- 
öaxoq). 

Lupat (Lupadi oder ülubad), St. (im 
nordwestl. Kleinasien) , Lopadium 
{AonaSiov). 

Lupati, s. Lupad. 

Saalfeld, Geograph. Hanclljüehlein. 



Lure, St. (im frz. Dep. Obersaone, am 
Oignon, ehemals mit her. Abtei), 
Lut^ra, 

Lnristan, s. Laiistan. 

Lurkaki, St. (im Osten von Morea), 
LyrcEa (AvQxeia). 

Lusigrnan, St. (im frz. Dep. Vienne, 
an der Yonne; einst her. Schlofe 
[Melusine]), Leziniacum. — Lu- 
signanum. — £/usinianum, 

Lustenau, Mktfl. (in Tirol), Jjustma, 

Lutaeb, Mktfl. (in Tirol), Littamum. 

Luttenbergr, Mktfl. (im Steiermark. 
Kreis Marburg, nahe der kroatischen 
Grenze), Lentüdum. 

Latterworth, Mktfl. (in England), 
Lactodurum, 

Luxembnrgr, 1. St. (Hptst. [Lützel- 
burg] des gleichnam. neutralen Staa- 
tes, welcher durch Personalunion mit 
der Krone der Niederlande verbun- 
den ist, aber zum deutschen Zollver- 
ein gehört, an der Alzette), Äu- 
gusta Bomanduorum. — ImciH- 
burgum. — Xtudhurgum. — Luce- 
hu/rgium, — Jjuxenibu/rgum, 

Einw.: iMciliburgi. 

Adj.: iMceburgensiSj -e. 

2m Provinz (südöstl. in Belgien, 
meist von "Wallonen bewohnt ; Hptst. 
Arlon), Provincia Luceburgensis. 

Lnxeuil (Luxen), St. (im frz. Dep. 
Obersaone), Luxovium. — Luxo- 
vius. — Loxovium, — iMXoium, 

Luzem, 1* St. (Hptst. des gleichnam. 
schweizer Kantons L.^ am Ausflufs 
der Reufs aus dem Yierwaldstätter- 
see und am Pilatus), Luceria, — 
iMcerna, 

2m Kanton (der mittleren Schw^eiz, 
im S. Alpenland, von der Reufs und 
T\^igger durchflössen), Pagus Lucer- 
nensis, 

LUZ01I9 s. Manila. 

12 



355 



Lyakora 



Maerl 



356 



Lyakora, Berg (-spitze des Famassus 
in PhoMs), Lycor^s {AvxonQevq). 

Lygrumkloster, s. LügamMoster. 

Lyme (Lime), St. (und Seebad in Eng- 
land), Lemänis Portus. — Le- 
manis. — Lemanna. — Novus 
Portus. 

Lymfjord, s. lijmflord. - 

Lynii (oder Kings-L.), St. (in der eng- 
Kschen Grafschaft Norfolk, an der 
Mündung der Ouse in die "Wash), 
Lignum Begis. — Lynum Begis. 

Lyon, St. (Hptst. des frz. Dep. Ehone, 



2. Stadt Frankreichs, an der Saone 
und am Bhone, stark befestigt), 
Lugdünum. — Lugdunum Aedu- 
orvm. — Ltigdünum Celtarum. — 
Lugdünum GcUliae. — Leona, 

Einw.: Lugdunenses, 

Adj.: iMgdunensis, -c. 

Lyonnais, Landstrich (Umgegend von 
Lyon), -4^er Lugdunensis. — 
Comitatus Lugdunensis, — Ducatus 
Lugdvmensis. 

Lys, s. Leye. 

LysS, Insel (in Norwegen), Lythe In- 
sula. 



M 



Maas, Fl. (frz. Meuse), L Nbfl. des 
Rheins, entspr. im frz. Dep. Marne, 
auf dem Plateau von Langres, wird 
bei Sedan schiffbar, durchbricht 
zwischen Mezieres und Lüttich die 
Axdennen, durchströmt Belgien, ver- 
eint sich bei Gorkum in Holland mit 
der Waal), Mosa. 

Maaseyk, Dorf (Fabrikd. in der belg. 
Provinz Limburg, an der Maas), 
MasBca, 

Macao, St (portug. Niederlassung auf 
der chines, Insel Hiang-schan, an 
der Mündung des Tiger- oder Perl- 
flusses, Kanton gegenüber ; die befest. 
Handelsstadt verödet seit dem Auf- 
blühen Hongkongs), Ämacaöum. 

Maearmeda, Mktfl. (im Sultanat Fez), 
Erpis, 'is. 

Macedonien (Makdonia), Landschaft 
(nördlich von Griechenland, jetzt tür- 
kische Provinz), Macedonia {Maxe- 
öovlci). 
Einw.: Macedones (Mctxedovsg). 
Adj.: Macedonicus, -a, -um 
{Maxeöovixoq^ -jy, -6v). 
Macedonius, -a, -um. 



Macerata, St. (Universität, nahe der 
Potenza, Hptst. der gleichn. mittel- 
ital. Prov., zu den Marken gehörig), 
Hei via. — Bicina. 

Macheeou, Mktfl. (im südwestl. Franko 
reich), Batiastum. — Batintwni. 

Maeheeonl, St. (in der Bretagne in 
Frankreich), Machicolium. — 
Machecum. 

Machieaco, Vorgebirge (in Spanien, 
auch Cabo di Higuerra genannt), 
Oeaso PromuMu/rium {Oidaam). 

Machtlfin^, Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksamt München H.), 
Macktölvinga. 

Mäeon, St. (Hptst. des frz. Dep. Saone- 
Loire mit Flufshafen an der Saone, 
bildete ehedem mit ihrem Gebiete die 
Grafschaft Maconnais), Ma tisco. — 
Matasco. — Matiscanum. — Ma- 
dascona. — Matescensium Civitas. 

Maeri (oder Meis), 1. St. (in Anato- 

lien, im alten Lykien), Telmessus 
{Tslfiriaaoq). 

IS. Meerbusen von — (ebds.) 



357 



Macriplai 



Magrdeburg: 



358 



Sinus Telmessicus. — Glaucus 
Sinus, 

Maeriplai, Berg (bei Porto Germano, 
im alten Megaris), GeranBa{reQdv eia). 

Maeronisi, Insel (im Archipelagus, 
früher auch schon Mdxgig genannt, 
in der Nähe von Attika), Helena 

Madagraskar (Malagasch), Insel (gröfste 
afrikanische, im Indischen Ocean, 
von der Ostküste durch den Kanal 
von Mozambique geti-ennt, von den 
Eingeborenen Nossindambo, von den 
Arabern Dschesira-el-Komr genannt; 
die Bewohner nennen sich selbst' 
Malagasy, woraus die Europäer Made- 
gassen, Madekassen oder Malgaschen 
gemacht: französ. Einflufs scheint 
noch vorherrschend zu sein), Han- 
nonis Insula. — InsuJa Sancti 
(oder Divi) Lau/rentii, — Lu/nae 
Insula. — Minuthias. 

Maddaloni (oder Sessola), St. (in der 
neapol. Prov. Caserta in der Terra- 

. di-Lavoro), Suessula.-^ Suessöla. 
— Trehula. 

Madeira (span. MadJra), Insel (zu Por- 
tugal gehörig, an der "Westküste von 
.Afrika, bildet mit den kleinen Ei- 
landen Porto -Santo, Falcon-BEgo, 
Seivagem und den drei noch kleineren 
Wüsteninseln (Bhas desertas) die 
Madeiragruppe oder die Nordkanari- 
schen Inseln), 

1* Madeirainscjii, Insulae Pur- 
purariae. 

2. Madeira (selbst, mit der Hptst. 
Funchal), Gerne. — MaUria. 

Madras, St. (Hptst. der brit.-ostindi- 
schen Präsidentschaft, an der Mün- 
dung des Paher auf der Küste Koro- 
mandel), Melange (Mskayyij). 

Madrid, St. (Hptst. Spaniens und der 
Pro^^nz M,, am Manzanares), Ma- 



drltum. — Madridium. — Ma- 

dritium. — Mantua Carpentanorum. 

Adj.: Madritensis, -e. 

ManttLanus, -a, -um. 

Madüra, i. St. (im gleichn. Distiikt 

der angloind. Präsidentschaft Madras, 

am Yaygaru), Modüra {MoöovQa). 

— Molüra. — Modusa. 

IS. Insel (niederländ., und Resident- 
schaft 'im Indischen Archipel, aus 
M., Pamekasan und Sumenep be- 
stehend; Hptst. Bakalan), Madara 
Insula. 
Mälireii, Markgrafschaft (Ostreich. Ki'on- 
land; Plateau, im NO. vom Mähr. 
Gesenke, dem südöstl. Abschnitt der 
Sudeten, begrenzt, von NO. gegen 
SWv in 3 Terrassen zur Marchebenfe 
absinkend, von March, Schwarzawa, 
Iglawa u. Thaya bewässert), Moravia. 

Einw.: Moravi. — Maravi. — 
Mara>henses. 

Adj. : Moravicus, -a, -um. 

Mäliriseli-Kromaa, s. Kromau. 

Mälarsee (im südöstl. Schweden, mit 
1260 Inseln, zahlreichen Buchten, 
reich bebauten Ufern; Abflufs zur 
Ostsee), Lacus Melerus. 

Maelstroin (Mosköestrom), Meeres- 
sti'udel (zwischen den norwegischen 
Inseln Mosköe und Mosköenäs in der 
Lofotengruppe , besonders bei Nord- 
w^eststürmen gefährlich), ümbilicus 
Maris. 

Matsch, Herrschaft (in Tirol), Ärnasia. 

Magdeburg, St. (Stadtkr. und RB., 
Hptst. der Prov. Sachsen, Festung 
1. Banges, vorherrschend 1. an der 
Elbe, nur die Citadelle und die 
Friedrichstadt r.), Parthenopolis. 

— Magdeburgum. — Magedo- 
burgum. 

Adj.: MagdeburgicuSj-aj-wn. 
Magdeburgensis, -e. 
ParthenopolitanuSj -a, 
-U7n. 

12* 



359 



Magrdenaa 



Mainz 



360 



Magrdenaa, Pfarrdorf (uiid Eloster im 
schweizer Kanton St. GalleÄ), Augia 
Virginum, 

Magrgranabergr (oder Fö), Berg (in der 
Schweiz), M(ms Martis. 

Magrgria (oder Main), Fl. (im schweizer 
Kanton. Tessin, durchströmt das La- 
vizzara- nnd Maggiathal undiaündet 
nach 45 km bei Locamo in den Lago 
Maggiore), Madia. 

Magrgiathal (oder Mainthal, in der 
Schweiz; Hauptort Dorf Maggia), 
Madiae ValUs. 

Magrliano, St. (in der ital. Prov. Eieti 
in ümbrien), Manliana. 

Magrnisa, s. Manissa. 

Magra, Fl. (in der ital. Prov. Genua, 
mündet in den Golf von G.), Macra 
(Mccxgcc). 

Magnelone, Inselchen (im frz. Dep. 
Herault), Magalona. 

Mah6, St. — , s. St. Mähe. 

Mahi (oder Mye), Fl. (m Ostindien), 
Mais (Mdig). 

Mahon (Port-M.), St. (Hafenplatz und 
Festung 1. Eanges auf der span. Insel 
Minorca), Magünis Portus. — 
Mago. 

Majaear, St. (in Spanien), Murgis. 
— Portus Magnus. 

Maidstone, St. (in der engl. Grafsch. 
Kent, so. von London, am Medway), 
Modus Vagniacae. 

Mailand (ital. Milano), St. (Hptst. der 
gleichn. oberitaHen. Provinz, an der 
Olona, Hauptort der Lombardei, Erz- 
bischofssitz) , Me diolanum. — 
Civitas Mediolanensis. — Medio- 
lanensium Urbs. — Mediölanium. 

Maillezais, St. (im frz. Dep. Yendee, 
am Einflufs der Autize in die Sevre), 
Malleäca. — Malliäcum, 

Mailly, Mktfl. (in Frankreich), Maalis. 

Main, Fl. (r. Nbfl. des Rheins, ent- 



steht unweit Mainleus bei Kulmbach 
aus dem Eoten (Quelle auf dem Jura 
nördl. von lindenhardt) und Weifsen 
Main (Quelle am Ochsenkopf im 
Fichtelgebirge), fliefst vorherrschend 
nach W., bildet aber zwischen 
Schweinfort imd Aschaffenburg die 
charakteristischen Krümmungeh, 
durch welche 3 Mainhalbinseln ge- 
schaffen werden (auf der letzten der 
Spessart), tritt bei Aschaffenburg in 
die Mainebene und mündet Mainz 
schräg gegenüber; Länge 495 km. 
Abstand der Quelle von der Mün- 
dung 255 km; schiffbar 330 km von 
der Eegnitz abwärts, zuvor noch 
81 kmflöfsbar), Moenus. — > Moenis, 
'tdis. — Maemis. — Menüs. 

Maina, Gebirgsbezirk (begreift den 
südl. Teil der griech. Halbinsel 
Morea zwischen dem Meerbusen von 
Kolokythia im 0. und dem' von 
Koron im W.), Terra Mainensis. 

Maine, Landschaft (alte frz. Provinz, 
die jetzigen Departements Sarthe 
und Mayenne umfassend), Ager 
Cenomanensis.' — Provincia 
Cenomanensis. — Cenmnania. 

Maingau, Gau (in Eheinfranken, um- 
fafst das Land westhch vom Spessart 
im bayr. ünterfi'anken) , Meni- 
gavia. — Mainigavia. 

Mainland, Insel (die bedeutendste der ' 
Shetlandinseln ; Hauptort Berwick), 
Pomonia. — HetJUandia. 

Mainöten, Völkerschaft (Bewohner der 
Gebirgsgegend Maina auf der griech. 
Halbinsel Morea), JEleuthero-La^cones. 

Maintenon, St. (frz. Dep. Eure-Loir), 
Mesteno. 

Mainthai, s. Maggie 2 

Mainz, St. (Kreisst., hess. Pi'ov. Ehein- 
hessen, 1. am Ehein und der Main- 
mündung schräg gegenüber, Festung 
1, Eanges), Moguntia. — Mo- 



361 



Majorea 



MähnS 



362. 



guntiäcum. — Magontia. — ürbs 
Magontiaca. — Urhs MagonUna. 

— Magontiacum, — Oivitas Ma- 
gontinensis. — Magtmtia. — Mq- 
gtmtiacum. — Mogontia. — Mo- 
gontiacum, — Urbs Mogontiaca. — 
Urbs Mogontma. 

Majorea, s. Mallorca. 

Majori (Majuri), Mktfl. (in Italien), 
Matorum. 

Maira, Fl. (r. Nbfl. des Po in He- 
mont, mündet unweit Lumbriasco), 
Mar ca. — Merula. 

Ma^s, Mktfl. (in Ostreich), Mages. 

Maito (Madito), St. (im südl. Eume- 
lien), Madytos {Mdövzog). 

Maixent, St. — , s. St. Maixent. 
Makesin, St. (in Mesopotamien am 
Eupkrat), Magüda {Mdyovöa). 

Makrftn (Mekran), Landschaft (dürftig 
bevölkert, in Beludschistan), Gedro- 
sia {reSQwala), — Ced/rosia. — 
Cedmsis Begio. 

MakuUa, St. (Haupthandelsplatz und 
Sklavenmarkt in der arabischen Land- 
schaft Hadramät), EnvporttmiArabiae, 

Mälabar, Landschaft (in. Ostindien, 
der südl. Teil der Westküste des 
Dekan, bewohnt von den Malabaren 
[Malayala], einem Volk dravidischen 
Stammes mit eigener Sprache), Ma le. 

— Malabaria. 

Malaeea, s. Malakka. 

Malaga, St. (Hptst. der gleichn. süd- 
span. Provinz Andalusien, am Mittel- 
meer; Hafen durch Fort Gibralfaro 
geschützt). Mala ca. — Malaga, 

Malakka, Halbinsel (der südl. Teil von 
Hinterindien, durch die Strafse von 
M. [mit befest. Hafenst. M.] von der 
Insel Sumatra getrennt), Cherso- 
nesus Aurea. — Terra Aurea. — 
Malacca. — Malaga. 
Adj, : Malaccensis» 



Malangrara, Vorgebirge (auf der griech. 
Halbinsel Morea, welche den korin- 
thischen Meerbusen vom halkyoni- 
schenMeere trennt), OlmiaeCOkfjtial),. 

Malatiah (Melatieh), St. (und Landsch. 
im türk. Ejalet Siwas, in Kleinasien), 
Melitene {Msktvrjvij). — Melita. 
— Melitme, 
Einw.: Meliteni {Meknrivol), 

Malehow, St. (im Grhzgi Mecklenb.- 
Schwerin, am Malchower See [er- 
weiterte Eide); in Alt-M. ehemal. 
Augustiner-Nonnenkloster von 1298), 
Malchovia, 

Maldon, Mktfl. (in England), Cama- 
Ibdunum. — Camölodunum. — 
CamtUodimvm. 

Malea, Fl. (Nbfl. des Po in Oberitalien), 
lala. 

Maliapur, St. (in Ostindien), Mdli- 
arpha. 

Malio (oder San Angelo), Vorgebirge 
(auf der Südspitze der Peloponnes, 
im heutigen Morea), Malea (Malea). 

Malix (oder Umblü), Dorf (in der 
Schweiz), ümbiMcum. 

Mallorca (Majorea), Königreich (span., 
die balearischen und pityusischen 
Inseln umfassend; die gröfste Insel 
der Balearen ist M.; Hptst. Palma), 
Baleäris Maior. — Maiorica. 

Malmalson, Schlofs (Lustschi., 2^/^ St. 
westl. von Paris), Mala Domus. 

Malmedy, St.^ (Kreisst , RB. Aachen, 
Rheinprovinz, in einem Thal an der 
Warge), Malmundariae. — Mal- 
mundarium. 

Malmesbury, St. (in der engl. Grafech. 
"Wilts, am Avon), Coenobium 
Maldunense. — Malmesboria. 

MalmO, St. (Hafen, in der schwed. 
Landsch. Schonen, am Sund), Elle- 
bogium. — Malmogia, 



363 



Malo 



Manilische Inseln 



364 



Malo, Mktfl. (in der venei ProTinz 
Ticenzi), Mallus. 

Malo, St. — , s. St. Malo. 

Malojen (Melojen), Berg (in der 
Schweiz), Malogia. — Mons Mo- 
leius. 

Mals, Mktfl. (im tiroler Kreis Brixen, 
auf der Maiser Heide, mit Schleis 
Fürstenstein), Mällesium. 

Malta, Insel (brit, im Mittelmeer, 
zwischen Sicilien und Afrika, £alk- 
felsplateau, südwärts zur Steilküste 
abfallend, nach N. von Buchten 
durchschnitten; zur Maltagruppe ge- 
hören noch Gozzo und die Telsen- 
insel Comino), Melita. — MeUte 
{MeUrrj). — Ogygia Cüyvyla). 
Acy.: Mditensis, -c. 

Malvasla, St. (Hafen und Festung in 
der griech. Nomarchie Lakonien, 
Bischofssitz), Monembasia {Movsfi- 
ßaaia). 

Malwah, Provinz (in Hindostan), 
Larica {AaQixi]). 

Mamers (Memers), St. (frz. Dep. Sarthe), 
Mamerciae. 

Man, Insel (engl , in der Irischen See, 
mit Bewohnern keltischen Stammes, 
die sich selbst Manks und ihre 
Insel Manniiig nennen; Hauptstädte: 
Castleton und Douglas), Mona. — 
Monahia. — Monavia. — Monapia. 
— Monaoeda. — Moneitka. 

Manehe, Landschaft (Küstendep. im 
nordwestl. Frankreich, mit den 6 Ai- 
rondissements : St.-L6 [Hptst.], Va- 
lognes, Cherbourg, Coutances, Avran- 
ches, Mortain), Tra^ctus Nervicanus. 

Manehe, Canal de la — , s. Kanal. 

Manehester, Si 1. (in der engl. Graf- 
schaft Lancaster, am Einflufs des 
Irk in den Irwell und am Bridge- 
waterkanal, mit dem damit verbun- 
denen gegenüberliegenden Salford die 



bedeutendsfe Fabrikstadt Englands), 
Mancunium. — Manduessedum. 

— MenduessMum. — Mancestria. 
S. (im nordamerikan. Staat New- 

hampshire, amMerrimac), Mancestria 
Ajfiericana. 

Manderseheid, Mktfl. (Kr. WitÜich, 
RB. Trier^ Eheinprovinz, an der 
lieser, mit Ruinen des Schlosses 
M. und der Cistercienserabtei Hime- 
rod), Mangerici Limes. — 
Manderschida. 

Mandenre, St. (frz. Depart. Doubs), 
Epamanduodürum. — Epaman- 
tuorum dvitas. — Epamantodurum 
Civitas. 

MandorTay,St. (in Bengalen), Mane^a. 

Manfredonia (oder Santa Maria di Si- 
ponto), St. (in der neapoht. Provinz 
Capitanata, am Monte Gargano und 
dem gleichnam. Golf des Adriatischen 
Meeres, Erzbischofssitz, mitbefestig- 

. tem Hafen), Sipontum. . — Sipm 
(SiTiovg). 
Adj.: SipontintiS, -a, -um. 

Mangralia (Menkalie), St. (Hafen im 
türk. Ejalet Silistria, am Schwarzen 
Meere), Calätis {KaXaxlg). 

Mangalore (Mangalur), St. (Hafen in 
der indobrit. Präsidentsch. Madras, 
Distr. Südcanara, an der Mündung 
des Naitrawatti) , Ma ngariitum. 

— Ma/ndagara. 

Manharts1)erg, Berg (ein von N. nach 
S. von der Thaya^ur Donau streichen- 
der Bergzug, scheidet die niederöstr 
Kreise Ob dem M. [Hptst. Krems] 
und Unter dem M. [Hptst. Kom- 
neuburg]), Mons Meinhardi. 

Manlka, s. Manisa. 

Manila (Luzon, Lupon), Insel (gröfste 
der Philippinen; befest. Hptst. M. an 
der Bai von M., Handelshafen und 
Erzbischofssitz), Lussonia Insida. 

Manllisehe IiAseln, s. Philippinen. 



365 



Manisa 



MarboTf 



366 



Manisa (aucli Manissa, Magnisa, Manika, 
Mansa und Manesclur gen.), St (im 
türk. Ejalet Aidin in Eleinasien, 
liwa Smyma), Magnesia ad Sipylum 
{Mayvrjala fj TtQog SiTivktp). 

Mannheim, St. (Exeis$t., Grhzgt. Baden, 

• in einer weiten Ebene am Einflufs 

des Neckar in den Khein), Man- 

hemium. — Marmehsmum, — 

Intercamnium. 

Mianosque, St. (frz. Dep. Nieder- Alpen), 
Manesca. — ManiAesca. 

Manresa, St. (in der span. Prov. Bar- 
celona, am Cardener), Minon8(8)a. 

Mans, Le — , St. (Hptst. des frz. Dep. 
Sarthe, Bischofssitz an der Sarthe), 
Cenomani. — Cenoma/nia. — 
Cenoma/num. — Cenomannum, — 
Cenömamnorum Civitas. — Vindi- 
nwm, — Vindinium, 
Adj.: Cenoman&nsis, -e. 

Mansee, s. Mondsee. 

Mansfeldy 1. Grafschaft (ehem., im 
obersächs. Kreis; zerfallt jetzt in den 
Mansfelder Gebirgskreis, M. Seekreis 
und Kreis Sangerhausen des preufs. 
EB.s Merseburg; St. Mansfeld Haupt- 
ort des Gebirgskreises), Comitatus 
Mansfeldensis, — Comitatus 
Mansfeldicus. 

3* St. (Hauptort der beiden Kreise : 
. Mansfelder Seekreis und — Gebirgs- 
kreis, EB. Merseburg, Prov. Sachsen, 
am Thalbach), Mansfeldia. 

Mantes, St. (im frz. Dep. Seine-Oise, 
an der Seine), Medunta, — Me- 
danta. — Metunda. 

Mantois, Landschaft (um Mantes in 
Frankreich), Ager Medtmtanus. 

Mantua (ital. Mantova), St. (Hptst. 
, des ehem. gleichnam. Herzogtums in 

der Lombardei, jetzt oberital. Prov.; 

sehr starke Festung, auf einer Lisel 



im Mincio, nur durch 2 Dämme 
erreichbar), ManttMi. 
Adj.: MaMtuanus, -a, -vm, 

Maraeh, St. (in der asiat. Türkei), 
Germania Caesarea. 

Maradseh, Si (türk., am Euphrat), 
Mariscum. — Melitena, 

Maramaroscher Gespannsehaft, Ko- 
mitat (in Ungarn), Comitatus Mara- 
marusiensis, 

MaranOy 1. Mktfl. (in der oberital. 
Prov. Yicenza), Maränum, — 
Mariänum. 

2» Dorf (in der oberital. Prov. 
Udine, im innersten Hintergrunde 
der Lagunen), Maränum Paludum 
Venetarum, 

3* llfonte M.9 St. (im Neapoli- 
tanischen), Maranus Mons. — 
Eba. 

Marans, St. (im frz. Dep. Nieder- 
charente), Marantium. 

Marata, Insel (vor der Küste Äthiopiens 
im westl. Teile des Arab. Meerbusens), 
Myrünis Insula (Mv^mvog N^- 
aoq). — Myrünos. 

Marathona, Dorf (an der Ostküste von 
. Attika, unweit Athen, bei dem heu- 
tigen verwahrlosten Orte Yrana), 
Marathon (Mägccd-iov). 

Marathonisi, Insel (griech., im Meer- 
busen von Kolokythia), Cranae 
(K^avarj), 

Marawa (Modura), Landschaft (in der 
angloind. Präsidentschaft Madras), 
Pandionis Eegio (Ilavdlovog 
XiOQa). — Modma {Moöovqo). 

Marbacb) St. (Oberamt, württemb. 
Neckarkreis, am Neckar), Mar- 
hü cum, — Marhachiwm, — Collis 
Peregrinorum. 

Marbella, St. (in der südspan. Prov' 
Malaga), Sald/uba. 

Marborgr» St. 1« (Kreisst., RB. Kassel, 



367 



Mareellin 



Marlab 



368 



Prov. Hessen-Nassau, an der Lahn), 
Marpurgum. — Marhu/rgum, — 
Matlmrgum. — Mattium. — Ama- 
sia Cattomm. 

A(^'.: Marpurgensis, -e. 
Marburgensis, -c. 

3. (Hptst. des gleichn. Kreises in 

Steiermark, an der Drau, Sitz des 

Fürstbischofs von Lavant), Mais- 

^cSna Castra. — Marciana Castra. 

— Mariana Castra, 

Mareellin (St.), St. (im frz. Dep. 
Isere, an der Isere), Fanum Sancti 
MarceUini, 

Mareh, !• M. (= Morawa, Hauptfl. 
Mährens, entspringt am Glatzer 
Schneegebirge, flielst über Ohnütz 
\md Göding [hier schiffbar], dann 
durch das Marchfeld, mündet ober- 
halb Prefsburg in die Donau), Ma- 
ru8. — Margus. — Morus. — 
Marchus. — Marchta. 

Z* Landsch: (fruchtbare im schwei- 
zer Kanton Schwyz, längs der lintii 
bis zum Zürichersee; Hauptort 
Lachen), Termintis Helvetiorum. 

Marche, La — , Landschaft (Bergland- 
schaft im mittleren Franloreich, dem 
• Dep. Creuse entsprechend), Ma/rchda. 

Marehe-en-Famine, St. (in der belg. 
Prov. Luxemburg), Marchta Fa- 
mina. — Martia Famina. — 
Marca. y 

Marchena, St. (in der südspan. Prov. 
Sevilla), Colonia Marcia. — 
Marcia. 

Marehiennes, St. 1« (im frz. Dep. 

Nord, an der Scarpe), Marciana. 

Z. Mktfl. (— au-Pont, belg. Prov. 

Hennegau) , Marchidnae. — 

Hormum. 

Marchthal, Bod (an der Donau, zer- 
fällt in die 2 Pfarrdörfer Ober- und 
üntermarchthal , württemb. Donau- 
kreis, Oberamt Ehingen, ehemal. ber. 



Piümonstratenserabtei 1171), Mar- 
talum. — MaHdlum. 

Mareigrliano Teeehio, St. (im ehem. 
Kirchenstaat), Crustumerium. — 
OrusttMneria. — CrustiMnium. 

Mareigrny, St. (im frz. Dep. Saone- 
Loire, an der Loire), Mardniacum. 

Marcillae, St. (im frz. Dep. Puy-de- 
Domeinder Auvergne), Marcilliäcum. 

Mareo in Lamis, San — , s. San 

Marco in Lamis. 

Mareehia, M. (in der Homagna, mün> 
det bei Eimini ins Adriatische Meer), 
Arim^nus. 

Marenipo, Dorf (in der oberital. Prov» 
Alessandha, anderBormida), Maricus 
Vicus. 

Marennes, St. (im frz. Dep. Untör- 
Charente, 2 St. von der Küste des 
Atlant. Oceans, der Insel Oleron 
gegenüber, inmitten der Salzsümpfe), 
Martnae. 

Maretimo, s. Yolcano. 

Margrana, s. Morgana. 

Margrareten, Sankt — , s. Sankt Mar- 
gareten. 

Margrareteninsel, s. Csepel. 

Margmerite, St. — , s. St. Marguerite. 

Marhas (Merasch), St. (in türk. Klein- 
asien, in der gleichnam. Idwa im 
Ejalet Adana, unfern des Flusses 
Dschehantschai, am Südfufse des* 
Taurus), Lacriassus {AaxQiaaaog). 
— Lacotena. 

Maria de Covultere, St. (in Italien), 
Compulteria. 

Maria di Lenca (Santa), s. Kap 

Pinisterre 1. 

Maria zum Sclinee, St. (in der Schweiz), 
Maria ad Nives. 

Mariab (Margab), Fl. (in Hochasien, 
in der alten Landschaft Margiane), 
Margus. 



369 



Mariager 



Marken 



370 



Mariagrer, St. (Hafen in JüÜand, Amt 
Kanders, an dem 37 km tief ein- 
schneidenden Manager - Fjord des 
Kattegat), Ager Mariae, — Ager 
Mariarms. 

Marianen, s. Diebsinseln. 

Maria -Theresienstadt, St. (nngar. 
Szabotka, auch Theresiopel gen., kgl. 
Freistadt im nngar. Komitat Bacs), 
Maria-TheresianopoUs. 

Märiazell, Mktfl. (im Steiermark. Ki*eise 
Brück, am Salzabach; ber. Wall- 
fahrtsort), Manaecella. 

Märibo, St. (Hafen imd Amtssitz auf 
der dänischen Insel Langeland), Ha- 
hitaculum Mariae, 

Mariefred (Marienfried), St. (im schwed. 
Län NykÖping, am Mälarsee), Fax 
Mariae. 

Marienbad, Badeort (böhm. Ex. Eger, 
an der Auschowijz), Balneum Mariae. 

Marienbergr, Kloster (in Bayern), 
Monasterium Montis Marias. 

Marienkulm, s. Kulm 2. 

Marlenrode, Kloster (im ehem. Fürsten- 
tum Kaienberg, Kr. Wennigsen, 
Landdr. und Prov. Hannover), Na- 
valis Beatae Mariae Virginis. 

Mariensee, Kloster (und Dorf^ Land- 
ki-eis, Landdrostei und Prov. Han- 
nover, unweit der Leine) , Lucus 
Sanctae Mariae. 

Marien tlial 9 Kloster, 1. (Stift, sächs. 
Amtsh. Zittau, Kreish. Bautzen, an 
der Neifse, reiches Cistercienser- 
Nonnenkloster von 1374), Monaste- 
rium Vallis Sandoz Marias. 

2. Dorf (Kr. Helmstedt, Hrzgt. 
Braunschweig, am Lappwald, ehem. 
Cistercienserkloster von 1138), Coe- 
nohium Beatae Mariae Virginis. 

Marienwerder, St. (Kr. und EB., Prov. 
Westpreufsen, auf einer Höhe am 
Bande der Weichselniederung und 



an der* Liebe [unterhalb Alte Nogat]), 
Mariae Verda. — MaridMa 
Instda. 

Marignano (oder Melegnano), St. (in 
^der Lombardei, so. von Mailand, am 
Lambro), Meriniacum. — Meri- 
niünum. — MelignJinum. 

.Marines, Mktfl. (in Spanien), Mons 
Mariorum. 

Maringnaes, St. (im frz. Dep. Puy-de- 
Dome, am Allier), Maringae. 

Marino, St. (in der Comarca von Rom), 
Marinum. — Villa Marii. 

« 

Marino, San — , s. San Marino. 

Maritza, Fl. (in der eui'op. Türkei, 
entspr. auf dem Kilo Dagh, wird bei 
Adrianopel schiffbar und mündet in 
2 Armen bei den Sümpfen von Enos 
in das Ägäische Meer), Hehrus 
CEßQoq). — Ebrus C'EßQog). 

Mariut (Birket-), 1« See (Strandsee 
in ünterägypten, südl. von Alexan- 
drien, vom Mittelmeer nur durch 
eine schmale Erdzunge getrennt, ge- 
bildet durch die Kanobische Nilmün- 
dung und andere Kanäle des Nils)^ 
Mareötis(-idi8)Lacus (MaQsajzig, 
sc. AlfivTj). — Mareoticus Lacus. 

2. St. (ebds., einst pers. Grenz- 
festung gegen Libyen), MarSa 
{MaQeia). 

MariupÖl, St. (im russ. Gouv. Jekate- 
rinoslaw, Handelshafen am Asow- 
schen Meer mit meist griechischer 
Bevölkerung, dabei das Dorf Stari- 
Krim), Oremnas {KQrifivol). 

Mark, Grafschaft, 1. (ehemal., im west- 
fäl. Kreise, jetzt Teil des preufs. 
RB.s Arnsberg, von der Ruhr durch- 
flössen, seit 1666 brandenburgisch), 
Ma/rchia. 

2« (ehem., in Württemberg), Comi- 
tatus Marchiae. 

Marken (offizielle Benennung für die 
ital. Provinzen Ancona, Ascoli, Mace- 



371 



Markireh 



Maros 



372 



rata und Pesaro, weil dieselben im 
allgemeinen das Gebiet der mittel- 
alterlichen Marken von Ancona und 
Fermo begreifen, vgl. auch An- 
cona 2), Pi(^num. 

Markireh (früher frz. St. Marie aux 
Mines), St. (Eantonshauptort,- Er. 
Eappoltsweiler, Bezirk Oberelsafs, 
Elsafs-Lothringen, an der Leber in 
einem Teil des Wasgenwaldes), 
Fanum Sanctae Mariae. — 
Sancta ilfan'a in Fodinis. 

Har(k)mag:en, Dorf (Kr. Schieiden, 
RB. Aachen, Rheinprovinz), Marco- 
mägus. 

Mark-Neuborgr, St, (in Ungarn), In 
Neuriburga Forensi, 

Markneokireheii, St. (sächs. Amtsh. 
Ölsnitz, Kreish. Zwickau, an einem 
Bach im Erzgebirge), NeofWnwn, 

Marlborougrli, Mktfl. (in TVildshire in 
England, am Eennet, wonach Herzog 
Joh. Churchil M. den Titel führte), 
Cunetia. — Cunäio, — Marga- 
berga. 

Marlow, St. (in der engl. Grafschaft 
Buckingham, an deiThemse), Mariünis 
(-tdes) Altera. . 

Marmagen, s. Mar(k)magen. 

Marmara, 1. Insel (gröfste des Mar- 
marameeres, mit gleichnam. Haupt- 
stadt), Proconnesus {JIqoxov- 
VTjGog). — Proconesus {JlQOxovriaoq). 

— JSlajphonnesus CE^fX(p6vv7jaog). 

— Elaphonesus (lEka(p6vriooq), — 
Cervorum Insula. 

2, -Meer (Mare di Marmara, 
Binnenmeer zwischen der europ. und 
asiat. Türkei, steht durch die Dar- 
danellenstrafse mit dem Ägäischen 
Meere und durch den Bosporus mit 
dem Schwarzen Meer in Verbindung, 
ist von W, nach 0. 224 km lang 
tmd 74 km breit und bildet im 0. 
den tief in die Eüste von Asien ein- 



schneidenden Golf von Ismid) , Pro- 
pontis, 'tdis {JlQonovxiq). 

Marmore, Lago delle — , See (in der 

mittelital. Provinz Perugia), Lacus 
Veltnus, — Paltis Eeaitna, 
Marmorizza (Marmora), St. (in Ana- 
tolien, alte Hafenst. der Ehodier in 
Earien), Physcus {Ovaxog). 

Marmoatier, 1. s. Maursmünster. 
2. Mktfl. (frz. Dep. Indre-Loire), 
Ma iuris Monasterium, — 
Maius Monasterium, 

Marne, M. (Nbfl. der Seine, entspringt 
auf dem Plateau von Langres [Dep. 
Obermame], fliefst über CSiälons imd 
Epemay und mündet bei Charenton; 
danach benannt das Dep. M. [Teil 
der Champagne]), Matröna, — 
Matema, 

Marc, Mktfl. (in Piemont), Macrum, 

Marokko, 1. Eaiserreich (Sultanat 
Magr'ib-ül-Aksä, „der äufserste 
Westen", der nordwestlichste Teil 
Afrikas, vom Atlasgebirge durch- 
zogen), BegnumMaurocitänum. 
— Regnum Manrocanum, — 
Regnum Maroccänum. 

2* St. (Hptst. von 1, erste Resi- 
denz, eigenthch Marakesch, „die 
Geschmückte", am Fufs der meist 
mit Schnee bedeckten höchsten 
Gipfel des Atlas), Marochium. — 
Bocänum Hemhrum, 

Maronia, St. (in der europ. Türkei, an 
der Südküste Thrakiens), Maronea 
{MccQwvsia). 

Maros (Marosch), M. (in Siebenburgen 
und Ungarn, entspringt auf den Öst- 
lichen Earpathen, unfern der mol- 
dauischen Grenze, wird bei Earls- 
burg schiffbar, mündet bei Szegedin 
1. in die Theifs), Marisus. — Ma- 
risia. — Marisius, — Marusius, 

S« Szeklerstuhl (in Siebenbürgen, 
umfafet die Bezirke Maros-Vasarhely 



373 



Murpeso 



Maryland 



374 



[Neumarkt, gleichz. Hptstr], Mezö- 
Madaras und einen Teil von Mäkfalva 
des Kreises M.-V.), Sedes Maro- 
stensis, — Sedes Marusiensis. 

MarpesO) Berg (auf der Insel Paro im 
Ägäischen Meer, welcher den pari- 
sehen Marmor lieferte), MarpesstiS 
{MaQTCriaaa). 

Marqnise, St. (im frz. Dep. Pas de 
Galais), Marci. 

Marsal, St. (Festung, Kanton Vic, Kr. 
Ghäteau - Salins , Bez. Lothringen, 
Elsals- Lothringen, an der Seille), 
MarsoMum. 

Marsala, St. (Hafen u. Seefestung in 
der sicil. Provinz Trapani, östl. vom 
Kap Boeo auf der Westküste und 
etwas nördl. von der Mündung des 
gleichnam. kl. Flusses), lAlyhaewm 
(AiXvßaiov). 
Adj.: Lilybaetänus, -a, -um. 

Marsalquifir (oder Mers-el-kebir) , St. 
(Hafen in Algier), Magnus Partus. 

MarsehlinS) Dorf (im schweizer Kanton 
Graubünden), MarsiUnum. 

Marseille, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Ehonemündüngen , am Mittelmeer, 
mit 3 Häfen; bedeutendster See- 
handelsplatz Frankreichs, den levant. 
u. algierischen Handel beherrschend), 
Massiliß (MaaaaXla). 
Einw.: Massilienses. 
Adj.: Massiliensis, -e. 

Massüioticus, -a, -um 
{Maaaiki(i)Tix6qy -ri,-6v). 
Massilitünus, -a, -um. 

Marsieo Tecchio (oder Yetere), St. 
(Bischofssitz in der neapolitan. Prov. 
Basilicata), AheUJinum Marsicum. 

Mars)yan, St. (in der asiat. Türkei), 
EucJiaites. — Theodoropolis (Sso- 

Martaban, 1« St. (und Festung in der 
gleichnam. Prov. an der Westküste 
Hinterindiens), Aspithra {kanld'Qa). 



2. Meerbusen Ton — (Golf an 
der Westküste Hinterindiens), Magnus 
Sinus. 

Martigrny (Martinach), St (Bez.-Haupt- 
ort im schweizer Kanton Wallis, 
hnks am Rhone und rechts an der 
Dranse), Martiniacum. — Octo- 
dürus. — Vaiinsa. — Civitas Val- 
lensium. 

Martlgraes (Les), 1. St. (im frz. Dep. 
Rhonemündimgen, auf kleinen Inseln 
am Eingang zum Etang de Berre 
erbaut), Maritima Colonia. — 
Maritima Ävaticorum. — Anati- 
liorum Urbs. — MastramSla. — 
Martigium. 

3. See von — (bei 1), Mastra- 
melus LcCcus. 

Martinaeh, s. Martigny. 

Martinique, Insel (der Kleinen An- 
tillen, zwischen S. Lucia und Domi- 
nica; Hauptort Fort de France), 
Martinica {Insula). 

Martinsbergr, Mrktfl. (in Ungarn), 
Fanum Sancti Martini. — 
Mons Martini. 

Martorano (oder Oppido), St. (in Kala- 
brien in Süditalien), Mamertium. 

Martos, St. (in der span. Prov. Jaen), 
Tucci. 

Marvdge, St. (im frz. Dep. Lozere), 
Marengium. — Marölogium. 

Marrllle, St. (im frz. Dep. Maas 
[Meuse] , am Othain) , Martia 
Villa. — Martis ViUa. 

Manrilles, Dorf (und Kloster im frz. 
Dep. Nord), Coenohium Marüliacense. 

Marvison, Mktfl. (in Kleinasien am 
Kisil-Irmak) , Phazemon {^aC^rifjLwv., 
-wvoq). 

Maryland, Freistaat (in Nordamerika, 
das Land um die Chesapeakbai, 
Westgrenze der Potomac; Hptst: 
Annapolis, wichtigste St. : Baltimore), 



375 



Marza S(o)iiza 



Mattro 



376 



Ma riae Te r ra. — Mariae 
Regio. 

Marza S(o)iiza, St. (Hafen im westl. 
Bai*ka, an der Nordküste Afrikas), 
So zu 8 a (Sw^ovaa). — Apollonia 
{A7to?.?.(ovia). 

Maskat, St. (bedeutender Handelshafen 
im mächtigsten, gleichn. Staat Ara- 
biens, welcher an der Ostküste die 
Landschaft Omtin am Persischen 
Meer, die Küstenstriche der persi- 
schen Landschaft Laristan und Mog- 
histan samt den am Eingang des 
Persischen Meerbusens gelegenen 
Liseln Ormus und Kischm begreift 
und von einem Sultan regiert wird, 
der den Titel „Imam von Maskat 
fuhi-t), Moscha (Mooxv Aif^i^v). — 
Machorbe. 

Masmflnster (Masevaux), St. (und 
Kantonshauptort, Kr. Thann, Bezirk 
Oberelsafs, Elsafs-Lothringen, an der 
Doller in einem Teil des Wasgen- 
waldes; einst ber. Kloster), Masonis 
Monasteriwm. 

Massa, Mktfl. (im ehem. Kirchenstaat), 
Massa Veternensis. 

Massa Carrara (M. Bucale), 1« St. 
(Hptst. des gleichn. ehemal. Herzog- 
tums am Frigido, zu Modena ge- 
hörig), *Herculis Fanum, — 
Massa. 

2« Herzogtum (s. 1), Du^atus 
Massae. 

Massa di Sorrento (oder M. Lubrense), 
St. (im Neapolitanischen), Massa 
Luhrensis. — Massa Lubiensis. 

Massel, Dorf (Kr. Trebnitz, EB. Bres- 
lau, Prov. Schlesien), Hegetmatia. 
— Hegitmatia. — Egitmatia. — 
Higitmatia. 

Masserano, St.(inPiemont), Massiänum. 

Massra Gor el Szaphia, St. (im trans- 
jordanischen Palästina an der Süd- 



ostspitze des Toten Meeres), Zoara 
(Zoaga). — Bela. 

Mastrieht (Maastricht, vläm.Maestricht), 
St. (wichtigste Festung der Nieder- 
lande, Hptst. der hoU. Prov. Liin- 
burg, am ErnfluTs der Jaar in die 
Maas, mit Gitadelle auf dem südl. 
der Stadt gelegenen Petersberge), 
Traiectum ad Mos am. — Tra- 
iectum Tu/ngrorum. — Traiectum. 

— Traiectus Mosae. — Traiectum 
Su/perius. 

Masulipat&m, St. (Seefestung in der 
brit.-ostind. Präsidentschaft Madras, 
an einem Mündungsarm des Krischna), 
CottoJ^ara [KotrößaQa). — Me- 
solia. 

Matarello, Dorf (und Schlofs in Tirol), 
Ma^astellum. 

Matarieh, Dorf (mit Kuinen in Unter- 
ägypten, an der Grenze von Arabien, 
hieroglyphisch ta-Bä oder porBa 
= Haus der Sonne, in der Bibel On 
genannt) , He liopo li s CHIiov- 
nokig). — BethrSemes. — Sdlis Op- 
pidum. 

Matard, St. (Hafen in der span. Prov. 
Barcelona, am Mittelmeer), Ilüro. 

— Elüro. — Dilüron. 

Mateliea, St. (in derital. Prov. Mace- 
rata), MatiUca. 
Einw. : Matilicätes. 

Matura, St. (Erzbischofssitz in der 
neapolitan. Prov. Basilicata), Ma- 
te öl a. — Mateala. 

Matrei, Mktfl. (in Tirol, unweit Inns- 
bruck), Matreium. 

Matriga, St. (und Insel auf und bei 
der Halbinsel Krim), Hermonassa 
{^EQfJLotvaoaa). 

Mattro (oder Meta[u]ro), M. (in den 
ital. Marken, fallt nach 185 km in 
das Adriatische Meer), Metaurus. 

— Die Anwohner: Metaurenses 



377 



Matzdorf 



Mazafiran 



378 



Tvfernätes. — Metaurenses Urba- 
nOtes. 

Matzdorf, Mktfl. (in Ungarn), Mat- 
thaet Villa. • 

Man'bengre, St. (Festung im frz. Dep. 
Nord, an beiden Ufern der Sambre, 
einst Hauptort von Hennegau), Mal- 
bodium. — Malobodium. — Mäl- 
modium. — McUburium Monaste- 
rium. — Mölbwrium Monasterium, 

Mandre, M. (in Frankreich), Maldra. 

— Mala/ra. 

Maul1>roiiii, Dorf (ebem. Cistercienser- 
kloster, Oberamt, württemb. Neckar- 
kreis, in einem stillen Thal an der 
Saiza), Coenöbium Mulifontanum, 

Manl6oii (de Soule), St. (im frz. Dep. 
Niederpyrenäen, am Gave von Suzon, 
Hauptort der Landschaft Soule), 
Malleo. — MaUeosolium. — Ma- 
lus Leo. 

Maumagrues, Mktfl. (in Frankreich), 
Mamaceae. 

Maurbaeh (oder Allerheiligenthal), Thal 
(in Ostreich), ValUs Omnium Sanc- 
torum. 

Maaiiee, St. — , s. St. Maurice. 

Manrienne, Grafschaft (im Thal des 
Flusses Are in der gleichnam. sa- 
voyischen Alpenlandschaft), Garo- 
celia Vallis. — Maurensis ValUs. 

— Maunensis Vallis. — Maurierma 
, Vallis. — Maurianae Comitatus. — 

Matt/riamiae Comitatus. 

Manro Nero (oder M. Potamo), Fl. (in 
Griechenland, im alten Böotien, 
zwischen Orchomenos und Aspledon), 
Melas (M^Xaq). 

Maarsmünster (Marmoutier), St. (Ean- 
tonshauptort. Kr. Zabem, Bez. Unter- 
elsafs, Elsafs-Lothringen ; ein Kloster 
bestand hier schon im 6. Jhdt., vom 
Abt Maurus 724 zum zweitenmal 
gegründet, 1517 — 1789 Benediktiner- 
abtei), Mauri Monasterium. — 



Mauriänum Maiu&. — Monasterium 



Manschld, St. (Hafen im Glücklichen 
Arabien), Muza {Mov^a). — Musa. 

Maatem, St. (im östr. Kreis Ober- 
wienerwald, an der Donau), Civitas 
Mutarensis. — MutarSmum. 

MauTe(s), Mrktfl. (in Frankreich), 
Malvas. 

Mavre Matla, St. (Hauptort der griech. 
Nomarchie Messenien), MessBne 
{Meaarivri). 
Einw.: Messenii (Msaai^vioi). 

Mayen, St. (Kreisst, EB. Koblenz, 
Eheinprovinz, an der Nette), Magni- 
äcum. 

Mayenfeld, St. (im schweizer Kanton 
Graubünden, Bezirk Unterlandquart, 
am Rhein; in der Nähe der Pafs 
Luciensteig), Lupinum. — Maiae 
Villa. — Maiae Campus. 

Mayenne, 1. Fl. (schiffbar, im nord- 
westl. Frankreich, entspr. im Dep. 
Ome und mündet nach 195 km nahe 
oberhalb Angers in die Sarthe, mit 
welcher vereint sie die Maine bildet), 
Me duäna. — Medana. — Mediana. 

2m St. (an der M., ehedem Sitz der 
Grafen von M.), Medu^num. 

ä. Departement (nach 1 benannt, 
aus dem westl. Teil von Maine und 
nördl. von Anjou gebildet, zerfäUt in 
die 3 Arrondissements : M., Laval 
und Chäteau-Gontier; Hptst. Laval), 
Ager Meduanensis. 

Mayo, Grafschaft (in der irländ. Prov. 
Connaught, im N. und W. vom At- 
lantischen Ocean bespült; Hptst. 
Castlebar), Comitatus Mayensis. 

Maz d'Azil, Mktfl. (in Frankreich), 
Mansum Azili. 

Mazafran, Fl. (eigÜ. Maa-el-Zafran, 
auch Oudjar gen., in Algier, mündet 
unfern der Bai von Sidi-Ferruch in 
das Mittelmeer), Savus. 



379 



][azag(h)aii 



Medina del Campo 380 



Maza9(h)an (Mazagran), St. (Hafen u. 
Festung in der alger. Prov. Oran), 
Busibis. — BiUülns. — Mazor 
cänum. 

Jfazaraki, Kloster (in Griechenland, 
an Stelle einer böotischen Stadt am 
See Kopais mit einem heiligen Hain 
desPoseidon), Onche8tmCOyxv<JT6g). 

Mazdres-en-Foix, St. (in der ehemal. 
frz. Grafschaft Foix, dem jetzigen 
Dep. Ariege, am Fnlse der Pyrenäen), 
Castrum Maseris, 

Maz(o)amah, St. (in Algier), Fumdus 
MdziACänus. 

Mazz4ra, 1« St. (befest. Hafen und 
Bischofssitz in Sicilien, an der Mün- 
dung des Salemi in das Mittelmeer), 
Mazara. — Massems. 

2. Val dl — , Landschaft (bei 1), 
Mazarae VoMis. 

Mazzi, St. (in Griechenland, im alten 
Böotien, am Kopaissee), Haliartus 
CiXluQTog). 

Meath, Grafschaft (in Irland, und zwar 
East-Meath [auch blofs Meath], mit 
der Hptst. Trim, und West-Meath, 
in der irischen Prov. Leinster, am 
Shannon, Hptort: MuUingar), Media. 

Meaux, St. (Bischofssitz im frz. Dep. 

• Seine-Marne, an der Marne), Civi- 
tas Meldorum. — Meldt. — 
Melda£. — Metdünum. — latinum. 

Mecca, s. Mekka. 

Meeheln, St. (frz. Malines, in der belg. 
Prov. Antwerpen, an der Dyle, im 
Mittelpunkte des belgischen Eisen- 
bahnnetzes), Malin ae. — MaoMnae. 
— MecMinia. 
Adj.: Mechlimensts, -e. 

Meeklenburgr, 1. Dorf (Grhzgt. M.- 
Schwerin), Meg alopoli s. — 
Mecklenhurgum. 
d. Grofsherzogtum, 
A. M. -Schwerin (an der Ostsee, 
eben, reich an Seen [Müritz-, Schwe- 



rinersee u. 8. wj imd Gewässern 
[Wamow, Eide], Hptst.: Schwerin), 
Ducatu s Megalopolitanus 
Suerinensis. — Diicatiis Meckel- 
burgensis Suerinensis. — JDitcatus 
Mecklenburgensis Suerinensis. 

B. M.-Strelitz (aus zwei ge- 
trennten Teilen bestehend [Herrschaft 
Stargard und Fürstentum Eatzeburg; 
Hptst. : Neu-Sü-ehtz), Ducatus Megor 
lopolitäntis Strelitiensis. 

Medeah, St. (in Algier, früher Eesidenz 
des Bei von Titten), Lamida. 

Medellin, St. (in der span. Provinz 
Badfyoz), MetelUnum. — Castra 
MetelMna. — MetaMnum. 
Adj.: MetaUinensiSy -e. 

Medelpad, Landschaft (in Schweden, 
an der Ostsee, bildet einen Teil von 
Hemösands-Län), Meddpadia. 

Medemblik (Memehk), St. (Hafen in 
der niederländ. Prov. Nordholland, 
am Zuidersee), Medemeldcum. 

Hedhurst, Mktfl. (in England), Midae. 

Mediaseh (Medwisch), 1. Stuhl (im 
Siebenbürger Land der Sachsen), 
Mediensis Sedes. 

2. St. (kgl. Freistadt und Haupt- 
ort von 1 , am Grofsen Kokel), 
MediBsus. — Medveschlnum. — 
Medyeschmum. — Mediessinum. 

Medina (arab. Medinet-el-Nabi [Nebi]), 
St. (=^„Stadt des Propheten", früher 
Jahtreb, die 2. Hptst. von Hedschas 
im westl. Arabien, 2. heil. St. der 
Mohammedaner; in der Hauptmoschee 
El-Haram [= „die Unverletzbare"] 
ist die Grabstätte Mohammeds), 
Athrulla. — latnppa. 

Medina Celi, St. (in der span. Prov. 
Soria), Methymna Caeli. — 
Methyninia Cadia. — Medina 
Caelia. — Medina Caelestis. 

Medina del Campo, St. (in der span. 



381 Medina de las Torres 



Meerengre Ton Aldemey 382 



Prov. Valladolid), Meihymna Cain- 
pestris. 

Medina de las Torres, St. (in Spa- 
nien), Methymna Turrium, — 
Contribtda. 

Medina del Kio Beeeo, St. (in der 

Span. Prov. Valladolid, am Sequillo), 
Methymna Sicca. — Forum 
Egurrorum, — Cauca, 

Medina Sidonia, St. (in der span. 
Prov. Cadiz), Methymna Asindo. 

— Methymna Sidonia, — Methymna 
Asidonia. — Asindo. — Asindonia. 

Medoc, Landschaft (in der ehemal. 
Prov. Guienne des südwestl. Frank- 
reich, in Ober- und Nieder-M. geteilt 
und dem jetzigen Arrondissement 
LespaiTe im Depart Gironde ent- 
sprechend). Med Uli. — Terra 
Medüla. — Eegio Medüla. 

Medon, Mktfl. (in Dalmatien), Dio- 
cUa (JiSxXsia). — Boclea {Aoxlia). 
Einw.; Diocleatae {AoxXeaxai). 

Medseherdu, s. Megierda. 

Medwiseh, s. Mediasch. 

Medynet-al-Fejdm, St. (in Mittel- 
ägypten), Crocodilopolis (Kqo- 
xoöelkiüv nSkig). — Arsinoe (k^- 
OLVorj). 

Meenen (Menin), St. (Festung (in der 
belg. Prov. Westflandem, an der 
Lys), Mens na. — Memna. 

Meer von Astrachan , s. Kaspisches 
Meer. 

Meer von Biseaya, s. Biscaya. 

Meerbusen von Assam Kalassi (Asyn 
Kalessi), Meerbusen (in Anatolien), 
Sinus las iusCÖ*IaaixoqK6).noq). 

— Sinus lasicus. 

Meerbusen von Egrhina (oder Athen\ 
s. .Eghina, Golfo di — . 

Meerbusen der Gascogrne (Teil des 
Atlantischen Meeres, von der Mün- 



dung der Garonne bis zur Grenze 
Spaniens), Sinus Oestrymnicus. 

Meerbusen von Isehia (bei Neapel), 
Sinus Velinus. 

Meerbusen von Katsch (an der West- 
küste von Hindostan) , Cantii 
Sinus. — Baraces {BaQdxtjg). 

Meerbusen von Lepanto, s. Golfo di 
Lepanto. 

Meerbusen von Manfredonia (Golf 
des Adriatischen Meeres), Sinus 
Urias. 

Meerbusen von Megrissa (im Schwai- 
zen Meer), Melanes Sinus. 

Meerbusen von Negrropoll (auch 
Akmeschid, südruss. Golf im Schwar- 
zen Meer), Sinus Carcinites {KaQ- 
xivlxijg o KokTtog). 

Meerbusen von Orfano (auch Bendina 
oder Contessa, Golf des Ägäischen 
Meeres, in welchen sich der Struma 
[Strymon] oder Karasu ergiefst), 
Sinus Strymonicus {Szgvfjiovixog 
KoXnog). 

Meerbusen von Palmas (bei Sardi-, 
nien), Sinus Sulcitanus. 

Meerbuseu von Sandali (an der Küste 
von Kleinasien, im alten lonien), 
Sinus CymaeuSi 

Meerbusen von Sidra, s. Sidra. 

Meerbusen von Simo, s. Simo. 

Meerbusen von Staneo (in Anatolien, 
bei der [alten dorischen] Seestadt 
Keramo), Sinus Ceramicus {Koknog 
o KsQccfjLixog). 

Meerbusen von Suez (Bahr-el-Kolsum, 
der nördlichste Teil des Roten Meeres 
in Mittelägypten), Sinus Heroopolites, 

Meerbusen von Volo, s. Volo. 

Meerengre von Aldemey (zwischen 
der brit. Insel Aldemey im Kanal 
und der französ. Küste, auch wohl 
Race genannt und wegen der Stärke 



383 Meerenge tob Calais 



Melide 



384 



und Schnelligkeit seiner Mut geföhr- | 
lieh), Ebodiae Fretum. j 

Meerengre Ton Calais, s. Calais 2. 

Meerenge Ton Gibraltar, S.Gibraltar 2. 

Meerenge tob Kaffa, s. Kaffa 2. 

Meerenge Ton Konstantinopel, s. 

Konstantinopel 2. 

Meersburg, St. (bad. Ki-. Konstanz, 
am Bodeosee, mit ehem. Domini- 
kanerkloster) , Me rsohurgum. — 
Merspurgum. 

Megali Cameni, Insel (griech.), Auto- 
mate (Airofidti]). ^ 

Megara, St. (einst Hptst. von Megaris, 
auf dem Isthmus von Korinth), 
Megara (MtyaQcc). — Alcathoe 
{ji/.xccd-67]). 

Megierda (Mezdjerda), M. (in Nord- 
afiika, beim alten Utika), Bagräda, 
-ae {BayQaöag). 

Mehallet-el-Kebir, St. (in Nieder- 
ägypten), Cynopolis {Kvvwv IloXig). 

Mehrerau, Abtei (bei Bregenz, in Yor- 
arlberg in Tirol), Augia Brigan- 
Hna. — Augia Maior. 

Mehnn, 1. sar Loire, St. (im frz. Dep. 
Loiret), Magdünwn ad Ligerim. 

2. sur Yi&?re, St. (im frz. Dep. 
Cher), Magdunum ad Yeveram. 

Mejiko, 1. Staat (Föderativrepublik 
im südl. Nordamerika, zwischen dem 
Stillen Ocean und dem Mejikanischen 
Meerbusen), Hispania Nova. — 
Meiicum. — Meiicana Begio. 

d« St. (Landeshauptstadt auf dem 
Plateau von Anahuac, nahe dem See 
von Tezcuco), Meiico. 

Meilen, Dorf (und Bezirksort im 
schweizer Kanton Zürich), Megiu- 
lanum. — Meiulanum. 

Meinder (Minder), M. (in Kleinasien, 
strömt in fortwähi'endenKrümmungen 
durch das alte Kaiien und Lydien 



und mündet bei Milet), Ma^ander, 
-dri {MalavÖQoq). 

Meiningen, St. (Kreisst., Hptst. des 
Hzgts. Sachs.-Mein. , in einem Thal 
an der TVerra), Maininga, 

Meinradszell, s. Einsiedeln. 

Meinta Posseda, St. (in Cölesyrien), 
HeracUa Cassiotidis CHqccx).sicc 
zriq KaooLWTiöog). 

Meifsen, 1« St. (Amtshauptmannsch.^ 
Sachs. Kreish. Dresden, am Einflufs 
der Triebisch in die Elbe), Misnia. 
— Misna. — MisBna. 

Adj.: Misnensis, -e. 
Misenensis, -e. 

3. Land (ehemal Markgrafschaft, 
928 von Heinrich I. begründet; aus 
ihr ging das Kurfürstentum und 
spätere Königreich Sachsen hervor), 
Marchia Misnensis. — Misnia. 

Einw.: Misnicus. 

Mekka, St. (bei den Arabern Omm-el- 
Kora, d. h. „Mutter der Städte", die 
heiligste Stadt der Mohammedaner, 
Geburtsort Mohammeds, in der arab. 
Landschaft Hedschas, 75 km vom 
Hafen Dschidda entfernt), Maco- 
räba. — Mecha. 

Mekran, El — , s. Makran. 

Mola, St. (in Algier), Mileum. — 
MiUvum. — MilBvis. — MillSvis. 
Adj.: Milevitänus, -a, -wm. 

Melasse (Mellassa), St. (im türk. Ejalet 
Aidin in Anatolien, im alten Karien), 
My lassa, -orum iMvkao[a]a, ra). — 
Pedäsum {Il^Sccaov). 

Melazzo (Milazzo), St. (Hafen und 
Festung in der sicil. Provinz Messina), 
Mytae {Mvkal oder Mvkai). 

Melezgerd, St. (in Eumelien), Mauro- 
castrum. 

Melfa, M. (Nbfl. des GarigHano), 
Melpis. 

Melide (Mehda), Insel (des Adriatischen 



385 



Melilla 



Mendris 



886 



Meeres vor der dalmatischen Küste), 
MeHta {Me).ltri), — Melke. — 
Melüine {Mekizivi^). 
Melilla (Mlila), St. (Festuug eines der 
spanischen Presidios an der Küste 
von Marokko), Busadirum, — 
Busädir' — Myssad/yrum, 

Mellnda, 1« St. (Seeplatz auf der Ost- 
küste Südafrikas, im Lande der 
Suaheli, an der Mündung des Quili- 
mance), JSsstna (*Eoaiva), — Me- 
lindum. 

2. Meerbasen Ton (ebds.), Sinus 
Barbaricus {K6?.7iog BaQßaQixoq), 

Melk (Molk), Mktfl. (im unteröstr. Kr. 
Oberwienerwald, an der Donau, mit 
ber., 1089 gegründeter Benediktiner- 
abtei), Medelica. — Meddidum. 
— Melicium. 

Melle, St. (im fi-z. Dep. Deux Sevres, 
an der Beronne)', Mellusum, 

Mellora, Insel (ital., an der Küste yon 
Toscana), Maenaria. 

Melun, St. (im frz. Dep. Seine-Marne, 
an der Seine), Melodünum. — 
MeUdunum, — MilidUnum. — 
Castrum Meliodunense. — Me- 
teglium. 

* Memel, 1« M. (kommt aus EuTsland, 
Gouvem. Minsk, wo sie Niemen 
heifst und bei Kowno r. die ansehn- 
liche Wilia aufgenommen hat, tritt 
als Memel bei Schmalleningken in 
das preufsische Gebiet und mündet 
in 2 Hauptarmen: Gilge und Ruis 
ins Kurische Haff, zu Vs ihres Laufes 
schiffbar, 788 km lang, davon in 
Deutschland 112 km), Memsla. — 
Chronus. 

d. St. (Kreisstadt, Kr. Königsberg, 
Prov. Ostpreufsen, am Einflufs der 
für Seeschiffe fahrbaren Dange in das 
Tief von Memel, welches das Kurische 
Haff mit der Ostsee verbindet), 
Memelia. — Memelium. — Clur 
peda. 

S a a I f 1 d , Geograph. Handbüclilein. 



Memellk, s. Medemblik. 

Memers, s. Mamers. 

Memleben, Dorf (und Klostergut, Kr. 
Eckartsberga, RB. Merseburg, Prov. 
Sachsen, an der Unstrut; Ruine eines 
Benediktiner-Mönchsklosters) , leine- 
Uvum, 

Memmlngren, St (unmittelbare, Bezirks- 
amt, bayr. RB. Schwaben, an der 
Ach), Memminga. — Septemiads. 

— Campidona. 

Menam, M. (einer der Hauptströme 
Hinterindiens, im Oberlaufe Meping 
genannt, bildet ein Delta und mündet 
imterhalb Bangkok in den Golf von 
Siam), Sobannus {'Swßavaq). 

Menblgrz, Ruinen (einer Stadt in Syrien, 
früher Bambyke genannt, am Euphrat, 
mit einem Tempel der Astarte), 
JSierapolis ClsQ(X7io?ug). — Menba. 

— Manba. — Alenbigium. 

Mend, El. (in der persischen Landschaft 
Beludschistan), Arbis C^Qßig). 

Mendaya, St. (in Spanien), Nemeto- 
bnga. 

Mende, St. (Hptst. des frz. Dep. Lozere, 
am Lot), Memmale. — Mimas. — 
Mimate. — MimMum. 

Menden, St. (Kr. Iserlohn, RB. Arns- 
berg, Prov. Westfalen, an der Hönne), 
Menithinna. 

Mendere-S(o)u9 M. (in Anatolien, im 
alten Troas, entspr. auf dem Ida, 
fallt vereinigt mit dem Ghumbre 
oder Simoeis ins Ägäische Meer), 
Scämander, -dri (SxdfjUcvÖQog). 

Mendes, St. (auch Gumichlovliman 

gen., im östlichen Anatohen, einst 

dorische Fürstenstadt in Karien), 

Myndus {Mvvöoq). 

Adj . : Myndius, -a, -um (MvvSiog) . 

Mendris, Mktfl. (im Kanton Tessin in 
der Nähe des Luganersees der itaL 

13 



387 



SUnebonld 



Xerida 



388 



Schweiz), Mendrisio. — Mendflso. 

— Mendrium, 

M^nehoiild (St. — ), St. (im £rz. Bep. 
Mame, am Aisne), Fanum Sanctae 
Manechildis, — Fanum Sanctae 
Manehüdis. — Sanmanhiläis, 

Menerbes, St. (im frz. Dep. Vaucluse), 
Ma,chao. 

Henidiy Dorf (im attischen Griechen- 
land, in der Nähe des heutigen Ka- 
maderon, einst der volkreichste atti- 
sche Demos der öneischen Phyle)? 
Acharnas {ÄxccQvat). 
Adj. : Achamämts, -a, -um, 

Menimen, St. (in Anatolien, im alten 

ÄoHen, auf der Strafee von Kyme 

nach Smyrna, nördl. vom Ausflufs 

des Hermes), Temnus (Trjfivog), 

Einw.: Temnii {Ti^fivtoi). — 

TemnUae (TTjfzvltai). 

Menin^ s. Meenen. 

Mensehie, Euinen (einer alten Stadt 
im oberägyptischen Thebais am linken 
Nilufer) , 'Ptölemais Äegyptiorum 
{IlToXefjLatq), 

Mentana, La — , St. (im ehemal. 
Kirchenstaat), Nomentwm, 

Menteeh, s. Mendes. 

Meniif (Menoufj, St. (in Unterägypten 
am östl. Ufer des Sees Birket-Mariüt 
[Mareotis]), Momemphis {Mmfie(jL<piq) 

• 

Meppen, St. (Kreisst., Landdr. Osna- 
brück, Prov. Hannover, am Einflufs 
der Haase in die Ems), Meppia. 

— MeppSna. 

Mequinenza, St. (in der span. Prov. 
Zaragoza), Octog^sa. 

Merakin, St. (in Syiien), Marathus, 

'Untis {M&Qad^oq), 
Merasch, s. Marhas. 

M^rawe, porf (in Nubien am r. Nil- 
ufer im Gebiet der Scheikieh- Araber 
bei dem Berge Barkai, mit zahlreichen 
Besten altägyptischer Baukunst und 



Ruinen der Stadt Meroe, der Haupt- 
stadt von Äthiopien), Meroe (MeQOfj). 

Mereia, Königreich (altes angelsächsi- 
sches, erstreckte sich vom Meere auf 
beiden Seiten des Trent bis an die 
Gebirge von Wales), Anglia Media. 

Mereoeur, Mktfl. (in Frankreich), Mer- 
coriwm. 

Mercogrliano 9 Dorf (im Neapolitani- 
schen), Mercwriole. 

Mer de Martigrues, s. Martigues. 

Merdsch«Ibn-Amer, Landstrich („Aue 
des Sohnes Amers" in Syrien, im S. 
von Galiläa, westi. vom Karmel, östl. 
vom Hermon eingeschlossen, im 
Altertum Ebene Jesreel [Esdrelon]), 
Esdraela. — Esdraslon, — 
Stradda. 

Merenda, Ruinen (eines jetzt zerstörten 
griechischen Dorfes auf der Ostseite 
von Attika, einst att. Demos zur 
pan(fionischen Phyle gehörig), Myr- 
rQifinus, -untis {MvQQivovq,-ovvTog). 
Einw. : Myrr(h)inu>8ii {Mvqqi- 
vovaioi). 

Mergentheim, St. (Oberamt, württemb. 
Jagstkreis, an der Tauber, ehedem 
die bedeutendste der 11 Balleien des 
Deutschen Ordens, von 1527—1809 
Sitz der Hochmeister), Aula Ma gni 
Magistri Ordinis Teutonici. 
— Mariae Domus. — Vallis Mariae 
Virginis. — Mergenthemium. - — 
Merghetum. 

Merghem, s. Merville. 

Mergui, St. (engl. Hafen am GoK von 
Bengalen, im Delta des Tenasserim- 
flusses, an der Küste von Tenasse- 
rim; davor gelagert die Mergui- 
Inseln), Catigara, 

Merida, St. 1» (römische Kolonie in 
der span. Prov. Badajoz, am Gua- 
diana), Augusta Emerita, ^ — 
Colonia Fmeritensis. — JEmeritensis 
ürbs. — Emerita. 



389 



Metioiiethshire 



Metelen 



390 



2« (Hptst. der gleichnam. Prov. 
der südamerikan. Republik Venezuela, 
Bischofssitz), Emerita VeneztMtleims, 

3« (Hptst. des mejikan. Staats 
Yucatan), Emerita lucoitamensis. 

Merionethshire, Grafschaft (im engl. 
Fürstent. Wales; Hauptort; Bala), 
Mervinia. — Comitatus Mer- 
viniensis. 

Mero, Fl. (in Spanien), Marus, — 
Meärus. — Metarus. — Mentarus. 

Meroth, St. (im Norden von Palästina, 
in Galiläa), Meros (M^qwB), 

Merseüburgr, St. (Kreisst. u. Rß., Prov. 
Sachsen, an der Saale; Bistum M. 
968 von Kaiser Otto I. gestiftet), 
Marsipolis, — MartiopoUs. — 
Martinopdlis, — Martishurgwm, — 
Marsibu/rgum, — Mersebu/rgum. 
Adj.: Mersebu/rgensis, -e. 

MertÖla, St. (Festung in der portu- 
gies. Prov. Alemtejo, Bez. Beja, am 
Guadiana), IiUia Myrtilis. — Myr- 
tilis, — Mirtylis, 

Merville (Merghem), Mktfl. (Salzwerk 
im frz. Dep. Nord), Mauronti 
Villa. — Menariäcum. — Minor 
riäcuni. 

Merwe (Merwede), Mufsarm (die mit 
dem Waal [Rheinarm] vereinigte 
Maas, welche sich unter diesem 
Namen in den Biesbosch ergiefst), 
Merovei Fossa, 

Merzigr, St. (Kreisst, RB. Trier, Rhein- 
prbvinz, r. an der Saar), Marcerum. 

Mesehede, St. (Kreisst., RB. Arnsberg, 
Prov. Westfalen, am Einflufs der 
Henne in die Ruhr), Melocavus. 
— Mdocabus. — Melocamus. 

Mesehhed-HosaSn (auch Imam-Hosain 
oder Kerbeiah), St. (im türk. Ejalet 
Basra, westL vom Euphrat in der 
Wüste, die heilige Stadt der Schiiten), 
Bolagasus, — Vologesia, — 
Vologesocerta. 



Mesisan, Sf. (in Ostreich), Medo- 
slanium, 

MesUet, s. Maskat. 

Messimuri, St. (in der europ. Türkei, 
im alten Macedonien [Krossäa] am 
Thermäischen Meerbusen), Cowjpsa 

• {Kdfitpa), 

Messin, .Landstrich (um die lothringi- 
sche Stadt Metz herum, alter franz. 
Ausdr. aus der Zeit der Usurpation) 
Pagus. Metensis. — Tractus 
Metemis, — Metingovia. 

Messina, 1. St. (Hptst. der gleichnam. 
Prov. auf Sicilien, am Fufse des 
Pelorischen Gebirgs und an der 
Strafse von M. gelegen, zerfällt in 
See - und Hügelstadt) , Zancle 
(ZayxXri). — Me ssüna {Msoodva\ 
MessBne {Msooijvtj). 

Einw.: Messanii. — Messa- 
nenses. 

3* Faro di — 9 Meerenge (zwischen 
Sicilien und Italien), Fretum Sicülitm. 

Messines (vläm. Meessen), Mktfl. (in 
der belg. Prov. Westflandem, Bez. 
Ypem, mit ehem. Benediktinerkloster 
[jetzt Erziehungsanstalt]), Messinas. 

Messis, St. (in Anatohen, im alten 
Cilicien), Mopsuhestia (Moxpoveoria).. 
— Mopstis {Moipog). 

Medurata, Insel (im Mittelmeer (bei 
Nordafrika), Misynus {MIgvvoq). 

Metauro, s. Matti-o. 

Meteliuo (oder Lesbos), 1. Insel (des 
Ägäischen Meeres, an der kleinasia- 
tischen Küste, von den Tüiien Mi- 
diUü gen.), Lesbos, -i {Aeaßoq). 

Adj.: Lesbiäcus, -a, -^m {Aso- 
ßiaxoq). 

2« St. (auch Mytilene gen., auf 
der Ostseite der Insel Lesbos), jMlytv- 
Une {MvzllijvTj). 

Einw. : Mytilenaei {MvzilTjvaloi). 

Metelen, Wigbold ([Mktfl.] Kr. Stein- 
furt, RB. Münster, Prov. "Vyestfalen, 

13* 



891 



Metmori 



Midrol^ 



392 



an derVechte), Mediolartum. — 
Mediölamum. 

Metmori, s. Kur. 

Metro, B. Mattro. 

Metz, St. (Hptst. des Bezirks Loth- 
ringen von Msafs-Lothringen, Festung 
I. Eanges, in einem Thal am Eän- 
flufs der SeiUe in die mehrarmige 
Mosel, 1 4 km von der ficanz. Grenze), 
Mediomatrica Urbs. — Medio- 
matricorum Oivitas. — Mediomar 
trici. — Divodnrum Mediomatri- 
crnn. — Divodflrum Mediomatri- 
corum. — Divodünmi, — Mettis, 
— Metae. — Mettae, — Metti. — 
Metensis Urbs. 

Einw.: Metenses. — Mettenses. 

Adj.: Metensis, -e, 
Mettensis, -e. 

Meudou, Mktfl. (und Lustschlofs in 
der .Nähe von Paris, unfern der 
Seine), Metio sedum. — Modünum, 

Meulllon, Baronie (in Savoien), Me- 
dulli. 

Meulant, St. (in Frankreich), Med- 
iin dum. . — MeUentvm. — Melleö- 
tum. — Miäancum. 

Mears, s. Mors. 

Meurthe, Fl. (r. Nbfl. der Mosel, ent- 
springt am Westahhang der Vogesen, 
wird unterhalb Nancy schiffbar und 
mündet bei Frouard), Mitrta. 

Mewe (poln. Gniew), St. (Kr. imd RB. 
Marienwerder , Prov. Westpreufsen, 
am Einflufs der Fei-se in die Weichsel), 
Gnevtim. 

Mexico, s. Mejiko. 

Meyniae, St. (in Frankreich), Manica. 
Mezdjerda, s. Megierda. 

Mezetlu, St. (in Anatolien, im alten 
Paplilagonien) , Solis. — Pompeio- 
polis. 

Meziöres, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Ardennen, Festung am r. Ufer der 



Maas, gegenüber Charleville mit star- 

• ker CStadelle), Maceriae. — Ma- 

ceria. — Maderiäeum. — Meseria. 

— Mesericte. — Brennacum. 

Mezzo Lombarde, Mktfl. (in der Lom- 
bardei), Medium Sancti Petri. 

MezzoTO, Berg (im Agraphagebirge in 
der europ. Türkei), Pindus (Illvöoq). 

Mliar, Ankerplatz (im Glücklichen 
Arabien)^ Bawnaihi Vicus {^Pavvtx- 
d-ov Kwfii]). 

Miehele, San — , s. San Michele. 

Mielielstadt, St. (Kr. Erbach, hess. 
Prov. Starkenburg, an der Mümling 
im Odenwald), Michilinstadium. 

Micila, Mktfl. (in Algier), Myraeum 
(MvQaiov). — Mireum (Mlgeov). 

MieroYatbi (auch bloDs Yathi), St. 
(Hafen in Griechenland, im alten 
Böotien), Aulis, -idik {AvXLq), 

Middelburg', St. (feste Hptst. der 
niederl. Prov. Zeeland, mitten auf 
der Lisel Walcheren, durch einen 
schiffbaren Kanal mit der Wester- 
sohelde verbunden, an dessen Aus- 
flufs bei der Schanze Rammekens 
sich der eigentiiche Hafen der Stadt 
befindet), Medidbv/rgum. 

Middlaer, St. (in Holland), Medde- 
lacum. 

Midiah (Midjeh), St. (in der europ. 
Türkei, zwischen dem thrak. Vgb. 
Ainata [Kap Kouri] und dem Bospo- 
r\m\Salmydes8us{I!aX(jLv6rjaa6q). 

— Hälmydessus (jikfjivSiaaog)» 

Midou, Fl. (im südwestl. Frankreich, 
entspringt im Dep. Gers, vereinigt 
sich im Dep. Landes bei Mont-de- 
Marsan mit der Douze, heilst von 
da an Midouze und mündet unter- 
halb Tartas in den Adour), Midorius 
Fluvius. 

MidroS, St. (^in Algier), Medianum 
CasteUum. 



393 



Mihaly 



Minho 



394 



Mihaly, Szent — , St. (in Siebenbürgen), 

Fanum Sancti Michotdis, 
Mihiel, St. — , s. St. Mihiel. 

Maares (Miliares), M. (Küstenfl. im 
östl. Spanien, entspringt in der Prov. 
Teruel und mündet nach 115 km ins 
Mittelmeer), üdüba, ' 

Miklos, Szent — , St. (in Ungarn), 
Fanum Sancti Nicolai, 

Milagrro, M. (in Navarra in Spanien), 
JBrgavia. 

Milah, St. (in Algier), Milevis. 

Milano, s. Mailand. 

Milazzo, s. Melazzo. 

Milden, St. (im schweizer Kanton 
Bern), MeldUnum. — Minno- 
dünum. 

Mileto, St. (und Fürstentum im Nea- 
politanischen), Mi l Et um. — MeUta. 

Miletoni, St. (im Nordosten der türk. 
Insel Kandia), Miletus {MIXtjtoq). 

Milhau (Millau), St. (im frz. Dep. 

Aveyron), Amilhänum. — Äemi- 

lianum. — Ammilbanum. — Mil- 

liadum. 
Mllhaud, St. (ijn franz. Dep. Gard), 

Amüiäniim. 

Mlliänah, St. (in Algier, Prov. Algier; 
Hafen ist das mehrere Stunden weit 
entfernte Scherschell), Maliana. 

Militseh, St. (Kreisst., RB. Breslau, 
Prov. Schlesien, an der Bartsch, mit 
vielen Teichen, Hptst. der Standes- 
herrsohaft M. der Grafen von Maltzan), 

. Müidwm. 

Millau, s. Milhau. 

Millas, Mktfl. (im frz. Dep. der Ost- 
Pyrenäen), Millae. 

Milleiibaeh, St. (in Siebenbürgen), 
ZabEsus. — SäbEsus, 

Milly, St. 1. (im frz. Dep. Seine-Oiee), 
Matd/riliäcum. 
d. (im frz. Dep. Seine -Maas), 
. MiUiäcum. 



Milo, Insel (griech., die südwestlichste 
im Archipel, mit der Haupt- und 
Hafenst. Kastro - Plaka) , M el 8 
(M^Xog). — Zephyria {Z6<pvQla). — 
Byblis. — Mimällis (MifiaDug). — 
Mimalis (Mlfiakig). . — Memblis 
.{MefißX(g). — Ziphis. — Acytos 
CÄxvrog). 

Mineio, M. (1. Nbfl. des Po, in der 
lombard. Prov. Mailand, vcntspringt 
in Tirol als Sarca, fliefst in den 
Gardasee, verläfst denselben als Min- 
cio und mündet als schiffbarer Flufs 
bei Mantuä), Mincius. 

Mindelheim, St. (Bezirksamt, bayi*. 
RB. Schwaben, an 'der Mindel, einem 
r. Nbfl. der Donau), Bostrum Ne- 
moviae. 

Minden, St. (Kreis u. RB., Prov. TVest- 
falen, an der "Weser), Minda. 
Adj.: Mindensis, -e. 
Mindänus, -a, -um. 

Minderau, Abtei (in Schwaben), Augia 
Minor. 

Min^o, St. (in der sicil. Prov. Catania), 

Minae. — Mena£. — Menaenum. 

Einw.: Menenii. — Menamni. 

Minenino, St. (Bischofssitz in der 
neapolitan. Provinz Terra -di- Bari), 
Minerbium. — Minervina. 

Mingrelien, Landschaft (in Trans- 
kaukasien, nördl. vom Rion und am 
Schwarzen Meer, ein Teil ties russ. 
Gouv. Kutais), Colchis (Kok^k)- 
Einw.: Colchi {Kolxoi). 
Adj.: Cölchicus, -a, -um {KoX- 
Xixog). 

Minlio, Fl. (entspr. als Mino in der 
span. Prov. Lugo aus einem See bei 
Fuente-MiSo, bildet in seinem Unter- 
lauf die spanisch - portugies. Grenze 
imd mündet nach 360 km beim por- 
tug. Oaminha in den Atlant. Ocean. 
Nach ihm ist die portug. Prov. Minho. 



395 



Miniato al Tedeseo 



Mittelmeer 



396 



oder Entre Douro e Miiiho benannt, 
deren Hptst. Oporto ist), Minius. 

Miniato al Tedeseo (oder San M.), 
St. (in der toskan. Prov. Florenz, 
Stammort der Familie Bonaparte), 
Miniatum. — MimOtum. — Tet^- 
{önis. 

Minorea (Menorca), Insel (die kleinere 
der Balearen, nordöstl. von Mallorca ; 
Hptst. Mahon), Minort ca. — Mi- 
norca, — Bodearis Minor, 

Minor! (Minuri), St. (im Neapolitani- 
schen), Minora, 

Minsk, !• St. (Hptst. des Gouv. M., 
am Swislosz), MinEcum, — Minscia. 
2« GoTiv. (im westl. Rufsland), 
Palatinatus Minsciensis. 

Minugrat, St. (in Anatolien, im alten 
Pamphylien am Eurymedon), Aspen- 
dus OkoTtsvöog). 
Einw.: Äspendii (kanivöioi). 

Miossens, Dorf (im frz. Dep. Nieder- 
Pyrenäen), MiUe Sancti. 

Mira(m)beaii, St. (im &z. Dep. Nieder- 
Charente), MirabeUum. 

Mirabelle, 1. Mktfl. (in der neapolit. 
Prov. Molise), MirabeUum Neapoli- 
tanvim. 

2. St. (Hafen und Bischofssitz auf 
der türkischen Insel Kandia), Olus, 
-untis COXovg). — OlulisCOkov[li]g). 
- MirabeUum Oretense. 

Miranda^ FL (auf Sicilien), Ortnus 
CÖQivog). — JErtnus (^Qivog). 

Miranda de Dooro, St. (in der portu- 
gies. Prov. Traz-os-Montes), Lubi- 
canorum Cambaetum. — Mi- 
randa Durii. — Continwm. — Con- 
cinum. 

Miranda de Ebro, St. (in der span. 
Prov. Burgos, am Ebro), Deobrtga. 
— Miranda Iberica. 

Mirdselino, s. Mirzno. 

Mire^ourt, St. (im frz. Dep. Vogesen, 



am Madon), Mercurii Curtis. — 
MireciMiium. 

Mirepoix, 1. St. (im frz Dep. Ariege, 
am Lers), Mirapicum. — Mira- 
picae. — Mirapincum. 

2. Landschaft (nach t benannt), 
Pagus Mirapensis. 

MireTanx, St. (in Frankreich), Mira 
Vallis. 

Mirzno, St. (Hafen (auf der Westküste 
von Yorderindien bei Mulky), Muzx- 
ris, 4di8 (Movt^iQig, -cöog) oder -is 
{Movl^iQlg, -iw?). 

Miseno, s. Gapo Miseno. 

Miserria (Missivria oder Misivri), St 
(Hafen in der europäischen Türkei 
am Schwarzen Meer), Mesembria 
(MearifißQla). — Mesambria {Ms- 
aafiß^lTj). 
Einw. : Mesembriäni (Msarjfi- 

ßQiavol)' 
Adj.: Mesem^äcus, -a, -um. 

Misitra, 1* Fl. (auf der griech. Halb- 
insel Morea, im alten Lakonien), 
Tiasa (Tlaaaa). 

2. Dorf (an Stelle der alten Haupt- 
stadt Lakoniens, auf der Halbinsel 
Morea), Lacedaemon (AaxsSal- 
fjLCDv). — Sparta {SnaQtrj). 

Misox (Misex), Hochgericht (in der 
Schweiz), Mesaucum. — VaUis 
MesaurCina. 

Missen-Head, s. Mizen-Head. 

Mistretta, St. (in der sicil. Prov. Mes- 
sina), Amesträtus {kfiijotQarog)^ 
Am^asira. — Mtftistroitus {Mvxi- 

CTQCCTOg). 

Mittelbargr, Yogtei (jetzt Strubelsdorf 
in Ostreich), MeteUi Castrum. 

Mittelmeer oder Mittellftndiselies 

Meer (grölstes Binnenmeer der Alten 
"Welt, zwischen Europa, Asien und 
Afrika, durch die Strafee von Gibraltar 
mit dem Atlant. Ocean verbunden) 



397 



Mittena 



Moglttna 



398 



Glieder: Busen von Valencia, Golf 
de lion, Busen von Genua, Toska- 
nisches , Adriatisches , Ägäisclies 
Meer, Meerenge der Dardanellen, 
Marmarameer, Levantisches Meer, 
Grofse und Kleine Syrte, Bai von 
Tunis* Einmündende Müsse: Nil, 
Etsch, Po, Rhone, Ebro; wichtigste 
Inseln: Balearen, Korsika, Sardinien, 
Sicilien, Malta, Ionische Inseln, Dal- 
matische Inseln, Griechischer Archipel, 
Kreta, Cypem), Mare Internum. 

— Mare Siculum. — Mare Medi- 
terraneum (gewöhnlich so bei Neue- 
ren, kommt aber bei den Alten in 
dieser Bedeutung nicht vor; erst bei 
Isidor. Orig., der es vom grofsen 
Weltmeer gebraucht, insofern . es 
zwischen Europa, Asien und Afrika 
liegt). 

Mittena, s. Yunuka. 

Miitenwald, Mktfl. (an der Isar, in 
den Alpen, bayr. RB. Oberbayem, 
Bezirksa. Garmisch), Inutrium, 

Mittenwalde, St. (in der Mark, Kr. 
Teltow, RB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, an der Notte), Monosgada. 

Mitterl^urgr (oder Pisino), St. (Hptst. 
des Östr. Kreises Istrien, an der 
Muva), Pismum. 
Adj.: Pisinensis, -e. 

Mizen-Head (Missen-H.), Yorgebirge 
(in Irland), Notivm Hibemicum, 

Moccha, s. Mokka. 

Moeho, Dorf (Ruinen einer Stadt in 
Ägypten), Camhysae Aerarium. 

— Cambüsis, -is. 

Modena, 1. Herzogtum (seit 1860 ital. 
Provinz), DtLcatvs Mutinensis. 

2m St. (Hptst. von 1 , zwischen 
der Secchia und demPanaro), Mutina. 

Modiea, St. (in der sicil. Prov. Noto, 
. am Scicli), Motyca, 

Einw. : Mutyenses. — Mutuycenses. 

Modon (Mothoni Modon), St. (Hafen 



in der griech. Nomarchie Messenien), 
^Methone {Msd-<6vrj), — Mothone 
{MoS^m^rj). 
Einw.: Methonaei (Msd'CDVccloi). 

Modraseh, St. (in Dalmatien), Mo- 
drüsa, — Tediastum. 

Modscheb, s« Mudscheb. 

M5ekem, Dorf (Kreish. und Amtsh. 
Leipzig, an der "Weilsen Elster, 4 km 
nw. von Leipzig), Mocriantci. — 
Mocrimd. 

M0en, Insel (dänische, in der Ostsee, 
zimi Stift Seeland gehörig, von letz- 
terer Insel durch den TJlfssund und 
von Falster durch den Grensund ge- 
trennt; Hptst. Stege), Mona, — Vir- 
ginia Danica. 

MOgreln, s. Mügeln. 

M^lk, s. Melk. 

MSUn, St. (Kr. Hzgt. Lauenburg, Prov. 
Schleswig-Holstein, am gleichnam. 
See und am FluTs und Kanal Stecke- 
nitz), MoUtna. , 

MSmpelgrard, s. Montbeliard. 

M»rs, St. (Kreisst., RB. Düsseldorf, 
Rheinprov., an der Morse), Meursia. 
— Mursia. 

M5ttlingr (oder MetUka), St. (inKrain 
in Ostreich), MethuUum, — Me- 
tülum. 

Mo^histao, Küstenlandschaft: (der per- 
sischen Provinz Kerman, am Persi- 
schen Golf, gehört teilweise dem 
Imam von Maskat), Carmania {K(xq- 
fiavlcc). 

Mo^hla (Mughla), St. (Hptst. des 
gleichnam. liwa [das südl. Karlen 
und das westl. Lycien umfassend] 
des kleinasiatisch-türk. Ejalets Aidin, 
mit den Ruinen des alten Alinda), 
Älinda OiXivöa). 
Ejnw. : Alindienses. 

Mogrläna, Landschaft (türk., im alten 
Macedonien), Emathia CHfxaS'lcc)» 



399 



Moglia 



Monbasa 



400 



Mogrlifty Berg (auf der gnech. ,^b- 
insel Morea, im alten Arkadien), 
Cresius (K^r^aiov ^ÜQoq^, 

Mograer, St. (Hafen in der span. Prov. 
Huelva), Lontici, 

MoJenTie, St. (in Frankreich), Medio- 
vicus. — Moyenmcum, 

Moiirtebroye (oder Amage), Dorf (bei 
Luxueil im frz. Dep. Obersaone), 
Amagetobrla. — Magetdbria. 

Moissae, St. (im frz. Dep. Tam-Ga- 
ronne, am Tarn), Mussiäeum, — 
Museiacwm, 

Mokka (Mokha oder Moccha), St. (guter 
Hafen in der arab. Landschaft; Jemen, 
znm Sultanat Sanaa gehörig , am 
Arabischen Meerbusen), Pseudo- 
celis {y^svSoxyhg), — Moca. 

Mokossi, St. (in der europ. Türkei, im 
alten Thessalien am Ion), Oxynia 

Mola, St. 1* (Hafen in der neapolit. 
Prov. Bari, am Adriatischen Meer), 
Turris luliana, — Twrres 
luUafKie. 

2m (in der sicil. Prov. Messana, 
unweit Taormina), Molae Sicülorum, 

3. — di GaSta (alte Aurunker- 
stadt an der Küste von Latium), 
Formiae. 

Einw. : Formiäni. 

Adj.: Formiänus, -a, -um. 

Moldau, !• Donaufürstentum (eins der 
beiden vereinigten, umschliefst das 
Delta der Donau; Hptst. Jassy), 
Moldavia, — Mölda. 

Adj.: Moldavicus, -a, -y/ni. 

2m M. (Moldawa, czech. ültawa, 
Hauptfl. Böhmens, entspr. auf dem 
Böhmerwalde am Vogelstein, flieJst 
über Budweis, woselbst sie schiffbar 
wird, und Prag, mündet bei Melnik 
in • die Elbe [gröfser als diese]), 
Multavia. — Möldavius, — 
MiUda. — Wlitava. — Wlitavia. 



Moletio, St. (auf der nordwesti. Küste 
der türk. Insel Kandia), Minda 
[Mivcja). — Minöum. 

Molfetta, St. (Bischofssitz und Hafen 
in der neapolitan. Prov. Bari, am 
Adriat. Meer), Melfita. — Md- 
fitum. — Mdficta, — Melphicta. — 
Melfictum, — Jilelphictum. 

Molini, See (auf der griech. Halbinsel 
Morea, im alten Argolis, unweit 
Argos), Lema Talus{ABQvriq^^öo}Q), 

Molise, 1. Provinz (neapolit, mit der 
Hptst. Campo-Basso), Samnium. 

— Promnda Lanciäna, — Pro- 
mncia Auocani. — Provincia MoU- 
stna. 

2m St. (ebds.), Melae. — Mdes, 
4um. 

MoUto, St. (ehemals bedeutend, auf 
der Ostküste der türk. Insel Lesbos), 
Methymna {Mijd^vfiva). 
Einw.: MethymnaeiiMrjd^vfivaZoi). 

Mollicoma, Inseln (kleine, an der 
afrikanischen Küste), Larenusiae 
Insulae. 

Molokath, El. (in Marokko), Malva. 

— Mdlucha. 

Monaco, St. (Hauptort des ehemals 
souveränen Fürstentums M. im frz. 
Dep. Seealpen, bei Nizza), HercuUs 
Mo noeci Partus {Movolxov 
Aifiiqv). — Monoedum. — Arx 
Monoed. — Saxa Monoeci. 

Monasteraee, St. (in Unteritalien, an 
der Ostküste des alten Bruttium), 
Mystia {Mvatia). 
Einw.: Mystiüni (Mvariavof). 

Monastir (Toli-M. oder Bitolja), St. 
(Hptst. des türk. Ejalets Rumelien 
[türk. Albanien], beherrscht die Ver- 
bindung zwischen Macedonien und 
Albanien), Octolophum COxt(o- 
Xo(pov). — OttoMms {*OxT(LXoßoq). 

Monl)asa, Insel (im Südosten Afrikas 
bei Zanzibar), Menuthesias {Ms- 



401 



Monei^o 



Montagne 



402 



vov^Bolaq), — Menuihias {Mevov- 
&idg). — Itenedium MemUJiesias. 

Monci^o, Berg (in Türk. - Kleinasien, 
im alten Karien), Caunus Mons 
{Kavvog). — Cacus Mons, 

MonealTOy St. (in der piemont. Prov 
Casale), Castrum Montis Calvii. 
— ' Caatrum Montis Ccäerii. 

Mon<;fto, St. (befest., in der portugies. 
Provinz Minho, am Minhö), Afon- 
sonium, 

Moncornet, St. (in Frankreich), Mons 
Comutus, 

Monda, St. (im Kgr. Granada in Süd- 
spanien, westl. vom Jenil), Munda. 
Einw.: Mundenses. 
Adj.: Mimdensis, -e. 

MondegO) Fi. (in der portug. Prov. 
Beira, entspringt auf der Serra 
EstreUa, wird bei Coimbra schiffbar 
und mündet in den Atlant. Ocean), 
Monda, — Munda. 

Mondidier, St. (im frz. Dep. Somme, 
am Dam), Desiderii Mons. — 
Mondiderium, 

Mondonedo, St. (Bischofssitz .in der 
Span. Prov. Lugo in Galicien), Min- 
donia. 

Mondoublean, St, (in Frankreich), 
Mons Duhelli, 

Mondöri, St. (Hptst. nnd Bischofssitz 
des gleicimam. Kreises der piemont. 
Prov. Cuneo), Mons Vici. — 
Mans Begalis. 

Mondragrone (Monte Masse oder Mas- 
sico), Berg (in Mittelitalien, zwischen 
Latium und Kampanien), Mons Mas- 
sicus. 

Mondsee (Monsee), Mktfl. (und Kloster 
in Östi-eich ob der Enns, am West- 
ende des Mondsees), Maense Mo- 
nasterium. — Lttnae Locus. 

Mond(8)g«1)irsre (im Innern Afrikas, 
arab. Dschebl-el-Komr, wohl mit den 



Hochgebirgsländem Dschagga und 
Ukamba zu identifizieren), Lunae 
Montes. 
Monegrlia, St. (in der oberital. Prov. 
Genua), Ad Monilia. — Mondia. 
— Moneglia. 

Moneins, St. (im &z. Bep. Nieder- 
pyrenäen), Monesi. 

Mongomery, s. Montgomery. 

Mongri, s. Montjou. 

Monmorency, s. Montmorency. 

Monmorillon, s. Montmorillon. 

Monmouth, !• Grafschaft (in West- 
england), Comitatus Monumethensis. 
2. St. (Hptst. von 1 , nördl. von 
Bristol, am Wye), Monumethia. 

Monnikendam, St. (Hafen in der nieder- 
länd. Prov. Nordholland, an einer 
Bucht der Zuidersee), Monacho- 
damum. 

Monopol!, St. (Hafen in der neapoüt. 
Prov. Bari, am Adriat. Meere, im 
alten Apulien), Monopölis (Movo- 

noXiq). 
Einw. : Monopölitae {Movonokt' 

zai). 
Monostor Kolos, Abtei (in Sieben- 
bürgen), Monasterium Kolos. 

Monreale (Morreale), St. (Erzbischofs- 
sitz auf Sicilien, 2 St. von Palermo, 
mit reicher Benediktinerabtei), Mons 
Begalis. 

Mons, s. Bergen 2. 

Monsee, s. Mondsee. 

Monsereau, Schlofs (in Frankreich), 
SoreUi Castrum. 

Monserrat, s. Montsen-at. 

Montabaur, St (Kr. XJnterwßsterwald, 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau) , 
Mons Tabor. — Montdborium. 

Montagne, La — , Landstrich (im frz. 
Dep. CJote d'or, mit den Städten 
Chätillonund Bar-sur-Seine), Tra^stus 
Montö/nus. 



403 



Montainüa 



Monte del Trapano 404 



MoBta^nia (Heinzenberg) , Berg (im 
schweizer Kanton Graubünden, zwi- 
schen Domleschger- und Savienthal, 
früher ein Hochgericht), Mons Hein- 
süianus. 

Montaigra, St. (im frz. Dep. Yendee, 
an der Maire), Mons Acütris. 

Montaleino, St (in der toskanischen 
Prov. Siena), Mons Älcinoi. 

Montalto, St. 1« (im ehemaL Kirchen- 
staat), Civitas Graviscae. — 
Mons AUus. 

)S« (Bischofssitz in der Prov. Ascoli 
der ital. Marken), Babia. — Balbia. 

— AltOTnontium. — Mons Ältiis. 

MontalTän (Montalban), St. (in der 
Span. Prov. Teruel, mit festem Schlofs), 
Mons Albanus Hispaniae, 

Montanchez, St. (in der span. Prov. 
Caceres), Mons Anguis. 

Montargris, St. (im frz. Dep. Loiret), 
Mons Argensis. — Mons Argi. 

— Mons Argisus. — Mons Argus. 

— Montargium. 

Montanban, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Tam-Garonne, Bischofssitz), Mons 
Albanus Galliae» — Mons Au- 
reolus. — Montalbanum, 

Montayo, Berg (in Spanien), Cau^nus. 

Montbard, St. (im frz. Dep. CJote d'or), 
Monbarrum. — Nocetum. 

Montbazon, St. (in Fruikreich), Mons 
Basonis. 

Montb^liard (deutsch Mömpelgard 
oder Mümpelgard), St. (im frz. Dep. 
DoTibs, an der Alaine), Mons Feli- 
cardis. — Mons BeUicardus. — 
Mons Pütgardae. — Mons Bili- 
cw'dae. 

Montbrison, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Loire), Mons Brisonis. — Mwis 
Bruso, 

MontcalTO, s. Moncalvo. 

Mont Cassel, s. Cassel 2. 



Mont Cents, Berg (der Grnyischen 
Alpen zwischen dem frz. Dep. Sa- 
voyen xmd der ital. Prov. Turin, mit 
berühmter Alpenstrafee), Mons Ci- 
neris. — Mons Cinereus, — Mons 
Cenisius, — Mons dnisius. -^ Mons 
Cittenius. — Mons Graiae. 

Monteontoor, St. (im frz. Dep. Yielme), 
Mon^xmtu/riwm. 

Montdidier, s. Mondidier. 

Mont Dore (Mont d'Or), Gebii-gskette 
(vulkanischer Natur in der Auvergne 
im frz. Dep. Puy de Dome, zwischen- 
Allier, Dordogne und Sioule, trägt im 
Puy de Sancy den höchsten Gipfel 
im Innern Prankreichs), Mons Du- 
ranius, 

Mont du Chat, Gebirge (in Frankreich), 
Mons Catus. 

Monte Alcino, s. Montalcino. 

Monte Alto, s. Montalto. 

Monte Aperto, Dorf (in der sicil. 
Prov. Girgenti), Mons Apertus, 

Monte Casino, Kloster (alte und vor- 
nehmste Abtei des Benediktiner- 
ordens, bei Aquino in der ital. Prov. 
Terra di Lavoro, festungsartig auf 
einemBerge gelegen, 528 vom heil. Be- 
nedikt gegründet), Mons Ca Sinus» 
— Caslnum. — Monasterium Casi- 
nense. 

Monte Chiaragrolo, Mktfl. (in Italien), 
Mons Ceritus, 

Monte C(h)ri8to, Insel (kleine, zu 
Toscana gehörige, 45 km von Elba 
südlich liegende Granitmasse, mit den 
Ruinen einer Abtei und eines Forts), 
Oglusa, — Mons Christi. 

Monte Corvo, Berg (in ItaKen), Coritus, 

Monteeuceolo, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Genua), Mons Cueulli. 

Monte della Sibilla (Monte di Norcia), 
Berg (in Italien), FisceUus. 

Monte del Trapano (Monte San 



405 



Monte di Cotrone 



Monte Mario 



406 



Giuliano), St.. (mit steilem Berg auf 
Sicilien; Prov.Trapani), Eryxi^Qv^). 

— Drefpawwm (AQencLvov). 

Monte di Ck>trone, Berg (in Süditalien, 
im alten Bruttium), Latymnus 
{Adxvfivov). 

Monte dt Giotanne, Berg (im Sabiner- 
lande), Mons Canterius, 

Monte di Gorante^ Berg (speiender, 
im türk. Kleinasien, im alten Lykien), 
Cragus (K^dyog). 

Monte di Lieata (Monteferrato), Berg 
(auf der Südküste von Sicilien, in 
der Prov. Girgenti, nahe dem Hafen 
Alicata oder licata), Ecnomus 
(^xvofioq). 

Monte di Maina, Bergkette (im Süden 
der griech. Halbinsel Morea, vgl. 
Mainoten), Taygetus Mons^Tavyazov 
^'ÖQog). 

Monte di Palatsehio, Berg (im türk. 
Kleinasien, im alten Karien bei Milet), 
Latmus (Adz/iog). 
Adj.: Latmius, -a, -um (Adz/xiog). 

Monte di Santa Maria Magrgiore, 

Berg (einer der 7 Hügel Eoms, und 
zwar der gröfste, auf welchem der 
gewöhnlichste Begräbnisplatz und der 
Eichtplatz für Sklaven war), Esqui- 
liae. — Exquiliae. — Aesquiliae. 

— Esquiliarius ColUs. — Mons 
Esquüinus. 

Monte di San Oreste, Berg (nach 
einem an seinem Fufse liegenden 
kleinen Städtchen, sonst auch wohl 
Monte San Silvestre oder Monte 
Soratte, in Etrurien, 87 km nördl. 
von Kom), Sdract^, -is, n. — 
Sawracte. — Faliscomm Mons, 

Monte di Santo Sabine, Berg (einer 
der 7 Hügel Korns, auf dem linken 
Tiberufer), AvenUnus. — Aven- 
tmum, 
Adj.: Avenffinvs, -a, -um. 



Montefeltro, Distrikt (in Italien), 
Ager Feretränus. — Mons 
Feretrcmus. 

Montefiaseone, St. (Bischofssitz in der 
Delegation Yiterbo des ehemaligen 
Kirchenstaates, am See von Bolsena 
auf einem Hügel), Mons Fali- 
s cor um, — Mons Flasconis. — 
Mons Fhyscon. 

Montefrio, St. (pi der span. Prox- 
Granada), Hippo Nota, 

Montefnseo, St. (Bischofssitz in der 
neapolit. Prov. Principato ulteriore), 
Fusciüum* 

Monte Gauro, Berg (in der neapolit. 
Prov. Terra di Lavoro, eigtl. Teil 
einer Bergreihe in Kampanien, deren 
westL Berg Gaurus, ösÜ. JMassicus, 
nördl. Falemus hiefs), Gamrus Mons. 

Monte Gibello, Berg (in Sicilien ein- 
heimischer Name für den Ätna), 
Aetna (ÄltvtI), 
Adj. : Aetmaeus, -a, -um {Ahvaloq), 

Monte Lattario, Berg (im Neapoli- 
tanischen), La^is Mons, 

Monteleone, St. (in der neapoHt. Prov. 
Calabria ulteriore 11., unfern des 
Golfes von Santa Eufemia), Leonis 
Mons, — Vibo Valencia. 

Mont61imar(t), St. (im franz. Dep. 
Drome, am Zusammenflufs des ßou- 
bion und Jabron), Mons Ademari, 
— Montilium Ademari, 

Montelise (Montelese), St. (im Vene- 
tianischen), Mons SiUcis. 

Montella, St. (in der neapolit. Prov. 
Principato ulteriore), Montilaris, 

Montell~no, St. (in der span. Prov. 
Sevilla), GemeUa, 

Montemaräno, St. (in der neapolit 
Prov. Principato ulteriore), Mons 
Maranus. 

Monte Mario, Berg (bei der Porta 
Angelica in Köm), CliTus Cinnae, 



407 



Montemayör 



Montferrat 



408 



Montemayör, Mktü. (in Spanien), 
Ulia. 

Montemigrliano (Montmeillan), St. (in 
Savoyen), MantcUa. 

Montemor o Telho, Mktfl. (in Por- 
tugal), Medohrlga. — Maior Mons 
Vetus. 

Monte Mario, Mktfl. (in Toscana), 
Mons Maureüi. 

Monte KegTO, Gebirge (slaw. Czema- 
gora, türk. Karadagh, d. i. Schwarzes 
Gebirge, auf der "Westseite der Bal- 
kanhalbinsel , zwischen Dalmatien, 
der Herzegowina, Bosnien und Alba- 
nien, eine in sich abgeschlossene 
Felsenbastei , die nur wenige Über- 
gänge gestattet; danach benannt das 
Fürstentum Montenegro), Scardus 
{SxaQÖov xo OQOq). 

Monte l^ero, Bergpafs (in Italien), 
Nares Jjucaniae. 

Monte Pellegrino, Bergschlofs (bei 
Palermo auf Sicilien), Er da, -ae 
und -orum (EiQxrij oder ^Qxrri), — 
Erde, — Erctorum Monumentum. 

Monte Peloso, St. (in der neapolit. 
Prov. Basilicata), Pelusius Mons. 

Monte Penneehio, Berg (in Italien), 
Jjucretilis Mons. 

Monte PnleianOf St. (Bischofssitz in 
der toskanischen Proy. Siena, an der 
Chiana), Mons Politianus. — 
Plutium. 

Montereau-Fault-Yonne, St. (im frz. 
Dep. Seine-Marne, am Zusammenflufs 
des Fault und der Tonne), Mona- 
steriolum Senönu7n. — Mona- 
steriölum ad Icawnam. — Condäte. 

Monterotondo« St. (im ehem. Kirchen- 
Staat), Mons Botimdus. 

Monte Santa Maria Maggiore, s. 

Monte di Santa Maria Maggiore. 

Monte San GioTanni, Berg (in den 



Apenninen), Mons Tetrtcus. — 
Tetrica Bupes. 

Monte San Oinliano, s. Monte del 
Trapano. 

Monte San Oreste, s. Monte di San 
Oreste. 

Monte San Silvestre, s. Monte di 
. San Oreste. 

Monte Santo (Äyiov ^'O^og)^ Berg 
(türk. Aineros, eine 45 km lange, 
bis zu 10 km breite Bergreihe, 
welche durch eine Felswand — Me- 
gali "Wigla — abgeschnitteji, halb- 
inselartig an der thrakischen Cher- 
sones zwischen dem Strymonischen 
und Singitischen Meerbusen in das 
Ägäische Meer vorspringt und in 
seiner südl. Spitze, der Athospyra- 
mide, bis 1900 m aufsteigt), Athos, 
Athonis {jiS-cog, ^&(o). — Atho, 
Athonis. 

Monte Santo, Golfo di — , Meerbusen 
(nach der alten Stadt Slyyog be- 
nannt, an der Küste Macedoniens 
zwischen den Halbinseln Sithania 
und Akte, auch Golf von ^Äyiov 
'Ö()o§), Sintis Singiticus {SiyyiTi' 
xoq o xoXnoq). 

■ 

Monteseagrlioso , St. (in der neapolit. 
Prov. Basilicata, am Brandano), 
Severiana. 

Monteux, St. (in Frankreich), Mon- 
tilium. 

Monte Viso, Berg (Spitze der Cotti- 
schen Alpen auf der piemont.-franz. 
Grenze, mit den Quellen des Po), 
Vesülus Mons. 

Monte Vttleano (Bolkane), St. (und 
Berg auf der griech. Halbinsel Morea, 
im alten Messenien), Ithome ( ^IS^cj/irj). 

Montey (Montay oder Monthus), Mktfl. 
(in der Schweiz), Monteolum. 

Montferrat, Markgrafschafi; (späteres 
Herzogtum, zwischen Piemont, Mai- 



409 



Montgromery 



Montiiehard 



410 



land und Genua), Mona Ferratus. 
— Mans Ferax. 

Montgromery, St. (Hptst. der engl. 
Grafscliaft M. im nördl. Teil des 
Fürstent. Wales, am Sevem), Mons 
Gomericus, 

Monti della Chlmera (Eimara), Ge- 
birge (hohes, an der epirotischen 
Küste entlang), Ceratmii Montes 
{Ta axQa xa KsQavvia oder ra 
Ke^avviu oqtj). 

Montigrny-le-Roi, St. (in Frankreich), 
Montiniacum Begium, 

Montilla, St. (in der span. Prov. Cor- 
dova), Montallia. — Montulia, 

Montjoie, St. (Kreissi, RB. Aachen, 
ßheinprovinz", an der Roer, unweit 
der Moore des Hohen Venns), Mon- 
tisiovium, 

Mont-Jou, Berg (in den Alpen), Mons 
lovis. — Alpis lovis. — Alpis 
lovia, 

Moiitl(e)hery, St. (im frz. Dep. Seine- 
et-Oise), Mons Leherlci, — Mons 
Lethertci, 

Mont-Louis, St. (Bergfestung im frz. 
Dep. Ostpyrenäen), Ludovici Mons, 

Montluel, St. (in Frankreich), Mons 
iMpelli. 

Montmartin, St.' (in der Normandie 
in Frankreich), Fanrnn Martis, 

Montmartre, Anhöhe (nördl. von Paris, 
mit gleichnam., zu Paris gehörigem 
Mktfl.), Mons Martyrum. — 
Mons Mercurii, 

Montmanr (Mont Saleon), Berg (und 
Dorf. in Südfrankreich, Dep. Hautes- 
Alpes), Mons Seleuci. 

Montmedy, St. (Festung im frz. Dep. 
der Maas, am Chiers), Mons Male- 
dictus. — Mons Medius. 

Montmiraii, St. (im frz. Dep. Marne, 
am Petit-Morin), Mons MiraMUs. 

Montmorency, 1. St. (im fr-z. Dep. 



Seine-Oise, 4 St. nördl. von Paris), 
Mons Maureciäcus, — Mons 
Morentiäcus. — Montmorenciilmmi. 
2« Fl. (in Kanada in Nordamerika, 
stürzt 15 km unterhalb Quebec mit 
über 80 m hohem Fall in den Lorenz- 
strom), Morentiäcus Fluvius. 

MontmoriUon, St. (im frz. Dep. Vienne, 
an der Gartempe), Mons MauriUönis. 

Montoire, St. (im frz. Dep. Loir-Cher, 
am Loir), Mons Aureus, — Mon- 
torium, 

Montolieu, St. (im frz. Dep. Aude), 
Mo ns Oliveus. — Castrum 
Melasti. 

Montone, Fl. (in der Eomagna, mün- 
det unweit Eavenna in das Adria- 
tische Meer), Ulis. — Utens. — 
Vitis. 

Montöro (oder Aldea del Eio), St. (in 
Andalusien, in der span. Prov. Cor- 
dova, am Guadalquivir), Epora. 

Montpellier, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Herault, 2 St. vom Mittelländischen 
Meere, Bischofssitz), Mons Fes- 
sulus. — Mons Fessulünus. — 
Mons Puellarum. — Nidöbriges. 

Montopreyaire, Herrschaft (und Pfarr- 
dorf in der Schweiz), Mons Fres- 
hyteri, 

Montreal, St. (in Ostkanada, die volk- 
reichste und bedeutendste ,Handels- 
stadt des britischen Nordamerika auf 
der gleichnam. Insel des vom Lorenz- 
strom gebildeten Sees St. -Louis; 
1040 unter dem Namen Villemarie 
angelegt), Mons Begdlis Canadensis. 

Montrelais, s. Morlaix. 

Montreuil, 1* -sons-Bois, Mktfl. (bei 
Paris), Monasteriolum. 

2. -sur-Mer, St. (und Festung im 
frz. Dep. Pas-de-Calais), Montriölum, 

Montriehkrd, St. (in Frankreich), 
Mons Eicardi. 



411 



Montrose 



Morlaix 



412 



MontrosiD, St. (und Hafen in der 
schottischen Gra&chaft Angus, an 
der Mündung des South-Esk in die 
Nordsee), Mens Bosarum, — 
Celurca. 

Mont-Saint-Miehel, St. (im frz. Dep. 
Manche, unweit Avranches, auf einem 
Felsen, dicht am Meere), Mons Sancti 
Michaelis. 

Mont Saigon, s. Montmaur. 

Montserrat, Abtei (der Benediktiner, 
uralt, jetzt zum Teil zerstört, in der 
span. Prov. Katalonien ; erhielt ihren 
Namen von den vielen, den Zacken 
einer Säge — serra — ähnlichen 
Spitzen des 1235 m hohen Berges, 
auf welchem sie erbaut wurde)? 
Mons Edulius. — Mons SerrUtus. 

Monza, St. (in der lombard. Prov. 
Mailand, am Lambro), Mogontia. 

— Modoetia, — Monaetia. — Mon- 
tia, — Mogy/ntiacum. 

M611ZOII9 St. (in der span. Prov. Huesca, 
am Cinca), Mendiculeia. 

Moraisah, Ort (Ruinen, in der röm. 
Prov. Afrika, in der Nähe von Kar- 
thago), Nepheris {Ne(peQlq). 

Morasca, M. (in Albanien, fliefst bei 
Skutari vorbei), Clausäla. 

Morava - Hissar, St. (in Serbien), 
Horrea Margi. — Oromaga. 

Mor~wa, M. 1. s. March (slaw. Name). 
3* (r. Nbfl. der Donau in der 
europ. Türkei, entsteht aus der Yer- 
einigung der Bulgarischen und der ! 
Serbischen M., durchfliefst Serbien, 
wird bei Tjuprija schiffbar und mün- 
det nach 335 km bei dem verfallenen 
Fort Kulich), Margus. — Margis. 

— Mora. — Moschius. 

Morea, Halbinsel (seit dem Mittelalter 
Name der Peloponnes, der grofsen 
südl. Halbinsel Griechenlands, mit 
dem eigtl. Hellas nur durch den 
Isthmus von Korinth zusammen- 



hängend; umfafste die Landschaften 
Arkadien, AchayamitElis, Messenien, 
Lakonien u. Argohs), Peloponnesus 
(n^koTiovvrjaog). — Aegiod^a {Alyid- 
keia). — Apia (kjcla), 
Einw.: Peloponnesii {JleXo- 
novvijaioi). y— Felo- 
ponnenses. 
Adj.: FeloponneHus, -a, -um 
(IlskoTiovvijatog). 
Peloponnesiäcus , -a, -um 

(IIsXoTtovvrjaiaxog)' 
Moresby, Mktfl. (in England), Morbitmi, 

MorgraHa (Margana), St. (auf Sicilien^ 
amFiumeSalso), Morgyna{M6Qyvva), 

Morgarten, Bergabhang (an der Seite 
des Sees Egeri im schweizer Kanton 
Zug), Moregartum. 

Morgrenland (oder Orient, namentlich 
Asien als das Land in der Himmels- 
gegend, wo die Sonne scheinbar auf- 
geht), Oriens.— Terrae Orientales. 

Morges (oder Morsee), St. (im schweizer 
Kanton Waadt, an einer Bucht des 
Genfersees), Morgiae. — Morgia. 
— Morgii. ^- Morgiacum. — Mor- 
gium. — Morsea. 

Mori, Mktfl. (im Ostreich. Kronland 
Tirol, Kreis Tiient, unweit des Garda- 
sees), MxMriwm. 

Morin, M. (Name zweier Flüsse in 
Frankreich), Mucra. — Monnus. 

Moringren, St. (Kr. Einbeck, Landdi*. 
Hildesheim, Prov. Hannover), Mo- 
ranga. 

Moritzburg, Schlofs (sächs. Amts- 
hauptmannsch. Dresden - Neustadt, 
Kreish. Dresden, 14 km nordnord- 
westl. von Dresden), Maw'iciburgum. 

Morlaix (Montrelais, Morias oder Mor- 
lais), St. (im frz. Dep. Finistere, an 
der Mündung des Jarlot und Osseu), 
Mons Belaxus. — MorlÖcum. — 
Morlaeum. 



413 



Momas 



Moudanla 



414 



Momas, St, (in Frankreicli), Momacium, 

Morpeth, Mktfl. (in der engl. Grafech. 
Northumberland, am "Wansbeck), 
Mostorpitum. — Costorpitunif. — 
Motenum, 

Morra, Mktfl. (am östl. Abhang der 
Apenninen, in der neapolitan, Prov. 
Prinoipato nlteriore), Bomula. — 
Sibb Eomula. — BomiUea. 

JMLorsee, s. Morges. 

Mortagne, St. 1. (im frz. Bep. Nord), 
Moritania. — Mortcmia, — 
Tamnum. 

2« -sor-Husine (im frz. Dep. 
Ome), Mortania. — Moritcmia, 

Mortain, St. (im frz. Dep, Manche, 
an der Cance), Moritolium. — 
M(yret(mium, 

Mortara, St. (in der piemont. Prov. 
Pavia, Hauptort der Lomellina, an 
der Arbogna), Mortarium. — 
Mortaria. — Silva Pulchra. 

Mortaro, Insel (an der Küste von Dal- 
matien), Colentum. 

Mortemer, Mktfl. (im frz. Dep. Nieder- 
Seine), Mortuimi Mare. 

MorTaii(t)9 Distrikt (in Frankreich, 
mit einem gleiohn. Gebirge), Pagus 
Morvimts, 

Mosch$tz,Mktfl. (inUngam), Moschovia. 

Mosel, Fl. (der wichtigste unter den 
linken Nebenflüssen des Eheins im 
Deutschen Reich, entspringt in zwei 
Quellen auf der französischen Seite 
des Wasgenwaldes , strömt durch 
Frankreich vorzugsweise nach NW., 
durch das Deutsche Reich, in das 
sie nicht weit von Noveant tritt, 
zuerst an Metz vorbei nach N., bald 
aber nach NO., von Trier ab in zahl- 
reichen "Windungen durch das Schiefer- 
gebirge und mündet bei Koblenz auf 
der Südseite des Beckens von Neu- 
wied; Nebenflüsse r.: die Meurthe 



in Frankreich, die SeiUe bei Metz 
und die Saar bei Konz ; 1. : die Ome, 
Sauer, Kyll, Lieser und Alf), Mo- 
sella. — Mosüla. 
Adj.: MosellänUs, -a, -t*m. 
Mosellensi8, -c. 

Moskau (Moskwa), 1. St. (bis zur 
Gründung von Petersburg die alleinige 
Haupt- und Residenzstadt des Rus- 
sischen Reiches, gegenwärtig noch 
die Krönungs- und zweite Residenz- 
stadt, liegt fast im Mittelpunkt des 
europ, Rufslands, im Gouv. M. an der 
Moskwa und Neglina), Mo 8 co via, 
— Moscavia. — Mos<Ma. 
S* Fl. (im europ. Rufsland), Moscus. 

Mossul (Mosul), St. (Hptst. des gleichn. 
Ejalets in der. asiat. Türkei [südl. 
Mesopotamien]; in der Nähe die 
Ruinen von Ninive), Labbana 
(Acißßava). — Lambana. — Mau- 
silium. — Nova Ninus. 

Mostagänem, St. (Hafen in Algerien, 
Prov. Oran, unfern der Mündung des 
Schelif), Murostoga, — CoHenna. 

Moszlovina, 'Bezirk (in Kroatien), 
Mons Claudii. 

Motril, St. (in der span. Prov. Granada, 
am Mittelmeer, mit dem Hafen* Cala- 
honda). Firm tum, — Firmum 
lulium. — Sexi. — Sexitänum, 

Motta di Burzano, Mktfl. (in Unter- 
italien), Locri {AoxQol ol ^Enit^eipv- 
qlol), 
Einw. : Locri {AoxqoC). — 
Locrenses. 

Motter, Fl. (Nbfl. des Rheins mit der 
Zorn, mit welcher sie sich kurz vor 
der Einmündung in den Hauptstrom 
vereinigt), Matra. 

Mottola (Medolo), St. (in Italien), 
Mutila. 

Moudania, St. (in Anatolien, im türk. 
Ejalet Khudawendkiar , an der Süd- 
küste des Marmarameeres, Hafenstadt 



415 



Moadon 



Münster 



416 



fürBrussa), Myrlea {MvqXblo). — 
Apamea Bithyniae (knafisicc Bi- 
d-wlag), 

Moudon (Milden), St. (im schweizer 
Kanton Waadt, an der Broye), 
Minidünum. — Minnidunum. — 
MinnodUfium. 

Monlins, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Allier und des ehemal. Herzogtums 
Bourbonnais, am Allier; Bischofssitz), 
Mölln ae. — MoUnum. 

Moulonnia, St. (in Marokko), Mal- 
vana. — Maloa, 

Monnster, s. Munster. 

Moiira, St. (in Portugal), Nova Ci- 
vitas Aruccitana, — Ärucci. — 
Arucae. 

Mens, Fl. (im schweizer Kanton Grau- 
bünden), Metisa. 

Mouson, St. (im frz. Dep. Ardennen), 
Mosomagum. — Mosonrnm. — 
Novomagum. 

Moustiers-en-Tarantaise, s. Moutier- 
en-Tarantaise. 

Montier-en-Argronne/St. (in Frank- 
reich), Monasteritmi. 

Montier-en-Tarantaise, St. (im frz. 
Dep. Obersavoyen, in der Tarantaise, 
am Einflufs des Doron in die Isere), 
Darantasia. — Tarantasia. — 
Forum Glavdii. — Monasterivm 
Darentasia. — Monasterium in Ta- 
rentasia. — Civitas Centrünum. 

Mowil-Gangra, s. Ganges. 

Moxhe, Mktfl. (an der Mehaigne in 
Westflandem), Pleumoccii. 

Mueidan (Mussidan), St. (in Frank- 
reich), Mulcedonum. 

Mndania, s. Moudania. 

Madscheb (Modscheb), Wadi — , Fl. 
(in Palästina), Ärnon (kQvcjv, -wvog). 

Mudgrull, St (an der Westküste von 
Vorderindien), Modogulla {Moöo- 



yovXXa). — Mtidugulla. — Modo- 
galingae. 

Mfiekenwassersee (oder My Vatn, im 
dänischen Jütland), Locus Taba- 
norum. 

Mttgreln, St. (Sachs. Amtsh. Oschatz, 
Kreish. Leipzig, an der Döllnitz), 
Mogeltna. — MogiUna. — Moge- 
Uni, 

Mfihlbergr, St. (Kr. laebenwerda, RR 
Merseburg, Prov. Sachsen, r. an der 
Elbe), Moliberga, — MuJüoberga. 

Mühlhausen, 1. in Thüringen, St. 

(Kreisst, RB. Erfurt, Prov. Sachsen, 
an der Unstrut), Mulhüsa. — 
MtUhusta. — MtUhusinm, 

S. in B»hmen, Mktfl. (im böhm. 
Kr. Tabor), Meliodümim. 

Mtllliansen im ElsaXs, St. (Kreisst, 
Bez. Oberelsafs, Elsafs- Lothringen, 
an der 111 und dem Rhein -Rhone- 
kanal), Mulhusium Alsatarum, 

MUllembaeh, St (in Siebenbürgen), 
Sai)esus. 

Mfimpelgrard, s. Montbeliard. 

München, St. (unmittelbare und Hptst. 
von Bayern, RB. Oberbayem, in einer 
Ebene an der Isar, welche dort 6fiEwh 
überbrückt ist), Monachium. — 
Monacum. 
Adj.: Monacensis, -e. 

Müncbroden (Münchrot), Kloster (in 
Bayern), Muncherüda. — Mona- 
chorum Bodtim, — (Melius Mons. 
Adj.: Bodensis, -e. 

Münden (Hannoverisch-), St. (Kr. Göt- 
tingen, Landdr. Hildesheim, Prov. 
Hannover, am Zusammenflufs der 
AVerra und Fulda, welche dann als 
"Weser weiter fliefsen), Munda Han- 
noveras. 

Münster in Westfalen, St (RB., 
Hptst. der Prov. WestfEden u. Stadt- 
kreis, in weiter Ebene an der Aa), 



417 Mttnster im Elsals 



Murola 



418 



Monasterium. — Chaemae, — 
Miningroda, — Minimigardum, — 
Mimmigardia. 
Adj.: Monasteriensis, -e. 

Mttnster im Elsafs, -St. (und Kautons- 
hauptort, Kr. Kolmar, Bezirk Ober- 
elsafs, Elsafs- Lothringen, an der 
Fecht im Wasgenwald, im Münster- 
oder Gregorienthai) , Monasterivm 
Gregorianae Vallis, 

Münster in der Schweiz, Propstei (in 
Granfeit im Kanton Basel), Monaste- 
rium Grandis Vallis. 

Mttnstereifel, St. (Kr. ElLein4)ach, RB. 
Köln, Eheinprovinz, in einem Thal 
an der Erft), Monasterium Mfaliae, 

Mfinsterthal, Thal (im schweizer Kan- 
ton Bern, vom Birs bewässert, auch 
Thal von Montier genannt), Vallis 
Venusta, 

Httnzenbergr, Stadtteil (von Quedlin- 
burg [w. m. s.]), (Coenöbiim) Ad 
Montem Zionis. 

Mngrello, Dorf (in Toscana in Italien), 
Mucialla, 

Mulde, M. (1. Nbfl. der Elbe im Kgr. 
und in der Prov. Sachsen «owie in 
* Anhalt, sammelt durch ihre beiden 
Quellflüsse, die Zwickauer und Erei- 
berger M. [Vereinigung bei Sermuth 
nördl. von Kolditz], die meisten Ge- 
wässer von der Nordseite des Erz- 
gebirges. Die Zw. M. entsteht n. 
von Kottenhaide im Schönecker Wald 
aus der Roten und Weifsen M. und 
empfängt r. das Schwarz wasser, die 
Lungwitz und Chemnitz; die Fr. M. 
entspr. in Böhmen und empfangt 1. 
die Zschopati und r. die Bobritzsch 
und Striegis. Die vereinigte M. ist 
noch 124 km lang, nicht schiffbar 
und mündet in Anhalt, Rofslau gegen- 
über), Mlidava. — MvMa. — 
Molda. 
Adj.: Moldänus, -a, -um. 

Saalfeld, Geograph. Haudbüchlein. 



Mull, Insel (der südl. Hebriden, durch 
den Mullsound von Morvem geschie- 
den, gehört zur schott. Grafschaft 
Argyle), Makos. 

Mull of Galloway, Halbinsel (bei 
Schottland), Novantum Cherso- 
nesus. — Mula. 

Multan (Mooltan), St. (und Festung im 
südl. Pendschab in Indobritannien), 
Mallorum Metropolis (MaXXwv 
MrixQonoXiq). — Mcbllorum Oppi- 
dum. — BucephMa (Bovxefpalu). — 
Bu>cephalus {Bovxe<paXoq). 

Mulüya (Mulucha), El. (im östl. Teü 
von Marokko, mündet in das Mittel- 
meer), Malucha. — Mdlva. — 
Malviana. 

Mund (Monti), Mktfl. (in der Schweiz), 
In Montibus. — Mons Ovis. 

■ 

Munster (Mounster oder [irisch] Mown), 
Provinz (im westl. Irland,- mit den 
Grafschaften: Cläre, Cork, Kerry, 
Limerick, Tipperary und Waterford), 
Momonia. 

Muräno, 1. St. (in Kalabrien), Mu- 
ranum Bruttium. — Summu- 
ranum. — Hierammum. 

3« Mktfl. (in den Lagunen von 
Yenedig, auf der gleichnam. Insel), 
Mu/rantim Venetum. 

Murat, 1. St. (im frz. Dep. Cantal, 
am Alagnon), Murattim Älverniae. 

2m Dorf (im frz. Dep. Tarn), Miiv- 
altum. 

Murau, St. (im Steiermark. Kr. Brück, 
an der Mur), Ad Pontem Muri. 
— Ad Pontem. 

Mureia, 1. Provinz (in Spanien, ehe- 
mal, maur. Königr., am MitteUänd. 
Meer, zwischen Valencia, Neukasti- 
lien, Andalusien und Granada, zer- 
fällt in die beiden Distr. M. und 
Albacete), Begio Mu/rgitäna. 

d« St. (Hptst. von 1, Bischofssitz 
an der Segura), Vergilia. — 

14 



419 



Märet 



Nablas 



423 



Arcilacis, — Murgis. — Mwgi. — 

Murety St. (im frz. Dep. Obergaronne, 
am ZusammenfluTs der Garomie tmd 
Longe), Varnosol. — MwreUum, 

Mnri-Ueeiy Bninen (einer sonst anch 
Colisseo San Filippo genamiten Stadt 
anf der Ostküste von Sicilien), 
Ell) r um C^loDQov). — Helörum, — 
Hdörus CEX(oQoq). 

Muro, St. (Bischofssitz in der neapol. 
Prov. Basüicata), Murus. 

Muro di Carini, St. (auf der Nord- 
küste von Sicilien, benannt nach 
einer Gattung Seefische, welche vxai 
hiefsen), Hyccara (YxxaQO). — 
Hycara (*YxaQa). 

Muros, St. (Hafen in der span. Prov. 
Coruna, an einer Bucht des Atlant. 
Oceans), Ebora. 

Murr, 1. M. (r. Zufiufs des Neckar in 
Württemberg, mündet nw. von Mar- 
bach), Mu/rra FhmrAS. 

S. Dorf (württemb. Neckarkreis, 
Oberamt Marbach, an der Murr), 
Murra, 

Murray (Moray), Grafschaft (in Schott- 
land), ikfo rat? t Scotiae. — Moravia, 

Mnrray-Firth, Meerbusen (in Schott- 
land), Äestttarium Va/rae, 

Märten (frz. Morat), St. (im schweizer 



Kanton Freiburg, am südl. Ufer des 
2 St. langen, "/^ St. breiten Murten- 
sees, an der Hauptstraüse von Bern 
nach Lausanne), MorUivm. 

Murtensee (in der Schweiz bei Mur- 
ten), Lacus Äventicenais. — 
Locus Äventicus. — Locus Aven- 
Ui/vus, — Locus Mu/rtensis, 

Murriedro, St. (in der span. Prov. 
Valencia, an der Palancia unweit der 
Küste, mit den Besten der alten 
Stadt Sagunt), Saguntum, — Muri 
Veteres. 

Museonisi, Inselgruppe (an der griechi- 
schen Küste), Hecaitomiesi CExazov- 

Musdagr (Mustag), Gebirge (Haupt- 
gebirge am Südrande des asiatischen 
i Hochlandes), Imaus (To ^fiaov 
I "OQoq), 

Musselbnrgh, St. (Fischerhafen in der 
Schott. Grafsch. Edinburg), Musselr 
hurgum. \ 

MutzscheD, St. (sächs. Amtsji. Grimma, 
Kreish. Leipzig), Mutina Saxonum, 

Mykoni (Myköno), Insel (griech., im 
Ägäischen Meer, eine der Cykladen 
mit gleichnam. Hauptort), Myconus 
(Mvxovog). 

My Tatn, s. Mückenwassersee. 



N. 



Naab (Nah), Fl.il. Nbfl. der Donau in 
der bayerischen Oberpfalz, entsteht 
aus 3 QueMüssen: der Waldnab 
vom Bämauer Gebirge auf der böh- 
mischen Grenze ; der Fichtelnab, vom 
Ochsenkopf im Fichtelgebirge; und 
der Heidennab, aus der Keupermulde 
zwischen dem Fichtelgebirge und 
dem Fränkischen Jura. Die N., von 



Kaimünz ab für kleine Fahrzeuge 
schiffbar, mündet westl. von Regens- 
burg bei Ort; Nbfl.: 1. die Luhe, 
Pfreimt und Schwarzach, r. die Vils), 
Nahlis. — Nolms, — Nävus, 

Nabal, St. (in Tunis, unweit der Küste 
des MitteUänd. Meeres), NeapoUs 
(Africas). 

Nablus (Nablos, Nabolos, Naplus), St. 



421 



l^adendal 



Nantes 



422 



(Hptst. einer liwa im türk. 'Ekelet 
■ Scham [Syrien], das alte Sichern), 
Mabortha {MaßoQ^aj, — Ma- 
hartha, — Mamortha. — Neapolie 
(Syriae). 

Nadendal, Thal (in Schweden), VdClis 
Crratiae. • 

Nadln, St. (in Spanien), Viseria. — 
Neä/inum. 

Nilfels, Dorf (im schweizer Kanton 

Glarus), NavaJia, -ivm, 
NSrden, St. (in den Niederlanden), 

Narda. 
Nagral, s. Nogai. 

Nagera, St. (in Spanien), Anagärwii. 

Nagrgrur, St. (am Behat oder Behut 
[Dschenab] im Pendschab in Ost- 
indieii), Nicaea (Nlxaia). 

Nagrold, 1. M. (r. Nbfl. der Enz, 
meist in Württemberg, entspringt 
auf dem Schwarzwald bei Umagold, 
empfängt r. die Waldach und Wurm, 
1. die Teinach und mündet bei Pforz- 
heim in Baden), NagcUda Flwcius. 
IS« St, (Oberamt, am Einflufs der 
Waldach in die Nagold in einem 
Schwarz waldthal,württemb. Schwarz- 
waldkreis\ Nagälda. 

Nagy-Banya, St. (deutsch Frauenstadt, 
auch Neustadt, kgl. freie Bergstadt 
im Ungar. Komitat Szathmar), Bt- 
vulus Dominorum. — FarcUis- 
sutn, — Parelissum. — Parolissum. 
— NeostddiiMn. 

Nahe, Fl. (1. Nbfl. des Eheins, vorzugs- 
weise im oldenb. Birkenfeld imd in 
der Eheinprovinz , entspringt bei 
Seibach in Birkenfeld, durchfliefst 
ein grolsartiges, von Porphyr- und 
Melaphyrwänden eingeschlossenes 
Thal und mündet bei Bingen zwischen 
dem Rochus- und Ruppertsberg, wo 
der Rhein in das Schiefergebirge 
tritt; unter den zahlreichen Zuflüssen 



r. der Glan und die Alsenz, 1. der 
Simmerbach), Naha. — Nava. 

Nahr-el-Arden (oder -el-Scharieh), 
s. ■ Jordan. 

Nahr-el-Keliir, Fl, (an der Grenze 
von Phönizien und Syrien), Eleu- 
therus CElsvd^s^oq). 

Nahr-el-Kelb, Fl. (in Phönizien), 
Lycos {Avxoq). 

Nalir-el-Mnkattaa, Fl. (in Palästina), 
Cison, -onis {Kiowv). — Flumus 
Haijphae. — Torrens Endor, 

Naix, Dorf (im franz. Dep. Maas), 
NcLsium. 

Najo (oder Pianizza), Fl. (in Griechen- 
land, im alten Akamanien), Inackus 
Clvaxog). 

Nakshivan, St. (in Russisch -Arme- 
nien), Naxtuma. 

Namphio (oder Anafi), Insel (des griech. 
Archipels bei Santorin), Anaphe 

Namur (vläm.: Namen), St. (Hptst. der 
gleichn. belg. Provinz, am Einflufs 
der Sambre in die Maas, Bischofs- 
sitz), Namur cum, — Nam<m. 
Adj.: Namu/rcensis, -e, 

Naney, St. (deutsch Nanzig, Hptst. des 
frz. Dep. Meurthe, an der Meurthe, 
Bischofssitz und Universität), JVan- 
ceSuvi. — Nadum. — NamctGum. 
— Nanseium, 

Nanterre, Mktfl. (im frz. Dep. Seine, 
an der Seine), Nannetodurum. — 
Namm^etodürum, — Nemptodürum. 

Nantes, St. (Hptst. des frz. Dep. Nieder- 
loire und der vierte Seeplatz Frank- 
reichs, am rechten Ufer der Loire, 
53 km vom Atlant. Ocean; Bischofs- 
sitz), NamnHae, — Oivitas Namne- 
tica, — Civitas NamnMum. — 
Namnetes. — Nannßtes. — Nants- 

14* 



423 Nanteuil-le-Haiidoiii 



Nassau 



424 



tum. — Condivincum. — Condi- \ 
vicnu(m. 
Adj.: Namneticus, -a, -tw». 

Ncmneticus, -a, -vm. 

Nannetensis, -e. 

Nanteuil-le-Haadoin, St. (in Frank- 
reich), Ncmtogüum. 

Nantois, Grafschaft: (ehemal.; um 
Nantes herum), Comttatits Nanne- 
tensis. 

Nantua, St. (im frz. Bep. Ain), Nan- 
tuäcum. 

Napoli, St (in Sardinien), Neapolis 
(Sardorum). 

Napoll, €U)lfo di — , s. GoKo di Napoli. 

Napoli di Malyasia (auch blofs MaL- 
vasia), St. (und Festung in der griech. 
Nomarchie Lakonien, Sitz eines griech. 
Bischofs), Monembasia. — Epi- 
dawrus Lim^ra CH AifiriQa ^tcI- 
SccvQog). — McUvasia. 
Adj.: JEpidaurius, -a, -um 
CEiiLÖavQLoq). 
JEpidaurüö/nus, -a, -wm, 

Napoli di Bomania, 1. St. (stark be- 
fest. Seehafen in der griech. Nom- 
archie Argolis, Erzbischofssitz), Naur 
plia (NavTtkla), 

S. Golfo di — , Meerbusen (zwi- 
schen Argolis und Lakonika), Sinns 
Argolicus CO kQyoXixbg KoXnoq). 

Naplas, s. Nablus. 

Naranja, St. (in Marokko), Babba. 

— Cölonia lulia Babba. — Bobba. 

— Obba. 

Adj.: Babbensis, -e. 

Narbonne, St. (im frz. Bep. Aude, am 
Canal de la Robine, Erzbischofssitz), 
Narbo, -ünis. — Narbo Maaiius. 

— Narhöna. — Atadnorum Civitas. 

— Decuma/norwm Col&nia. 
Adj.: Narbonensis, -e. 

Narbonicus, -a, -wm, 

Nardo, St. (Bischofssitz in der nea- 



politan. Prov. Otranto), Neritum. 
— Neretum. 
Einw.: Nertlni. — Nerecini. 

Narenta, 1. FL (in der Herzegowina, 
entspringt bei Gatzko, berührt Mostar 
und mündet unterhalb Fort Opus in 
Balmatien in das Adriatische Meer), 
Naro, -(Unis. 

2m St. (in Balmatien, auch Narenza 
oder Narensa), Nardna. — Cölonia 
. Narüna. 

Nami, St. (und Festung in der ital. 
Prov. Spoleto, an der Nora), Nar- 
nia. — Neqmnum. 
Adj.: Namiensis, -e. 

Naro, St. (in der sicil. Prov. Girgenti, 
am Flusse N., einem Zuflufs des 
Mittelmeeres), Motyum [Morvov). 

Narwa, 1. Fl. (auch Naröwa, im russ. 
Gouv. Petersburg, Abflufs des Peipus- 
sees, mündet unterhalb Narwa in den 
Finnischen Meerbusen), Turantus. 

— Narva. — Nerva. 

2m St. (Kreisst. und ehemal. starke 

. Festung im russ. Gouv. Petersburg, 

an derNarowa, mit Hafen), Narva. 

— Nerva. 

Nasli (Nosli), s. Nughz. 

Nasqae, Fl. (in Frankreich), Vinda- 
licus Fluvius. 

Nasra (Naszera oder Nazireh), Mktfl. 
(:^ „Junges Reis", in Galiläa, im 
syr. Paschalik Tarablüs; Erziehungs- 
ort Jesu), Naza/rEthum (Na^aQsS). 
Adj.: NazarBnus, -a, -^um. 

Nassau, I.Herzogtum (ehem., zwischen 
EheinpreuTsen , Hessen und Frank- 
furt am Main, umfafste den Taunus 
imd Westerwald, von Rhein, Main 
und Lahn bewässert; jetzt der gröfste 
.Teil des RB. Wiesbaden in der 
preufs. Prov. Hessen -Nassau), Du- 
catus Nassoviensis. 
2. St. (Kl-. Unterlahn, RB. Wies- 



425 



Xassenfels 



l^eapel 



426 



baden, Prov. Hessen-Nassau, r. an 
der Lahn), Na ssovia.-- Nassovium, 

Nassenfeis, Mktfl. (Bezirksa. Eichstätt, 
bayr. EB. MLttelfranken), VetoniOm^ae. 

Nassiek, St. (im Distrikt Ahmednagar 
der indobrit. Präsidentscbaft Bombay, 
ein Hauptsitz brahmaniscber Gelehr- 
samkeijk), Nasica. 

NatoUen (Anatolien, türk. Ahadoli), 
Halbinsel (das türk. Kleinasien), 
Anatolia (kvazoXrjD, — Natolia. 
■ — Asia Minor. 

Naiia, Ort (mit Kuinen im jetzigen 
Belka, dem einstigen nördl. Peräa), 
Gaul an a (Tov Favlava). — 
Gavlonj -onis, 

Nanen, St. (Kr. Osthavelland, EB. 
Potsdam, Prov. Brandenburg, am 
Havelländischen Bruch), Nava, 

Nangrakut, St. (und mongolisches 
Königreich), Batanagra, 

Nankria, St (auf der griech. Halbinsel 
Morea, im nördl. Arkadien), Nonacris 
(NwvaxQig}. 

Naumburg, St. 1. an der Saale 

(Kreisst, EB. Merseburg, Provinz 
Sachsen, 2 km von der Saale), 
Numhurgum. — Neöbwgwm. — 
Numlmrgiwm Thwringiae, — Num- 
burgium ad Salam. 

2m am Bober (Kr. Sagan, EB. 
liegnitz, Prov. Schlesien, am Ein- 
flufs der Biiesnitz in den Bober, 
Christianstadt gegenüber), Numhur- 
gum ad Böberam, 

3. am Queis (Kr. Bunzlau, EB. 
liegnitz, Prov. Schlesien, am Einfluis 
der Ivenitz in den Queis, mit ehem. 
Nonnenkloster [von 1217]), Num- 
burgum ad Quissum. 

4. BB. Kassel (Kr. Wolfhagen, 
Prov. Hessen-Nassau, am Müfschen 
Elbe), Numbwrgum Cattorum. 

Naunkof, St. (sächs. Amtsh. Grimma, 



Kreish. Leipzig, an der farthe), 
Nova Curia. 

Nauni, St. (auf Sicilien), Nonymna 
(Nwvvfjtva). 
Adj . : Nonynmaeus (No) vvßvalo q). 

Nanplia, s. Napoli di Eomania. 

Nauplia, Golfo di — , s. Golfo di 
Napoli di Eomania. 

Navariii (Navarmo), St. (auch Neo- 
kastro gen., feste Hafenst. in der 
griech. Nomarchie Messenien, am 
Südeingang des die Bai von N. 
bildenden Hafens), Pylus {Uvkoq). 

— Coryphasium (KoQVipdaiov). — 
Neocastrum. 

Nayarra, Landschaft (ehem. Königreich 
in Spanien, *wozu auch der auf der 
Nordseite der Pyrenäen liegende, 
jetzt mit dem frz. Dep. Niederpyre- 
näen vereinigte Landstrich Nieder-N. 
gehörte, jetzt span. Provinz mit der 
Hptst. Pamplona), Navarra. — 
Votsconia. 

I. Ober - Navarra : Na varra 
Superior. — Navarra Hispanica. 
n. Nieder-Navarra: Navarra 
Inferior. — Navarra Gallica. 

Navarreins, St. (in Frankreich), Na- 
varesium. — Navarnnum. 

Nayarrete, Mktfl. (in Spanien), Na- 
varrete. 

Naxift, Insel (griech., im Ägäischen 
Meere, die gröfste der Cykladen, die 
gleichnam. Hptst. auf der NordwQst- 
küste, mit Hafen, Citadelle und Sitz 
eines griech. und kath. Bischofs), 
Naxus (Nd^og). — Naxos: — 
CaUipolis {KakXlTCokig). — Strongyle 
{ÜTQoyyvXrf}. — Dia {Aia). — Dio- 
nysias (/liowoidg). 
Adj.: Na>odus, -a, -um (NdSiog). 

Nay, St. (im frz. Dep. Niederpyrenäen, 
an der Gave), Novum Oppidum. 

Neapel, 1. Königreich (Beider Sicilien 

— bis 1860), Begnum Neapo- 



427 



KeM Abel 



Kehruiig 



428 



litanum, — Begnum Siciliae eis 
Phamm. — Graecia Magna, 

d. st (ital. Näpoli, einst Hptst 

von 1, jetzt Hptst. der gleichnam. 

Prov. in der Landsch. Terra-di-La- 

voro, am Golf Yon N.), Nea^Us 

, {NsaTfoXig). 

Einw.: Nea/politäni, 

Adj.: Nea^xUmuSy -a, -um. 

XeM Abel 9 Bninen (in Gölesyrien in 

PhÖnizien), Ah%la {-ae und -orum, 

Hißika, -cov). — Äbila Lysa/niae 

(ÄßiXa Avaavlov), — CloMdiopdts, 

Adj. : ÄbilBnus, -a, -um (kßiXtjvSg). 

Neblo, Mktfl. (auf der Insel Korsika), 
Cersünum {Kbqoovvov). 

Keekar, Fl. (r. Nbfl. des Rheins und 
Haup1£uls des altwürttembergisclien 
Landes, entspringt bei Schwenningen 
am Bande des Schwarzwaldes, flielJst 
über Horb, Plochingen, Eberbach, 
Heidelberg und mündet bei Mann- 
heim; wichtigere Zuflüsse 1. die 
Eschach, Glatt, Ammer, Enz, Zaber 
und Elsenz, r. die Schlichen, Eyach, 
Steinlach, Echaz, Lauter, Eils, Bems, 
Murr, Sulm, Kocher, Jagst und Elz), 
Nicer, -ri, — Nicärüs. — Nicar. 

— Neccar. 

Adj.: Nicarünus, -a, -um. 
Neccarevms, -e. 

Neekargremttnd, St. (bad. Kreisst., 
Amt Heidelberg, am Einflufs der 
Elsenz in den Neckar), Gemmtda ad 
Nicrum. 

Nedjeran (Najeran), Fürstentum (arab., 
in Temen), Na^arra. 

Xed-Boma (Tlemsan, bei den Fran- 
zosen Tlemezen), St. (in der algerischen 
Prov. Oran), T remis. — Cdama. 

— Siga. — PorttM Sigensis. 

Neer-Hamert, Dorf (in Belgien), 
Hamerthe. 

Keet(h)e (Nette), Fl. (in Belgien, ent- 
steht durch den Zusammenfluls der 



GroDsen und Kleinen N. bei Lier und 
vereinigt sich bei Bumpst mit der 
Dyle zur Bupel), Nitasa. 

Negra Pat(ii)am, St. (Hafen in der 
angloind. Präsidentschaft Madras, 
Distrikt Tanjore), Nicama{Nlxa/jia). 

— Ntgama. 

Negrer, Bevölkerung (Afrikas der Haupt- 
masse nach, zerfallen in zahlreiche, 
imter sich sehr verschiedenartige 
Yölkerschaften der äthiopischen Eace, 
die südl. vom Senegal, der "Wüste 
und Abessinien ganz Mittel- und 
Südafrika mit Einschlufs von Hoch- 
und Flachsudan bewohnen, charak- 
terisiert durch schwarze Hautfarbe, 
krauses Haar, platte Nase, aufgewor- 
fene Lippen; die echtesten Neger 
wohnen zwischen dem 13. und 6.® 
n. Br. ^it dem 16. Jhdt. fand starke 
Ausfuhr von Negern [als Sklaven] 
nach Amerika statt, wo jetzt imgef. 
9 Millionen der äthiop. Bace ange- 
hören), Äethiöpes {Ai^loneq). — 
NigrUas. — NigrUes. — Nigritäni. 

Negrle (Nekle), Ort (in Arabien), Neda. 

— Negla. 

Negrombo, St. (auch wohl Colombo 
oder Chilaw gen., auf der Lisel 
Ceylon), Anübtngara{kvovßlyyaQa). 

Negrrepelisse, St. (im frz. Dep. Tam- 
Garonne, am Aveiron), Nigrum Pa- 
latium. 

Neyro, Fl. (Nbfl. der Sele in der nea- 
polit. Prov. Principato citeriore, im 
alten Lukanien), Tanager. 

Negropontey !• Lisel, s. Egribos 1. 

2. St. (auf der griech. Insel Egri- 
bos, auch Evripo gen.), Cha^s 
(XaXxlg). 

3. Golfo dl — 9 Meeresteil (bei 
Egribos, der an ihrer "Küste liegende 
Busen), Sinus Optmtius (KSlnoq 
^Onovvriog). 

Nehmngr, s. Kürische Nehrung. 



429 



NeiTse 



Netze 



430 



Keifse, 1. MaTsname (2 linker Neben- 
flüsse der Oder: 

L Die Glatzer N.. entspringt am 
Elapperstein des Glatzer Schnee- 
gebirges und mündet nö. von Scliiir- 
gast; ihr fliefsen zu r.: die Glatzer 
nnd Neuser Biele und die Steine, 
1.: die Weistritz, Steine und Pause. 

n. Die Lansitzer oder GOrlitzer 
N., entspr. in Böhmen auf dem Lau- 
sitzer Gebirge und mündet bei 
Schiedlo; Zuflüsse: 1. die Mandau 
und r. die Lubis; 
sowie einer dritten N.: 

m. Die watende N., vom Katz- 
bachgebirge in Schlesien, nur bei 
Hochwasser bedeutend, fliefst r. zur 
Katzbach; an ihr das Schlachtfeld 
vom 26. August 1813), Nissus. — 
Nissa, — Niza. 

2. St. (und Festung I. Banges, 
Kreisst., RB. Oppeln, Prov. Schlesien, 
an der Glatzer Neifse), Nissa. 

Neitra, Fi. und St. (in Ungarn), 
Nitra. — Nitria. 

Nemi, Lage di — , See (bei dem Dorf 
N. in der Campagna di Roma, unter 
einem Vorberge des Albanergebirges), 
Lacus Aricius. — Triviae Locus, 

Nemours, St. 1. (im frz. Dep. Seine- 
Marne), Nemorosium. — Nemo- 
sium. — Nenvus, -oris, 

S* (in Algerien, arab. Dschema- 
Ghaznouat), Nemosium Äfricae. 

Neoehorl (Kakaba), Mktfl. (einst eine 
Insel im Ionischen Meer, jetzt ein 
Teil des neugriechischen Festlandes), 
Jhüichium {dovklxiov). 

NeokastrOy s. Navann. 

Neograder Oespannsehaft, Komitat 
(in Ungarn [Nograd] mit gleichnam. 
FlQcken), Comitatus Neogradiensis, 

Nepi^ St. (Bischofssitz in der ehemaL 
päpstl. Delegation Yiterbo), Nepe, 



Cölonia Nepensis. — Nepet, -Uis, — 
NepSte, -4,8, — NepHa, -ae. 
A^.: N^^tnus, -a, -um. 
Nepensis, *e, 

Nera, FL (1. Nbfl. des Tiber, entspringt 
am Monte Sibilla imd mündet bei 
Orte), Nar, Naris, 

Neresheim, St. (Oberamt, württemb. 
Jagstkreis, auf dem Härdtfeld, mit 
ehem. reichsfreier Benediktinerabtei 
von 1095), Nerissania, 

Nerike, Landschaft (in Schweden), 
Nericia. — Neringa. 

Nerls, Fl. und Bad (im frz. Dep. 
AUier, auch Neris les Bains gen.), 
Aquae Nerae. 

Nermoutier, s. Noirmoutier, 

Nesita, Insel (bei ItaUen), Nesis, 

Nesivo, St. (in der europ. Türkei, einst 
thrazische St. im macedonischen 
Pieria), Ltbethra, -oeiAelßtiS-Qoc, -cdv). 

Nesle, St. (im frz. Dep. Somme, am 
langen), Nigella, — NegelUenses. 

Neste, Ort (in der einst röm. Provinz 
Afrika), Negeta {Nfye[v]ra). — 
Netata {Nsrara), — Nüaia(NiTaxa). 

Netherby, St. (in England), Castra 
JEkcploratOTum. 

Neto, s. Nieto. 

Netolitz, St. (im'böhm. Kr. Pisek), 
Netölicum, 

Nettuno, St. (Hafen, einst in der 
päpstl. Delegation Rom am Tyrrheni- 
schen Meer), Neptunium. — 
Antium, 

Netze, Fl. (r. Nbfl. der "Warthe in den 
preufs. Provinzen Posen und Branden- 
burg, entsteht als Notec in Russisch- 
Polen, fliefst durch den Goplosee und 
aus diesem als Montwey zum Tu- 
longer See, tritt bei Nakel in das 
6—8 km breite ehemalige Weichsel- 
thal und durchfliefst dasselbe meist 
westwärts bis zur Mündung bei 



' 431 



Neuliergr 



yenmarkt 



438 



Zaatoch. Zuflüsse: 1. der Abflufs des 
Sees von Skorzencin [mündet in den 
Tulonger See und -vord anch als 
Netze bezeichnet] und die Gronsawa; 
r. die Eakitka, Lobsonka, Küddow 
und Drage. Mit der Brahe [Weichsel] 
ist die iNetze von Nakel an durch 
den Netze- oder Bromberger Kanal 
verbunden; der IjTetzebruoh ist 
gröfctenteils urbar gemacht), No- 
te 8 sa, — Notessus, 

Neuliersr (Neyperg), Kloster (in Steier- 
mark), Novus Mons. 

Neubrandenbarg, St. (im Grhzgt. 
Mecklenburg-Strelitz, am Ausflufs der 
Tollense aus dem Tollensesee), Bran- 
denburgum Novum. — Ne<h 
hrandenhurgum. 

Neaburgr an der Donaa, 1* St. (un- 
mittelbare, Bezirksamt, bayr. RB. 
Schwaben, r. an der D.), Neohur- 
gum. — Nova Arx. 

Adj.: Neohwrgensis, -c. 

d. Kloster — , s. Klostemeuburg. 

Neuearlebjy s. Karleby. 

Neueastilien, s. Kastilien. 

Neuehastei, St. (in der Normandie), 
Nova Castella Normanniae. 

Neuehftteau, 1. St. (in Belgien), 
Novum Gastdlvm Belga/rum. 

^m St. (im franz. Dep. Wasgau 
[Vosges]), Nova Castella Vog^si» 

Neudörf, s. Iglo. 

Neaenburgr (Neufchätel), St. (Hptst. 
des gleichnam. schweizer Kantons 
N., am Einfl. des Seyon in den 
Neuenburgersee, am Fufse des Jura; 
der Kanton entstand aus dem Fürsten- 
tum Neufchätel und der Grafschaft 
Valengin, zwischen Bern, Freiburg, 
Waadt und Frankreich), Ne ocTimum. 

— Novum Castrum. -^ Novicastrum. 

— Neopyrgum. — Neobu/rgum. — 
Noviburgum. 

Ad].: Neocomensis, -e. 



Neuenhaos, St. (Kr. langen,' Landdr. 
Osnabrück, Prov. Hannover, an der 
Dinkel und . unweit der Vechte), 
Nuaesium, 

Neae Yssel, s. Yssel. 

Neufchftteau, s. Neuchäteau. 

Neu-Granada, Bepublik (der Vereinig- 
ten Staaten von Columbia in Süd- 
amerika, von den Kordilleren durch- 
schnitten, vom Magdalenenstrom mit 
dem Cauca und dem Orinoco be- 
wässert), Castella Aurea, -orufn. 
— Terra Firma. 

Neu -Guinea (Papua), Insel (grofse 
australische, von Neuholland durch 
die«TorresstraIise getrennt, mit hafen- 
reichen Steilküsten), Cruinea Nova. 

NeuhSnsel, Mktfl. (ungar. Ersek Ujvär, 
im Ungar. Komitat Neutra, an der 
Neutra; ehedem wichtige Festung, 
1724 geschleift), Arx Nova. — 
Neoselium. — Uiavarinum. 

Neuhaus, St. (im böhm. Kr. Budweis), 
Hen/rici Hradecium. 

Neuholland, Erdteil (das Festland von 
Australien), Hollandia Nova. 

Neukarleby, s. Karleby. 

Keukastilien, s. Kastilien. 

Neukirehen, s. MarkneuMrchen. 

Neumagren, Mktfl. (Kr. Bemkastel, 
RB. 5^er, Eheinprovinz, r. an der 
Mosel), Noviomagum in Treve- 
ris. — Neomagus in Treveris. 

Neumark, 1. Landschaft (Hauptteil 
der alten Mark Brandenburg, Hptst. 
Küstrin, bildet jetzt den gröfsten Teil 
des RB. Frankfurt), Marchia 
Nova. — Neomarchia. 
3« Ort (in Steiermark), Noreia. 

Neumarkt, 1. in der Oberpfalz, St. 

(Bezirksamt, bayr. RB. Oberpfalz, 

am Ludwigskanal und an der Sulz), 

Novum Forum. — Novoßrum. 

. S. in Siebenbürgen, St. (auch 



433 



NeuStting 



I^ewa 



434 



Maros Vasarhely genO, Agropolis. 
— Novomarchia, 

NeuOttingr, St. (bayr. RB. Oberbayem, 
Bezii'ksa. Altötting, unweit des Inn), 
Tons Oeni, 

Neupegu, St. (in Ostindien), Besynga 
ißriavyya). 

Neur, M. (in Irland), Neorus. 

Ncury, St. (in Irland), Nuria. 

Xensalz, St. (Kr. Freistadt, RB. lieg- 
nitz, Prov. Schlesien, an der Oder), 
NeosaUssa, 

Neusatz (Neoplanta oder Uj-Videk), 
St. (Freistadt und bed. Handelsplatz, 
im Ungar. Komitat Bacs, an der 
Dcmau, Peterwardein gegenüber), ^co- 
planta ad Petrovaradinum» 

Neosiedlersee (ungar. Ferto), See 
(fischreich, im westl. Ungarn, zwischen 
dem Örenburger und dem Wiesel- 
burger Komitat, mit dem Mktfl. Neu- 
siedel im Komitat Wieselburg), Lacus 
Peisonis. 

Neusohl (ungar. Besztercze-Banya), 
St. (kgl. freie Bergstadt und Haupt- 
ort des ungar. Komitats Sohl, am 
Zusammenflufs der Gran imd Bistritz), 
NeosoUum. 

Neufs, St. 1. (Kreisst., RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, am schüfbaren 
Erfkkanal, 3 km vom Rhein und un- 
weit der Mündung der Erit), Nove- 
sium. — Neusia. — Nivtsium. — 
Niusa Castra, 

3« (frz. Nyon, im schweizer Kan- 
ton Waadt, am Genfersee), Colonia 
Equestris. — Equestris, — Civi- 
tas Equestrium. — Colonia Eque- 
stris Helvetiorum. — Noviodünum. 

Neustadt 9 1. Dresden-, Stadtteil 
(selbst. Amtshauptmannsch. in der 
Sachs. Kreishptm. Dresden, r. von 
der Elbe, durch 3 Brücken — Albert-, 
alte Mb- und Mari«i- oder Eisen- 
bahnbrücke mit der Altstadt ver- 



bunden; vgl. überh. Dresden), Neo- 
stadium Dresdenae. — Neo- 
Stadium ad Albim, — Nova ürbs 
Dresdensis. 

2. Wieneriseh-, St. (Hptst. des 
östr. Kreises Unterwienerwald), Nova 
Civitas. 

3. an der Haardt, St. (Bezirks- 
amt, bayr. RB. Pfalz, am Fufse des 
Haardtgebirges und am Speierbach), 
Neapolis NemHum, — Neo- 
Stadium, 

4. an der Orla, St. (Hauptort 
des 5. Verwaltungsbezirks im Grhzgt. 
Sachsen - Weimar - Eisenach) , Neo- 
stadium ad Ortlam. 

5. an der Waldnab, St. (Bezirks- 
amt, bayr. RB. Oberpfalz, am Ein- 
fluJs der Floüs in die Waldnab), 
Neostadium ad Nabum, — 
Neostadium ad Navum, 

Neostftdtl an der Waagr, Mktfl. (in 
Ungarn), ViheUnum. 

Neustift, Kloster (in Tirol), Nova 
öella. — Neostepkota. 

Neutra, St. (und Schlofs [Festung], 
ungar. Neitra oder Nyitra, Hptst. des 
Komitats Unter-Neutra), Nitrava. 

Neu-Urgrendseh, St. (und Handelsplatz 
im Khanat Khiwa in Turkestan), 
Gorgo. 

NeuTÜle, Dorf (in Belgien), Novivil- 
laris CeUa. 

Neuweiler, Dorf (Obera. Kalw, Würt- 
temberg. Schwarzwaldkr., im Schwarz- 
wald), Novumvillare. — Neovilla, 

Nevada, s. Sien*a Nevada. 

Nevers, St. (Hptst. des frz. Dep. Nie^Te 
in der ehemal. Prov. Nivernais), 
Nivernum. — Nevimum. — Novio- 
dünum. — Aedünum, — Noeomagus 
Vadicassiorum, 

Newa, Fl. (nur 60 km lang, aber breit, 
im russ. Gouv. Petersburg, entsteht 
aus dem Ladogasee und ergiefst sich 



435 



Xew-Aberdeen 



^ienburgr 



436 



in mächtiger Breite in den Finnischen 
Golf, nachdem sie Petersburg in 
mehreren Armen durchströmt hat, 
namentlich als Grofse und Kleine 
Newa und als Gro&e und Kleine 
Newka), Naebis. 

Nenf-Aberdeen, St. (Teil von Aberdeen 
oder Old- Aberdeen, der Hptst. der 
ostschott. Grafechaft A. an der Mün- 
dung der Den), Aherdonia Nova, 
— ÄberdBa. 

Newburgh^ St. (im nordamerik. Staat 
Newyork, Grafschaft Orange, am 
Hudson), Novus Burgus. • 

Newbury, St. (in der engl. Grafschaft 
Berkshire, am Kennet), Spinae. 

Neweastle-npon-Tyne^ St. (Hptst. der 
engl. Grafechaft Northumberland, an 
der Tyne, mit Hafen), Novum 
Castrum. — Gabrosentum. — 
Finis VaXli. 

New -York, 1* Staat (nordamenkan. 
Ereistaat, von Gebirgszügen der 
AUeghanies durchzogen, vom Hudson 
bewässert, im NO. der Champlainsee, 
an der Küste die Insel Long-Island; 
der bevölkertste, reichste und gleich- 
sam tonangebende Staat der Union), 
Eboracensis Nova Civitas, — 
Bdgium Novum. 

d. St. (Hptst. von 1, gröfste Stadt 
Amerikas, Haupthandelsplatz der 
Vereinigten Staaten, auf derManhatta- 
insel, an der Mündung des Hudson. 
1612 von HoUändem als Neuamster- 
dam gegründet, nach der Eroberung 
durch die Engländer New -York ge- 
nannt), Eborücum Novum. — 
Neo-Eboroicmn. — Belgium Novum. 

Niearia, s. Nikaria. 

Nioastro, St. (Bischofssitz in dernea- 
politan. Trov. Calabria ulteriore 11., 
am westl. Fufs der Apenninen), NeO' 
castrum. 

Nicolas, Sankt, s. Sankt Nikolas. 



Nieole, Saint — , da Port, s. Saint 
Nicole du Port. 

Nicopoli, s. Nikopoli. 

Nieosia, St. !• (in der sicil. Provinz 
Catanea, im "W. des Ätna), Erbita. 
— Herbita. 

d« (Hptst. der Insel Cypem, auch 
Levkosia, türk. Lefkoscha gen.), 
Leucosia (Asvxoalcc). — Tremithus 
{TQEfiid-ovg). 

Nieotera, St. (in der neapolit. Prov. 
Calabria ulteriore n.), Nieotera. 

Nidelf, Fl. (im norweg. Stift Trond- 
bjem; danach die Hptst. früher 
Nidaros benannt), Niderus. 

Niebla, St. (in der span. Prov. Huelva, 
zur Maurenzeit eine wichtige Festung), 
El^a. 

Nieder-Benthen, s. Beuthen 2. 

Nieder-Gestelen, Dorf (im schweizer 
Kanton "Wallis), Castdlio Inferior. 

Niedere Oraf sehaft Katzenellnbogren, 

Grafschaft (alte deutsche, in der 
Wetterau), Comitatus Cattimelibocen- 
818 Inferior. 

Niederlande, s. Holland. 

Nieder-Ungram, s. Ungarn. 

Niederrintel, Gericht (in Ostreich), 
AUnnum. 

Niederwesel, s. Wesel. 

Nieheim, St. (Kr. Höxter, EB. Minden, 
Prov. "Westfalen), Niemia. 

Niel, Dorf (Kr. Kleve, RB. Düsseldorf, 
Eheinprovinz), Neo-Aelia. 

Niemen, s. Memel. 

Niemondin (Niomondin), s. Falken- 
berg 1. 

Niemtseh, s. Nimptsch. 

Nienburg, 1« an der Weser, St. 

(Kreisst., Prov. und Ijanddr. Han- 
nover, r. an der Weser), Novoburgum 
ad Visttrgim. 
ft. an der Saale (Kr. Bemburg, 



437 



Nien-Hetse 



Nlmes 



438 



Herzogt. Anhalt, am Einfliifs der 
Bode in die Saale), NovoJywrgwm ad 
Sglam, 

Nien-Herse, Kloster (bei^ Paderborn), 
Herisias Novae. 

'Nieuhns^ s. Neuenbaus. 

Nieto (Neto), M. (in der südital. Land- 
schaft Calabria nlteriore), NeaetJius 
(Nsaid^og), 

Meulay, Kastell (in Frankreich), Ärx 
Nicutö/na. 

Meuwport (Nieuport), St. 1. (befest., 
in der belg. Prov. Westflandem, un- 
weit der Mündung der Ijser), Novus 
Portus, 

ft. (Festung in der niederländ. 
Prov. Südholiand, am Leck), Neo- 
portits. 

IfiÄYre,.Fl. (in Frankreich, mündet bei 
Nevers in die Loire; danach benannt 
das Dep. N. mit den vier Arrondisse- 
ments: Nevers, La-Charite, Qamecy, 
Chäteau-Chinon) , Niv^ris, — Ne- 
veris. 

mghde (Nikdeh), St. (und Hauptort 
einer liwa im türk. Ejalet K^u*a- 
manien in Anatolien, im alten Kappa- 

• dokien), Tyana {Tvccvcc). 

Mfaeim, s. Nieheim. 

Nlkaria, Insel (türk., des Griech. 
Archipels, im "W. von Samos, im 
sog. IkarischenMeer, Hauptort Erdilo), 
Ic aria{ ^Ixagla).— Icärus i^IxaQoq), 

•Nikdeh, s. Nighde. 

Nikolo (San — , auch Tino), Mktfl. 
(Hafen auf der cykladischen Lisel 
Tenos [jetzt Tino] zwischen Andres 
und Dolos), Tenus (!Z^vo$). — 
Tenos. 

Nikolsbnrgr (Mkulow), St. (im mah- 
rischen Kreis Znaim in Ostreich), 
Nicolaihwrgum, 

Nikopol, Mktfl. (in» russ. Gouv. Jekate- 
rinoslaw am D^jepr), Nicopolis, 



NIkopeU (NikeboH, Nigebolu), St. (stark 
befestigt, im türL ^alet Widdin, 
Bischofssitz und Handelsplatz an den 
Mündungen der Aluta in die Donau), 
Nicopolis ad Danuhium. — 
Nicopolis ad Istrum. , 

Niksar (NiMsara), St. (im türk. IJalet 
und Liwa Siwas in Kleinasien, am 
Scharmaghu) , Neocaesarea (Neo- 
xaiad^eicc). 

Nikub, s. Nikopoh. 

NU, Fl. (der bedeutendste Strom Afrikas 
imd des Mittelmeergebiets, entsteht 
bei Khartum in Obemubien aus zwei 
grofsen Flüssen: 1. dem "Weifsen 
Strom [Bahr-el- Abiad] , der aus den 
vom Äquator durchschnittenen grofeen 
Seen Viktoria- imd Albert -Nyanza 
gegen N. abflieM, dann nordwestl. 
strömt,- unter 9^/^^ n. Br. mit dem 
Gazellenflufs [Bahr-el-Gasal] in Ver- 
bindung steht und von da ab nö., 
dann n. fliefst, durch denSobät ver- 
stärkt; 2. den Blauen Strom [Bahr- 
el -Azrek] oder Abessinischen Nil 
[Abai], der 2760 m hoch im abes- 
sinischen Alpenland Godscham ent- 
springt und in grofsen Bogen über 
Sennaar nach Khartum fliefst. Der 
vereinigte Strom nimjnt seinen Weg 
über Assuan, nachdem er 10 mal 
Stromschnellen gebildet,nach Ägypten, 
welches er seiner ganzen Länge nach 
durchströmt. Unterhalb Kairo teilt 
er sich in 2 Hauptmündungsarme 
[ö.: vou'Damiette, w.:,von Eosette], 
welche das fruchtbare Delta ein- 
schhefsen und vielfach durch Seiten- 
arme und Kanäle verbunden sind), 
Nilus {NeZXog). 
Adj.: Niliäcus, -a, -um. 
NiloticuSy -a, -um. 

Nlmes (Nismes), St. (Hptst. des frz. 
Dep. Gard, Bischofssitz), Nemau* 
SWS. , — NemaiMum. — Nemau- 



43» 



Nimis 



Xoara 



440 



8twM. — dvitas Nenumso, — Ne- 

mausus Arecamicorum. 
Adj. : Nemausiensis, -c. 
Nemausius, -a, -um, 
Nemausmtis, -a, -um. 
Nemausiäcus, -a, -um. 

Nimis, Dorf (in Italien), Nomdsus. — 

Nomaso. 
Mmptseli, St. (Kreisst, EB. Breslau, 

Prov. Schlesien, an der Grofsen Lohe)? 

Ne mci Castrum. — Nimitium. — 

Nomisterium. 
Nimmd, Gebirge (ein nordöstl. Zweig 

des Taunisgebirges, auch Hatrasch- 

Alpen genannt), Niphates Mans 

{Ni<pdz7jg). » 

Nimwegen (richtiger Nijmegen, frz. 
Nimegue), St. (befest., in der niederl. 
Prov. Geldern, zwischen Waal und 
Ehein), Neomagus, — Novio- 
magum. — Noviomagus. ' — Nivr 
maga. 

Ninsa (Nimpa), M. (in Italien, im alten 
Latium), Nymphaeus {Nv/iKpaTog), 

NinöTe, St. (in der belg. Prov. Ost- 
flandem, früher mitPrämonstratenser- 
abtei), Niniva, 

Mo, Insel (griech., eine der Cykladen 

mit der gleichnam. Hptst. [Hafen]), 

los Clog). 
liiolo, St. (auf der Insel Korsika), 

Mariana, — Nicaea (Nlxaia). 
Niomondin, s. Falkenberg 1. 
Mort, St. (im frz. Dep. Deux-Sevres, 

an der Sevre-Niortaise), Nyrax, -acis. 

— Novirogus. ' 

Mschnij-Nowgrorod (Nischegorod, d. i. 
Nieder -Neustadt), St. (Hptst. des 
gleichnam. Gouv. im europ. Rufs- 
land, an der Mündung der Oka in 
die Wolga, Handelsstadt mit der 
gröiisten Messe Rufslands), Novogaräia 
Inferior. 

Nislb, Ort (auf der westl. Seite des 
Euphrat), Nisihis Euphratis, 



Nisiliiii (Nizib), Mktfl. (im türk. Ejalet 
Diarbekr, einst bedeutend als Handels- 
platz und Festung sowie als Hptst. 
Yon Mygdonia in Mesopotamien), 
Nisibis (Nloißiq). — Antiodila 
Mygdonica (kvtiSxsia Mvyöovixri 
oder MvySovla), ^ , 
A(^".: NisibEnu>s, -a, -um {Niai- 
ßrivog). 

Nisiro, s. Nizzaria. 

Nisita, Insel (an der Ostküste des 
Golfs von Pozzuoli), Nesis, 4dis 
{Nrjoig, -log). 

Nismes, s. Nimes. 

Nissa (Nisch, Nysch^, St. (im Königr. 
Serbien, einstige Hptst. des gleichn. 
Ejalets in der Türkei, an der Nissawa, 
einem Zufl. der östlichen Morawa), 
Naissus {Nataa6g\ — Nissena. 

— NaesfAS, — Naistts (Ndiaog). 
Adj.: Naisitärms, -a, -am, 

Nith, Fl. (in Schottland, kommt aus 
der Grafschaft Ayr, wird bei Dum- 
fries schiffbar und mündet nach 
97 km in den Solway-Golf), Novius, 

Nivelles, St. (in der belg. Prov. Bra- 
bant), Nieila. — NivieUenses. 

Nizza (frz. Nice), St. (Hptst. des frz. 
Dep. Seealpen, amphitheatraUsch am 
Golf von Genua), Nicaea (Nixaia). 

— Nida. — Nicea. — Nizza. 

Nizzaria (Nisiro, Nisyro, Nisari), Insel 
(türk., eine der südl. Sporaden, im 
S. von Ko), Nisyrus (NiavQog). 
Adj.: Nisyrius, -a, -um {Ni- 
avQiog). 
Nisyriäcus, -a, -tm. (Nt- 
avQLaxog). 

Nizib) s. Nisibin. 

Noaüles, St. (im frz. Dep. Oise), 
Novüiaca. 

Noara, Mktfl. (auf Sicilien), Noae 
(Noai). 
Einw. : Noaeni (NoaTOi). 



441 



Kocera 



Nordgraa 



442 



K^eera, St. 1» (BiscHofssitz in der 
neapolit. Ptoy. Principato citeriore), 
Nuceria Alfaterna. — Nuceria 
Pagcmorum, — Nuceria, 

Einw.: Nticermi. 

S* (in der ital. Prov. Umbrien), 
Nuceria Cametlaria. — Nuceria. 

XSrdliehes Eismeer, s. Eismeer. 

l^Srdlingen, St. (unmittelbare, bayi\ 
RB. Schwaben, an der Eger im Nörd- 
linger Eies), Nordlinga. — Nor- 
linga. — Nordinga. — Äras Fla- 
viae. 

NSsen, s. Bistritz. 

NSsenerland, Landschaft (in Sieben- 
bürgen), Districtus Bistriciensis. 

^ograisehe Steppe, Landschaft (am 
untern Dnjepr, woselbst die Nogaier 
wohnen, ein Hauptstamm der türk.- 
tatarischen Bevölkerung des russi- 
schen Reiches ; Hauptflecken Nogaisk), 
Hylaea. — Hytaei (^YAarot). 

Kogent (Nugent), !• TArtaud (oder 
-sur-Mame), Dorf (im frz. Dep. Seine, 
an der Marne, in der Umgebung von 
Paris), Novigentum ad Ma- 
tronam. — Novigentum ÄrtaMi. 

2. le-Boi, St. (im frz. Dep. Ober- 
mame), Novigentum Begis, — 
Nogentum Begium. 

3. le-Botrou, St. (im- frz. Dep. 
Eure-Loir), Novigentum Betru- 
dum. — Nomodunum Didblintum, 

4« sur-Mame, s. Nogent 1' Artaud. 

5. sur-Seine, St. (im frz. Dep. 

Aube), Novigentum. — Novientu/m. 

Nograera Palleresa, M. (Nbfl. des 
Segre in der span. Prov.. Lerida, 
mündet bei Camai'osa), Nucaria 
PaUiarensis. 

Xogruera Biliagrorzana, Fl. (Nbfl. des 
Segre in der span. Prov. Lerida, 
mündet bei Lerida), Nucaria Bipa- 
cmiia. 



Koja, St. (in der neapolit. Prov. Terra- 
di-Bari, unweit Bari), Netium. 

Notreau, M. (Nbfl. der Ome in der 
Normandie), Norällus, 

Noirmoatier (Nermoutier) , Insel (an 
der Küste des frz. Dep. Vendee, be- 
nannt nach einem 830 vom heil. 
Philibert gegründeten Benediktiner- 
kloster), Nigrum Monasterium. 
— Insula Dei. 

Nola, St. (Bischofssitz in der neapol. 
Prov. Terra-di-Lavoro), Nola. 
Adj.: Nölänus, -a, -um. 

Noli, St. (Bischofssitz in der ital. Prov. 
Savona, am Golf von Genua, Fischer- 
hafen), Naulum. 

Nona, Mktfl (Hafen im dalmat. Ki-eis 
Zaia), Aeniöna. 

Nonsbergr (Val di Non), Thal (im tiroler 
Kreis Trient, nebst Yal di Sole oder 
Sulzberg, zwei Thäler, durch welche 
' eine 1 860 vollendete Kunststrafse 
über den Tonale nach Itahen führt), 
Anania. — Anawnia. 

Norcia, St. (in der ital. Prov. Umbrien), 
Nwrsia. 
Einw.: Nursini. 

Nordkap, Vorgebirge (390 m hoch, 

nördlichstes Kap von Norwegen und 
^ ganz Europa auf der norwegischen 

Insel Magere, unter 71° 10' n. Br. 

und 43° 30' ö. L.), BorEwtn Bv- 

munturium. 

Norden, St. (Kr. Emden, Landdr. 
Aurich, Prov. Hannover, auf einer 
Anhöhe in der Marsch, am Berumer 
Kanal, der zum Meerbusen Ley führt; 
die Stadt N. lag ehemals an der 
Osterems, unausgesetzte Yerschlam- 
mungen entfernten aber das Meer 
vom Ort), NordEna. -^ Norda. — 
Nordedi Pagus. 

Nerdgau, Landschaft (der östl. Teil 
des ehemal. Fürstentums Neuburg 
in der bayr. Pfalz), Noricum. — 



443 



Nerdmeer 



Nossa Senliora da Pettoye 444 



Poffus Noricus, — Nordgonia. — 
Nordgoa. 

l^ordmeer, s. Eismeer. 

Xordsee, Meer (auch Deutsches Meer, 
bei den Skandinaviern "Westsee gen., 
ein Teil des Atlantischen Oceans, 
zwischen Grofsbiitannien, den Nieder- 
landen, Deutschland, Dänemark, und 
Norwegen, von der Meerenge von 
Calais bis zu den SheÜands-Inseln), 
Mare Germanicum, — Mare 
Amalchium. 

Nordstrandy Insel (im schleswigschen 
Wattenmeer, Kreis Husiim, Prov. 
Schleswig -Holstein, n. vom Hever- 
strom, 8 km lang und breit, 45 qkm 
grois, besteht nur aus eingedeichtem 
Marschland; im 0. mit der Pohns- 
haUig verbunden. Nö. die Hallig 
Nordstrandischmoor) , Strandia 
Septentrionalis. — Glessaria, 

Norfolk, Grafschaft (im östl, England 
an der Nordsee; Hauptflufe: Ouse, 
Hptsi: Norwich), Norfolcia, — 
Nortföleia, 

Norische (Norgauische) Alpen, Gebirge 
(im weiteren Sinne deqenige Teil der 
östl. Alpen, welcher die Ketten nö. 
der Drau umfafst und in die Salz- 
burger, die Steirisch-Östreichischen 
und die eigentlichen Norischen Alpen 
geteilt wird), Alpes Noricae, 

NorkSpingr, s. Norrköping. 

Norma, Dorf (im ehemal. Kirchen- 
staat), Norha, 
Adj.: Norbäivus, -a, -um, 

Normandie, Landschaft (ehemal. Prov. 
Frankreichs, mit der Hptst. Ronen, 
bildet jetzt die 5 Departements: 
Niederseine, Eure, Ome, Calvados 
und Manche), Normannia, — 
Nordmcmnia. — Nortmannia. 

Bew. : Normanni. 

Adj.: Normannicys, -a, -um, 

Normandie und Bretagrne, Küsten- 



landschaft (im Norden Frankreichs^ 
Oivitates .Armoricae. 

Normannisehe Inseln, Inselgruppe 
(brit., von den Engländern Channel- 
Islands, von den Franzosen lies Nor- 
mandes g^iannt, im Süden des Kanals, 
zur Grafschaft Northampton gehörend, 
besteht aus den beiden Hauptinseln 
Jersey und Guemsey, aus Aldemey, 
Sark und einigen kleinen Felseilanden), 
Insulae Normannicae, 

NorrkSpingr, St. (Stapelplatz und wich- 

' tige Fabrikstadt im schwed. Län lin- 

köping, an der Mündung des Motala- 

elf in den Bräviken, mit gutem Hafen, 

Docks und Schiffswerften), Norcopia. 

Northampton, Grafschaft (im mittleren ' 
England; Hauptort Borough-N. am 
^eji\Antonia Septentrionalis, 
— Northcmtonia. 

Northnmberland, Grafschaft (nörd- 
lichste Englands, einst ein angel- 
sächs. Königr.; Hptst.: Newcastle), 
Northumbria, — Nordhumbria. 

Norwegen (dän. Norge, schwed. Nor- 
lige), Königreich (der westl. u. nordl. 
Teil der skandinavischen Halbinsel; 
kompakte, durch zahlreiche schmale 
Golfe oder IJords gegliederte Gebirgs- 
mässe — bis 2000 m hoch — mit 
vielen Seen und mächtigen Wäldern; 
Hptst. Christiania [Kristiania], Haupt- 
flufs der Glommen), Norvegia, — 
Norrigia, — Nerigos. 

Einw.: NorvEgi. 

Adj.: Norvegieus, -a, -ww. 

Norwieh, St. (Hptst. der engl. Graf- 
schaft Norfolk, durch die schiffbare 
Yare und eine Eisenbahn mit dem 
Seehafen Yarmouth verbunden; Bi- 
schofssitz), Nordovlcum. — Nor- 
mcum. — Venta Icenorum. 

Nosli, s. Nughz. 

Nossa Senhora da Pettove (auch 



445 



Notmlinster 



Najffeken 



446 



Santa Maiia de Bedoya gen.), Mktfl. 
(in Portugal), Budua, 

Notmflnster, Kloster (im Msafs), 
VaUts Sanctae Mariae Virginis, 

Noto, St. (Hptst. der gleichnam. itaL 
Prov., 1 St. vom Mittelmeer am Mufs 
N. oder Falconara), Ne ^tum {N^tj xov). 

— Netum. 

Einw.: Netini (Nsccirtvoi), — 
Netinenses, 

Notre Dame d'Abondanee, St. (und 
Abtei in Frankreich), Äbbatia Ähm- 
dcmtiae, 

Notre Dame de Liesse, Mktfl. (imd 
Abtei im frz. Dep. Aisne), Laeti- 
ttae. — Laetiae, 

Nouan, St. (in Frankreich), Novio- 
dünum. 

KoTa Capua, St. (am Voltumo in 
Kampanien), CasiUnum. 
Einw.: Casilinenses, — Casili- 

nates, 
Adj.: CasiUmiS, -a, -um. 

NoTalese, St. (in Italien), NovdUcia. 

NoYära, St. (Hptst. der gleichn. ital. 
Prov., zwischen der Agogna und dem 
Terdoppio, mit Mauern und Bastionen 
umgeben; Bischofssitz und Eisen- 
bahnknotenpimkt), Novaria. 
Adj.: Novariensis, -e. 

Nova-Zembla, s. Nowsy'a-Semlja. 

NoTi, St. 1. (in der ital. Prov, Ales- 
sandria, am Fufs der Apenninen), 
Novium. 
2m (in Kroatien), Novia. 

NoTi GastelU, Dorf (auf der türk. 
Insel Kandia), Gortyna {FoQTvva), 

— Cortyna, — Cortynia. 

Novipazar (Novibasar oder Jenibasar)^ 
St. (im türk. Ejalet Bosnien, an der 
Easchka), Novobarditim, 

IN^OYOgrodek, s. Nowogrodek. 

Nowt^a-Semlja (= Neuland), Insel 
(grofse, unwirtliche im Nördl. Eis- 



meer, zum russ. Gouv. Archangelsk 
gehörig, durch die schmale Strafse 
von Matoschkin in zwei Teile ge- 
teilt), Nova Zembla, — Novo 
Terra. — Carambice, 

Nowgorod, s. Nischnij-Nowgorod. 

)^owg:orod-SJewersk, St. (Kreisst. im 
russ. Gouv. Tschernigow, an der 
Desna), Novogardia Severiae. 
NeapoUs Severiae. 

Nowgorod-Weliki (=Grofs-Neustadt), 
St. (Hptst. des Gouv. Nowgorod im 
europ. EuJsland, am Wolchow), 
Novogardia Magna. 

Nowogrodek, 1. St. (Ereisst. im russ. 
Gouv. Minsk), Novogardia Li- 
tuaniae. — Novogrodecum. 

Adj.: Novogrodecensis, -e. 

d. Woiwodschaft (in Russisch- 
Polen), Paiatinaius Novogrodensis. 

Noyers, St. (in Frankreich), Nuce- 
riae. — NiiCBtum. 

NoyoB, St (im frz. Dep. Oise, an der 
Oise, in der Landschaft Noyonnais), 
Noviomagus Veromanduorum. 
— Noviomagus in Veromamdms. — 
Noüionum. — Noviomum. 

Nozeroy, St. (in Frankreich), NttdUum. 

Nürnberg, St. (unmittelbare, bayr. 
KB. Mittelfranken, an der Pegnitz 
und unweit des Ludwigskanals), 
Norimberga. — Noriberga. — 
Norenberga. — Nwremberga. — 
Norica. — Noricorum Mons. — 
Noricus Mona. — Noricorum Oivi- 
tas. — CasteUum Noricum. — 
Castrum Noricum. — Nora. 
Adj.: Norimbergensis, -e. 
Noribergensis, -c. 

Nflrtingen, St. (Oberamt, württemb. 
Schwarzwaldkreis, in schöner Gegend 
am Neckar), Grinario, -Jinis. — 
Nu/ritinga. — Nia/rdinga. ^ 

Nuffeken, Pfarrdorf ^in der Schweiz), 
Novena. 



447 



Xagrent 



Oberhftlbstein 



448 



Xugeiit, s. Nogent. 
:Nairbz (Nosli, Nasli), St. (in Ostindien), 
Nysa (Nvaa). — Nyssa. 
Einw.: Nysaei {Nvatxtoi). 

Xuits, St. (im frz. Dep. Cote d'Or), 
Nütium, — Vidühia. 

Xamagren, s. Neumagen. 

Xure (Neure), Fl. (in Irland), Neörum. 

Nursia, s. Norcia. 

Xuseo, St. (Bischofssitz in der nea- 

politan. Prov. Principato ulteriore), 

Numistro. 
Einw.: Numesträni. 

Nuys, s. Neufs. ' 

Nyborgr (Nyeborg), St. (Hafen an der 
Ostküste der dän. Insel Fünen, am 
Grofsen Belt; Überfiahrtsort nach 
Korser), Neobn/rgum. 

Ny-Karleby, s. Karleby. 

Nybjfl^^inST? St. 1. (Amtssitz ü. Hafen 
an der Westküste der dän. Insel 
Falster), Nea/polis Fdlstriae. 
Ä. (Hafen im N. der dän. Insel 



Seeland, an einer Bucht des Ise^ord), 
Necbpolis Selandiae, 

3. (Hafen im jütländ. Amt Thi- 
sted, an der Ostküste der Insel Mors 
im lijmflord), Neapölis lutiae. 

yykSping:, St. (Seehafen und Hptst. 
des schwed. Län N. oder Söderman- 
land, an der Mündung der Nyköpings- 

o 

A in die Ostsee), Nicopia, 
Ny-L5dese, St. (in Schweden), Ludo- 
sia ^ova, 
GaaA^-liOdese{e\)d.,)^LudosiaÄntiqtta. 

Nyne (Neane), FL (in England), 
Äufona. — Antona. — Auvona. 

Nyon, s. Neufs 2. 

Nyslott, St. (Festung im finn. Gouv. 
St. -Michels an der Seeenge des 
Seima), Ärx Nova. — Castrum 
Novum. 

Nystad, St. (Hafen im finn. Gouv. 

Abo-ßjömeborg, am Bottnischen 
Meerbusen), Nystadium. 
Nysted, St. (Hafen auf der Südküste 
der dän. Insel Laaland), Neostadium. 



O. 



Ob (Oby), Fl. (Hauptstrom Westsibi- 
riens, entsteht südl. von Biisk an 
der russ.-chines. Grenze, durchströmt 
die Gouv. Tomsk und Tobolsk und 
mündet nach 43500 km in den 
Obischen Meerbusen des Nördl. Eis- 
meeres; sein Hauptnebenflufs ist der 
Irtysch), Ohius. — Caramimcis. 

Ober-Andalusien, s. Granada. 

Oberbenthen, s. Beuthen 1. 

Oberdraburgr, Mktfl. (in Unterkämten), 
Dravohurgum. 

Obere Grafsehaft Eatzenellnbogren, 

Grafschaft (alte deutsche, umfafste 
einen Teil der Bergsti'afse, des Oden- 



waldes und des Bannforstes zu Drei- 
eich) , Comitatus Cattimelibocensis 
Swperior. 

Ober-Gesteleh, Dorf (im schweizer 
Kanton WaUis), CasteUio Superior. 

Ober-GIograu, St. (Kr. Neustadt in 
Ober -Schlesien, EB. Oppelii, Prov. 
Schlesien, an der Hotzenplotz), Glo- 
gavia Minor. 

Oberhalbstein (roman. Vai-ßursefs), 
Alpenthal (8 St. lang, im schweizer 
Kanton Graubünden, beginnt am 
Septimer und Jülier, .wird vom Ober- 
halbsteiner Khein durchflössen und 
mündet bei Tiefenkasten in das Thal 
der Albula; durch das Thal fühi't 



449 



Oberkireh 



Oder 



450 



über den Maloyapafs die Straföe von 
Chur nach Sondrio), Impatis Mi- 
nisterium, — Supra Scucum, 

Oberkireh, St. (bad. Kr. Offenburg, 
an der Eench im Scbwarzwald), 
H'iffoergraecia, 

Obennarehthal, Dorf (Obera: Ehingen, 
württ. Donaukreis, mit ehem. be- 
rühmter, 1171 vom Pfalzgrafen Hugo 
von Tübingen gegründeten Prämon- 
stratenserabtei), MartiUa, 

Obemhelm, Dorf (Obera. Spaichingen, 
württ. Schwarzwaldkreis) , Gavio- 
dürum. — Gaviodörum, 

Oberrbein, s. Rhein. 

Obersee, 1. s. Bodensee. 

S. (engl. Lake Superior, bedeuten- 
der Binnensee zwischen den Ver- 
einigten Staaten und den Britischen 
Besitzungen in Nordamerika, nimmt 
220 Müsse auf und fliefst durch den 
St. Marysflufö in den Huronsee), 
Locus Superior, 

Oberwesel, St. (Kr. Sankt Goar, RB. 
Koblenz, Rheinprovinz, am Rhein; 
im Mittelalter Reichsstadt), Fi cell a. 
— Vesdlia Swperior, 

Oberyssel (Overyssel), Provinz (in den 
Niederlanden; Hptst. Zwolle), Fro- 
vincia Transisaläna, — Trcms- 
isalanea. 

Oberzell (Hafnerzeil), Kloster (ehem. 
Prämonstratenserkl. im bayr. RB. 
Unterfranken, beim Mktfl. Zell am 
Main; das. auch das ehem. Nonnen- 
kloster Unterzell), Cdla Dd Suiperior. 

Obre, St. (Hafen in Spanien), Ebwra. 

Oeana, St. (in der span. Prov. Toledo), 
Olcania. 

Oehrida (Achrida), 1. St. (in Türk.- 
Albanien , griech. Erzbischofssitz), 
Lychntdus (Av^vidog), — Achrida 

d« See (ebds., am nördl. Ende 

Saalfold, Geograph. Handbüchlein. 



liegt 1), Lacus Lychntdus 
CH Avxvi.66g), — Lychnltis {Av^vl 
tiq). — Locus Lychnidensis, 

Oehsenfart, St. (Bezirksa., bayr. RB. 
Unterfranken, am Main, ehem. Kapu- 
zinerkloster) , . Bosphörus, — 
Ox<mum, — Oxonium, — Ochsen- 
fu/rtum, 

Oebula, St. auf Sicilien, in der Nähe 
von Yizzini), Echetla C^frAa). 
Einw.: Echetlienses, 

Oeker, s. Oker. 

OcrÄ (Ocrest, Hautcrest), Kloster (in 
der Schweiz), Alta Crista, 

Oezakow (Kidock), St. (mit Ruinen 
bei Stomagil im russ. Gouv. Cherson, 
am "Westende des liman des Dnjepr, 
befest. Hafen, bis 1788 wichtige 
türk. Festung), OJbia Borysthenis 
COXßla BoQvaS'evlq), — Axiäce. 
— Odessus, — Ordessus, — Or- 
dssus, 

Odense, St. (Hptst der dän. Insel imd 
des Stiftes Fünen, mit dem Odense- 
flord durch einen Kanal verbunden, 
Sitz des Stiftsamtmanns und eines 
Bischofs), Ottonia, 

Odenwald, Grebirge (im Oberrheini- 
schen Gebirgssystem , auf der Ost- 
seite der Oberrheinischen Tiefebene, 
vorzugsweise zwischen Neckar und 
Main und im Groisherzogtum Hessen, 
dann auch in Baden und Bayern, 
75 km lang und 30 — 50 km breit, 
zerfällt in 2 Teile; der westliche, 
besteht aus Gneis, Granit, Syenit, 
GranuKt, Felsitporphyr, aus Rot- 
liegendem u. s. w.; der östliche ist 
aus Buntsandstein zusammengesetzt 
und viel einförmiger als jener. Die 
Hauptflüsse: Mudau, Mümling und 
Gersprenz gehen zum Main), Silva 
Ottonia, — Silva Ottonica. — 
Silva Ottenica, 

Oder, Fl. (einer von den 7 Haupt- 

15 



4Ö1 Oderhelyer Stuhl 



OstergrVtland 



452 



atröiuen des Deutschen Keichs, ge- 
hört mit seinem ganzen schiffbaren 
Lauf [von Ratibor bis Swinemünde 
741 km] zu Deutschland. Die 0. 
entspringt auf dem Odergebirge in 
Mähren, 22 km östl. von Olmütz, 
tritt unterhalb Odrau bei Oderberg 
aus Ostreich und durchströmt dann 
die Provinzen Schlesien, Branden- 
burg und Pommern und mündet in 
das Pommersche Haff, aus welchem, 
die beiden Inseln Usedom und WoUin 
einschliefsend, 3 Arme zur Ostsee 
führen: die Peene im W., 44 km 
lang ; die Swine in der Mitte, 20 km 
lang; die Dievenow im 0., 35 km 
lang ; bedeutendster Nbfl. : die Warthe 
mit der Netze), Viadrus, — Odera-. 

Oderhelyer Stuhl (in Siebenbürgen), 
Sedes üdvarhdyensis. 

Oderzo, St. (in der oberital. Provinz 
Treviso, am Monticano), Opitergivm. 
Adj.: Opitergln'us, -a, -wm. 

Odl61, Fl. (in der span. Prov. Huelva, 
mündet bei Huelva in den Atlan- 
tischen Ocean), Ltixia. 

OdllienherfTy Berggipfel (der Yogesen, 
im Elsafs; auf demselben das Odüien- 
kloster oder Hohenburg, an seinem 
Fufs Niedermünster, zwei Klöster zu 
Anfang des 8. Jhdts. von dem Ale- 
mannenherzog Ethico I. zu Ehren 
seiner Tochter Odilia, der Schutz- 
patronin des Elsafs, angelegt), Hoin- 
borchum. 

Odomeh, Fl. (Nbfl. des Tigris), Phys- 
cus {^vaxoq). — Adiabas. 

Ödenhurg, St. (Hptst. des gleichnam. 
Ungar. Komitats, unweit des Neu- 
siedlersees), Sempronium. — So- 
pronium. 

Adj.: Soproniensis, -e. 

ÖhrlDgren, St. (Oberamt, württ. Jagst- 
kreis, an der Ohm, einem 1. Zuflufs 
des Kophers, welcher im Mainhardter 



Wald entspringt und bei Ohmberg 
mündet), Aurifi/na, 

Öland, Insel (zum schwed. Län Kahnai* 
gehörig, an der Ostküste des södl- 
Schweden, von dieser durch den 
kaum 9 km breiten 01andsund oder 
Kalmarsund getrennt; einzige St.: 
ßorgholm), Olandia, 

Ölberg:, Berg (etwa V4 St. nö. von 
Jerusalem, benannt nach seinen Öl- 
pflanzungen). Oliv ar um Mons. — 
Olearum Mons. — OlivSti Mom, — 
Elaeon {^kcciwv). 

Öls, St. (Kreisst., RB. Breslau, Prov. 
Schlesien, an der Ölse, Hauptort des 
Mediatfürstentums Ö., zu dem der 
gröfste Teil des Kreises Ö. sowie 
die Städte Stroppen, Trebnitz, Medzi- 
bor und Konstadt gehören, jetzt dem 
Herzog von Braunschweig gehörig), 
Olsna. — Olsina, — Olsena, 
Adj.: Olsnensis, -e. 
Olsinensis, -e. 

Ölsnltz im Yogrtland, St. (Amts- 
hptmannsch., sächs. Kreish. Zwickau, 
im Erzgebirge, am Einflufe der Öls- 
nitz in die Weifse Elster), Olsnüivm. 

Örehro, St. (Hptst. und Hafen des 
schwed. Ö.-Län in der Landschaft 
Nerike, unweit der Mündung der 
Svart-Elf in den Hjelmarsee), Orebroa. 

Ösch (Öschenbach oder Chäteau d'Öx), 
Kreisort (im schweizer Kanton Waadt, 
an der Saane), Castiodvm. — Castio- 
äünu/m, 

Ösel, Insel (russ., zum Gouv. Livland 
gehörig, am Eingang des Rigaischen 
Meerbusens, der Insel Dago gegen- 
über; Hptst.: Axensburg), Osericta. 
— Osilia. — Latris. 

östergOtland, Landschaft (in Schwe- 
den, Hptst. von Linköping-Län ist 
linköping am Südende des Roxen- 
sees), Ostrogotia, — Gotia Orien- 
tdlis. 



463 



Ostreich 



Oka 



434 



Ofitreieb, 1« Eaisertxim (seit 14. Nov. 
1868 offiziell „Östreicli.-iingar. Mon- 
archie", dem Umfang nach der zweit- 
gröfste Staat Europas, besteht seit 
1867 aus 2, nur durch die Einheit 
der Dynastie und einige gemeinsame 
Institutionen verbundenen Länder- 
gruppen: 1. Cisleithanien — die im 
Keichsrat vertretenen deutsch -slav. 
Xronländer diesseits der Leitha: 
Nieder- und Oberöstreich, Salzburg, 
Steiermark, Kärnten, Krain, litorale, 
Tirol, Böhmen, Mähren, Schlesien, 
Galizien, Bukowina, Dalmatien; 
2. Transleithanien — die Länder der 
imgarischen Krone: Ungarn, Sieben- 
bürgen, Kroatien, Slavonien, Militär- 
grenze), Austria, 

Bew. ^ Austri, 

Adj.: Austriäcus, -a, -um. 
Austnus, -a, -um, 

2m Erzherzogtum (der JCem der 
östr. -Ungar. Monarchie, fast durch- 
gehends deutschen Stammes, zerfällt 
in die beiden Kronländer: 1. Erzhzgt. 
Ö. unter der Enns oder Niederöst- 
reich, von der Donau [nrit Enns, 
March, Leitha] durchflössen, Hptst. : 
Wien; und 2. Erzhzgt. Ö. ob der 
Enns oder Oberöstreich, von der 
Donau [mit Lm, Traun und Enns 
bewässert, Hptst.: Linz), Austriae 
ArchiÖMcatus. 

Ota, Gebirgskette (auch Kumayta oder 
Katavothra genannt, an der Nord- 
grenze Griechenlands, Livadien und 
Thessahen scheidend), Oeta, — Oete 
{Oizrj). 

Adj.: Oetaeus (Oeteus)^ -a, -«w 
(OiTaZog), 

Ottingren, St. (im bayr. RB. Schwaben, 
Bezirksa. Nördlingen, an der "Wör- 
nitz, Eesidenz der Grafen von 0.- 
Spielberg), Ottinium, — Ottinga. 
Ottinga Vetus. — Losodica. 



Of, M. (im alten Pontus), Ophis 
CO<ptg). — Opius CO<piovg). 

OfantO) M. (in Unteritalien, entspr. in 
der ital. Prov. Principato citeriore 
und mündet nach 105 km nö. von 
Barletta in das Adriat. Meer), Auf Mus. 

Ofen (ungar. Buda), St. (kgl. Freistadt 
und Hptst. des Königreichs Ungarn, 
am rechten Ufer der Donau, gegen- 
über von Pesth [Kettenbrücke] ; be- 
deutende Festung), Buda. 
Adj.: Budensis, -e. 

Ofena, St. (in Italien, unweit vom 
Adriat. Meer), Auftnum. — Aufina. 
Einw. : Aufinätes Cismontani. 

Ogrliastro, Sf. (auf der Insel Korsika), 
Luquido, -dnis. 

Ogrlio, Fl. (Nbfl. des Po in der Lom- 
bardei, entspr. an der Grenze von 
Tirol am Monte Gavia, bildet den 
Iseosee und mündet nach 187 km 
oberhalb Borgoforte), Olea. — Ollius. 

Ohlau, St. (Kreisst., EB. Breslau, 
Prov. Schlesien, an der Oder und 
Ohlau), Olavia. 

Ohm, Fl. (gröfster Zuflufs der Lahn, 
entspr. auf dem Vogelsberg, empfängt 
die Wohra vom Hainaischen Gebirge 
und mündet 1. bei Kölbe), Amana. 

Oiarso, Mktfl. (in Spanien), Easo. — 
Olarso. — Oeaso. 

Oise, Fl. (Nbfl. der Seine in Frank- 
reich, entspr. auf den Ardennen süd- 
westl. von der belg. St. Chimay und 
mündet nach 262 km bei Conflans 
St.-Honorine; das nach dem Fl. be- 
nannte D^. 0. im nördl. Frankreich 
zerfällt in 4 Arrondissements : Beau- 
vais, Clermont, Compiegne, Senlis 
und hat Beauvais zur Hptst.), Esia. 
Aesia. — Oesia. 

Oisemont, Mrktfl. (in Frankreich), 
Avinuyns. 

Ofta, FL (in Bufsland, entspr. auf der 

15* 



455 



Olwr 



Ontftrio 



456 



Grenze der Gouv. Kursk und Orel, 
wird bei EaLuga schiffbar und mün- 
det nacb 1360 km bei Nischng- 
Nowgorod in die Wolga), Aucensis 
Fitmus, 

Oker, FL (l. Nbfl. der Aller in Han- 
nover und Braunschweig, entspringt 
am Okerkopf im Oberharz, strömt 
durch ein gro&artiges Harzthal, aus 
dem sie bei Oker tritt, nimmt r. die 
Eker, Ilse und Schunter, 1. die Gose 
und Warme auf und mündet bei 
Müden; Länge 105 km), Onacrus. 

— Ok^a, 

Old-Aberdeen, s. Aberdeen. 

Old-Carlisle, s. Wigton. 

Oldenbnrgr, St. (Hptst. des gleichnam. 
Groföherzogtums, an der Hunte und 
am Ausgang des Ems-Hxmte-Kanals), 
Oldenhurgum. — Branesia. 

Oldenzaal (Oldensael), St (in der 
niederländ. Prov. Over-Yssel), Scilia 
Vetus. 

Old-Penrlth, s.Penrith. 

Old-Samm (Old-Sahsbury), St. (in 
England), Sorbiodüfmm. 

Ol^ron, 1. Insel (an der Westküste 
von Frankreich, im Meerbusen von 
Biscaya vor der Mündung der Cha- 
rente, gehört zum Dep. Niedercha- 
rente; zwei Städte: Chateau-d'Oleron 
und St.-Pierre-d'01eron), Uliarus. 

— Olarion, -^inis. 

S* Si (auch Oloron, im frz. Dep. 
Niederpyrenäen, an der Gave d'O.), 
JElarüna, — BurOy -onis, — 
JEloro, -onis, — Leronemium Civitas, 

Olite^ St. (in Spanien), Olitum, — 
Olo0ts. 

011?a, 1. Mktfl. (Landkr. und KB. 
Danzig, Prov. Westpreufsen , 3 km 
von der Ostsee, 8 km nordwestl. von 
Danzig; ehem. Cästercienser-Mönchs- 
kloster von 1170), Oliva, 
S« St, (in der span. Prov. Valencia, 



unweit des Mittelmeers), Ohila. — 
Ad Status. 

Oliyeiiza, St. (in der span. Prov. Bada- 
joz, Grenzfestung gegen Portugal), 
Oliventia, — Evandria. 

Olmlltz (slav. Holumauc), St. (starke 
Festung in Mähren , auf einer Insel 
der March, Hptst des gleichnam. 
Kreises), Ehurum, — Olmucium, 
— Olmutium. — ölmy/nda. — 
Vologradum, 

Olola, St (in Spanien), Farvwm Scmctae 
Eulcdiae. 

Olonne, Sables d% s. Sables d'Olonne. 

Olten^ St (Amtssitz im schweizer Kan- 
ton Solothum, an der Aar), OUta. 

Ombrone, FL (in der ital. Prov. Tosr 
cana, kommt von den Apenninen 
ösÜ. von Siena und mündet nach 
185 km in das Mittelländische Meer), 
ümbro, -önts. 

Omegna, Mktfl. (in Piemont), Eume- 
nia, — Omenta, 

Omer, St. — 9 s. St. Omer. 

Omise^ St. (in Oberitalien), Almis- 
8 um. — DoHmisswm, 

OmmelandeDy Landschaft; (in der hol- 
länd. Prov. Groeningen), TradtiS 
Adiacens, 

Ommirabi (Omarba), FL (in Marokko), 
Anatis, — Cusa. 

Onda, St. (in Spanien), Oronda. 

Onesrlia, St. (in der ital. Prov. Porto 
Maurizio, an der Mündung des Lnpero 
in den Golf von Genua), Onelia, — 
Onilia, — ünelia. 

Onolzbaeb, s. Ansbach. 

Onor, Meerbusen von — (eine der Nil- 
mündungen), P^ettdostomus {^Fsvöo- 
azofjiog). 

Ontario, See (der unterste der 5 grofsen 
kanadischen Seen, empfUngt mittelst 
des Niagara sein Wasser aus dem 



457 



Ontlar 



Orchimont 



458 



Eriesee und giefst es unter dem 
Namen des Lorenzstromes wieder 
ans), AndicUirocits, 
Ontiar, M. (in Spanien), Unda. 

Oostergro, Landschaffc (in Friesland), 

Pagus Ortentälis, 
OpatoTacz, St. (in Ungarn), Camacum. 
Oph, St (der Kissier im Pontus Cappa- 

docicus), Opius COniovg, 'Ovvrog). 

Opino, St. (auf der Insel Korsika), 
Oplfmm, 

Oporto (oder Porto) , St. (Hptst. der 
portug. Prov. Entre-Minho-e-Douro 
und eines Distriktes derselben r. am 
Douro, unweit seiner Mündung in 
den Atlant. Ocean; gegenüber Villa 
Nova de Porto oder de Gaya), Par- 
tus Cale. — Partus CoHis. — Par- 
tus Calensis. — Cale. 

Oppeln, St. (Kr. und RB., Provinz 
Schlesien, an der Oder), Oppölia. 

Oppenheim, St. (Kreisst., bess. Prov. 
Rheinhessen, 1. unweit des Rheins; 
römischen Ursprungs, im Mittelalter 
wichtige Reichsstadt), Bancona. — 
Bcmconica, — Buffiana. 

Oppido, St. (Bischofssitz in der near 
politan. Prov. Calabria ulteriore I.), 
Oppidum. 

Oran, St. (befest. Hptst. der gleichnam. 
westl. Prov. der frz. Kolonie Algier, 
im Hintergrunde des Golfs von 0., 
am Mittelländischen Meer; zwei 
Häfen), Partus Deorum, — Pw- 
tus magnus. 

Orange, !• Füi-stentum (Oranien, ehe- 
mal., im jetzigen frz. Dep. Vaucluse), 
Principatus Ärausionensis. 

2m St. (im frz. Dep. Vaucluse, 
früher Hauptort des Fürstentums 
Oramen) , Arausio, -onts. — 
Arausio Seamdcmorum Cölonia, — 
Oivitas Arausicorum» — Arausica. 
Ac^.: Ärausionensis, -e. 
Aratisiensis, -e. 



Oranienlrnnr, St. (Kr. Niederbamim, 
RB. Potsdam, Prov. Brandenburg, 
an der Havel), Arausionis Ca- 
strum, — Castrum Arattsionense. 

Oranienstein, Schleis (auf einem Felsen 
an der Lahn, unmittelbar bei Diez, 
Kr. Unterlahn, RB. Wiesbaden, Prov. 
Hessen-Nassau ; jetzt Kadettenanstalt), 
Saxum Arausionense, 

Orawa (Arva), St. (in Ungarn), Arva, 

Orawaer (Arvaer) €respannseliaft 

(im nordwestl. Ungarn), Comitatus 
Arvensis. 

Orbais, Kloster (in Frankreich), Or- 
hatium. 

Orbaiseher Stulil, Gerichtsbezirk (in 
Ungarn), Sedes Orba^censis. 

Orbe, 1. Fl. (in Frankreich und der 
Schweiz, entsteht aus demkl.Rousses- 
see im frz. Dep. Jura, dringt in den 
schweizer Kanton "Waadt und mün- 
det in den Neuenburgersee. In ihrem 
untern Lauf heifst die 0. Zihl oder 
Thiele), Oröbis, 

2. St. (am 1. Ufer der Orbe im 
schweizer Kanton Waadt, auch Or- 
bach oder Urbach gen.), ürhi- 
g^num. — ürba. — Orba. 

Adj.: Urbighius, -a, -um. 

3« Landschaft (im schweizer Kan- 
ton Waadt), Tractics Verbigenus, 

Orbitello, St. (befest. Hafen in der 
ital. Prov. Grosseto in Toscana, 
nördl. am Monte Argentaro), Cosa. 
— Cossa, 

Orbo, Fl. (auf der Insel Korsika), 
So/cer, 

Oreades NouTelles (Powell), Insel- 
gruppe (im Archipel von Neuschott- 
land), Oreades Australes, 

Orehies, St (in Frankreich), Orche- 
sium. — Origiacum, 

Orehimont, Landstrich im alten Hzgt. 
Luxemburg), ürsimontium. 



459 



Oreo 



Ormiis 



460 



Oreo, L' — , M. (in Oberitalien), 
Morgus. 

OrdoBft) St. (in der Prov. Neapel), 
Herdonia. 

OrdiuA) St. (in der span. ProY. Bilbao), 
Dardama, 

Orense (Caldas d'— ), St. (Hptst. der 
gleichnam. Prov. im ehemal. span. 
Kgr. Galicien, amMillo; Bischofssitz 
und Bad), Origines. — Amphii' 
ochia. — Aqime Calidae Cüinorum, 

— Äuria. — Aqucte Celeniae. — 
Äquae CiUnae. 

Oreos, St. (im Norden der Insel Negro- 
ponte), Hestiaea CEoxlaia). — 
Istiaea Clor lata). — Orews (^£iQe6q\ 

— Taiantia {TaXavxia). 

Einw.: Istiaeenses. — Ontae 

( ^^QSLTaL). 

Orfa (ürfa), St. (im asiat.-türk. Ejalet 
Eakka, bei den Arabern Boha), 
Edessa {TESsaaa). — Edesa. — 
Calirrhoe (KaXXtQgoTi), — lustino- 
polis. 

Orföno, St. (Hafen im türk. Ejalet 
Salonichi, im alten Macedonien), 
Phagres, -Btts (^dyQtjg, ^xog). — 
Pha^e. 
Adj.: Phagresius, -a, -wm 
(^ay^ijaioq). 
Phagresaeus, -a, -vm (^a- 
yQTiaaioq)^ 
Orgraz, St. (in Neukastilien in Spanien), 

Althaea (jik^ccla), — Carteia. 
Orge, Fl. (in Frankreich), ürgia, 

jOria, St. (Bischofssitz in der neapoHt. 
Prov. Otranto), üria (Ov^la). — 
Hyria CYqIcc). 
Einw.: Uritäni. — Hyt^i. 

Orient (Orienz), s. Airolo. 

Orient) L' — , s. Port Louis. 

Orihuela, St. (Bischofssitz in der span. 
Prov. Alicante, am Segura), OreHis. 
— OrciUs, ^ OriÖla. — Bigastrtmi, 



Orlstäno (Oristagni), 1. St. Hauptort 
eines Bezirkes in der Prov. Caghari 
auf Sardinien, Erzbischofesitz an der 
Mündung des Tirso), Arbor^a. —^ 
Oristanmn, — Oristana. — Othoca. 
2. Fl. (auf Sardinien, auch Tirso 
genannt), Thyrsus {ßvgaoq), — 
Thorsus {BoQOoq), 

Orkney -Inseln (Orkaden, engl Ork- 
neys), Inselgruppe (an der nördl. 

. Spitze von Schottland, durch die 
Pentlandstrafse vom Festlande ge- 
schieden; 77 Inseln, davon 29 be- 
wohnt, bilden mit den Shetlandinsehi 
eine Stewartry oder Yogtei und ge- ' 
hören der schottischen Familie Dun- 
das. Hauptinsel Mainländ [Pomona], 
Hptst. : Kirkwall), Orcades {^OQxdöeq 
ai Nrjaoi). 

Orla, Fl. 1. (r. Zuflufs der Saale in 
Thüringen, mündet unterhalb Orla- 
münde), Orila. 

2. (r. Zuflufs der Weida in Posen 
und Schlesien), Orla, 

Orl^annais, Landschaft (im frz. Bep. 
Loiret, um Orleans herum), Ager 
Aurelianensis, 

Orleans, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Loiret, an der Loire, im ehemal. 
Orleannais; Bischofssitz. Auf der 
Place-du-Martroy steht das Standbild 
der Joanne d'Arc), Aurelia. — 
Aif/reliS^um. — Urbs Aif/relianet%sis. 
— At4/relianorum Civitas. — Cenä- 
bmn. — Genäbum. — Genabum 
Comütum. 
Einw.: Genabemes, 
Adj.: Aurelianensis^ 
Genabensis. -e, 

Orm^a, St. (in der oberital. Prov. 
Mondo^i in Piemont, am Tanaro), 
ülmBta. — ülmBtum. 

Ormonts, Mktfl. (im schweizer Kanton 
Bern), Aurimontanum, — Ursi- 
monta/num. 

Ormus, s. Hormus. 



461 



Oriie 



Osseygr 



462 



Oiney FL (im nördl. Frankreich, ent- 
springt in dem nach ihm benannten 
Departement, östi. von Seez, mräadet 
nach 142 km in den £!anal; das Dep. 
Ome, gebüdet aus dem ehem. Hzgt. 
Alen9on in der Normandie mid der 
Landschaft Perche, zeifällt in die 
4 Arrondissements Alen9on, Argentan, 
Domfront, Mortagne ; Hptst. : Alen^on), 
Olina, — Awiiäna, 

Oro, s. Oreo. 

Orosehnk, s. Eustschuk. 

Orsera, Hafenort (in Istrien, an der 
Mündung des Lamo ins Adriatische 
Meer), Ursaria. 
Einw.: Ursarienses. 

Orsowa, Festung (Name von 2 einander 
gegenüberliegenden Festungen am 
Eisernen Thore der Donau: Neu-0. 
im Kgr. Serbien, Distr. Passarowicz; 
Alt-0., östr., im Eomanen-Banater 
Militärgrenzregimentsbezirk, Haupt- 
station der DonaudampfschifPahrt), 
Clodova. — Orsova. 

Ort (Orth), Mktfl. (im östr. Kreis 
TJAtermanhartsberg, an der Donau), 
Orta. 

Orta (Herta), St. (in der piemont. Prov. 
Novara, am Ortasee, mit dem Mino- 
ritenkloster Sacro - Monte), Ho rta, 

— Hortae. — Ortae. — Horti, — 
Orti. — Hortanwm. 

Adj.: HortMuSf -a, -um. 

, Lag'O d' — 9 See (in der piemont. 

Prov. Novara), Lacus Hortänus. 

— Locus Ourius. 

Ortenauy Landschaft (badisch, in 
Schwaben, zwischen Ehein und 
Schwarzwald, in welcher Ostreich 
die Landvogtei 0. mit der Hptst. 
Ortenberg besafs), Mortingia. — 
Mortinhauga, — Mordinavia. 

Orth, s. Ort. 

Ortiidz (Orthes), St. (im frz. Dep. Nieder- 
pyrenäen), Horthesiwm, 



Ortöna (a mare), St. (Bischoifäsitz in 
der neapolit. Prov. Abruzzo citeriore, 
am Adriatischen Meere), Ort o na 
Maris. — Ortonium. — Orion, 
-Dnis. 

Orri^to, St. (Hptst. eines Bezirks in 
der itaL Prov, Umbrien, früher der 
gleichnam. Delegation des ehemal. 
Kirchenstaates; Bischofssitz), Her- 
banum. — Urbs Vetus. — Orni- 

tum. .— OrviBtum. — Oropitum. 

ürbevetum. 

Oschatz 9 St. (Amtshauptma^nschaft, 
Sachs. Kreish. Leipzig, in fruchtbarer 
Gegend an der Döllnitz), Ossitium. 

Osero, !• Insel (bei Dalmatien), 
Äpsörus OixpOQQog oder jitifwQoq). 
— Äbsöriis. — Ausoriensis Insula. 

8. St. (auf 1), Civitas Auso- 
riensis. — Apsor{r)us. — Ab- 
sor(r)us. 

3* Osero und Cherso (zwei durch 
eine Brücke verbundene Inseln im 
östreichischen Dalmatien), Absyr- 
tides Insulae {kxpvQzldeg cci 
N^aoi). — Absyi'tis, -idis. — Ab- 
syrtium. 

Osilo, St. (auf der Insel Sardinien), 
JEricinum. 

Osimo, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Ancona) , Auximum. — 
Aiucümvm. — Ausimimi. 
Einw.: Auximätes. 

Osma, St. (Bischofssitz in der span. 
Prov. Soria, am Ucaro, dabei die 
Stadt Burgo de Osma), Uxäma. 

Osnabrllek, St. (Kreisst. und Land- 
drostei, Pi'ov. Hannover, an der 
Haase), Ansibarium* — Osnor 
brüga. — Osnahracum. — Ossen- 
brüga. — Ossenburgium. 
Adj.: Osnabrugensis, -e. 

Ossegrr (Ossegk oder Osek), Dorf (ud. 
böhm. Kr. Saaz, Bez. Dux, 5 St. von 
Teplitz, an; Fufse des Erzgebirges^ 



463 Ofslaniselier IHstrikt 



Ostsee 



464 



mit berühmtem Cisterdenseistift imd 
schöner Klosterkirche), Osseca. — 
Ossscum, — Momistermm Osseanse, 

Orslaaiseher Distrikt (in Ungarn), 
Processus Oszlanensis, 

Ossopo, Mktfl. (in Oberitalien), Osopo, 

Ossnna (Osnna), St. (in der span. Prov. 
Sevilla), Genua ürsorum. — 
Civitas Ursonensium. — Ursao, 
"Onis. — ürso, -onts. 

Ost-Angreln, £ömgr. (ehem. in Eng- 
land), Anglia Orientdlis. 

Ost-Botnien, Landschaft (mittelalter- 
liche Bezeichnung für die östL Küsten- 
länder des Bottnischen Meerbusens), 
Botnia OrientcUis. 

Oste, FL (1. Nbfl. der Elbe in Han- 
nover, entspr. bei Tostedt am Nord- 
rand der Lüneburger Heide, empfängt 
1. die Aue und mündet 180 m breit 
in die Eibmündung; Länge 145 km, 
schiffbar 78 km von der Einmündung 
des Oste-Hammekanals an. Dieser 
16 km lange Kanal verbindet die 
Oste bei Spreckens mit der Hamme 
bei Findorf, also das Elb- und Weser- 
gebiet), Hosta, — Osta, 

Osterbergr, Kloster (ehem. in West- 
falen), Mons Oriens. 

Osterliofen, St. (bayr. EB. Nieder- 
bayem, Bezirksa. Yilshofen, unweit 
der Donau, mit ehem. Benediktiner- 
kloster), Austravia, — Petreifise 
Oppidum, — Oppidum Praetense, 
— Castra Praetensta. — Osterhova. 

Osterland) Landschaft (im Mittelalter 
zunächst das östlich von der Saale 
gelegene Land, später die Ostmark, 
ztdetzt das Pleifsnerland mit dem 
Hauptort Altenburg. Gegenwärtig 
ist 0. die übliche Benennung für die 
östliche Hälfte oder den östlichen 
Kreis des Hzgts. Sachsen- Alt^nburg), 
Plaga Orientalis. — Äustrasia, 

Psterstedty Dorf (Kr. Eendsburg, 



Prov. Schleswig-Holstein), Stetmgia 
Ortentaiis. 

OstMesiand, s. Friesland 3. 

OstgOtaland (Ostgotland) , s. Öster- 
göüand. 

Ostgoten, Volksstamm (der Goten, als 
Greutungen abgetrennt gegen Ende 
des 4. Jhdts. n. Chr., erst durch den 
Dnjester geschieden, dann in Pan- 
nonien sefshaft; ihr Reich ward mit 
Tejas 556 in Italien vernichtet), 
Ostrogoti. 

Ostia, Städtchen (mit den Ruinen der 
alten Stadt im alten Latium, der 
ältesten Kolonie Roms, gegenüber 
dem Ausflufs des Tiber, 15 Miglien 
von Rom entfernt), Ostia. — Col(h 
nia Ostia. — Colonia Ostiensis. 

Ostiglia, Mktfl. (in der lombardischen 
Prov. Mantua, am Po), Hostilia. 
— Hostiglia. 

Ostindien, s. Indien 1. 

Ostmeath, s. Eastmeath. 

Ostrau, 1. M&hriseh- — , St (im 

mährischen Kreis Neutitschein, an 
der Ostrawitza), Ostrava Moravica. 
2* Ungrariseli- — , St. (im mäh- 
rischen Kreis Hradisch, an der 
March), Ostrava Himgarica. 

Ostreyand, Landschaft (im Hennegau), 
Äustreboitium. 

Ostsee (Baltisches Meer), Binnenmeer 
(zwischen Deutschland, Skandinavien 
und Ruüsland, im N. in den Bottn., 
Finn. und Rigaischen Meerbusen 
ausgehend, im W. durch das Katte- 
gat, den Gr. und Kl. Belt mit der 
Nordsee verbunden; über 250 Flüsse 
münden in die 0., die bedeutendsten : 
Oder, Weichsel, Pregel, Niemen, 
Dtina, Newa. Die südl. Küsten sind 
flach und sandig, die nördl. meist 
felsig, steil oder kHppig, doch hafen- 
reich), Marc Balticum. — Mare 
Suevicum. 



465 



Ostaiii 



Oyarzan 



466 



Ostuni, St. (in der ital. Prov. Terra 
d'Otranto, nalie dem Adriatischen 
Meer), Hosiunum, — Ostünum. 

Osana, s. Ossuna. 

Otranto, St. (Hafen in der südital. 
Prov. Terra-d'O. am gleichnam. Vor- 
gebirge nnd an der gleichnam., das 
Adriatische mit dem Ionischen Meer 
verbindenden Meerenge ; Erzbischofe- 
sitz) , Hydruntum CYöqovq, 
-ovvToq), — Hydrus, -imtis, — 
Odranttim. 
Adj.: Hydruntius, -a, -wm 
CYÖQOvvTiog). 
Hydrtmtmus, -a, -um. 

Otrieoli, St. (im ehem. Kirchenstaat), 

Otricölae. — Otricöhim, — Otri- 

culum. — ütriculum. — Ocrtculum. 

Einw.: Otricoläni, — Ocrico- 

läni. 
Adj.: Otricolänus, -a, -um. 
Ocricölünfius, -a, -um. 

Ottenbeuren, Kloster (in Bayern), 
Ottinpurra. — ÜUenbu/ra. 

Otterton, Mktfl. (in England), Othona. 

Oaehe, M. (im frz. Dep. Cote-d'Or, 
mündet bei St.-Jean-de-Losne in die 
Saone), Oscara. 

Onebe, Pays d' — , Landschaft (in der 
Normandie, Hptst. Evreux), Uttcen- 
sis Pagu^. 

Ondenaerde (Oudenaai-de), St. (befest., 
in der belg. Prov. Ostflandem, an 
der Scheide), Äldenarda. — Älde- 
nardum, 

Oudewater, St. (in dem nlederl. Bez. 
Kotterdam), Äquae Veter es. — 
Veteraquinum. 

Oa^Jeiu (Ougein, üggagini), Si (in 
Ostindien), Ozene CO}^ijvi^). 

Oued-el-Kebir (Wed-el-Kibbir), Fl. 
(in Numidien bei Constantine, dessen 
westhcher Arm: "Wed-el-Kummel), 
Ampsagas C'^/uttpayac). 



I Oaed ({uaham (Wadi Quaan oder 
i Ciniso), El. der Syrtenküste in Afrika), 
I Cinyps (Klvvtp oder KTvvtp). 

I Onessant, Insel (an der Westküste der 
I Bretagne, zum frz. Dep. Finistere 
' gehörig, 22 km von Brest), Uamüis. • 

Ouls (Oulx), Thal (und St. an der 
Grenze zwischen Frankreich und 
Savoyen), Vallis Ocelläna. — 
Oc^lum. — Ad Martern. ■:— Martis 
Statio. — Ultium. 

Ourique, St. (in der portug. Landsch. 
Alemtejo, Bez. Beja), Ulricum. 

Ouskoul, St. (in Eumelien), Scopi. 

— lustiniana. 

OusTola (Sousoughirli oder Kodscha), 
Fl. (in Troas, der in das Marmara- 
meer mündet), Grantcm (*0 TQ&VLXoq 
Jloxafidq). 

Oviedo, St. (Hptst. der span. Prov. 0. 
oder des ehemaligen Fürstentumes 
Asturien, unweit des Nora, Bischofs- 
sitz und Universität vom Jahre 1580), 
Lucus Astürum. — BrigBtum. 

— OvBtum. 
Adj.: Ovetänus, -a, -um. 

Owar, s. Altenburg 2. 

Oxford, St. (Hptst. der gleichnam. 
mittleren Grafschaft En^ands, welche 
von dem Isis und Cherwell und der 
aus ihrer Vereinigung entstandenen 
Themse und mehreren Kanälen, 
unter denen der Ozfordkanal der 
wichtigste ist, bewässert. 0. liegt 
an der Themse und ist Bischofssitz; 
die Universität ist die berühmteste 
in England, mit der grofsartigen 
Bodleyanischen Bibliothek), Oxonia. 

— Oxonium. — Ckdsna. 
Adj.: OxoniensiSy -e. 

Oyarzo, Dorf (bei Iran an der span.- 
franz. Grenze), Olarso. 

Oyarzan, St (im Norden von Spanien), 
Oeaso, 



467 



Oye 



Palais 



4:68 



Oye, Mktfl. (m Frankreich), Änseria. 

Oythc (Frisoyta), Dorf (Grhzgt. Olden- 
burg, Amt Vechta), Otta Frisica. 



Ozierl (auch Coguinas oder Teimo), 
Mufs (auf der Insel Sardinien), 
Temms, 



P. 



PacMno, Vorgebirge (und Stadt, sonst 
auch Capo Passaro gen., Südostspitze 
Siciliens), Pachynum(PrommUu>ritm) 
{ndxvvog), ^' 

Paehista, M. (bei Janina im südl. Al- 
banien), Seileis j -entis {UsXki^sig, 
' -evrog). 

Paehsn, s. Yarcusa. 
Pacy, St. (im frz. Dep. Eure), Padacutn. 

Paderborn, 1. St. (Kreisst., RB. Min- 
den, Prov. Westfalen, an der Pader, 
welche unter dem Dom in starken 
Quellen entspringt und bei Neuhaus 
nebst der Alme in die von da ab 
schiffbare lippe fliefst; P. entstand 
aus einem Lager Karls d. Gr.: 
Reichstag 777, Volksversammlung 
785), Paderborna. — Paderbwr- 
num. — Padrabrurma. — Teude- 
rium. 

Adj.: Paderhornensis, -e. 

2. Bistum (782 von Karl d. Gr. 
gestiftet, mit demselben wurde das 
von Bonifacius zu Fritzlar 741 ge- 
gründete vereinigt; der bedeutendste 
Bischof Meinwerk 1009—1035. 1807 
fiel . das säkularisierte Bistum an 
Preufsen, 1815 abermals, nachdem es 
1807 — 13 zum Kgr. Westfalen ge- 
hört hatte), Fontes Paderae, — 
Fontes Baderae. 

PadoTa, s. Padua. 

Padron, El — , St. (in Spanien), Iria 
Flavia. 
Adj.: Iriensis, -e. 

Padaa (ital. Padova), St. (Hptst. der 
gleichnam. oberital. Prov. in Vene- 



tien, am Bacchiglione; Universität 
1288 gestiftet), Patavium. 
Adj.: Patamnus, -a, -ww. 

Pagrlia, Fl. (in der ital. Landsch. Tos- 
cana), Pahlia. — PaXlia. 

Pagro, Insel (Dalmat., zum Kreis Zara 
gehörig, im Quamero-Archipel, mit 
gleichnam. Hauptort und Hafen), 
Pagus. 

Pahl, Dorf (in Ostreich), Puhila. 

PalSobuni (türk. Sagora), Gebirge (in 
Griechenland, im alten Böotien), 
Helicon C^Uxdv, -wvog). 

Paläo Gastro, s. Butrinto. 

Paläo-Ghitro, St. (auf der Insel 
Cypem), Chytri (Xvxqoi), — 
Chytrus {XvxQoq). — Chitrus. 

Paläo-Chori, St. (in der europ. Tür- 
kei, im alten Macedonien), Apollonia 
{ÄTtoXkcovla), 

Paläopoli, 1. Ruinen (auf der griech. 
Halbinsel Morea, im alten Ai'kadien), 
Mcmtinea {MavxivsLa), 

Einw. : Mantineenses. 

d« Ruinen (bei Gastuni, im "Westen 
von Morea), Flis, -is und -^idis 
Cmig, "HXiöog). 

Paläopolis (Pasabos), St. (auf der 
Küste von Morea, zwischen Kap 
Malia di San Angelo und Kap Mata- 
pan), Gytheum (Fvd'Siov). — 
GytMum» 

Palagronia, St. (in der Prov. Catania 
auf Sicilien), Palice (IldXixi^), 
Einw.: Paltcsni (IlccXixrjvoi)' 
Palais, Le, St. (befest. Haupt- und 



469 



Palais 



Paa 



470 



Hafeost. auf der &z. Insel Belle- 
Isle), Falcdium. 

Palais, St. — , s. St. Palais. 

Palaiseau, St. (im frz. Dep. Seine-et- 
Oise), PaiaJtiölvim, 

Palamita, St. (auf der Nordküste yoli 
Sicilien), Parih&fdmm {na^d^svixiv). 

Palatia (Falatscha), Dorf (in Anadoli, 
im Altertum blühende Handelsst. in 
Karien), Müetm (M/A^/rog). 

Palatizza (Falatisia), Buinen (bei 
Alaklisi in der europ. Türkei), Pella 
(nikXa). — JBtmomus (Bovvofioq). 
— Bunontsa {Bowof^eiix). 

Palatslia (Paüatia), Ruinen (in Anadoli, 
im alten Karien), Myus, -untis 

(Mvovg), 
Einw. : Myusii (Mvovaioi). 

Palazzo, Mktfl. (in der ital. Prov. Basi- 
licata), Fcäatiwm. 

Palazzo-Adriano, Mktfl. (in der sicil. 
Prov. Palermo), Podatimn Ädriani. 

Palazz61o, St. (in der sicil. Prov. Note), 
Palatiölum, 

Paleneia, St. (Hptst. der gleichnam. 
span. Prov. in Altkastilien, Bischofs- 
sitz am Carrion), Palantia. — 
PaUantia. 
Einw.: Pallantmt. 

Paleo- etc., s. Paläo etc. 

Palermo, St, (Hptst. der Insel Sicilien 
und der Prov. P., an der Nordküste), 
Panormus {TlavoQfxoq), — Pan- 
hormus. — Colonia Augusta Pan- 
hormitanorum, — Civitas Panar- 
mitäna, 

Palestrina, St. (Bischofssitz im ehe- 
mal. Kirchenstaat, 37 km von Rom), 
Praeneste, -is. 
Adj.: Praenestlnus, -a, -um. 

Pali-KoU (PaUen), St. (im ostindi- 
schen Radschputenstaat Dschaudpur), 
Palura (JlalovQa), 



Palisse, La — , St. (im frz. Dep. Allier, 
an der Bebre), Palacia. 

Palma, 1* Insel (eine der Kanarien, 
Hptst. Santa-Cruz-de-la-P.) , luno- 
ni a, — Ombrio, — Ombrion, 'Onis. 

— Ca/praria, 

«. St (vollst.: Ciudad-de-las-Pal- 
mas, Hptst. imd bed. Soest, der span. 
Insel Mailorca und der Prov. Palma 
das.), Palma, 

Palma del Bio, La — , St (in der span. 
Prov. Huelva, an derStrafse nach Se- 
villa), Decuma. 

Palmaröla, Insel (die westhchste der 
Ponzischen Inseln im Tyrrhenischen 
Meer), Palmaria, 

Palmosa, s. Patmo. 

Palo, Dorf (im Gebiet von Rom, südl. 
von Civitavecchia) , AI ist um. — 
Alsium. 

Palos, St. (Hafen in der span. Prov. 
Huelva, von wo aus 1492 Kolumbus 
seine erste Entdeckungsreise antrat), 
Palus Eneph. 

Palade Pontine, s. Pontinische Sümpfe. 

Pambuk-Kalessi, St (in Syrien, am 
Euphrat), Hierapolis Clsg(X7io?,ig). 

— Bambyca (Bafjißvxri). 

Pamiers, St. (Bischofssitz im frz. Dep. 
Ariege, am Axiege), Apamia. — 
Apamiae. — Pamiae. — Fredelatttm. 

— Civitas Epaunensis. 

Pampelona (Pamplona\ St. (bef. Hptst. 
der span. Prov. P. im ehem. Königr. 
Navarra, am Fufse der Pyrenäen und 
am Mufs Arga), Pampalüna, — 
Pampelona. — Pampelüna. — Pam- 
piÜo, -önis. — Po7npelö, -Onis. — 
Pompeiopolis. — Andelus. 
Einw.: Pampalonenses. — 
Pompelonenses, 

Pan (Pahan, Paon, Phaon), St (auf 
der ostindischen Halbinsel Malakka), 
Coli {K(o)u). 



471 



PMftri 



Paro 



472 



Panarl (Panerotto), Insel (eine der 
äolischen bei Sidlien; öde), Hicesia 
Clxeala). 

Paii&ro, Fl. (in der Emilia in Italien, 
entspr. am Monte Cimone und mün- 
det nach 112 km bei Bondeno), 
Scult(^na, — SciUtäna. — Scül- 
teima, — Panarus. 

Panigrliano d^Areo, St. (in der Frey. 
Neapel), Pompekmum, 

Panitza (anoh Kefalari), M. 1. (im 
nördl. livadien), Permesstts {IleQ- 
fir^aaoq). 

2« (in Eumelien), Pardssa. 

Pantalaria (Pantel[l]aria), Insel (zur 
sicil. Prov. Girgenti gehörig, im 
Mittelländischen Meer, mit Vulkan 
und gleichnam. Hafenstadt am Nord- 
westende der Insel), Cossyra (Koa- 
avQct). — Cosyra. — Cossura (Koo- 
aovQo). — Cosura. 
Einw.: Cossyrii (Koaavgioi), 

Pädia, St. (Hafen in der ital. Prov. 
Calabria dteriore am Tyirhenischen 
Meer), Paula, 

^ Lagro di — , See (das.), Satu- 

rae Palus. — Stwra, 

Papadoras, St. (in Dalmatien), Epi- 
caria CEnixa^la), 

Papas 9 St. (auf Morea, im Westen 
Achajas), Bymae (Jvfjiai oder /Jvfjtr^). 

Papenl^argr, St. (Kr. Meppen, Landdr. 
Osnabrück, Prov. Hannover, 4 km 
von der Ems an vielen Kanälen), 
BatavorumArx. — Papenbu/rgum. 
— Batenbwrgum. — Arx Batents. 

Papols (Papolz), St. (in Siebenbürgen), 
Papulum, 

Paposli, KasteU (am Schwarzen Meer), 
Casnophm/num (Kaivbv ^qovqiov). 

Papoul, St. — , s. St. Papoul. 

Paragm&y, Bepubük (in Südamerika, 
Binnenstaat zwischen der Argentini- 
schen Republik und Brasilien; be- 



wässert von den Flüssen Paraguay 
xmd Paranä; Hptst.: Asunoion), 
Paraguaria. — Begio Argentea. 

Paray-le-Monial, St. (im frz. Dep. 
Saöne-et-Loire), Pa reiu mMo niale, 

— Pa/reivm Moniacum. 

Pareo, St. (im Innern Siciliens), Pa- 
röpus iJI&Qmnoq). I 

Einw.: Pa/ropini, 

ParenzOy St. (Bischofssitz und Hafen 
im östr. Kreis Istrien), ParerUium. 

Parerotto, s. Panari. 

Paris, 1. St (Hptst. Frankreichs und 
des Seinedepartements, in Form eines 
Kreises, dessen Peripherie fast mit 
einer Hügelkette zusammenfällt, durch 
die Seine in eine gröfsere nördL und 
eine kleinere südl. Hälfte geteilt), 
Lutetia Parisiorum. — iMtetia, 

— Parisium. — Parisii, — Pari- 
siorum Civitas. — Leucoteria, — 
Leucotia, 

Adj. : Parisiensis, -e. 
Parisimis, -a, -um. 
2* Abtei (im Elsafs), Monasterium 
Parisiense. 

Parma, St. (Hptst. der gleichnam. ital. 
Prov. der Emilia, welche bis 1860 
Herzogtum war und aus den beiden 
Herzogtümern Parma und Piacenza 
und dem Fürstentum Guastall^i be- 
steht; Universität von 1422, 1855 
erneuert), lulia Augusta. — , 
Colonia lulia Au^sta Parma, — 
Parma. 
Adj.: Parmerisis, -e. 

Paro, Insel (griech., eine der Cykladen 
im Ägäischen Meere, im Altertum 
ber. durch seinen weifsen Marmor, 
jetzt verfallen; Hptst.: Parichia. 
Unweit davon die Felseninsel Anti- 
Paro mit einer ber. Stalaktitenhöhle), 
Parus (JlaQoq). — Cabamis (Ka- 
ßaQvlq). — Demetrias {dr^firiTQiaq). 

— Hyria CY^la).— PUttea {IlXaria), 



473 



Parqaerolles 



PstrimeBlo di San Pietro 474 



— Minois {Mivtpa). — Forci In- 
8ida, 

Einw.: Parü (JlaQioi). 

ParqueroUes, Insel (vor der Südküste 
von Frankreicli, Marseille gegenüber), 
Brote (llpck^). 

PartenUrehen, Mktfl. (bayr. EB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Garmisob, in den 
Alpen [Zugspitze]), Parradunum. 

— Parrodunum. — Parthcmum. 

Parthenay, St. (im frz. Dep. Deux- 
Sevres, am Thouet), PartiniäctMn, 

Pasabos, s. Paläopolis. 

Pas de Blanehart, Meerenge (von 
Aldemey zwischen dieser Insel imd 
Frankreicli), JEbodiae Fretum, 

Pas de Calais, s. Calais. 

Pas de Khaouar (auch Chawar und 
Firuz-Kohgen), Engpafs (in der pers. 
Prov. Masanderan, im Süden vom 
Kaspischen Meer), Caspide Pylae 
(Ai Kaaniaöeq Ilvlai). 

Passaro, s. Gapo Passaro und Pachino. 

Passarowitz (jetzt Po arevac), St. (im 
Kgr. Serbien an der Morawa), Margum. 

Passan, St. (unmittelbare, Bezirksamt, 
bayr. RB. Niederbayem, auf einer 
schmalen, felsigen Halbinsel zwischen 
Donau und Inn, welche unterhalb P. 
zusammenfliefsen , während 1. noch 
die Ilz in die Donau mündet; 1. von 
der Donau die Ilzvorstadt, r. vom 
Inn die Innvorstadt; schon zur 
Kömerzeit vorhanden), J5 aco durum, 

— Passavium. — Paasavia, — 
Patavia. — Padua. — Castra Bor 
tava. — Castellum Batamrmm. 

Ad}.: Passaviensis, -c. 

Passy, Mktfl. (westl. bei Paris, an der 
Seine, seit 1860 zu Paris gehörig), 
Paciäcmn. 

Patan (oder Bankute), St. (in Ostindien, 
in der Gegend von Bombay), Bali- 



patna ißecXntaxva) . — Pdlaepa^mae 

Patelputer (skr. Pätaliputra), Ruinen 
(bei Patna oder Padmavaki, der Hptst. 
der Landsch. Bihar und des gleich- 
nam. Distrikts in der indobrit Prä- 
sidentschaft Bengalen, am Ganges), 
Palibothra{naXißo&Qa).— Palim- 
bothra {IlaXlfjißo^Qa). 
Einw.: Palibothri {Jlaklßo^Qoi). 

Patera (Patara), St. (in Anadoli, im 
alten Lykien), Arsino'e (k^aivoi]). 
— Patära. 
Einw.: Patarens.es, — PotarOnt. 

Patemo, St. (in der sicil. Prov. Catania 
. am südwestL FuDs des Ätna), Hybla 
CYßkcc). — Hybla Maior ("YßXa tj 
Msl^ofv, Grof^ybla). 
Einw.: Hyblenses, — Hybla>ei 
CYßkaZot), 
Patino, s. Patmo. 

Patmo (Palmosa oder Patino), Insel 
(kleine, zu den Sporaden gehörige 
türk. Felseninsel im ÄgäiBchen Meer 
mit gleichnam. Hafen), Patmus 
{Tlaxfioq). 

Patr&s (ital. Patrasso), St. (Hptst. der 
griech. Nomarchie Achaja und EUs, 
am Golf von P., welcher Livadien 
von Morea scheidet, Sitz eines griech. 
Metropoliten, Citadelle, Hafen, der 
wichtigste westgriechische Handels- 
platz), Patrae {JldxQai), — Colonia 
Augusta Aroe Patrensis, — Aroe 
(kgoTi), 
Einw.: Pairenses, 

Patrica, s. Pratica. 

Patrimonio di San Pietro, Kirchen- 
staat (ehemal., „Petri Erbgut", die 
einst weltl. Herrschaft des Papstes 
in Italien, welche sich seit dem 
\ 4. Jhdt. im Laufe der Zeit ausgebil- 
det hatte; insbes. die Teile des 
Kirchenstaates, welche 1 102 die Mark- 
gräfin Mathilde von Toscana dem 



l 



475 



Patt! 



Pegru 



476 



Heil. Stuhl vennaclite. Jetzt in 5 
Distrikte geteilt: Rom, Civita Yecchia, 
Viterbo, Velletri, Frosinoue), Patri- 
monium Petri. -.- JBkmria Suh- 
utbana. 

Patti, M. (auf der Nordküste Siciliens, 
Prov. Messina), Timethus (Tl/jiTjB-og 
oder Tfi^d^og). 

Pan, St. (Hptst. des frz. Dep. Basses*- 
P3freiiee8, am Gave de P,, einem 
Nbfl. des Adour), Palum. — Civi- 
tos Epawnensis, — Civitas Pomsnsis. 

Panlien, St. — , s. St. Paulien. 

Paolinzella, Dorf (Fürstent. Schwarz- 
burg-Rudolstadt, Landratsa. Riidol- 
Stadt, mit grbisartiger Edrchenmine 
eines Cistercienserklosters, das 1105 
von der Thüringisclien Gräfin Panline 
als Mönchs- imd Nonnenkloster ge- 
stiftet, 1534 anfgehoben und später- 
hin durch den BHtz zerstört wurde), 
Cella Paullna. — Scmctae Pau- 
linae Cella. — PauUnicella. 

Paalitza (Paohtza oder Phanari), St. 
(auf Morea, im einst. südL Arkadien, 
an der messenischen Grenze), Phi- 
gaUa (^lydXsia), 

Pautaske, s. Putzig. 

Parese 9 II — , Gebiet (um Pavia in 
Oberitalien), Territorium Ticinense. 

Paria, St. (Hptst. der gleichnam. ital. 
Prov., am Ticino), Ticinum, — 
TiCBnum. — Papia. 
Adj.: Ticinensis, -e. 
Papiensis, -e. 

Paxo, Insel (eine der Ionischen Inseln, 
südl. von Korfa, ein einziger Berg; 
Hauptort Porto Gayo), Paxos (IldSog). 

Payeme (Peterlingen oder Peuerlingen), 
St. (Kreisort im schweizer Kanton 
Waadt, an der Broye, mit ehemal. ; 
Benediktinerkloster [jetzt Erziehungs- j 
anstalt]), Paterniacum. \ 

Pays de Caux,, Landschaft (im &z. i 



Dep. Niederseine mit der Hptst. 
Caudebec), (Metensis Äger. 

Peeeto, Mktfl. (in Italien), Pecetum, 

Pedena (St Duino), St. (in Erain), 
Petlna. — Pueinum, 
Adj.: Pucinus, -a, -um. 

PedenoS) Dorf (in der Schweiz), Pes 
Nueis, 

Peene, PL (in Mecklenburg und Pom- 
mern, entflielst dem Malchiner See, 
durchströmt den Kummerowsee und 
mündet nach sehr schwachem Ge- 
falle durch ein breites Wiesenthal 
in den Oderarm Peene bald nach 
dessen Austritt aus dem Haff. In 
Mecklenburg empfängt die P. noch 
2 Müsse mit Namen Peene: r. bei 
Malchin und 1. im Kummerowsee; 
in Preufsen r. die Tollense und 1. die 
Tiebel), Pana. — Pavhis. — Peneus, 

Pegrauy St. (Amtsh. Leipzig, sächs. 
Kreish. Leipzig, an der Weifsen 
Elster; das 1089 von "Wiprecht dem 
Altem gestiftete Kloster ist nicht 
mehr vorhanden), Btgaugia, 

Pegrnitz, Fl. (ein Quellil. der Eegnitz 
in Bayern und ein Hauptabfl. des 
nördl. Teils des Fi-änkischen Jura, 
entspr. in 2 Bächen auf der Ostseite 
des Jura, ganz in der Nähe des Ur- 
sprungs des Roten Mains, heifst zu- 
erst Pichtenohr, von Buchau ab P., 
geht durch Nürnberg und vereinigt 
sich bei Fürth mit der Rednitz zur 
Regnitz), PegnEsus. — Pegantia, 

Pegra, 1* Fl. (Küstenfl. in Hinterindien, 
mündet in die Bai von Martaban), 
Besynga {Bfjaavyyag üoTafiSg). 
— Dorius. — Pegtms. 

S. St. (ehem. blühende Hptst. des 
gleichnam. den brit. Besitzungen in 
Ostindien einverleibten Königreiches 
in Hinterindien, am PegufluTs), Be- 
synga {B'qavyya). — Triglyptum 
(TQlykvnxov). — Trilingum {TqI- 
Xiyyov). 



477 



Peine 



P^rigrord 



478 



Peine 9 St. (Er. und Landdr. Hildes- 
heim, Prov. Hannover, an der Fase), 
Boynum. — Boynvm Castrum, — 
Poynum Castrum. — Peina. 

Peire-Hnrade, St. (in Frankreich), 
Petra Forata. 

Peisehawer (Pescliawer od.Pei8chwah), 
St. (Pekheli im Mahrattenstaat in 
Vorderindien, in britischer Abhängig- 
keit), Peuceliotis {IlevxeXaünig). 

— Peucolaüis {Ilsvxolatzig). — 
Peucolatis. — Pa^yica Begio. 

Peking: (d. i. Hof des Nordens), St. 
(Hptst. des Chinesenreichs und Re- 
sidenz des Kaisers in der Prov. Pe- 
tschili, unweit des Pei-ho), Peciui- 
num. - Pechtnum. — Pekinga, 

Pekno, Mktfl. (auf der "Westküste La- 
koniens, mit einer kl. gleichnamigen 
Insel davor), Pephnus iJlB<pvoq). 

— Pephnwm, 

Pelagosa, Insel (im NW. des Adiia- 
tischen Meeres), Adrio/e Scopülus, 

Peletis, St. (in AnatoHen, im nördl. 
Phrygien), Peltae (nilrai). 
Einw.: PeltBni (IlekTrjvof)' 
Peloponnes, s. Morea. 

Peltenbergr (Pöltenberg), Mktfl. (im 
mähr. Kreise Znaim, mit alter 
Propstei), Mons Sancti Hijppolyti. 

Pelndji, Insel (im Ikarischen Meer), 
Icarus ClxaQog). 

Pemsey, St. (Hafen in England), 
Pevenscia, ^ 

Penaflor, Mktfl. (in Spanien), Ilipa. 

— CeUita, 

Penigr, St. (Amtsh. Eochlitz, sächs. 
Kreish. Leipzig, an der Zwickauer 
Mulde; Hauptort der gleichnam. 
Lehnsherrschaft des Grafen von 
Schönburg- Vorderglauchau in "Wech- 
selburg), Penica. 

Penrith, St. (in der engl. Gra&chaft 
Cumberland), Vor^da. 



Penzingr, Dorf (bei Wien), Pancinga. 

Peqnigrny, St. (in Frankreich), Pequi- 
niäcum, — Piquinäcum. 

Peqnineourt, Mktfl. (in Flandern), 
Pequicurtium. 

Pera, Stadtteil (von Konstantinopel, 
meist von Franken bewohnt), Chry- 
soceras, -ätis (* X^vaoxiQag), — 
Pera Byzantia, 

Perehe, 1« Landschaft (ehemal., in der 
Normandie, teilte sich in das CJorbo- 
nais mit der Hptst. Mortagne und 
das Belesmais mit der Hptst. Be- 
lesme), Saltus Perticus, — Per- 
ticemis Provinda. — Perticus, — 
Perchensium Begio. 

8* Grafschaft (ebds.), Comitatus 
Perticensis. 

Pereezakz, 1. St. (in Ungarn), Perigia. 
3. Komitat (ebds.), Comitatus 
Perigiensis. 

Perejaslawl, St. (im russ. Gouv. Pul- 
tawa), Marcianopolis, 

Perekop, St. (wichtige Festung und 
Hafen im südl. EuJsland, auf dem 
gleichnam. Isthmus, durch welchen 
die Krim mit dem übrigen Rufe- 
land, zunächst der Nogaisteppe im 
N., zusammenhängt), Praecopia. 
— Taphros {TdfpQog). — Taphrae 
(Td<p^ai). 

VergBrno (Bergama), St. (im türk. 

Ejalet Aidin, liwa Akhissar, im alten 

Grofsmysien, am Kaystros),Per^aifM*w» 

(niQyafjiov). 

Einw.: PergamBni (nsQyafxijvol). 

Pefgen (ital. Pergine), Mktfl. (im tirol. 
Ki*eis Trient), Pergiae, 

P^rlgord, Landschaft (ehemal. im süd- 
westl. Frankreich, jetzt einen Teil 
des Dep. Dordogne bildend, zerfiel in 
Ober-P. mit der Hptst. Perigueux 
und Nieder-P. mit der Hptst Sarlat), 
Tr actus Petrocoriensis, — 
Petrocorit, 



479 



P^iigaeux 



Perugia 



480 



P^ri^enxy St. (Hptst. des Bep. Dor- 
dogne, an der Isle, Bischofssitz), 
August a Vesunna. — Vesunna. 

— Petricorium. — Petrogoricum, — 
Petricordium. — Petrocora. — Petro- 
corii. — Oivitas Petrocoriorum, 

Einw. : Vesunnici, 
A^j.: Petrocoriensis, -e. 

Perim, Insel (kl., am Eingang des 
Roten Meeres, in der Strafse Bab-el- 
Mandeb, ein kahler Lavafels m^ 
einem grofsen Hafen; von den Eng- 
ländern 1857 als Schlüssel zum R 
M. in Besitz genommen und stark 
befestigt), Insula DiabolL 

Perlepe (Perlipe), s. Prilip. 

Perm, St. (Hptst des gleichnam. Gouv- 
im eiirop. Bufsland zu beiden Seiten 
des mittleren Ural; an der £ama), 
Biarmia, — Permia, 

Pemambneo, St. (Hptst. der gleichn. 
östl. Küstenprovinz in Brasilien, am 
Atlant. Ocean; Handelshafen, zerfallt 
in die Stadt Recife de F. \md das 
fast öde Olinda), Femambocum. 

Pemau, Fl. (im russ. Gouv. livland, 
mündet in den Eigaischen Meerbusen ; 
an der Mündung die gleichn. Kreis- 
stadt), Chesinus, 

Pernes, St. (in Frankreich), Pemae. 

Peronne, St (Festung im frz. Dep. 
Somme, an der Somme), Paronna. 

— Perowna, 

Perouse, Thal (der "Waldenser in Pie- 
mont), Vallis Perusina. 

Perpignan, St. (befest. Hptst des fcz. 
Dep. Ostpyrenäen, 1 km vom Mittel- 
meer, am Tet), Per^enianum. — 
Perpinianwm, — Rosdanum, 

Perser" n (türk. Prisrend), St. (im türk. 
Ejalet Eumelien in Albanien, am 
£ara Dagh), Theranda. 

Persien, Reich (in Vorderasien, um- 
faist den westl. Teil des Hochlandes 
von Iran mit dem Eibursgebirge im 



N., den Gebirgen von Kurdistan 
[Elwend] und Ltüristan im W., den 
Bergterrassen von Farsistan und 
Laristan im S. ; im NW. das Alpen- 
laiid von Aserbeidschan ; Hptst: 
Teheran), Persis (Ils^alg^'idis Urtdos. 

Einw.: Persae {IHqücci). 

A(y. : Persicus, -a, -um {IleQaixog). 

Persiselier Meerbusen, Golf (zwischen 
Arabien und Persien, durch die 
HormusstraJjse mit dem Arabischen 
Meer in Yerbindung; steht faktisch 
unter der Herrschaft des Imam von 
Maskat), Mare Persicum. — Sinus 
Persicus. 

Pertli, St. 1. (Hptst der gleichnam. 

Grafsch. im mittleren Schottland, am 

Tay, früher Hptst. Schottlands; 

Hafen), Fanum Sancti loannis 

ad Tavum. — Perthum. 
Acy.: PertJiensis, -e. 
2* (Hptst von Westaustralien, am 

Schwanflufs, mit dem Hafenort Free- 

mantle), Perthum Äustrcdiae. 
Pertois, Landschaft (in Frankreich). 

Pertisus Pagus. 

Pertns, PaDs (in den Pyrenäen), 
Fauces Pertns ae, — Ad Pyre- 
naeum, — Pomjpeii TropJiaea. 

Pera, Republik (in Südamerika, am 
Stillen Ocean, zerfällt in 3 Regionen : 
1 . Küstensaum, 2. Kordilleren, 3. Mon- 
tana mit dem Oberlauf des Maranon 
und dessen zahlreichen Zuflüssen; 
auf der Südostgrenze der Titicaca- 
see; Hptst. Lima), Peruvium. — 
Peruvia. 
Adj.: Peruvianus, -a, -um. 

Perugia, St. (Hptst. der gleichnam. 
ital. Prov. [ümbria], einer früheren 
Delegation des ehem. Kirchenstaates, 
einst eine der Zwölfstädte Etruriens), 
Perusia. 
Einw.: Perusini. — Perusiätes. 
Adj.: Perustnus, -a, -um. 
Perusianus, -a, -um. 



481 



Pem^a 



Petrikau 



482 



Pemgrla, Lagro dl — , See (in Mittel- 
itaUen, auch Trasimenischer See 
gen.), Lacus Trasumennus. — 
Locus Ta/rsumennus, — Lacus Tra- 
simermus, — Lctcus Trasu^memts. — 
Lacus Trasimenus. — Tra^mSnus. 

Pesäro, St. (Hptst. der gleichnam. 
Prov. der ital. Marken, an der Mün- 
dung der Foglia in das Adriatiselie 
Meer; Bischofssitz), Pisaurum, 
Adj. : Pisaurensis, -e. 

Peseära, 1. Fl. (in den Abruzzen, 
mündet nach 140 km bei der St. 
Pescara in das Adriatische Meer), 
Atem US, — Fiscarius. 

2« St. (Festung in der itaL Prov. 
Abruzzo citeriore, an der Mündung 
der Pescara in das Adriatische Meer), 
Atemum, 

Adj.: Atemensis, -e. 

Pesehiera, St. (Festung in der ital. 
Prov. Mantua, am Ausflufs des Min- 
cio aus dem Gardasee, Nordwestspitze 
des Festungsvierecks der Minciolinie), 
Piscaria. — Piscina. — Ardelica. 

Peseta, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Lucca, an der P.), Piscia. 

Festh, St. (Hptst. des ungarischen 
Komitates P.-Pilis-Solt diesseits der 
Donau; gleichzeit. Hptst. und gröfste 
St. Ungarns, 1. an der Donau, Ofen 
gegenüber), Pestlnum. — Pestum. 
— Pessium. — Ckmtra Acincum. — 
Transacincum. 
Adj.: PestiensiSj -e. 

Pesto (Pesti), St. (an der Westküste 
von Unteritalien, im alten Lükanien, 
einst Kolonie des griech. Sybaris ; im 
10. Jhdt. durch Sarazenen, im 11. 
durch Normannen verwüstet: Ruinen 
erst 1755 entdeckt), Paestum — 
Posidonia (IIoaeiöcDvla), — Neptur 
nia. 
Adj.: Pa^estHnus, -a, -um. 

Petau, s. Pettau. 

Saalfold, Gco^aph. Haudbfichlein. 



Peter, St. — , s. St. Peter. 

Peterborougrh, St. (Bischofssitz in der 
engl. Grafschaft Northampton, am 
Nen, mit 860 gegründetem Benedik- 
tinerkloster), Peirohurgum. — 
Petuaria. 

Peterlingren, s. Payeme. 

Petersberg, Berg (früher auch Lauter- 
berg genannt, mit Dorf, Saalkreis, 
RB. Merseburg, Prov. Sachsen, ehe- 
iijals Augustiner-Mönchskloster, 1127 
gegründet, 1540 säkularisiert), Mons 
Serenus. — Coenobium Montis 
Sereni. 

Petersburg, Sankt — , St. (2. Haupt- 
und 1. Residenzstadt RuTslands, zu 
beiden Seiten der Newa, nahe deren 
Mündimg in den Finnischen Meer- 
busen, gleichzeitig Hptst. des russ. 
Gouv. Ingermanland , der östlichsten 
der 4 Ostseeprovinzen), Petropolis. 

— Petriburgwm. — Fanum Sancti 
Petri. 

Adj.: PetropoUtänus, -a, -um. 

Petershagen, St. (Kr. und RB. Minden, 
Prov. Westfalen, am Einflufe der 
Ösper in die Weser, mit altem Re- 
sidenzschlofs der Bischöfe von Min- 
den), Hu culhij -orum. — Huculvi. 

Petershansen , Abtei (in Schwaben), 
Petridomus. — Petershusium, 

Peterwardein, St. (Grenzfestung in der 
serb.-banater Militärgrenze, r. an der 
Donau, Neusatz gegenüber), Petro- 
varadinum. — Acimincum. — 
Acünum. 

Petra(s) (Zagoura), Berg (in der europ. 
Türkei, im alten Thessalien), Pelium. 

— Pelion {UijXiov). 

Petrea, Fl. (auf der türk. Insel Kandia 
kirid), Oaxes ('Oa|??c). 

Petrikau (Peterkau, poln. Piotrkow), 
St. (im russ. -poln. Gouv. Warschau, 
einst Sitz der poln. Reichstage imd 
Wahlort der Könige), Petricoria. 

16 



483 



Pettaa 



Pfyn 



484 



Pe.ttaa, St. (im Steiermark. Kr. Mar- 
burg, an der Drau, einst HaupÜager 
der pannonischen Legionen und bis 
Ende des 6. Jhdts. Sitz der Bischöfe 
von Pannonien), Petovium, — Pe- 
tovia. — Petovio. — Petobio. — 
Petavio. — Petavia. — Bettobia. 

Peuerlingen, s. Payerne. 

Peyrois, St. (in Frankreich), Petrosium. 

Peyrasse, St. (in Frankreich), Petrucia, 

P^nas, St. (im frz. Dep. Herault, an 
der Payne), PiscBnae. — Piscennae. 

Pfftfers, s. Pfeffers. 

PfafTenhofen, St. (Bezirksa., bayr. RB. 
Oberbayem, an der Hm, in der 
Holedau), Paphovia. 

Pfalz, Kurfürstentum (ehem., Name 
zweier bis 1620 zusammengehöriger 
deutschen Staaten: 

1. Die Oberpfalz oder Bayerische 
Pfalz, Hzgt., Hptst. Amberg. 

3« Die Unterpfalz [Eheinpfalz, 
Pfalzgrafschaft am Rhein], auf beiden 
Seiten des Eheins, zerfiel in die 
eigentl. oder Kui-pfalz, das Fürstent. 
Simmern, Hzgt. Zweibrücken, die 
Fürstentümer Yeldenz und Lautem 
u. s. w.; Hptst. Heidelberg. 

3*PfaIz-Nea1>arg, ehem. Fürsten- 
* tum, an der Donau, im jetzigen bayr. 
Kr. Schwaben; Hptst: Neuburg, 
w. m. s.), Palatinatus. 

Adj.: Palatmtts, -a, -wm. 

1. Palatinatus Superior. — 
Palatinatus Bavariae, 

2. Palatinatus Inferior. 

3. Palatinatus Neohwrgicus. 

Pfalzbarg', St. (ehem. Festung, Kan- 
tonshauptort. Kr. Saarburg in Lothr., 
Bezirk Lothringen, Elsafs-Lothringen, 
in hoher Lage im nördl. Wasgen- 
wald), Phalseburgum. 

Pfeffers (Pfafers), Abtei (der Benedik- 
tiner, 1838 aufgehoben, eine im 
schweizer Kanton St.-GaUen in einer 



tiefen Schlucht der wilden Tamina 
gelegene Therme), Ad Favarias. 

— Favarium. — Favaria, — Fa- 
barium, 

Pflrt (Ferrete), St. (Kantonshauptort, 
Kr. Altkirch, Bezirk OberelsaJs, El- 
safe-Lothringen ; ehem. eigene Graf- 
schaft [Sundgau]), Pfirretum, — 
Ferreta. 

Pförriny, Mktfl. (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Ligolstadt, an der 
Donau), Fpöna. — Pfoeringa. 

Pforten, St. (Kr. Sorau, RB. Frank- 
furt, Prov. Brandenburg, am gleichn. 
See, mit Schlols-P. in der gleichnam. 
Standesherrschaft), PortBna, — 
Porta. 

Pforta (Schulpforte), Gut (Kr. Naum- 
burg, RB. Merseburg, Prov. Sachsen, 
unweit der Saale, her. Landesschule 
[Gymnasium] im ehem. Cistercienser- 
Mönchskloster, das 1136 gestiftet, 
1540 aufgehoben und am 21. Mai 
1543 von Herzog Moritz von Sachsen 
in eine fürstl. Schulanstalt umge- 
wandelt wurde), Porta. — Porta 
(heli. — Marias Porta. — Sckola- 
rum Porta. — Schola Portensis. — 
Monasterium Sanctae Mariae de 
Porta. 

Pfortz, Dorf (bayr. RB. Pfalz, Bezirks- 
amt Germersheim), Porca. 

Pforzheim, St. (bad. Kr. Karlsruhe, 
am Einflufs der Nagold in die Enz), 
Phorca. — Phorcenum. — Porta 
Hercyniae. — Pforzemum. — Pfor- 
zBnum. 

PfÜDZ, Dorf (bayr. RB. MitteKranken, 
Bezirksa. Eichstätt, an der Altmiihl\ 
Ponte. 

Pfallendorf , St. (bad. Kr. Konstanz, 
WaUfahrtskapelle) , Bragodünum. 

— Phulendorfium. — luliomagus. 

Pfyn (Pfin), Dorf (in der Schweiz), Ad 
Fines. 



485 



Phanari 



Pie de Lueo 



486 



Phanari, s. Faulitza. 

Philine, Yorgeb, (und St. an der Küste 
des Ägäischen Meeres, im alten 
Thrazien), PhiUa (^iXiaq). — 
FhiUae. — Philia {^iXLa). 

PhilippeTille, Si 1. (Festung in der 
belg. Prov. Namur), PhiltppopoUs. 

S* (in Algerien, Prov. Konstantine, 
an der Stelle des alten Bufiicada ge- 
gründet, mit dem Ankerplatz Stora), 
Fhilippivilla, 

Philipp! (Filibe), Ruinen (der von 
Philipp von Macedonien in dem er- 
oberten Teil von Thrazien wegen 
ihrer Goldbergwerke erweiterten, an 
Stelle von KgrivlSeq angelegten Stadt), 
Fhilippi (^IXiTtTtoi). — Colanta 
Augusta lulia Fhüippensis. 
Adj..: Phüippensis, -e. 

Philippinen (Manilische Inseln), Insel- 
gruppe (des Indischen Archipels, um- 
fafst die grofsen Inseln Luzon, Min- 
danao, Mindoro, Panay, Negros, Sa- 
mar, Lepte, Zebu, Palawan und zahl- 
reiche kleine, sämtLLch vulkanisch, 
reich an Metallen und mit mächtiger 
tropischer Vegetation, zum grölsem 
Teil spanischer Besitzung; Hptst. 
Manila), Insulae Philippinae. 

— iMssoniae Insula. 

Philippopel, s. Filibe. 

Philippsburgr, St. (bad. Kr. Karlsruhe, 
Amt Bruchsal, in sumpfiger Gegend 
an einem faulen Rheinarm, früher 
Udenheim gen.), Ph i l ipp o bürg um. 

— üdenhemium. — üdennemium. 

Philipstad, St. (Bergstadt im schwed. 
Län Karlstad, am Daglösersee), Phi- 
lippostadium. 

Phonia, St. (in der griech. Nomarchie 
Argolis im alten Arkadien, in dem 
3V2 St. langen Thal von P., in 
welchem sich am Fufs des Kyllene- 
gebirges ein groJfeer und tiefer See 



I [Styx] befindet), Phen^us (^svsoq). 
— Phenlios, 

Phoszeyil, St. (Judäas nördl. von Je- 
richo, welche Herodes gründete und 
nach seinem Bruder Phasaelos be- 
nannte), Phasaelts, -Mis {^ctöa- 
TjXlg). 

Piaeenza, St. (Hptst. der Prov. P., 
eines ehemal. Hzgts. in Oberitalien, 
welches mit Parma vereinigt eine 
Provinz der Emilia bildet, am Po; 
mit GitadeUe), Placentia. 
Adj.: Placentlnus, -a, -um. 

Pianello, Fl. (auf der Insel Sardinien), 
Cercidius. 

Pianosa, Insel (ital., im Tyrrhen. Meer, 
südl. von Elba, von verwilderten Öl- 
bäumen bedeckt imd fast gar nicht 
bewohnt), Planasia. 

Piantedo, Gemeinde (in der Schweiz), 
Plantedium. 

Piave, Fl. (in Oberitalien, kommt von 
den Karnischen Alpen, mündet nord- 

' östl. von Venedig ins Adriatische 
Meer), Plavis. 

Piazza (P. Artnerina), St. (auf Sicilien, 
Prov. Caltanisetta), Piacus {Jliaxoq). 
Emw.: PicLCSni. 

Pieardie, Landschaft; (ehemal., im nord- 
östl. Frankreich, das jetzige Depart. 
Somme umfassend, Hptst. Amiens; 
bildete mit Artois ein Gouvernement), 
Picardia. 

Bew.: Picardi. 

Adj.: Picardicus, -a, -um, 

Pieo, Lagro di — , See (im ehemal. 
Kirchenstaat), Locus Gyminus. 

Picts Wall, The — , s. Piktenwall. 

Pidayro, Nea — , Dorf (mit Hafen, an 
der Stelle der alten Hafenstadt in 
Argolis), Epidaurus i^ETcLöavQoq). 
Einw.: ÜJpidaurii {^jtLÖavQioi). 

Pie di Lneo, See (in der Prov. Neapel), 
VeltnusLac U8. — Pcdus Beatina. 

IC* 



487 



Pied 



Plombino 



488 



Pied, Mktfl. (in Ostreich ob der Eons), 
loviacum. 

Piemont, Ijand (bis 1859 Hauptbestand- 
teil des Egrs. Sardinien, entspricht 
gegenwärtig den ital. Provinzen 
Turin, Alessandria, Guneo, Novara 
und Pavia [teilweise]), Pedemon- 
tium. — Psgio PedemontOna. — 
Tatmnorum Begio, — Ducatus 
Taurinus. — Gallia Subalpina. 
Bew.: Pedemontani, — Pede- 

montii. — Tawnni. 
Adj. : Pedemontänus , -a, -um. 
Pedemontius, -a, -wm. 

Pienza (früher CJortignano), St. (Bischofe- 
sitz in der ital. Prov. Siena), Cor- 
silianum. — Ckyrsinia/niMin. — 
Corsiawu/m, — Pientia. 

Pierrepont, St. (ia Frankreich), Petrae- 
pons Castrum, 

Pierreport, Bergpafs im schweizer 
Kanton Bern), Bwrvus Mons. 

Pietöla, Dorf (ital. Prov. Mantua, am 
Ausflufe des Mincio aus dem Untern 
See), Ändes, -du/m. 
Adj. : And/inus, -a, -f*w. 

Pietra Santa, Mktfl. (Bischofssitz in 
der ital. Prov. Lucca), Fanum Fe- 
roniae. 

Pietre Sizzose, Eilande (zwei Felsen- 
inseln des Adriatischen Meeres bei 
Tarent, S. Pelagia und S. Andrea), 
Electrides ( ^HkextQlöeg). — 
Choerädes (Xoi^dSeg). 

Pietro, San — in Valle, s. San Pietro 
in Valle. 

Pieve di Saeeo, St. (in der oberital. 
Prov. Padua), Plevisacium. 

Pigrnerol, s. Pinerolo. 

Piktenwall (The Picts WaU) , Grenz- 
befestigungen (welche die Kömer in 
Nordengland zum Schutze ihrer Ko- 
lonien gegen die Ureinwohner an- 
legten. Den P., von welchem man 
jetzt noch donTT)errest sieht, zwischen 



dem Busen von Solway und den 
Tynemündungen, legte Kaiser Hadrian 
an), Mwrus Pieticm, 

Pilatus, (xebirgsstock (südl. bei Luzem, 
in mehrere Spitzen gespalten: die 
höchsten das Tomlishom und der 
Esel), Pilatus Mons. — Mons 
Frtzctus. 

Pllatnssee (kl. See auf der Höhe des 
Pilatus), Locus Pilati. 

Piliseher Distrikt (in Ungarn), Pili- 
siensis Processus. 

Pillan, St. (Kr. Fischhausen, EB. 
Königsberg, Prov. Ostpreufsen, auf 
dem Endpunkt der Samländischen 
Halbinsel, am 4,4 m tiefen Pillauer 
Tief, welches das Frische Haff mit 
der Ostsee verbindet; unmittelbar 
dabei die Festung P.), Pilavia. 

Pilsen, St. (Hptst. des gleichnam. 
£j:eises, an der Beraun), Pelstna. 

— PilsBnum. 

Adj.: Pelsinensis, -e. 
Pilonensis, -e. 

Pilsener Kreis, Distrikt (im südwestl. 
Böhmen^, Circulus Pilonensis. 

— 2^lza. 

Pindena, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Cremona), Platena. 

Pinerolo (frz. Pignerol), St. (in der 
oberitaL Prov. Turin, am Fufs der 
Alpen, auf beiden Seiten der Idmara), 
Pinarolium. 

Pinhel, St. (Bischofssitz in der portu- 
gies. Landsch. Beira, Prov. Guarda), 
Cepiana. — PinBlum. — Pinelium. 

Pinserais, Le — , Bezirk (in Frank- 
reich), Pinciacensis Pagus. 

Plombino, 1« St. (befest. Hptst. des 
gleichnam., dem Hause Buoncom- 
pagni-Ludovisi gehörigen Fürsten- 
tumes in der ital. Prov. Pisa, am 
gleichnam. Kanal , der ,das Festland 
von der Insel Elba trennt; kL Hafen), 



489 



Piperi 



PlAae 



490 



Falesia. — Populomwn, — Plum- 
binfMn, 
S* See (ebds.), Locus Vettdomus, 

Plpeii, Insel (auch Skopiio gen., eine 
der grieclL Cykladen im Archipel, 
nordöstl. von Negroponte), Fepar- 
ethus (IleTtd^rjd'og). — Peparethe. 

Pipemo (P. Vecchio), St. (im ehemal. 

Kirchenstaat), Privemum. 
Pirentza, s. Pirnatsa. 

PirfO, Mktfl. (in Albanien, im alten 

ülyrien, unweit der Ausmündung 

in das Ionische Meer, auch Polina 

gen,), ÄpoUoma (knoXXctfvla) ad 

Mare Hadriattcum. 

Einw.: ApoUoniatae {knok- 

Icaviärai). — ApoUo- 

niates. 

Pirnatsa (Pixnatza oder Pirentza), M. 

(in Messenien), Pamisus (Ilccfiiaoc;). 

Pisa, St. (Hptst. der gleichnam. mittel- 
ital. Prov. in Toscana, am Arno), 
Golonia lulia. — Pisae. 
Einw.: Pisae i. — Pi^ni. 
Adj.: Pisaeus, -a, -um, 
Pisänus, -a, -um, 

Pisatello (Mumesino), Fl (M., in Ober- 
itahen, auch Buken gen.), Rubico. 

Piscopia, !• Mktfl. (nebst Vorgebirge 
auf der Südspitze der Insel Oypem), 
Curias, -ädis (KovQtdq), — Owrium. 
2. Insel (im Karpathischen Meer, 
unweit Rhodos), Telus (TijXoq). — 
Agathüsa (kyad^ovaaa). 

Pistoja, St. (Bischofssitz mit Citadelle 
in der ital. Prov. Florenz, an den 
Apenninen), Ptstoria. — Pisto- 
rium, — Oppidum Pistoriense, 

Pisuer^ M. (im span. Kgr. Altkasti- 
hen, entspr. in der Nähe der Ebro- 
quellen in Altkastilien und mündet 
nach 300 km unterhalb Simancas in 
den Duero), Pisoraca. 

Pitea, 1. FL (im nördl. Schweden, 
kommt vom Sulitelma, bildet meh- 



rere Seen und mündet bei der Stadt 
P., welche bis 1856 Hptst von Nor- 
bottens- oder Luleä-Län war, in den 
Bottnischen Meerbusen), Pitovius. 
2* Sl (s. 1), Pitovia. 

Pitliiviers, St. (im frz. Dep. Loiret, 
am Oeuf), Petuera Castrum. — 
Pittierio Castrum. — Aviarium, — 
Pluveriwn. 

Pitsehen, St. (Ki-. Kreuzburg, RB. 
Oppeln, Prov. Schlesien), Biet na, 

— Bidiscum. — Pitiscum. 

Pitjusen (Fichteninseln), Inselgruppe 
(span., im Mittelmeer, bildet mit den 
Balearen das Königreich Mallorca. 
Hauptinseln: Iviza und Formentera), 
Pityusae Insulae (Ilitvovaaai), 

Pizzigrhettone, St. (kl. Festung in der 
ital. Prov. Oemona, zu beiden Seiten 
der Adda), Forum Dinguntorum, 

— Picelo, -önis. — Piceleo, 

Platamone (oder Jenicora), 1. Fl. (der 
grolste Macedoniens, ergiefst sich in 
den Golf von Salonichi), Haliacmon 
(kkidxfjtfov). — AUacmon. 

2. Hafenort (auch Platamina, Fort 
im Süden des türk. Ejalets Salonichi. 
am Golf von S.), Haliacmonis Portus. 

Platanella (Platäni), Fl. (im SW. der 
Insel Sicilien, mündet nw. von Gir- 
genti in das Mittelmeer), Gamicus 
{Kafiixoq), 

Plattensee (ungar. Balaton), See (der 
gröfste in Ungarn, zwischen dem 
samogyer, szalader und veszprimer 
Komitat, steht durch das FlüJschen 
Szio mit dem zur Donau gehenden 
Sarviz in Verbindung), Volceae Pa- 
ludes. 

Plane, St. 1. an der Havel (Kr. 

"Westhavelland, RB. Potsdam, Prov. 
Brandenburg, am Ausflufs der Havel 
in den Planer See, nahebei der An-v 
fang des Planer Kanals, mit Ritterg. 



491 



Planen 



PQeUani 



492 



PL, altem Schlofe des Johann von 
Quitzow), Plavis Havelensis. 

S* in Thfiringren (Landratsa. Arn- 
stadt, Schwarzburg -Sondershausen, 
am ZusammenfiuJJs der Wilden und 
Zahmen Gera; abwärts bis Arnstadt 
der Plauesche Grund), Plavia Thu- 
ringorum. 

Plauen, 1* im Togrtland, St. (Amts- 
hauptmannsch.,sächs.Kreish.Zwickau, 
an der WeiTsen Elster), Plavia, 

S« bei Dresden, Dorf (Amtsh. 
Dresden- Altstadt, sächs. Kreish. 
Dresden, an der Weifseritz und dem 
Eingang zum Plauenschen Grunde, 
der sich bis Tharandt erstreckt), 
Plama Dresdensis. 

Pleifse, M. (r. Zuflufs der Weifsen 
Elster im Kgr. Sachsen, entspr. bei 
Ebersbrunn, verstärkt sich durch die 
Sprotte, Wihra imd Parthe und mün- 
det bei Leipzig; Länge 90 km), 
Plissa. 

Plefs, St. (Kreisst., KB. Oppeln, Prov. 
Schlesien, an der Psinka; dabei 
Eitterg. Schlofs PL, dem Fürsten von 
P. imd Reichsgrafen von Hochberg 
gehörig), Plessae, — Plessna. 
Adj,: Plessensis, -e. 

Plintenborg (Wischegrad), St. (in 
Ungarn), Arx Älta. — ÄUum 
Castrum. — Vissegradtun. — Vice- 
gradum. 

Plock (Plozk), 1. St. (Hptst. des gleich- 
nam. poln.-russ. Gouv., welches aus 
der ehemal. Woiwodschaft P., dem 
Lande Dobrzyn und einem Teile von 
Masovien gebildet ist, r. an der 
Weichsel, alte Hptst. von Masovien, 
Bischofssitz), Ploscum. 

2m Woiwodschaft (s. 1), Palati* 
natus Ploccensis. — Palatinatus 
Ploscensis. 

P15n, St. (Ereisst., Prov. Schleswig- 
Holstein, in schöner Gegend auf einer 



Landenge zwischen dem GroJsen und 
Kleinen Plöner See), Plona. 

Plombidres, St. (im frz. Dep. Vogesetf, 
an der Eaugronne), Plumbariae, 

— Thermae Plumbariae. 

Plnviers, s. Pithiviers. 

Plymonth, St. (stark befest. Kriegs- 
hafen in der engl. Grafsch. Devon, 
an einer herrl. Bucht zwischen der 
Mündimg des Tamer und der Plym, 
mit den jetzt dazu gehörigen Städten 
Devonport und Stonehouse; Leucht- 
turm auf dem Felsen Eddystone), 
Tamarae Ostium. — PlymütJmm. 

Po, Fl. (gröfster Italiens, entspringt am 
Monte Viso, fliefst stets östl. durch 
die lombard.-venetian. Tiefebene, über 
Turin, Piacenza, Cremona, Guastalla, 
Ferrara, mündet in sumpfiger Ebene 
in 7 Armen in den Meerbusen von 
Venedig; Nebenflüsse links: Dora 
Eiparia, Dora Baltea, Ticino, Adda, 
Oglio, Mincio; rechts: Tanaro, Treb- 
bia, Panaro), Padus. — Bodincm. 

— Bodingus. — Mridanus C^ql- 
Savoq), 

Po di Piimaro, Mündung (des Po), 
Ostiiim Spinetica/num. 

Podgerischer Distrikt (in Kroatien), 
Processus Podgoriensis, — 
Processus Submontamts. 

Podlaehien (Podlesien), Woiwodschaft 
(in Russ.-Polen im Gouv. Lublin, um- 
fafst nur wenige Teile des alten P., 
einer waldigen, zwischen Masovien 
und Litauen gelegenen, vom Bug 
durchströmten Woiwodschaft in Alt- 
polen mit den Hauptörtem Bielsk 
und Drohiczyn), Podlachia. — 

. Palattnaiu>s Bidcensis. 

Podolien, Gouv. (russ., zwischen Wol- 
hynien, Kiew, Cherson, Bessarabien 
und dem östr. Kronlande Gaüzien; 
Hptst Kamenez), PodoUa. 

POehlarn, St. (im östr. Kr. Oberwiener- 



493 



P«hlde 



Polikandro 



494 



• wald, an der Mündimg der Erlaf in 
die Donau, im Nibelungenliede 
Bechelam [die Burg Rüdigers] ge- 
nannt), Arläpa. — Arläpe. — 
Alä^. — Ära La^dea. — De 
Fraeclara, 

POhlde, Dorf (mit ehem. Kloster, 952 
von der Königin Mathilde gegründet, 
Kr. Osterode, Landdr. Hildesheim, 
Prov. Hannover), Palidensis Ecdesia. 

Pulten, St. — , s. St. Polten. 
Pl^ltenbergr, s. Peltenberg. 

PSsing- (Bösing), St. (kgl. Freistadt im 
Ungar. Komitat Prefsburg), Bazinga. 

— Bazinium, — Basiniv/m. 

Poissy, St. (im frz. Dep. Seine-Oise, 
an der Seine), Pisciäcum. — 
Fissiäcum. — Findanum. 

Poitiers, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Tienne, einst der ganzen Prov. Poitou, 
am Zusammenflufs der Boivre und 
des Ciain, Bischofssitz), Pictavium. 

— Pictavia. — Pictäva. — Pidävi. 

— Lem^iynum. — Limünum. 
Adj.: Ftctavicus, -a, -um. 

Pictaviensis, -e, 

Poitou, Prov. (alte frz., am Atlant 
Ocean, umfafst die jetzigen Dep. 
Vendee, beide Sevres und Yienne; 
Hptst. Poitiers), Ager Pictonicus., 

— Terra Pictaviensis. — Terra 
Pictönum, — Terra Pictavorum. 

Poix, Mktfl. (in Frankreich), Pisae, 

Pol, St. — de L6on, s. St. Pol de 
Leon. 

Pola, St. (in Istrien, am Adriat. Meer, 

gröfster, stark befestigter Kriegshafen 

Ostreichs , Seearsenal) , Pietas 

lulia. — Pola in6ka). 

Adj.: Polaticus (Ilokcczixog)^ -a, 

-um, 

Polarmeer, s. Eismeer. 

Polcevera, Fl. (Küstenfl. in der ober- 
ital. Prov. Genua, entspringt auf den 



ligurischen Alpen, . mündet westL 
von Genua), Porcißra. 

m 

Polen, Eeich (ehemals mächtig und 
selbständig, dessen Gebiet zur Blüte- 
zeit von der Ostsee bis zum Schwar- 
zen Meer reichte; zerfiel in die Land- 
schaften Grofspolen [mit Kujavien, 
Masovien und Poln.-Preufsen], Klein- 
polen [mit Podlachien, Kotreuüsen. 
Podolien, "Wolhynien und der poln, 
Ukraine] und Litauen [mit Poln.- 
Livland und Samogitien]), Polonta. 

— Sarmatia Et4/ropaea. 
Bew.: PolDni. — Sarmätae. 
Adj.: Polonicus, -a, -v/m, 

SanvMicus, -a, -um. 

Polenza, Mktfl. (in Piemont), Carrea. 

— Pollentia, 

Adj.: PoUentmus, -a, -vm. 

Policastro, St. (Bischofssitz und Hafen 
in der ital. Prov. Principato citeriore, 
am gleichnam. Golf des Tyrrhenischen 
Meeres), Buxentum {Uv^ovq). — 
Palaeocastrum. 

Polieoro, Si (in Unteritalien, im alten 
Lukanien, am Sirisflufs), Hera^lea 
CH^dxksia) Lucaniae. 
Einw.: Heracleotae CHgccxXsdt- 
rai). — Heradeenses, 

Poligrnae, Mktfl. (im frz. Depl Ober- 
loire, in der Landschaft Velay), Pode- 
niorcum. 

Polfgrnano, St. (in der ital. Prov. Bari, 
Bischofssitz und Hafen am Adriati- 
schen Meer), Poliniänum. — Po- 
lymniacum. — Turres Cassaris. — 
Twrres Au/relianae. 

Poligrny, St. (im frz. Dep. Jura, an 

der Glantine), Polemniäcum. — 

Monasterium Pol(l)emniacum. — 
Polinium. — Polichnium. 

Polikandro, Insel (klein und. rauh, 
eine der südl. Cykladen; Hauptort 
das gleichn. Hafenstädtchen), Phole- 
gandrus {^oX^yavÖQoq). 



495 



Follna 



Pont-de-8iron 



496 



Polina, s. Firgo. 

Polino (Polybos), Insel (wüste, des 
Ägäischen Meeres), Pölyaegus (IIo- 
Xvaiyoc). 

Pollenza, La — , St. (auf der span. 
Insel Mallorca, nahe der Bai von 
F.), Pollentia. 

Pollina, 1. FL (auf der Nordküste 
von Sicilien), MoncUus {MovaXoq). 

S« St. (in Macedonien und Alba- 
nien), ApoUonia (kTtoXkafvla). 

Pollonia, s. Yiosa. 

Polniseh-Lissa, s. lissa 2. 

Polock (Polozk), St. (Kreisst. im russ. 
Gouv. Witebsk, am Einflufs der Po- 
Iota in die Düna, Erzbischofssitz; 
ehedem Hptst. eines Hzgts., später 
einer zu Folen und Litauen gehörigen 
Woiwodschaft, seit 1772 mit Eufs- 
land vereinigt), Polotia. — Pel- 
tiscum. 

Polocker Woiwodschaft (s. Polock), 
Palatinatus Pölocensis, 

Polynesien, s. Australien. 

Polystilo, Euinen von Abdera in 
Thrazien, am Nestus), Abdera 
(üißöti^a, -cöv), -onun. — Abdera 
CAßöriQa, -«5), -ae, — Asperosa. 
Einw.: Abderitae {kßöijQtTai). 
Adj.: Abdertticus, -a, -umQißöfj' 
Qizixog). 

Pommern, Provinz (preufsische , an 
der Ostsee und im Norddeutschen 
Tiefland gelegen, wird durch die 
Oder in Vor- [im W.] imd in Hinter- 
P. [im 0.] geteilt und namentlich 
im 0. der Oder vom Norddeutschen 
Landrücken durchzogen , dessen 
höchste Punkte sich meistens nahe 
der Landesgrenze befinden, 3 Rbz.: 
Stettin, Stralsund, Köslin. Der Name 
stammt von den Pomorjonen oder 
Pomoren), Pomerania. 
ew.: Pomeräni, 
Adj.: Pomeranicus, -a, -um. 



Torpommem, Pomerama Cite" 
rior, 

Hinterpommem, Pomerania Wr 
terior. 

Pondich^ry, St. (Hptst. der frz. Be- 
sitzungen in Ostindien imd des 
gleichnam. Bezirks auf der. Küste 
Koromandel, an der Mündung des 
Ginge in den Bengalischen Meer- 
busen, Sitz des franz. Gouverneurs» 
bedeutende Reede), Poniiceriwn, 

Pons, St. (im frz. Dep. Niedercharente), 
Pontes. 

Pons-de-Tomii^res, St. — , s..St- 
Pons-de-Tomieres. 

Pontafel, Mktfi. (im östr. Kronland 
Kärnten, Bez. Tarvis, an der Fella 
und der ital. Grenze; geg^iüber in 
der oberital. Prov. das Dorf Pontebba), 
Pons Fellae. 

Pont - ä - Monsson , St. (im frz. , Dep. 
Meurthe, an der Mosel, mit der 
grofsen Abtei Sainte- Marie), Mus- 
sipontum. — Mtissipons. — Pons 
Camasonis. 

• Pontarlier, St. (im frz. Dep. Doubs, 
am Doubs), Pons Aelii. — Pons 
Dubis. — Ariorica. — Pontarlum. 

Pont-Audemef, St. (im frz. Dep. 
Eure, an der Risle), Pons Alve- 
märi. — Pons Aitdemäri. — Bre- 
tnodurum. 

Pont-de-BeauToisin, St. (im frz. Dep. 
Isere, am Guiers), Pons BeUom- 
cinus. 

Pont-de-C6, s. Ponts-de-Ce. 

Pont-de-FArehe, St. (in FrankriBich), 
Pons Arcuatus. — Pons Arcus. 
— Pons Arcuensis. — Pons de 
Arcis. 

Pont-de-SIron, Mktfl. (in Frankreich), 
Sirio. 



497 



Pont-de-Sor^ue 



Pordenone 



498 



Pont-de-Sorgrne , St. (in Frankreicli), 
Pqns Sorgiae. 

Pont-de-Yaux, St. (im frz. Dep. Ain, 
an der Reyssonze), Pons Välensis. 

Pont-de-Veyle, St. (im frz Dep. Ain), 
Oppidum Velae. 

Pontebba, s. Pontafel. 

Ponte Gentesimo, Mktfl. (in Umbrien), 
Forum Flaminii. — Foroflmrii- 
nium. 

Einw. : Foroflamimenses. 

Ponte Corvo (Ceprano), St. (in der 
ital. Prov. Caserta, im gleichnam. 
ehem. Fürstentum), Fregellae. — 
Föns Corvi. 

Einw.: Fregellani. 

Adj.: Fregellanus, -a, -um. 

Ponte de Lima, s. Lima 2. 

Ponte- della »Iva, Mktfl. (in Ober- 
italien), Btvus. 

Pontedüra, Insel (an der Küste von 
Dalmatien), PorturMa. 

Pontefract, St. (in England), Lugeoltim, 

Ponte Lungro, Mktfl. (in der Lombar- 
dei), Pons Longus. 

Ponte Botto (oder Eotello), St. (in der 
Prov. Neapel), Teanum Apultmi. 

Ponteredra, St. (Haüptoi-t der gleich- 
nam. Prov. im span. Kgr. Galicien, 
an der Mündung des Lerez in den 
Atlantischen Ocean, Bischofssitz und 
Hafen), Pons Vetus. 

Ponthieu, Landschaft (in Frankreich), 
Pontlvus Pagus. — Comitatus 
Ponticus. 

Pontlko, Insel (im Busen von Volo), 
Cicynethus {KixvvrfO^og). 

Pontikonesi, Inseln (3 kleine, zwischen 
Negi'oponte und dem Festland)» 
Lichädes {Aixcidsg at Nr^aoi). 

Pontleroy (Pont-le-Roi oder Pont-sur- 
Seine), St. (im frz. Dep. Aube, an 



der Seine, mit den Trümmern der 
Abtei Paraklet), Pontilevium, 

Pontoise, St. (im frz. Dep. Seine- 
Oise, an der Mündimg der Viome in 
die Oise), Briva Isärae. — Pon- 
tisära. — Pontoasia. — Oesiae 
Pons. — P(ym Oesiensis. 

Ponte Pagrlia, Mktfl. (auf der Insel 
Sardinien), Pupulum, 

Pontorson, St. (in Frankreich', Pons 
Ürsonis. 

Pontremoli, St. (Hptst. der zur ital. 
Prov. Massa-Carrara gehörigen Apen- 
ninenlandschaft Lunigiana, Bischofs- 
sitz am Magra; das Fort Bonnette 
beherrscht den Pafs von Pontremoli, 
durch welchen die Hauptstrafse aus 
dem Parmesanischen nach Toscana 
xmd ligurien führt), Äpua. — ^ Pons 
Tremülus. 
Einw.: Äpimni. 

Ponts-de-C^, Les — , St. (im franz. 
Dep. Maine-Loire, an der Loire, mit 
den Resten eines grofsen Römer- 
lagers), Pons Satt, — Pons Cae- 
sa/ris. 

Ponza, 1. Inselgruppe (auch Pontini- 
sche Inseln gen., zur ital. Prov. 
Caserta gehörig, im Tyrrhenischen 
Meer, meist nackte Felsen), Pontiae 
Insukne. 

S. Hauptinsel (mit bef. Hafen), 
Fontia. — Pontia. 

Poplonia, Ruinen (bei Piombino [w. 
m. s.] in der ital. Provinz Pisa), 
Populonia. — Populonium, — 
Popuhnii. — Poplonium. — Pu- 
plana. — Pupluna. 
Einw.: Populonienses. 

Poreuiia, St. (in der span. Prov. Jaen), 
Obulco. — Obulco Fontificense, — 
Obulcum, — Pontificense Mtmici- 
pium, — ' iMcippo. 

Pordenone, St. (in der oberital. Prov. 



499 



Pordongiano 



Porto Fino 



500 



Udine, zwischen IJdine und Treviso), 
Partus Naonis. 

Pordongiano, St. (auf der Insel Sar> 
dinien), Forwm Traiani, 

Porentmy (deutsch Bruntrut), St. (im 
schweizer Kanton Bern, an der 
Alaine, Besidenz des Bischofs von 
Basel), Bruntutum. — Brumdiisia, 

— Brundisia, — Bru/nd/rUtum, 

Porös, Insel (an der Küste der griech. 
Nomarchie ArgoUs mit dem gleichn. 
Hauptort, Flottenstation), Sphaeria 
(ZipaiQla). — Hiera {^Isqu), — 
Ccdawria {KaXavQsia). 

Porqnerolles, Insel (in Frankreich, 
eine der Hyerischen Inseln), Forca- 
riola. 

Port-a-€onde, St. (Seehafen auf der 
Westküste Sardiniens) , CordcTides 
Fortus (KoQaxwöriq Aifzi^v). 

Portalegrre, St. (die mit Befestigungen 
umgebene Hauptstadt und Bischofs- 
sitz des gleichnam. Bez. der portug. 
Prov. Alemtejo), Fortus Alacer. 

— Fortalegrum. 

Port Aman, Hafen (an der "Westküste 
von Marokko), Mysocaras {Mvao- 
xaQa^ Aifiijv). 

Portiei, St. ^oei Neapel, unfern der 
Meeresküste, steht, wie das benach- 
barte Eesina, auf dem verschütteten 
alten Herculanum), Suburbium Her- 
ciUanense. 

Portitza, St. (am Schwarzen Meere), 
IstropoUs, 

Portland, Insel (zur engl. Grafsch. 
Dorset gehörig, im Kanal, deren 
Südspitze das felsige Vorgebirge 
Portland-Bill mit 2 Leuchttürmen 
bildet), Vindelis. — Fortlandia, 

Portlonis (Blavet oder Port de la 
Montagne), St. (bef. Hafen im frz. 
Dep. Morbihan,. am Blavet), Fortus 
Ludovici. — Blabia. 



Porto, 1. s. Oporto. 

2. Mktfl. (beiKom), Fortu8.BO' 
manu 8, — Auffusti Fortus. 

3. oder Torre di Tada (in Tos- 
cana), Vada Volterrana, 

Porto Bofalo, St. (Hafen auf der Insel 
Negroponte), Forthmus {ÜOQd'fioq). 

Porto Constanza, St. (auf der mitt- 
leren Ostküste der Insel Cypem), 
Salamis (SaXafjtlg). — Constantia. 

Porto d'Atri, St. (in der ital. Mark 
Ancona), Mairinum. 

Porto d'Elia (P. Fanari), St. (Hafen 
in Albanien), Elaeae Fortus CElalag 
Aifii^v). 

Porto de Santa Maria, s. Puerto de 
Santa Maria. 

Porto de Torre, s. Porto Torres. 

Porto di Goro, St. (an einer der Po- 
mündungen in Italien), Carhonaria. 

Porto di MagrnaTacca, Hafen (an einer 
der Pomündungen), Ostium Sagis. 

Porto di Palinaro, Hafen (am Golf 
von Tarent), Falinürus Fortus. 

Porto di Palo, Hafen (an der Südost- 
küste Siciliens, beim Kap Passaro), 
Fortus Fachyn.i {Aifi^v Uaxvvov). 

Porto di Primaro, St. (Hafen an einer 
der Pomündungen), Fortus Vatemi. 

Porto Bracone, Hafen (von Athen), 
Firaeus (IleiQaiEvg). — Firaeeus. 

Porto Ereole, St. (in Etrurien), Her- 
ctUis Cusani Fortus. 

Porto Favona, St. (Hafen auf der 
Insel Korsika), Favonii Fortus. 

Porto Ferri^o, St. (feste Haupt- und 
Hafenst. auf der Nordküste der ital. 

m 

Insel Elba), Fortus Ferrarius. 

— Fortus Ferraius. — Argous 
Fortus. 

Porto Fino, Hafen (in der oberital. 
Prov. Genua), Fortus Delphini. 

— Ddphmi, -orum. 



501 



PortoiTftTedo 



Posilippo 



502 



Portograyedo, Hafen (in Marokko), 
Bus üb ^8 er CPovoovßijoiJQ). — 
Busnbyrsir CPovaovßv^alQ). — 
Busippir. — Busipissor. 

Porto Groäro, St. (Bischofssitz in der 
oberital. Prov. Venedig, am Lemone), 
Portus Gruarii. 

Porto Interito di BelF Oeehio, Ort 

(an einer der Pomündungen), Ostium 
Caprasiae. 

Porto Legrnano, Mktfl. (in der ober- 
ital. Prov. Verona), Portus lAgnacus. 

Porto Lonsrone, St. (gut bef. Hafen 
auf der Südostküste der Insel Elba), 
Portus Longus, — Portus Lon- 
gonis. 

Porto Mendra, Dorf (mit Ruinen an 
der Ostküste von Attika), Tkoricus 
(SoQLxoq)- 

Porto Manrizio (P. Moriso), St.- (Hptst. 
und Hafen der gleichnam. ital. Prov. 
auf einem Vorgebirge am Golf von 
Genua), Portus Mauritius. 

Porto Poro, St. (auf der Insel Cefa- 
lonia), Pronesus (JlQwvriaoq). — 
Prormaei {IlQOvvaioi). — Pronii 

{ÜQWVlOl). 

Porto Baphti, Hafen (an der Ostküste 
von Athen), Panormus (JlavoQfJLoq). 

Porto Bieo, s. Puerto Rico. 

Porto Torres (P. de Torre), St. (Hafen 
[von Sassari] auf der Nordküste der 
Insel Sardinien), Libissonis Turris. 

Porto Veechio, !• St. (Hafen auf der 
Insel Korsika), Portus Syracusanus. 
S, Golfo di — , Meerbusen (ebds.), 
Bubra, -ae, 

Porto Venere, St. (befest. Hafen in 
der ital. Prov. Genua, Bez. Levante, 
am Eingang zum Golf von Spezzia), 
Veneris Portus. 

Port-Boyal-des-Champs, Kloster (der 
Cisterciensemonnen bei Versailles, 



gestiftet 1223, 1709 zerstört), Portus 
Begius. 

Portsmouth, St. (Soest, in der engl. 
Grafsch. Southampton, auf der Insel 
Portsea am Kanal, erster Kriegshafen 
Englands, starke Festung), Magnus 
Portus. — Portus Adu/mus, — 
Portsmütpijum. 

Port-snr-Sadne, St. (im frz. Dep. 
Haute-Saone), Portus Abudni. 

Portugal, Königreich (der südwestl. 
Teil der Pyrenäenhalbinsel, Hoch- 
land, mit fruchtbaren, aber wenig 
kultivierten Ebenen und Thälem, von 
den Unterläufen des Guadiana, Tejo, 
Douro und Minho bewässert; 6 Pro- 
vinzen, Hptst. Lissabon [lisboa]), 
Lusitania. — Hispania Lusita- 
nia. — Provinda Lusitania. — 
Portugalia. 

Einw.: LusitOni. 

Adj.: Lusitänus, -a, -u^ni. 
Portugalensis, -e. 

Port-Vendres, St. (im frz. Dep. Pyre- 
nees-Orientales), Portus Veneris. 

Poras, Insel (im griech. Archipel) 
Porus. 

Poschegrer Gespannschaft (in Slavo- 
j nien, Hptst Posega [Poscheg]), Co- 
' mitatus Possegänus. — Comi- 
I tatus Possegiensis. 

I Posegra (Poscheg), St. (Hptst. der 
Poscheger Gespannschaffc in Slavo- 
nien, an der Orlyava), BasiUna. — 
PossBga. — Possegia. 

PoseD, St. (Hptst. des gleichnam. RB. 
und der Prov. Posen, Festung 
I. Ranges, am Einflufs der Cybina 
in die Warthe) , Posn ani a. — 
Posna. 
Adj.: PosnanievisiSj -e. 

Posilippo, Berg (mit Grotte bei Neapel), 
P au Sil yp u s (JlavaUvTcog). — 
Pausilippus. 



503 Possayanseher Distrikt 



Presidü 



504 



Possayanseher JHstrikt (in Kroatien), 
Processus Possavanus, 

Possenheim, Dorf (bayr. EM. Mittel- 
franken, Bezirksa. Rheinfeld), Pos- 
sinum. 

Posteibergr, St. (im böhm. Er. Saaz, 
unweit der Eger). Äpostolorum 
Porta. — Äpostolorum Mona. 

Potenza, St. (Hptst. der ital. Prov. 
Basilicata, Bischofssitz am Basonte), 
Potentia. 

Potsdam, St. (Hptst. des gleichnam. 
Rbzs. und der Prov. Brandenburg, 
an der Havel), Potestampium. — 
Pottstampium. — Postamptum, — 
Bostampium. — PostBmum. — 
Bestanium. 

Pougret, La — , Dorf (in Frankreich), 
Puerinum. 

Pouilly, St. (im frz. Dep. Nievre, an 
der Loh*e), Pauliäcum. 

Poulangry, Mktfl. (und Kloster in 
Prankreich), PauUniacensis Äbbatia. 

Pour(^aiii, St. (im frz. Dep. AUier), 
Fcmum Sancti Portiani. 

Pozzuoli (-0; Puzzuolo, -i), !• St. (im 
Norden des Golfs von Neapel, Fund- 
ort der ber. Puzzolanerde , welche, 
aus Eisensand mit Kalk verbunden 
bestehend, steinhart wird; dabei der 
1538 plötzlich entstandene Hügel 
Monte Nuovo), Puteoli. — Dicae- 
archia {ALxaLaQ)(^SLa). 

Einw. : Puteolänt. 

Adj.: Puteolänus, -a, -um. 

2. Meerl>usen yon — , Sinus 
Puteolänus. 

Praehiner Kreis (in Böhmen, früher 
selbständig, jetzt zum Kreis Pisek 
gehörig, benannt nach einem Berge 
bei Horazdiowitz, worauf früher eine 
Stadt Namens Praohin stand), Circu- 
lus Prachensis. 

Praestoe, St. (Hafen und Amtssitz auf 
der dän.InselSeeland), Pre86yteron€St*8. 



Prag: (czech. Praha), St. (Hptst. Böh- 
mens und des gleichn. Kreises, alte 
Residenz der böhmischen Könige, zu 
beiden Seiten der Moldau, zerfällt in 
die 4 Städte: Altstadt, Neustadt, 
Kleinseite mit dem Hradschin und 
die kl. Bergstadt Wyssehrad und die 
Vorstädte Smichow und Karolinen- 
thal), Praga. — Boiöbmum. — 
Boviasmum. — Marohodum. — 
Casurgis. — BubiEnum. 
Adj.: Pragensis, -e. 

Praslowitseha (Kiustenza oder Kin- 
stendza), St. (in Bulgarien, am Schwar- 
zen Meer), Constantiana. 

Pratiea (Patrica), St. (bei Rom)' 
Laviniitm. 
Einw.: Lavinienses. — La- 
vinii. 

Prayadi, Ort (in Anatolien), Soatra 
{Soat^a). — Sabatra {SdßaxQo). 

Pregrel, 1. FL (der eigtL Hauptfl. in 
Ostpreuisen, entsteht aus der Instör, 
Pissa und Angerapp. Der P. teilt 
sich in Alten [südl.] und Neuen 
[nördl.] P., die sich in Königsberg 
wieder vereinigen, und geht 8 km 
unterh. K. in das Kurische Haff), 
Guttälus. — GuthMus. — Ghro- 
tiws. — PregSla. — Pregella. — 
PregoUa. — Prigora. 
2* s. Bregel. 

Prekopy s. Perekop. 

Prella, Thal (in Italien), ValUs Petra- 
latae. 

Premonster, Mktfl. (bei Laon im frz. 
Dep. Aisne), Praemonstratum. 

Prenzlan, St. (Kjreisst., RB. Potsdam, 
Prov. Brandenburg, am Ausflufs der 
TJker aus dem Ukersee, alte Hptst 
der Ukermark, 1128 angelegt, 1235 
zur Stadt erhoben), Primislavia, 
— Premislama. — Prenslavia. 

Presidü, State degli — , Landschaft 
(in Toscana), Status Praestdii. 



505 



Preslaw 



Prflm 



506 



Preslaw, s. Perejaslaw. 

Prefsbiirg' (ungar. Poson, slaw. PreJJs- 
burek), St. (kgl. Frei- und Hptst. des 
gleichnam. Komitats in Ungarn, am 
linken Ufer der Donau), Posonium. 
— Fisonium, — Breeislabu/rgum. — 
Fresbu/rgum. 
A^j.: Fosoniensis, -e. 

PrenTseii, Staat (Königreich, der gröfste 
und wichtigste Staat im deutschen 
Eeich, nimmt den grölJsten Teil von 
Norddeutschland ein; Hptst. Berlin), 
Borussi a. — Fmssia. — Ülmigavia. 
Bew.: Borussi. — Frussi. 
Adj.: Borussicus, -a, -t*w. 
Frussicus, -a, -um, 

PreufBiseh-Eylaii, St. (Kreisst., EB. 
Königsberg, Prov. OstpreuTsen, am 
Pasmar), Güavia Borussica. 

PreYesa (Vecchia oder Paleoprevyza), 
St. (türk., ehem. stark befestigt in 
Albanien, auf einer Halbinsel am 
Meerbusen von Arta, mit kl. Hafen), 
Nicopolis {NixoTiokig). — Actia 
NicopoUs. — ActianopoUs. 

PriehseDstadt, St. (bayr. RB. Unter- 
franken, Bezirksa. Gerolzhofen), Fri- 
poUs. 

Prilip (Perlepe, Perlipa), St. (in der 
türk. Prov. Rumelien), Heradea 
Felagoniae. 

Primkenau (Piimmikau), St. (Kr. 
Sprottau, RB. Liegnitz, Prov. Schle- 
sien; dabei Schlofs und Herrschaft 
P. des Herzogs zu Schleswig- Hol- 
stein-Sonderburg- Augustenburg),Pn- 
mislavia. 

Principato, 1. citeriore, Provinz 
(frühere, des Kgrs. Neapel, der jetz. 
ital. Prov. Salerno entsprechend), 
Frindpatus Citerior. 

Ü. alteriore, Prov. i^der jetz. Prov. 
Avellino entspr.) , Fr incipatxis 
Ulterior. — Samnium. 

Prinzeninseln (im Marmarameer), De- 



monfnjesi (Jrjfjtav[v]Tjooi\ -antm, 
Adj. : Demonlnjesittö, -a, -mm (Ji/- 
fiovl^ji^öLog). 
Prisrend, s. Perserin. 
Pristina, St. (in Serbien), Vidcmum. 

Priwitz, Mktfl. (in Ungarn), Frtvidia. 

Proeida, Insel (kl. neapohi, im Meer- 
busen von Neapel; an der Südost- 
küste die Stadt P. mit Hafen), 
Frochyta (Hqoxvttj). 

ProSma, St. (in Rumelien), Froerna 
(IlQosQva). — Froama {ÜQoaQva). 
Einw.: Frohemii. 

Promontore (Punta di Promontoria), 
Vorgebirge (südliche Spitze von 
Istrien), Folaticum Fromuntu- 
rium QixQODtriQiov IIoXaTixov). — 
Foleaticum Fromuntwrium QixQw- 
zriQLOv IIoXeaTLXOv). 

Promontorio del Honte Gargrano, 

Vorgebirge (in der neapolitanischen 
Prov. Capitanata, bildet die in das 
Adriatische Meer vorspringende Halb- 
insel, nördl. vom Golf von Man- 
fredonia), Gargänum Fromun- 
turium. — Gargü/ni Montis Fro- 
mvmtxjmum. 

Prote, Insel (an der Westküste von 
Messenien), Frota {Jlgaytri). 

Provence, Prov. (alte frz., am Mittel- 
meer zwischen Rhone und Var, um- 
fafst die jetzigen Dep. Rhonemün- 
dungen, Var, Niederalpen und z. T. 
auch Seealpen), Frovincia. — 
Gallia Narbonensis. — Frovincia 
FrancogcUlica. — Sälaviorum Terra. 
— Salyorum Terra, 

Provins, St. (im fi*z. Dep. Seine-Mame, 
an der Voulzie), Frovtnum. — 
Frovinium. — Fruvinum, 

Pi*sypietsch, Fl. (in Russ.-Polen), Fri- 
petius, 

PHlm, 1. St. (Kreisst., RB. Trier, 
Rheinprovinz, an der Prüm, mit 



507 



Fmm 



Panta del Pezzolo 



508 



ehem. leichsumnittelbarer Benedik- 
tinerabtei), Pruma. — Brumia. 

2« Kloster (ehem., s. 1), Fritmcicie 
Monasterium. 

3. M. (1. Zufi. der Sauer in der 
Rheinprovinz, entströmt der Schneifei 
nnd mündet bei Münden unterhalb 
Echtemacherbrück), FrumiM, 

Pnun (Pruym), Fl. (kl., in Belgien), 
Pronaea {UgovaLa). 

Pmrheim, Landschaft (Name der 
Gegend bei Bruchsal in Baden), 
Pruhraenum. 

Prath, JPl. (1. Nbfl. der Donau, entspr. 
in GaUzien an den Karpaten, bildet 
die Grenze zwischen Bumänien und 
Buisland und mündet östl. von Ga- 
lacz bei Eeni nach 840 km in die 
Donau), Hieräsus (^/f^aaog). — 
Gerästis. — PyrUus (JLvqetoc^. 

Przemysl, St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises in Galizien, am San, ehem. 
Residenz der Fürsten von P.), Pre- 
mislia. 

Psara (Ipsara), Insel (kl., des Ägäischen 
Meeres unweit Chios mit gleichnam. 
St.), Psyra (^v(>a). 

Psatho (oder Alepochori), St. (in 
Griechenland, zwischen Athen und 
Korinth), Pagae (Hayat). — Pegae 
{Ilijyaf). 

Psiloriti (Monte Giovio), Berg (auf der 
Insel Kandia {Ida (dor. 7da, att. ""löti). 

Puebla de Guzman, St. (in der span. 
Prov. Huelva), Praesidium. 

Puebla de los Angreles, La — , St. 

(Hptst. des mejikan. Staates Puebla, 
Bischofssitz am Tla^cala), Angelo- 
polis Ämericana. 

Paente del Arzobispo, St. (in Spa- 
nien), Äugustobrtga, — Augusto- \ 
Imca. ; 

Einw.: Augustobrigenses. 

Paente de Don Guarray, Ruinen (in 
der Nähe der St. Soria, der Hptst. 



der gleichnam. Frov. in Altkastilien, 

am Duero), 
Einw. : Nu manti a. — Numantvni, 
Adj.: Numantintis, -a, -um. 

Paenta de la Belna, St. (in der span. 
Prov. Navarra), Gares, — Gare. 
Einw.: Carenses. 

Puerto de Babanon, Berg (in Spa- 
nien), Mons Sacer. 

Puerto de Salon, St. (in Spanien), 
Salawris. 

Puerto de San Martino, Hafen (in 
Spanien), Vi sei Partus. — Vesci 
Portals. 

Puerto de Santa Maria, St. (in der 

span. Prov. Gadiz, an der Mündung 
des Guadalete in die Bai von Cadiz), 
MenesthH Portus. 

Puerto Real, St. (in der span. Prov. 
Cadiz, an der Bai von Cadiz), 
Portus Begius. 

Puerto Eico (Porto R.), Insel (span., 
eine der grofsen Antillen, Hptst. San 
Juan de P), Imula Sancti loawnis 
Portus Divitis. 

Puieerda, s. Puycerda. 

Pulseaux, St. (in Frankreich), Puteölus, 

Pulkau, Mktfl. (im östr. Kreis Unter- 
manhartsberg, am Fufs des Manharts- 
bergs), Pulkau. 

Pultanah, St. (in Ostindien), PUthäna. 

Pultusk, St. (Kreisst. im russ.-poln. 
Gouv. Plock, am Narew), Pultovia, 
— Pultuscia, 

Punah (Poona), St. (Hptst. des gleich- 
nam. Distr. der indobrit. Präsident- 
schaft Bombay, an der Muta), Bana- 
vasi. 

Punta della Llcosa, Vorgebirge (bei 
Neapel), Posidium (Jloaeiöiov), 

Punta dello Spartivento, s. Capo di 
Spartivento. 

Punta del Pezzolo (auch Capo di 
Cavallo gen.), Vorgebirge (im Südosten 



\ 



509 



Panta di Gigrante 



Quarnero 



510 



Italiens am sicilischen Sund), Caenys, 
-yos {KaZvvg). 

Punta di Glgante, Vorgebirge (an der 
Ostküste Siciliens) , Flemmyrium 
(JIXrifjLfivQiov) Frormmturium, 

Punta di Promontoria, s. Promon- 
torio. ^ 

Pasciana, Lago di — , See (in Ober- 
italien), Eupilis. 

Paselas (Poschiavo oder Boschiavo)^ 
Mktfl. (im schweizer Ejuiton Grau- 
bünden, an der Strafse über den 
Bemina), Fesclavium. 

Pasterthal (im Östl. Tirol, durch das 
toblacher Feld in 2 Teile geschieden, 
welches die Eienz [gegen W.] und 
die Drau [gegen 0.] durchfliefsen), 
Fyrastarum Vallis. — Fj^rusta- 
rum Vallis. — VaUis Fusteria. 

Patzig (Pauzke), St. (Kr. Neustadt in 
Westpreufsen, EB. Danzig, an der 
Putziger Wiek, einem Teil der Dan- 
ziger Bucht, durch die Putziger 
Nehrung von der Ostsee getrennt), 
Bugustia. — Fusiscum. 

Pay, Le — , St. (auch Le-Puy-en- 
* Velay, Hptst. des frz. Dep. Oberloire, 
am Einflufs der Borne und des Do- 
laison in die Loire), Fodium. — 
Cimtas Vellavorum. — ürbs Vella- 
vorum. — Vellava Ürbs. — Ani- 
dum. 

Paycerda, St. (befest., in der span. 
Landschaft Oerdana in Katalonien, 



nahe der Segrequelle), Ceretano- 
rum lugum,' — Fodium. 

Pny-de-Ddme, Gebirge (der nördl. 
Teil der Auvergne, meist vulkani- 
schen Ursprungs; danach benannt 
das frz. Dep. P. mit der Hptst. Cler- 
mont-Ferrand), Duma. 

Paylaorens, St. (im frz. Dep. Tarn), 
Fodium Laurentii. 

Pazzuolo (-i), s. PozzuoU. 

Pyrenäeu, Gebirge (Kettengeb. auf der 
Grenze von Frankreich und Spanien, 
zieht sich vom Kap Oreuz und Kap 
Norfeo am Mittelmeer bis zur Süd- 
ostecke des ßiscayischen Meerbusens, 
besteht aus zwei Ketten: den Hoch- 
oder Mittel- und den Westpyrenäen; 
nach den P. sind auch die frz. Dep. 
Nieder-R, Hoch-P. und Ost-P. be- 
nannt), Fyrenaei Montes (IIvqtj- 
vatov ^Ogog). — Mons Fyrenaeus. 

— SaUus Fyrenaeus. — SaMus Fy- 
renaei. — Fyrenaeus. — Fyre/m. 

Pynpo, St. (in der griech. Nomarchie 
Achaja und EKs, nicht weit vom 
Ionischen Meer, mit dem Hafenorte 
Katakolo), Fyrgus {Uvgyoq). — 
Fyrgi {nvQyoL).—Letnni{AsrQlvoi). 

Pyritz, St. (Kreisst., RB. Stettin, Prov. 
Pommern, im Weizacker), Firiscum. 

— Firissa. — Firiseum. 

Pyrmont, St. (Hauptort des gleichnam. 
Kreises im Fürstentum Waldeck, an 
der Emmer), Fyrmontium. — 
Fetri Mons. — Arx Fyrmontana. 



a 



Qalabscheh, Dorf (in Nubien), Talnus. 

Quadema, Santa Maria de — , St. 

(ital. Prov. Bologna), Ciatema. 

Quanaro, s. Quamero. 
Quarantania, Wüste (in Palästina), 



lericho 
Solitudo. 



■US. — Hieridiunttna 
Quarantania. 



Qnamero, Meerbusen (der nordöstl. 
Meerbusen des Adriatischen Meeres, 
zwischen Isthen und Kroatien, mit 



511 



Quatre-Bras 



Raab 



512 



den 4 Quamerischen .Inseln. Der 
zwischen Istrien und Chierso gelegene 
Teü des Golfs heilst Kanal Q., der 
zwischen Cherso und Lussin sowie 
Arbe und Page gelegene Kanal Quar- 
nerolo), Sinus Flanaticus, — 
Sinus Flanonicus. 

Qaatre-BraSy Meierei (,in der belg. 
Prov. Südbrabant, in der Gegend von 
Waterloo), Quattuor Bracchia, 

— Ad Quattuor Bracchia. 

Quebek, St (Hptst von Untercanada, 
sehr starke Festung am Lorenzstrom 
mit vortreffl. Hafen), QuehEcum. 

— Kebieum. 

Qaedlinburgr, St. (Kr. Aschersleben, 
EB. Magdeburg, Prov. Sachsen, an 
der Bodo), Quedlinhurgum ad 
Altam Arhorem. — Q^edUn- 

burgum. — Quidelingeburgum, 

* 

Queens County, Grafschaft (in Irland ; 
Hptst. Maryborough), Comitatus Be- 
ginae, 

Queenstown (früher Cove), St. (in der 
irischen Prov. Mimster, Haupthafen 
von Cork), Beginopolis. 

Queis, M. (1. Nbfl. des Bobers in Schle- 
sien, entspringt auf dem Weifsen 
Flinsberg im Isergebirge imd mündet 
oberhalb Sagan), Qudssus. 

Quentin, St. — , s. St. Quentin. 
Quercy, Landschaft (im frz. Dep. Lot), 



Cadurea Terra, — Trcuittis (Ja- 
dwrcensis. — Tractus Cadurcinus. 
— Cadurcarum Begio. 

Qaerfurt, St. (Kreisst., RB. Merseburg, 
Prov. Sachsen, an der Quema), 
Quem furtum. — Qu^erfurtum. 

Qaeiyoy, St. (Festung 3. Ranges im 
frz. Dep. Nord, im ehemal. Henne- 
gau, zwischen den Flüssen RoneUe 
imd Escaillon), QiiercStum. 

Qal^to^ Fl. (in Istrien, ergiefst sich bei 
Cittanuova ins Adriatische Meer), 
Quaetu^. 

Quilleboenf , St. (im frz. Dep. Eure, 
unweit der Seinemündung, Handels- 
hafen für die gröfseren Seeschiffe), 
Qmlehovium. 

Quimper (Q.-Corentin), St (Hptst. des 
fr-z. Dep. Finistere, am Odet, Bischofe- 
sitz und kl. Hafen), Civitas Curio- 
sopitum. — Coriosopitum. — Curio- 
solimagus. — Comu GaUiae. — 
Alau/na. 
Adj.: Coriosopitensis, -e. 

Quimperl^, St. (Hafen im frz. Dep. 
Finistere, an der Vereinigung von 
Isok und Elle), Quiinperla,€um. 

Quirito, San — , s. San Quirito. 

Quito, St. (Hptst. der südamerikan. 
Republik Ecuador, am Vulkan Pi- 
chincha), Fanum Sancti Francisci. 

Quitros, s. Kudros. 



R. 



Baab, 1. Fl. (in Ungarn, entspringt in , 
den Fischbacher Alpen bei Fladnitz ' 
in Steiermark, wird bei Könnend 
schiffbar und mündet nach 180 km 
bei der Stadt Raab in die Donau), , 
Arabo. — Arabon, -önis: — Babus. 
— Baba. — Hrapa. — Aqua Nigra. ' 
d* St (ungär. Györ oder Nagy- , 



Györ, Freistadt und Hauptort des 
gleichnam. Komitats, am Einflufs der 
Raab und Rabnitz in die Donau, 
Bischofssitz u. Stuhlgericht), Arabo. 
— Arrabo. — Arrabona. — Ara- 
bonia. — Bhaba. — Gereorenum. — 
launnutn. — lavarinum. — lurinum. 
3. Gespannschaft (Kr. jenseits der 



513 



Rabbah 



Bamberrillers 



514 



Donau), Gomitatus lauriensis. 

— Gomitatus lavariensis. 

Sab bah, Dorf (mit Ruinen in Palästina, 
an der Ostseite des Toten Meeres, 
die alteHptst. der Moabiter), Areo- 
polt 8 (ÄQeonokig). — Bäbathmoba 
CPaßäS^ficaßa)» — Babäbatora, 

Babbia, La — , Gebirge (arab. Dschebel 
Dschebir, in AMka), Äsyj^iis 
C!iavg>oq). 

BabkVz, Insel (in der Donau in Un- 
garn), Bobae Insula. 

Baeca, s. Baklca. 

Raceonigri, St. (in der ital. Prov. Cuneo), 
Baconisium. 

Bachada, Fl. (in Ostindien), Chrysoana 
{XQVoodvag). 

Baekhasburgr (Eake[l]sburg), St (in 
Untersteiermark), Bacospurgum, 

— Bacoshurgum. — Bachelhu/rgum, 

— BaditQMwm. — HilioOmmn, — 
Heditänum. — Halicänum. — Ali- 
canum, 

Baekskeney, Dorf (in Ungarn), Inter- 
dsa. 

Baeonigi, s. Baeconigi. 

Badom, St. (Hptst. des gleichnam. 
Gouv. in Eussisch-Polen, im S. an 
östr. Gebiet grenzend; an der Ea- 
domka, einem Zufluls der Weichsel), 
Carrodünum. — Badamia, 

Badstadt, St. (alte, im östr. Hzgt. 
Salzburg, zwischen dem Dachstein 
und dem EadstadterTauem), Teu/mia. 

Bagrnit, St. (Kreisst., EB. Gumbinnen, 
Prov. Ostpreufsen, 1. an der Memel), 
Bagnstum. 

Bagrusa, St. 1. (Prov. Dubrownik, be- 
fest. Hptst, des gleichnam. Kreises 
im östr. Kgr. Dalmatien, am Adria- 
tischen Meer und am Pufs des Berges 
Sergio, Bischofssitz), Bhausium. 

— Bisinum, 

S. — Alt- oder Bagrasa-Yeeebia 

Snalfeld, Geograph. Handbüclilein. 



(das alte Epidaurus, jetzt ein ärm- 
licher Flecken, 2V2 St. von Eagusa 

entleTD.t)^Epidauru8 CETtiSttVQog). 
Epidaurum. — Bagüsa Vetus, 

3« (in der Prov. Note auf Sicilien, 
am M. E., einem Zuflufs des Mittel- 
meers), Hyhla Minor ('YßXa ^ 
^XdxTCDv). — Heraea CH^aioc). 

Bain, St. (bayr. EB. Schwaben, Be- 
zirksamt Neuburg a. D., an der Ach 
und unweit des Lechs), Clarenna ad 
Lid Confltientem. 

Bajoo, M. (im Westen von Vorder- 
indien), Sadus {Hdöog). 

Balzen (Eatzen oder Eazen), Volks- 
stämme (verschiedene serbische, 
griechischen Glaubens, in Serbien, 
Slavonien, Niederungam, in der Mol- 
dau und Walachei), Basciani, — 
Basd. 

Bakan, s. Eakow. 

Rakka, St. (im früheren Ejalet in 
Mesopotamien, jetzt im Paschalik des 
türk. Ejalets Aleppo, am Euphrat), 
Nicephorium (Nixt^ipoQiov), — 
Constanttna, 

Bakonitz, St. (im böhm. Kreis Prag, 
Sitz eines Bezirksamts), Bacomcum. 
Adj.: Baconicensis, -e. 

Bakow, Mktfl. (im russ.-poln. Gouv. 
Eadom), Bacovia. 

Bakownitzer Kreis (in Böhmen), Pro- 
vinda Bacotonicemis. 

Bama (Eamathaim Zophim, jetzt Nebi 
Sahamuil), St. (in Palästina), Ari- 
mathaea (kgifiad^ala). — Art- 
mathia, — Bama, — BamvUa. 

Bamanan-Kor, Vorgebirge (im Süden 
von Vorderindien), Cory {K&qv). — 
Colias {KwXidg). — Calligicum 
(KakXiyixov). 

Bambert-le-Joux, St. — , s. St.- 

Eambert-le-Joux. 

Bamberrillers, St. (im franz. Dep. 

17 



515 



Bambonillet 



KuTensburg 



516, 



Yogesen, am Mortagne), Bamberii 
Villa, — BamberviUa. 

Bambonillet, St. (im frz. Bep. Seine- 
Oise, am Walde von St.-Leger), 
Bamboletum, 

Bamgrongra» M. (ein Nebenflnüs des 
Ganges), Magon (Mdycjv). 

Bamisseran-Eor (Kami-Sor), Insel 
(zwischen dem Vorgebirge Bamanan- 
Kor nnd der Nordspitze von Ceylon), 
Inaula Solts. — Cory (Kut^v). 

Ramsey, St. (Hafen auf der Nordost- 
küste der brit. Insel Man), Bimmis. 

BanQon, Mktfl. (in Frankreich), Ande- 
camtUum. 

Bandazzo, St. (befest., in der ital. 
Prov. Catania, am nördl. Fufse des 
Ätna), Tissa. — Tisse. 
Einw. iTissenses. — Tissinenses. 

Banden, Berg (Glied des deutschen 
Jura, teilweise noch im schweizer 
Kanton Scha£Qiausen; auf deutscher 
Seite die Donauquelle), Abnoba. — 
Abnova. — Abnona. 

Banders, St. (Amtsst. und Hafen im 
dän. Stift Aarhuus auf Jütland, an 
der Mündung der Guden-Aa in den 
K.-i^*ord), Bandrusia, — Bern- 
drusium. 

Baon l'Etape, St. (in Frankreich), 
Bodo. 

Bappersehwyl (Kappersweil) , St. (im 
Seebezirk des schweizer Kantons 
St.-Gallen, an der Ostseite des oberen 
Zürichersees), Buperti ViUa, 

Bappoltstein, Schlofs (oberhalb Kap- 
poltsweiler, ehem. frz. Eibeaupierre 
gen.), Bappolti Petra. — Jßupes 
Bapoldi, 

Bappoltsweiler, St. (Kreisst, Bezirk 
Oberelsafe , Elsafs - Lothringen , am 
Fuls des Wasgenwalds, ehem. frz. 
Eibeauville gen.), Bappolti ViUa, 

Bfts-el-Aln, St. (im türk. Paschaük 



Diarbekr in Kleinasien), Besena, — 
Besaena (^P^aatva). — Theodosio- 
polis {SsoöoaiovnoXig). — Colonia 
Septimia Besainesiorum. 

Bfts-el-Boar, Vorgebirge (am Arabi- 
schen Meerbusen, auch Kap Calmez 
gen.), Mnemium {Mvrifielov), . 

Bfts-el-Enf , Vorgebirge (in Ägypten), 
Fe/ntedadylus. 

Bfts-el-Hadd, Vorgebirge (Südostspitze 
Arabiens), THdymi Montes. 

Bfts-el-Heili, St. (Hafen auf der West- 
küste von Vorderindien), JElancorum 
Emporium (^EXayxtoQ). 

Basino (oder Kephalari), Fl. (auf Mo- 
rea, mündet in den Golf von Nau- 
plia), Erasinus CEQaolvoq). 

Bfts-Mohammed, Vorgebirge (die Süd- 
spitze der Sinaihalbinsel im Eoten 
Meere), Pharan {^agdv). 

Bfts-Sem, Vorgebirge (im westl. Barka 
in Afrika), Phycus, -wntis {*Pvxovq\ 

Batibor, St. (Kreisst., RB. Oppeln, 
Prov. Schlesien, an der Oder, welche 
hier schiffbar wird), Batiboria, 
Adj.: Batiboriensis, -e. 

Batzel^urgr, St. (Kr. Hzgt. Lauenburg, 
Prov. Schleswig-Holstein, auf einer 
Insel im Ratzeburger See), Laci- 
bwrgum. 

Bandten, St. (Kr. Steinau a. 0., RB. 
Breslau, Prov. Schlesien), Bautena: 

Baum, Dorf (bei Poitiers in Frank- 
reich), Bau/ranum, 

BaTello, Mktfl. (in der ital. Prov. Sa- 
lemo [Principato citeriore], oberhalb 
Amalfi), BaveUum. 

Bavenna, St. (Hptst. der gleichnam. 
ital. Provinz, einer früheren Delega- 
tion des Kirchenstaats, Erzbischofs- 
sitz, 1 St. vom Adriatischen Meer), 
Bavenna. 
Einw.: BavennOtes. 

Bayensburgr, St. (Oberamt, württem- 



517 



Baveiistein 



Begensbursr 



518 



berg. Donaulcreis, an der Schufisen), 
Bavemburgnm, 

RaTensteln, St. (in der niederl. Prov. 
Nordbrabant, Bez. Herzogenbusch), 
Ravenstenium. 

Bawa, "Woiwodschaft (im russ.-poln. 
Gouv. "Warschau, an der Rawka, mit 
der gleichnam. Hptsi), Falatinatus 
Ravensis. 

Bawi (Rawee), Fl. (einei: der 5 Ströme 
des Pendschab, wird oberhalb Labore 
schiffbar und mtindet nach 670 km 
in den Chenaub [Tschinab]), Hy- 
draotes ^Yögaanriq). — Hyarotis 

, CYaQODXLq), 

Baygrem, Kloster (in Mahren), Bay- 
gradense Monastertum, 

Baas, Le — , Vorgebirge (im frz. Dep. 
Finistere), Calbium Promuntimum, 

Bazelm, See (Salzsee an der südlich- 
sten Donaumündung), Hcämyris 

Bazik (Eadsjik), St (in Syrien, am 
Euphrat), Eragiza CEgayL^a). — 
Erfasiga (^^Qaolya). 

B6 (He de Re), Insel (befest., im At- 
lant. Ocean, an der Küste des frz. 
Depart Niedercharente, Larochelle 
gegenüber; Hauptort St.-Martin-de- 
Ee), Bea. — Radis. — Reacus. — 
Oracina. 

Beading-, St. (in der engl. Grafsch. 
Berks), Radinga, 

Bebais 9 Kloster (bei Meaux im frz. 
Bep. Seine-Marne), Rasbacis, 

Beeanati, St. (in der ital. l^ov. [früher 
päpstl. Delegation] Macerata, unweit 
des Adriat. Meeres), Rednetum. 

Beeco, Mktfl. (in der oberital. Prov. 
Genua), Ridna. 

Beehbergr (Vorder- und Hinterweiler), 
Weiler (und Dorf, württemb. Jagst- 
kreis, Oberamt Gmünd in Württem- 
berg), Saloca. 



Beeknitz, EL (Küstenfl. in Mecklen- 
burg und Pommern, entspr. wenig 
nordöstl. von Güstrow, fliefst bei 
Damgarten in den Bibnitzer See 
[Saaler Bodden], von Marlow ab 
15 km weit für kleine Seeschiffe 
fEihrbar), Raxa. 

Beeonqnis, Landschaft (in der Hcardic 
in Frankreich), Recuperata Terra. 

Bednitz, M. (ein QueMuTs der Begnitz 
in Bayern, entsteht bei Georgens- 
gmünd aus der Schwäbischen und 
Fränkischen Bezat, ninmit r. die Bot 
und die Vordere Schwarzach, 1. die 
Aurach, Obere Schwabach tmd Biber 
auf und fliefst unterhalb Fürth mit 
der Pegnitz zur Begnitz zusammen), 
Radantia. — Ratam^za. — JBo- 
diantia. 

Bedon, St. (in Frankreich), Roto. 

Bees, St. (Kreisst., BB. Düsseldorf, 
Eheinprovinz, am Ehein), Resse. 

Begen, 1. Fl. (Hauptabfl. des Böh- 
misch-Bayrischen "Waldgebirges auf 
der bayrischen Seite, entsteht aus 
dem Schwarzen und Weifsen E., 
durchströmt im krystallinischen Ge- 
birge ein tiefes Thal, empfängt bei 
Cham die Chamb und bildet schliels- 
lich bis zur Mündung in die Donau 
bei Stadtamhof die Grenze zwischen 
dem Donaugebirge und dem Jura), 
Regnus. — Regtnus. — Rezna. 

Z. Mktfl. (Bezirksamt, bayr. EB. 
Niederbayem, am Schwarzen Eegen), 
Regna. — Regwus. 

Beg'ensbnrg, St. (unmittelbare, Hptsi 
des bayr. EB. Ob^pfalz, auf dem 
südl. Ufer der Donau, Stadtamhof und 
der Mündung des Eegen gegenüber), 
August a Tiberii. — Cölonia 
Tiheria Äugusta. — Reginum. — 
Castra Regina. — Ratisbona. — 
Reginobwrgum. — HieropoUs. — 
Imbripölis, — Tibumia. 

17* 



519 



Regenstftuf 



Beno 



520 



Regrenstauf) Mktfl. (in der bayr. Ober- 
: pfalz, am Begen, mit Schlofsraine), 
Arx Begnesia. 

Regenwalde, St. (Kreisst., RB. Stettin, 
Prov. Pommern, an der Rega), 
Bhugiiim. 

Begrgio, 1. Calabria, St. (Hptst der 
gleichnam. südital. Prov., früher 
Calabria nlteriore I., Erzbischofssitz 
und Hafen an der Strafse von Mes- 
sina), Bhegium CPi^yiov). — Bhe- 
gium lulii. i 

Einw.: Bhegini CPrjyivoi). 

2. Emilia, St. (Hptst. und Bi- 
schofssitz in der gleichnam. ital. 
Prov.), Bhegium Lepidi. — 
Begiwm Lepidtim. — Begitim Lepi- 
dium, — Oimtas Begiwm. — Forwm 
Lepidi. — Begina. 

Einw.: Begienses a Lepido. 

Begrina, Mktfl. (in Kalabrien), BrifiKm. 

Begrnitz, FL. (der wichtigste Nbfl. des 
Mains im Frankenland, bildet sich 
bei Fürth aus der Pegnitz und Eed- 
nitz und mündet 6 km unterhalb 
Bamberg auf der 1. Seite), Begnesus. 

Beiehenau, Insel (im Untersee, badi- 
scher Kreis, Amt Konstanz, ehemal. 
reichsunmittelbare Benediktinerabtei,' 
724 vom heil. Pirmin gegründet, 
1803 säkularisiert; ein 1 km langer 
Dammweg verbindet im SO. die Insel 
mit dem Festland), Äugia Dives. 
— Augia Maioi\ — Bichenavia. 

Beichenbaeb, !• Dorf (bayr. RB. Ober- 
pfalz, Bezirksamt Roding, ehemal. 
Benediktinerabtei von 1118), Sancti 
Gregorii Cella, 

3. im Togrtland, St. (sächs. 
Kreish. Zwickau, Amtsh. Plauen i. V.), 
Bicobäcum in Varisds. 

Beiehenhall , St. (bayr. RB. Ober- 
bayern, Bezirksa. Berchtesgaden, an 
der Saale in schöner Alpengegend), 
Halla Oppidum. 



Beiehenireier, Dorf (Kant. Kaysers- 
berg, Ejt. Rappoltsweiler, Bez. Ober- 
elsafe, Elsafe-Lothringen, am Wasgen- 
wald), Bicomum. — Bichovilla. 

Beify s. Riva. 

Rein, Kloster (in Untersteiermark), 
Buna. — Bunense Coenöbiwm. 

Beina, s. Regina. 

Beismarkt, Mktfl. (in Siebenbürgen). 

Mereurium. 
Bemagren 9 St. (Kr. Ahrweiler, RB. 

Koblenz, Rheinprovinz, 1. am Rhein), 

Big<ymö,gwm. 

Bemiremont, St. (im frz. Dep. Yogesen, 
an der Mosel, deutsch Reimersberg), 
Bomarici Mons. — Bomericus 
Mons. — Bomericum Castrum. — 
Bemiremontium. — Avendi Castrum. 

Bemo, San — , s. San Remo. 

Bemois, Landschaft (im frz. Dep. Marne), 
Bemorum Fagm. 

Bemus, Dorf (und Gericht in der 
Schweiz), Bemusium. 

Bemy, St, — , s. St. Remy. 

Bendsborgr, St. (Kreisst., Prov. Schles- 
wig-Holstein, an der Eider), Bendes- 
burgum. 

Benfrew, St. (Hptst. der gleichnam 
• Grafsch. an der vom Clyde bewäs- 
serten "Westküste Schottlands am« 
Weiüsen Gart), Benfroana. — 
Benfrona. 

Bennes, St. (Hptst. des frz. Dep. Hle- 
Vilaino, ehemals die der Bretagne, 
am Zusammenflufs des Die und der 
Vilaine , Bischofssitz) , Bhedönes. 

— Bhedönum Civitas. — Bedonae. 

— Condäte. 
Adj.: Bedonicus, -a, -um. 

Ben-Eevi (Fren-Kevi), St. (in Ana- 
tolien, im alten Troas), Ophryntwm 

CO(pQVVLOv). 

Beno, FL (in der Emilia, entspringt 
am toskanisohen Apennin im NO. 



521 



Benty 



Bhein 



522 



von Pistoja und mimdet nach 105 km 
unweit Bondano in den Po), Benus, 

— Bheniis. — Bononiensis Ämnis. 

Benty, Mktfl. (im nördl. Frankreich), 
Bentiäcum, — Bentica. 

B^ole, Ln — , St. (im frz. Dep. Gi- 
ronde, an der Garonne), Begüla. — 
Beola, 

Bepha, St. (an der Küste von Palä- 
stina), Baphta CPa^la). — BapMa 
CPd<psia). 

Beps, Mktfl. (im gleichnam. Stuhl im 
Siebenbürger Land der Sachsen), 
Bupes. 

Bequena, St. (und Fort in der span. 
Prov. Ouenca, am Magro), LobEtum. 
Einw. : Lobetani, 

Besina, St. (in der ital. Prov. Neapel, 
am Vesuv, über dem verschütteten 
Herculanum), Herculanum, — 
Betina. — Besinum. 

B^thel, St. (im frz. Dep. Ardennen, 
an der Aisne) , Begiteste. — 
Bethelium. 

Betimo (ßetmo oder Eethymno), St. 
(Hafenstadt an der Nordküste der 
Insel Kandia, mit Citadelle), Bhi- 
thymni aCPid-vfivla). — Bh'thymna. 

— Bhiihyma {^PL^vfia). 

Einw.: Bhithymniatae (^Pi- 
^vfiviätai). — Bhi- 
thymnii CPid-vfivLOt). 

Betone, Fl. (in der oberital. Prov. 
Venedig), Eret^nus. — Eretcienus. 

Betz, Grafschaft (im frz. Dep. Seine 
inferieure), Pagus Batiatensis. 

— Pagus Batensis, 

B^anion, Insel (seit 1642 frz., im In- 
dischen Ocean, zu den Maskarenen 
gehörig, seit 1789 und dann wieder 
seit 1 848 so genannt [statt Bourbon] ; 
Hptst. St. -Denis), Insula Burhonia. 

BeuTs, 1. Fl. (r. Nbfl. der Aar in der 

Schweiz, kommt vom St. Gotthard, 



dui'chströmt den Vierwaldstättersee 
tmdmündetbeiWindisch), Beussia. 
— Bussa. — Busa. — Busia, — 
Ursia. 

S. Fürstentümer (zwei, und Bundes- 
staaten des Deutschen Eeiches, im 
sog. Vogtlande, an der Saale und 
Elster, bestehend aus einem gröfsem 
nördl. und einem kleinem südl. 
Hauptteil, zerfallen in die Länder 
der älteren [Hptst. Greiz] \md jün- 
geren Linie [Hptst. Gera]), Bwthenia. 

Bew.: Butheni. 

A(^'.: Buthenensis, -e. 

Beufsen (Rotreufsen), Landschaft (ehe- 
mals Name eines Teiles von Polen, 
jetzt meist, zum östr. Königreich 
GaUzien gehörig), Buthenia. 

Beutlingen, St. (Oberamt, Württem- 
berg. Schwai'zwaldkreis , in frucht- 
barer Gegend an der Echaz), Buot- 
lingia. — Tarodunum, 

Beval, St. (estnisch Tallin, russ. Revel, 
Hptst. des russ. Gouv. Estland, an 
einer Bucht des Finnischen Golfes), 
Bevtüia. 

Bevel, St. (im frz. Dep. Obergaronne), 
Bevelium. 

•Berello, 1. St. (in der piemont. Prov. 
Cuneo in OberitaHen, unweit des 
Po), Vibii Forum. — Velia. 
2m Schlofs (ebds.), Bupdlum. 

Bezttns, Dorf (Schlofs und Gemeinde 
in der Schweiz), Bhaetium. — 
Bhetium. 

Bhain, s. Eain. 

Bheims (Eeims), St. (Erzbischofssitz 
im frz. Dep. Marne, an der Vesle), 
Civitas Bemorum. — Bemi. — 
Du/rocortm'um, — Durocortürum. 
Adj.: Bemensis, -e. 

Bhein, Fl. (einer von den 7 Haupt- 
strömen des Deutschen Eeiches, ge- 
hört mit seinem QueUgebiet zur 
Schweiz, mit seinem Mündungsgebiet 



523 



Sheinau 



Rhdne 



524 



zu den Niederlanden, also ein yöUig i 
germanischer Strom. Er entsteht im , 
Kanton Graubünden aus 3 Qnell- [ 
Mssen an und nahe dem St. Gott- 
hard: Yorderrhein [von Kiispalt], 
Mittelrhein [vom Lokmanier], beide 
bei Dissentis vereinigt, und Hinter- 
rhein [vom Rheinwaldgletscher, bei 
Eeichenau mit jenem zusammen- 
flieisend] ; die 5 Mündungsarme sind : 
Wsal [Hauptstrom, gegen W. über 
Nimwegen], Neue Yssel [gegen N. in 
die Zuidersee], Leck [gegen W., ver- 
einigt sich zwischen Dortrecht und ! 
Rotterdam mit der Waalmündung; 
die Ausflüsse beider: die Maas- 
mündungen], Vecht [gegen N. über 
Utrecht in die Zuidersee] und Alter 
Rhein [gegen NW. über Leyden bei 
Katwijk in die Nordsee]), Bhenvs. 

Adj.: Rhenänus, -a, -um. 

Tgl. auch Oberrhein. 

Bheinau, St. (im schweizer Kanton 
Zürich, am Rhein, mit prächtiger 
Benediktinerabtei), Augia Bheni. 
— Augia Maior. — Bhinovium. 

Bheinbergr, St. (Kr. Mors, RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, am 3,5 km langen 
Rheinberger Kanal, der als kanali-# 
sierte Kemelt zum Rhein führt; ehe- 
dem eine wichtige Festung und 1 600 
noch am Rhein gelegen), Bheno- 
berga. 

Bheinfall, Wasserfall (des Rheines, 
welchen dieser Strom im Durchbruch 
durch den Jura bei Schaffhausen 
[bei Schlofs Laufen auf schweize- 
rischem Gebiet] bildet), Cataracta 
BJieni. 

Bheinfelden, St. (im schweizer Kan- 
ton Aargau, am Rhein), Bhinfel- 
dia. — Bhenofelda. 

Bheinfels, Schlols (und ehem. Festung, 
1245 erbaut, 1797 von den Fran- 
zosen zerstört, unterhalb des Kreis- 



städtchens Sankt Goar in der Rhein- 
provinz), Bhenofelsa. — Bheno- 
pHra. 

Bheingran^ Landstrich (jetzt Kreis, zum 
RB. Wiesbaden, Prov. Hessen-Nassau 
gehörig, zieht sich längs des Rheins 
von Niederwalluf bis zur Mündung 
der Lahn und umfafst die schönsten 
Landschaften und die berühmtesten 
Weinlagen des Reichs), Bheno - 
gavia. — Bhingavia. — Bhingoia. 
— Bhinovium, 

Bheinmaj^en, s. Remagen. 

Bheinthal (in der Schweiz), Bhe- 
gusia — Bheni Vallis. 

Bheinzabern, Dorf (bayr. RB. Pfalz, 
Bezirksa. Germersheim, am Erlen- 
bach), Tabernae Bhenanae. — 
Tabfimae. 

Bhin, Fl (r. Nbfl. der Havel, entfliefst 
den Seen von Rheinsberg und bildet 
den Ruppiner See, geht meist kanali- 
siert durch das RMnluch und durch 
den Gülpsee zur Havel), Bhdnua. 

Rhodez (Rodez), St. (Hptst des frz. 
Dep. Avignon, Bischofssitz am Avey- 
ron), Boten a ürbs. — Oivitas 
Butpijenorum. — Segodünum. — 
Segodinum. 

Rhodus, Insel (türk., eine der Sporaden, 
15 km von der Küste Kleinasiens, 
von einer waldigen, vulkanischen 
Bergkette durchzogen, mit gleichnam. 
Hptst.), Bhodus CPoöog). — Ma- 
caria {MaxdQia). — Ophiusa CO(pi- 
ovaa). — Ophiussa COfpiovaaa). 
Einw. : Bhodii Cp66lol\ 
Adj.: Bhodius,-a,'Um(^P6öiog). 
BhodiensiSj -e. 
BhodiacuSj -a, -um. 

Rhdne, Fl. (entspringt am St. Gott- 
hard in der Schweiz aus dem Rhone- 
gletscher, der sich vom Galenstock 
terrassenförmig 6 St. weit herabsankt, 
durchfliefst sehr reüsend den Kanton 



525 



1lhyns1>iir8r 



Biez 



526 



Wallis zwischen den pennLoischen 
und bemer Alpen, dann den Genfer- 
see, durchbiicht , nach Frankreich 
übertretend, den Jura, bildet bei 
L'Ecluse eine merkwürdige FluXs- 
schwinde — la Perte du Ehone — , 
fliefst westl. bis Lyon, dann südl. 
über Vienne, Avignon, Arles und 
mündet, ein teils sumpfiges, teils 
steiniges Delta [Insel Camargue] bil- 
dend, in das Mittelmeer [Golf du 
Lion]. Danach benannt das frz. Dep. 
E., Teil von Lyonnais, Hptst Lyon; 
und das Dep. Rhonemündungen, am 
Mittelmeer, Teil der Provence, Hptst. 
Marseille), Bhodänus. 

Adj.: Bhodanicus, -a, -um. 

Bhynsburgr, Dorf (bei Leyden in Hol- 
land), MatilOj -ünis. 

Bibble, Fl. (in England, entspringt im 
West-Riding der engl. Grafsch. York, 
am Whemside, imd mündet nach 
90 km unterhalb Preston in die 
Msche See), Belisama. 

Bibehester, St. (in England), Boeoto- 
nomäcum. 

Bibe, s. Eipen. 

Bibemont, St. (im frz. Dep. Isere), 
Er curiacum. — Bibodimontenses. 

Bibnik, St. (in der Walachei), Castra 
Traiäna. — Castra TraianL 

Biceift, La — , s. Ariccia. 

Bicha (Jericho), Dorf (mit geringen 
Ruinen einer der blühendsten Städte 
Palästinas, 2 St. westl. vom Jordan), 
Hierichüs, -untis ClsQixovg). — 
Hiericüs, -untis ClsQixovg). 

Biehborougrh, St. (in England), Bi- 
tupae. — Buitujpia£. — Äd Bitupis 
Portum. 

Biehelieu, St. (im fi-z. Dep. Indre- 
Loire, Geburtsort des her. R.), Bico- 
l^cus. — Bichelium. 

Richmond, 1. St. (in der engl. Graf- 



schaft York, Nord-Riding), Bidi- 
mv/ndia. 

2m Marktstadt (in der engl. Graf- 
schaft Surrey, an der Themse, das 
Tivoli Londons), Bichmondia, 

Bies, Ebene (fruchtbare, im östl. 
Württemberg und westl. Bayern, 
um die Städte Öttingen imd Nörd- 
lingen, von der Wemitz und Egge 
durchströmt), Betia Fagus. — 
Bhiusiava. 

Biesengebirgre» Hauptgebirge (des Her- 
cynischen Gebirgssystoms und nächst 
den Alpen das bedeutendste Gebirge 
im Deutschen Reich, liegt auf der 
Grenze von Schlesien und Böhmen 
und hat eine Länge von 38 km, eine 
• Breite von 25 km. Im W. hängt es 
mit dem Isergebirge zusammen, im 
N. ti'ennt es das Hirschberger Thal 
vom EAtzbachgebirge , im 0. das 
Landshuter Thal vom Niederschlesi- 
schen Steinkohlengebirge, im S. fallt 
es sehr langsam zur Böhmischen 
Ebene ab. Zum Deutschen Reich 
gehört nur die eine Seite des Haupt- 
kamms mit den Vorbergen längs des 
Hirschberger Thaies; der höchste 
Berg in Deutschland aufserhalb der 
Alpen ist im ösÜ. Teil die Schnee- 
oder Riesenkoppe: 1601 m), Van- 
dalici Monates. — Mordes Gigan- 
Ui. — Montes Sudeti. — Asdhurgii 
Montes. — Asdburgius Mons. 

Bieti, St. (in der mittelital. Prov. 
Perugia, am Velino, Bischofssitz, 
einst Hauptort der Sabiner), Beate. 
— Beätum. 
Einw.: Beatlni. 
Adj.:. Beattnus, -o, -um. 

Bienx, St. (im frz. Dep. Obergaronne, 
an der Rize und Garonne), Buesium. 
— Bivi. 

Biez (Ries), St. (im frz. Dep. Unter- 
alpen, mit merkw. röm. Altertümern), 



527 



Bisr» 



Bisano 



528 



Älebece Beiorum Äpolltna- 
rium, — BeiiApoUinares. — Colania 
Beiorum Apoüinarium. — Älbece. — 
AUnoece. — Civitas Beiensium. — 
Civttas Beiensis. — Beffium, 

Biga, St (Hptst. des ross. Gouv. liv- 
land, an der Düiia, 3 St. vor deren 
Mündung in den Eigaisclien Meer- 
busen, 2. Handelsstadt Kufslands und 
alte, noch jetzt vorwiegend deutsche 
Hansestadt), B iga. — Biga Livoniae. 
Adj.: Bigensis, -e, 

Bimini, St. (Hafenstadt in der mittel- 
Italien. Prov. Forli, am Adriat. Meer ; 
im Mittelalter bedeutender Handels- 
platz), Ariminum, 

Einw. : Ariminenses, 

Adj.: Ariminensis, -e. 

BingrkjebiDg, St. (am E.-Fjord, Hptst 
des gleichnam. Amtes im dänischen 
Stift Eibe der Halbinsel Jütland), 
Bincopia. 

Bing:sted9 St (auf der dän. Insel See- 
land, Amt Soree, mit alter Kirche 
einer Benediktinerabtei),i2m^sto(?*ww. 

Bingrvfoody St (in England), Begnum. 

Binteln, St (Kreisst., EB. Kassel, Prov. 
Hessen-Nassau, abgetrennt von der 
Provinz, unterhalb 1. an der Weser, 
im Übergang vom Berg- zum Tief- 
land), Bintelia. — Bintelium. 

Bio BraYO del Norte (R. Grande d. N.), 
FL (im südl. Nordamerika, entspr. in 
Neumejiko, am Südende der Eocky- 
Mountains, fliefst südöstl. auf der 
Grenze von Mejiko, mündet bei Mata- 
moras in den Golf von Mejiko), 
Boreälis Fluvius. 

Bio deCastro, Fl. (in Spanien), Florius. 

Bio de Janeiro, St (stark bef. Hptst. 
und erster Handelsplatz Brasiliens 
und der gleichn. Prov., an der schönen 
gleichn. Bai), lanuarii Flumen. 

Bio de la Plata (Süberstrom) , Fl. 
(grofser Strom in Südamerika, entspr. 



als Parana im brasil. Bergland, flielst 
als reifeender Bergstrom erst in süd- 
westl. Richtung', dann ruhig durch 
die Pampas gegen S., nimmt bei CJor- 
rientes r. von N. her den Paraguay, 
weiter südl. den Uruguay auf, nimmt 
nun eigentlich erst den Namen E. d. 
1. P. an und mündet in der Bai von 
Buenos-Ayres in den Atlant Ocean), 
Argenteua Fluvius. 

Bio de la Paente, Fl. (in Spanien), 
Nelo, 'ünis. 

Bio Gaadalmedina, Fl. (in Spanien), 
Fluvius Foederatorum. 

Biol, Dorf (Landkr. und RB. Trier, 
Rheinprov., unweit der Mosel), Bigo- 
ÖAÜum. 

Biom, St (im frz. Pep. Puy-de-D6me), 
Bicomagus, 

Bion (Rioni), Fl. (in Transkaukasien^ 
entspr. am Elbrus, ist der Hauptfl. 
des russ. Gouv. Kutais imd mündet 
bei Poti ins Schwarte Meer), Phasis, 
'is und tdis {^äaiq, ^aaiöoq und 
4>aaiog). — Bheon CPs(ov). 

Bions, St. (im frz. Dep. Gironde), 
Serion. — Sirion. 

Bio Verde, Fl. (in Spanien), Sälduba, 

Bipacorsa, Grafschaft (in Spanien), 
Bipa Curtia. 

Bipen (Ribe), St. (Hptst. des südl. 
dän. gleichnam. Stiftes in Jütland, in. 
einer Enklave an der Nordwestecke 
Schleswigs an der Ribe oder Ripsaa), 
Bipae Cimbricae. — Bipae Phun- 
dusorum. — Bipae. 

Ripon, St (in der engl. Grafsch. York, 
im West-Riding), Bhigodunum. 
— Isurium. 

Bisano, 1. Mktfl. (im dalmat. Kreise 
Cattaro, an der Bucht des GoKs von 
Cattaro), Bhizon (-dnis und -önts, 
^Plt^cDv). — Bhizinium. — Bhi- 
dniu/m. — Bestnum. — Bucimum, 



529 



Bistso 



Boehefort 



530 



tt. M. (in Dalmatien), Bhizon 
CPl^iov). — Formio j -ünis, 

Bisso, M. (auf Morea, im alten Achaja 
an der Grenze von Elis), Larisus 
{AaQiaoq). — Larissus {Aagiaaoq). 

Bixingren (Rechicourt), Dorf (Kantons- 
hauptort, Elsafs- Lothringen, Bezirk 
Lothringen, Kr. Saarburg in L.), 
Micciaeum. 

BiTa (Reif[f]), St. (in Tirol, Kr. Trient, 
Haupthafen am Gardasee, an der 
Mündung der Sarca in das Nordende 
des Sees), Bipa. 

Bivesaltes, Mktfl. (in der altfrz. Graf- 
schaffe Roussillon, im jetz. Dep. Ost- 
pyrenäen), Bipae Ältae. 

Biyiera, Küstenstrich (zieht sich am 
Golf von Genua von, Nizza bis 
Spezzia hin, durch die Stadt Genua 
in 1. die R. di Ponente [westl.] und 
S. die E. di Levante [östl.] geschie- 
den), 1. Ora ocddetitalis, 
H. Ora orientalis, 

BiToli, 1. Dorf (in der Prov. Udine 
in Oberitalien, östlich vom Gardasee, 
an der Etsch), Bipulae Atliesinae. 

2. St. (in der piemontes. Prov. 
Turin), Bipulae. 

BiYoltella, Mktfl. (in Italien), Ad 
Fleocum. 

Biwa (Riva), Fl. (au der Küste des 
Schwarzen Meeres, im alten Bithy- 
nien), Bhehas {^Prjßctg). — Bhesus 
CPijoog). 

Bizeh, St. (türk. Hafen am Schwarzen 
Meer), Bhizus, ^untis CPi^ovg). 

— Bhizaeum CPlt^aiov oder ^Pit,aTov). 

— Bhizius CPi^iog). 

Boanne (Rouane), St. (im frz. Dep. 
Loire), Bodumna. — Bhodumna. 

Bober, s. Rouver. 

Bobinhoodsbay, Busen (in England), 
Fanum Aestuarium. 



Bobrine (L'Etang de Sigean), See (bei 
Naxbonne in Fi'ankreich), Buhren- 
818 Lacus. — Lacus Bübracensis. 

— Bu^e8U8. — Bu^asus. 

Boca, Cabo di (Kap da R.), Yorge- 
bii'ge (westlichste Spitze von Portu- 
gal und damit von Europa über- 
haupt), Promunturium Lunae. 

— Promunturium Ma^gnum. — 
Promunturium Olyssiponense. 

Boeadillo, St. (in Spanien), Carteia. 

Bocanello, Fl.(in Italien), Cy l istarus. 

— Cylistarnus. 

Boeea del Papa, Gebirge (und St. in 
der Comarca di Roma), Algidum. 

— Fabia. 

Boeea di Bf ondragone, Kastell (in der 
Prov. Neapel), Sinu€88a. 

Boeea Imperiale, Mktfl; (in Süditalien, 
nw. von Thurii, im alten Lukanien), 
Lagaria (AayaQla). 

Boeealanzone 9 St. (in der ital. Prov. 
Parma), Lanzonis Mons. 

Boceamonfiua, St. (in der ital. Prov. 

Caserta), Suessa. 

« 

Boeeo, s. Paleo-Castro. 

Boehe, 1. La — , St. (in Savoyen), 
Bupes Allohrogum. — Bochia, 

Boehe, 2« De la — , Grafschaft (in 
Frankreich), Bupensis Comitatus. 

Boche-en-Ardeunes, La —9 Mktfl. 
(im frz. Dep. Ardennen), De Bupe, 

Boehechouard 9 St. (und Fort im frz. 
Dep. Obervienne), Bupes Cavardi. 

Boehefort, St. 1. (in (fer belg. Prov. 
Namur, ehemals Hptst. der Ardennen- 
grafschaft), Bupifortium Belgarum. 
Ä. .(im frz. Dep. Niedpr-Charente, 
am Ausflufs der Charonte, 1 St. vom 
Atlant. Ocean, einer der drei grofsen 
Kriegshäfen Frankreichs) , Bupi- 
fortium. — Bupes Fortis. — 
Bupes Maior. 
Adj.: Bupifordensis, -e. 



531 



Boehefoaeauld 



Rom 



532 



Boehefoaeauld, La — , St. (im frz. 
Dep. Charente), Bupes Fucaldi. 

— Bupifocaldium. 

Boeheguyon (Roche Guydon), St. (in 
Frankreich), Bt4pes Guidonis. 

Boehelle, La — , St. (stark befest. 
Hptst. des frz. Dep. Charente infe- 
rienre, am Atlant. Ocean), Bupella. 

— BwpeUae. — Santonum Fortus. 

Boehemaure, St. (im frz. Dep. Ardege), 
Bnpemorus, 

Boebemeau, St. (in Frankreich), Boca- 

meUis. 
Boehester, St. 1. (City in der engl. 
Grafsch. Kent, am Medway, mit 
Chatham verbunden; Bischofissitz), 
Durohrivis. — Dwobrevae. — 
Bhofi. — Boffa. 
Adj.: Bhoffensis, -e. 

Boffensis, -c. 

S. (Einfuhrhafen im nordamerik. 

Staat New- York, Grafsch. Monroe, 

am Genesee, unweit dessen Mündung 

in den Ontariosee), Boffa Americana, 

Boeroy, St. (und Festung im frz. Dep. 
Ardennen, an der Maas), Bupes 
Begia. — Bocroium. 

Boda, St. (im Westkreis des Hzgts. 

Sachsen -Altenburg, in waldreicher 

Gegend an der Roda, einem Nbfl. der 

Saale), Baecula. 
Einw.: Baeculonenses. 
Bodepont, Dorf (bei Ronen, im frz. 

Dep. Niederseine), Büwmcigum. 

Bodemachem, Mktfl. (Kant. Katten- 
hofen. Kr. Diedenhofen, Bezirk Loth- 
ringen, Els.-Lothringen), Bodemacria. 

Bodez, s^ Rhodez. 

Bodna (Rodnen), Mktfl. (im siebenbürg. 

Distr. ßistritz, am Grofsen Szamos), 

Boßna, 

Bodosto (Rodosdsching, Rodostshig 
oder Tejur-Daghi), St. (im türk. Ejalet 
Adrianopel, Liwa Gallipoli; Erz- 
bischofssitz am Marmarameer), Bhae- 



destumCPaiöeoxov). — Bhaedestus. 
— Bisanthe (Biadv^ij). 

B0dbye, St. (auf der Südküste der dän. 
Insel Laaland), Erythropolis, 

B5mer-Sehanze (in Ungarn), Aggeres 
Bomani. 

BSmhild, St. (Hzgt. Sachsen-Meirdngen, 
Kr. Hildburghausen, an der Spring, 
1681 — 1710 Residenz einer säohs. 
Nebenlinie), BomhiMa. 

Boer, s. Ruhr 2. 

Boermonde, St. (befest., in der niederl. 
Prov. Limburg an der Mündim^ der 
Roer [Ruhr] in die Maas), Munda 
Burae. — Buremunda. -^ Bu/re- 
monda. 

Boeskilde (deutsch Roschild), St. (auf 
der dän. Insel Seeland, 30 km westl. 
von Kopehhagen), Boe Fontes. — 
Boeskildu. — Botschiida. — Bot- 
schildia. 

Bo^ez, Grafschaft (in Frankreich), 
Comitatus Beddensis. — Pagus 
Beddensis. 

Bogrliano, St. !• (in der ital. Prov. 
Cosenza in Calabria ulteriore, am 
Savuto), Bublanum. 

S* (auf der Nordspitze der Insel 
Korsika), Bublanum Corsicanum. 

Bohan, St. (im frz. Dep. Morbihan), 
Boanium. — Boanum. 

Boliatyn, St. (im galiz. Kreise Brzezan\ 
Moetonium. 

Boinon, Berg (auf Morea, im alten Ar- 
kadien), Maenalus Mons (MalvaXog). 

Boldae, s. Herzogenraid. 

Bolle, St. (im schweizer Kanton Waadt, 
an der breitesten Stelle des Genfer- 
sees, mit Schlofs Uittins), Botülum. 

Born, St. (im Altertum Hptst. des 
Römischen Reiches, dann als Resi- 
denz des Papstes erste Stadt der 
katholischen Christenheit; das neue 
Rom ist seit 18T1 Haupt- und Resi- 



533 



Bomasrna 



Bossa-Dscharigadseh 534 



denzstadt des Königreiclis Italien. 
Es liegt zu beiden Seiten des Tiber 
noch innerhalb der aurelianischen 
Mauer, auf 12 Hügeln, in 14 Bioni 
[Quartiere] geteilt; 19 Thore und 
6 Tiberbrücken), Borna. 

Einw.: Bomcmi. 

A6^.: Bomanus, -a, -um. 

Bomasrna, Landschaft (in Italien, 
welche vor 1860 den nördl. Teil des 
Kirchenstaates sowie den angrenzen- 
den Teil Toscanas begriff und jetzt 
in der Hauptsache die 4 italienischen j 
Provinzen Bologna, Ferrara, Forli 
und Eavenna umfafst), Bomaniola. 
— Bomandiola. — Bomania. — 
Flaminia. 

Bomainmoütier, St. (im schweizer 
KÄntonWaadt),i2omamMonasfmMm. 

Boman, St. (Kreisst. in der Moldau, 
am ELofluTs der Moldawa in den 
Sereth), Aii^stana Praetoria {sc. 
Daciae). 

Bomanien, s. Eumänien. 

Bomans, Bt. (im frz. Dep. Drome, an 
der Isere) , Bomanum. — Bomcmi. 

Bomey (Val — ), Ländchen (in Bour- 
gogne), Vallis Veromaei. 

Bomont (Eemont), St. (im schweizer 
Kanton Freiburg, an der Glane), 
Bottmd/us Mons. 

Bomorantin, St. (im frz. Dep. Loir- 
Cher, an der Sauldre), Bivus Mo- 
rentint. 

Boneiglione, 1. Lagro di — , See 

(auch Vicosee genannt, bei der 
mittelitalien. Stadt Viterbo), Ci mi- 
nus. — Ciminius Lacus. 
2m St. (ebds.), Boneilio. 

BoneO) Fl. (in Italien), Bedesis. 

Bonda, St. (in der span. Prov. Malaga 
in Andalusien, auf einem isolierten 
FeLsen, am Guadiaro), Arunda. 

Boosen, Ten — , Abtei (bei der Stadt 



Aelst in Ostflandem), Äbbatia Beatae 
Mariae de Bosis. 

Bopo, St. (in livadien, einst Festung 
auf der attisch -böotischen Grenze), 
Oröpus Ci2Qü)7t6g). 

Boppenheim, Amt (und Dorf, Kanton 
ßischweiler. Kr. Hagenau, Bezirk 
Unterelsafs, Elsafs-Lothringen), Bie- 
densis Pagus. 

Boquemaiire, St. (im frz. Dep. Gard), 
Bupes Maura. 

Bcqueyalre, Mktfl. (im frz. Dep. 
Rhonemündungen), Bupes Varia. 

Borschach, Mktfl. (im Kanton St. Gallen, 
belebter Seehafen am Bodensee: einer 
der Hauptdurchgangspunkte des Han- 
dels n&ch Süddeutschland), Bosacum. 

Bosamarina, Fl. (auch Furiano gen., 

auf der Nordküste von Sicilien), 

CJiydas (Xvöccg}. 
Bosamo, St. (auf der Westküste Süd- . 

Italiens), Medma (MsSfia). — 

Medama. 
Adj. : MedmaeuSj-a,-um(Msö^aloq) 

Bosas, St. (befest. Hafen am Mittel- 
meer, in der span. Prov. Gerona), 
Bhoda. — Bhodopolis. 

Bosello, St. (in Toscana), BuseUae. 
Einw.: Buselläni. 
Adj.: Busellanus, -a, -um. 

Bosenau (ungar. Roszno - Bänya) , St. 
(Bischofssitz im ungar. Komitat Gömör 
am Sajo), Bosnyo. 

Bosette (arab. Raschid), St. (in Unter- 
ägypten, an der Mündung des westl; 
Hauptarms des Nil), Bollntine ißoX- 

Bosidres-aux-Salins, St. (in Frank- 
reich), Bosarias. 

Bosny, Dorf (im frz. Dep. Seine-Oise, 
unweit der Seine), Botnacum. 

Bossa - Dscharigradseh , Landzunge 
(unweit der Mündung des Dnjepr), 
Dromos AchillEos {/jQOfiog 



535 



RosstBo 



BonBgilloit 



536 



kxl^^eioq). — Dromos AchHUs 

Bossano, 8t. (in der ital. Frov. Cosenza 
in Calabria citehore, Hafen und Erz- 
bischofssitz), Boscianum. — Bus- 
dOnum, — Busia. 

Rofsbaeh, Dorf (Kr. Querfurt, EB. 
Merseburg, Prov. Sachsen), Bos- 
hu, cum. — HippocrBne. 

Bosseno, St. (in der Prov. Neapel), 
Bossana. 

Bossoy, St. (in Frankreich), Bosetum. 

Bostoek, St. (grölste im Grhzgt. Meck- 
lenburg-Schwerin, an der Wamow, 
welche sich unterhalb sehr erweitert, 
13 km von der Ostsee), Bostochium. 

— Bosarum Urhs. — Bhodopolts. 

— Bunitium. 

Adj.: Bostochiensis, -e. 

Botenburgr an der Fulda, St. (Kreis- 
stadt, RB. Kassel, Prov. Hessen- 
Nassau), Botenhurgum o4 Fuldam- 

Boterturmpafs, Fclsenpafs (in dem 
Sachs. Stuhl Hermannstadt in Sieben- 
bürgen, führt aus diesem Lande 
durch dessen südl., hier von der 
Aluta dui'chbrochenes ßandgebirge 
nach der Walachei; im Mittelalter 
auch Tr^janspfoi-te gen.), Arx Bubra. 

Botes Meer, Meerbusen (des Indischen 
Oceans, auch Arabischer Meerbusen 
genannt, zwischen Arabien und 
Ägj'pten, 2700 km lang, durchschnittl. 
335 km breit), Sinus Arabicus. 

— Mare Bubrum. 

Both, St. (Bezirksa. Schwabach, bayi*. 
EB. Mittelfranken, am Einflufs der 
Eoth in die Eednitz), Aurisium. 

Bothenbarg: an der Tauber, St. (un- 
mittelbare, bayr. EB. Mittelfranken, 
mit Mauer und vielen Türmen um- 
geben), Bothenburgum ad Tubärim. 

Bothkircb, Dorf (und Eittergut, Land- 
kreis und EB. Liegnitz, Prov. Schle- 
sien), Buffa Ecdesia. 



Bothmttnster, 8. Eottenmünster. 

Botigrliano (oder Eugge), St. (in der 
Prov. Neapel), Budiae. — Bhudiae. 

Botta, Fl. (bei Nizza in Oberitalien), 
Bodoria. 

BottenmUnster, Weiler (und ehemals 
reichsfreie Cistercienserabtei am 
Neckar, 1838 aufgehoben, gehört jetzt 
zum württemb. Oberamt Eottweil).^ 
VaMis Beatae Mariae Virginia. 

Botterdam, St. (in der Prov. Südhol- 
land, nach Amsterdam der wichtigste 
Handelsplatz im Kgr. der Niederlande^ 
an der Maas, natürl. Seehafen und 
Seestapelplatz des ganzen Ehein- 
und Maasgebiets), Boterodamum. 
— Boterdämum. 

Bottweil, St. (Oberamt, Württemberg. 
Schwarz waldkreis, am Neckar), Arae 
Flaviae. — Botevilla. — Boto- 
Villa. — BottoviUa. — Erythropolis. 

Bouey, Mktfl. (im frz. Dep. Aisne), 
Bu^cci Casirum. 

Bouen, St. (Hptst. der ehemal. Nor- 
mandie, jetzt des Dep. Niederseine, 
Erzbischofssitz an der Seine; der 
eigtl. Seehafen ist Quilleboeuf), Boto- 
magus. 
Einw.: Botomagi. 

Bouergne, La — , Landschaft (im frz. 
Dep. Guyenne), Buten i. — Boti- 
. nicum. 

Boulers, St. (in Belgien), Bosar 
liensisVill a. — Bosfariensis Villa . 

Boulx (Eoelx), Dorf (im belg. Henne- 
gau), Bethia. — Bodium. 

Bousselaere (Eosselaere) , St. (in der 
belg. Prov. Westflandem), Bollarium. 

Boussillon, 1. Le — , Landschaft 
(ehemalige Grafschaft und Provinz 
Frankreichs, im ganzen dem jetzigen 
Dep. Ostpyrenäen entsprechend), 
Sardones. 

2« St. (mit altem Schlofs im frz. 
Dep. Isore am Ehone), Buscello - 



537 



Roaver 



Rurnttnien 



538 



num. — BusGino, -önis. — Bosci- 
lia/na. — TJrsolae. — Ursöli. 

Rouyer (Rober), M. (Nbfl. der Mosel 
(in Frankreich), Er übr us. — Erubris. 

RouTres, Dorf (im frz. Dep. Cote-d'Or), 
Bov/ro. 

Rouwadde (Euad), Insel (und St., 
auch Arwad gen. [hehr. Arvad], an 
der phönizischen Küste), Aradus 
(ÄQCcöog). 

Rouzy, Schlofs (in Frankreich), Bath 
ziacum FcUatium. 

RoYa, Fl. (in der Prov. Genua), Butuba. 

RoTeredo (deutsch Rovereit), St. (im 
tiroler Kreis Trient, am Leno, un- 
weit der Etsch), BoborHum. — 
BoveriRtum, 

RoYigno (Trevigno), St (auf einer fel- 
sigen Landzunge in . Istrien, am 
Adriatischen Meer), Bivonium, — 
Bxmnwm. 

RoTigrO) St. (Hptst. der gleichnam. 
oberitaLProv.inVenetien), Bhodigiwm. 

Row, Mktfl. (in Podolien), Bova. — 
Erctctum, 

Roxburgli (leviotdale) , 1. Grafschaft 
(im südöstl. Schottland; Hptst. Jed- 
burgh), Teviotia, — Deviotia, 

2« Mktfl. (ebds., mit den Trümmern 
der ber. Burg R.- Castle), Bos- 
bürg um. — Marcherdum, 

Roy an, St. (im frz. Dep. Charente- 
Inferieure), Novioregum. — Be- 
giänum, — Boiäntim, 

Roye, St. (in Frankreich), Bauga. — 
Bhodium. — Bodrina. 

Rozoy-en-Brie, St. (in Frankreich), 
Besetum. 

Ruady s. Rouwadde. 

Rabias, St. (in Spanien), Bub ras, — 
Ad Cabezas. 

RuMera (Rubbiera), Mktfl. (befest, in 
der ital. Prov. Modena, an der 
Secchia), Buberia, — Herberia. 



Rudolstadt, St. (Hptst. des Fürsten- 
tums Schwarzburg-Rudolstadt, 1. an 
der Saale), Budolphopolis. — 
Budoljphostadium. 

Rflbenach, Dorf (Kreis u. RB. Koblenz, 
Rheinprovinz), Bibiniacum. 

RUgeii, Insel (Kreis, RB. Stralsimd, 
Prov. Pommern, 967 qktn grofe; 
Landratsamt in Bergen a. R. — Die 
Insel hegt der neuvorpommerschen 
Küste gegenüber, hat 5 grofse Meer- 
busen und 4 grofse Halbinseln; Haupt- 
ort Putbus), Bugia. 
Bew.: Bugiani. 

Rueil, St (im frz. Dep.'>Seine-et-Oise), 
Botalyenses. 

Rttstingren, Landschaft (in der Prov. 
Hannover), Hriustri. — Biitstri. 
— Bustri Fagus. — Bhiustri Co- 
mitatus. — Bustringia. 

Rufacbu St (Kantonshauptort, Kr. Geb- 
weiler, Bezirk Oberelsafs, Elsafs- 
Lothringen, an der Lauch und am 
Wasgenwald) , Bubeacum. — 
Buffacum. — Aquae Bubeae. 

Ruhr, Fl. 1. (r. Nbfl. des Rheins in 
Westfalen und der Rheinprovinz, 
entspr. auf dem Plateau von Winter- 
berg am Ruhrkopf, fliefst zuerst nach 
N. bis Olsberg, sodann in westl. 
Hauptrichtung bis zur Mündung bei 
Ruhrort. Bei Duisburg ist sie durch 
den 5 km langen Duisburger Kanal 
mit dem Rhein verbunden), Bna-a. 

2* (niederländisch Roer, in der 
Rheinprovinz, entspringt unweit der 
Botrange auf dem Hohen Venu, tritt 
bei Kreuzau in das Tiefland und 
fliefst darauf vielfach verzweigt durch 
ein tiefes Wiesenthal bis zur Mün- 
dung bei Roermonde in den Nieder- 
landen), Bu/ra Batavorum. 

Rumlliiien, Königreich (vorher Fürsten- 
tum unter türk. Oberhoheit, 1859 aus 
den beiden Donaufürstentümem Mol- 



539 



Bumelien 



Saale 



540 



daa und Walachei gebildet; Haupt- 
u. Besidenzst. Bukarest), Romcmia. 
Bumelien (Rumili), Landschaft (türk. 
Provinz, das alte Thracien, IJjalet 
Adrianopel), Sithonia {Sid-wvla). 
— Thrada {O^axi]). 

Einw.: Thraces (ß^axeg). 

Adj.: ThrctcicuSy-ay-iimißQaxixog). 

Bomilly, St. (in Savoyen), Bomi- 
liacum. — Bumiliacum. 

Bum-Kala, St. (in Syrien), Urima 
{OvQtfia). — ürema, 

Kunkel, St. (Kr. Oberlahn, EB. Wies- 
baden, Prov. Hessen-Nassau, an der 
Lahn ; Hauplprt der Herrschaft Wied- 
R. des Fürsten von Wied), Bun- 
calia. — Bonccdia. 

Runters, Gemeine (in der Schweiz), 
Ckmtrum. 

Supperstorf, Vogtei (ehemaL, bei 
Hermhut in der Oberlausitz, sächs. 
Kreish. Bautzen, Amtsh. Lobau), 
Terra Boitinensis. 

Buprechtsau, Ort (zur Stadtgemeinde 
Strafsburg im Elsafs gehörig, 3 km 
nordöstl., zwischen Hl und Rhein am 
Blkanal), Buperti Äugia. 

Bufsland, Kaiserreich (nächst dem 
brit. Weltreich der gröDste, aber einer 
der am schwächsten- bevölkerten 
Staaten der Erde, der einzige selb- 



ständige Slavenstaat, den 0. Europas 
und den N. Asiens bis zum Grofsen 
Ocean umfassend, zer£illt in das 
Europäische RuTsland, Sibirien und 
Turkestan sowie Kaukasien. Eigent- 
liche Haupt- und Krönungsstadt: 
Moskau; kaiserliche Residenz: Sankt 
Petersburg), Bussia, — Bi^sia 
Magna^ — Bossia. 
Bew. : Bussi. — Bossi, 
Adj.: Bussicus, -a, -v/m, 
Bossicus, -a, -tim. 

Rustingren, s. Rüstingen. 

Rustsehnk, St. (Hptst. des türk. i5a- 
lets Silistria in Bulgarien, an der Donau, 
Giurgewo gegenüber; griech. Erz- 
bischofssitz), Scaidava. — SceäüSba. 
— Scedaba. — Ad Novas, — Nomone, 

RuTO (Rubio), St. (in der Prov. Neapel), 
Buht. — B'ubim,, 
Einw.: 5t*&wsföm. 

Buys, Halbinsel (in Frankreich), Beur 
visium. 

Rye, Mktfl. (dän., auf der Halbinsel 
Jüüaud), Bus Begis. 

Ryenz, Fl. (in Tirol), Byrra. —■ 
Byrrhus. 

Ryssel, s. Lille 1. 

Ryswyk, Dorf (niederländ., ^4 St. süd- 
östl. vom Haag), Bisvlcum. — 
Bysmcum, 



s. 



Saa, FL (in Böhmen), TJzka, 

Saale, Fl. 1. SSehsisehe oder Thtt- 
rin^sehe — (1. Nbfl. der Elbe, ent- 
springt am Grofsen Waldstein im 
Fichtelgebirge, nimmt, im aUgemeinen 
nördl. strömend, Gewässer des Oster- 
landes [Weifse Elster mit Luppe, 
Pleifse], aus Thüringen und der Gol- 
denen Aue [Schwarza, Hm, Unstrut, 
Wipper] und vom Harz [Bode, Selkel 



auf, wird bei Naumburg schiffbar 
und mündet unterhalb Saalhom bei 
Barby), Sala, — Sola Saxönum. 
Adj.: SdW/nus, -a, -um, 

2. Fränkisehe — (r. Nbfl. des 
Mains, entspr. im S. von Römhild, 
östl. von Königshofen, auf der bayr.- 
meining. Grenze, bayr. RB. Unter- 
franken, flieJst zuerst bis Neustadt 
nach W., dann bis zur Mündung bei 



541 



Saalfeld 



Saehsen 



542 



Gtemünden nach SW.; ihr fliefsen 
zu: r, die Milz, Streu, Brand, Thulba, 
Schondra und Sinn; 1. die Lauer), 
Sola Francomm, 

3* Salzbnrger — (auch Saal oder 
Sala genannt, entstellt auf der Grenze 
Tirols aus dem Stemsee, fliefst an 
Saalfelden im Pinzgau vorbei und 
ßOlt unterhalb Salzburg in die 
Salzach, einem Nbfl. des Inn) , Sola 
luvavensis. 

Saalfeld, Landschaft; (oder Zollfeld, 
zwischen den Städten Klagenfurt und 
St. Yeit in Kärnten, in welcher der 
Herzogsstuhl, auf dem die Herzöge 
von Kärnten die Huldigung der 
Stände entgegennahmen, und der 
Helenenberg, auf der Stelle des alt- 
römischen Virunum oder Carenta, 
Hegen), Söliensis Campus. 

Saar, Fl. *(r. Hauptzuflufs der Mosel, 
frz. Sarre gen., in Elsafs-Lothringen 
und der Rheinprovinz, entsteht bei 
Hennelingen aus der Weifsen [Quelle 
am Donon im Wasgenwald] und 
Roten Saar, wird bei Saarbrücken 
schiffbar xmd mündet südwestl. von 
Trier bei Konz. Zuflüsse: 1. die 
Albe, Rössel und Nied; r. die Blies, 
der Sulz-, Fisch- und KöUerbach, 
sowie die Prüns), SarAvus. — 
Sarra. — Sara, 

Saarbrücken, St. (Kreisst., RB. Trier, 
Rheinprovinz, 1. an der Saar), Salem- 
brucca. — Sarae Castra. — Sarae 
Pons. — Tons Sa/rWvi. — Augusti 
Mwri, 
Adj.: Sara&pontävms, -a, -wm. 

Saarbnrgr, Si 1. In der Bheinpro- 
Tinz (Kreisst., RB. Trier, am Ein- 
flufs der Leuk in die Saar), Sarae- 
bu/rgwm. 

2« in Lothringren (Kreisst und 
Kantonshauptort an der Saar), Cara- 
nuaea. ^- Sa/ranusca, — Sarae- 



burgu/ni. — Sarbwrgum. — Sa/rae 
Castrum. 

Saarlouis, St. (Festung, Kreisst., RB. 
Trier, Rheinprovinz, an der Saar), 
Arx Ludovici ad Saram. — 
Fanum Sonett Ludovid ad Saram. 

— Sarävus Ludovici. -^ Sarluitium. 

Saas, Gemeine (in der Schweiz), 
Saxium. 

Saaz (böhm. Zatec), 1. Kreis (in Böh- 
men), Girculus Zatecensis. — 
Circulus Satecensis. — Circulus 
iMcensis. 

3* St. (Hptst. des gleichn. Kreises, 
an der Eger), Zatecium. — Sate- 
cium. — Satec. 

Sabioncella, Hall^insel (in Dalmatien), 
Hyllis CYWg). ~ HyUeis CYUfjlg). 
Bew.: Hylli CYXXoi). — Hyllei 
CYXkeioi). 

Sabionetta, St. (am Po und OgUo, in 
der oberital. Prov. Cremona), Sabulo- 
netta. 

Sabiote, St. (in Südspanien), Salaria. 

— Cölonia Salariensis. — Saliütis. 

Sables d'Olonne, Les — , Vorgebirge 
(mit gleichnam. Festung und Hafen 
im frz. Dep. Vendee am Atlantischen 
Ocean), Fictonium Promuntu- 
rium. — Arenae Olonenses. 

Saboltseher Gespannsehaft (in Un- 
garn), Comitatus SzäboUsensis. 

Saeeania, Distrikt (auf der Halbinsel 
Morea), Bomania Minor. — 
Bomania Mor^ae. — Argia. — 
Saeeania. 

Saeeo, Fl. (im Volsker- und Albaner- 
gebirge), Casinus. — Trerus. 

Saeedon, St. (in der span. Prov. Gua- 
dalfyara, 1. am Tajo ; in der Nähe die 
Bäder von La IsabeUa), Thermtda. 

Sachsen, 1. Königreich (zwischen den 
preufsischen Provinzen Schlesien und 
Sachsen, den Thüringischen Staaten, 



543 



Saeille 



Saint- Albans 



544 



Bayern und Böhmen, von der Elbe 
durchströmt, die bei ihrem Eintritt 
in S. das Eibsandsteingebirge, meist 
Sächsische Schweiz genannt, durch- 
bricht; Hptst. Dresden. Nächst der 
Elbe sind die wichtigsten Flüsse: 
die Mulde mit ihren beiden Quell-; 
Aussen [der Zwickauer und Ereiberger 
Mulde], die Zschopau, Möha, Weifse 
Elster, Pleifse auf der Westseite des 
Hauptstroms; die Schwarze Elster, 
Spree imd Lausitzer Neifse [diese 
allein zum Odergebiet gehörig] auf 
der Ostseite), Saxonia, 

Bew. : Saxones. 

Adj.: Saxonicus, -a, -um. 

S« Land der — (ein Teil des 
östr. Grofsförstentums Siebenbürgen in 
9 Stühlen, deren Bewohner ursprüngl. 
deutscher Abstammung, auch deutsche 
Sprache, Rechte xmd Sitten bewahrt 
haben und meist lutherisch sind), 
Fimdus Begius Sctxonieus. 

Saeille^ Mktfl. (in Savoien), SadUvm. 

Saclas, Mktfl. (im westl. Frankreich), 
Salioclita. 

« 

Sadao, Fl. (in der portug. Prov. Alem- 
tejo, entspringt im algarbischen Ge- 
birge, heifst in seinem Oberlauf Sado 
und mündet nach 160 km in den 
Golf von Setubal), Catipos. 

SSbye^ St. (in Dänemark), Saeboium. 

Säckingren, St. (bad. Kr. Waldshut, 
am Rhein; 510 wurde vom heiL Fri- 
dolin dort ein Gotteshaus gegründet), 
Sanctio. — Saconinm. 

Sftntis (oder Hoher Säntis), Gebirgs- 
stock (der Thuralpen auf der Süd- 
grenze von Appenzell gegen St.-Gallen), 
Sambutinum lugum. 

Saetto, Vorgebirge (in Kalabrien), 
Saettae Caput. 

8affl(Azaffi), St. (Hafenplatz in Marokko), 
Rzsardis CPiaaQÖlg), —- Buswpis. 

Safnas (Saphnas oder Safnat), Mktfl. 



(in Unterägjrpten am Ostufer eines 
Nilarmes bei den Ruinen von Tineh, 
im Alten Testament Tachpanches), 
Vaphnae Pelusiae (datpvai ai 
Ilskovanxi). — Tapfme. — Taphnae. 
Einw.: Daphnaet {Ja^vatot), 

Safüri (oder Sesurich), St. (in Galiläa), 
Sepphoris (Sen<p(OQig). — Sap- 
phwra {HaTtfpovQst). — Sapphorine. 
— Sipuria. — DiocaesarEa {Jlo- 
xaiodgEia). 
Einw.: Sepphormi {HeiKptoQlxai). 

Safran, St. (Kreissi, RB. liegnitz, 
Prov. Schlesien, am Bober, der unter- 
halb S. die Tschime aufiiimmt; das 
Fürstentum Sagan, das 1425 durch 
Teilung der Glogauer Linie entstand 
imd kurze Zeit Waldstein gehörte, 
ist jetzt im Besitz des Herzogs von 
Valen9ay zu Valen9ay im frz. Dep. 
Indre), Sagdmim, 
Adj. : Saganensis, -e. 

Sagrriano, FL (in der Prov. Neapel), 
Sagra, — Sagras, 

Said, AI — , Landschaft (Oberägypten), 
r Aegyptus Super ior. — Tkebais 

iSrißatg). 

SaMa, St. (etwas westl. vom mittel- 
alterl. Sagista, Seestadt im gleich- 
nam. türk. Ejalet [welches Beirut zur 
Hptst. hat und das alte Palästina 
und Phönizien umfafst], am Mittel- 
meer), Sidon (2!iö(üv), 

Einw.: Sidonii {^iöwvlol). 

Adj. : Sidonius, -a, -umiSiSwviog). 

Said-Gazelle, St. (in Anatolien, im 
alten Phrygien), Synnada, -orum 
(Svwaöa). — Synnada, -ae, — 
Synnas, -ädos oder -ädis. 
Adj.: Synnadicus, -a, -um 
{Svvvaöixog). 
Syrmadensis, -e. 

Saillans, St. (in Frankreich), Salientes. 
Saint- Albans, St. (in der engl. Graf- 



545 



Saint-Amand 



Saint-Di^ 



546 



Schaft Hertford, am Ver), Verula- 
mium, — Fanum Sancti Albani. 

Saint-Amand, 1« St. (im frz. Dep. 
Nord, an der Scarpe), AmandopoUs. 
3. Mktfl. (in der belg.-Prov. Ant- 
werpen), Elno. 

Saint-Amonr, St. (im frz. Dep. Jura), 
Fanum Sancti Amatoris. 

Saint -And^ol, St. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Andeoli. — Fa/nvm 
Sancti Andochi. — Vivariense Mo- 
nasterium. 

Saint- Andrews, 1. St. (Hafen (in der 
Schott. Grafsch. Fife, an der gleich- 
nam. Bucht), Andreopolis. 

2m Insel (die gröfste der Bahama- 
Insehi, mit dem gleichnam. Hafen- 
platz als Hauptort), Insula Sancti 
Andreae. 

Saint- Asaph, St. (Bischofssitz im engl. 
Fürstentum \Vales\l^ant*m Sancti 
Asaphi. — AsapTwpolis, — Elwa. 

Saint -Aubin- du -C<»rmier, St. (in 

Frankreich), Fanum Sancti Albini. 

Saint-ATO, Abtei (in Lothringen), 
Fanum Sancti Nahoris. 

Saiut-Aj, St. (im frz. Dep. Marne), 
AnisiäcMm ad lAg^rim. 

Saint -Beat, Mktfl. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Beati. 

Saint- Uertrand, St. (in Frankreich), 
Bertranopölis. — Fanum Sancti 
Bertra/ndi, — Convenae. — Lugdü- 
num Convenarum. — Convenarum 
ürbs. 

Saint-Brieuc, St. (Hptst. des frz. Dep. 
Nordküsten, Bischofssitz an der Mün- 
dung des Gouet in den gleichnam. 
Meerbusen), Briocense Opp idum. 
— Briocum. — Fanum Sancti 
Briod. — Oppidum Sancti Brioci. 

Saint-Calais, St. (im frz. Dep. Sai-the), 
Sancti Carilesi Oppidum. — 
AntUa. — Anisota. 

Saalfeld, Geograph. Haudbüchlein. 



Saint -Cliamoiid, St. (im frz. Dep. 
Loire, am Zusanmienflufs des Gier 
und Ban), Castrum Sancti Ane- 
mundi. — Fanum Sancti Chane- 
mu/ndi. 

Saint^Claude, St. (Bischofssitz im frz. 
Dep. Jura), Claudiopolis. — 
Fanum Sancti Claudii. — Fanum 
Sancti Eugenii. — Fanum Sancti 
Augendi. 

Saint-Cloud, St. (im frz. Dep. Seine- 
Oise, am 1. Seineufer, 1*/^ St. von 
Versailles, 27* St. von Paris, einst 
kaiserl. Sommerresiden z) , Fa num 
Sancti Clodoaldi. — Novientum. 

— Novigentum. 

Saint -Croix- de -Tolvesne, Dorf (in 
Frankreich), Vemosole. 

Saiut-Davids , St. (in der engl. Graf- 
schaft Pembroke in Wales, am Ein- 
flufs des Allan in die Irische See), 
Fanum Sancti Davidis. — 
Meneviae. 

Saint Davids-Head, Vorgebirge (ebds., 
am St.-Georgskanal), Octapitärum. 

— Octapoetärum. 

Saint-Denis, St. 1. (im frz. Dep. Seine, 
^/jj St. von Paris, aus der 613 von 
Dagobert I. gegründeten Benediktiner- 
abtei entstanden), Catoläcum. — 
CatuUiacuni. — Dionysiopölis. — 
Fanum Sancti Dionysii. 

S* (Hptst. der frz. Insel Bourl)on 
oder Reunion, Bischofssitz und Resi- 
denz des Generalgouvemeurs), Urbs 
Dionysii. 

Saint -Didier, St. (in Frankreich), 

Fanum Sancti Desiderii. — 

Desideriopolis. — Sancti Desiderii 
Oppidum. 

Saint-Bi^, St. (Bischofssitz im frz. 
Dep. Vogesen, an der Meurthe und 
am Fufs des Omion), Fanum 
Sancti Deodäti. — Sanctits 
Deodäty,s. 

18 



547 



Saint-Dieu 



Saint-Jean-d^Angely 54g 



Saint-Diea, St. (in Frankreich), Deo- 
dätum. 

Saint-Bizier, St (ehem. hefest., im 
frz. Dep. Obermame), Fanum 
San et t Desiderit, — DonUnico- 
polis. 

Saint-Esprit, St. (im frz. Dep. Landes, 
durch den Adonr von Bayonne ge- 
trennt), Fanum Spiritus Sancti 
Vasconiae. 

Saint-Etienne, St. (im frz. Dep. Loire, 
am Müfschen Furens [Furand]), 
Fanum Sancti Stephäm. 

Saint-Fansron, Mktfl. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Facundi. 

Saint -Fargreau, St. (in Frankreich), 
Oppidum Sancti Fenrioli. 

Saint-Florentin, St. (in Frankreich), 
Ehurohrxca. — Fanwm Sancti 
Florentini, — Sancti Florentini 
Castrum. 

Saint-Flonr, St. (Bischofssitz im frz. 
Dep. CantaL, am Auzon, auf steilem 
Basaltfels), Äugusta Nemetum. 
— Floriopolis, — Fanum Sancti 
Flor£. 

Sainte-Foj-la-Grande, St. (im frz. 
Dep. Gironde), Fanum Sancta^e Fidei, 

Saint-Friqae , Mktfl. (in Frankreich)? 
Fanum Sancti Äfricani. 

Saint-Gabriel (oder Vemegues), Mktfl. 
(in der Provence), Ernaginum, — 
Fmagium. 

Saint-Gannat, s. Gannat. 

Saint-Gaadens, St. (im frz. Dep. Ober- 
garonne), Sancti Gaudenti Oppidum, 

Saint-Genais, Halbinsel (in der Pro- 
vence), Insu^ Sancti Genesii, 

Saint -Gengrour-le- Royal, St. (in 

Frankreich), Sancti Gengulfi Op- 
pidum, 

Saint-Germain-en-Laye, St. (im frz. 
Dep. Seine, 5 St. von Paris, von 
Franz I. bis Ludwig XTV. Eesidenz 



der frz. Könige), Fanum Sancti 
Germani in Laia, — Fanum 
Sancti Germani de Ledia, 

Saint-Gilles, 1. Mktfl. (in der belg. 
Prov. Ostflandem, Bez. St-Nicolas), 
Fanum Sancti Aegidii Belgarum. 

2. Mktfl. (im frz. Dep. Vendee), 
Fanum Sancti Aegidii Pictavia^. 

3. -les-Boucheries, St. (im 

frz. Dep. Gard), Fanum Sancti 
Aegidii. — Pal<itium Gotorum, 

Saint -Gislain, Mktfl. (in Belgien), 
Fanu/m Sancti Gisleni. 

Saint-Heand, St. (im frz. Dep. Loire), 
Sancti Fugenii Vicus. 

Saint -Helena, Lisel (der Engländer 
in der Mitte des Atlantischen Oceans, 
Basaltfelsen; Hauptort: Jamestown), 
Insula Sanctae Helenae. 

Saint -Hippolyte, St. (im frz. Dep. 
Gard, am Fufs der Cevennen, an der 
Vidourle), FamAm Sancti Hippolyti. 

Saint-Honorat, Lisel (an der Südküste 
von Frankreich, im Mittelmeer, zum 
Dep. Var gehörig), Lerlna, — Le- 
nnws. — Lirlnus. — Flanasia, — 
Plana Insula, 

Saint -James, 1* Palast (königlicher, 
ehemal. engL Residenz in London), 
Palatium Sancti lacobi, — 
Fanum Sancti la^cobi. 

S. St. (auf der Kleinen, den Briten 
gehörigen Antille Barbadoes; Hptst. 
Bridgetown), Fanum Sancti lacöbi. 

Saint- Jean, Lisel (dänische, einer der 
Jungferninseln in den Kleinen An- 
tillen; Hauptort Christiansbai), Insula 
Sancti loannis. 

Saint- Jean-d' Acre (Acca oder Akja), 
St. (befest. Hafen in Syrien, an der 
gleichnam. Bai des Mittelmeers, am 
Fufse des Karmel), Acco, — Aca. 
— Ace Qixii). — Ptolemäis, 4dis 
{UxoXefxatq). 

Saint- Jean-d'Angrely, St. (im frz. Dep. 



549 Saint-Jean-de-Bournay 



Saint-Maurice 



550 



Niedercharente, an der Boutonne), 
Fanum Sancti loannis An- 
ger iäci, — Angenäcum. — En- 
geriäcum. 
Saint -Jean- de -Boumay, Mktll. (in 
Frankreich), TiMreciormum, 

Saint- Jean-de-Gargruier, Mktfl. (in 
Fi-ankreich), Gargarius, 

Saint-Jean-de-Losne-Belle-B^fense, 

St. (im franz. Dep. C6te d'Or), 
Latona. — Laiidona. — Fanum 
Sancti loannis Latddonensis. 

Saint- Jean-de-Luz, St. (Hafen im frz. 
Dep. Niederpyrenäen, an der Mündung 
der Nivelle in den Golf von Biscaya), 
Vicus Lucius. — Luisium, -- 
Fanum Sancti loannis Ludsii. 

Saint -Jean- de -Manrienne, St. (in 

Frankreich), Brennovlcum, — 
Fanum Sancti loannis in ValU 
Mawiana. — Mauriana, — Oppi- 
dum Divi loannis Mawrianensis. 

Saint- Jean-Pi^(Pied)-de-Port , St. 

(Oitadelle im frz. Dep. Niederpyre- 
näen, an dem einzigen fahrbaren Fafs 
nach Navarra), Fanum Sancti 
loannis Pedeportuensis ( — 
Peteportuensis). — Imu^ Pyrenaeus. 

Saint- Johns-Point, Vorgebirge (auf 
der östl. Seite Lrlands, südl. von 
Belfast), Isamnium, 

Saint-Josse-sur-Mer, Dorf (in der 
Picardie in Frankreich), ludocum, 

— Äpud Sa/nctum ludocum, — 
CeUa Sancti lodod. 

Saint-L^onard, s. Corbigny St. Leonard. 

Saint-Lizier-de-Conserans, St. (in 
Frankreich), Fanum Sancti Lu- 
cerii. — Fanum Sancti Lizerii. — 
Liceriwm Conseränum, — ÄuMria. 

Saint -L6, St. (Hptst. des frz. Dep. 
La-Manche; Münzstadt), Briovera. 

— Oppidum Sancti Laudi, — 
Oppid/um Sancti Laudonis. — 
SoMCtAAB Laudus. 



Saint-Loeat, Mktfl. (in Frankreich) 

CoAtrum Octavianum. 
Saint-Macaire, St (im frz. Dep. Gi- 

ronde, an der Garonne), Castrum 

Sancti Macarii, 
Saint-Mah6, 1. St. (franz. Hafen und 

Gebiet der hindostan. Frov. Malabar 

in Ostindien), Sancti Matthias ürhs, 
2m Insel (die gröfste der Sechellen, 

welche daher auch Maheinseln heifsen), 

Sancti MaUhiae Insüla. 

Saint-Maixent, St. (im frz. Dep. Poi- 
tou), Fanum Sancti Ma>xentii. 

Saint -Male, St. (starkbefest., im frz. 
Dep. IIle-Yilaine, an der gleichnam. 
Bucht), Maclopolis. — Fanum 
Sancti Madovii. — Madovium. — 
Aletha Maclovia. — Madomum. 
Adj.: Macloviensis, -c. 

Saint-Mareeilin, St. (im frz. Dep. 
Isere, an der Isere), Fa/nwm Sancti 
Marcellini. 

Saint -Marein, St. (in Frankreich), 
CaudaUcas, -oe. 

Saint-Mareoal 9 s. Corbigny-St.-Mar- 
coul. 

Sainte-Margn^rite, Insel (eine der 
Lerinischen Inseln an der Südküste 
von Frankreich), Lero. 

Saint-Martin, St. (befest. Seestadt im 
frz. Dep. Niedercharente, Citadelle 
auf der Insel Ee), Famum Sancti 
Martini. 

Saint-Maar-de-Foss6s , Dorf (im frz. 
Dep. Seine, Bez. Sceaux, an der 
Mündung der Marne in die Seine, 
früher Hauptsitz der Kongregation 
des Benediktinerordens der Mauriner), 
Bagaudarum Castrum. — Mo- 
nasterium Fossatense. 

Saint -Mauriee, 1* St. (im frz. Dep. 
Obersavoyen, am Isero und am FuHs 
des Kleinen Bernhard), . Fanum 
Sancti Mauritii. — Tamctca. — 
Tamadae. — Betgintrum. 

18* 



551 



Saint-M^nehould 



Saint-Tandrille 



552 



Saint-M^nehoul^ s. Menehould. 

Saint-Michaelstown, St. (in England), 
Fanwm Sancti MichaMis, 

Saint-Mihiel, St. (in Frankreich, Dep. 
Maas), Sancti Michaelis Fanwm, 

Saint-Meolas-da-Port, St. (im frz. 
Deport: Meurthe, an der Meurthe), 
Farmm Sancti Nicolai Lotharingiae. 

Saint-Omer, St. (und Festung im frz. 
Dep. Pas-de-Calais, an der Aa und 
der Mündung des Kanals Neuf-Fosse), 
Audomaropolis, — Audomarum. 

- Fanum Divi Audomari. 

Saint-Oaen, Dorf (iVj Si von Paris, 
an der Landstrafee von Saint-Denis, 
Stromhafen und Schlofs), Sancti 
Audoeni Fanum. — Corobilium. 

Saint-Oyen, s. Saint-CÜaude. 

Saint- Palais, St. (im frz. Dep. Nieder- 
pyrenäen), Fanum Sancti Pala- 
tii. — Oppidum Sancti Pdagii. 

Saint-Papoul, St. (im frz. Dep. Lan- 
guedoc), Fanum Sancti Papöli. 

— Farnrni Sancti PapÜli. 

Salnt-Paul, !• Insel (brit., mitten im 
Indischen Ocean, "Walfischfänger- 
station), Insula Sancti Pauli. 

2. St. (im nordamenkan. Staat 
Minnesota, 1. am Mississippi), Fanum 
Sancti Pauli. — AlexandHa. 

3* St. (auf der frz. Insel Bourbon 
oder Eeunion), Sancti Pauli Op- 
pidum. 

Saint-PauI-de-L^on, s. Saint-Pol-de- 
Leon, 

Saint - Paul «de - Trois - Chftteanx 

(Aouste-en-Diois), Mktfl. (im frz. Dep. 
Drome, am Drome, reich an römi- 
schen Altertümern), Augusta Tri- 
castinorum. — Fanum Sancti 
Pauli Tricastini. — Sancti Pauli 
Tricastinorum Civitas. 

Saint-Paulien, St. (im frz. Dep. Haute- 
Loire), Bevessio, 



Saint-Pol-de-L^on, St. (Bischofssitz 
im frz. Dep. Finistere), Fanum 
Sancti Pauli Leonensis. — 
Leonensis Pagus. — Leona. — 
Leonum. 

Saint - Pons - de - Thomidres , St* 

(Bischofssitz im frz. Dep. Herault), 
Fanum Sancti Pontii Tome- 
riarum. — Pontiqpolis Tomeriae. 
— Tomeriae. • 

Saint -Poureain, St. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Portiam, 

Saint-Qaentin, St. (im frz. Dep. Aisne, 
an der Somme), Augusta Vero- 
manduorum. — Augusta Viro- 
mandu^orum. — Quintinopölis. — 
Sanquintlnum. — Virmamlense Op- 
pidum. — Fanum Sancti Quintim. 

Saint-B:imbert-1e-Joax, St. (im frz. 
Dep. Ain), lurensis Urhs. 

Saint-Remy, St. (im frz. Dep. Ehone- 
mündungen), Fanum Sancti Be- 
migii. — Glanum. 

Saint - Biquier, St. (im frz. Dep. 
Somme), Centultmi. 

Saint-S^ver, St. (im frz. Dep. Landes), 
Fanum Sancti Severi. — Seve- 
ropolis. 

Saint-Trond (Saint-Trou oder Saint- 
Truyen), St. (in Belgien;, Fanum 
Sancti Trudonis. — Trudono- 
polis. 

Adj.: Trudonensis, -e. 

Saint-Tropez, St. (im frz. Dep. Var), 
Fanum Sancti Futropii. — 
Fanum Sancti Tropetis. 

Saint -Ursane, St. (in Frankreich), 
Fanum Sancti Ursicini. 

Saint-Talery, St. (im frz. Dep. Vimeux), 
Fanum Sancti Valerii. — Vi- 
macensis Abbatia. — Leueonaus. — 
Legon>aus. 

Saint-Tandrille, Abtei (der Benedik- 



553 



Saint-Yenant 



Salhadsehar 



554 



tiner in der Normandie), Fcmwm 
Sa/ncti Vand/rigesilli. 

Saint -Tenant, St. (in Frankreicli), 
Fanimi Sancti Vencmtii. 

Saint-Treix-la-Perche, St. (im frz. 
Dep. Obervienne; Fundstätte von 
Kaolin und kömigem Feldspat znr 
Glasur des Porzellans), Ätanus, 

Saintes, Les — , 1. St. (im frz. Dep. 
Niedercharente, an der Charente, mit 
vielen röm. Altertümern), Medio- 
lanum Santönum. — Santones. 

— Santonica Urbs. — Santonorum 
ürhs, 

2« Inseln (zwei franz. in "West- 
indien, zu Guadeloupe gehörig, mit 
einer der sichersten und gröfsten 
Reeden Westindiens), Insulae Sanctae. 

Saintongre, Landschaft (frühere Prov. 
.im westl. Frankreich mit der Hptst. 
Saintes, bildet jetzt mit Aunis den 
gröfsten Teil des Dep. Niedercharente), 
Santones. — Santonia. — Sa/nr 
tonum Tractus, — Santonensis Ager. 

— Santonicibs Ager, 

Sajo, Fl. (Nbfl. des Hemad in den 
Ungar. Komitaten Gömör und Borsod, 
mündet bei Onod. An demselben 
liegt im Komitat Gömör der Mktfl. 
S^o- Gömör mit den Ruinen des 
festen Schlosses Gömör), Saimius, 

Sakarija, Fl. (in Anatolien, einst 
Hauptstrom Kleinasiens),* Sanga- 
rius (SayyaQioq). — Sagäris 
(SdyaQig). 

Balabrenna, St. (in Andalusien), 
Selambtna, 

Salaea, St. (im Glücklichen Arabien, 
nicht weit von Sabä, dem heutigen 
Mareb), Berentce Fanchrysos 
{BsQevlxij ndyxQvoog). — Berentce 
Altera. — Berentce iuxta Sabas. 

Salader Gespannschaft, s. Szalad. 

Salahich, St. (im Innern von Khusistan 



von Persien, vom phöniz. Sola „Fels- 
berg"), Seh (Silri). 

Salamanca, St. (Hptst. der gleich- 
nam. span. Prov. im Kgr. Leon, am 
Tormes, mit alter röm. Brücke), 
Salamantica. — Salmantica. — 
Salmantia. — Elmatica. — Her- 
mandica. — Vettünum ürhs. 
Adj.: Salamanticensis, -e. 
Salmanticensis, -e. 

Salambria (Seiambria), Fl. (Hauptstrom 
von Thessalien, entspr. auf dem Pin- 
dus, durchfliefst das Thal von Tempe 
und mündet zwischen dem Olymp 
und Öta in den Golf von Salonichi), 
Pen^us (IlTjveiSg). — Salambrias, 
-ae {SaXafißQlaq). — Salahrias, -ae. 

Salanebe (Sallanches), St. (im frz. Dep. 
Niedersavoyen, angesichts des Mont- 
blanc), SaJancia Sabaudorum. 

Salandra, Mktfl. (in der Prov. Neapel), 

Acalandra. 
Salandrella, Fl. (ebds.), Acalandrus, 
Salankemen, Dorf (in Slavonien), 

Salancemum. — Salancema. — 

Acimincum. 

Saldanlia, Mktfl. (in Portugal), Eidana. 

Salemi, St. (in der ital. Prov. Trapani 
auf Sicilien, am Arena), Halicyae 
CAlixvai). — Civitas Halicyensis. 

Salemjat, s. Seimen. 

Saleph, Fl. (auch Erminet-Su oder 
Ghoek-Su gen., in AnatoKen), Caly- 
cadnus (Kakvxaövog).— Calydnus 
(KdXvSvog). 
Salemo, !• St. (Hptst. der ital. Prov. 
Principato citeriore, am Golf von S. ; 
Hafen und Kastell), Salemum. 

Einw. : SdlemitOm. 

Adj.: SaJemitanns, -a, -um. 

2. Meerbusen Ton — (ebds.), 
Sinus Paestanus. 

Salfatara, s. SoKatara. 

Salhadsehar (oder Chabbas-el-Ameyr), 



655 



Salina 



Salpi 



556 



St. (in Unterägypten nicht weit vom 
Meer am r. Ufer des kanobischen 
Nilarmes), Naucrätis {NavxQaxiq), 

Einw. : Naucratitae(NavxQatlrai). 

Adj.: Naticrattcus, -a, -um (Nav- 
XQaxixdq). 

Salina (Isola delle Saline oder SaLini), 
Insel (eine der Liparischen Inseln, 
besteht aus zwei, durch ein frucht- 
bares Thal getrennten Bergen), Di- 
dy me {diSv/iirj). — Euonymos 
{Eviovvfioq). — GemeUa. 

Salinello, Fl. (in der Prov. Neapel), 
Helvinus, 

Salin!, s. Salina. 

Salino, Mktfl. (in der Mark Ancona), 
Sannum. 

Salins, St. (im frz. Dep. Jura, an der 
Furieuse, mit altberühmten Salz- 
quellen), Salin ae. — Salinense 
Castrum, 

Saiisbury, St. (Hptst. der engl. Graf- 
schaft Wilts, am Avon und am Be- 
ginn des S.-Southamptonkanals ; Bi- 
schofssitz), Sarisheria. — SaMs- 
burta. 

Sallanehes, s. Salanche. 

Salland, Quartier (in der niederländ. 
Prov. Oberyssel), IscUandia, 

Salm, 1. Fl. (1. Zuflufs der Mosel in 
der Rheinprovinz, entspr. südwestl. 
von Dann und mündet bei Klüsserath), 
Salmöna. 

2. Dorf (Kr. Daun, RB. Trier, 
Rheinprovinz, am Ursprung der Salm), 
De Salinis. 

3* Grafschaft (eines uralten, deut- 
schen Grafengeschlechtes, schon 1040 
in zwei Linien geteilt, Ober-S. im 
"Wasgau und Nieder-S. in den Ar- 
dennen; jetzt mehrfach gespalten), 
Comitatus Salmensts. — Salma. 

Salmansweiler, Abtei (in Schwaben), 
Salem. — Salemium. — Salomonis 
Villa. — Salomium. 



Salnieh, FL (in Albanien), Ceiydnus 
(KiXvövog). 

Salo, Mktfl. (in der oberital. Prov, 
Brescia, am Gardasee), Longa 
Salina. — Salodium. 

Salon, St. (im frz. Dep. Rhonemün- 
dungen, am Kanal Craponne), Solo. 

Salona, 1. St. (in Griechenland, einst 
Hauptort der Nomarchie Fhthiotis 
und PhoMs, am gleichnam. Golf; 
Bischofssitz und Hafen), Amphissa 
(jifjupLaCtt). — Salonae. 

Einw.: Amphissenses{ji(jL<piaaelq). 

d. Meerbusen von — (ebds., auch 
Mare di Lepanto), Sinus Crissaeus 
{Kgioaloq Koknoq). 

3* Dorf (in der Präfektur Spalato 
des östr. Kgrs. Dalmatien, am gleich- 
nam. Flufs und am FuJs des Bergs 
Koziak, an der Stelle der alten illy- 
rischen Hptst. Salonä; reicher Fund- 
ort röm. Altertümer), Salon (SdXfov, 
'Q)voq).-Salonae(Sa}.wvai).— Solana 
{Udkwvcc). — Salones {SdX<ovsq). 

4. Fl. (in Dalmatien, auch Salone, 
vgl. 3), lader, -^ris. 

Saloniehi (Saloniki, türk. Selanik), 
!• St. (Hptst. und gr. Hafen der 
türk. Landschaft Macedonien, am 
Meerbusen von S., nächst Konstan- 
tinopel der gröfste Seehandelsplatz 
der Türkei), Thessalonlca {ßsa- 
aalovlxT]). — Therma (Si^firj). — 
Halta CAXla). 

Einw. : Thessalonicenses {ßeaatx- 
Xovixslq). 

Adj.: Thessalonicensis, -e. 

2. Meerbusen von — (ebds.), 
Sinus Thermaicus {SsQfiatxoq 
KSXnoq). — Sinus Thermaeus (ßsQ- 
(xcuoq Mvxoq). — Sinus Macedoni- 
cus. — Mare Macedonicum. 

Salpi, 1. Dorf (in Apulien), Salapia. 
Einw.: Salaplni. 

,2. Lagro di — , See (ebds.), Pdkis 
Salapina. 



557 



Salsadella 



Samathraki 



558 



Salsadella, Dorf (in Spanien), Bdum, 

Sals^s (Salces), Fort (im frz. Dep. 
Pyrenees-Orientales), SaUulae, 

Salso, !• Lagro — ^ See (in der Prov. 
Neapel), Lacus Änduriänus. — 
Lacm Salsus, 

2. M. (in Sicilien, entspr. als Pe- 
tralia am Berge Cosimano, bewässert 
die Prov. Caltanisetta, bildet dann 
die Grenze zwischen dieser und Gir- 
genti und mündet bei Alicata ins 
Mittelmeer), SaUns. 

Salagrla, St. (in Piemont), ScUuffri. 

Salum, Dorf (in Südtirol, 31 km südL 
von Bozen, das letzte vorwiegend 
deutsche Dorf; der Ort am 1. Ufer 

. der Etsch [Adige] mit einem ver- 
fallenen Schlofs), Salumis. 

Saluzzo (frz. Saiuces), St. (mitE^astell 
in der ital. Prov. Coni, zwischen dem 
Po und der Vraita; Eesidenz der 
alten Markgrafen von S.), August a 
Vagien norum. — Augusta Vagen- 
norum. — SaluUae. — Salutiorum 
Civitas. — Sälutiarum Civitas, — 
ScUutium. — Saluda, 

Salvador, San — , s. San-Salvador. 

Salvaleon, St. (in Spanien), Inter- 
amnivm. 

Salza, Fl. (Nbfl. der Enns in Steier- 
mark, mündet nach 60 km bei Keif- 
ling), Salsa. 

Salzach, Fl. (im Salzburgischen, ent- 
springt aus einem Gletschersee am 
Geierkopf, durchfliefst den Pinzgau, 
dann den Pongau, weiter den Pafs 
Lueg, wird bei Hallein schiffbar und 
mündet nach 102 km oberhalb 
Braunau in den Inn), Ivarus, — 
luvävus. — lovävus, 

Salzburg:, St. (die mit alten Festungs- 
• werken umgebene Hptst. des ehemal. 

Erzstiftes und jetzigen gleiohnam. 

östr. Eronlandes, an der Salzach*) 



Erzbischofssitz), luvavia. — Colo- 
nia EadriWMi lu/vavia, — lovävis. 

— lovävum, — luvense Castdlum. 

— luvavensis Civitas. — luvavium. 

— Salishwrgwrn. — Salisburgium. 
Adj.: luvavensis, -e. 

Salishwrgensis, -e. 
Salzhwrgensis, -e. 

Salzdahlum, Dorf (Salzwerk, Kreis 
Wolfenbüttel, Hzgi Braunschweig, 
ev. Jungfrauenkloster; früher tagte 
in S. der Wolfenbütteler Landtag), 
Vallis Salinarum. — Sdlts 
Vällis. — Salzthalia. 

Salzsee (in der ehemaL Grafschaft, 
jetzigem Seekreis Mansfeld, Prov. 
Sachsen, zwischen dem Unterharz 
und der Saale; in der Nähe der 
Süfse See), Mare Salsum. 

Salzwedel, St. (Kreissi, KB. Magde- 
burg, Prov. Sachsen, am Eingang 
der Dumme in die schiffbare Jeetzel), 
Salzwita. — SoltaqueUa. — Urbs 
SaJis. — Heliopolis. 

Samagrnar, St (in Ungarn), Ad Fines, 

Sainallut, St. (auf einer Nüinsel in 
Ägypten) , C ynopolis (Kvv&v 
IloXig). — Canum Urbs. 
Einw. : Cynopolitae {KvvoitoXlraC). 

Samanhoud, St (in Mittelägypten an 
der kanobischen Mündung), Heracleo- 
polis {^HQaxXsovTCoXiq). 

Samara, Fl. (Nbfl. der Wolga; an deren 
Mündung die Stadt ^, Hptst. des 
gleichnam. russ. Gouv. S. auf dem 
östl. Ufer der Wolga), Panticapes 
{IlavzixaTtrjg). 

Samärkand, St. (einst die Hptst., jetzt 
die 2. Stadt der Greisen Bucharei 
oder des Sultanats von Bokhara), 
Maracanda. 

Samathraki (türk. Semadrek), Insel 
(im Ägäischen Meer, im türk. Eijalet 
Dschesair ; Hauptort Kastro), Samo- 



559 



Sambre 



San-ChristoTal-de-la-IIaTana 560 



thrace {'SafioB'Qaxri). — Samoth/ror 
da, — Dardania (^agöavia). 
Einw.: Samothrnces^^afio^Qaxsq). 

Sambre, M. (Nbfi. der Maas, entspr. 
im Walde von La-Haye-Cartigny im 
frz. Dep. Aisne nnd mündet nach 
195 km bei Namur in Belgien; der 
Sambrekanal führt südwärts in die 
Oise und verbindet so das Maas- und 
Seinegebiet), Saht 8. — Sambra. 

Sambnl (Tschumbul), M. (Nbfl. des 
Dschumna in Ostindien), SanUnAS 
(S^fjLßog). 

Sameland, s. Lappland. 

Samisat (Samsat), St. (in der türk. 
Prov. Mai-ach, Ejalet Urfa in Klein- 
asien, am Euphrat), Samosate (SafxS- 
aaxa). 

Samland, Landschaft (noch jetzt ge- 
bräuchliche Benennung einer alten 
Landschaft in Ostpreufeen, zwischen 
der Ostsee, dem Frischen und Kuri- 
schen Haff, dem Pregel und der 
Deime, reich an Bernstein und ge- 
schieht!. Erinnerungen; Höhe Galt- 
garben, Ijandspitze Brüsterort), 
Sambia, 

Samnah (San), St. (in Unterägypten, 
östl. vom Delta, im Alten Testament 
Zoan, früher Residenz der Pha- 
raonen), Tanis {Tdviq). 

Samo (türk. Sisam oder Sussam- Adassi), 
Insel (zum türk. Ejalet Dschesair ge- 
hörig, an der ionischen Küste Klein- 
asiens, mit den Hauptorten Chora 
und Vathy), Samus (Sdfiog), — 
Samos. — Melamphyllos {MsXau- 
(pvXXoq). — Cyparissia (KvTKXQia- 
ola). — Fartkenia {üa^d'Svla), 

Einw.: Samn {Sdfiioi). 

Adj.: Samius, -a, -um (Sccfiiog). 

Samogltien (litauisch Zmudz, d. i. 
Tiefland), Herzogtum (ehemal., in 
Litauen, an der Ostsee), Samogitiae 
Diicatus, 



Samathraki. 



Samoe^ye-Tar, Mktfl. (in Ungarn), 
Simigium, 

Samoja, St. (in Ungarn), Samaria, 
Samothrakl. 1 
Samondracbi, J 

Samoucy, Mktfl. (in Frankreich), Sai- 
manciacum, 

Samsae (Sams), Insel (und Grafschaft, 
dän., zwischen JüÜand und Seeland, 
zum Amt Holbäk gehörig; Hauptort 
Nordby), Samsoa. — Samos Dawica, 

Samsum-Kalesi, Buinen (im türk. 
Ejalet Trapezunt, am Schwarzen 
Meer), PriEne {ÜQiijvrj), — Ämisus 
(k/iiaog). 
Einw.: Prienenses {UQirivelq), 
Adj.: PrienensiSy -e. 
Pnena£us, -a, -um. 

San-Angelo, St. 1« (in der oberital. 
Prov. Mailand), Castrum Sancti 
Ängeli. 

d. (in der ital. Prov Foggia, nea- 
polit Prov. Capitanata, mit dem 
Monte Gargäno), Ängelopolts ad 
Mare, — ÄngÜlum. — Angulus. 

3* Monte di — (im Süden von 
Neapel), Civitas Sancti Ängeli. 

— Angelopolis. 

4* [-de]-Lombardi (in der ital. 
Prov. Principato ulteriore [Avellino], 
unweit der Quelle des Ofanto), 
Angelopolis ad Lombardam. • 

5* -in-Vado (oder -de-Vado, bei 
Neapel), Tifernum Metaurense, 

— Angelopolis ad Metaurum, 
Einw.: Tifernates Metaurenses, 

San-Antioco, s. Santo- Antioco. 

San-Bassano. Mktfl. (in der ital. Prov. 
Mailand), Fanum Sancti Bassani. 

San-Bonifacio, s. Bonifacio. 

San - Cbristoval r de - la - Havana , St. 

(befest. Hptst. der span. Insel Kuba, 
wichtigster Seeplatz Westindiens), 



561 



San-Colombano 



San-Pedro 



562 



Fanum Sancti ChristophÖri. 
— Fortalitium Sancti ChristophÖri. 

San - Colombano , Mktfl. (in der ital. 

Prov. Mailand, am Lambro), Fanum 

Sancti Columbani. — Fa/num 

Divi Columbani. 
San-Donato, Mktfl. (in Italien), Forum 

Appii. 

San-Duino, s. Fedena. 
San-Felipe-de-Jatiya, s. Jativa. 

San-Feliu-de-Guijols, St. (Hafen mit 
Yorgebirge in der span. Prov. Gerona, 
am Mittelmeer), Lunarium. 

San-Fiorenzo, St. (auf der Insel Kor- 
sika), Sancti Florentini Oppidum. 

San-Germano , St. (in der ital. Prov. 
Caserta, Fundort vieler röm. Alter- 
tümer), Cassinum. — Caainum. — 
Sancti Germani Civitas. 
San-Giorgrio, 1. St. (in der Prov. 
Neapel), Murgantia. — Morgen- 
tia. — Morgantium. 

Einw.: Murgenttni. — Mor- 

gBtes. 
Adj.: MurgentlnuSj -a, -um. 

Morgentinus, -a, -um, 
!3. Hafenort (auf der dalmat. Insel 
Lesina, Kreis Spalato), Insula Sandi 
Georgii. 

San-GioTanni, 1. 'St. (im Süden der 
Ionischen Insel CJefalonia), CroMii 
{Kgaviot). 

2. Mktfl. [in der ital. Prov. Pia- 
cenza), Castrum Sancti loannis. 

3. — -di-Bidini, St. (auf Sicilien, 
imweit Syrakus), Bidis. 

Einw.: Bidlni. 
Adj.: Bidensis, -c. 
Bid/lnus, -a, -um. 

San-Guelfo, Mktfl. (in Oberitalien), 
Castrum Sancti Guelphi. 

San-Honorato, Mktfl. (auf der Insel 
Sardinien), Sardopatris Fam.um, 

San-Hospicio, St. (Hafen im Gebiete 
von Nizza), Olivula Portus, 



San- Jagro-de-Casem, Meerbusen von — 
(in Portugal, in welchen der Sadao 
mündet), Calipus (KaUnovg, -o6og). 

San-Jligro-de-€hile, St. (Hptst. des 
südamenkan. Freistaats Chile, am 
Fufse der Anden und am Mapocho),* 
Fanum Sancti lacobi Minoris. 

San-Jag-o (Santiago) -de-ComposteUa, 

St. (in der span. Prov. (]k)runa in 
Galicien), Fanum Sancti Jacobi, 

— Flavionia. — Flatndnum. — 
Compostella. — Sancti lacobi Mo- 
nasterium. — Stellas Campus. 

San-Juan-de-Puerto-Rico, St. (bef. 
Hptst. der Insel Puertorico, an der 
Nordküste ; Bischofssitz) , Fanum 
Sancti loannis Fortus Divitis. 

San-Leone, St. (in Italien), Leopolis, 

— Sancti Leonis Civitas. 

San-Lorenzo, Dorf (in der Nähe von 
Kom), Laurentii Beati Eccle- 
sia. — Graticula. 

San-Lucar-de-Barrameda, St. (in 
der span. Prov. Cadiz, am Guadal- 
quivir), Fanum Sancti Luci- 
feri. — Lu^ Dubia. 

San-Marro, St. (in der ital. Provinz 
Foggia [Capitanata], am Monte Gar- 
gäno), Fanum Sancti Marci. 

San-Marco«in-Lamis, St. (in Kala- 
brien), Ärgentünum. — Marcopolis. 

San-Marino, St. (Hptst. der gleichnam. 
Republik, der kleinsten von Europa, 
zwischen den ital Prov. Urbino und 
Forli), Fanum Sancti Marini (Bo- 
villae). 

San-Miehel^, Kloster (ehemal., in der 
ital. Prov. Pisa), Monasterium Sancti 
Michaelis Clusint. 

San-Miniatii-Tedeseo, St. (Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Florenz), Civi- 
tas Sancti Miniatis ad Tedescum. 

San-Pedro, St. (in Spanien), HercUlis 
Templum. 



563 



San-Pelino 



Sftiikt-Croar 



564 



San-Pelino, Bninen (in der Nähe von 
Pepoli im Neapolitanischen), Cor- 
finium. — ItcUicum. 
Einw.: Corfinienses, 
Acy.: Corfiniensis, -e. 
Corfinius, -a, -um. 

San-Pietro-in-Yalle, Dorf (in der 
oberitaL Prov. Venedig), Varianvm, 

San-Qiiirito, Dorf (in Italien), Scmctus 
Clericus. 

San-Remo, St. (in der itaL Prov. 
Porto -Maurizio, in herrlicher Um- 
gebung: der Garten der "Westküste 
des Golfs von Genua), Fan um 
Sancti Bemuli. — Fanum Sancti 
Bemogii. — Mattisia. 

San-Salyador, Mktfl. (in der Nahe 
von Nizza), Fanum Sancti Salvor 
toris. 

Ban- Sebastian, St. 1. (Hptst. der 
bask. Prov. Guipuzcoa in Spanien, 
am Biscayischen Meerbusen; wich- 
tige Hafen- und Handelsstadt), Do- 
nastiEnum. — Fanum Sancti 
Sehastiani. — Menosca. — Morosgi, 
— Sebastianopolis. 

2* (Hptst. der Kanarischen Insel 
Gomera, am Ostende), Fanum Sancti 
Sehastiomi. 

San-Severino 9 St. (in der Nafie von 
Eom), Septempeda. — Septem- 
pedana. 

Einw.: Septempedani. 

San -Stefano, Hafen (bei den Ruinen 
von Alsidonia, dem alten Cosa in 
Etrurien), Cosanus Portus. 

San-Theodor, Insel (unweit der Nord- 
küste von Kandia), Letice (Aevxi^)» 

San-Yincent-de-Beira, St. (im Süd- 
westen von Portugal), VeruHum. 

San-Yittorino, Mktfl. (in Italien, im 
alten Sabinerland), Amitemum. 
Einw. ; Amitemi. 
Adj.: AmiternuSj -a, -um. 

San- Yves, s. Setubal. 



Saneerre, St (im frz. Dep. Cher, un- 
weit der Loire), Sacrum Caesa- 
ris. — Sacrocaesarium» — Saop- 
cerra. — Sincerra. — Sanctum Sec- 
coviwm. 

Sanet, s. Sankt. 

Sandarlik, 1. St. (Hafen in Anatolien, 
einst äolischer Hafen in Mysien), 
Myrlna (MvQiva\ -ae. — Pitane. 

Einw. : Myrinaei {MvQivatoi). 

2* Meerbasen Ton — (ebds.), 
Sinus Cymaeus. 

Sandomir (Sandomierz), St. (im russ.- 
poln. Gouv. Eadom, früher Hptst. 
der Woiwodschaft S., an der Weich- 
sel), Sendomiria. 

Sangro, St. (in der Prov. Neapel), 
Sagrus. 

Sangroesa, St. (in Spanien), San- 
gosa. — Suessa. 

Sanguinare (Sanguenares), Inseln (drei, 
bei Sardinien), Cuniculariae In- 
sulae. — Beleridae. 

Sankt-Andrft, 1. St. (im östr. Hzgt. 

Kärnten), Flavium. 
2m Mktfl. (ungar. Szent-Endre, im 
. Komitat Pesth an der Donau; Sitz 

des griech., nicht unierten Bischofs 

von Ofen), Fanum Sancti Andreae 

ad Daniibium. 

Sankt-FIorenbergr, Stift (ehemal. im 
Bistum Fulda), Maus Sanctae Florae. 

Sankt-Gallen, St. (Hptst. des gleich- 
nam. Kantons der nördl. Schweiz, 
am Bodensee, mit altber. Benediktiner- 
abtei, 614 gegr., 1805 aufgehoben, 
im Mittelalter eins der gelehrtesten 
Klöster, jetzt kathol. Lehrerseminar), 
Fanum Sancti Galli. — Sancto- 
gallum. — Sangallum. 

Sankt-GlSrgry, s. Szent-Giörgy. 

Sankt-Goar, St. (Kreisst., EB. Koblenz, 
Eheinprov.,.in schöner Lage 1. am 
Ehein, Sankt-Goarshausen gegenüber; 



565 



Sankt-Gotthard 



Santa-Eufeinia 



566 



über der Stadt die Eninen der Bnrg 
Hheinfels), Fawum Sanctt Goäri. 

Sankt-Gotthard, 1. Gebirgsknoten 
(der lepontiniscben Alpen, auf der 
Grenze der Kantone Uri, "Wallis, 
Tessin nnd Graubünden; Plateausenke 
mit 30 Alpenseen und gewaltigen 
Eckpfeilern. Die alte Si-Gotthard- 
straise führte von Amstäg an der 
Reufs nach Belünzona am Tessin: 
auf der Palshöhe Hospiz; die neue 
Eisenstrafse durch den Berg führt 
von Göschenen an der Reufs nach 
Airolo am ücino), Aduallas, — 
Alpes Summae, — Elvelinus Ur- 
sara. — Al^s Lepontiae. — Alpes 
Lepontinae. 
2. s. Szent-Grot. 

Sankt -Jakob -am -Meer, Abtei (in 
Ulyrien), Abbatia Bosacis, 

Sankt- Johann, 1. an der Saar, St. 

(Kr. Saarbrücken, RB. Trier, Rhein- 
prov., r. an der Saar und Saarbrücken 
gegenüber), Fanum Sancti loawnis, 
2* am Tanern, Mktfl. (im östr. 
Land unter der Enns), Sahatinca. 

Sankt-Leonhard, St. (im östr. Hzgt. 
Kärnten, an der Lavant), Gdbro- 
magus. 

Sankt-Margrareten, St. (in Ungarn), 
Fanum Sanctae Margaretae. 

Sankt-Michael, Mktfl. (im salzburger 
Thal Lungau, an der Mur), Castrum 
Sancti Michaelis, 

Sankt-Moritz, Mktfl. (im obern En- 
gadin des schweizer Kantons Grau- 
bünden), Acaunum. — Agaimum. 
— Mati/ritianum, — Fanum Sancti 
Mauritii. 

Sankt -Nikolas, St. (in Ungarn), 
Nicopolium. 

Sankt-Peter, Abtei (in Belgien), Ab- 
batia Sancti Feiri in Monte Blan- 
dinio, 

Sankt-Petersburgr, s. Petersburg. 



Sankt-PSlten, St. (Hptst. des östr. 
Kreises Oberwienerwald, am 1. Ufer 
des Trasen; Sitz eines Bistums und 
Domkapitels) , Fanum Sancti 
Hippolyti. — Sampolitanum Op- 
pidum. — SampoUanum Oppidum, 
— Sancti Hippolyti (Ypoliti) Coe- 
nobium, 

Sankt-Saphorin, Dorf (im schweizer 
Kanton Waadt), San-Saphorinum, 

Sankt-Thomas, 1. Insel (eine der zu 
den Kleinen Antillen gehörigen 
Jungfeminseln; dänisch. Hptst St.- 
Th. oder Karoline- Amahe mit schönem 
Hafen), Insula Sancti Thomae. 

2. Meerbusen yon ~ (ebds.), 
Sinus Berzinus. 

-Sankt-Teit, 1. St. (im östr. Hzgt. 
Kärnten, Bjreis Klagenfurt, an der 
Glan), Vitopolis. — Fanum 
Sancti Viti. 

S. Mktfl. (im östr. Kreis Salzburg), 
Fanum Sancti Viti. 

3* -am-Pflaumb (Flaum), s. Fiume. 

Sanssouci, Schlösser (königl., und 
Gärten, Kr. OsthaveUand, RB. Pots- 
dam, Prov. Brandenburg. — Schlofe S. 
unmittelbar westl. bei Potsdam, 1743 
von Friedrich dem Grofsen angelegt), 
Pausilypum. 

Santa- Agrata, St. (in der Prov. Neapel), 
Sancta Agatha. — Santia. — 
Agathopolis. — Fanum Sanctae 
Agathae. 

Santa -C;it[h]arina, 1. St. (auf der 
Insel Korsika), Clunium, — Fanum 
Sanctae Gatharinae. 

S* Insel (mit der Hptst. Desterro 
der gleichnam. Küstenprovinz im 
südl. Brasilien), Insula Sanctae 
Gatharinae. 

Santa -Cruz, St. (Hptst. der Kanari- 
schen Insel Teneriffa), Fanum Sanctae 
Grucis. 

Santa-£iifemia, 1. Mktfl. (in der itaL 



567 



Santa-F^ 



Santo-Antioco 



568 



FroY. Gatanzaro in Ealabrien, am 
Mais Lamato am Golf von S.-E. des 
Tyrrhenischen Meeres), Lametini 
(AafjttjTivoi). — Fanum Sanctae 
Efophemiae. 

2. Meerbusen Ton — (ebds.), 
Sinus Lameticus {.Aafitjtixbg 
KoXnoq). — Sinus Lametinus 
{AafiTjxLvog KoXnoq), — Sinus 
Hipponiates. — Sinus Vibonensis. 

äanta-F6, St. 1. (Hptst. des gleich^ 
nam. Staates der Argentinischen Kon- 
föderation in Südamerika, an der 
Mündung des Salado in den Parana), 
Fanum Sanctae Fidei Argentinae. 
3« (Hptst. des nordamerikanischen 
Territoriums Neumejiko, am Eio 
Grande), Fanum Sanctae Fidei 
Meucanae. 

Santa-Gabina, St. (auf der Insel Sar- 
dinien, mit Heilquellen), Lesa. — 
AqiMe Lesitanae. 

Santa-Lueia, St. 1. (in der ital. Prov. 
. Messina auf Sicilien), Fanum Sanctae 
Luciae. 
J8« (auf der Insel Kor^ka), Cefiestum. 

Santa -Maria de Bedova, s. Nossa 
Senhora da Pettove. 

Santa-Maria-delle-Grazie, Dorf (in 
der neapol. Prov. Terra-di-Lavoro, 
22 km nördl. von Neapel, am Vol- 
tumo, an der Stelle des alten Kapua), 
Capua. 

Einw. : Campani, 

Adj.: Capuensis, -e, 

Santa-Maria-di-Foreassi, Mktfl. (in 
Etrurien), Forum Cassii. 

Sauta-Maria-di-Leuca, St. (Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Lecce, am 
Kap Leuca), Leu>ca (Asvxij), 

Santa-Maria-di-Lieodia, St. (am 
Ätna auf Sicilien, von Hieron an der 
Stelle von Katane gegründet, später 
an der Stelle von Inessos wieder auf- 
gebaut), Aäna {Ahvri). 
Einw.: Aetnaei {AirvaToi). 



Santa-Maura (oder Lefkhada), Insel 
(eine der Ionischen, mit der Hptst. 
Amaxichi), Leuca s (Asvxdg\ -ädis, 

— Leucadia (Aevxaöla). 

Santa-Olola, St. (in Spanien), Fantm, 
Sanctae FkUalia^. 

Santa-Severa, St. (Hafen in Etrurien), 
Caeretanorum Emporium, — 
Fyrgi (IIvQyoi). 

Santa -Severina, St. (in der Prov. 
Neapel), Siborena. 

Santander, St. (Hptst. der gleichnam. 
span. Prov. in Altkastilien, Bischofs- 
sitz an der Bai von Biscaya, stark 
befest. Hafen, See- und Handelsplatz 
ersten Känges),. Fanum Sancti 
Andreae, — Andreopolis. — Flor 
vionavia. 

Santarem, St. (in der portug. Prov. 
Estremadura, wichtiger Handelsplatz 
am Tejo), Scaläbis. — Scäldbiscus. 

— Praesidium lulium. 
Adj.: Scalabitünus, -a, -um. 

Santatoli, St. (in Vorderindien), Sambra 
{ScifißQa). 

Santerno, Fl. (in der ital. Landsch. 
Enulia, entspr. am PietramMa im 
toskan. Apennin und mündet westl. 
von Alfonsina in den Po di Primaro), 
Badrtnus. — VatrBnus. 

Santerre, St. (in Frankreich), Sangui- 
tersa. 

Santgrongr (Gour oder Laknaouty), St. 
(am Ganges in Indien), Gangia Begia, 

Santiagro-di-Compostella, s. San- 
Jago-de-Compostella. 

Santillana, St. (in Spanien), Fanum 
SanctOf-e lulianae. — luliano- 
pölis, — Santillana. 

Santimbenia, Hafenort (an der West- 
küste von Sardinien), Santimbenia» 

Santo- Antioeo, Insel (an der Südwest- 
spitze von Sardinien, mit gleichnam. 
Ortschaft), FJnosis. 



569 



Santo-Domingro 



Sarfend 



570 



Santo-Domingo, St. (Hptst. der gleich- 
nam. Eepublik, auf der Südseite der 
wesünd. Insel Haiti), Hispaniöla. 
— Sancti Dominid Insula. 

Santo-Erini, s. Santoriii. 

Santo-Riti, Berg (auf Sicilien, bei 

Messina), Chodcidicus Mons {XaXxi- 

ÖLXOV ^ÖQoq). 
Santona, St. (Hafen und Festung in 

der span. Prov. Santander), Victorias 

luliohrigensium Portus, 

Santorin (Santorini), Insel (die süd- 
lichste der zu Griechenland gehören- 
den Sporaden, bildet mit den beiden 
Inseln Therasia und Aspronisi ein 
fortwährend in Hebung begriffenes 
vulkanisches Ganzes, ohne fliefsendes 
"Wasser, aber mit sehr fruchtbarem 
Boden, bes. für Wein. Hauptort ist 
Thira), Galliste {KakklazT^). — 
Thera {ßriQa). — There {S^qtj). 

Säo-Mignel, s. Fort-Sao-Miguel. 

Saona, FL (im Norden von Neapel), 
Savo, -önis. 

SaOne, Fl. (r. Nbfl. des Rhone, entspr. 
auf dem Plateau von Langres, mün- 
det bei Lyon. Danach benannt das 
frz. Dep. Obersaone [Haute-Saone], 
ein Teil der Franche-Comte, mit der 
Hptst. Vesoul, und das Dep. Saone- 
Loire, ein Teil von Burgund, mit der 
Hptst. Mäcon), Arar. — Aräris. — 
Sauconna. — Segona. — Sagona. 

— Sagonna. — Saugotma. 

Saorgio, St. (in der Nähe von Nizza), 
Saurgtum. 

Sapäisehe Pässe, Gebirgspafs im 
Pirnari oder Pangea in der türk. 
Landschaft Thrazien), Symbol um 
{Uvfißokov), — FatLces Sapaeontm. 

— Angustiae Sapaeorum (Ta Srevcc 
xwv 2(X7cal(ov). 

Saphat, Mktfl. (in Galiläa), BethuUa. 

Saphoiin, Sankt — -, s. Sankt Saphorin. 



Sapienza, s. Sfagia. 

Sapig'o, Mktfl. (im östr. Kronland 
Dlyrien), Sation, -Jinis {SarlcDv), 

Sapri, St. (in der Prov. Neapel), Sipron, 

Sarabat, Fl. (in Kleinasien, entspr. am 
Murad-Dagh und mündet in den Golf 
vonSmyma), Pactülus^IIaxTwlog). 
— Chrysorrhoas {XgvaoQQoaq). — 
Hermus CBg/zog). 

Saracena, St. (in der Prov. Neapel), 
Sestum, 

Saränder Gespannschaft (in Ungarn), 

Comitatus Zarandiensis. 
Saragrossa, s. Zaragoza. 

Saranas (oder Arsuf), St. (in Judäa, 
zwischen Jerusalem imd Cäsarea, 
früher Kapharsaba gen.), Antipatris 
CAvTiTiicrglg). 

Sardara, Mktfl. (auf der Insel Sardi- 
nien), Aquae Lesitanae. 

Sardinien, Insel (ital., im Mittelmeer, 
von Korsika durch die Bonifacius- 
strafse getrennt, von S. nachN. von 
einem Gebirge durchzogen und von 
zahlr. Flüssen [Fiumendosa, Tirsu &c.] 
bewässert; 2 Provinzen: Cagliari und 
Sassari ; Hptst. : Cagliari. Die Sarden 
ein Mischvolk, in welchem arabische 
und iberische Elemente reichlich ver- 
treten sind; ihre Sprache Mittelding 
zwischen dem Italienischen und 
Spanischen, mit lateinischen Über- 
bleibseln), Sardinia (SaQÖw). — 
Sandalidtis (SavöcclLükig). 
Mnw.: Sardi. 
Adj.: Sardiniensis, -e. 

Sardus, -a, -um. 

Sardüus, -aj-um {Sagöi^og). 

Sardonius, -a, -um (2a^- 
öü>VLog und Sagöoviog). 

Sarenthai (in Tirol), Vallis Sarentina. 

Sarfend (Surafent oder Zerphant), St. 
(Phöniziens- zwischen Sidon und 
Tyrus), Sarepta {J^agenzd). — 
Sarapta {Sd^amcc). 



571 



Sargans 



Sau 



572 



Sargäns, St (nahe am fihein im 
schweizer Kanton Sankt - Gallen), 
Sarunegaunum.^ Sarunetum,— 
Sargantia. — Sanngatbrum, — Sana 
Casa. — Sana. 

Sark (Sercq), Insel (englische im Canal 
La Manche), Sargia. 

Sarliki (oder Tzeres), St. (in der türk. 
Prov. Thessalien [im alten Pelasgiotis] ), 
Crannon, -^önis {Kgavvtav, -wvog). 

— Orimon (KQavtav). 

Einw.: Cranmmii (K^awcavioi). 

Samen, Mktfl. (Hauptort des schweizer 
Halbkantons Obwalden, am Samer- 
see), Sartmetes, -um. 

Samo, !• M. (im Neapolitanischen, 
entspr. bei Avellino und mündet in 
den Golf von Neapel), Sarnus. 

S. St. (in der ital. Prov. Salemo, 
an einem Arm des Samo), Sarnus. 

Sarsina, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Forli, im alten Umbrien), 
Bobium (sc. ümbriae). — Sarsina. 

— Sasstna. — Saocina. 

Einw.: Sarsinätes. — Sassi- 
nlUes. 

Sart, Dorf (mit geringen Überresten 
der her. Hptst. des alten lydischen 
Eeiches in Kleinasien, am Mufe Sa- 
rabat), Sardes (Sd^öeig). 

Adj.: Sardiänus, -a, -um{2aQ- 
öiavog). 
Sardius, -a, -um (Sd^öiog). 

Sarthe, Fl. (im nordwestl. Prankreich, 
entspr. in der Nähe der alten Abtei 
Latrappe, nördl. von Mortagne im 
Dep. Ome, vereinigt sich nach 260 km 
unweit Angers mit der Mayenne zur 
Maine. Das Dep. S. zerfällt in die 
4 Arrondissements : Maus, La-Fleche, 
Mamers und St.-Calais; Hptst. Maus), 
Sartha. 

Sarnkhan, Landschaft (mit dem nördl. 
Teil von Sighla, das Land an der 



Westküste Kleinasiens) , Lydia 
(Avöltt). 

Bew.: Lydi (AvSof)- 

Adj.: Lydius, -a, -um {Avöioq). 

Sairar, Mktfl. (in Ungarn), Castri- 
ferrense Oppidum. 

Sarvigmano, St. (in Mittelitalien), 
Compitum AnagnXnum. 

Sarwitz (Sarviz), Fl. (r. Nbfl. der 
Donau in Ungarn, kommt vom Ba- 
konyerwald, fliefet von Stuhlweifsen- 
burg bis Simontomya in dem 340 km 
langen Sarvizkanal und mündet bei 
Bata), Valdanus. — Valdasus. 

Sarzäna, St (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Mass^ an der Magra), Ser- 
gia/num. 

Sas-de-Gand, Le — , s. Sas van Gend. 

Saseno (Sassone), Insel (im Adriati- 
schen Meer), Saso. — Sa^on. — 
Sa^oms Insula. 

Sassari, St. (Hptst. der die Nordhälffce 
der Lisel Sardinien umfassenden ital. 
Prov. S., Erzbischofssitz), Turris 
Libysonis. 

Sassoferräto, St. in der ital. Prov. 
Macerata, im Apennin), lufieum. 

— luphicum. — Sentinum, 

Sas-yan-Gend (frz. Le-Sas-de-Gand), 
St. (und Festung in der niederländ, 
Prov. Zeeland, am gleichnam. Kanal, 
unweit der Scheide), Ager Gan- 
davensis. — Agger Ga/ndavensis. 

— Cataracta Gandavensis. 

Satas-dere, Fl. (in Anatohen, milt bei 
Aidindschick auf der Halbinsel Ka- 
putaghi in das Marmarameer), AesB- 
pus (AtatiTtog). 

Sathmftrer Gespannschaft (in Ungsun), 
Comitatus Szathmariensis. 

Sau (Save), Fl. (r. Nbfl. der Donau, 
entspr. am Terglou in Krain, fliefst 
über Laibach [schiffbar] und Agram 



573 



Saudre 



Sealona 



574 



und mündet bei Belgrad in Serbien), 
Savus. — Safis, — Sawa, 

Saudre, M. (in Frankreich), Sedera. 

Sauer (frz. La Sure), M. (entspr. im 
Grhzgt. Luxemburg auf den Ardennen 
und geht nach 94 km bei Wasser- 
billig in die Mosel), Sv/ra, 

Sauleoart, St. (in Frankreich), Sodal- 
cortium. — SodcUcu/rchum, — 
Sothalcurtis. 

Saulieu, St. (im frz. Dep. Cote d'Or), 
Sedelaucum. — Sedelocus. — 
Sidilocum, — Sidöleucum. 

Sault, 1. St. (im frz. Dep. Vaucluse), 
Salto. — ScUtus. 
2m Landschaft (ebds.), De Saltu, 

Saumur, St. (im frz. Dep. Maine-Loire^ 
an der Loire. In der Nähe viel celt. 
und röm. Altertümer und zwei gut 
erhaltene Lager Cäsars), SalmUrus, 
— SdlmuTium. — Segora. 
Adj. : Scdmu/riensis, -e. 

Saut-d'Auge, Dorf (in der Normandie), 
Augiae Sältti^, 

SauTe, 1. Fl. (in Frankreich), Sodvius, 
2. St. (in Frankreich), Salva, 

Sauyetat, St. (in Frankreich), SoMtcis. 

SauTeterre, St. (in Frankreich), Salm 
Terra. 

SauTi^ny, Mktfl. (in Frankreich), Sil- 
vimacwm, 

Sayato, Fl. (in Italien), Sahbäti^s. 
Saye, s. Sau. 

Savena, Fl. (in der ital. Prov. Bologna), 
Faala. 

Savigrliano, St. (in der ital. Prov. Coni 
in Piemont), Savilianum. 

Savio (oder Alps), Fl. (in Mittelitaüen), 
Isäpts, — Sapis. — Sabis. 

Savoien, s. Savoyen. 

SaTöna, St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises der ital. Prov. Genua, an der 
Mündung des Küstenflüfschens Ega- 



bona in das Mittelländische Meer, 
Bischofssitz und Hafen), Sciblüa. 
Adj.: Sdbatius, -a, -um. 

Sayonidres, Mktfl. (in Frankreich), 
Saponariae. 

Saroyen, Herzogtum (ehem., früher 
zur sardin. Monarchie gehörig, seit 
1860 franz. Provinz, zwischen Schweiz, 
Piemont und Frankreich ; das höchst 
gelegene Land Europas, im 0. von 
den Grajischen [Montblanc], im W. 
von den Kottischen, im NO. von den 
Penninischen Alpen erfüllt, von Isere, 
Arve und Arcq bewässert. Die Bew., 
Savoyarden gen. , suchen noch jetzt 
in grofsen Massen in der Fremde 
ihren Unterhalt. 2 Departements: 
Obersavoyen, Hptst: Annecy, und 
Savoyen oder üntersavoyen, Hptst. : 
Chambery), Sabaudia. — AUo- 
brögy/m Begio. 

Bew.: Sahaudi. — Allobröges. 

Adj.: Sabavdicus, -a, -um. 

Sayda, St. (sächs. Kreish. Dresden, 
Amtsh. Freiberg, in rauher Gebirgs- 
gegend), Susudala. 

Sayn, Grafschaft (ehem., in der Rhein- 
provinz, RB. und Kr. Koblenz ; Haupt- 
ort Dorf S. mit Schlofs des Fürsten 
zu Sayn-Wittgenstein-Sayn), Comi- 
tatus Senensis. — Comitatus 
Saynensis. 

Saz, s. Saaz. 

Sbekkah, Ort in der Numidischen 
"Wüste), Speculum. — Cerbica, 

Sealemura (Anemur), St. (in Ana- 
tolien, gleichzeitig südlichstes imd 
westlichstes Yorgebirge von Cilicien), 
Änemurium C^ve/novQiov). — 
Civitas Anemuriensis. 
Einw.: Anemimenses. 

Sealino, Mktfl. (in Toscana), Salebro. 
— Sedbris PorttAS. 

Sealona (oder Ascalon), Dorf (mit 



575 



Seamandro 



Seheide 



576 



Boinen am Mittelmeer), Ascälo, — 
Äscctlon {\axdX(üVy -wvoq)* 

Einw, : AsccHonUae ( \axaXo)vtxai). 

Seamandro, s. Mendere-S(o)u. 

Seameno, St. (in Griechenland, in 
Böotien, am linken Ufer des Asopo), 
Tanagra (TdvayQo). 

Seardamoula, St. (im Südwesten der- 
Halbinsel Morea, am ßusen von 
Koron), Cardamyle. {KaQÖafxvkri). 
Einw. : Cardamylitae (Ka^öafiv- 

Searlino, s. Scalino. 

Searpanto, 1» Insel (zwischen Kandia 
und Rhodus im Karpathischen Meer), 
Carpathus (KdQnad-og), 

2. Meer von (ein Teil des Ägäi- 

schen Meeres um die Insel K. herum, 
zwischen Rhodus, Kandia,Cypemund 
Vorderasien), Mare Carpathium 
(Tb KaQTid^LOv [UBlayoq]). — Mare 
Asiattcum. 

Scarpoune, Dorf (im frz. Dep. Meurthe), 
Serpane. 

Seatari, St. (im Südwesten der griech. 
Halbinsel Morea, in der Nähe von 
Passawa), Las (Aag), — Lapersae. 

Sehftrdingr, St. (Sitz eines Bezirksamts 
im östr. Innkreise, am Lm), StafMCum. 

Sehäsburg (ungai*. Segesvär), St. (be- | 
fest. Hptst. des gleichnam. sieben- 
bürger Stuhls, auch kgl. Freistadt, 
am Grofsen Kokal), Segesvaria, — 
Schasburgium. — Sdburgum. 

Scbaffhausen, St. (Hptst. des gleich- 
nam. Kantons, des nördlichsten der 
Schweiz, am r. Eheinufer, */g St. da- 
von entfernt der her. Rheinfall), 
Probatopolis. — Scaphusia, — 
Schafhusia — Scaphusium. 
Adj.: Scaphustnus, -a, -um. 
Scaphusiensis, -e. 

Sehaiua, St. (einst. Handelshafen im 
östl. Kerman, dem pers. Küstenland 



am Pers. Meerbusen), Omana 
COfjtava). — Omanae. — Talmiina 
(TdXfisva). 
Einw.: Chnani. 

Sehamaehi, St. (in Albanien), Ma- 
mechia {Mafiex^^)- — Camechia 
{Kafinxf^a). 

Sehamserthal (Schams, ital. Sessame), 
Thal (4V8 Stunden lang, im schweizer 
Kanton Graubünden, erstreckt sich 
von Tusis längs des Hinterrheins nach 
0. bis zum Ferrara-, nach S. bis 
zum Rheihwaldthal) , Vallis La- 
pidar ia. — Vallis Sexamniensis. 
— Vallis Sexamnis. 

Sebarapani, Ruinen (eines alten 
Kastells am Kaukasus), Sarapäna 
(SaQaTtavd). — Sarapänis {UaQCc- 
Tiavlg). — Zadns (ZaÖQlq). 

Scharedsje, Insel (zu Arabien gehörig, 
im Persischen Meerbusen), Tharro 
ißaQQw). 

Scharmely, St. (im nördl. Mesopo- 
tamien), Thilaticomum. — Thil- 
lacoma. — Telladscum. 

Sebamitz, Dorf (im tirol. Kreis Inns- 
bruck, in dem 3 St. langen Schar- 
nitzthal, an der Isar imd der bayr. 
Grenze, mit einem Engpafs, der schon 
unter den Römern befestigt war), 
Porta Claudia. — Scarbia, 

Seharoscber Gespannsebaft (in Un- 
garn), Comitatus Sarosiensis. 

Sebaumburgr (eigtl. Schauenburg), 
Schlofs (an der Weser, Sitz der 
ehem. Grafen in "Westfalen), Specu- 
lationis Castrum. 

Sebeicb-el-Hardy, Dorf (in Oberägyp- 
ten, im alten Thebais), Passälon^ 
-i (JlaoodXmv). — Passalus {Udo- 
oaXoq). 

Seheide (frz. Escaut), Fl. (ansehnl., 
entspr. bei Beaurevoir im frz. Dep. 
Aisne, wird bei Cambray schiffbar. 



577 



SehellM 



SehleDsin^n 



578 



tritt bei St-Antoine in die belg. Prov. 
Hennegau, teilt sich unterhalb Ant- 
werpen in die Ooster- und Wester-S. 
[letztere Hont genannt] und mündet 
bei Vliessingen in die Nordsee), 
Scaldis. — Sealdia. — Scalta, — 
Tabuda, — Tabula, 

Sehellftl, Katarakte (die Kleine — 
des Nil), Catadupa (KardSovTta). 
— Catadupi {Kaxdöovnoi), 

Sehellingr, Ter-, Insel (an der hollän- 
dischen Küste), Act ania. — 
ScheUinga, 

Sehemnitz, St. (kgl. Frei- und Berg- 
stadt in der ungar. Oespannschaffc 
Honth, die wichtigste der ungar. 
Bergstädte), Selmiczlania, — 
Schemnicium, 

Sebenet, St. (in Anatolien, am nördL 
Abhang des Taurus, am Mufs 
Dudensu), Termessus (Te^firjaoSg). 

Sehenkenschanz, Dorf (ehemals ein 
Fort, unweit des Rheins, Kr. Kleve, 
RB. Düsseldorf, Rheinprovinz), Arx 
Schenkiana. — Ars SchenJcii. — 
Monumentum Schenkianum. — Pro- 
pugnaculum Schenkianum. 

Scherezur, St. (in der alt. Landschaft 
Adiabene in Kurdistan), Siazur 

Scher penheuvel, St. (in den Nieder- 
landen), Aspricollis. — Mons 
Acutus. 

Schiedam, St. (Hafen, in der nieder- 
länd. Prov. Südholland, an der Maas), 
Schiedamum. 

Schilfmeer, s. Rotes Meer. 

Scliimegrhier Gespannschaft (in Un- 
garn), Comitatus Simeghiensis. 

Sehintau, Mktfl. (in Ungarn), Stragona. 

Schkenditz, St. (Kr. und RB. Merse- 
burg, Prov. Sachsen, an der "Weilsen 
Elster, 14 km von Leipzig), Scudid. 

Schlatten, 1« Grofs- (Abrudbanya 

Saalfeld, 6oo«fraph. Ilandbüchlein. 



oder Altenburg), Bergflecken (im 
Karlsburger Bezirk in Siebenbürgen), 
Awraria Magna. 

S. Klein- (Goldenmarkt, ungar. 
Zalathna), St. (im siebenbürg. Komitat 
Unterweifsenburg) , Awraria Farva. 

Sehlegrel (Schlögl oder Unserer Lieben 
Frauen Schlag), Kloster (ehem., in 
Ostreich), Ad Plagam Beatae 
Virginis. — Plagense Monaste- 
rium. 

Sehlei, Meerbusen (an der Ostseite von 
Schleswig -Holstein, erstreckt sich 
landeinwärts bis zur Stadt Schleswig, 
ist 41 km lang, erweitert sich im 
Hintergrund und vor der Mündung 
zu gröfsem Becken und scheidet die 
Landschaften Schwansfen und Angeln), 
Slia. 

Sehleiz, St. (im Fürstent. Reuls j. L., 
an einem Bach, Landratsamt für den 
Oberländischen Bezirk; um 700 von 
den Sorben angelegt), Schlaiza. — 
Schlaezium. 

Schlesien, Prov. (preufs., deren Süd- 
westrand von d^n Sudeten [Glatzer-, 
Riesen-, Isergebirge u. s. w.] erfüllt, 
der SO. Berglandschaft, die Mitte und 
der NO. Tiefebene, von der Oder 
durchströmt; Hptst. Breslau), Silesia. 

Einw. : Silesii. 

Adj.: Silesiäcus, -a, -um. 

SehlesifigT) St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises sowie der Prov. Schleswig- 
Holstein, 4 km lang gestreckt am 
Hintergrund des Meerbusens Sclilei, 
im wesentlichen nur aus einer Stiafse 
bestehend), HeidEba. — Slesvicum. 
— Sdesvicum. — Sliesthorpiu^m. 
Adj.: Slesvicensis, -e. 

Schlettstadt, St. (Kreisst, Bezirk 
Unterelsafs, Elsafs-Lothringen, an der 
111), Seiestadium. 

Schleusingen, St. (Ki-eisst., RB. Erfurt, 
Prov. Sachsen, vom flauptteil der 

19 



579 



Sehlien 



Schirafeen 



580 



Prov. getrennt, in schöner Gegend 
auf der Südseite des Thüringer Wal- 
des, am Einflnlis der Erlau und Nahe 
in die Schleuse), Siltisia, 

SehlierSy Stift (ehem. in Bayern), 
Süumum. 

Sehlins, Dorf (imd Gericht in der 
Schweiz), Celinum. 

SehiSgrl, s. Schlegel. 

Sehlflsselburgr (früher Nötehnrg), 
Festung (und Kreisst. im russ. Gouv. 
Petersburg, am Ausfl. der Newa aus 
dem Ladogasee), Noteburgum. — 
Oresca. 

Schmalkalden, St. (Kreisst., BB. 
Kassel, Prov. Hessen-Nassau, an der 
Stille und Schmalkalde, welche r. zur 
Werra fliefst), Smalcaldia. 

SehSnbnmii, Lustschlols (kaiserl., in 
Unteröstreich, 1 St. von Wien), Föns 
Bdlus. 

8ch9nenwerd (Bellowerd), Mktfl. (in 
der Schweiz), Clara Wer da. — 
Clara Verda. 

Seholther Distrikt (in Ungarn), Sol- 
tensis Processus. 

Sehomom, St. (in Mittelpalästina), 
Samarla {SafiaQSia). — Sehaste 
(SeßaoTi]). 

Schonen (schwed. Skäne), Landschaft 
(fruchtbarste in Gotland in Schwe- 
den, Halbinsel an der Ostsee), 
Scania. — Scandia. — Scandi- 
navia. — Scandinovia. — Schonia. 
— Baltia. — Basilia, 

Sehongrau, St. (ehem. Kloster, jetzt 
Bezirksamt, bayr. RB. Oberbayem, 
1. am Lech), Esco, -onis. — Sconga. 

Sehottland 9 Königreich (britisches, 
die nördl. kleinere Hälfte der Insel 
Albion, zerfallt in die 2 Hauptteile: 
Hochlande [Highlands] und Nieder- 
lande [Lowlands], zus. in 31 Graf- 
schaften [Shires] eingeteilt; Hptst. 



Edinburgh mit der Hafenstadt Leith 
am FLrth of Forth), Caledonia. — 
Scoftia. — BritoMma Barbara. 
Bew.: Scott. — Caledmies, 
Adj.: Scoticus, -a, -um. 
CaJedonius, -a, -um. 

Sehottlftndisebes Meer (sonst auch 
Kaledonisches Meer gen., ein Teil 
des Atlantischen Oceans, zwischen 
Schottland und den Hebriden), 
Oceanus Caledonius. — Mare 
Caledonium. — Sinus Ducaledonius. 

Sehottwien^ Mktfl. (im östr. Kreis 
Unterwienerwald, am Semmering), 
Fauces Noricorum. — Scaeva 
Viennae. — Schadmenna. 

Sehouwen, Insel (zur niederl. Prov. 
Zeeland, zwischen den Mündungen 
der Oosterschelde und Krammer; 
Hptst. Zieriksee), Sealdia. 

Sehtttt, Insel (eigtl. zwei, in der Donau 
in Oberungam. Die Grofse S. [Challo- 
Köz] gehört zum gröfsem Teil zum 
Komitat Preisburg, zum klemem zu 
Komom. Die Kleine S. [Sziget-Köz], 
dem mittlem Teil der Grofsen S. 
südwestl. gegenüber, gehört zu den 
Komitaten Wieselburg und Raab), 
Cituütum. — Schutia. — Cituo- 
rum Itxsulae. 

Sehulpforte, s. Pforta. 

Sehussenried, Dorf (mit ehem. Prä- 
monstratenserabtei von 1183, wüi-t- 
temberg. Donaukreis, Obera. Wald- 
see, unweit des Ursprungs des 
Schüssen), Sorethium. — Soretum. 
— Abbatia Sorethana. 

Sehwaan, St. (im Grhzgt. Mecklen- 
burg-Schwerin, an der Wamow), 
CygnSa. 

Schwabaeh, St. (unmittelbare, bayr. 
Bezirksa., EB. Mittelfranken, an der 
Obern Schwabach), Suobäcum. 
Adj.: Suöbacensis, -e. 

Sehwahen, Land (altes deutsches 



581 Sch^ttl»is€h-Gmttiid 



Sehweidnitz 



582 



Volksherzogtum , urspr: Alemannien, 
dann von den im 5. Jhdt. eingewan- 
derten Sueven Schwaben : genannt; 
jetzt in Bayern, "Württemberg und 
Baden aufgegangen), Suevia. 

Bew. : Sttevi. 

Adj.: Suevicus, -a, -wm, 

Sehwäbisch- Gmünd, s. Gmiind in 
"Württemberg. 

Schw&bisch-Hall, s. Kall 3. 

Sehwabmünehen, Mktfl. (bayr. RB. 
Schwaben, Bezirksa. Augsburg, an 
der Sinkel [Singold]), JJapac. 

Sehwarzach in Baden, Dorf (Kreis 
Baden, Amt Bühl, nüt ehem. Bene- 
diktinerabtei) , Suarzanense Goeno- 
hium. 

Sehwarze nnd Bote Bergre, Gebirge 
(in Ägypten, am Roten Meer), Acabe 

Sehwarzes Meer, Binnenmeer (zwischen . 
Ruüsland, Kleinasien und der Türkei, 
südl. durch die Strafse von Kertsch 
mit dem Asowschen Meer verbunden ; 
Mündungsbassin der Donau, des 
Dnjepr, Don, Kuban u. s. w. Hafen- 
und Handelsplätze: Odessa und GJher- 
son auf russischer, Trapezunt und 
Sinope auf asiatischer Seite. Unter 
türk. Herrschaft war die Schiffahrt 
für fremde Nationen 200 Jahi'e lang 
geschlossen, bis die Nordküste rus- 
sisch wurde; 1774 erhielten die Rus- 
sen das Recht der Schiffahrt nach 
dem Mittelmeer, 1784 wurden die 
Östreicher, 1802 die Engländer und 
Franzosen zugelassen) , P o ntus 
JEuxlnus (Jlovxoq Ev^eivog). — 
Mare Nigrum. — Sinus Scythicus. 
— Mare Ponticum. — Mare Col- 
chicum. 

Schwarzwald, Gebirge (im südwestl. 
Deutschland, liegt dem Wasgenwald 
gegenüber, östl. von der Oberrheini- 
schen Tiefebene, mit dem bei weitem 



gröüs^m Teü in Baden, mit einem 
kleinem in Württemberg, gehört zum 
Oberrheinischen Gebirgssystem und 
hat, wie dieses übelrhaupt, eine Rich- 
tung vito SSW. nach NNO. Die 
Grenzpunkte des Schwarzwaldes sind 
im Süden die Städte "Waldshut und 
Kandem, im N. Durlach [Pfinzthal], 
Pforzheim u. Heimsheim. Zusammen- 
gesetzt ist er ganz besonders aus 
Gneis, Granit und Buntsandstein ; im 
Gneis befinden sich im "W. die steilen 
Abfälle zur Tiefebene, im Buntsand- 
stein die sanfteren gegen 0. Von den 
Alpen abgesehen, ist der Schwarz- 
wald das schönste Gebirge des Deut- 
schen Reiches), Silva Martiana. 

— Silvae Martia/nae. — Ahnoha. — 
Silva Nigra. 

Sehwaz, Mktfl. (im tiroler Kreis Inns- 
bruck, im Unterinnthal), Sehatum. 

— Sebacium. — Masciäcum. 

Schweden (schwedisch Sverige), König- 
reich (mit Norwegen seit 14. Jan. 
1814 [Frieden von Kiel] unter einem 
Scepter vereinigt, umfafst die gröfsere 
Osthälfte der skandinav. Halbinsel. 
Im Norden und auf der Grenze gegen 

. Norwegen vom Kjölengebirge erfüllt, 
gegen 0. waldiges, erz-, flufs- und 
seereiches Stufen- und Tiefland, gegen 
SO. Hügelebene mit Ackerfeld, "Wiesen- 
land und grofsen Seen. Eingeteilt in 
3 Landschaften : Svealand [Sveaiike], 
Gotland [Götaland oder -rike] und 
Norrland ; in administrativer Hinsicht 
in24Läns [Landeshauptmannschaften], 
in kirchlicher Hinsicht in 12 Stifter. 
Hptst. Stockholm), Sueda. 
Einw.: Sued. 
Adj.: StiedcuSj -a, -um. 

Sehweidnitz, 1. St. (Kreisst., RB. 

Breslau, Prov. Schlesien, 1. an der 

Weistritz), Suidnidum. — Zvinum. 

Adj.: Suidnicensis, -e. 

3. M. (auch Schweidnitzer Wasser, 

19* 



583 



SehweiBfturt 



8eoglio-di-Yido 



584 



meist Weistritz gen., L Nbfl. der 
Oder in Sohlesien, entspr. im Por- 
phyr des Niederschles. Steinkohlen- 
gebirges an der böhmischen Grenze, 
flieüst durch das Schlesierthal und 
mündet unterhalb Breslau), Suidni- 
dus. 

Sehweinfnrt, St. (unmittelbare, bayr. 
Bezirksa., EB. Unterfranken, in frucht- 
barer Gegend am Main), DevOna. 
— Traiedum Suevorum, — Stievo- 
furtum. — Suinfurtum. 

Sehiveiz, Land (das höchstgelegene 
Europas, republikan. Bundesstaat, 
zwischen Frankreich, Deutschland 
und Italien, im S., im 0. und in der 
Mitte von den Alpen erfüllt, mit 
zahllosen Schneegipfeln, im W. vom 
Jura durchzogen, zwischen Alpen 
und Jura wellige Öochebene bis zum 
Bodensee. Die durch den Wiener 
Kongrefs als neutral erklärte Eidge- 
nossenschafi: besteht aus 25 Staaten 
in 22 Kantonen; Bundeshauptstadt 
Bern), Civitas Helvetia. — Hei- 
vetia, 

Bew. : Helvetii. 

Adj.: Helveticus, -a, -um. 
Helvetim, -a, -um. 

Sehwerin, St. 1. in Mecklenburg 

(Hptst. des Grhzgts. M.-Schw., zwi- 
schen dem Schweriner [im 0.], dem 
Ziegel- [im N.], dem Ostorfer [im S.] 
und andern Seen), Squirstna. — 
Squtrsmum. — Si4€flnum. 

Adj.: Suerinensis, -e, 

S. an der Warthe (Kr. Birn- 
baum, Rß. und Prov. Posen, am 
Einflufs der Obra in die TVarthe), 
Sttennum ad Vartam. 

Sehwetzingen, St. (bad. Kr. Mannheim, 
an der Leimbach), Sölicinium. 

Scliwiebus, St.( Kr. ZüUichau-Schwie- 
bus, EB. Prankfurt, Prov. Branden- 
burg, an der Schwemme), Suehis- 



sena, — 5ue6odlnuii». — Suibissa, 

— Smbimum. 

Adj.: Suibusiensis, -e. 

Schwinge, PL (L Nbfl. der Elbe* in 
Hannover, ist von Stade bis zur 
Mündung bei Brunshausen 6 km für 
kleine Seeschiffe fohrbar), Zwinga. 

Seliwyz, Mktfl. (Hauptort des gleich« 
nam. Kantons, eines der 3 Urkantone 
der Schweiz, am PuTse des Mythen), 
Suiza, — Suitia. 

Seiaeea, St. (Hafen in der ital. Prov. 
Girgenti auf Sicilien), Thermae 
(St^fiaf)- — Thermae Selinwntiae, 

— Ad Aquas. 
Einw. : Thermitani. 

Seicli (oder Cacciola), St. (Hafen in 

der itair Prov. Noto auf Sicilien, am 

gleichnam. Küstenflufs), Casmena 

{KaafiBvri).— CasnienaeiKaafiipai). 

Einw.: Casmenaei (KccafievaToi), 

Seiila (Sciglio), St. (in der ital. Prov. 
Reggio-Calabria, auf Felsen am Ein- 
gang zum Paro von Messina; unweit 
davon die jetzt nicht mehr gefähr- 
liche Klippe La Eema an der kala- 
brischen Küste, die alte Scylla), 
Scylla {Sxvkka). — Scyllaeum 
(SxvX}.aiov). 

Seillyinseln (frz. Sorlingues), Lisel- 
gruppe (von 140 kleinen Eilanden, 
45 km vom Kap Landsend, der 
äulsersten Südwestspitze von Com- 
wall und ganz England. Nur 5 sind 
bewohnt ; Hauptinsel Saint - Mary ; 
Hauptort Hughto wn), Cassitertdes 
(KazzizeQlSeg oder KccaaizsQlösg 
al Nfjooi). — Cassiteridum Insulae, 

— Süürum Insulae. — SüUnae In- 
sulae. — Sylina {Insula). — Hespe- 
rides (^EoTie^lSsg). — Silvestres. 

Seio, s. Skio. 

Seiothb, s. Skiothb. 

Selayo-Chori, s. Slävochori. 

Scoglio-di-Yido, Insel (im Ionischen 



585 



Soopello 



See Farooan 



586 



Meer, zwischen Korfu und dem Fest- 
land), Ptychia (irrv;f/a). 

Scopello, Mktfl. (auf Sicilien), Cetaria. 

Seopilo, s! Skopilo. 

Seripa, s. Skripu. 

Scareula, Dorf (in den Abruzzen von 
Neapel), Mccubiae. 

Scutari, s. Skntari. 

Sebaket-Bardoil, See (in der Sand- 
wüste von Unterägypten), Sir hon 
(Sl^ßiov). — Sirbonis Locus {Siq- 
ßcjvlg fj Aifivri). — Serbonis Lctcus 
{:SBQß(Ovlq rl A.), 

Sebastian, San — , s. San-Sebastian. 

SebastopÖl (Sewastopol), St. (auf der 
Südküste der Halbinsel Krim, bis 
zur Belagerung und endüohen Er- 
stürmung durch die Engländer und 
Franzosen [3. Oktober 1854 — 8. Sep- 
tember 1855] wichtigste Seefestung 
Rufslands am Schwarzen Meer, mit 
grofsartigem Kriegshafen), Sebasto- 
polis {SsßaGTSnoXig), — Aea 
{Ala), — Dioscurias {AioaxovQidq). 

Sebba-Bns, Vorgebirge (in Algerien, 
wahrscheinlich von den vielen Höh- 
len des Felsens so benannt), TrEtum 
(TQTjzbv jixQOv). 

Seben, 1. St. (oder Sähen, in Ostreich), 
Sab an a. — Sabiona. 

Ä. Mktfl. (in Tirol), Sublavione. 
— Sebätum. — Sabio. 

SebenIcO) St. (und Festung im dalmat. 
Kreis Zara, an der Mündung des 
Kerka in das Adriatische Meer, Sitz 
eines röm.- und griech.-kathol. Bi- 
schofs), Sicum. — Sebenicum, 

Sebswar, St. (in Masanderan, einer 
Landschaft Irans, zwischen dem 
Elbrusgebirge und dem Ejispischen 
Meer), Hyrcania {^YQxavia). 

Secebia, FL (Nbfl. des Po in Modena, 
entspr. am Nordabhang der Apen- 
ninen, wird bei Modena schiffbar und 



mündet bei Santa-Lucia), Gabellus, 

— Secia, 

Sechsstftdte (in der Oberlausitz die 
Städte Bautzen, Görlitz, Zittau, Löbau, 
Lauban und Kamenz, welche 1346 
zum Schutz gegen die Raubritter 
einen Bund geschlossen und gewisse 
Vorrechte hatten, letztere aber wegen 
Begünstigung der Reformation infolge 
des sogen. Pönfalls 1547 grölstenteils 
wieder verloren), Hexapolis. — 
Ager Hexapolitänus. 

Seckan, Mktfl. (und Schlofs im nieder- 
steiermärk. Kreis Brück, an der Gail 
und dem Fufs der Seckauer Alpen, 
bis 1786 Sitz des Bischofs von S., 
welcher jetzt in Graz lebt), Seco- 
nium. — Secovium. 

Seelin, Mktfl. (in Frankreich), Saci- 
linium. 

Sedan, St. (und Festung im frz. Dep. 
Ardennen, r. an der Maas), Sedannm. 

Sedsehestan (Sistan), Landschaft (im 
südwestl. Teil von Afghanistan, mit 
der Hptst. Duschak, Residenz des 
Tribut nach Kabul entrichtenden 
Fürsten), Drangiana{AQ(xyytavij). 

— Drangina (AQayyjjvi^). — Ana- 
bon, -önis. — Sacastania. 

Seealpen, Gebirge (Teil der Westalpen, 
vom Col di Tenda bis Col da Madda- 
lena; danach benannt das frz. Dep. 
S. oder Alpes -Maritimes mit der 
flptst. Nizza, 1860 von Sardinien 
abgetreten), Alpes Maritima e. — 
Alpes Litoreae. 

Seeborgr, Dorf (Seekreis Mansfeld, RB. 

Merseburg, Prov. Sachsen, am Süfsen 
» See), Hocseburcum. — Ocsio- 

bitrgum. 

See Faroonn (Schibkah-el-Lovdjah 
oder -el-Loudeah, in Nordafrika, un-* 
fem der Kleinen Syrte), Tritonis 
Lacus (T^iTcovlg ^ AlfiPtf), 



587 



Seeland 



Seine 



588 



Seeland, 1. s. Zeeland. 

2» Landschaft (im Nordwesten des 
schweizer Elantons Bern, zwischen 
dem Nenenburger See und dem Kan- 
ton Solothum), Sdandia Hdvetiorufn, 

3. Insel (dän. Sjalland, die wich- 
tigste Insel Dänemarks, durch den 
Sund von Schweden, durch den 
Grofsen Belt von Fünen und durch 
eine schmale Meerenge von Fälster 
und Möen getrennt, mit der Eesidenz 
Kopenhagen. Das Inselstift S. um- 
fafet aufser S. die Inseln Möen und 
Bomholm, sowie eine Menge kleiner 
Nachbareilande und zerfallt in sechs 
Ämter: Kj0benhavn, Frederiksborg, 
Holbek, Sor0e, Prä8t08 und Bom- 
holm), Codanonia. — Selcmdia. 

Seesen, St. (Kr. Gandersheim, Hzgt. 
Braunschweig, an der Schildau in 
einem Thal zwischen dem Westfufs 
des Harzes und dem Heberberg), 
Sesa. 

SeeTenborren, Abtei (in Flandern), 
Septem Fontes. 

S6ez, St (Bischofssitz im frz. Dep. 
Ome, an der Ome), Sagium, — 
Saitmi. — Saii, 

StgresTär, s. Schäsburg. 

Segrni, St. (und Citadelle in der süd- 
östl. von Rom gelegenen Prov. Vel- 
letri), Signia. — Segnia. 
Einw.: Signlni. 

Segrnia, s. Zengg. 

Seg-orbe, St. (Bischofssitz in der span. 
Prov. Castellon-de-la-Plana) , Sego- 
hriga. — Segorvia. — Etobema. 
— Etovissa, 

Segrovia, St. (Hptst. der gleichnam. 
Prov. in Altkastilien, Bischofssitz am 
Eresma), Segubia. — Segobia. — 
Segovia, — Ärevacorum Ürbs, 

Segrre, Fl. (Nbfl. des Ebro in Kata- 
lonien, entspr. in den Pyrenäen am 
Defilee von Perja, wird bei Lerida 



schiffbar und mündet bei Mequi- 
nenza), Sicoris, 

Seg:ura, 1. Fl. (KüstenfluDs in Spanien, 
entspr. auf der Sierra -Seca, ninmit 
mehrere andere Flüsse, u. a. den 
Mundo, auf und mündet nach 255 km 
bei Guardamar ins Mittelmeer), 
Tader, -eris. — Terebns. — 
Ter^bus. 

2« Mktü. (in Spanien), Sorabis. 
— Stcibertßm, — Ter^bus, 

3. -de-la-Slerra, St. (in Spanien), 
Castrum Altum. 

4. -de-Leon, St. (in Spanien), 
Secu/ra. 

Seibons, FL (in Algerien), Riibncixtus^ 

Seiehonn-Tchai, Fl. (in Anatolien, im 
alten Kihkien), Sarus (Sd^og). — 
SinänM (Slva^og). — Päotm« 
(WttQog). 

Seid-Gaza, St. (in Anatohen), Mi- 
daBum (Miödsiov). — Midalum, 
Einw.: Midaei {MiöaeXq). 

Seignelay, St (in Frankreich), ScüU- 
niacum. 

Seillans, Mktfl. (in Frankreich), Civi^ 
tas Salinarum, — Oimtas Sali- 
nensis. — Civitas Solliniensium. — 
ürbs Solliniensium, — SaMnae. 

Seille, Fl. (1. Nbfl. der Saone im frz. 
Dep. Saone-Loire), ScUia. 

Sein, Insel (an der Küste des frz. Dep. 
Finistere), Sena. — Sedena. 

Seine, Fl. (Hauptfl. Frankreichs, entspr. 
im Gebirge Cote d'Or, fliefst über 
Troyes [schiffbar], Paris, Ronen, 
macht zahlreiche Windungen, mün- 
det bei Havre-de-Grace in den Kanal; 
Nebenflüsse r : Aube, Marne, Oise; 
1.: Tonne, Eure. Danach benannt 
4 frz. Dep.: 1. Dep. S., Hptst. Paris; 
2. S.-Mame, Hptst. Melun; 3. S.- 
Oise, Hptst. Versailles; 4. S.-Lafe- 
neuro [Niederseine], Hptst. Bouen), 
Sequäna. — SedBna. — Sezma. 



589 



Seitenstfttteii 



Semraenad 



590 



Seitenstfttteii, Kloster (in Ostreich), 
Sitanstetense Coenobium Sanctae 
Mariae. 

Seiambria, s. Salambria. 

Selanik, s. Salonichi. 

Selau, Erlöster (in Böhmen), Siloense 
Monasterium. — Süvense {Syl- 
vense) Coenobium. 

Selby, St. (in der engl. Grafschaft 
York, West-Riding, am Ouse), 
ScUebia. 

Sele (oder Silaro), Fl. (in der ital. 
Prov. Salemo, mündet in der Ebene 
von Pesto in das Tyrrhenische Meer), 
Siläru s '{UikaQog). — Siläris 
(SiXaQig). — SiUrus. — Siler, -^ri. 

Selefkeh, St. (in Anatolien, am Saleph), 
Seleucea Trachea {SeXevxeia ^ 
TQaxeZa). — Seleucia Tracheütis. — 
Sdeuda Isauriae. 

Selengra, Fl. (in Asien, entsteht in der 
Mongolei, im Khalkalande, tritt be- 
reits schiffbar auf russ. Gebiet und 
^t in den Baikalsee), Oechardes 
(OlxoiQSfjq), — Oecha/rdus. 

Seligenstadt, St. (Kr. Offenbach, hess. 
Prov. Starkenburg, am Main, ehem. 
Benediktinerabtei), Selingostadi%m>. 

Selim-el-Assouanys, Staat (Mera oder 
Merua, ein Teü von Sennaar im südl. 
Nubien), Meroe {MeQorj), 

Selimbria, s. Salambria. 

Seliniseher Distrikt (in Kroatien), 
Processus Selinensis. 

Selino, St. (auf der Südküste der 
Insel Kandia mit Euinen bei Haghio 
Kyrko), Lissa {Ataaa). 

Selinti, Si (in Anatolien, im alten 
Kilikien) , S elinus (SsXivovg, 
-ovvToq). — TraianopoUs (T^aiavo- 
Ttoktg). 

Selivrea, St. (in der türk. Prov. Eu- 
melien, am Marmarameer), Selynibria 
(Srikvfiß^la). 



Selkirk, Mktfl. (Hauptort der gleich- 
nam. Grafschaft im südl. Schottland 
am Etterick, welche vom Cheviot- 
gebirge erfüllt ist und vom Tweed 
mit Etterick und Yarrow bewässert), 
Selaricum, 

Seimen (Salemjat), St. (im südl. Syrien), 
Salaminias. — Sälamias {Saka- 
fiiag), 

Selo, s. Sele. 

Selva, St. (in Spanien), Silva Con- 
stantiniana. — Sylva Constan- 
tiana. 

Selz, St. ^und Kantonshauptort, Kr. 
Weifsenburg , Bezirk Unterelsafs, 
Elsafs-Lothringen, am Einflufs der 
Selz in einen faulen Rheinarm; ehe- 
mals eine karolingische Pfalz), Eli- 
zatium. — Sdlesia. — Säletio, — 
Salecio. — Salsa EhenüMa. 

Selzach, Dorf (im schweizer Kanton 
Solothurn), Salis Aqua, — Salsae 
Aquae. 

Semagda-des-EdrIsi, St. (in Tuarik 
im Innern von Afrika), Famigra 
(JlavayQO). 

Semeh,St. (in Anatolien,im alten Lydien), 
HierocaesarBa {^leQOxaiad^eia), 
Einw. : Hierocaesarienses {^^Ieqo- 
xaiaoLQslg). 

Semendraki (Semadrek), s. Sama- 
thraki. 

Semgrallen, Landschaft (einst Herzog- 
tum, der östl. Teil von Kurland, die 
Kreise Mitau und Seelbui^g umfassend, 
von Letten bewohnt), SemigaMia. 

Seminara, St. (inKalabrien), Tauriana. 

Senil in (ungar. Zimony, serb. Semum), 
St. (befest. Grenzstadt in der östr. 
Militärgrenze, an der Mündung der 
Save in die Donau), Maiavilla, 

Semmenud, St. (im Nildelta), Sebevmytus 
(Ueßivvvtogy 
Adj.: Sebennyticus , -a, -um {Se- 
ßevvvtixog)» 



591 



SemiMieli 



SerMen 



592 



Sempaefa) St (im schweizer Kanton 
Luzem, am ösÜ. Ufer des 2 St 
langen und 7« St breiten Sempacher- 
sees, der dorcli die Snhr zur Aar 
abfliefst), Sempacum. 

Sempliner Gespannseliaft (in Ungarn), 
Comitatus Zempliniensis. 

Semur, St 1» -en-Auxois (im frz. 
Dep. Cote d'Or, am ArmanQon), 
SemuriumÄlesiense. — Castrum 
Sinemurum, 

2. -en-Briennois (im frz. Dep. 
Saone- et -Loire), Castrum Sine- 
muTum Briennense. — Semih 
rium Briennense, — Semwrium Bre- 
nannm. 

8endomir (poln. Sandomierz), St. 
(Kreisst im poln. Gouv. Eadom, an 
der Weichsel; im NW. erhebt sich 
in fünf Ketten die Sendomirer Berg- 
gruppe oder Lysa-Gora, d. h. Kahles 
Gebirge), Scmcbmiria. 

Senegal (Sanaga oder Sus), M. (im 
westl. Nordafrika, entspr. als Bafing 
im Hochsudan, empfangt zahlreiche 
Zuflüsse [Kohoro, Faleme u. s. w.], 
durchfliefst dann in nordwestl. Rich- 
tung das Tiefland Senegambien, mün- 
det bei St-Louis in den Atlantischen 
Ocean; Länge 2100 km), Darädus 
(dcLQaöoq). — Daras {dagaq, -ccSog). 
— Nia. — Bamhotus. 

SeneZ) St (in Frankreich), Civitas 
Saniciensium. — Scmido, -lynis. 
Sanecium. — Sanitium. — Sanitia. 

Senio, M. (in der Emilia, entspr. auf 
^ dem Apennin in Toscana imd mündet 
westl. von San- Alberto r. in den Po 
di Primaro), Sinnius. 

Senlis, St (im frz. Dep. Oise), Au- 

gustomägus. — Augustomagm 

Silvcmectensis. — Süvanectum. — 

Batomägtis, — Civitas Silvanectum. 

- Civitas Silvanectensium. — Silva- 



nedensis Urhs. — Sü/vanectae. — 
Senlenses. 
Adj.: Silvanecta^e. 

Sennaär, St (Hptst. des gleichnam. 
Landes im südl. Nubien, nordwestl. 
vonAbyssinien, zwischen dem Weifsen. 
und Blauen Nil und ösÜ. davon bis 
zum obem Takazze am Blauen Nil), 
Sirbitum. 

Senonais, Landschaft (in den frz. Dep. 
Champagne imd Brie), Senones. 

Seiifi^ St. (im frz. Dep. Tonne, an der 
Tonne), Agedtcum. — Agedincum. 
— AgeTidtcum, — Senones. — Se- 
noni, — Agend^ctmi Senmium. — 
Metropolis Senoniae, — Metropolis 
Lugdunensis Quartae. — Metro- 
polis Civitas Senönum. 

Adj.: Senonensis, -e. 

Seo-d'ürgel, St (und Festung in der 
span. Prov. Lerida, Bischofssitz am 
Segre), Orgellis Civitas. — 
Orgellum. 

Sepino (oder Sipicciano), St. (Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Mplise), Sepi- 
nusa. — Sepln/um. — Sasplnum. 

Sepser Stuhl (in Siebenbürgen), Sedes 
Sepsiensis. 

Septimer, Gebirgsstock (derEhätischen 
Alpen in Graubünden, an der italie- 
nischen Grenze, mit Pafs von Chur 
nach Chiavenna; an demselben ent- 
springen der Averser Rhein, der Inn 
und die Maira), Mons Septimus. 

Scpülveda, St. (in Spanien), Conr 
fluentes. 

Sequanolse, La Grande — , Land- 
schaft (ein Teil des alten GaUienö, 
welches die ganze Franche-Comte 
und einen Teil der Schweiz begriff), 
Maxima Sequanorum. 

Serbien (türk. Sirp), Königreich (früher 
Fürstentum unter türkischer Hoheit, 
umfa&t die von der Morawa durch- 



593 



Serchio 



Setledseh 



594 



scbnittene Berglandschaft zwiachen 
Bosnien und der Walachei; Hptst. 
Belgrad), Moesia Supertor. — 
Serbia. — Servia. 
Bew. : Mo est. — Serbi. 

Serehio, M. (in ItaUen, entspr. auf 
den Apuanischen Alpen, durchfliefst 
erst die Garfagnana, dann die Ebene 
von Lucca und mündet nach unge- 
fähr 100 km in den Golf von Genua), 
Anser, -^ris. — Äesar, -äris. — 
Serculus. 

Sdre^ La — , Fl. (in Frankreich), 
Sara. 

8eres (Serres), St. (im türk. Ejalet 
Salonichi, in Eumelien, unweit des 
Strymon; Sitz eines griech. Erz- 
bischofs), Serrae (S^QQai). — 
Sintice. 

Sereth, Fl. (1. Nbfl. der untern Donau, 
entspr. in der Bukowina am östl. 
Fufs der Karpaten, durchströmt die 
Moldau, bildet zuletzt die Grenze 
gegen die Walachei und mündet nach 
560 km oberhalb Galacz, nachdem er 
r. den Kleinen S., dieSuczawa, dieMol- 
dawa, die Goldene Bistrizza u. s. w. auf- 
genommenhat), OrdessusCOQÖTjaaog). 

Serfandakar, St. (in Anatolien, an der 
südl. Grenze Kilikiens), Eptphanla 
aiicias CETti^dvEia r^g KiXixiaq). 

Sersrna, s. Isernia. 

Serinagar, s. Kaschmir 2. 

Seringrapatäm, St. (befest., in dem 
von den Briten abhängigen Königi-. 
Mysore, ehem. Residenz des Rajahs 
von M.), Brachme {BQaxßri)' 

Sermiöne, Mktfl. (auf der gleichnam. 
Landzunge im südl. Teü des Garda- 
sees, ital.), Sirmio. 

Sermoneta, Mktfl. (in Mittehtalien, 
unweit Eom), Sulmo. 

Serpa, St. (in Portugal), Fabia 
Prisca Serpensis. — Serpa. 



Serphanto (Serpho), Lisel (gdech.^ 
eine der Kykladen, an der Südost- 
küste die gleichnam. Hafenstadt), 
Seriphus {HsQupog). 

Einw. : Seriphii {SeQi<pioi). 

Adj . : Seriphius, -a, -um {Ssq i<p i oq). 

Serty St. (in Grofsarmenien), Tigrano- 
certa {TiyQavoxeQza). 

Serok, St. (an der Ostküste von Ara- 
bien), Gerra (ri^Qo). 

Servitza, St. (in der Türkei), Servia. 

Sesia, Fl. (Nbfl. des Po in Piemont, 
entspr. auf dem Monte Rosa und 
mündet nach 1 50 km bei Frassineto. 
Er bildet in seinem Oberlauf das 
Val Sesia in den Penninischen Alpen), 
Sessltes. — Sedda. 

Sessa, St. (in der ital. Prov. Caserta), 
Aurunca. — Suessa. — Suessa 
Auruncorum. — Suessa Aurwnca, 

— Colonia lulia Classica Siiessa. 
Einw.: Sitessani. 

Adj. : Suessanus, -a, -um. 

Sesse, s. Sezza. 

Sessieux, St. (in Savoien), Saviacum. 

Sesto Calende, St. (in der ital. Prov. 
Mailand), Seoctium. 

Sestri di Levante, St. (in der ital. 

Prov. Genua), Segesta Tigulio- 

rum. — Sestrium. 
Sethia, St. (auf der Nordküste der 

Insel Kreta), Cytaeum (Kvxaiov), 

— Settia. 

Setif, St. (in der algerischen Prov. 
Constantine, am Fuls der Kabylen- 
berge), Sittfis. 
Adj.: Sitifensis, -e. 

Setledsch (auch Sutlej oder Setiej 
gen.), Fl. (im westl. Indien, der öst- 
lichste der fünf Ströme des Pend- 
schab, heifst nach Aufiiahme der 
Beas Garra und geht nach seiner 
Vereinigung mit dem Tschenab unter 
dem Namen Pendschnad dem Indus 
zu), Hesydrius. 



596 



Settia 



Shannon 



596 



Settia, s. Sethia. 

Setubal (Setuval, auch Sao-XJbes oder 
S.-Yves gen.), St. (und Festung in 
der portug. Prov. Estremadura, 30 km 
südöstL Yon Lissabon, zu beiden 
Seiten der gleichnam. Bai, mit einem 
geräumigen Hafen, dem dritten Por- 
tugals), Cetobrlga, — CaetobriXj 
-^vds. — SettibcUia, 

Sevennen, s. Cevennen. 

Sevennes, Landschaft (ehem., in Frank- 
reich), Cebennica (sc. Begio), — 
Cemmenitcs Tractus, — Gebenna^^m 
Tractus. 

Seyenwald, der (in Fiiesland), Bctdu- 

hewna Silva. 
Seyenwolden, Distrikt (in Friesland), 

Septem Saltus. — Septem Silvae. 

SeTer, St. — , s. Saint-Sever. 

Severino, San — , s. San-Severino. 

Seyern, Fl. (der 2. Englands, entsteht 
am Phnlimmongebirge in der Graf- 
schaft Montgomery, nimmt bei der 
Einmündung des Avon [von Bristol 
her] den Namen Bristolkanal an, 
worauf er sich in den Atlantischen 
Ocean verliert. Der Strom bildet 
mittels seiner zahlreichen Kanäle die 
Hauptschiffahrtsstrafse im südwestl. 
England), Sahriäna. — Sabrina. 

Seveux, Mktfl. (in Frankreich), Sego- 

bodium. 
Sevilla, 1. Provinz (in Andalusien in 

Spanien, mit Cadiz und Huelva 1822 

aus dem ehemal. gleichnam. span. 

Kgr. gebildet), Hispalensis Provinda. 

3. St. (Hptst. der gleichnam. Prov. 
in Spanien, am Guadalquivir, Erz- 
bischofssitz), Colonia Eomul^a. 
— Colonia Bomtdensis. — ItUia 
BomuUa. — Bomula. — Hispä- 
lis, — Sevilia. 

Mnw.: HispaUenses. 

Adj. : Hispaliensis, -e. 
HispaUnsis, -e. 



Sevilla la Yieja, St. (in Südspanien), 
Italica. — Colonia Italicensis. — 
Mwnidpiu/m Bdlieense. — IHvi 
Traiani Civitas. 
Einw.: BxUicenses. 

S^vre, Fl. 1. -Nantaise (im nordwestl. 
Frankreich, Nbfl. der Loire, mündet 
nach 125 km bei Nantes), Sepära 
Nannetensis, 

2. -Niortaise (im nordwestl. 
Frankreich, mündet nach 140 km 
nördl. von La-Rochelle in das Atlant. 
Meer. — Nach beiden Flüssen ist 
das Depart. Deux-Sevres benannt, 
welches aus vier Arrondissements : 
Niort, Bressuire, Melle und Parthe- 
nay zählt und Niort zur Hptst. hat), 
Sepära Niortensis. 

Sewastopol, s. Sebastopol. 

Seyehes, St. (imd Bad im &z. Dep. 
Lot-et-Garonne), Äqua£ Siccae, 

Seyssel^ St. (im frz. Dep. Ain, am 
Rhone), Saxilis, — Sesseliym. 

S^zanne, St. (im frz. Dep. Marne, 
ehem. sehr fest), Seza/nia. 

Sezza (Sesse), St. (in der mittelital. 
Prov. Yelletri, am Ufento, unweit 
der Pontinischen Sümpfe), Setia. 
— Setina. 

Einw.: Setmi. 

Adj.: Setmus, -a, -um. 

Sfagia (Sapienza), Insel (im Südwesten 
von Morea, vor dem Hafen von 
Paläokastro), Sphagia {S<payl<x). 

Sfakes (Sfax), St. (Hafen in Tunis, am 
Golf von Gäbes), Taphrura {Tatp- 
QOVQa). — Taphra. 

Shamaki, St. (in Rufsland), Camachia. 

Shannon, Fl. (Hauptfl. Irlands, entspr. 
aus dem Cleansee, bildet in seinem 
Lauf mehrere Seen [Lough-Ree, 
Lough-Dery] und breitet sich unter- 
halb limerick zu einem gegen 115 km 
langen Mündungsbusen aus, dessen 
Ausgang in den Atlant. Ocean beinah 



597 



Shaur 



Sidra 



598 



15 km breit ist), luernus. — 
Senus. — Scemis. — Scena. 

Shaur, Insel (am Arabischen Meer- 
busen), Aeni Insula (Alvov Nrjaog). 

Sheduan, Insel (im Arabischen Meer- 
busen), SapirBne {Saite lqtivti), — 
Swpphinne (.Sa7i<peiQi^vi]), 

Sheppy, Insd (kleine, vor der Ostküste 
Englands), Toliapis. 

8herbome, Mktfl. (in England), Clarus 
Föns, 

Shetland, s. Mainland. 

Shetlandsinseln, Inselgruppe (zu 
Schottland gehörig, von holländ. imd 
skandinav. Schiffern auch Hitland 
gen., nordnordöstl. von Schottland 
und den Orkadischen Inseln, 86 
gröfsere und* kleinere Inseln; die 
grölste ist Mainland [SheÜand], w. 
m. s.), Äemüdae Insulae. — 
Aemödae. — JEmüdae. — JEmüdae, 
— Mnödes, — Atinödes, — EJetr 
landicae Insulae. — SheÜandicae 
Insulae, 

Shrewsbury, St. (Hptst. der engl. 
Grafsch. Shrop, uralter Ort, auf einer 
von der Sevem gebildeten Halb- 
insel), Salopia, — üriconium. 

Sliropshire (oder Salop), Landschaft 
(westl. Grafsch. Englands, von der 
Sevem in zwei ziemlich gleiche 
Teile geteilt; Hauptort Shrewsbury), 
Comitatus Salopiensis. 

Slam (Schan, Thai), Königreich (in 
Hinterindien, vom Menam und 
Mekhong bewässert, umfafst das 
eigtl. S. [Hptst. Bangkok], das Land 
der Laos im Innern und die Länder 
der tributären Malayenfürsten auf 
der Halbinsel Malakka), Lestarum 
Begio {Atjozarp Xd^a). — Siamwm 
Begnum. 

Sib, s. Zib. 

Sibari, Fl. (kleiner Nbfl. des Coata in 



Unteritalien), Sybäris, 4s und 4dis 

{Svßa^iq), 

Sichern, s. NabliK^. 

Sieilien, Insel (gröfste des Mittel- 
meeres; vom ital. Festland [Kalabrien] 
durch die Strafse von Messina ge- 
trennt, wellenförmiges Plateau mit 
schmalen Eüstenebenen, im N. steiles 
Randgebirge, auf der Ostseite die 
Tiefebene von Katania mit dem iso- 
liert stehenden Ätna. Seit 1860 
7 Provinzen), Stcilia {SixsXia). 

— THnacria{TQivaxQla). — Sicama 
(Sixavla). — Aetnea Tellus {AhvaLa 

XfOQO). 

Bew.: Si(Mi (SixsloO- 
Adj.: Siciliensis, -e. 

Siculus, -a, -um (Sixskoq). 

Sienliana, St. (auf der Südküste Sici- 
liens), Camicus (Kafiixdq). 
Einw.: Gamici (KafiLxioi). 

Sidero Kapsa, Mktfl. (in Eumehen), 
Scyä/ra (SxvSqo). 

Sidero Kastro, Mktfl. (bei Arkadia im 
Südwesten der Halbinsel Morea), 
Dorium {dioQiov). 

Sideroni (Sidemo), Mktfl. (in Unter- 
Italien), Scidrus {UxlÖQog). 

Sidi-Bou-Said, Mulj^a und Douar- 
el-Schat, Dörfer (mit den kolossalen 
Trümmern Karthagos in NordaMka), 
Carthago. 

Einw.: Carthagtnienses. 

Adj.: Carthaginiensis, -e, 

Sidi-Embarak, Mktfl. (im nordwestl. 
AMka), Perdices (nigöixsg). 
Adj.: Perdicensis, -e. 

Siduuisi, s. Fidonisi. 

Sidra (Sydra), Meerbusen von — 

(oder die Grofse Syrte, südöstl. von 
der Landschaft Tripolis und dem 
Plateau von Barka), Syrtis Maior^ 

— Syrtis MagncL 



599 



SiebenMrgren 



Sierra Nevada 



600 



Siel^nbflrsreii (Transsilyanien), Grofs- 
fÜTstentam (östr. Kronland, zu der 
transleithan. Ländergrappe gehörig, 
die Südostecke der Monarchie, wel- 
liges und teilweise seltsam zerstück- 
tes Bergland mit hohen Bandgebirgen, 
im 0. die Karpaten, im S. die trans- 
silvan. Alpen; im W. und N. das 
siebenbürgische Erzgebirge, bewohnt 
von Rumänen [im N., W. und in der 
Mitte], Magyaren [zerstreut], Szeklem 
[im 0.] und Deutschen [im S. und 
NO.]. Eingeteilt in das Land der 
Sachsen [9 Stühle und 2 Distrikte], 
das Land der Ungarn [S Komitate 
und 2 Distrikte] und das Land der 
Szekler [5 Stühle]), Transsilvania. 
Septem Castra. — Dctda Mediter- 
rcmea. — Dacia Montana. — Dada 
Transalpina. — Dacia Aljpensis. 
Bew.: Transsilvani. 

Sieliengrebir^e (das nordwestlichste 
Glied des Westerwalds, erhebt sich 
bei Königswinter am Rhein und ist 
benannt nach seinen 7 besonders her- 
vorragenden Kuppen, deren nördliche 
aus Basalt bestehen, während die süd- 
lichen mit Ausnahme der Löwenburg 
[Dolerit]Trachyt [Material zum Kölner 
Dombau] aufweisen), Sibsnu 8 
Mons. — Bhetico Mons. — Ehetico, 

Sieg:, M. (r. Nbfl. des Rheins in West- 
fialen und der Rheinprovinz, entspr. 
auf der Westseite des Ederkopfes, 
mündet 3 km nördl. von Bonn und 
fliefst durch ein an Eisenerzen reiches 
Bergland, 131 km lang. Zuflüsse 1. 
die Heller und Niester, r. die Fem- 
dorf, Wisse, Bröhl, Wahn und Agger), 
Sega. — Segaha. — Sigum. 

Siegren, St. (Kreisst., RB. Arnsberg, 
Prov. Westfalen, an der Sieg), Sige- 
dunum. — Segodunum. — Sega. 
— Siga. — SigSna. 

Siena, St. (Hptst. der gleichnam. ital. 
Prov., Erzbischofssitz), Sena lulia. 



— Sena£. — Senia. — CdUmia 
Seniensia. — Sexna, 

Einw. : Senienses. 
Adj.: Seniensis, -e. 

Sieradz (Sjerads), 1. Woiwodschaft: (im 
russ.-poln. Gouv. Warschau), Sedes 
Siradiensis. 

2. St. (Hptst. der gleichnam. Woi- 
wodschaft, an der Warthe), Siradia. 

Sierra d'AIearaz, Bergkette Köstlich 
vom Guadalimar, südl; Randgebirge 
in Spanien), Saltus Tagiensis 

— OrospMa. — Orespeda. 

Sierra de Cazorla, Gebirge (in der 
span. Prov. Jaen), Saltus Tugiensis. 

Sierra de Guadelupe, Gebirgsland- 
schaft (der Hauptkem vom kleinen 
kastilischen Scheidegebirge in Spa- 
nien), Carpetäni. * 

Sierra d'Oe[e]a, Gebirge (in Spanien), 
Idubeda Mons. — Segisäma 
lulia. 

Sierra d'Oreamo, Gebirge (in Nord- 
spanien), Vasconum Saltus. — 
Vasconiae Saltus. 

Sierra de Ronda (y Malaga), Bergland 
(im Südwesten des andalusischen 
Systems), Ärundae Montes. 

Sierra Jimera de las Monas, Ge.- 
birge (in Spanien), Ahyla. — Ahyla 
Cölumna. 

Sierra Leone, Landschaft (der nörd- 
lichste, 450 km lange, vom Kap 
Verga bis zum Kap Mesurado 
reichende Strich von Oberguinea; die 
Hptst. der seit 1808 den Engländern 
gehörigen Kronkolonie S.-L. [meist 
befi-eite Neger] ist Freetown), Deorum 
Currus (8ewv "Ox^^i"«)- 

Sierra Morena, Gebirge (in Spanien, 
auf der Grenze von Kastilien und 
Andalusien), Mo ntes Ma rian i. — 
Mons Marianus. — Ariani Montes. 

— Arioru/ni Mons. 

Sierra Nevada, Bergkette (mächtiges 



601 



Sierra Segrara 



Sind 



602 



Gebii-ge, „Schneegebirge", in Granada 
in Südspanien, welches die Wasser- 
scheide zwischen Jenil und Guadij 
einerseits und den Eüstenflüssen 
anderseits bildet und sich im Cumbra 
de Mulhacen zum höchsten Gipfel 
des ganzen westlichen Europa er- 
hebt), Mo nies Ni vüsi, — Solorius. 

Sierra Segrara, Gebirge (in Spanien), 
Mons ArgenthjLS. 

Siersbergr, Schlofs (in Lothringen), 
ßigeberti Castrum. 

Sifno (Sifanto), Insel (eine der Kykladen 
des Ägäischen Meeres), Siphnus 
{Sl<pvog). — Meropia {MsQonla), 
— Acis 0ixiq). 

'Sigrn, Bergfestung (in Dalmatien), 
Sfinga. — Singum. 

Siguenza, St. (und Bischofssitz in der 
span. Prov. Guadalajara), Segontia. 

Sigrnro, Mktfl. (am Fufs des Ossa bei 
Marmariani in Thessalien), Sycu- 
rium (SvscovQiov). — Sycyrium 
{SvxvQtov>. 

Siki, St. (in Anatolien, östl. von 
Aidindschick), Scyläce (SxvXccxt]). 

iSikino', Insel (eine der Sporaden bei 
der türk, Insel Kandia), Sicinus 
(Slxivog). — Oenoe {Olvori). 
Einw.: Sidmtae {Eixivlzai). 

SUdriaki (Kiriaki), Ort (in Eumeüen, 
einst Bergfestung in Macedonien), 
Lecythus (Aijxvd-oq). 

Sil, M. (im span. Kgr. Galicien, enjspr. 
im kantabrischen Gebirge und mün- 
det nach 195 km oberhalb Orense in 
den Mino), Silis. 

Sila, Gebirgszweig (des kalabrischen 
Gebirges in Italien), Rheginorum 
Salt US. — Silva, 

Silaro, s. Sele. 

■Silliet, Distrikt (in Ostindien), Cir- 
rhadia {KiQQaöla). — Oirradia. 

JSilistria, St. (starke türk. Festung an 



der Donau, Hptst. des gleichnam. 
ijalets), Dorostena, — Darostö- 
rum, — Dorost}irum. — Dorostblus, 
— Ihi/rostorum. 

Siliyri, s. Selivrea. 

Slll, M. (in Tirol), Sila. 

Silves, St. (in der portug. Prov. Al- 
garve am Portimao, die verfallene 
Hptst. der alten maur. Könige von 
Algarve), Silvae. 

Simancas, St. (in der span^ Prov. 
Valladolid, am Pisuerga, mit röm. 
Brücke und altem hochgetürmten 
Schlofs [span. Staatsarchiv]), Septi- 
manca. 

Simaul, St. (in Anatolien, im alten 
Phrygia PacatiaDa), Synnaus (JSvv- 
vaoq). 

Simeren, Fl. (in Syrien), Singas 
(Slyyccq). 

Simiane (Cologne), St. (in Frankreich), 
Cöllwm Longum. 

Simplon (itaL Sempiöne), Berg (im 
schweizer Kanton Wallis, gehört zu 
den Penninischen Alpen, welche Sa- 
voien und Piemont von Wallis schei- 
den), Mons Sempronius. — Sei- 
pionis Mons. 

Sinai (Djebel-Musa oder -Tor), Berg 
(im Süden der sinaitischen Halbinsel 
oder im peträischen Arabien, wahr- 
scheinl. mit Horeb gleichbedeutend), 
Sina. 

Sinano, Dorf (auf der griech. Halb- 
insel Morea, im alten Arkadien), 
Megalopolis (MeyaXonoXLq). — 
Oivitas MegalopoUta/na. 
Einw.: Meg alop olit ae(M6yaXo- 
itoklxai). — Megalopoli- 
tani. 

Sind (Shindu), 1. Fl. (auch jetzt noch 
Indus gen., Strom in Vorderindien, 
entspr. am Kailasgebirge in Tibet, 
durchbricht den Himalaya, fliefst 



603 



8in4el8dorf 



SiBsek 



604 



1 



durch die Landschaft Sind, meist 
mehrarmig und träge, dem Arabi- 
schen Meer zu und bildet unterhalb 
Hyderabad ein greises, sandiges und 
baumloses Delta), Indtis (^vöog). 

d. Fl. (Nbfl. des Ganges, mündet 
in den Djumna), Sittocatis (Sirro- 
xazig). 

Sindelsdorf, Dorf (bayr. RB. Ober- 
bayem, Bezirksa. "WeiUieim; südl. 
das Haselmoos), Sinddlisdorfa. 

8iiidschar(Sindjer), St. (im nördl. Meso- 
potamien), Siggara {Siyydga, zd). 

Singra (Senga)^ M. (in Aragonien m 
Spanien), Cinga. — Cinca. 

Si-ngran-ftt (Si-gnan-fu), St. (Hptst. der 
chines. Prov. Sehen -si, Sitz des 
Mandschubefehlshabers zum Schutze 
der Grenzen), Sera (SjJqo). 

Singrapore (sanskr. Singhapura, d. i. 
Löwenstadt), St. auf der gleichnam., 
zwischen den beiden südöstl. Spitzen 
der Halbinsel Malakka gelegenen 
Insel; Hafen- und Hauptstapelplatz 
für den Handel zwischen Vorder- 
indien und Europa einerseits und 
Ostasien anderseits), Sageda. 

Sinigraglia, St. (Hafen und Bischofs- 
sitz in der ital. Prov. Pesaro, an der 
Mündung der Misa in das Adriatische 
Meer), Sena. — SenogaXlica, — 
Senogallia. 

Slnno, Fl. (in Unteritalien, entspr. am 
Monte Serino bei Lagonegro und 
mündet in den Golf von Tarent), 
Siris, 48 {SZ^iq). 

Sinub (Sinöpe), St. (Hptst. einer Liwa 
des türk. Ejalets Kastamuni auf einer 
Landzunge am Schwarzen Meer), 
Stnope {Sivamri). — Colonia lulia 
Atcgusta Stnope. 
Einw.: Simypenses {SivmTielg). 

Sinzig, St. (Kr. Ahrweiler, RB. Koblenz, 
Eheinprovinz) , Sentiäcum, — 
Sentiäca Villa. 



^' 1 s. Si 



Sifanto. 



Siomini, s. Spimazza. 
Sionaproy s. Aspropotamo. 
Siphanto, 
Siphnos, 

Sipieciano, Mktfl. (in Italien), S^num. 

Siponto, s. Manfredonia. 

Sir (Sihon oder Sir-Darja), Fl. (entspr. 
am Mustagh im Tianschan, flielst 
nordwestl. unfern den Städten Kho- 
kand und Taschkend vorüber, mündet 
in den Aralsee), laxartes {^a^aQxriq), 

Sira (Syra oder Siro), Insel (eine der 
zum Kgr. Griechenland gehörigen 
Kykladen, ist die wichtigste der- 
selben wegen ihrer Hptst. HermupoHs 
oder Neusira; in der Nähe oberhalb 
Altsira), Syrus {'SvQoq). 
Einw.: Syrii (HvQioi). 

Siracusa (Siragos[s]a), St. (Bischofssitz 
in der ital. Prov. Note auf Sicihen, 
auf einer Insel des Ionischen Meeres 
[dem alten Ortygia]), Syracusae 
{Svgdxovaai und SvQaxovaai). 
Einw.: Syracusani. — Syra- 
casii (Svgaxoaioi). 
Adj.: Syracusanus, -a, -tim, 

Syracusiiis, -a, -um {Svga- 
xoaiog). 

Sirdsehan, s. Kermän 2. 

Sirmat (Schemschath), St. (Armeniens 
zwischen Euphrat und Tigris), Ar- 
mos ata CÄQfioaaxa). — Arsamo- 
sota (jigaa/nSaaza). 
Einw.: ArmosatBni. 

Sirmiseh (Mitrowitz), Mktfl. (mit Rui- 
nen und vielen röm. Altertümern 
der alten Stadt in Niederpannonien, 
in der östr. Militärgrenze, Regiment 
Peterwardein, an der Save), Sir- 
mium. — Sirma. 

Slseln, Pfarrdorf (in der Schweiz), 
Sancta Insula. 

Sissek, St. (im Komitat Agram dea 



605 



Sisteron 



Skutari 



606 



östr. Eronlandes Kroatien), Sisäc uvn. 

— Siscia. 

Sisteron, St. (im frz. Dep. Niederalpen, 
an der Durance), Segesterica. — 
Segestericmn. — Sistericum. — Sista- 
ricum, — Sistarica. — Segustero, 
-ünis. — Secustero, — Segestero, — 
SegeSfterorum Oivitas, 

Siljes Tillanueya (oder Segur), St. 
(mit Hafen in der span. Prov. Barce- 
lona), Suhu/r. 

Einw.: Suburitani. 

Sitten (frz. Sion), St. (Hptst. des 
schweizer Kantons Wallis, Bischofs- 
sitz am r. Rhoneufer), Sedunum. 

— Castrum Sedunv/m, — Sed/anorwm 
Oivitas. — Sedil/ni. 

Sitter, Fl. (Nbfl. der Thur, entspr. am 
Säntis, HauptzTiflufs des Kantons 
Appenzell, mündet bei Bischofszell), 
Sintria. 

Sittich (Sitizena), Kloster (in Krain), 
Sitticium. 

Siyas, s. Siwas. 

Siwah, Oase (des Jupiter Ammon in 
der nbyschen Wüste, 14 Tagereisen 
von Alexandria, mit dem gleichnam. 
Hauptort), Ammoniaca Begio {kfi- 
fjLCDViaxri X(OQ(£). 

Siwas (Sivas), 1* St. (Hptst. des gleich- 
nam. türk. Ejalets in Kleinasien), 
Sebastia {Seßdareia). — Sehaste 
Armeniae (üsßaarrj k^fisvlag). — 
Cabiraj -orum (KdßeiQcc). 

2m Paschalik (s. 1), Amasiae Frae- 
fectura. 

Sizeboli, St. (in Rumehen), Apollonia 
CüTiokXcDvia). 

Skadar, s. Skutari 2. 

Skagren, Landspitze (auch Skagenshom 
gen., auf der Nordspitze der Halb- 
insel Jütland, am Skager-Rack), Cim- 
hroru/m Fromfimtwri'wni. 



Skalhalt, Mktfl. (Bischofssitz im Süd- 
osten Islands), Schdlotum. 

Skangero, Insel (eine KyMade im Nor- 
den des Ägäischen Meeres), Scawdile 
{2xavöiXri). 

Skiatho (Sciatta), Insel (eine der nördl. 
Sporaden, zur giiech. Nomarchie 
Euböa gehörig, mit der gleichnam. 
Hafenstadt), Scißthus (Sx(ad^og). 

Skinosa, Insel (eine der Sporaden), 
Schinussa (JJx'^vovaaa). 

Sklo (Ohio, türk. Sakiz-Adasi) , Insel 
(türk., im Ägäischen Meer, zwischen 
Samos und Lesbos; Hptst. Kastro), 
Chius (Xlog). 

Bew.: Chii {Xtoi). 

Adj.: Chius, -a, -um {Xioq). 

Skiothb, -Mktfl. (in Oberägypten), 
Hypselis (Ytprjkig). 

Skipsilar, St. (in Rumelien, der türk. 
Insel Thasso gegenüber), Scapten- 
sula {IJxaTCTTjavkj]). — Scapte 
Hyle {^xcLTttri '"YXtj). 

Sklro (Skyro), Insel (griech., im Ägäi- 
schen Meer, nordöstl. von Euböa, 
mit gleichnam. Hafenstadt), Scyrus 
{SxvQog). 

Skive, St. (im dän. Amt Viborg in 
Jütland, an der SMve-Aa), Schema. 
Skodar, s. Skutari 2. 

Sköfde, St. (im schwed. Län Mariestad 
oder Skaraborgs-Län, unweit des 
Wenersees), Schedvia. 

Skopilo, Insel (eine der Kykladen im 
Ägäischen Meer), Sc o peius {2x6- 
Tieloq). — JEuoenus (Evoivog). — 
Peparethus (IIsTcaQijS-og). 

Skripu, Ruinen (der alten St. Orcho- 
menos in Böotien), Orchonienus 
COQXOfxevog). 

Skutari, St. 1. (türk. Usküdar oder 
Iskudar), St. (in der asiat. Türkei, 
am Bosporus, Konstantinopel gegen- 
über, als dessen Vorstadt sie be. 



607 



Skye 



Soissons 



608 



trachtet wird), Chrysopolis {X^voo- 
TtoXig). 

2« (slaw. Skadar, türk. Ischkodra, 
im türk. 'Ejalet Romelien, im türk. 
Albanien, am AusflnJs der Bojana 
ans dem See von S.; 8itz eines 
griech. Bischofs), Scodra {SxoSga). 

Einw. : Scodrenses. 

Skye, Insel (die gröüste der mittleren 
Hebriden, zur schott. Grafschaft In- 
vemefe gehörig; Hauptort Portree), 
Ebüda Orientalis. — Scia. 

Skyro, s. Skiro. 

Slasrelse, St. (im dän. Amt Sor0e auf 
Seeland), Slagosia. 

SlaToehorly St. (am In im Süden von 
Morea), Amyclae {kfjtvx?Mi). 

Einw.: Amyclaeens€8(kfivxkaiEic). 

SlaTonien, Königreich (bildet mit 
Kroatien zusammen ein östr. Kron- 
land, vorherrschendTiefland, zwischen 
der Drau und der Militärgrenze, von 
den letzten Ausläufern der südl. 
Kalkalpen durchzogen; 3 Komitate: 
Veröcz, Pozega, Syrmien. Hptst. die 
kön. Preist. Essek), Slavonia, 

Bew. : Slavi. — Sdavi. — Scla- 
vöni. — Sclavünes. 

SligrOy St. (Hptst. der gleichnam. Graf- 
schaft der irischen Prov. Connaught, 
an der Mündung des Garrogun in 
die Sligobai), Slegum. 

Sluin (Sluni), Mktfl. (Hauptort des 
gleichnam. Bezirks der kroat.-slavon. 
Militärgrenze, an der Korana), Stlupi 
(SzXovTtTtc). 
Einw.: Stluplni. 

Slutz, Herzogtum (in Russ. -Polen), 
Ducatus Slucensis. 

Slnys (Sluis), St. (Hafen in der nieder- 
länd. Prov. Seeland, am Twin, früher 
bedeutende Festung), Clausulae. 
— Clusae, — Sclusa. — Sclus 
Castrum. 

Smekna, Dorf (in Böhmen), Stebecna. 



HmoleDsk, St (befest. Hptst des 
gleichnam. europ.-russ. Gouverne- 
ments, des sog. Weifsrolslands im 
engem Sinne, am Dnjepr), Smo- 
lenscium. — Smölenscum. 
Adj. : Smölescensis, -e. 

Smyma, 1. St, s. Ismir. 

S* Meerbasen yon — (Busen des 
Ägäischen Meeres), Meleti Sinus 
{MsXrjrog KoXnoq). — Smyrnaeus 
Sinus {SfjLVQvaXoq Kol'xoq). 

Soane (Sona), FL (ansehnhcher, im 
mittleren Indien, entspr. am Amara- 
kantakagebirge, bildet in seinem 
Unterlauf die Grenze zwischen den 
Präsidentschaften Bengalen imd Agra 
und mündet nach 820 km bei Mania 
in den Ganges), Sonus. 

Socotora, s. Sokotora. 

SVderköpingr, St (im schwed. Län 
linköping, nahe am Götakanal), 
Sudercopia. 
SSdermanlaiid, Landschaft (schwed., 
■ im S. des Mälar- und Hjelmarsees, 
umfafst im allg. Nyköpings- sowie 
Södertöm-Län), Sudermannia. 

Soest, St. (Kreisst, ehem. Festung, 
RB. Arnsberg, Prov. Westfalen, am 
Soester Bach, in der fruchtbaren 
Soester Börde), SusHtum. 
Adj.: Susatensis, -e. 

Sofia, s. Sophia. 

Sofian, St (in Kleinasien, im alten 
Medien), Gau^ania (Favl^avla). 

Sogrhat, St. (in Anatohen), Totarium. 

— Cottysium. 

Soignies, St. (in der belg. Prov. Henne- 
gau, an der Senne), Sogniäcum. 

— Sonegiae. 

SoissoBS, St. (und Bischofssitz im frz. 
Dep. Aisne, anderAisne), Augusta 
SuessiDnum. — Noviodünum (sc. 
Suessünum). — Suessonae. — Sues- 
sionae. — Suessiünes. — Sexoniae 
Adj.: SuessionensiSj -e. 



609 



Sokar 



Sommerfeld 



610 



Sokar, Inseln (2, des Arabischen Meer- 
busens), Malichi Insulae (Ma- 
Xlxov N^aoi), — MaMachi InsiUae 
{Mcckiaxov Nrjaoi)* 

Sokotora (Sokotra oder Sokira), Insel 
(an der Ostküste Afrikas, dem Eap 
Guardafui gegenüber, dem Sultan von 
Keschin oder Hadramaut in Süd- 
arabien gebörig; Hauptort Tamarida), 
Dioscoridis Insula (dioaxogldov 
Nijaog). 

Solanto, s. Castello di Solanto. 

Solfatara (Solfanaiia) di Poz2uoli, 

Krater (einer von den 27 der phle- 
gräischen Felder westl. von Neapel, 
^/jj St. von dem See Agnano und der 
Hundsgrotte; die aufsteigenden Dünste 
des offenbar dem Erlöschen entgegen- 
gehenden Vulkanes werden zu Heil- 
zwecken benutzt), Sulphureus 
Mons, — Vukcmi Fomm. — Vuh 
cani Forum et Olla. — Carnj^ 
PhUgraeus, — Campi PMegraei. 

Solfeld, Doi-f (in Kärnten), Flavia 
Solva. — Flavium Solvense. — 
Colonia Flavia Solva. 
Bew.: Solvenses, 

Solferino, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Brescia, Bez: Castiglione, 3 St. vom 
Mincio entfernt), Sulphurinum. 

Solia, St. (auf der türk.-engl. Insel 
Cypern), Soli (SoXoi). — AepBa 
(AcTieia). 

Sollenser Gespannsehaft (in Ungarn), 
Comitatus Zoliensis. 

Soliguae, St. (im frz. Dep. [Haute-] 
Loire), Sollemniacum. 

Solingren, St. (Kreisst., RB. Düssel- 
dorf, Rheinprovinz, auf einer Anhöhe, 
2 km von der Wupper), Salingiacum 

Solmöna,' St. (in der oberital. Prov. 
Aquila), Sulmo. — Solmiyna. — 
Colonia Solmantina. 

Einw. : Sulmonenses, 

Adj.: SuhnmiensiSj -e. 

Saalfeld, Geograph. Haudbüchlein. 



Solms, Grafschaft; (ehem., in der 
Wetterau, deren altes, zum Teil 
fürstl. Geschlecht urkundlich bis ins 
12. Jhdt. zurückreicht), Solma. — 
Sölmia. — Comitatus Solmensis. 

Solognae, Landstrich (im südöstl. Teil 
des Dep. Loir-Cher; besteht aus un- 
fruchtbaren Heiden und ungesunden 
Sumpfstrecken), Secalaunia. 

Solothurn (frz. Soleure), St. (Hptst. 
des gleichnam., 10. Kantons der 
Schweiz, am Fufs des Weifsenstein, 
am östl. Abhang des Jura und an 
der Aar), Solodürum. — Salo- 
dünm. ~ Salodörum. — Solo- 
thurum. 
Adj.: Solodur ensiSj -e. 

Solsona, St. (in Spanien), Celsona. 

— Celsa. — Cdtea. 
Solta (Olunta), Insel (an der Küste 

von Dalmatien), Olynta COXvvva). 

Soltwedel, s. Salzwedel. 

Solway-Firth, Meerbusen (Golf des 
Irländischen Meeres, an den Grenzen 
vonEngland und Schottland, zwischen 
dem Kap Bun*ow im N. und dem 
Kap Boes im S.), Solvaeum Aestua- 
rium. 

Somersinseln, s. Bermudasinseln. 

Sommnriva del Bosco, Mktfl. (in 
Itahen), Summa Biva Silvae. 

Somme, El. (im nordösÜ. Frankreich, 
entspr. bei Font-Somme im Dep. 
Aisne, wird bei Amiens schiffbar 
und mündet nach 217 km in den 
Kanal. Das nach ihr benannte Dep. 
Somme zählt die 5 Arrondissements : 
Amiens, AbbeviUe, Montdidier, Pe- 
ronne und DouUens und hat zur 
Hptst. Amiens), Samara. — So- 
metm. — Summa. — Somna. — 
Phriidis. 

Sommerfeld, St. (Kr. Kressen, RB. 
Frankfurt, Prov. Brandenburg, an 
der Lubis), Aesticampium. 

20 



611 



Sommi^res 



Spaadaa 



612 



Sommidres, St (in Frankreich), Su- 
nt er iae, — Sumerium. 

Sondrio, St. (Hptst der gleichnam. 
ital. Provinz), Tiranum. 

Sonnino, Mktfl. (bei Frosinone in Ita- 
lien), S omni um. — Sonnlnum. 

Sophia (Sofia, bulgar. Triaditza), St. 
(befest, im türk. Ejalet Nysch), 
Ulpia Sardtca. — Sardica. — 
Serdica, — Triaditza. 

Sopoto, St (in Albanien), Photice 

Soraa, St (in der Niederlausitz, 
Kreisst., RB. Frankfurt, Prov. Bran- 
denburg, am Goldbach), Soravia. 

Soregrna, St. (in Italien), Stridonium. 

Sordze, St (im frz. Dep. Tarn), S Ol- 
li acum. — Beata Maria de Sor- 
diliaco. 

Sorgae, Fl. (in Frankreich), Sulga. 

Sori, Gebirge (auf Sicilien), Heraei 
Moni es. — lunonii Montes. 

Soria, St. (Hptst. der gleichnam. span. 
Prov., am Duero), Numantia Nova. 

Soristan (Sunstan), s. Syrien. 

Sorleano, Mktfl. {mToscajiSi\Sudemum. 

Sorlingrues, Les — , s. Scillyinseln. 

Sornzig, Dorf (sächs. Kreish. Leipzig, 
Amtsh. Oschatz, ehem. Benediktiner- 
nonnenkloster) , Coenobium Ma - 
riaevallense. — Coenobium Mo- 
nialium Vallis Beaiae Mariae. 

Bor 06) St (Hptst. des gleichnam. Amtes 
auf der dän. Insel Seeland), Sora. 

Sorrento, St. (Erzbischofssitz in der 
ital. Prov. Neapel, an der Südseite 
des Golfs von Neapel), Surrentum. 
Adj.: SurrenimuSj -a, -um. 

Sospello, St. (im fi*z. Dep. Seealpen, 
in der Grafsch. Nizza, an der Bcvera), 
Hospitellum. — Sospitellum. 

Sossolo, Vorgebirge (auf der Insel 
Kandia), Dium Fromunturium. 



Sottovento (Inseln in oder über dem 
Winde, span. Islas so viento, engl. 
Leeward -Islands), Inselgruppe (der 
Kleinen Antillen), Inaukie infra 
Ventum. 

Soubise, St (in Frankreich), Sobi- 
saeum. — Subisia. 

Sondag", Buinen (auf der Nordküste 
von Kreta), Ch/taeum {Kvxaiov). 

SoughaTer, £1 — , Bergkette (im nördL 
Innerafidka) , CaiabaÜhmus ParfMS 
{Kat&ßad^fioq o MixgSg). 

Soule, Landschaft (im südl. Frankreich, 
sonst ein Teil der Gascogne, jetzt das 
Dep. Niederpyrenäen ; Hptst. Mauleon), 
Subola. 

Soulon, St. (in Frankreich), Tolanium. 

Soor, s. Sür. 

Southampton, St. (in der gleichnam. 
engl. Grafsch., welche auch Hants 
oder Hampshire heifst, auf einer 
Landzxmge im Hintergrunde des S.- 
Water, eines 13 km langen Meeres- 
armes; äufserst wichtiger Hafen), 
Clausentum. — Hantonia. — 
Suihantonia. — Trisantonis Portus. 

SoTana (Soana), St (in der ital. Prov. 
Toscana), Suana. 

Spa[a], St (ber. Badeort in der belg. 
Prov. Lüttich), Aquae Spadanae. 
— Tungrorum Fonß. — Fontes 
&padani. 

Spaitla, St. (in Tunis), Suffetu^. 

Spälato (Sp latro). St (Hptst des 
gleichnam. dalmat. Kreises, Sitz eines 
Bistums und Hafen am Busen von 
Sp.), Palatium Diocletiani. — 
ISpalatium. — Aspalätos. — Salona 
Nova. — ^dlatrum. 

Spana DoUiua, s. Herrengi-und. 

Spandau, St (und Festung, Kr. Ost- 
haveUand, RB. Potsdam, Prov. Bran- 
denburg, am Einflufs der Spree in 
die Havel), Spandavia. 



6ia 



Spjuüleim 



Splttgen 



614 



Spanheim, Grafschaft (in der pieuls. 
Rheinprovinz), Sponhemium, 

Spanien (Esp^a), Eönigreicli (umfafst 
den gröfsten Teil der Pyrenäischen 
Halbinsel, mit den Balearen [und 
Pityusen] und Kanarischen Inseln; 
Haupt- und Residenzstadt Madrid 
am Manzanares. Das Land ist in 
49 Provinzen eingeteilt), Hispania, 
ßew.: JSispäni. 
Adj.: Hispänus, -a, -um, 
Hispanicus, -a, -um. 
Hispamensis, -e. 

Spanisclies Meer (im Osten der Halb- 
insel, ein Teil des Mittelländischen 
Meeres), Mare Ibericum. 

Speen, Dorf (bei Newbury in der engl. 
Grafschaft Berkshire), Spinae. — 
Spina. 

Speier (Speyer), St (bayr. Bezirksamt, 
Hptst. des RB. Pfalz, am Rhein und 
an der Mündung des Speierbachs), 
Augusta NemEtum. — Spira 
NemBtum. — Civitas Nentetum. — 
Oivitas Nemetum Spira. — Nemo- 
dona. — NemBtes. — NemEtae. — 
Noviomagus. — Sphira. — Spira. 
Adj.: Spirensis, -e. 

Spello, St. (reich an Altertümern, in 

der ital. Prov. Perugia), Flavia 

Constans. — Colonia lulia Hi- 

spellum. 

Einw. : Hispellenses. — 

Hispellätes. 

Sperlin^a, Mktfl. (in der ital. Prov. 
Catania auf Sicüien), Spelunca. 

Spermadori (oder Egonuses), Insel- 
gruppe (von 5 zwischen Chios und | 
Kleinasien liegenden Inseln), Oenus- 
sae Insulae (Olvovooai at N^aoi). 
— Oenusae. 

Spessart, Gebirge (auf der untersten, 
breitesten Mainhalbinsel , mit dem 
Kern in Bayern, mit Ausläufern 
[zwischen Kinzig und Sinn] auch in 



Hessen-Nassau, ähnlich dem Oden- 
wald. Der S. besteht fast nur aus 
Buntsandstein; auf der Westseite bei 
Aschaffenburg aber giebt es in tie- 
feren Lagen auch älteres Gestein: 
Granuht, Syenit, Gneis, Glimmer- 
schiefer, Zechstein auf der Grenze 
gegen den Buntsandstein des Ge- 
birges, Rotliegendes nordwestlich 
über die Kinzig hinaus), Ähnöba. 

Spezia (Spetzia oder Petza), Insel (an 
der Küste von Morea, der Hafenst. 
Kastro gegenüber, Eingang zipn GoK 
von Nauplia), Tipa/renus ( TmaQtjv 6g) . 

Spezzia, 1« St. (und fester Kriegshafen 
der ital. Prov. Genua, im Hinter- 
grund des Golfes von S.), Spetia. 
— Spedia. 

2* €rolfo della — , Meerbusen 
(s. 1), Portus lAmae. 

Sphakteria (Sphagia) , Insel (im Ioni- 
schen Meer), Prodonia. 

Spieimiersz, St. (in Russ.- Polen), 
Spicimeria. 

Spiuazziuo, St. (an der südl. Mündung 
des Po), Spina. 

Spinazzola, St. (in der Prov. Neapel), 
Spina>ciolum. 

Spino, St. (am M. Adda in Oberitalien), 
Spina. 
Adj.: Spineticus, -a, -um. 

Spirnazza(Siomini), Fl. (in Rumelien), 
Panyäsus {navvaa[a]og). 

Spital, Mktfl. (im Steiermark. Kr. 
Brück), Lauriana. 

Spitzbergen, Archipel (im Nördl. 
Eismeer, nordöstl. von Grönland; 
felsig, von Menschen unbewohnt, 
reich an See- xmd Pelztieren; in 
neuerer Zeit wiederholt Ziel wissen- 
schaftlicher Expeditionen), Moni es 
Acuti. — Terra Monitum Acu- 
torum. 

Splttgen (roman. Speluga), 1. Berg (der 

20* 



615 



Spoleto 



Staapftlia 



616 



Lepontischen Alpen im schwdzer 
£aiiton Granbünden; über den Berg 
führt eine Stralse nach Italien. Am 
nördl. Fulis dieses Berges nnd an der 
Splügenstraüse liegt der Mktfl. S.), 
Culmen Urst. — UrsiUus. 

9. Mktfl. (s. 1), Speluca. — 
Spdüca Posterior. — Speluga. — 
Ctmeus Aureus. 

Spoleto, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Umbrien, früher Hptst. der 
gleichnam. Delegation im Kirchen- 
staat, an der Mareggia), SpolBtum. 
— Spoletium. 
' Einw.: Spolettni. 

Spree, FL (1. Nbfl. der Havel, entspr. 
im Königr. Sachsen bei Ebersbach 
[Oberlansitz] nahe der böhmischen 
Grenze, teilt sich unterhalb Bautzen 
mehrere Male, durchflieJst die bruchige 
Niederung des Spreewaldes und den 
Schwielungsee , berührt Beeskow 
Fürstenwalde, Berlin und Charlotten- 
burg und mündet bei Spandau), 
Spreha. — Sprea. — Spreva. 

Squillaee, 1. St. (Bischofssitz in der 
ital. Prov. Catanzaro, am Golf von 
S.), Scylfljaceum {UxvXccxiov). — 
Scylßjadum. 

ft. Golfo di — (Teil des Ionischen 
Meeres), Sinus Scyl[l]aceus. — 
Sinus Scylleticus {SxvXkr^Tixbg 
Koknoq). 

Ssur, s. Sür. 

Stablo (frz. Stavelot), St. (in der belg. 
Prov. Lüttich, am Ambleve, früher 
Hptst. eines gleichnam. deutschen 
Reichsfürstentums, zu dem auch 
Malmedy gehörte, dessen Oberhaupt 
der jeweilige Abt des altberühmten 
Benediktinerstiftes zu S. war), Sta- 
hui et um. — Ahhatia StabtUensis. 

Stade, St. (Landdrostei, Prov, Han- 
nover, am Rande der Marsch und 
an der für kleine Seeschiffe fahr- 






baren Schwinge, 6 km von der Eibe), 
Stadium. — Stada. — StaUo. 

Staditz, Dorf (ii^ Böhmen), Stadicum, 

Stadtamhof, St. (bayr. Bezirksa., RB. 
Oberpfalz, am Einflufs des Regen in 
die Donau, Regensburg gegenüber), 
Curia. — Tedepontium. — Biparia. 

Stadtbergre (Ober- und Niedermars- 
berg), St. (Kr. Brilon, RB. Arnsberg, 
Prov. Westfalen, an der Diemel), 
Eresburgum. 

Stadthagren, St. (im Fürstentum 
Schaumburg-Iippe), Civitas Inda- 
ginis. — Haga Schauenburgi. — 
Stadthaga. 

Stäffls, St. (im schweizer Kanton Frei- 
burg), Esteva. — Staviacum. 

Staffelsee, Kloster (auf einer der 7 
Inseln des Landsees Staffelsee am 
Fufs der Alpen in Oberbayem, westl. 
von Mumau), Staphense Monasterium. 

Stagi, St. (in Nordgriechenland, an der 
Grenze von Albanien), Gomphi 
(r6fi(poi). 

Stainio, St. (im dalmat. Kreis Ragusa, 
Hafen, Kastell u. Salinen), Tittuntum. 

Sta^no di Cagrliari, Meerbusen (bei 
der St. CagKari auf Sardinien), Sinus 
Caralitanus. 

Stain (Stein), St. (im östr. Herzogt. 
Krain, an der Feistritz, mit dem 
Bergschlofs Oberstein), Li thop ölis, 
— Stenium. — Calatis. 

Stalimene (Lemno oder Limno), Insd. 
(im Ägäischen Meer, zum türk. Eja- 
let Dschesair gehörig; Hptst. Kastro 
oder St.), Lemnus (Atj/ivog). — 
AethalEa {Aid-dX^ia). — Aethdle 
{Al^akri). 
Adj. : Lemnius, -a, -mw {Atifivtoq). 

Stampalia (Istampalia), Insel (eine der 
Kykladen, mit dem gleichnam. Haupt- 



617 



Staiftpfen 



StirUng 



618 



ort und mittelalterlichem Kastell), 

Astppalctea {kotvTtdlaia). 
Adj.: Ästypalaeensis, -e. 
Ästypdkieicus, -a, -um, 
AsUjpdlcmuSy -«; -um, 

StampfeD, Mktfl. (in Ungarn), Stampha. 

Staneho (Stanko, Istaaka oder Ko), 
Insel (türk., zu den Sporaden gehörig, 
im Ägäischen Meer, vor dem Golf 
vonKo oder vonBudrun [Halikamafs] ; 
Hptst. Ko), Co US. — Coos. — Cös, 
-o {Kü}g). 

Einw. : Cot {Kwoi). 

Adj.: Com, -a, -um {K&og). 

Standia, Insel (im Süden von Kandia), 
Dia (Jla). — Standia. 

Stanko, s. Staneho. 

Stato di Landi,' Landschaft (imHzgt. 
Piacenza), Landorum Status, 

StaTelot, s. Stablo. 

Staveren (Stavoren), St. (in der nie- 
derl. Prov. Friesland, an der Zuider- 
see, früher Residenz der fries. Pür- 

. sten), Stavria, — Staverna, 

Stayro (libesade), St. (in EumeHen), 
Sta^ra, -orum (SrdysiQa), 
Einw.: Stagintes (SzaysLQlrrig). 

Steenwyk (Steenwijk), St. (in der nie- 
derländ. Prov. Oberyssel, durch das 
Steenwyker Diep mit der Zuidersee 
verbunden; 1 St. davon entfernt der 
Mktfl. Steenwykerwold), Stenovicum, 

l^teier (Steyer), St. (Hptst des östr. 
Traunkreises, am Einflufs der Steier 
in die Enns), Stira, 

S^iermark, Herzogtum (Ostreich. 
Kronland, im N. und W. Gebirgs- 
land, von den Norischen Alpen in 
3 Ketten durchzogen, im 0. und S. 
Berglandschaft mit fruchtbaren Thä- 
lem und Ebenen. Hauptflüsse: Hur, 
Drave und Save [im S.]; 3 Kreise: 
Graz, Brück, Marburg; Hptst. Graz), 



Stiria, — I>%tc(xtus Stimiae. — 
Tawrisci, 

Einw.: Stirienses, 
Adj.: Stiriensis, -e, 
Stiricus, -a, -um, 

Stein^.St. 1. s. Stain. 

IS. (im schweizer Kanton Schaff- 
hausen, am Ehein, der dabei aus dem 
Untersee fliefst), Gatmodürum. 

3« (im östr. Kreis Obermanharts- 
berg, an der Donau, Mautem gegen- 
über), Stenium. 

Steinaeh, Kloster (in Tirol), Stena>cum. 

Steinamanger, St. (Hptst. des ungar. 
Komjtats Eisenburg, Bischofssitz), 
Colonia Claudia Sabaria. — 
Colonia Divi Claudii Sabaria, — 
Claudia Augusta, — Sabaria, 

Stella, St (in Eriaul in Norditalien), 
Tilavemptus Minor, 

SteDay, St. (im frz. Bep. Maas, an der 
Maas), Satanacum, — Sathanäcum, 
— Stenäcum, 

Sterling:, s. Stirling. 

Sterzlngr, St. (im tiroler Kreis Brixen, 
an der Eisack und Brennerbahn), 
Stiriacum, — Stiriacium, — 
Vipitmum, 

Stettin, St (Siadtkreis und RB., Hptst. 
von Pommern, zu beiden Seiten der 
Oder), SteHnum, — Sed^num, 

Steyer, s. Steier. 

Steyermark, s. Steiermark. 

Stillida, St. (in der griech. Nomarchie 
Phthiotis), Phalara {^aXaga). — 
Phalera, 

Stilo, St (in der Prov. Neapel), 
Stil US. — Consulinum, — Cocintia. 

Stirlingr, St. (Hptst. der gleichnam. 
Grafschaft im südl. Schottland, am 
Forth imd am Abhang eines steilen 
Berges erbaut, auf welchem das feste 
Schlofs S.-Castie steht), Stir- 
lingium, — Stirlinga, — Ster- 



619 



SttTS 



streu 



mo 



lingia, — StreveUwum, — Mons 
DoloroBus, 

Stiya, Si (in der griecli. Nomarchie 
PhoMs), Cirphis, -is {KiQipiq). 

Stobi, St. (in Macedonien) , Stuhera 
{SrvßsQQa), — Stobera {SroßrjQcc). 
— Stymbära. 

Stobrez, s. Strobnetz. 

Stoehem, St. (im Hochstift Lütticli), 
Stoquemium, 

Stöekholm, St. (Haupt- und Eesidenz- 
stadt Schwedens, liegt an beiden 
Ufern des Abflusses des Mälarsees 
in das Baltische Meer auf 8 Inseln 
pBEolmen] und besteht aus 6 Haupt- 
teilen), Holmia. — Stocichölmia. 
Adj.: Hölmiensis, -e. 

StUr, Fl, (r. Nbfl. der Elbe in Schles- 
wig-Holstein, entsteht aus mehreren 
Bächen südwestl. von Neumünster, 
empfangt r. die "Wilster Aue, mün- 
det unterhalb Wewelsfleth) , SinM-ia. 

StonO) Mktfl. (in Ostreich), SekiAMrum. 

Stora (Sgigata), St. (in Algerien), 
B^usicada. 

Stradella, St. (in der ital. Prov. Pavia, 
Bez. Yoghera), lella, — letteia. 

Stralsund, St. (Stadtkreis und KB., 
Prov. Pommern [auch Schwedisch- 
Pommem, weil der Bezirk bis 1815 
zu Schweden gehörte], am 3 km 
breiten Bodden [Strelasund], welcher 
Eugen vom Festland scheidet), Sun- 
nonia, — Sumonia, — Sundta. ^- 
Stralestmda. — ßtraUswndia. — 
Stralesimdiwm. 

Stramulipa, Landschaft (in Livadien 
'. [Mittelgriechenland]), Boeotia (Bot- 
ioxla). 
Bew. : Boeöti {BokotoI), 
Adj.: Boeotius, -a, -um {Bot- 
(OTiog). 
Boeoticus, -a, -um {Boiw- 
■ ,zix6g). 



Straugrford, St. (Hafen in der iiländ. 

Grafschaft Down, an der gleichnam. 

Bai), Ftncfenws. 
Stranke, Dorf (in Istrien), Ad Tu/rres. 

Strasburg, St. 1. in Westpreul^n 

(auch Brodnitz gen., Kreisst., BB. 
Marienwerder, an der Drewenz), 
Stratioburgum. — Brodmca. 

!3« in der Ukermark (Kr. Prenz- 
lau, EB. Potsdam, Prov. Branden- 
burg, an einem Bach xmweit der 
mecldenb. Grenze) , Stratidburgvm 
ükeranum. 

Strafsburgr im Elsafs, St. (Stadtkreis, 
Hptst. des Keichslandes ElsaJJs-Loth- 
ringen, Festung I. Eanges, Bezirk 
Unterelsafs, 3 km vom Ehein an der 
Hl, welche oberhalb 1. diö Breusch 
und r. den Ehein-Ehonekaibal auf- 
nimmt und unterhalb von dem^hein- 
Mame- imd dem Hlkanal durch- 
schnitten wird), Ärgentorätum. 
— ArgentoratifS, — Argenttna, — 
Civitas Argentma. — Argeniora, — 
Argentoratensivm Civitas. — Strode' 
burgum. — Straiisbwrgum, — Tri- 
boccum. — Triboccorum Ürbs. 
Adj.: Argentoratensis, -c. 
ArgenVlnuSj -a, -wm. 

Strafse von Gibraltar, s. Gibraltar 2. 

Strafse von Kaffa oder Feodosia, 
s. Kaffa 2. 

Strafte von Konstantinopel, s. Kon- 
stantinopel 2. 

Strafse von San-Bonifaeio, s. Boni- 
facio 2, 

Straubing, St. (unmittelbare, bayr. Be- 
2irksamt, EB. Niederbayem, in einet 
Ebene r. an der Donau), Augusta 
Acilia. — Castra Augustana, — 
Serviodfi/irum. — Strauhinga, 

Streu, Fl. (r. Zuflufs der Fränkischen 
Saale im bayr. EB. ünter&anken, 
kommt von der Ehön und mündet 
bei Heustreu), Strewa. 




621 



Stiido 



Sim 



622 



Strido, St. (in Dalmatien), Stridon, 
•■<l>ms. — Strtdonium. — Stridonia, 

Striegrau., St. (Kreissi, EB. Breslati, 
Prov. Sohlesien, am Striegauer Was- 

' ser, einem 1. Zuflnfs der Weistritz), 
Stregonum, — Strigovia. — Stri- 
gavia. — Striga, — Trimontium, 

fitrione, M. (in Italien), ßesterio. 

StriTali (Strofadia), iQseln (2, im loni- 
schen Meer), Plotae Insulae 
{nXtaxal OL N^aoi). — Strophaäes 
{SzQOipciSeg). 

StroMtzi, s. Strovitzi. 

Strobnetz, St. (in Dalmatien), JEpetitm 
OSTthiov). 
Einw.: Epetini. 

Strofadia, s. Striyali. 

Stromboli) Insel (die nördlichste der 
liparischen, mit immer brennendem 
Yulkan, nordöstLbeiSicilien), Stron- 
gyle {üxQoyyvXrji), — Strongylos. 

Strongroli, St. (in der Prov. Neapel), 
Petelia {nsTTjXla). — Petüia, — 
Sirongylis. 
Einw.: Petellni {IIszrjlTvot), 

Strongyla, Insel (eine der kL KyMaden 
im Ägäischen Meer), Prepesinthus 
{ügsTtiaivd^o^). — Praepesinthus, 

StroTitzi, St. (auf Morea, im südl. 
Teil des alten Elis), Lepreum 
(AsTCQsov). — Lepreus, — Tym- 
pania {Tv[/iji]7tdv€i(x). 

Einw.: LepreUtae (AsTtQsarai): 

Strabelsdorf, s. Mittelburg. 

Strath, s. Lossie. 

Sttthlingren, St. (bad. Kr. Waldshut, 

. Amt Bonndorf, auf einer Anhöhe an 

der Wütach, ehem. Hauptort einer 

Landgrafschaft), luliomägus. — 

Stulinga. — Targetium. 

Stahlweifsen'burgr (ungar. Szekes 
Fejervar, slaw. Biehhrad oder Biali- 
grad), St. (Hptst. des gleichnam. 
Komitats im Pesth- Ofener Distrikt 



Ungarns, kgl. Ereistadt und Bischofs- 
sitz, frühere Krönungsstadt und auch 
Begräbnisort der ungarischen Könige), 
Alba Be gälte. — Äß>a Begia» — 
Albanittm. — Cimbnanae. ' — Örw- 
hnanum. 
Adj.: Älbensis, -e, 

Stura, El. (in Piemont, entspr. in den 
Seealpen in der ital, Prov. Coni, und 
mündet bei Cherasco in den Tanaro. 
— Denselben Namen führen noch 
2 Elüsse daselbst, von denen der 
eine unterhalb Turin hnks, der andere 
bei Pontesturä rechts in den Po 
mündet), Varüsa. 

Stuttgart, St. (Hptst. des Königreichs 
"Württemberg, bildet mit 3 Orten 
eine Stadtgemeinde, in einem schönen 
Thal am Nesenbach, ganz mit Wein- 
gärten umgeben), Stutgardia, 

Suakin, St. (türk. Hafen in Nubien, 
an der Westküste des Roten Meeres), 
Suche. 

Subiäeo, St. (imd Kloster in der Cö- 
marca di Roma, am Teverone, mit 
vielen Resten röm. Altertümer), 
Sublaqu^um. — Sublacitmi. — 
Sublacus. — Sublacense Coenobium. 

SttderkOpingr, s. Södefköping. 

Sttdermanland, s. Södermanland. 

SUdersee, s. Zuidersee. 

Sttntel, Gebirge (in den Provinzen 
Hannover und Hessen-Nassau [Kreis 
Rinteln], erstreckt sich, nicht weit 
vom r. Ufer der Weser, vom Thal 
der Hamel im SO. nach NW., ist 
nach allen Seiten hin isoliert [nord- 
östl. zum Deister, nordwestl. zum 
ßückeberg], erhebt sich [kohlenreiche 
Eormation] in der Hohen Egge bis 
zu 446 m), Herculis Lucus. — 
Silva Hercüli Sacra. 

Saez, St. (in Mittelägypten ^ am Golf 
von S. [Rotes Meer] und der Land- 
enge von S., welche Asien und Afrika 



623 



Mit 



Syni 



624 



yerbindet. 11 im nordöstl davon 
der südl. Ausgangepuokt des ynch- 
ügen Suezkanals, der, bei Port Said 
l}eginiKnd, das Mittelmeer mit dem 
Eoten Meer verbindet), Suesia. 
— Posidium ijloaeiöiov). — Arsinoe 

Sohl, St. (Er. Schleusingen, BB. Erfurt, 
Prov. Sachsen, in tiefem Thal an der 
Hasel im Thüringer Wald), Silusia. 

Snire, M. (in Irland), lernus. 

Snkaeh,. St. (in Syrien), Oriza CO^i^a). 

SttUy-sur- Loire, St. (im frz. Dep. 
Loiret), Sulliäcum, — SälUäcum, 

Sulmonfi, s. Solmona. 

Sultan -Hissar, St. (in AnatoKen), 
TralleSj-ium (Tgakksig), — TraUis, 

'is (TQdkXiq). 
Einw.: TralUwni (T^aXXiavoO- 
A(^".: TrdlliWnus, -a, -um {T^aX- 

Sultanieh, Dorf (am Euphrat), Batana 
(Bdtava). — Batina. 

Sulzbach, St. (bayr. Bezirksamt, EB. 
Oberpfalz, am östl. Bande des Jura), 
Solisbäcum, — Sulzbäcum. — 
Salisso, -onis, 
Adj. : SoUaba^censis, -e. 

Sulzberg (Val di Sole), Thal (im tii-ol. 
Kreise Trient, vgl. Nonsberg), Vallis 
Solis, 

Sumre, Ort (in Syrien), ßimyra 
(Slfivga). 

Sund (eigtl. 0resund), Meerenge (und 
-strafse zwischen der Insel Seeland 
und Schweden, am schmälsten zwi- 
schen Helsingborg und Kronborg, 
bis zur Yollendung der Ost-Nord- 
See^Durchfahrt die gewöhnliche Ver- 
kehrsstrafse zwischen diesen beiden 
Meeren; der Sundzoll wurde ,am 
14. Mai 1857 durch Vertrag abge- 
löst), Fr et um Danicum. — 



Dretum Swndiewmik, — Frdum Ore^ 
sundieum, 

Sundgran, Landschaft (Oberelsafe), 
Comitatus Ferranus, — Comi- 
tatu8 FfyretamAS. — Comitai/us 
Fhyretanus. — Bauraci, 

Sür, St. (Hafen an der syr. Küste im 
türk. Ejalet Beirut, mit Besten der 
alten Phönizierstadt), Tyru8{TvQog). 

— Sarra {Sd^ga). 
Einw.: Tyrii {TvQioi). 

Adj.: Tyrius, -a, -um (TvQioq). 

Suraphant (Surafent), s. Sarfend. 

Sure, La — , s. Sauer. 

Surrey, Grafschaft (in Südengland an 
der Themse, mit den Gemeinden 
Southwark und Lambeth zu London 
gehörig; Hptst. Guildford), Sur- 
regia. — Surria. — Suthriona. 

Sursee, St. (im schweizer Kanton 
Luzem, an der Suhr und dem Sem- 
pachersee, mit der Kapelle Maria- 
zeil), Suria. — Surlacus, 

Susa, 1. St. (in Tunis), Cabar-Susis. 

2» Bezirk (der ital. Prov. Turin 
in Piemont), Cottii Begnum. 

3. St. (Hptst. von 2, mit vielen 
röm. Altertümern, darunter Triumph- 
bogen des Angustus), Segusio. — 
Segusium. — Secusio. — Sicusis. — 
Civitas Secusina. 

Susam- Adassi (Sussam oder Sisam), 
ß. Samo. 

Sutri, St. (in Mittelitalien), Colonia 
lulia Sutri na. — Colonia Sutrma, 

— Sutrium. 
Einw.: Sutrini. 

Swilej, St. (in Blyrien), Cibalis 
(KißaUg). 

Syl, M. (Nbfl. der Donau in Bumänien), 
Bhabon CPdßwv). — Catarhahon 
{KaT€iQaß(6v). — Tiarantus (Ticc- 
Qavrog). — Sargetia (Sagystlag). 

Symi (Simi), Insel (kl., an der Süd- 



625 



Syra 



Szent-Miklös 



626 



. westspltze Eleinasiens , im N. tqh 
Khodus und vor dem Golf von S., 
mit der gleichnam, Hptst.), Syme 
(Svfjtfl). — Symma, 

Syra, s. Sira. 

Syrakns, s. Siracusa. 

Syr-Daija, s. Sir. 

Syrien (arab. Schäm, türk. Soristin, 
Suristan), Land (zur asiat. Türkei 
gehörig, an der Ostseite des Mittel- 
meers; Hochland mit dem Libanon 
und Antilibanon, im 0. allmählich 
in die syr.-arab. "Wüste übergehend, 
zerfällt in das eigentliche S. [im N.] 
und Palästina [im SJ. Hauptstädte: 
Aleppo, Damask, Beirut, Jerusalem), 
Syria {Suria, Sv^la). 
Einw.: Syri (Svqoi). — Syrii 

(2vQioi). 
Adj . : Syrtus, -a, -um {SvQiog). 
Synäcus, -a, -wm. 

Syüt (Syouth oder Siüt), St. (Hptst. 
von Oberägypten, am Nil, Stapelplatz 
für den Handel zwischen Kairo einer- 
seits, Darfur und Sennaar anderseits ; 
früher Hauptsitz des Sklavenhandels), 
Lycopolis. — Lycön (sc. Oppi- 
dum, AvxcDV Ilokig), 

Szabadka (Szent- Maria), Mktfl. (in 
Ungarn), Sancta Maria. 

Szabad-Szalas, Mktfl. (in Ungarn), 

Lihera Mansio. 
Szakoltischer Kreis (in Ungarn), 

Processus SzeJcoUzensts, 
Szala-Egrerszeg (Zala-E.), Mktfl. 

(Hauptort des Szalader Komitats im 

westl. Ungarn), Zaladia. 

Szalader Gespannsehaft (Komitat im 
westl.Ungam), Comüatus Zaladiensis. 

Szamos, M. (Nbfl. der TheiTs, entspr. 
in Siebenbürgen aus der Vereinigung 
des GroDsen und Kleinen S. und 
mündet nach 480 km im ungar. Ko- 
mitat Szathmar oberhalb Nameny), 
Samostus. 



Szamos-UJY&r (deutsch Armenierstadt), 
St. (Freistadt in Siebenbürgen, Kreis 
Dees, am Kleinen Szamos, griech.- 
kath. Bistum), Colonia Napa- 
censis. — Colonia Napucensis. — 
Colonia Napüca. — Napüca. — 
Napöca. 

Szegredin, St. (kgl. Freistadt, Festung 
und Hauptort des ungar. Komitates 
Csongrad; Hauptschiffswerft für die 
TheiTsschiffe) , Se g edlnum. — 
Segedünum, 

Szelcely-Hid, Festung (in Ungarn), 
JPons Siculus. 

Szeklerland, Ländschaft (in Ungarn, 
hat die 5 Stühle Udvarhely, Harom- 
szek, Csik, Marcs und Aranyos. 
Szekler heifsen diejenigen im 0. und 
NO. Siebenbürgens wohnenden Ma- 
gyaren, welche am wahrscheinlichsten 
als ein Rest der ersten Hunnenein- 
wanderung betrachtet werden), Sicilia 
Transsilva/na, 

Szenta-Maria, s. Szabadka. 

Szent -Benedek, Mktfl. (in Ungarn), 
Fanum Sancti Benedicti, 

Szent-Endre, s. Sankt-Andrä 2. 

Szent - Grot , 1. (Sankt - Gotthard), 
Mktfl. (in der Eisenburger Gespann- 
schaft in Ungarn), und 

IS* (in der Szalader Gespannschaft 
in Ungarn), Fanum Saficti Gottliardi. 

Szent-Gyl^rgry, Mktfl. (im siebenbürg. 
Distrikt Bistritz, an der Grofsen 
Szamos), Fanum Sancti Georgii. 

Szent-Job, Mktfl. (in Ungarn), Fanum 
Sancti lobi. 

Szent-Kesdy-Lelek, Burg (in Sieben- 
bürgen), Fanum Sancti Spiritus 
Kesdiense. 

Szent-Marton, St. (Freistadt im ungar. 
Komitat Thurocz), Fanum Sancti 
Martini, — Martiwypolis, 

Szent-Mildös, Mktfl. (und Hauptort 



627 



Sient-Peter 



Tajo 



628 



. des Ungar. Eomitaies liptau, an der 
Waag), Fanum Sandi Michaelis. 

Szent- Peter, Mktfl. (in Ungarn), 
Fanwn Sandi Petri. 

Szetsehenlscher Distrikt (in Ungarn), 
Processus Szetseniensis. 

Sziszeg, Herrschaft (in Kroatien), 
Siscivm. 

Sklabinyseber IHstrikt (in Ungarn), 
Processus Sklabinyensis. 

Szombathely-Sarrar (Kotbnrg), St. 
Sabaria, 



SzSny (Schene), Mktfl. (in Nieder- 
nngam), Bregaetium, -^ Bregetdo, 
— Bregitio, — Bregoetium, — Bri- 
gantium. — Bregentio, — Brigitio, 

SzQr^ny, Mktfl. (in Ungarn), Sevennwm. 

Szolnoker Gespannsehaft (in Sieben- 
bürgen), CkmitatiM Szölnociensis. 

Szreti-Kris, St. (in Kroatien), Sancta 
Orux, 

Szyr (Szir), St. (in Palästina), lazer 
(*/a£iJ()). — Gazürus {ra^mQoq). — 
lazorus Clcc^<oQ6g). 



T. 



Tabägro (engl. Tobago), Insel (eine der 
Kleinen Antillen in "Westindien, eine 
Besitzung der Engländer; Hptst. der 
Hafenplatz Scarborongh) , Tahüci 
Insula. — GuoLkLcra Nova. — 
Valachria Nova. 

Tabarea, St. (in Algier), Tahathra 
{T&ßa^Qo). — Tahräca {T&ßQaxa). 
— Tabracha. 

Tabor, s. Thabor. 

Tacazze, Fl. (in Abyssinien, nacb 
neueren Untersuchungen der Ober- 
lauf des Atbara, des einzigen Nbfls., 
welchen der vereinigte Nil aufnimmt), 
Ast ahoras {JHaxaßoQaq). — Asta- 
bores. 

Tadmor, Kuinen (der alten Palmen- 
stadt in Syrien), Palmyra (IldX- 
fjivQa). — Tha4a7n(k'a (ßada/ioQCc). 
Thoedmus {6oe6/x6g). 

Tafa, Mktfl. (in Äthiopien), Taphis 
{TdipiQ). — Thapis \edmq). 

Tafella, St. (in Spanien), Tubalia. 

Tafna, M. (Küstenflufs im NW. Ton 
Algier), Siga. 

Tagr-Aiaghl (Djebel-Tak, auch Zaghr- 



rosch), Gebirge (ein Zweig des Tau- 
rus in Kleinasien), Zagrus {Zdypog). 

Ta^liamento, M. (in Oberitalien, ent- 
springt zwischen Udine und Belluno, 
mündet nach 140 km in das Adria- 
tische Meer), Tilaventus. — THa- 
ventum, — TilavempUM. 

Taillebonrg, St. (in Frankreich), 
TalMmrgum. 

Taineli, St. (in Afrika), Colonia 
Aelia Augusta Mercurialis 
Thaenitensis. — Thena. — 
Thaena. — Thenae. 

Tajo, Fl. (einer der Hauptströme der 
Pyrenäischen Halbinsel, welche er 
von 0. gegen "W. durchströmt, ent- 
springt auf der Sierra von Albaqacin, 
an der Grenze von Neukastilien und 
Aragon, und tritt unterhalb Alcan- 
tara als Tejo nach Poi-tugal über, 
wo er bei Abrantes schiffbar wird. 
Unterhalb Santarem teilt er sich in 
zwei Hauptarme, den Neuen-T. und 
den Mar-del-Pedro, und mündet nach 
Aufnahme vieler Nebenflüsse unter- 
halb Lissabon in den Atlantischen 
Ocean), Tagus. 



f;29 



TnkBh 



^Tarlies 



630 



Takah, St. (im Mündtmgsdelta des 
Indus), Patala {IldtaXa). 

Takasch (Toukouch), St. (in Nord- 
afrika), Tacatfia (Taxarvi]). 

Talavera-de-la-Reina^ St. (in der 
span. Prov. Toledo, amTajo), Tala- 
briga, — Tdlahrica, — Thalor 
briga. — Elbüra. — JEU^^a. — 
Äebura. — IdbJira, — Dijppo, 

Talcino, St. (auf der Insel Korsika), 
TcUciwum. 

Talnati, St. (am Busen von Talanta 
in Mittelgriechenland), Opus, -untis 
COnovg ['ÖTtosit;]), 
Einw.: Opimtii COnovvtioi). 

Taman, s. Fanagoria. 

Tamar, s. Tambre. 

Tamaro, M. (in der Prov. Neapel), 
Tamärus. — Thamarus. 

Tamasa, Fl. (schiffbarer, auf der Ost- 
küste des Pontos), Charistus 
(XaQiorog). — Chariustus {XagL- 
ovaxog). — Charien, -entis (Xaglev). 

Tambre, Fl. (in der span. Provinz 
Coruna, mündet unterhalb Noya in 
den Atlantischen Ocean), Tamara, 

— Tamäris. 

TamertoD, St. (in England), Tamara. 

— Tamare. 

Tanäro, Fl. (in Piemont, entspr. auf 
den Seealpen und mündet nach 1 90 km 
in den Po), Tanärus. 

Tangrer (Tand^ja oder Tandscha), St. 
(befest. Hafen in der marokkan. Prov. 
Hasbat, an der Meerenge von Gibral- 
tar, der bedeutendste Seehandelsplatz 

. Marokkos), Tingis {TLyyiq). — 
Tinge (Tlyyrj). — Tingi. — Caesarea 
Mauritaniae Tingitanae. 
Adj.: Tingitanus, -a, -um. 

Taochan- Adassl, Inseln (des Ägäischen 
Meeres an der Küste von Troas), La- 
gussae {Aayovaaai). 

Taonniiiay St. (in der ital. Provinz 



Messina auf Sicilien^ an der gleichn. 
Bai der Ostküste, mit der am besten 
erhaltenen Buine eines antiken Thea- 
ters), Tauromenium (Tav^ofii- 
viov). — Tauromtnium, — Colonia 
Attgitsta Tauromenüa/na, — Oivitas 
Tawomenitana. 
Adj: Tauromimtanus, -a, -um, 

Taoukrah, s. Tocldra. 

Taptl (Tapty), Fl. (in Ostindien, entspr 
am Vindhjagebirge in Gundwana und 
mündet nach 070km unterhalb Surate 
in den Busen von Cambay), Goäris 
{ToaQiq), 

Tara, s. Taro 2. 

Tarabosau, s. Ti-ebisonde. 

Tarantaise, Landschaft (in Savoien, 
mit der Hptst. Moutiers), CentrH- 
nes Ällobröges. — Centrünum 
Regio, — Tarantasia, — Tara/n- 
tasiae Comitatus. 

Taranto (Tarent), St. (am Golf von T., 
welcher zwischen den beiden südl. 
Halbinseln Italiens einbuchtet, Erz- 
bischofssitz in der neapolit. Prov. 
Otranto), Tarentum, — Taras, 
-antis {T&Qaq). 
Einw.: Tarentmi {TaQavxlvoi), 
Adj. : TarentlnuSf -a, -uni {Tagav- 
xTvog), 

Taraseon, St. (im frz. Dep. Ehone- 
mündungen, am Rhone, mit gegen- 
überliegenden Beaucaire durch eine 
Hängebrücke verbunden), Tarasco^ 
-öm's. — Taraseon, -önis, 

Tarazona, St. 1* (Bischofssitz in der 
span. Prov. Zaragoza, am Queiles), 
Turiaso. — Turiasso, 

Einw.: Ttmassonenses. 

fi. (in der span. Prov. Albacete, 
am Jucar), Turiaso ad Sucronem. 

Tarbes, St. (Hptst. des frz. Dep. Hoch- 
pyrenäen, Bischofssitz am Adour), 
Castrum Bigorrense. — Tarba. 
— Tarbae, — Turba, 



631 



Tsrent 



Tauro-Kastro 



632 



Tarent, s. Taranto. 

TaIili^ St. (befest, in der span. Prov. 
Gadiz, an der Strafise von Gibraltar, 
mit Citadeile und zwei kl. Häfen), 
lulia Traducta. — Itdia loza. 

— TixrtesBus (TaQtrjaaog). — Ta- 
riflßa. 

Tarn, M. (Nbfl. der Garonne im süd- 
westlichen iFrankreich, entsp. im Dep. 
Lozere, 3V« St. nordöstL von Ilorac, 
und mündet nach 360 km unterhalb 
Moissac. Das Bep. T., ein Teil 
von Oberlangnedoc, zer^t in die 4 
Arrondissements Albi, Castres, Gaillac 
nnd Lavanr und hat Albi zur 
Hptst. ; das Dep. T.-Garonne zerfallt in 
die 3 Arrondissements Montauban, 
Moissac nnd Gassei -Sarrasin, mid 
hatMontanban zur Hptst.), Tarnis. 

— Tarno. 

Taro, Fl. 1. (in Italien, entspr. am 
ligurischen Apennin, durchfliefst das 
Herzogtum Parma und mündet nach 
J 10 km in den Po), Tartts. 

2* (auch Tarro gen., in Süditahen 
zwischen Tarent und Torre di Mare), 
Tarcts, -antis (Td^ag). 

Tarra, s. Taro 2. 

Tarragöna, St. (Hptst. der gleichnam. 
Prov. im südl. Katalonien, Erzbischofs- 
sitz und guter Hafen, an der Mün- 
dung des Francoli in das Mittelmeer), 
Tarräco. — Tarräcon, -^ynis. 

Einw. : Tarraeonenses, 

Adj.: Tarraconensis, -e. 

Tarraja, Tarrasa, s. Tarresa. 

Tarresa, St. (in der span. Prov. Bar- 
celona), Tarraga. 

Tarso, (Tarsouh oder Tarsus), St. 
(Hptst. des gleichnam. Sandschaks 
im türk. Ejalet Itschil), Tarsus 
{TaQOoq). — ItdiopoUs. 
Adj.: Tarsefisis, -e. 

Tartäro, El. (in der Lombardei, entspr. 
in der Prov. Verona und mündet bei 



Canda in den Kanal Bianco), Atriä- 
nu8. — Tartarus, 

Tartnra, Dorf (in Palfistina), Dora, 
-orum. — Dara, -ae, — Dura, -ae, 

Taso, s. Thasso. 

Tata, s. Dotis. 

Tatarei, Landschaft (ehedem s. v. a. 
Mittelasien, dessen gegen Westen 
vorstürmende Horden man unter dem 
Gesamtnamen Tataren [fiüschlich 
Tartaren] begriff. Später unterschied 
man die Kleine T., die ehemaL, jetzt 
europ.-mss. Khanate Krim, Astrachan 
und Kasan, und die Grofse oder Freie 
T. [Dschagatai] , dem jetzigen Tur- 
kestan entsprechend, dessen ösÜ. 
Teil auch als Bfohe T. bezeichnet 
wird). 

1. Die Grofse Tatarei, Sar- 
matia Asiatica. — Scythia itUra 
et eoctra Imaum. 

Einw.: Tatäri. — Sarmätae, — 
Scythae. 

2. Die Kleine Tatarei, Tata- 
ria Minor, — Tataria Critnenms, 

— Scythia Europaea. 

Tatza, St. (in Bulgarien, an der Donau), 

— Äegissus, — Aegissos. 

Tauber, FL (1. Nbfl. des Mains, entspr. 
an der Frankenhöhe in Württemberg 
nördl. von Krailsheim^ fliefst durch 
Bayern und Württemberg und mün- 
det bei Wertheim; Länge 120 km), 
Tuhäris. — Tubärus, — TiMrfis. 

Taad, Mktfl. (in Nubien, am Westufer 
des Nu), Tathis {Ta^lg), 

Tauris, (Tabris, Tebriz oder Tebris), 
St. (Hptst. der pers. Prov. Aserbeid- 
schan in Iran, am Atschi; Mittelpunkt 
des Karavanenverkehrs zwischen Tre- 
bisonde und Persien), Gabris (JT«- 
ßQlg). — Gaza. — Gazae. — Ti- 
grana {TiyQdva). — Taunnum, • 

Tauro-Kastro, Mktfl. (im attischen 



633 



TftTerna 



Telgre 



634 



^Qnechenland), BJiamnus , -tmiis 
CPafjtvovg), 
TaTema, St. (in Italien), Taberni, 

Tatetseh, Dorf (in der Schweiz), Aetiiar 
ticus Vicus. 

TaTigrnano, M. (auf der Ostküste der 
Insel Korsika), BJiotämcs CPotavog), 

TaTira, St. (Hafen und maurisches 
KasteU in der südportug. Prov. pS^gr.] 
Al^arve, an der Mündung des Rio- 
Sequa), Balsa. — Tavila. 

Einw. : Balsenses. 

Adj.: BalsensiSj -e. 

TaToIara, Isola-, Insel (hei Sardinien), 
Herrn aea CE^/^ala). — Ermaea. 
— Mercmrii Insula. 

Tay, M. (der bedeutendste Schottlands, 
entspr. an der Grenze von Argyle, 
durchfliefst den Loch-Tay und ergiefst 
sich nach 132 km in den Meerbusen 
Mrth of Tay, der in die Nordsee mün- 
det), Tavus. — Taus. — Dava. 

Teano, St. (in der Provinz Neapel), 
Teänum Sidicinum. — TeG/num, 
Einw.: Sidictni. — Teamtae. 

Tebessa, St. (in Algerien), Theveste. 

Tebris, Tebriz, s. Tauris. 

Tech, Fl. (in Spanien), Tichis. — 
Tecus. — Tecum. 

Tecrit, s. Tekrit. 

Tedjen, Fl. (in Ii-an), Odius. 

Tefessad, Hafen (an der Küste von 
Fez), Busibricari Matidiae 
CPovoLxtßaq). — Busidhar. 

Tegengill, Mktfl. (in England), Igenia. 

Tegremsee, Dorf (bayr. RB.Oberbayem, 
Bezirksa. Miesbach, am ösÜ. Ufer 
des gleichnam. Sees in den Alpen; 
das jetzige Schlofs, die ehem. Bene- 
diktinerabtei [719 — 1S03], gehört dem 
Herzog Dr. med. Karl Theodor von 
Bayern), Aedes Tigurina. — 
Aedes Tigunnae. — Coenohium Ti- 
gurinum. 



Teglio (Teil), Mktfl. (in der Schweiz), 
Tilium. — Tullutn. — Telium, — 
TeUum. 

T^ada, St. (in Spanien), Ptucae 
(IlTOvseai). — Ptti^ccL — Tttcci, 

Tejo, s. Tajo. 

Teisendorf, Mktfl. (bayr. EB. Ober- 
bayem, Bezirksa. Laufen in B., an 
der Sur und dem FuTs dei* Alpen 
[Teisenberg] ; Spuren der Römer- 
straCse von Augsburg nach Salzburg), 
Artoh'iga. 

TeiTsholz, Mktfl. (in Ungarn), Taxoma. 

Teki^h, !• St. (und Hafen auf der 
Halbinsel Morea, am Eingang des 
Korinthischen Meerbusens), Panor- 
mus {ndvoQfiog). 

2. Landschaft (an der Südküste 
Kleinasiens), Lycia (et Pamphylia, 
Avxla [xal na/LupvUa]). 

3« Berg (oder Takman, eine hohe 
Spitze des zum Taurussystem ge- 
hörigen Gebirges Kuttag im Östl. Pon- 
tus), Theches {ßi]x^<s)' — Chenius 
Mons (XrjVLOv ^ÜQoq). — Mrnis 
Sacer CIsqov ^'O^og). 

Tekrit, Dorf (am Euphi-at), Birtha 
(BlQd^a). — Virta. 

TekroTa, Ruinen (der einst an der 
Südküste Kleinasiens gelegenen See- 
stadt), PliaseliSj -idis {^aaijXig). 

Telamone, Dorf (auf eüiem Vorgebirge 
in Etrurien), Telamo {Tela^tüv). — 
Telamorij -onis. 

Telesa, Dorf (in der Prov. Neapel), 
Telesia. — Thelesini. 

Tel-Essabeh (T.-Essale), St. (im südl. 

Nildelta), LeontopoUs {AsovroTtolig). 

Einw.: Lemüopolitae [Aeovro- 
TioXtrai). 

Teige, Städtenamen (im schwedischen 
Län Stockholm): 

1. Norrtelgre (Hafen und Seebad), 
Telga Boredlis. 



635 



Telgte 



Ter^ 



636 



S« SQdertelge (zwischen der Ost- 
see und dem Mälarsee)^ Telga 
Austrdlis. 

Telgrte, St. (seit 1238; Landkr. und 
KB. Münster, Prov. Westfalen, 1. an 
der Ems, zwischen groüsen Heid^i 
[Bockhomheide östl.]), Toüegatae. 

Telhou6, Boinen (eine halbe Stunde 
westL von Abukir in Ägypten), 
Tarichi^ae {Ta^i/Jai), 

Teligrol, EI. (in Rufsland, zwischen 
Pnith und Dnjestr), Aociäces, -ae 

Teil, s. Tegüo. 

Telonfuni, Berg (südl. von Athen 
gelegen), Hymettus CYßrittog). 
Adj. : Hymettius, -a, -um CYfjiijz- 
XLoq). 

Temes, M. (1. ZufluXs der Donau, ent- 
springt im Gebirge der banatischen 
Militärgrenze und mündet nach 430 km 
unterhalb Pancsövna), Temessus. — 
Tihiscus. 

TemesT^, St. (starke Festmig und 
Hptst. des Ungar. Komitates Temes, 
Sitz eines röm. - kath. und eines 
griech.-orient. Bischofs), Tibiscum. 
— Temena. — Temesva. — Teme- 
sia. — Temesvaria. 
Adj.: Tibiscensis, -e. 
Temesvensis, -e. 
Temesvariensis, -e. 

Temischberg* am Kuban, St. (russ., in 
Kaukasien), Suruba {SovQOvßa). 

Tempio, St. (in der ital. Prov. Sassari 
auf Sardinien), Elephantaria. 

Tenedo (Tenedos, türk. Bogdscha- 
Adassi), Insel (im Ägäischen Meer, 
zum türk. Ejalet Dschesair gehörig; 
Hptst. Tinedo mit Hafen, an der 
Nordostspitze, als Schlüssel zu dem 
nur 22 km entfernten Westeingang 
in die Dardanellenstrafse von sti'ate- 



gischer Wichtigkeit) , T ^ n S d n 8 
(Theöoq). — ThMos, 

Einw.: Tmeäii (Teviöioi). 

Adj.: Tenedim, -a, um {TevsÖLoqy, 

Teneriffa, Insel (gröfste und reichste 
und bevölkertste derEanarien; Hptst 
Santa-Oruz),^ei?ar*a. — ConvaUis, 

T611ÖS, St. (Hafen in Algerien, beim 
gleichnam. Vorgebirge, bildet den 
Hafen von Orleansville), Cartenna, 
Cartennae, — Cccrtinna, 
Adj.: Cartefmitanus, -a, -t*w. 

Teno (Tino), Insel (eine der griech. 
£ykladen, bildet mit der Insel An- 
dres die Eparchie Tino; Haupt- und 
Hafensi: San-Mcolo, auch Tino gen., 
an der Südküste), Tenus {Trjvog), 

— Tenos. — Oj^niLsa. — HydrtiSsa. 
Einw.: Tenii (Tijvioi), 

Tensche, Freiheit (in Flandern), Ta- 
misia. 

Teplitz, St. (her. Bad im böhm. Kr. 
Leitmeritz), TepUcia. 

Ter, 1. (EL Ter), Fl. (in Katalonien), 
entspr. an den Pyrenäen und mündet 
nach 155 km unterhalb Gerona in 
das Mittelmeer) , Sambroca. — 
Alba. — Tezerus, 
3. Mktfl. (in Spanien), Thiceris^ 

— Thicis. 

Terämo, St. (Hptst. der gleichnam. 
ital. Prov., früher Abruzzo ulteriore I, 
Bischofssitz am Tordino), Inter- 
amna Palaestina PicBni, — 
Interamna Plestina PicSni. — In- 
teramna Linnas. — Interamne, — 
Interamnium. — Teramum. 

Tereeira, Insel (portug. , eine der 
Azoren, vulkanischer Natur; Hptst. 
Angi'a), Tertia. 

Terek, Fl. (in Ciskaukasien , entspr. 
am Khoschi, teilt sich im Unterlauf 
in 5 Arme und fäUt nach 520 km 
in das Kaspische Meer; zwischen 
dem T. imd der Kuma liegt die sog. 



637 



Terina 



Test 



638 



Tereksohe Steppe, ein Abhang des 
Kaukasus), Alonta, 

Terina, Golfe di — , s. Eufemia 2. 

Terlizzi, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Bari), Turricium, 

Terma, s. Thermeh 2. 

Termini, St. (Hafen in der sioiL Prov. 
Palermo, an der Mündung des gleich- 
namigen, in das Tyrrhenische Meer 
fliefsenden Fl. T., mit heifsen Quellen), 
Thermae Himerenaes {Ssq/juxl 
^Ifiigai oder ^Ifxe^atai). — Thermae. 

Termo, s. Ozieri. 

Termöli, St. (Hafen in der ital. Prov. 
Campobasso [MoHse], amAdriatischen 
Meer), Biica. 

Temi, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Umbrien, an der Nora; Ge- 
burtsort des Tacitus), Interamna. 

— Interamnia. — Interamnium, 
Adj.: Interamnas, -ätis. 

Temowä, St. (in der europ. Türkei), 
Temobum. 

Terouenne, St. (im Dep. Pas de Calais 
in Nordfi'ankreich) , Tarvanna. — 

— Tarvenna. — Oivitas Morinorwm. 

Terpez, St. (im pers. Küstenland Ker- 
man), Fortospcma. 

Terra di Bari, s. Bari. 

Terra di Layoro, Landschaft („Land 
des Ackerbaues", bis 1 863 Name der 
ital. Prov. Caserta), Campania 
Felix. — Campania. — Campänus 
Ager. — Laboflnus Äger. — Terra 
Laboris. 
Adj.: Campanus, -a, um. 
Campanicus, -a, um. 

Terra d^Otranto, s. Lecce 2. 

Terra Nucva, St. !• (im Nordosten 
der Insel Sai-dinien), Olhia( ^OXßla). 

— Ulbia. 

Adj.: Olbiensis, e. 
2» (auch Terranova der Ahcata, 
auf der Südküste Siciliens), Gela 



(riXa). — Gdöa {rekwa). — Terra 
Nova, 

Einw.: Gelenses (rsk<poi). 

8. (auch Torre Brodognato gen., 
in der Prov. Neapel), Thurium No- 
vum. 

Terracina, St. (Bischofssitz und Hafen 
am Südende der Pontinischen Sümpfe, 
zu Frosinone gehörig), Anxur. — 
Tarraxdna. — Tarracin^e. — Terra- 
cina. 

Einw.: Anayurüs, -ätis. 

Adj. : Tarracinensis, -e. 

Terremotto, Fl. (ein "Waldstrom bei 
Thronium in Lokris, früher auch 
Manes gen.), Boagrius (Boay^iog). 

Tersat, Kastell (in Kroatien), Ter s ac- 
tum. — Tarsatica. — Tharsaticum, 

Ter-Schelling, s. Schelling, Ter-. 

Tersüs, s. Tarso. 

Temel, St. (Hptst. der gleichnam., aus 
dem südlichsten Teil des Kgrs. Ara- 
gonien gebildeten span. Provinz, 
Bischofssitz am Turia), Turdeta- 
norum Urbs. — Turbula. 

TerTanne, Mktfl. (in Frankreich), Tyr- 

vanda Civitas. 
Ter-Veere, St. (in Holland), Campo- 

veria. — Campiveria. — Vera. 

Teschen, St. (Hptst. des gleichnam. 
dem Erzherz. Albrecht gehörigen 
Herzogtums in Ost. -Schlesien, am 
Fufs der Beskiden, an der Ölsa), 
TeschEna. — l'esslnum. 
Adj.: Teschenensis, -e. 
Tessinensis, -e. 

Tessin (ital. Tessino oder Ticino), Fl. 
(entspr. auf dem St. Gotthard, durch- 
fliefst das Lavinenthal und den Lago 
Maggiore und fällt unterhalb Pavia 
in den Po. Nach ihm benannt der 
aus 8 kleinen Landschaften bestehende 
schweizer Kanton T. ; Hptst. : Bellin- 
zona), Ticinus. 

Test, Fl. (in England), Anton. 



639 



Tet 



Tliemse 



640 



Tet, M. (Küstenfl. im frz. Dep. Ost- 
pyrenäen, mündet bei Perpignan in 
das Mittelmeer), Telis, — Tetis. — 
Btisclno. — Boschtntis. — Veno- 
dubnis. — Vemodubrus. 

Tetsehen (böhm. Dieczin), St. (im 
bölim. Kreis Leitmehtz, an der Elbe^ 
nahe der sächs. Grenze, mit dem 
gegenüberliegenden Grenzort Boden- 
bach durch eine Kettenbrücke ver- 
bimden), Dasena. — Tactschena, 

Tetuftn, St. (Handelsst. in der marok- 
kanischen Prov. Hasbat, imweit des 
Mittelmeeres), lagath. 

Teukira, s. Tochira. 

Teutenhof (bei Detmold), Teutobur- 
gium, 

Teverone (oder Aniene), M. (Nbfl. des 
Tiber, entsp. am Monte Ceraso in 
den Hemikerbergen oberhalb Trevi, 
durchfliefst das Thal von Subiaco, 
betritt, nachdem er die licenza [im 
Altertum Digentia] aufgenommen, bei 
Tivoli die röm. Ebene, indem er in 
schönen Kaskatellen herabstürzt, und 
ergiefst sich 22 km vor Rom in den 
Tiber), Anio, -Bnis. — Anisnus. 

Teviotdale, 

Teviotift, 

Texel. Insel (zur niederl. Prov. Nord- 
holland gehörig, in der Nordsee: die 
Eeede von T., wo sich sonst die 
Motten der hoU. Ostindienfahrer ver- 
sammelten , wird der T. genannt), 
Texelia. — Texella, — Thesselia. 

Teyn, St. (in Böhmen), Tetina. 

Tezota, St. (in Fez), Anna. 

Thabor (Dschebel-Tor) , Berg (in der 
palästinens. Landschaft Galiläa, mit 
Euinen einer von Saladin angelegten 
Burg), Itahyrius Mons {^Ixaßv- 
Qiov "OQog). - Thabor. 

Thak (Takhan), St. (in Sedchistan in 
Persien), Candace {Kccvödxrj). 



> s. Roxburgh. 



Thalaadonisi, Insel (an der Küste von 
Griechenland), Atalanta (ktakdvri]). 

Thamsbraek (Thomasbrück), St. (Kr. 

Langensalza, EB. Erfurt, Provinz 

Sachsen, an der ünstrut), Aggeri- 
pontum. 

Tkanety Insel (an der Mündung des 
Stour, zur engl. Grafschaft Kent 
gehörig, mit den Städten Eamsgate 
und Margate), Tanatis, — Tan^tos. 

Thasso (Taso, Tasso, auch Tasohus), 
Insel (türk., im Ägäischen Meer, an 
der Küste von Thrazien; Hauptort 
Panagia), Thasus {ßdoog), — 
Aeria {sc. Insula, (ÄsqIo). — 
Aethria (sc. Insula, AlS^Qla), 

Einw.: Thasii {ßdaiot). 

Adj.: ThasiuSj -a, -um (ßdaiog). 

Theäki (Thiaki oder Tiaki), Insel (eine 
der Ionischen, das Vaterland des 
Odysseus. Aufser den Euinen der 
angebl. Burg des 0. zu erwähnen 
die Berge St.-Ehas [Neritos, Neriton] 
und Stephane [Neion], durch welchen 
der Hafen Eheithron gebildet wurde ; 
Hptst. Vathi), Ithäca Od-dx^). — 
Ithacenses {^IQ^axriGiot). 

Theba, St. (in Spanien), Teha. 

Theben, s. Thiva. 

Theifs (Ungar. Tisza, slav, Tisa), El. 
(der gröfste Nbfl. der Donau, entspr. 
im imgar. Komitat Marmaros auf den 
Waldkarpaten als Schwai'ze T. und 
Weifse T., wird bei Szigeth schiffbar, 
fliefst von Szolnok an mit der Ponau 
parallel imd mündet nach 1310 km 
unterhalb Titel), Tibiscus. — Ti- 
bissus. — Tisiänus. — Parthiscus. 
— Pathissus. — Pathyssus: 

Themse, Fl. (dor wichtigste Englands, 
entspr. an den Grenzen von Wilt- und 
Gloucestershire aus zwei Quellbächen, 
nimmt bei Oxford die ebenfalls als 
Quellarm geltende CharweU oder 
Cherwell, später die Thame auf, 



i 



641 



Theresienstadt 



Thorn 



642 



durchfliefst London und mündet 
73 Jon unterhalb dieser Weltstadt 
zwischen Sheemefe und Kap Shoe- 
burynefs in die Nordsee), Tam^sis, 

— Tamesa. 

Theresienstadt, St. (und Festung im 
böhm. Kr. Leitmeritz, an der Eger, 
imweit deren Mündung in die Elbe; 
HauptwafPenplatz für Böhmen), The- 
restcmopoUs. 

Theresiopel, s. Maria-Theresienstadt. 

Thermeh, 1. St. (im Osten Kleinasiens), 
Themiscyra (SsfilaxvQcc), 

2* EL (auch Terma gen., im östl. 
Kleinasien, mündet ins Schwarze 
Meer) , Thermödön {Ssq/jKoöcjv, 
-ovxoq). 

Thermia, 1* Insel (eine der Kykladen, 
mit heifsen Quellen) , Cythnus 
{Kvd-voq), — Ojßhiusa {^Ocplovaa). — 
Dryopis {Agvonlq). 

3. Mktfl. (Hauptort der gleichnam. 
Insel), Cythnus (Kvd-voq). 

Einw.: Cythnii {Kv^vioi). 

Therouanne, s. Terouenne. 

Thessalien, Landschaft (in [Alt-] Nord- 
griechenland, östL an das Ägäische 
Meer grenzend; gegenwärtig bildet 
es die liwa Trikala des türk. Ejalets 
Janina), Thesaälia {ßsaaäUa oder 
SetraXla). 
Einw.: Thessali {ßsaaaXot)- 
Adj.: ThessdHcus, -a, -um {Sea- 
oakixog). 
Theten, Mktfl. (in Ungarn), Matrica. 

Thetford, St. (in England), Sito- 
magus. — Thetfordia. — Hiera- 
poUs. 

ThiaM, s. Theaki. 

Thiba, s. Thiva. 

Thielt, Mktfl. (in Belgien), Tiletum. 

— Sitilla. 

Thienen, s. Tirlemont. 

Thiengren, St. (bad. Kr. und Amt 

S:\alfeld, Geograph. Handbüchlein. 



Waldshut, an der Wutach, eheiiial. 
Hptst. des Kletgaus und Besidenz 
der Fürsten von Schwarzenberg), 
Tenedo, 

Thi^rache, Landschaft (in der Picardie 
in Frankreich), Theora»cia. — 
Terrascea Silva, 

Thiers, St. (im frz. Dep. Puy-de-D6me, 
an der Durole), Thierium. — 
Thiemum, 

Thimerais, St. (im jb:z. Dep. Perche), 
Tlieodomirensis Pagus. 

Thin, St. (in Frankreich), Tegna. 

Thine, Kmnen (der von den Griechen 
nicht mehr zu Unterägypten, sondern 
zu Asien gerechneten Stadt), Felu- 
sitMn (JlriXovaiov). 
Einw.: Felu8iot<ie {UriXovai&tm). 
Adj. : Pdusiäcus, -a, -wm (IlriXov- 
aiaxoq). 
Thionyille, s. Diedenhofen. 

Thiva, St. (in der griech. Nomarchie 
Attika imd Böotien), Thebaß {Bfjßai). 
Einw.: Thebani (ßi^ßaioi). 
Adj.: Thebanus (ßTjßccTog). 

Tholeyl, Mktfl. (Kr. Ottweüer, KB. 
Trier, Eheinprovinz, am Schaumberg ; 
ehemal. Benediktinerabtei), Theo- 
logie um, — Theologium. — Tkeo- 
logia. 

Thomasbrttek, s. Thamsbrück. 

Thonon, St. (im frz. Dep. Obersavoyen, 
am Grenfersee, xinweit der Mündung 
der Drance), Tunonium, — To- 
nönum. — ThiMn^önum. 

Thorenll)argr (Thorda), Mktfl. (Salz- 
bergwerk und Hauptort in der gleich- 
nam. siebenbürg. Gespannschaft), 
Sodiime. 

Thorn (poln. Torun), St. (Kreisst., EB. 
Marienwerder, Prov. Westpreufsen, 
Festung, r, an der Weichsel, mit 
Schiffbrücke und 996 m langer 
Eisenbahnbrücke [1873]; 8^J km 

21 



643 



Tfcommt 



über 



644 



westL, unweit der Weichsel, Dorf 
Altthom, wo die heidnische Borg 
Tumo stand nnd 1232 Thom ur- 
sprünglich erbaut wurde), Thoru- 
nium. — ThortmiMn, 
Thoroat^ Mktfl. (in Belgien), Thoroltum, 

ThorshaTD, Mktfl. (und Hafen auf der 

Insel Strom0e [Färber]), Thori 

PortiM. 
Thonars, St. (im frz. Dep. Poitou), 

Duracium, — Toarcium. — 

Thuarcium. 

Thne, 11. (r. Zuflufe der Oder im pom- 
merschen Kr. Greifenhagen), ladua. 

ThUringreii, Landschaft (in Mittel- 
deutschland, schon lange ohne poli- 
tischen Begriff, zwischen der Saale, 
der untern Unstrut, dem Harz, der 
Werra und dem Bennsteig des Thü- 
ringer Waldes; Mittelpunkt ist 
Erfurt. Unter den Thüringischen 
Staaten versteht man heutzutage 
das Ländergebiet zwischen König- 
reich und preuJs. Prov. Sachsen, 
Hessen-Nassau und Bayern, nämlich 
das Grhzgt. S. - Weimar - Eisenach, 
die Hzgtt. S.-Koburg-Gotha, S.-Mei- 
ningen imd S.-Altenburg, die beiden 
Fürstentt. Sohwarzburg und die 
beiden Fürstentt. Reufs), Thuringia, 
ELnw. : Thuringi, — Thoringi. 
Adj.: Thuringicus, -a, -am. 

Thttringrer Wald, Gebirge (in Mittel- 
deutschland und in der südl. Eeihe 
des Hercynischen Gebirgssystems, 
bildet mit dem auf ihm in der 
Wasserscheide entlang laufenden 
Rennsteig, einem im 9. Jhdt. ange- 
legten Weg, der im SO. bei Blanken- 
stein an der Saale beginnt xmd im 
NW. an der Mündung der Hörsei 
in die Werra endet, eine wichtige 
Völkerscheide: im N. Thüringen, im 
S. Franken. Er erhebt sich aus 
einem Plateau der Triasformation; 
der südöstl. Teil ist vorzugsweise 



aus den Gesteinen des Schieferge- 
birges [Silur und Devon] zusammen- 
gesetzt und enthält im Schwarza- 
gebiet metamorphische GesteLae, auf 
der Südseite bei Stockheim und Neu- 
haus ein produktives Steinkohlen- 
gebirge. Der nordwesÜ. Teil besteht 
vorzugsweise aus Porphyr, Melaphyr, 
Granit und RotUegendem. Ebenso 
wie den Harz, umsäumt den T. W. 
die Zechsteinformation, am wenige 
sten auf der Südseite des südöstl. 
Teils), Silva Thuringi ca, — 
Semdna Silva. — Levia. 

Thuin, St. (im Lüttichischen), Tudi- 
nium, — Thitctlnum, — Thunium, 
— Äd Fines. 

Thum, St. (Sachs. Kreish. Zwickau, 
Amtsh. Annaberg im Erzgebirge), 
Zumi. 

Thun, 1. St. (im schweizer Kanton 
Bern, am Ausflufs der Aar in den 
Thuner- oder Wendelsee), Novi- 
dtmum. 

2. Dorf (bei Cambray im frz. Dep. 
Nord), Timium, — Thumium. 

Thur, Fl. (in der Schweiz, entspr. im 
Kanton St.-Gallen, durchfliefst den 
nach ihr benannten Thurgau und er- 
giefst sich nach 970 km in den 
Rhein), Duria. 

Thnrgau, Kanton (im NO. der Schweiz, 
am Bodensee und Rhein gelegen, 
von der Thur durchflössen; Haupt- 
ort Frauenfeld), Turgea, — Turgoia, 

Thurles, St. (in Irland), Du/rlus. 

Thurotzer Gespannschaft (in Ungarn), 
Thurotziensis Comitatus. 

Thyrso, Mktfl. (auf der Insel Sardinien), 
CaptU Thyrsi. 

Tiber (ital. n Tevere , frz. Tibre) , FL 
(ein kleiner, aber der bedeutendste 
Fl. Italiens, entspr. am Hochkamm 
des Apennin im ösÜ. Toscana, fliefst 
durch TJmbrien, tritt dann in die 



645 



Tidno 



Tirol 



646 



Campagna-di- Borna, strömt durch 
Born und ergiefst sich 26 km unter- 
halb Eoms imweit Ostia ins Tyr- 
rhenische Meer), Tih^ris, — Tibris. 
— Albüla, 
A^.: TibenmifS, -a, -um, 

Tieino, s. Tessin. 

Tiefenkastell, Schlofs (im schweizer 
Kanton Graubünden), Imtim Castrum. 

Tifemo, M. (im Neapolitanischen), 
Tifemas, 

Tiflis, St. (Hptst., früher von Georgien 
oder Grusien, seit 26/XII. 1846 die 
des gleichnam. russ. Gouv. am Kur, 
die wichtigste Stadt Transkaukasiens 
und Hauptverbindungsort für Trans- 
und düskaukasien; Sitz eines georg. 
Patriarchen und Metropoliten, eines 
armen. Erzbischofsund russ. Bischofs), 
Tephlis. — TeHphis.^ 

Tigrari, Mktfl. (auf der Insel Korsika), 

Ticarius, 
Tillerbronn, s. Tönnisstein. 

Tilsit, St. (Kreisst., RB. Gumbinnen, 
Prov. OstpreuTsen, 1. an der Memel, 
am EinfluTs der Tilszele in dieselbe, 
mit Schiff- und Eisenbahnbrüoke ; 
Hauptort von Preufsisch- Litauen, 
schon 1552 Stadt, während die Burg, 
das Schalauerhaus, bereits 1288 an- 
gelegt worden war), Chronopolis. 
— Tilsa. 

TimäTO, M. (in Istrien, der untere 
Lauf der Recca, bildete zur Römer- |. 
zeit die Grenze zwischen Istrien und 
Venetien), Timavus, 

Timbuktu (Tumbuktu oder Tombuktu), 
St. (Handelsstadt im westi. Sudan 
am Südrand der Sahara), Fes8%da 
{IleaalÖTj). 

Timia,'Fl. (Nbfl. des Tiber, in Um- 
brien), Tinia, — Tevieas. 

Timok, Fl. (in der europ. Türkei, 
entspr. auf dem Balkan, bildet auf 
einer Strecke die Grenze zwischen 



Serbien und Bulgarien und mündet 
nach 160 km bei Badujewatz in die 
Donau), Timacus, — . Timachm. 

Tindaro, St. (Hafen auf der Noxdküste 
der Insel Sicilien), Tyndareum. — 
Tyndaris {Tvvöaglg). — Tyndariwm 
{TvvdccQiov)» 

Tine, M. (in England), Vedra. 

Tlnen (Tenen), St. (in Ulyrien), Tini- 
nium. 

Tinevelly (Tinnevelly oder TiruneveUi), 
St. (Hptst. des gleichnam. Distrikts 
der biit. Präsidentschaft Madras in 
Ostindien, am Tschindinthura), CoU 
chorum Begio, 

Tinmoath, St (in England), Tinae 
Ostium. 

Tinto, El — , EL („der Gefärbte", 
KüstenfluDs in der span. Prov. Huelva, 
entspr. in der Sierra -Morena und 
mündet unweit Huelva in eine Bucht 
des Atlantischen Oceans. Seinen 
Namen hat er von dem gelben, 
kupferhaltigen Wasser, welches gelb- 
färbende und versteinernde Kraft be- 
sitzt), IbBrus. — Urius, 

Tiran, Insel („Robbeninsel", im Arab 
Meerbusen) , Phocarum Insula 
{^wxibif N^oog). 

Tireboli, s. Tripoli. 

Tireh, St. (im türk. Ejalet und Liwa 
Aidin, zwischen Smyma und Aidin, 
am Kutschuk-Menderes), Metropolis 
ad Castrum (MijxQOTioXig). 

Tirlemont (vläm. Thienen [Tienhofen]), 
St. (Fabrik- und Handelsst in der 
belg. Prov. Brabant, an der Grofsen 
Geete, zwischen Lüttich und Löwen), 
Thena^. 

Tirol, 1. Schlofs (an der NW.-Seite 

des Küchelbergs bei Meran, der 

frühste Sitz der Grafen von Tirol), 

Teriöla Castra. — Teriölis. 

2. Grafschaft (gefürstete, Kron- 

21* 



647 



Ti?e4al 



ToBdem 



648 



> s. Boxburgh. 



land der östr. Monarchie [T. und Yor- 
'. arlbei^], Hptst InnsbruQk), Tirciis. 

TiTedal, 

TiTiotdale, 

TiYoll, St, (Bischofesitz in der Co- 

marca-di-Eoma, 26 km Ton Eom, am 

Teverone), Tibur, -uns. — AUnUae. 

— Aqwie AHntneae. 

Einw.: Tihurtes, -«»» und -tiw». 

— Ttlmmi. 
A^.: Tiburttnus, -a, -tcm. 
Tibwrwus, -a, -um. 

Tlemsan, s. Ned-Roma. 

Tobarra, St. (in Spanien), Twbula, 

ToM (Iskumi, Semno oder Skombi), EL. 
(in Albanien), Genusus (rsvovaog)' 

Tobölsk, St. (Hptst. des gleichnam. 
niss. Gouv. in Westsibiiien, am Ein- 
flnfe des Tobol in den Irtisch, Sitz 
des Generalgouvemenrs von "West- 
sibirien und eines griech. Erzbischofe), 
Töbölium. 

Tochirs (Toukira), St. (in Nordafrika), 
Teuchtra {Tsv^eiga). — Arsinoe 

Einw.: Teitchintae {TevxsiQlxai). 

Todi, St. (in der ital. Prov. Perugia, 

unweit der Mündung der Naja in 

den Tiber), Tu der, eris. — Tuder- 

tum. 

Einw.: Tudertes, -um. — Tuder- 

Üni. 
Ac^.: Tudemis, -e. 

Todtes Meer, s. Totes Meer. 

TSnningr, St. (Kr. Eiderstedt, Prov. 
Schleswig-Holstein ; bis 1 714Festung), 
Eiderstadium. 

TOnnisstein, Mineralquelle (Bad zu 
Kell, Kr. Mayen, RB. Koblenz, Rhein- 
provinz, Sauerbrunnen, nahebei Tuff- 
steinbrüche), Acidulae Antonia- 
nae. — Acidulae Tonnersteinenses. 

Togrgrenburgr (Tockenburg), Grafechaft 



(eheuL, im schweizer Kanton St.- 
Gallen, bildet jetzt die Bezirke Ober-, 
Neu-, Alt- und Unter-T.), Toggium, 
Adj.: Toggius, -a, -wm. 

Toissey, St. (in Frankreich), Togis- 
sium. — Tossiacus, 

Tokay (Tokaj), Mktfl. (im ungar. Ko- 
mitat Zemplin, an der Theifs; von 

X T. zieht sich gegen N. imd NO. die 
Tokayer Weinberggruppe oder Hegy- 
alja), Tocaeum. — Tocaea. — 
Tocaium. 
Adj.: TocaeHnus, -a, -um, 

Toledo, St. (Hptst. der gleichnam. 
Span. Prov. im Kgr. Neukastiüen, 
am Tigo; Erzbischofssitz), Töletum, 

Einw.: TcMani. 

A(y.: Töletawus, -a, -um, 

Tolentino, St. (in der itaL Prov. Mace- 
rata, an der StraCse von Ancona nach 
Bom, am Chiente), Tolentlnum, 

— Töllentmum. 
Einw.: Tölentinates. 
Adj.: Tölentinensis, -e. 

Toli-Monastir, s. Monastir. 

Tolner Gespannsehaff; (ungar. Komi- 
tat, Hauptort Szekszärd; benannt 
nach dem Mktfl. Tolna an der Donau), 
Tölnensis Comitatus. 

Tolometa, Ruinen (in Tripolis), Ptole- 
mnis, 'idis {UtoXefiatq). 

Tolösa, St. (in der bask. Prov. Gui- 
puzcoa in Spanien), Itwrisa. 

Tomar, St. (in Spanien), Concordia. 

— Timtarium. 

Tombellaine, Yorgebirge (in Frank- 
reich), Tumbella. — TumbeUoma. 

Tombnktu, s. Timbuktu. 

TomiSTar (EsM-Furgana), St. (Hafen 
an der Küste von Bulgarien), Tomi 
{Tofioi). —i Tomis, -idis {TofjLlq), 
Einw.: Tomitae {To/iZrai), 
Adj.: TomitO/nus, -a, -um, 

Tondem, St. (Kreisst., Prov. Schleswig- 



M9 



Tongrem 



Tone-di-Patemo 



.650 



Holstein, an der sohifiTbaren "Wiedau, 
13 km von der Küste pEoyer]; eihe- 
mal. Dominikanerkloster. T. lag früher 
an der Nordsee und war ein wich- 
tiger Handelsort), Tondera. — 
Tundera. — Tondria, — Tondarittm. 

Tongern (frz. Tongres), St. (in der 
belg. Prov. Limburg, mit Mineral- 
quellen), Aduatica Tongrorum. 

— Aduatüca Tu/ngrorum. — Äduor 
tüca. — Ttmgri. 

Tonna, Amtsgericht (an der Tonna, 
beim Mktfl. Gräfentonna, im Land- 
ratsamt Gotha), Tonna Comitum. 

Toim^re, St. (im frz. Dep. Tonne, am 
Arman90n), Ternodürum. — Ter- 
noderwn. — Tomodürum. — Temo- 
dorense Castrum, 

Topogrlia, Lagro dl — , See (in der 

griech. Nomarohie Böotien), Copä'is, 
-tdis {KcDTtatgy — Cephissis (Krj- 
(piaalq). — Haliartius (ji}.LaQrlg 
Aifivrf). — Onchesti Paliis. {^H iv 

Torbia, St. (in Itahen), Trophaea 
Augusti. — Tif/rbia Villa Martis. 

Tordera, St. (in Spanien), Lamum, 

Tordesillas, St. (in Spanien), Türris 
Sullae {Syllae). — Twnris Sillas. 

— Tv/rris Sullana (Syllana), 

Tordino, M. (in Italien), Matrlnus. 

— Macnnus. — VibaUnus, 

Torenburger Gespannsehaft (in Sie- 
benbürgen), T[h]ordensi8 Comitatus. 

Torg'au, St. (Kreisst., KB. Merseburg, 
Prov. Sachsen, starke Festung, L an 
der Elbe, mit 2 Brücken), Argelia. 

— Torgavia. ^ 
Adj.: Torgaviensis, -e. 

Tomer Gespannsehaft (das kleinste 
Komitat in Oberungam, hat zum 
Hauptort den Mktfl. Tornä), Tornen- 
sis Comitatus, 

Toro, St. (in der span. Prov, Zamora, 



: am Duero, berühmt wegen des hiisr 
1505 beendigten spm- Gesetzbuches: 
Leyes de Toro), Sarahris, — Tau- 
rucs. — QctodMTtAS. — Campus 
Gotorwm, 

Torqnemada, Mktfl. (in der span. 
Pi-oyinz Palenda in Altkastilien), 
Porta Augusta. — Turris Cre- 
mata, — Au^asta Nova. 

Torre-Brodogrnato, s. Terra Nuova 3. 

Torre-d'Agrnazzo, St. (griech. Ur- 
sprungs in Apulien), Gnatßjia. — 
JSgnatia. 

Torre-del-Jimeno , St. (in Spanien), 

Tosihia, 
Torre-del-Greco, St. (am GoK von 

Neapel, unterhalb des Yesuvs), Her- 

culan^um. — Hercüla/nium. — 

HerculoMense Oppidum. 

Torre-delle-Saline, St. (in der Prov. 
Neapel), Salapia, — SaUnae. 

Torre-di-Camarlna (oder -Camorana), 

St. (an der Mündung des Camerino 

auf Sicilien), Camanna (KafiaQiva). 

Einw. : Camarinaei {KafxaQivaloi), 

Torre-di-Finmeniea, St. (in Itahen), 

Paiemum, 
Torre-di-Mare, St. (im Osten von 

Unteritahen), Me tapontum {Mera- 

Ttovriov), — Metapy^. 

Torre-di-Nocera, St. (in der Prov. 
Neapel), Temesa {Tsfieaa). — Te- 
m^e {Tefdari). — Tempsa {Te^rpu). 
Einw.: TemesUm (Tefzeaatoi). 
Adj.: Temesa^u^, -a, -um (Tsfis- 
aaloq). 
Torre-di-Orestano, St. (auf der West- 
küste von Sardinien), Osaea{^Oaaia), 

Torre-di-Paterno, St. (in Mittehtahen, 
imweit der Meeresküste, zwischen 
Ostia und Lavigna, nach andern 
Cassale-di-Capocotta), Laurentum. 
— Latirens Castnim. 
Einw.: Lam-entes, -iwm, 
Adj,: Lcmrentius, -a, -wni. 



651 



T^m-di-Patiia 



Totes Meer 



652 



Torre-di-Patria, St (in Eampanien, 
nöidl. von der Mündung des Fl. 
Patria), Linternum, — Idtemum. 
Adj.: Linternus, -a, -f*w. 
Lintemlwus, -a, ^m. 

<rorre-di-Polluee, Ruinen (bei Castel- 
vetrano auf einem Hügel des süd- 
westUchen Sicüiens), Sdinus, -imtis 

Torre-di-Senna, St. (am Fi. Sinno in 
Unteritalien), SiriSj -is (ZT^ig). 
Einw.: Sinni (JSlqZvol), 

Torre-di-Tado, St. (Hafen, zu der 
uralten St Yolterra in Etrurien ge- 
hörig), Vada Volaterrcma. 

Toire-Foieadizza, St. (auf Sai-dinien), 
Nl>ra, -orwm, — Nora, -ae. — 
Nura, -ae, 
Einw.: Norenses. 

Torre-Segrnra, MktfL. (in der Mark 
Ancona), Castellum Truentl- 
üum. — Castrum Tn^ntmum. — 
Truentum. 

Torres-Tedras, St (in der portugies. 
Prov. Estremadura, am Sigandro, 
mit Schlofs, von wo sich die sogen. 
Linien vonT.-V., eine Reihe fester l 
Punkte, erstrecken), Arandis. ' 

T[h]orshälla, St. (in Södermannlands- : 
Län in der schwed. Prov. Swealand), | 
TorsiUa. 

Tortäna, St. (Bischofssitz und Bezirks- 
hauptst in der ital. Prov. Alessandria 
in Piemont, an der Sciivia), D er- 
tön a. — Cölonia luUa Äugusta 

. Dertona. — Dertho, — TorWna, 
Adj.: DertonensiSj -e. 

Tortosa, St. 1. (Hafenst und Festung 
in der span. Prov. Tarragona in Kata- 
lonien, Bischofssitz am Ebro), Der- 
tüsa. — Cölonia lulia Augusta 
Dertüsa. 

S* (im türk. PaschaHk Tarablüs 
in Syrien, an der Nordgrenze von 



Phönisden, der Insel Arwad gegen- 
über), Antarädus (kvzdQccdog). 

Tosa (Toce), Fl. (in Oberitalien, entspr. 
an den Grenzen der Schweizerkantone 
Wallis und Tessin, bildet die grofe- 
artigen TosafaUe, durchfliefet das Val 
d'Ossola und mündet nach 67 km in 
den Lago Maggiore), Athiso, -cnis. 

Toseana, Landschaft; (in Mitteütali^, 
bis 1S59 selbständ. Grofsherzogtam; 
V« des Areals [zwischen Serchio und 
Arno] fruchtbar, Va gel>irgig, V« die 
Maremma längs der Küste ^ zerMlt 
jetzt in die 7 Provinzen: Florenz, 
Lucca, Pisa, Siena, Arezzo, Grosseto, 
Idvomo), Etruriae Magnus Du- 
catus. — Etruria, — Ttiscia. 
Einw.: Etrusci. — Tyrrheni. — 

Tusci. 
Adj.: EtruscuSy -a, -um. 
Tyrrhemis, -a, -um, 
Tuscus, -a, -um. 
Tuscanus, -a, -um. 
TuscanicuSj -a, -um. 

Toseanella, St (bei Viterbo, ital. Prov. 
Rom, an der Marta), Ascania. — 
Salumbrona. — Tuscanella. -— Tus- 
cania. — Tuscia. 

Tosia, St. (in Anatolien), Docea. 

Toskanisches Meer, s. Tyrrhenisches 
Meer. 

Tossena, Mktfl. (im schweizer Kanton 
Graubtinden), Tusis. 

Totes Meer, Landsee (in der Bibel 
das Salzmeer oder das Meer gegen 
Morgen, ein mit bitterem, stinkendem, 
salz- und asphaltreichem "Wasser er- 
fülltes, das organische Leben tötendes, 
90 km langes und 22 km breites Ge- 
wässer im SO. Palästinas, in welches 
der Jordan mündet: entstanden durch 
einen vulkanischen Ausbruch, welcher 
die Städte Sodom und Gomorrha ver- 
schlang), Mare Mortuum. — 



658 



Tovieqves 



Tower 



651 



AsphalMeB Lacm {ka(paXzZtig' 

Toueqaes, M. (schiffbarer, in der !Nor- 
mandie, entspr. im frz. Dep. Ome 

• und fällt nach 66 km im Dep. Cal- 
vados unweit der Stadt T. in den 
Kanal), Tölca, 

Toukira, s. Tochira. 

Tool, St. (und Festung im frz. Dep. 

Meurthe, Bischofssitz an der Mosel), 

bis 1552 deutsche Eeichsstadt), 

Tullum Leucorum. — Tt(Mit4m. 

Adj.: TuUensis, -e, 

T011I0119 St. (starkbefestigter Kriegs- 
hafen, einer der geräumigsten in 
Europa, an einer Bucht des Mittel- 
meers, im frz. Dep. Var), Telo 
Martius. — Telonis Portus. — 
Fixrtus Tdoniensis, — Telonium, — 
Tullönum. 

Tonlon-sur-Arroax, Mktfl. (in Frank- 
reich), Telumnum. — Telotmum. 
— Tolonum, — Telomtm. — Ttdlus, 

Toulouse, Si (ehemal. Hptst. der Prov. 
Languedoc, jetzt das Dep. Haute- 
Garonne, Erzbischofssitz an der Ga- 
ronne), Tolüsa. — Tolosaiium. — 
IbloscUium Urbs. — Tolosatium 
Civitas. — Idlosensis Urbs. — 
Tolüaa Tectosägum. — Tholüsa. 
Einw.: Tolosütes, -ium oder 

-um. — TolosUm. 
Adj.: Tolosanus, -a, -um. 
Tolosensis, -e. 

Toungr-Hai-Gen, Meer (Teil des Chine- 
sischen Meeres in Asien), Mare 
Orientale. 

Touraine, Landschaft (alte in Frank- 
reich, umfafst ziemlich das Gebiet 
des jetzigen Dep. Indre-Loire, hatte 
früher eigene Grafen und wurde 
wegen ihrer Fruchtbarkeit der Garten 
Frankreichs genannt; Hptst. war 
Tours), Ti4/rone8. 

Tour-de-Peiel, La — , St. (im 



schweizer Kanton Bern), Twris 
Pelicma, 

Tour^de-Boussillon, Mktfl. (im frz. 
Dep. Roussillcm) , Bus ein 0. — 
Bosdlicma, 

Tour-dHhrdre, La --, MktfL. (in Frank- 
reich), Faruni. 

Tour-du-Pin, La — , St, (im frz. Dep. 
Isere), Jkirris Pinus. 

Tourkal, St. (im kappadokischen Pon- 
tus in Anatolien), SebastopoUs 
(SeßccaTOTtokig), 

TourlaTille, Mktfl. (im frz. Dep. 
Manche), ToriaHum. 

Toumay, 3. Domik. 

Toumehem, Mktfl. (im frz. Dep. Pas- 
de-Calais), Tomehecenses, 

Tournon, St. (im frz. Dep. Ardeche, 
am Ehone), Taurodunum, — 
Tarnomagensis Vicus. 

Toumus, Si (im frz. Dep. Saona-et- 
Loire), Tinurtium Castrum. — 
Tomutium, 

Tours, St. (Hptst. des frz. Dep. Indre- 
Loire, Erzbischofssitz an der Loire), 
Caesarodünum. — 2'urÖni. — 
Turonica Urbs. — Turonicum, 
Acy.: Turonicus, -a, -ww. 
Turonensis, -e. 

Tousy, Mktfl. (im frz. Dep. Meurthe), 
Dusiaca. 

ToTarra, s. Tobarra. 

Tower, Citadelle (1078 unter Wilhelm 
dem Eroberer angelegt, an der Ost- 
seite der City von London, am 
Themseufer, in der Nähe der London- 
brücke; ursprüngl. den Königen von 
England zum Wohnort dienend, ward 
der T. später Staatsgefangnis für 
hohe Persönlichkeiten, von dem aus 
manche derselben unmittelbar das 
Blutgerüst bestiegen), Turris Lon- 
dinemis. 



655 



Towy 



TraTe 



656 



Towy, FL (in England), Tohius. — 
Tufnus, — Toebius. 

Toza, Vorgebirge (in Spanien), Bro- 
mtmiwrium TjwMmwm. 

Traebenbergr« !• St. (Er. Militsch, 
HB. Breslau, Prov. Schlegien, am 
EinflttTs des Trebnitzer Wassers in 
die Bartsch; im Schloijs ward am 
12. Yn. 1813 Knesebecks Knegsplaa 
für den Feldzng von 1813 von den 
verbündeten Monarchen nnterzeioh- 
net), Dracomontium. — Trachen- 
berga. 

2. Fürstentum (des Fürsien von 
Hatzfeld), Prtncipatus Draco- 
montanus. — Prindpatus Trachen- 
hergensis, 

Trafalf ar, s. £ap TraMgar. 

Traironara, s. Dragonara. 

Traina, !• St. (bei Maciara in der 

ital. Prov. Catania auf Sicilien), 

Zmachara {^fiaxcc^cc). — Hemi- 

chara (fH/iixaQa). 

Einw.: Imacharenses. — Ima- 

carenses. 
Adj.: Imackarensis, -e, 

3. Fl. (ebds.), OyamosnrtLS {Kva- 
(loaoDQoq). 

Trajanopoli (Orikhora), St. (von Trsyan 
in Thrazien angelegt, im heut. Ku- 
melien, an der Maritza), Traianopolis 
{TQaCavonoXiq). 

Tri^etto, St. (in der Prov. Neapel), 
Minturnae. — Traiectum. 
Einw.: Mintv/rnenses, 

Traismauer, s. Treismauer. 

Tramonti, St. (in Italien), Tramon- 
tum. 

Trani, St. (in der ital. Prov. Bari, 
Bischofssitz am Adriatischen Meer, 
mit festem Schlofe), Tranum, — 
TuTiSnnm. 

Trapäni, 1. St. (befest. Hptst. und 
Hafenst. der gleichnam. ital. Prov. 



auf der Westküste von Sicilien), Dre- 
päna, 'Orum (dginavct). — Dre- 
pänum {dQsnävov). 

Einw.: DrepanUOm, 

Adj.: Drepanitünus, -a, -ttm» 
Drepanensis, e, 

2» Vorgebirge, s. Kap Bianco. 

Trapani-del- Monte, s. Monte -del- 
Trapano. 

Trapezunt, s. Trebisonde. 

Tragen, Fl. (in Ostreich), Trigisamus. 

Trasimeniseher See, s. Perugia, Lago 
di -. 

Tras-os-Montes, s. Traz-os-Montes. 

Trau, St. (Hafen im dalmat. Kreis 
Spalatro in Istrien, auf der gleich- 
namigen, durch den Kanal von T. 
vom Kontinent geschiedenen Insel), 
Tragurium. 

Traun, Fl. (oberöstr. Nbfl. der Donau, 
entspr. am Fufö der Steirischen Alpen 
in Steiermark, bildet, oberhalb Hall- 
stadt in das Erzherzogtum getreten, 
alsdann den Hallstädter und den 
Gmundener oder Traunsee, wird bei 
Hallstadt schiffbar und mündet nach 
190 km bei Zizelau. Danach benannt 
der südöstl. Abschnitt des Erzhzgts. 
Oberöstreich : Traunkreis oder Traun- 
viertel), Traunus, — Trtma. 

Traunsee (oder Gmundener See), See 
(3 Stunden lang, in Oberöstreich, mit 
Schlofs Ort, welches durch eine Brücke 
mit dem Festland verbunden ist), 
Locus Gemumdanus, 

Trautenau (Trutnov), St. (im böhm. 
Kreis Gitschin, an der Aupe), Trur 
tina. 

Travaneore, Staat (brit. Vasallenstaat 
an der Südwestspitze Vorderindiens; 
Haupt- und Eesidenzstadt des Ead- 
scha: Trivanderam) , Cottonartca 
{Korrova^xij). 

TraTe, Fl. (entspr. 5 km westl. von 



657 



TraTemttnde 



Tremiti 



658 



Gleschendorf im« oldenb. Fürstent. 
Lübeck, fliefst durch Schleswig-Hol- 
stein, durch das Gebiet der Freien 
Stadt Lübeck und mündet bei Trave- 
münde in die Ostsee. Unterhalb 
Lübeck erweitert sich die Trave 
seenartig und bildet die Pötenitzer 
Wiek mit einer Seitenbucht [Dassower 
See] im SO. Nbfl. : 1. Schwertau, 
r. Beste, Stecknitz [Stecknitzkanal 
zur Elbe]^ Wakenitz und Stepenitz. 
Länge: 112km), Chat usus. — 
Trava. 

Trayemttnde« St. (zu Lübeck gehörig, 
16 km von L. am Ausflufs der Trave 
in die Ostsee; Aufsenhafen für L.), 
Dragamuntlna. . — TravemtMida. 

Trayenthal, Ortschaft (Kr. Segeberg, 
Prov. Schles^vig - Holstein , an der 
Trave), Treva. 

Traz-o's-Montes, Provinz (des nördl.' 
Portugal, umfafst die beiden Yer- 
waltungsdistrikte Bragan9a und Villa 
Real), Provincia Transmontana. 

TrebMa, M. (Nbfl. des Po, entst. 
nordöstl. von Genua im Apennin und 
mündet nach 90 km bei Piacenza), 
Trehia. — Trebias, -ae. 

Trebel, M. (r. Nbfl. der Peene in 
Pommern und Mecklenburg, entsteht 
aus der Kleinen und Grofsen T., 
bei hohem Wasserstand 28 km weit 
schiffbar, mündet bei Demmin), 
TrebelUa. 

TrebiDJe, St. (im türk. Ejalet Bosna, 
am gleichnam. Flufs, in der Herzego- 
wina; Sitz eines kath. Bischofs), ! 
Trebunium. — Tribuntum, — i 
Tribunia. — Tribulium. 

Trebisonde (in der Lingua Franca, . 
türk. Tarabosan , deutsch Trapezunt), | 
St. (Haupt- und Hafenstadt des gleich- 
namigen türk. !E|jalet8 in JKleinasien, ; 
am Schwarzen Meer, Hauptstapel- ■ 



platz zwischen Europa imd Arme- 
nien, Persien und ganz Mittelasien), 
Trapezus, -wnUs (TQanet^ovq)» 
Einw.: TrapezwnJtii {TQanet^ovv- 

TlOl). 

Trebnitz, St. (Kreisst, BB. Breslau, 
Prov. Schlesien, am Trebnitzer "Wasser 
und am Fufs des Trebnitzer Land- 
rückens, mit ehem. reichem, 1203 
gegründetem, 1810 aufgehobenem Ci- 
stercienserkloster), Trebnitium, 

Trebur (ehem. Tribur), Mktfl. (zwischen 
Mainz und Oppenheim, Kreis Grofs- 
Gerau, hess. Prov. Starkenburg, am 
Schwarzbach, früher am Ehein; um 
das Jahr 1000 ein wichtiger Ort, in 
dem mehrere Reichsversammlungen 
abgehalten wurden; die ehem. kaiserl, 
Pfalz ist spurlos verschwunden), 
Triburia. — Triburium. — Tri" 
buris Villa. 

Tredagrh, s. Drogheda. 

Treffart, St. (Kr. Mühlhausen, RB. 
Erfurt, Prov. Sachsen, in einem 
schönen Thal an der "Werra; hoch 
oben Schlofsruine Normannstein), 
Trefurtum. — Trefordia. 

Treguier, St. (Hafen im franz. Dep. 
C6tes-du-Nord, an der Mündung des 
T. in den Kanal), Trecora. — Tre- 
corium. 

Treismaaer (Traismaur), Mktfl. (in 
Ostreich unter der Enns), Trigisa- 
mum. — Treisma, 

Trelo-Touno (oder Dely-Dagh), Berg 
(schon im Altei'tum durch seine 
Bienenkräuter und durch trefflichen 
Marmor berühmt, in Attika, südöstl. 
von Athen. Der hier gewonnene 
Honig behauptet seinen Ruhm bis in 
die Gegenwart), Hymettus ^Yfit^r- 
zog). 

Tremiti, Liselgruppe (3 Inseln an der 
Küste der ital. Prov. Foggia), Insidae 



659 



TreraoilUe 



Triest 



660 



Diamedeae (AI diOfAviSeioi , sc. 
N^aoi), und zwar 

!• DiomedBa {Jiofi^Seia). 

S. Teutria. 

3« Trimerus (oder Tremettis). 

Tremonille, St. (in Frankreich), Tre- 
molia. — Trimolia. 

Trenezin (Trentschin) , St. (vgl. d. 
nächste W.), Singöne. 

Trentsehiner [Trencziner] Crespann- 
sehaft (ungar. Trencseny), Eomitat 
(in Ungarn, von Zweigen der Kar- 
paten durchzogen und von der Waag 
bewässert; Hptst T., an der Waag, 
berühmt wegen der Trentsehiner 
Bäder, die 2 St. östl. beim Dorf 
Teplicz liegen), Coniitixtus Trentschi- 
niensis. 

Treport, Le — , St. (Hafen in Frank- 
reich), ülteriar Portus. 

TreuenbrieiEeii, St. (Kr. Zauch-Belzig, 
R.B. Potsdam, Prov. Brandenburg, 
an der Stieglitz imd am Fuls des 
Fläming), Brieza Fida. 

TreTi, 1« St. (in der ital. Prov. Spo- 
leto, an der StraCse von Spoleto, nach 
Foligno; in der Nähe das grofsartige 
Kloster der Olivetaner), Trebia. — 
Treba. — Ättgusta Treba. 

Einw.: Trebiani. 

d. Mktfl. (bei Rom), Trebiae. — 
Treviae. 

Einw.: Trebiätes, 

Tretieo (Yico-della-Baronia), St. (in 
der Prov. Neapel), Trivtcum. 

Trevigrno, s. EoAdgno. 

TreTiser Hark (in Italien), Marcliia 
Tarvisina, 

Treviso (Trevigi), St. (Hptst. der gleich- 
namigen oberital. Prov., Bischofssitz), 
Tarvesium. — Tarvisium. — Tar- 
Visus. 
Adj.: Tarvisiänus, -a, -um» 
Tarvisänus, -a, -mw. 
Tarvislnus^ -a, -um. 



IMtoiix, St (in Frankreich), Tri- 
vium, — Trivardium. — Trivul- 
Hum. — Trevoltium. 

TriaiUtza, s. Sophia. 

Triboli, s. Tripoh. 

Tribsees, St. (Kr. Grimmen, EB. Stral- 
• sund, Prov. Pommern, an der schiff- 
baren Trebel), Tributum (Jaesaris. 

Tribur, s. Trebur. 

Tricala, St. (in Rumelien), Tricca 
{TqIxxo), — Tricale. 

Trieio, St. (in Spanien), Tri dum 
Metallum. — Tritium Metallum. 

Tridenty 8. Trient. 

Triebiseh, Fl. (1. Nbfl. der Elbe im 
Kgr. Sachsen, entspr. im Tharandter 
Wald und mündet bei Meifsen), Tri- 
bisa. 

Trient (ital. Trento), St. (Hptst. des 
trienter Kreises oder Welschtirols, 
die gröfste Stadt in Tirol, Fürst- 
bischofssitz an derEtsch), Triden- 
tum. — Oivitas Tridenttna. — Ca- 
steUum Tridentmum. 
Einw.: Tridentmi. 

Trier (frz. Treves), St. (Stadtkr. und 
RB., Rheinprovinz, r. an der Mosel, 
auf der Gren?e des Schiefergebirges 
[südöstl.] und jüngerer Gebirgs- 
formationen [nordwestl.] ; aus röm. 
Zeit die Porta Nigra, die römischen 
Bäder, das Amphitheater, die Kaserne 
St. - Maximin auf den Ruinen eines 
römischen Prachtbaus) , Augusta 
Trevirorum. — Augusta in Tre- 
veris. — Cölonia Augusta Treve- 
rorum. — Cölonia Treverorum. — 
Treveri. — Treverica. — Treverorum 
Ürbs. 
Adj.: Trevericus, -a, -um. 
Treverensis, -e. 

Triest (ital. Trieste), St. (wichtigste 
Seehandelsstadt der östr. Monarchie 
imd Freihafen^ am Triester Busen 



661 



Trieux 



Trontello 



662 



des Adriatischen Meeres), Tergeate, 
48, — Tergestwm, 

Einw.: Tergesi^bni. 

Adj.: T€rgest%nu8, -a. -wm. 

Trieux, Mktfl. (in Frankreich), Tettis. 

Trigmo, M. (im Keapolitanisohen), Tri- 
nitis. 

XrikhardO) Ruinen (in Mittelgriechen- 
land an der Mündung des Aspropo- 
tamo) , Oeniädae (Olviaöai). — 
Ery siehe {^EQvolxrj)- — Dragameste, 
Einw.: OeniädoLe, 

Trim^ St. (Hptst. der Irland. Grafschaft 
East-Meath, am Boyne), Truma. 

Trimmis, Dorf (in der Schweiz), Tri- 
montium, 

Trimonille, s. Tremouille. 

Trineomali (Trinconomali), St. (befest, 
brit. Hafen- und Hauptstadt des Ost- 
distrikts des Insel Ceylon), Spatcma 

Trino, St. (in Italien), Tridinum. — 
Trinum. 

Tripoli, 1. St. (Eesidenz des Bei und 
Hafen, türk. Tarabülüs oder Tarablus, 
auch Lebedah gen., Hptst des gleich- 
nam. Ej^^^ Tarablusi - Gharb der 
Türkei in Nordafrika, zwischen dem 
Mittelmeer, Tunis, Barka, Fezzan und 
der Sahara), Civitas Oeensis. — 
Oea. 

2. — Vecchio, Mktfl. (in Tripoü), 
Sabrata (Saß^dta). 
Einw. : Scibratenses. 

3« St. (oder Tarablus, Hptst. einer 
liwa im türk. PaschaUk Saida in 
Syrien, Hafen am Mittelmeer), Tri- 
polis (TQiTtoXig). 

Tripolizza, St. (Hptst. der griech. 
Nomarchie Arkadien, Erzbischofssitz, 
seit 1718 Hptst. von ganz Morea), 
Tripolis (TQlnokig), 



Tristena, Mktfl/ (in Argolis), Ne- 
in (ia (Nsfiia). — Nemik (Nsfiirj), 
Ac|j.: Nemeaeus, -a, -AJim (Nefie- 
aiog). 

Triti, Mktfl. (auf Morea), Ti'iHa 
{TqIxeio), — Triim. — Tritaea 
(Tgirccla). 
Einw.: Tritienses (T^iraisTg). 

Trirento, St. (in der Prov. Neapel), 
Treventum, — Triventum. — 
TViventium. 

Trobis (oder Gm), M. (in Schottland), 
' Trovius. 

Troja, 1. St. (in der Prov. Neapel), 
Aecae. — Aecana Civitas, — Eca- 
num. — AeqmUanum. 

Einw.: Aecani, 

2. Ortschaft (in der türk. liwa 
Kaleh - Sultanieh im Nordwesten 
Kleinasiens), Ilium Novum. — 
llium Cl^iov). • 

Einw.: Uienses. 

Trojanerbergr (der westl. Teil des 
Kahlenbergs oder TVienerwalds in 
Unteröstreich), Mons Cetius. 

Trois- Maries, Les — , Dorf (im frz 
Dep. Ehonemündungen) , Delphicum 
Templum. 

Troki, X» St. (Hptst. der gleichnam. 
russ. Woiwodschaft im Gouv. Wilna, 
einst Eesidenz des Grofsfürsten von 
Litauen), Trocum. — Troca, — 
JVoccum. 

S. Woiwodschaft (s. 1), PcUatina- 
tus Trocensis. 

Trompette, Schlofs (bei Bordeaux in 
Frankreich), Arx Bucinae et Trom- 
petae. 

Trond, Saint- — , s. Saint-Trond. 

Trondbjem, s. Drontheim. 

Tronte, Fl. (in der ital. Prov. Ravenna), 
luvantius. 

Trontello, Mktfl. (auf Sicilien), Tro- 
tUum. 



663 



Tronto 



Tsehnmiu-Dasrh 



664 



Tronto« £1. (in der ital. Prov. Neapel^ 
bildet die Gr^izen zwischen den 
Marken und Abrozzen und mündet 
nach 95 km ins Adnatische Meer), 
Ttuentus, — Truentmus FluvitiS. 

Tropea, St (in der ital. Prov. Nicastro 
[Oalabiia nlteriore H], Bischofssitz 
und Schlols am Tyrrhenischen Meer), 
Tropaea (TQonaia). — EJercuiis 
Fortus. 

Tropez, Saint- — , 1. s. Saint-Tropez. 
S. Golf von —, s. Grimaud 1. 

Troppan, St (Hptst des ö$tr. Xron- 
landes * Schlesien , an der Oppa), 
Opavia. — Oppavia, — Troppavia, 

Troyes, St. (Hptst. des frz. Dep. Aube 
nnd vormals der Champagne, an der 
Seine, Bischofssitz), Augustoböna, 
— Trecae. — Tricasses, — Tre- 
casses. — Tricassae. — Oivitas Tri- 
cassium. 
Einw.: Tricasslni. 

Trojillo, St. 1. (in der span. Prov. 
Caceres, an der Magasca), Turris 
lulii. — Turris lulia, — Castra 
lulia. 

2* (Hptst. der gleichnam. süd- 
amerikan. Prov. in Venezuela), Cor 
stra lulia Venezuelae. 

3« (Hptst. des Dep. libertad in 
Peru), Castra lulia Peruviana, 

4. (Hafen an der Nordküste von 
Honduras, Dep. Yoro), Castra lulia 
Hondu/rensia. 

Trygrsrowalde, Schlofs (in Dänemark), 
2'uta Vallis. 

Tschaetone^eh, Kutsehuek — (Bujuk), 
St. (in Kumelien), Melantias {Mskav- 

Tidg). 

Tsehanader Gespannsehaft, Komitat 
(in Ungarn), Comitatus CsoModiensis. 

Tsehanderli, Mktfl. (mit Hafen in 
Anatolien), Pitane (JliTavri). 

Tsehatyr-Dagrb, Berg (der höchste der 
Krim), Berl>sus Mons, 



Tsehaaeh-Agrliysf, Vorgebirge (in Bi- 
tbynien), Posidium {IIooslSiov), 
— Potistea ijloxlaxeia). 

Tsehehil-Minar, s. Tschil-Minar. 

Tsehengje, s. Balkan. 

Tsehepini, St. (am FuJJs der Bergspitze 
Kaz-Dagh in Troas), Gar gar a, 
-orum {rccQyaQo). — Gargarus 
{TaQyaQoq), 

Tseherdagrh (Argentaro) , Bergkette 
(auch Nissava-Gora und Scharta 
genannt, in Rumelien), Scard/us 

{SXOLQÖOV xo ^ÖQoq). 

Tseherdyn, St (Kreisst. im russisch. 
Gouv. Perm, an der Kolwa), Czer- 
d/inum. 

Tseherkessen, s. Cirkassier. 

Tsehememble, St. (in ülyrien), Ter- 
pönus {TiQ7io)voq\ • 

Tsehersehembi, Vorgebirge (und Hs^en- 
platz im Südosten des Schwarzen 
Meeres), Hera^Uum CHQccxkeiov), 

Tsehesehme (Tschischme) , Mktfl. (in 
Belsarabien, 1856 von EuMand an 
die Pforte abgetreten), Zeugma 
{Zsvyfia). 

Tsehesme (oder Latzäta), St (Hafen 
an der ionischen Küste yon Anato- 
lien), Cyssus, -uMis {Kvaaovg). 

Tsebil-Minar, Euinen („Tausend Säu- 
len", Überreste der einst glänzenden, 
von Alexander d. Gr. zerstörten Hptst. 
des altpersischen Reiches), Perse- 
polis {nsQasTioXig). — Persaepolis. 

Tsehongrrader Gespannsehaft ^ s. 

Zschongrader Gespannschaft. 

Tsehomeh (Tschorok oder Dsohorah), 
Fl. (in Kolchis), Isis, -is und 4dis 
{Aijaxwv Jloxafioq)* 

Tsehouroam, St (im türk. Ejalet 
Siwas in Anatolien), 'Tavium. 

Tsehnmbal, s. Sambul. 

Tsehnmns - Bagh (und Kudg-Dagh), 



665 



Tsili 



Turin 



666 



Gebirgszug (in Eleinasien, teilt My- 
sien in 2 Teile), TemniM {T^ßvov 

Tsill (Ellos oder Helles), MktfL (mit 
Hafen im Süden von Morea), Helo$ 
CEkog). 

Tudela, St (Bischofssitz in der span. 
Prov. Pamplona, am Ebro), Tullo- 
nium. — TuUmium, — TvMa, 

Tflbingen, St. (Oberamt, württemb. 
Schwarzwaldkreis , auf einem Berg- 
rücken zwischen Neckar- und Ammer- 
thal, 1. am Neckar, der daselbst r. 
die Steinach empfängt, und [nördl.] 
an der Ammer), Tubinga. 
Adj.: Tubingensis, 

Tfirkei (Osmanisches Beich), Kaiser- 
reich (das gesamte, unter dem Sultan 
in Konstantinopel stehende Länder- 
gebiet, das sich über Teile von 
Europa, Asien und Afrika erstreckt; 
den wichtigsten Bestandteil bildet 
die europäische T., den Hauptteil der 
Balkanhalbinsel umfassend), Turcia. 
— TurccMTum Imperium. 
Einw.: Turcae. 
Twrci. 
Osmxmni. 
Adj.: Twrdcus, -a, -^wm. 

Tflrkheim, 1. in Bayern, Mktfl. (EB. 
Schwaben, Bezirksa. Mindelheim, un- 
weit der "Wertach; in der Umgegend 
römische Altertümer) , Caelius 
Mons. — Caelius. — Coelius. — 
Turichsmum. 

2* im Elsafs, St. (ehem. Reichs- 
stadt, Msafs-Lothringen, Bezirk Ober- 
elsafs^ Kr. Kolmar, Kant. Winzenheim, 
an der Fecht, aus der hier der Logel- 
bach nach Kolmar führt), Turiche- 
mum Älsaticum. 

Tuerto, Fl. (im Norden von Spanien), 
Astur a. — Asturica. 

Taggen, Pfarrdorf (in der Ächwz), 
Tucconia. 



Tnleze, s. Tultscha. 

Tolle, St. (Hptst. des frz. Dep. Cor- 
reze, an der Mündung der Solane in 
die Coreze, Bischofssitz), Tutsi a. 
— TotoUa. 

Tnlley - anx - GroBseilles, Mktü. (in 
Belgien), Tusciäcum. — Timä- 
cum. 

Tuln (TuUn) , St. (im östr. Kr. Obdem- 
Wienerwald, Bezirksamtssitz; dabei 
die 37 km lange fruchtbare Ebene 
Tulnerfeld), Castra CatuUna. — 
TuMna. 

Tamboktn, s. Timbuktu. 

Tanis, 1. Tunesien, Vasallenstaat 
(türk. in Nordafrika, am Mittelmeer, 
der kleinste, aber fruchtbarste der 
ehemal. , JUubstaaten^^ , seit 1575 
unter türk. Oberhoheit, jedoch von 
einem erblichen Bey regiert), Beg- 
num Tunetanum. 

Tunis und Tripolis, Africa 

Fropria. — Africa Vera. — 
Africa CartJuiginiensis. — Africa 
Minor. 

fdm St. (Hptst. von 1, im Hinter- 
grund des GoKs von T., mit dem 
Hafen Goletta; Haupthandelsplatz, 
bes. für den Seeverkehr. Unfern die 
Ruinen Karthagos), Tunes, -etis. — 
T(ms Civitas. — Tu/nesium. 
Adj.: Tunetanus, -a, um. 

Tunsa (Tuncza), FL (Nbfl. der Maritza 
in EumeUen, mit dem gleichnam. 
Ort daran), Tonzus {Tovaoq). — 
Tmus (Tüwoq). 

Turehina, St. (in Toscana), Tarquinii. 

Tnreomanien, s. Turkomanien. 

Turenne, Mktfl. (in Frankreich), 2'u- 
rBna. — Twrinna. 

Turin (ital. Torino), St. (Hptst. der 
gleichnam. oberital. Prov., bis 1861 
Haupt- und Residenzstadt der Sai*- 
dinischen Monarchie und bis 1865 
Italiens, an der Mündung der Bora 



667 



Tnrkomanien 



TzapaivBaairdjik 



668 



Riparia in den Po), Augusta Tau- 
rinorum, — Colonia Tawrina, — 
Tawrasia, — TaiMfinum. 

Einw.: Taurlni, — Tattrinates. 

Adj.: Taurtnus, -a, -um. 
Taurinensie, -e, 

Turkomanien nebst Iran und firiwan, 

Lander (im westL Asien), Ärmenia 
Magna, — Armenia Maior, — 
Armenia. — Turcomannia, 
Adj.: Armenius , -a, -um, 
Armenicus, -a, -tMn. 

Tarkakai, Festung (in Niedeimösien), 
Transmarisca. — Tromarisca. 

Tnriüioiit, Herzogtum (in Flandern), 
Taxandria. 

'tiirqaeTille, St (in Frankreicli), Cro- 
ciatonum. 

Torsi, St. (in Italien), Tursium. 

Tnsa, Oastel — (oder Pittineo), St 
(auf der Nordküste Siciliens), Ha- 
lesa ('AAat(Ta). — Alaesa, 

Tuscis, Mktfl. (in der Schweiz), Tus- 
cia. 

Tuskiselies Meer, s. TyiThenisches 
Meer. 

Tusla, St. (in der Ebene Eomigik in 
Bumelien an der Mündung der 
Maritza), Doriscus (JoQlaxog). 

Tuslagr (CJadun - Tusler , Tuzler oder 
Duslag), Salzsee (in Kleinasien), Tatta 

(Tätza), 

Tuttlingren, St. (Oberamt, württemb. 
Schwarzwaldkreis, am EinfluTs der 
Elta in die Donau), luliomagus, 
— Samulocenae. — DutUnga, 

Tay, St. (in Spanien), Tudae ad, 
Fines. — Tudae. — Tude. — 
Tyde. — Castellum Tyde. 

Tweed, Fl. (Grenztlufs zwischen Schott- 



land und England, mündet in die 
Nordsee), Tueda, 

Twenthe, Quartier (in den Niederlan- 
den), TubamUa. 

Twer, St (Hptst des gleichnam. Oouv. 
im europ. Eufsland, nördL von 
Moskau, Erzbischofssitz an der Wolga, 
Twerza und Tmaka), Tueria, — 
TuHa. 

A^j. : TwriefMis, -e. 

Tjbein (Duin), St (in ülyrien), Bm- 
nwm. 

Tyena, St. (in Anatolien, am FuIjs des 
Taurusgebirges) , Tyana, -orum 
{Tvava). — Tya/na, -ae. — Eusdna 
ad Taurum {Eia^ßsia rcQoq x<b 
TavQ(f). 

Einw.: Tyana^i (Tvaveig). 

Adj.: Tyanaeus, -a, -vm. 

Tymau (ungar. Nagy-Szambath), ^i, 
(kgl. Freistadt im ungar. Komitat 
Neutra; 1685— 17 74 Universität, 1784 
nach Pesth verlegt), Tymavia, 

Tyrol,. s. Tirol 2. 

Tyros, St (auf Morea [Argohs]) Thy- 
raeae (ßv^aiai). — Thyreae {8v- 
Qtai). 

Tyrrhenisches Keer (auch TusMsches 
oder Toskanisches Meer, heilst der 
von ItaHen, Sicilien, Sardinien und 
Korsika umschlossene Teü des Mittel- 
meers), Mare TyrrhEnum {Tv^- 
QtjvixTj ßdXaaaa), — Mare Tuseum. 
— Mare Inferum. — Mare Etrus- 
cum. 

Tzakonia, Nomarchie (griech., im mitt- 
leren Teil von Morea), Arcadia 
( *4^xaöia). 

Tzapar-Bazardjik, St. (in Rumelien), 
Bessapara. 



669 



Ubeda 



Ulster 



670 



u. 



Ubeda, St. (in der span. Provinz Jaen, 
mit grofsem Kastell) , Betula, — 
Baecula. 

Ubrique, St (in Spanien), Ogurris, 

üekermark, s. Ukermark. 

Ueles, Mktfl. (in Spanien), ürcesa, 

Udfne, St. (Hptst. der gleichnam. ober- 
ital. Prov., Bischofssitz), Üthtna 
ütinum. — Vedtnum. 

Oberlingen , St. (bad. Kr. Konstanz, 
am gleichnam. See, dem nordwestl. 
Zweig des Bodensees, mit dem ehem. 
Kloster Aufkirch; bis 1803 Reichs- 
stadt), Iburinga, — überlinga. 

Überling^r See (oder Bodmer See), 
See (nordwestl. Zweig des Bodensees), 
Locus Acronius. 

Üehtland, Distrikt (auch Nüchtland 
oder Helvetische "Wüste genannt, 
mittelalterlicher Name für einen 
Landstrich in der Schweiz, der den 
jetzigen Kanton Freiburg und einige 
angrenzende Strecken umfafste; davon 
heifst noch jetzt die Hptst. des Kan- 
tons Freiburg im Üehtland), Nut- 
thones. — NanttMtes, 

Ülzen, St. (^Kreisst., Landdrostei Lüne- 
burg, Prov. Hannover, an der Ilmenau; 
in der Umgegend heidnische Begräb- 
nisstätten und das ehem. Benedik- 
tinerkloster TJUesheim [Oldenstadt]), 
Ulza, — ülzena, — XJlyssw,, 

Ürdhigen, St. (Landkr. Krefeld, RB. 
Düsseldorf, Rheinprovinz, am Rhein), 
HordeUni Ca&tra. — Hordeonis 
Castra, — Ordinga. — ürdinga, 

Ufenaa (üfiiau, auch Aufhau), Insel 
(im Zürichersee, zum Kanton Schwyz 
gehörig), Augia, — Augia Imcus 
Tigurini. 



Uffingr, Dorf (bayr. RB. Oberbayem, 
Bezirksa. Weilheim, an der Ach, 
unweit des Staffölsees), üfinga. 

Ugrento, St. (in. der Prov. Neapel), 
üxentiim. 

Ugrotseher (ügocser) Gespannsehaft, 

Komitat (im ungar. Kreis Jenseit-der- 
TheiTs; Hauptort Nagy-Szöllös) , Co- 
mitatiis ügotgensis, 

UJlak, s. niok. . 

Ukermark , Landschaft (altbranden- 
burgische, der nördlichste Teil der 
Mark Br. , umfafst mit geringen 
Ausnahmen [Oderberg] die Kreise 
Prenzlau, Angermünde und Templin; 
Hptst: Prenzlau), ücra Mar cht a 
— Uckerana Marchia, 

Ukraine 9 Landstrich (in Rufsland, zu 
beiden Seiten des mittleren Dnjepr, 
umfafst den gröfsten Teil von Klein- 
rufsland), Bucovetia. 

Ulm, St. (Oberamt, wüittemb. Donau- 
kreis, Festung I. Ranges, am Einflufs 
der Blau in die hier schiffbar wer- 
dende Donau und unterhalb der Mün- 
dung der Hier, mit 2 Donaubrücken 
[1 Eisenbahnbrücke]. Die alten 
Festungswerke sind abgetragen, die 
neuen wurden 1844 — 66 aufgeführt; 
von ihnen ist auch die bayrische 
Stadt Neu-ulm [bayr. RB. Schwaben] 
eingeschlossen), Alcimoennis, — 
Ulma, — SamtUocenae. 

Ulster, Provinz (die nördlichste Ir- 
lands , zerfallt in 9 Grafschaften 
Down, Antrim, Londonderry, Donegal, 
Tyrone, Armagh, Monaghan, Cavan 
und Fermanagh; die bedoutendsten 
Städte sind Belfast und Londonderry), 
Hultonia. — Ultonia.' — Ülidia. 



671 



Ulten 



UpsaU 



672 



Ulten, Gericht (in Tirol), De UlHmis, 

Ulnbad, s. Lupat. 

Umbriatieo, Mktfl. (in der Prov. Nea- 
pel), Umbriaticum, — Brystacia 
(Bgvaraxla). 

ümbrien, s. XJrbino 2. 
Ungrarlsch-Brod, s. Brod 3. 
Ungarisches [Erz-] Gebirge (s. Kar- 
paten u. Ungarn) , Alpes Pannonicte. 

Ungarn (ungar.Magyar-Orszäg), König- 
reich(Eronland der östreich.Monarchie, 
im N. und 0. von den Karpaten mit 
dem liptauer- oder ungarischen Erz- 
gebirge, im W. von Ausläufern der 
Alpen und dem Bakonywald erfüllt, 
im Innern Tiefland, zerfallend in die 
kleine oder oberuDgansche Tiefebene, 
zu beiden Seiten der Donau bis gegen 
Waizen, und die grofse oder nieder- 
ungar. Tiefebene, östl. von jener; 
HauptfluTs die Donau mit March, 
Waag, Neutra, Grau, Eipel, Theifs 
pinks]; Leitha, Kaab, Drau [rechts]. 
Einteilung in 4 Kreise [diesseits und 
jenseits der Donau, d. u. j. der Theifs] 
und 46 Gespannschaften oder Komi- 
tate nebst 4 Distrikten; kgl. Hpi- 
imd Residenzstadt Ofen-Pesth [seit 
1351]), Hungaria. — üngaria. 

— Pafmonia. 

Einw.: Hungari. — Ewnugäri. 
— lugrt. — üngäres. — 
Ügri. — Ungri, — 
Ungäri. — üngarii. — 
AgarBni. — Pcmnonii. 
Adj.: Hfumgaricus^ -a, -wiw. 
!• Nieder-Ungam (derwesthche 
Teil des Landes), Hungaria In- 
ferior. — Hv/ngaria Cisdarmhiana. 

— Pamnonia Inferior. — zerßült in 
die beiden Kreise: 

a. drculiis Cisdanubianus. 

b. Oirculus Transda/n^ubia/nus. 

S. Ober-Ungarn (der östliche Teil 
des Landes), Hungari a 8up erior. 

— Hungaria Transdanubiana. — 



Pawnania Swperiw. — zerfällt in 
die beiden Kreise: 

a. Oircidus dstibiscanus, 

b. OircuJus Transtibiscawus, 

Ungher (ünghvarer) Gespannsehaft, 

Komitat (im nordösÜ. Ungarn, von der 
Ungh und einigen Nebenflüssen der 
Theifs bewässert; Hauptort: Unghvar, 
Sitz des griech.-unierten Domkapitels 
von Munkacs), Comitaiius ünghensis. 

Uniseh, M. (KüstenfLuls im Nordosten 
Kleinasiens), Oenius {ÖLviog). — 
Oenoe {Olvorf). 

Unter -Porta, Gericht (im 'schweizer 
Kanton Graubünden), Infra Portam. 

Unterseen, St. (im schweizer Kanton 
Bern, zwischen dem Thuner- und 
Brienzersee, an der Aar), Interläcus. 

Unterwaiden, Kanton (einer der 4 
Wald- oder Bergkantone der Schweiz, 
fast in deren Mittelpunkt, am Vier- 
waldstättersee, teilt sich in die beiden 
durch den Kernwald geschiedenen 
Hauptthäler: Ob dem Wald [Ob- 
walden, Hauptort Samen] und Nid 
dem Wald [Nidwaiden, Hauptort 
Stanz], welche beide für sich als be- 
sondere Staaten eine demokratische 
Verfassung haben), Subsilvania. 

— Silvania. — Pagm Silvaniensis. 

— Üntervaldia. 

Unterzeli, Abtei (ehem., in Bayern, 
vgl. Oberzell), Cella Dei Inferior. 

Unterzellersee, s. Bodensee. 

Upaix (Upays oder Upoix), Mktfl. (im 
frz. Dep. Hochalpen), JSpotius. — 
Epotium. 

Upsäla, St. (Hptst. des gleichnam. Län 
in der schwedischen Landschaft Up- 
land, 73 km nordwestl. von Stock- 
holm, an dem Mülschen Fyrisä, Sitz 
des schwed. Erzbischofs und einer 
1476 von Sten Sture gestifteten Uni- 
versität mit ber. Bibhothek. 4 km 
von U. liegt das Dorf Gamla- [= Alt- 



673 



Unüfliifs 



Usk 



674 



Upsala, einst Hauptsitz des Odin- 
kultus und Residenz des Oberprie- 
sters)) Upsalia. 

Uralflafs, s. Jai'k. 

Uralsrebirgre (Ural = türk. kirgis. 
„Güi-tel" , Grenzgebirge zwischen 
Asien und Europa, 1''70 km lang, 
schmal, nicht durchweg Kettengebirge, 
sondern eine vielfach durchbrochene 
Aneinanderreihung von Hochflächen, 
Bergmassen und Bergketten, zer&llt 
in den: 1. NördL oder "Weifsen TJ., 
2. den Mittleren U. [ural. Erzgeb., 
auch "Werchotur. oder Katharinenb. 
U.], 3. Südl. oder Waldigen U. 
[Orenburger UJ, südl. davon der 
sog. Kirghisenural und das Steppen- 
plateau Ustjurt), Montes Hyperbor^i. \ 

— Die südliche Kette: Norossus 
(NoQoaaov xo ^ÖQoq). \ 

Urbanifi, St. (Bischofssitz in der ital. 
Prov. Pesaro, am Metauro), ürlAnum \ 
Metaurense. ' 

Urbino, 1. St. (Hptst. des gleichnam. 
Kreises der ital. Prov. Pesaro, an 
der Strafse von Eomagna nach Tos- 
cana, Erzbischofssitz), Urbtnum. — 
ÜrMnum Hortense. 

Einw.: Urbinätes. — Ürbinätes , 
Hortenses. 

2. Herzogtum (mit einem Teil von 
Romagna und Perugia), XJmbria. 

Einw.: Umbri, 

Adj.: Umbricus, -a, -um. 

Urbisagrlia, St. (in Italien), Urbs 
Salvia. — Urbesalvia Poüentini. 

— Urbs Salviensis. — Pollentia, 
Einw. : Urbisalvienses. 

ürdingen, s. Ürdingren. 

Urgrel, s. Seo-d'-ürgel. 

Url, Kanton (einer der 4 Wald- oder 
Bergkantone der Schweiz, besteht aus 
zwei Bezirken, dem alten Lande TJ. 
und Urseren, von der BeuDa durch- 
flössen, von den Umer Alpen um- 

Saalfold, Geo^^raph. HnndbüchleiD. 



geben; Hptst. Altorf), Uronia. — 
Urania, — Urium, — Urta. — 
Pacfus Urar^iensis. 

ürk, Insel (im Zuydersee), Flevo 
Insula. 

Ur-MezV) Mktfl. (in Ungarn), Campus 
Dominorum. 

Urmift- (oder Urumijah) See (auch 
See von Tauris oder Maraghä, gi*ofser 
Salzsee, in der pers. Prov. Aser- 
beidschan; 10 km von seinem westl. 
Ufer liegt die St. Urmia oder Uru- 
mijah), Spauta (ÜTtavTa ij Aifivtj). 

— Martiana (MaQxitxv^ ^ Alfivfj). 

Urnäsch, Dorf (in der Schweiz), Ur- 
na cum. — Uronatum. 

Umerland, s. Uri. 

Ursel 9 St. (bestehend aus Ober- und 
Nieder-Ursel, an der Ursel, Kr. Ober- 
taunus, RB. Wiesbaden, Prov. Hessen- 
Nassau), Ursillae. — Urs'wrum. 

Urserenthal (Ursellerthal), Thal (und 
Bezirk im schweizer Kanton Uri, 
begreift das Thal der Reufs in einer 
Länge von 6 St.; Hauptort ist das 
Pfarrdorf Urseren oder Andermatt), 
Vallis Ursaria. 

Usalet, Gebirge (in Afrika), Usale- 
tum. — VascUiStum. 

Usbeken, Völkerschaft (türk. Volks- 
stamm in Dahistan und Turkestan), 
Daae {Jaai). — Dahae (Jdtxi). — 
Dai {Aaoi). 

Usedom, St. (Kr. Usedom-Wollin, RB. 
Stettin, Prov. Pommern, auf einer 
Landenge zwischen dem Usedomer 
See [einem Busen des Pommerschen 
HafEs] und der Peene [Halbinsel 
Usedomer Winkel westl.] ; der Land- 
tag 1128 bestimmte die Annahme 
des Christentums durch die Pom- 
mern), Usedo, 'Onis. — Usedomia. 

— Unocno^mia. 

Usk, Mktfl. (in England), Castrum 
Oscae. 

22 



675 



üskab 



Yal-Spir 



676 



Uskab (Usküb, Uskup oder Skopia), 
St (Hptst. des gleicilnam. türk. Eja- 
lets, welches das östliche Albanien 
umfafst, am Yardar, Sitz eines griech, 
Erzbischofs), Scupi {SxovTtoi). — 
Scopi (SxoTcoi). — IvtstifUana 
Prima. 

Utoxeter^ Mktfl. (in England), Uto- 
cetum. 

Utrecht, St. (Hptst. der gleichnam. 
niederländ. Provinz, am Alten Rh^n, 
Sitz eines Bistums, der sog. Klerezei, 
und einer 163ti gestifteten Universi- 
tät), Tratectum ad Rhenum. - 
Tratectum. — Traiectus Rheni. — 



Tratectum Vetus. — Tratectum In- 
ferius. — Vltraiectum. ■ — Antonia. 
Adj.: Ultraiectinus, -a, -um. 
Traiectensis, -e. 

Utrera, St. (in Spanien), VericuHum, 

ütta, Mktfl.' (auf der Ostküste Sar- 
diniens), Suscdeus Vicus (Sovaa- 

Uzen (Uggagini, Ougein), s. Oucyein. 

Uzerehe, St. (im frz. Dep. Coreze), 
User ca. — üsreca. 

Uz^9 St. (im frz. Dep. Gard, am 
Auzon, mit festem Schlofs), ücetia. 
— ücecia. — ücense Castrum, 



V. 



Tabres, St. (im frz. Dep. Aveyron), 
Vabrense Castrum. — Vabrinr 
cum. — Vabra^. 

Tacha, St.(Grhzgt. S.-Weimar-Eisenach, 
4. Verwaltungsbezirk [Dermbach], an 
der TVerra; südl. der öchsenberg), 
Oppidum Fagorum. 

Yaenr, Hafen (in Nordafrika), Cae- 
sarea Mauretaniae Caesa- 
riensis ClovXla Kaiad^sia). — 
Caesarea Colonia. 

Yaez (Watz), St. (in Ungarn), Vatzia. 
— Vaizovia. 

Yadnz, Mktfl. (Hauptort des Pürsten- 
tums Liechtenstein, unweit des 
Rheins, mit dem Felsenschlofs Hohen- 
liechtenstein), Vallis Dükis. 

Yagrnoli, Li — , Mktfl. (in Itaüen), 
Triftlnum. 

Yagry-Yasonj-, St. (in Ungarn), Vacon- 
tium. 

Yajkisdier Stuhl, Gerichtsbezirk (m 
Ungarn\ Sedes Vajke^isis. 

Yaili, St. (in Albanien), Veliacum. 



Yaison, St. (in Frankreich), Vasco 
Vocontiorum. 

Yal-d^-Ansasea, St. (bei Domo d*Os- 
I sola in Savoien), Vallis Äntuatium. 

I Yal-des-Choax. Kloster (in Frank- 
i reich), Vallis Caulium. 

Yal-di-Camonica, Thal (73 km lang, 
im nordöstl. Teil der lombard. Prov. 
Bergamo, von Zweigen der Rhäti- 
schen Alpen eingefafst und seiner 
Länge nach vom Oglio durchströmt), 
Camunorum Vallis. — Ollii 
Vallis. 

Yal-di-Gogna, Grafschaft (in Piemont), 
Vallis Coniae. 

Yal-di-Demona, Distrikt (auf Sicilien), 
Vallis Demonae. — Vaüis Nemo- 
rensis. 

Yal-di-Mazzara, s. Mazzara 2. 

Yal-Boioey, Landschaft (in Burgund 
in Frankreich), Veromaei Vallis. 
— Vallis Romana. 

Yal-Spir, Le — , Thal (in Roussillon 
in Frankreich), Vallis Aspera. 



677 



YaUSugai* 



Tannes 



678 



Yal-Sugan, Thal (in Tirol), Euyan^a 
Vallis. — Ausugii ValUs, 

Yalbaeb, St. (in Oberungarn), Vdlena. 

Valcourt, St. (in Frankreich), VaUo- 
curia. 

Yalenee, St. (flptst. des frz. Dep. 
Drome, Bischofssitz am Rhone), 
Valentia. — lulia Valentia. — 
Civitas Valentinorum. 

Yalencia, St. (Hptst. des gleichnam. 
Span. Königreiches, zwischen Kata- 
lonien und Murcia, an der Mündung 
des Guadalaviar ins Mittelmeer; 
Schiffsreede: Grao), VaUtida JEdeta- 
norum. 

Yaleneiennes, St. (und Festung im 
frz. Dep. Nord, an der Scheide), 
Valentiana, — Valentianote, — 
Valencenae. 

Yalengrin, Grafschaft (ehem., 1579 an 
den jetzigen Schweizerkanton Neuen- 
burg verkauft, mit dem MktfL Valen- 
gin, am Seyon), Vdllanginum. 

Yalentano, Mktfl. (in MitteütalienJ, 
Verendum, 

Yalentia-de-Doii-Jaan, St. (in Spa- 
nien), PcUantia. 

Yalentin, Prov. (ehem., in der Bre- 
tagne), Valentia. 

Yalenza, St. (in der ital. Prov. Ales- 
sandria, r. am Po), Forum Fulvii. 
— Valentlnum. — Valentia Valen- 
tinorum. 
Einw. : Valentini. 

Yalera-la-Yieja, Mktfl. (in Spanien), 
NatohrXga. — Valeria. — Vale- ! 
riana. 
Einw.: Vakrienses. | 

Yalery, Saint- — , s. Saint- Valery. 

Yalgensee, s. Walchensee. 

Yalladolid, St. (Hptst. der gleichnam. 
Prov. im span. Kgr. Leon, am Ein- 
flufs der Esqueva in die Pisuerga, 
Bischofssitz ; bis zu Karl V. Residenz 



der kastil. und span. Könige), Pin- 
tia. — Valdolstum. — VaüisoUtum. 

— VallistoMum. 

Adj.: VaUisoletanus, -a, -um. 

Yallalonga, St. (in der Prov. Neapel), 
Nic&phora. 

Yalle-Fredda, Dorf (in Italien), ValUs 
Frigida. 

Yallier, Saint — , St. (in Franki-eich), 
Saii-Valerium. 

Yallombrosa, Benediktinerabtei (grofse, 
in der ital. Prov. Florenz, im Thal 
der Chiana, Stammkloster des 1039 
gestifteten Ordens von V. oder der 
Grauen Mönche), Vallisumhrosa. 

Yalogrne, St. (in Frankreich), Valonia. 

— Valoniae. 

Yalois, Landschaft (jetzt das Dep. 
Oise, erst Grafschaft, dann Herzogtum, 
fiel 1215 an die Krone Frankreich), 
Valesia. — Valesium. — Ager 
Valesius. — Vadicasses. 

Yalpo, St. (in Slavonien), lovallium. 

— Ivollum. — Valpum. 

Valromey, s. Val-Romey. 

Yals, Mktfl. (im südfrz. Dep. Ardeohe, 
mit stark-eisensauren Mineralquellen), 
Valium. 

Yalsein, Gemeinde (in der Schweiz), 
Vallis Sana. 

Yandiemensland, Insel (seit 1855 als 
britische Kolonie offiziell Tasmania 
genannt, an der Südspitze Neuhol- 
lands, von den schiifbaren Flüssen 
Derwent und Tamar bewässert, 1642 
von dem Holländer Tasman entdeckt; 
Hptst. Hobarttown), Diemeni Insula. 

Yaneseris, Gebirge (ein Zweig des 
Atlasgebirges in Afrika), Zaläcum 
(Zdkaxov ro ^OQoq). 

Yannes, St. (Hptst. des fiz. Dep. Mor- 
bihan, nördl. am Meerbusen von 
Morbihan, Bischofssitz und kleiner 
Hafen), Dariorigum. — Dario- 

22* 



679 



YKBirUle 



Yaaeottlears 



680 



rigum Venetorum. — Venenc^. — 
Venettim. — Venetia, — Venetiae. 
— Oimtas Venetica. — Cimtas 
Venetorum. — Veneti. 
Adj.: Venetensis, -e, 

Yandrille, Saint- -, s. Saint- Van- 
drille. 

Tar (ital. Varo), M. (bis 1860 Grenz- 
flufs zwischen Italien und Frank- 
reicli, entspringt auf den Seealpen 
und mündet nach 90 km Südwest!, 
von Nizza ins Adriatische Meer; 
nach ihm benannt das frz. Dep. Var, 
dessen bedeutendste Stadt Toulon, 
dessen Hptst. jedoch Draguignan ist), 
Varus. — Vartim. 

Yarasdin, St. (in Ungarn), Varciani. 

Tareero, St. (auf der Insel Scardona 
in Dahnatien), Colentum, — Col- 
lentum. 

Yareusa (Pachsu), Insel (bei der ion. 
Insel Korfu), Ericusa CEqlxovoo). 

Yardar, M. (Hauptflufs Macedoniens, 
entspr. am Schardagh, oberhalb Us- 
kub, und mündet in den Busen von 
Thessalonich), Axius {^^loq), — 
Bardarius. — Vardarius, 

Yarea, St. (in Spanien), Varia. — 
Varela. — Verela. 

Yarennes, St. (im frz. Dep. Maas). 
Varennae. 

Yarese, St. (in der oberital. Prov. Ck)mo, 
zwischen dem Lago-di-Como und 
Lago-Maggiore, in der Nähe des 
lÄgo-di-V., wegen ihrer reizenden 
Lage das Tempe-d'Itaha genannt, in 
der Nähe der Wallfahrtsort Madonna- 
del-Monte), Barett um.— Varesium . 

Yarhel) 

Yarhely 

Yarignano, Mktfl. (in Italien), Clor 
terfia. 

Yarna, St. (starkbef. Hauptort im tür- 
kischen Ejalet Silistria, an der West- 



i s. Varsely. 

r, J 



küste des Schwarzen Meeres, Eriegs- 
hafen und Sitz eines griech. Metro- 
politen; Hauptstapelplatz des Handels 
Bulgariens und Rumäniens mit Kon- 
stantinopel) , Cruni {KqovvoC). — 
Odessus COSrjaaog). — Dionyso- 
polis (JiovvoioTioXig). — Matiopölis 
{MaxioTioUq). — Barne. — Vama. 

Yarsely, Mktfl. (,in Siebenbürgen), 
Zarmigethusa. — Zarmizegethüsa, 
— Zermizegethüsa. — Zarmisoge- 
thüsa. — Colonia Samiizaegethusa. 
Colonia Augusta Ulpia Traiana. — 
Äugusta Dadca. 

Yarwlek, s. "Werwick. 

Yassy, St. (im frz. Dep. Haute-Mame), 
Vadicasses, — Vassiaxmm. 

Yasto, St. (in der ital. Prov. Neapel), 
Basta. 

Yasto-d^Ammone (^Guasto-di-Amone), 
St. (in der ital. Prov. Chieti, am 
Adriat. Meer), Histonium. — 
Giastum Ämonium. — VaMonium. 

Yastomii, Landschaft (Teil vonÄgypten), 
Heptammis i^Enxavofxlq). 

Yathi, s. Microvathi. 

Yatija (Vatisa), Euinen (im Nordosten 
Kleinasiens, beim Dorf Pouleman), 
Folemonium iJIoXefiwvLOv). 

Yatka, Mktfl. (im Süden von Morea\ 
Boea {Boia). — Boea^ {Boiaf)' 

Yaacelles, Mktfl. (in Frankreich), 
Valcellae. 

Yaacluse, Doif (unweit Avignon in 
Südfrankreich; danach benannt das 
frz. Dep. V., dessen 4 Arrondisse- 
ments Avignon [Hptst.], Orange, Apt 
und Carpentras sind), Vallis 
Clausa. — Vallis Gusa. — Vaüis 
Clusae. 

Yaucouleurs, St. (im frz. Dep. Maas), 
Lorium. — Vallis Cölor. — Cölöris 
Vallis. — Valeoleria. — Vauciilerine. 



681 



Yaudemont 



Teltlin 



682 



Tandemont, St (in Frankreich), Va- 
dünuB Mons. — - VcUdemontium* 

Tandre, St. (in Prankreich), Vodgo- 
riäcum, — Vogodorgiacum. 

Yangrirard, Mktfl. (im frz. Dep. Seine), 
ValUs Bostroniae. 

Y^-Saiiit-€16ment, Landschaft (in der 
Normandie), Vadum Sancti Clementis. 

Yeclit, Fl. (Eheinarm in der niederl. 
Prov. Utrecht, sondert sich bei 
Utrecht ab und fällt bei Mulden in 
den Zuidersee), Vedrus. — Vidrus, 

Yeere, Ter — , St. (in Holland), Vera, 

— Campiveria. — Campoveria. 

Ycgja, St (in Nördafrika), Baga. — 
Vaga. — Vagense Oppidum. — 
Vacca. 
Adj.: Vagtensis, -e. 
Vagensis, -e. 

Yegrlifty !• Insel (eine der zum Kreis 
Istrien des östr. Küstenlands gehöri- 
gen Quamerischen Inseln), Curicta. 

— Cyraäica. 
Bew.: Ou/rictae. 

2. St. (Hptst, mit kleinem Hafen ; 
Bischofssitz), Curtctum. — Cun- 
cum — Vegia, 

Ycile, St (Hafen- und Hauptstadt des 
dän. Amtes Y. im jüÜänd. Stift Eibe, 
an der Mündung der Yeileraue in 
den Yeiler^ord, einen im N. des 
Kleinen Belt einschneidenden Meer- 
busen), Vedelia. — Veiella. — 
Velleta. 

Yeilie, St. (in Frankreich), Davianum. 

Yeit, Sankt — , s. Sankt Yeit. 

Yeit, Sankt — am Pflanmli, s.Fiume. 

Yelaine, Dorf (in Belgien), Villariwm. 

Yelay, Landschaft (in Frankreich), 
Velauni. — VeUavi. — Vdama. 

— Velauniu/m, — Velläva, 

Yeldenz, Dorf (Kr. Bemkastel, RB. 
Trier, Rheinprovinz, mit Burgruine; 
ehem. Hauptort des gleichnamigen 



Fürstentums im oberrhein. Kreis), 
Vcddentia. 

YMe, La — , Fl. (in Frankreich), 
Vidüla. 

Yelestina, St (in Rumelien, unweit 
des Berges Zagoura oder Petra 
[Pelion]), Pherae i^eQccl)' 
Einw.: Pherciei {^tQaloi). 

Yelez - Blaneo, St (in Spanien), 
Egelasta. 

Yelez-de-Gomera, St. (in Marokko), 
Tarietina, 

Yelez-Halagra, St. (der Prov. Malaga 
im südöstl. Spanien), Maenoha, — 
Mmoha, — Exitanorum Oppidum. 

Yelez-Rubio, St (in Spanien), Morus, 

Yelino, 1. Fl. (in der Prov. Neapel), 
Vdiwus» 

2* Monte — , Berg (Apenninen- 
gipfcl in der ital. Prov. Aquila), 
Velinus Mons. 

Yelitza (Yelizza), Ruinen (in Griechen- 
land unterhalb des Pamafs), Tühorhi 
iTi&OQia), 

Yellach (Fellach), Dorf (mit Bad, im 
östr. .Kronland Kärnten, an der 
Yellach), Volüce. — Velüca. 

Yellereille, St. (in Frankreich), Vma- 
Relia. 

Yelletri, St. (ital., südöstl. von Rom, 
mit wichtigen Altertümern, im alten 
Yolskergebiet), VeUtrae. 
Einw.: Veliterni. — Velitnni. 
Adj.: Veliternus, -a, -um. 
Velitermnus, -a, -um. 

Yeltlin (ital. La-Yal-TeUma) , Land- 
schaft (itaL, an der oberen Adda, 
strategisch wichtig, weil durch das 
Addaihal die Pässe des Splügen und 
Stilfser Joches führen, begriff nach 
der alten Einteilung die Landschaften 
Y., Kleven \md Worms [Yal-Tellina, 
Chiavenna und Bormio] imd bildet 



683 



Yewifro 



Y^nleii 



684 



jetzt die oberitaL Prov. Sondrio), 
Vallis Telllna. — FcfteRfW. 
Einw.: VeUdini, 

I 
* 

Yenäfro, St. (ßischofissitz in der itaL 
Prov. Caserta), Venafrum, — 
Venafra. 
Adj.: Venafranus, -a, -um. 

Yenaissin, Grafschaft (ehemal., im ; 
jetzigen frz. Dep. Yauckise; Haupt- ' 
ort war der Bischofssitz Yenasqne), 
Comitatus Venascinus. — CJo- 
mitatus Vindascinus. — Comitatus 
Ävenionensis. 

Yenaot, Saint — , St. (im frz. Dep. 
Pas-de- CalaLs), Fanum Sancti 
Venantii. 

Yenasqne, Mktfl. im frz. Dep. Vau- 
clnse), Vindansia, — Vindasci- 
num. — Venasca. — Venauscia. 

Yenec, St. (im frz. Dep. Tar), Ventia. 

YendWres, St (in Frankreich), Ven- 
derae. 

YendoenTre, St. (in Frankreich), 
Vendopera. 

Yenddme, St. (im frz.